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Cloverfield

Cloverfield hinterlässt Eindruck. Zwiespältigen, wirklich fantastischen Eindruck auf der einen Seite aber auch etwas unwilligen auf der anderen Seite. Sicherlich ist der Film nicht für jedermann und persönlich bin ich auch hin und her gerissen zwischen “absolut genial” und “dies und jenes ist aber mal richtig blöde”. Keine Empfehlung per se also von mir aus, aber anders als in I am Legend, der im letzten Drittel einbricht, war ich die meiste Zeit doch so richtig in dem Film drin.

Cloverfield

Markantestes Merkmal Cloverfields ist natürlich die Kameraperspektive, da alles mit einer einzigen Filmkamera, einem heimüblichen Camcorder, gefilmt wurde, den einer der Protagonisten mit sich schleppt. Jedenfalls ist es das, was uns der Film glauben macht und ein paar mal merkt man dann schon, dass Hudson das Gerät bewusst mit sich schleppt und laufen lässt, es aber eher so wirken soll, dass er gar nicht mehr an die Kamera denkt und sie einfach in der Hand hält. Aber es funktioniert, irgendwie. Denn ebenfalls anders als in Blair Witch Project steckt hinter dem dadurch bedingten “Kameragewackel” doch so etwas wie ein Film. Der ist wiederum schnell erzählt (Monster trampelt durch Manhattan, Leute versuchen zu entkommen), weshalb ich mir das gleich spare. Anders als in Mission: Impossible 3 oder Transformers ist hier jede Kameraposition schlüssig und der “Dokumentarfilmer” “hängt” nicht irgendwo in der Luft. Außerdem ist es kein künstliches, nachträglich eingefügtes Shaking wie bei den anderen Filmen. Die Konzentration auf diese eine Kamera, die einer der Protagonisten mit sich führt, bringt lediglich einen subjektiven Blick auf die Extremsituation, in die ganz normale Menschen plötzlich geworfen werden. Ohne diese Grundsatzentscheidung würde der Film sicherlich nicht funktionieren, da hätte die ganze Geschichte anders erzählt werden müssen, ohne Zweifel gäbe es mehr unmögliches Technobabble über Aliens/Mutanten/Dinosaurier/Monster, New York wäre einmal mehr orgiastisch in Schutt und Asche gelegt worden und irgendein Deus ex Machina würde das Problem lösen und die Menschheit retten. Bloß gut, dass es kein solches langweiliges Emmerich-Versatzstück geworden ist. Ein paar mal habe ich mir zwar auch gewünscht “Zeig das Monster, zeig das Monster. Dreh die Kamera nach links! LINKS!!”, aber das zeigt mir erst, wie ich in dem Film bisweilen drin war.

Verantwortlich für die Entscheidung zur Kameraführung zeichnet sich der Regisseur Matt Reeves, der Serienfans schon als Erfinder (zusammen mit J.J. Abrams) der Serie Felicity bekannt sein könnte. Abrams selbst hat nicht zuletzt Cloverfield mittels seiner Produktionsfirma Bad Robots produziert.

Als Katastrophenfilm, der in New York spielt, macht Cloverfield außerdem so einiges besser als zuletzt I am Legend. Zwischendrin liegen in Cloverfield eine Reihe von höchst beeindruckende Szenen, nichts verstörendes, aber ein paar mal fühlt man sich wirklich mittendrin. Das wird vor allem durch die fantastische Soundkulisse unterstrichen. Cloverfield wischt hier mit I am Legend locker den Boden auf, aber hallo, mich hätte es am Ende beinahe aus dem Kinosessel geschmissen. Auch sonst sind da wie gesagt eine Reihe beeindruckender Szenen. Als die Gruppe zwischen die Fronten des Militärs gerät, dabei noch ein Kettenfahrzeug schießend vorbei rasselt und sie Schutz unter Autos suchen, das wirkt schon eine Nummer krasser. Oder die Szene als der Monster ein Kettenfahrzeug platt trampelt und nur der Fuß des Viehs zu sehen war. Auch das Bombardement aus dem Stealthfighter war eine deftige Sache im Film, für mich ein doch beeindruckender Anblick. All das ist durch diese geniale Soundkulisse unterstrichen.

Lediglich dieses unglaublich leere Geschwätz der Figuren ging mir von Anfang bis Ende schwer auf den Senkel. Selbst in einer solchen Situation wirkt das regelmäßig nicht sonderlich intelligent. Hier hilft nur, wegzuhören und sich auf die restlichen Geräusche zu konzentrieren. Dementsprechend hat mir auch das Ende, welches nach 80 Minuten schon da ist, nicht zugesagt. Allerdings bin ich nach dem Abspann doch auf eine Fortsetzung gespannt. Wer nicht mitbekommen hat, was ich meine, der schaue sich einfach noch einmal den Schluss des Abspanns an:


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Rezi-Roundup: Crysis, Call of Duty 4, The Witcher, Bioshock und mehr

Das ist der Artikel, mit dem ich ursprünglich mein neues Bloggerjahr einläuten und gleich auch loslegen wollte – mit einem (wie schon manchesmal) raubkopierten Konzept (I’ll deny everything!), der Rezi-Roundup von Agitpop, nachdem ich über selbige am Tag der Veröffentlichung gestolpert bin. Das macht sich vor allem jetzt gut, nachdem ich den neuen Rechner habe und bereits ein paar Spielchen nachholen konnte. Die ersten Texte waren schnell geschrieben, dann bin ich allerdings aus diversen Gründen gleich wieder stecken geblieben. Nun ist’s aber soweit und die folgenden Texte können endlich raus. Hier und da gibt’s ein paar konkrete Spoiler, ich bemühe mich ansonsten aber, allgemein zu bleiben.
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Crysis

Crysis

Crysis diente als Generalprobe für den neuen Rechner. Und obwohl ich eine GeForce 8800 GTS mit 512 MB RAM (also dem neuen G92-Chip) drinsitzen habe, kommt die Hardware schon an ihre Grenzen. In einer hohen Auflösung sind Sachen wie AntiAliasing oder ähnlicher Kram nicht drin. Zwar funktionieren alle anderen Grafikeinstellungen auf “hoch” und mehr ist unter WinXP auch nicht drin, mit AA sieht das Spiel aber noch einmal wesentlich besser aus, nur gehen dann die Frameraten weit in den Keller. Optisch ist das immer noch fantastisch und sucht seinesgleichen, aber schon eine Grafikeinstellung darunter (mittel) wird’s nicht mehr so schön. Andererseits ist der lauffähige “high”-Modus noch nicht einmal das höchste der Gefühle. Es gibt noch den “ultra high”-Modus, der nur über verstecke Konfigurationsdateien freischaltbar ist – allerdings gibt’s bisher keine bezahlbare Hardware, die den noch flüssig darstellen kann. Da Crysis aber von der Optik lebt, lässt sich das Spiel vermutlich erst in einem Jahr auf dann aktuellen und bezahlbaren Rechnern spielen und der volle Funktionsumfang ausnutzen.

Das klingt jetzt etwas drastisch, als ob Crysis außer der wunderbaren Optik kaum mehr zu bieten hat, ganz so ist es aber nicht. Aber wir sollten uns nichts vormachen, spielerisch ist Crysis nichts anderes als ein weiterer Shooter auf der Höhe der Zeit. Handlung? Ist marginal vorhanden und dient eigentlich nur dazu, den Spieler an die Hand zu nehmen und von einem Ort zum nächsten zu scheuchen. Während des Intros dachte ich noch, dies sei bestenfalls was auf 1980er Jahre Actionfilm-Niveau à la Lundgren oder van Damme. Was putzt der Commander da den einen Typen runter, der irgendwas von sich gegeben hat, was ich nicht mal ansatzweise als einen witzigen Spruch wahrnehmen würde? Da wurde doch etwas tief in die Klischeegosse gegriffen. Sowieso schwanken auch alle Zwischensequenzen, die es nur aus der eigenen Perspektive gibt, so sehr, dass man meinen könnte, unsere Spielfigur achtet beständig darauf, den Pegel von einem Viertel Blut im Alkohol zu halten. Nur lässt sich so die Banalität des Intros und die Einführung in die “Geschichte” leider auch nur bedingt aushalten. Ich will aber hier noch gar nicht mal zu viel meckern. Es gibt weiß Gott genug lineare, langatmige, abwechslungslose Ballerspiele, die sich lediglich über eine dreizeilige Hintergrundgeschichte definiert haben. Immerhin entwickelt sich da während des Spiels etwas, was seine Auswirkungen auf die Insel hat. Mir hat es schließlich doch ganz gut gefallen, mich anstelle der Dschungellandschaft anschließend durch eine Eiswelt zu kämpfen, zu der die Insel geworden ist. Erst die Eroberung mitzumachen, herauszufinden, was auf der Insel vor sich geht und anschließend den nicht gerade reibungslos verlaufenden Rückzug anzutreten ist zumindest spannend inszeniert und es werden abwechslungsreiche Aufgaben verteilt. Anders als in Far Cry müssen nicht am laufenden Band diverse Feindbasen gesäubert werden, das ist eigentlich nur am Anfang von Crysis der Fall.

Allerdings täuscht auch die Wahl, zu Fuss zu gehen oder einen Hummer zu nehmen, nicht wirklich über die Linearität weg. Die sogenannte spielerische Freiheit – ein Paradoxon, mit dem ausgerechnet immer wieder im Ego-Shooter-Genre geworben wird, haha – erstreckt sich lediglich auf große Spielareale, die auch tatsächlich weitaus größer als in Far Cry sind. Den gegenüberliegenden Strand, den ich durch das Fernglas beobachtet habe, kann ich nämlich wirklich erst nach einer reichlichen Stunde Spielzeit erreichen. Während des kombinierten Panzer-Infanterie-Angriffs der Amerikaner in einem weitläufigen, herrlich grünen Tal kann ich mehr oder weniger wählen, ob ich zuerst ein paar Flakstellungen platt mache oder eine gegnerische Basis ausräuchere. Manchmal mit Kameraden zusammen, manchmal alleine. Sowieso wird mir immer wieder gesagt, was ich tun soll. Insgesamt sorgen die Aufgaben und die später veränderte Spielwelt sowie die Aliengegner tatsächlich für etwas Abwechslung und das macht das Spiel, nun ja, spielbarer. Immer das gleiche tun zu müssen und mich immer durch gleich aussehende Level kämpfen zu müssen (Doom 3, Far Cry, Fear, Quake 4) wäre auch gar nicht mehr zeitgemäß, so was will ich heutzutage einfach nicht mehr spielen. Allerdings kommt auch ein Crysis nicht ganz an den Abwechslungsreichtum eines Half-Life 2 und dessen Episoden heran. Zudem ist es viel zu kurz und in nullkommanüscht durchgespielt, was mich wiederum geärgert hat. Der Bosskampf ist nett, aber eben wirklich nicht mehr als ein Bosskampf. Andere Spiele bieten Bosskämpfe am laufenden Band, in Crysis ist so ein Boss zum Endgegner befördert wurden, nur um anschließend das Spiel abzuhacken und den Abspann laufen zu lassen. Gegen kurze Spiele habe ich ja prinzipiell nichts, wenn sie mich mit einer motivierenden Handlung und immer anderen Level motivieren (Max Payne 2). Aber ein kurzes Spiel, indem ich mich die Hälfte davon durch dasselbe Areal kämpfe und nur nebenbei ein paar Gesprächsfetzen präsentiert bekomme, das ist mal nichts und zeigt eigentlich die geringe Substanz des Spiels. Es scheint mir eine wahre Kunst zu sein, dass nur wenige Spiele es wirklich auf die Reihe bekommen, kurz und knackig zu sein. Wobei ich mir jetzt aber wie gesagt auch keine Auswaltzung und Zunahme aller Ödniss mehr herbeiwünsche.

Worüber könnte ich mich noch auslassen? Die Nordkoreaner, die allesamt Bäume von Kerlen sind und mir in meiner installierten Synchrosprache Drohungen um die Ohren werfen? Die ich beim Angriff meiner Leute nicht von selbigen unterscheiden konnte? Wenn ich es nicht wüsste, ich hätte sie nicht als Koreaner erkannt. Die doch etwas seltsame Waffenbalance? Meinem mitgebrachten Schießeisen ging schnell die Munition aus und ich musste mir bald eine koreanischen Knarre schnappen. Ziemlich sinnlos habe ich meine bessere Waffe immer mitgeschleppt, in der Hoffnung, neue Munition dafür zu finden. Nix da. Stattdessen wird bald eine überdimensionierte Shootgun namens Gaus eingeführt – für die es auch nicht mehr als 10 Schuss Munition gab. Erst viel später bekommt man genug Munition für die besseren Knarren, dann aber auch immer wieder die passenden Superwaffen dazu. Schön bleibt aber wie gesagt die Optik, Hitzeflimmern bei MGs, tolles Licht- und Schattenspiel und ich habe zum ersten mal das sogenannte “High Dynamic Range Rendering” bewusst wahrgenommen, als ich mich mal zur Sonne gedreht habe und anschließend wieder weg. Die Simulation des Iris-Effekts hat funktioniert. Und sonst ist der Nano-Anzug ganz nett, der einen schnell wieder heilt und diverse übermenschliche Kräfte verleiht. Somit liegen auch keine Medizinpackungen oder Boosts mehr im Dschungel herum.

Also spielerisch ist es in Ordnung, Standardkost würde ich sagen, nicht unbedingt etwas so besonderes. Aber es ist immerhin abwechslungsreich und das möchte ich doch künftig als Mindeststandard in diesem Genre sehen. Es kommt aber gerade nicht nur auf den spielerischen Kern an, was mir schon der eine oder andere “Grafik interessiert mich nicht.”-Sprücheklopfer in der Vergangenheit weiß machen wollte, denn dazu gehört, wie bei allen Spielen, auch eine angemessene Präsentation, was bei Crysis die Grafik auch per Definition funktionell macht. Denn optisch ist es natürlich ein großes Ding, obwohl ich lieber nicht daran denken möchte, dass für ein neues Spiel mit dieser CryTech-Engine auch wieder eine Hardwareaufrüstung nötig ist. Das ruft irgendwie die Zeiten eines Wing Commander wach, das auch erst auf der nächsten, noch nicht erschienen Hardware-Generation wirklich flüssig lief.
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Half-Life 2 + Episode 1 & 2

Half-Life 2 - Episode 2

Zu Half-Life 2 brauche ich denke ich nichts weiter zu sagen. Es sieht heute nicht mehr ganz so gut aus, ein bisschen wie vor einigen Jahren noch eine schöne weiße Tapete, aber nun etwas leicht angegraut. Spielerisch bleibt aber der Abwechslungsreichtum, den ich immer noch als unangefochten im Genre ansehe, ein hanebücherne und im Grunde nicht vorhandene Handlung mit einem kümmerlichen Ende und etwas spärliche Inszenierung, die mir als Spieler allerdings doch ganz glaubwürdig vorgaukelt, in die Geschichte einbezogen zu sein. Gerade den letzteren Punkt bekommen die beiden Anschlussepisoden aber wesentlich besser hin und ich habe damit gleich meine Überleitung zu den Addons geschafft.

Denn was Episode 1 & 2 besser machen, das ist die Begleiterin Alyx. Sie erzählt mir ständig etwas, sie grinst mich an, wenn ich eine Aufgabe gelöst habe, ihr ist der Schrecken ins Gesicht geschrieben, nachdem sie ein Stalker angefallen hat, und sie weiß ihren Dad zu beschwichtigen, nachdem sie beinahe tot war. Mir fällt trotz einigem Nachdenkens keine Figur ein, die in einem Computerspiel menschlicher dargestellt wurde. Alyx folgt mir in beiden Episoden nahezu konstant durch dick und dünn, feiert sich bei der verrückten Autojagd selbst und ich fühle mich anders als in Crysis diesmal wirklich wie in einem guten, spannenden Actionfilm, nur dass ich diesmal die Action meistern muss. (Crysis ist dann doch zu sehr ein “Arbeitsshooter”, der spielerisch vor allem aus Ballern besteht.) Und nebenbei erzählt sie mir, was zu tun ist, wieso ich es tun muss und was das ganze für die Story bedeutet. Es entwickelt sich diesmal nämlich tatsächlich etwas spannende Handlung neben den zahlreichen kleinen und abwechslungsreichen Abenteuern. Highlight ist übrigens Dr. Kleiners minutenlange Ansprache, die Stadt zu verlassen und wieder damit zu beginnen, sich fortzupflanzen, die über die städtischen öffentlichen Großleinwände gezeigt wird. Das kommt in einer schrulligen, zerstreuten Art eines älteren Wissenschaftlers daher, der die Theorie bestens kennt, als lebenslanger Geek selbst aber kaum seinen Schreibtisch verlassen hat.

Die Half-Life 2-Episoden schaffen es wirklich, Emotionen auf den Bildschirm zu bringen und dadurch die Immersion voranzutreiben. Dazu gibt’s wieder abwechslungsreiche Level und interessante Aufgaben, wie der Kampf mit Haftminen gegen Strider. Interessant ist die Funktion des Audiokommentars, den die beiden Addons und auch schon Lost Coast bieten. Wie bei Audiokommentaren auf DVDs erzählen diese zwar nicht alle Geheimnisse des Erfolgsrezepts und des Handwerks, einige Infos über optische Kleinigkeiten und etwas Leveldesign ist aber doch hin und wieder ganz interessant.

Geärgert hat mich allerdings, dass die deutsche Version von Episode 2 in der Orange-Box geschnitten ist. Da nutzt einem auch die Einstellung von Steam auf englisch nicht. Seltsamerweise habe ich über die Orange-Box auch erst Episode 1 bekommen, welches noch ungeschnitten ist. So aber geht bei Episode 2 einiges von der beklemmenden Atmosphäre verloren, wenn Blutflecken an Wänden plötzlich gräulich-schwarz sind. Verstehe das mal einer, plötzlich so ein Aufheben zu machen.
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Call of Duty 4 – Modern Warfare

Call of Duty 4 - Modern Warfare

Call of Duty 4 inszeniert mal eben einen kleinen atomaren Krieg in unserer nahen Zukunft und erschlägt einen dadurch mit dem Atmosphäre-Hammer. Ich bin mir wirklich nicht mehr sicher, ob Call of Duty 4 noch als Spiel bezeichnet werden kann oder ob es schon eine militärische Simulation ist, welche die junge, männliche Videospielegeneration auf wasauchimmer vorbereiten soll (deconstruction at it’s best). Oder es soll aufgrund der heftigen Darstellung als allgemeine Kritik an Krieg, Terror und Zerstörung gelten. Ich weiß es nicht so recht, denn da es ja doch ein Spiel ist, sollte es eigentlich auch noch Spaß machen. Tatsache ist aber, dass das Spiel auf das momentan beliebteste Feindbild nach dem Fall des Eisernen Vorhangs setzt, nämlich Terroristen und ein kleiner “Schurkenstaat”, der im Besitz von Atomwaffen ist. Kritik kann ich an der Nutzung eines medial aufgezogenen Feindbildes allerdings nicht erkennen, eher schlägt Call of Duty 4 damit noch in dieselbe Kerbe. Ja, das Teil fühlt sich relativ realistisch an und man kann dabei wirklich vergessen, dass man vor einem Spiel sitzt. Das Ding ist eine heftige Nummer und dabei meine ich noch nicht einmal die eigentlichen Gefechte gegen die Gegner. Denn diese können durchaus noch als abstrakt bezeichnet werden, obwohl die Figuren äußerst realistisch aussehen. Die Animationen bleiben nur immer gleich und es reichen auch nicht ein oder zwei Schüsse, um die Gegner zum Hinlegen zu überreden. Allerdings hat das Spiel auch nicht mehr ganz den Schießbudencharakter der Vorgänger. Optisch steht das Spiel einem Crysis zwar etwas nach, ist aber als alles andere als schlecht zu bezeichnen. Gerade eine durch Krieg zerstörte orientalische Stadt macht einen äußerst realistischen Eindruck.

Dazu kommen aber die anstehenden Aufgaben, die ich, ohne es wirklich besser zu wissen und ich gehe mal davon aus, dass die Entwickler von Call of Duty 4 intensiver darüber recherchiert haben, als genau solche ansehen würde, die eine kleine GI-Einheit in einem solchen Krieg auch erhalten würde. Dazu wird vor allem hartes Zeug gezeigt. In Call of Duty 4 erlebe ich alles aus der Sicht meiner zwei Spielfiguren bzw. einer weiteren Figur, die nicht selbst gespielt werden kann. Als diese werde ich am Anfang zu meiner eigenen Hinrichtung geschleppt und blicke in die Mündung einer Pistole. Der Typ drückt ab und es wird auf schwarz geblendet. Übel. Später explodiert eine Atombombe und erfasst auch meinen Helikopter. Ich bin aber nicht gleich tot, sondern krieche noch schwerverletzt über die Rampe und muss den radioaktiven Fallout in der zerstörten Stadt ansehen bis mein virtuell intonierter Herzschlag aufhört und das Spiel ausblendet. Realistisch oder nicht, der Eindruck, schon wieder mit dem Vorschlaghammer geschlagen worden zu sein, ist da. Und das nachdem ich schon eine Reihe von kleineren Hammerschlägen aushalten musste, die für sich genommen auch anständig weh taten. Weiter geht es dann in einer britischen Spezialtruppe als ein anderer Charakter, den ich zuvor schon immer abwechselnd mit dem gestorbenen GI gespielt habe. In der SAS-Einheit muss ich nicht nur mit ansehen, wie mein Captain einen Gefangenen schlägt und anschließend erschießt, nachdem er die benötigte Information von einer anderen Aufklärungseinheit erhalten hat – nicht die einzige menschenverachtende Handlung, die es in diesem Spiel zu sehen gibt -, nein, ich muss auch die Detonation von weiteren Atomraketen verhindern und schließlich den Anführer der Terroristen erschießen, während ich selbst schwer verletzt auf einer Straße liege. Das alles ist eine fürchterliche Virtualität, die den wirklich überzeugenden Anschein von Realismus hat. Auch sonst versetzt einen das Spiel in abwechslungsreiche Missionen. Ich muss mich durch ein Schiff kämpfen, welches droht unterzugehen und bereits Schlagseite bekommen hat. Was vorher noch Wände waren, sind nun Fußböden und ich hatte voll auf damit zu tun, nicht den Anschluss an meine Kameraden zu verlieren. Oder es gibt eine schwer beeindruckende Mission, in der ich mich mit einem Vorgesetzten durch feindliche Reihen in der Nähe Tschernobyls schleichen musste – stilecht im passenden Tarnanzug und mit Scharfschützengewehr. Auch hier fühlte ich mich nicht mehr in einem Spiel, sondern in einer weitestgehend realistischen Simulation, die purer Nervenkitzel war, den ich so noch nicht erlebt hatte. Noch dazu wird mein Chef später angeschossen und ich muss ihn unter Zeitdruck zum vereinbarten Treffpunkt tragen, wo wir abgeholt werden sollten. Unterwegs musste er immer wieder abgesetzt werden, um mir bei der Verteidigung gegen anstürmende Gegner zu helfen. Eine ziemlich irre, aber auf mich nur bedingt abstrakt wirkende Realität.

Eine weitere Mission ist ebenfalls weniger abstrakter als die Gefechte und hinterließ bei mir ein noch mulmigeres Gefühl, als ich es ohnehin schon hatte. Dabei schießt man aus einem Flugzeug mit schweren Geschossen auf Gegner. Das ganze passiert bei Nacht und man beobachtet das Geschehen über einen Restlichtverstärker, das heißt alles sieht schwarzweiß aus und es lassen sich kaum eindeutige Details erkennen. Die Vorstellung, dass dies in Echt ebenso aussieht und genauso passieren kann, ist weit weniger angenehm. Noch dazu kommentiert der Pilot oder Co-Schütze oder wer auch immer das Geschehen mit seinen Sprüchen (“Mit diesen Aufnahmen werden wir noch viel Spaß haben.”). Weia. In Anbetracht der Heftigkeit des Spiels fehlen mir wahrlich ein wenig die Worte.
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Bioshock

Bioshock

Das dürfte nun die endgültig letzte Betrachtung von Bioshock sein und ich möchte mich auch gar nicht so sehr über den philosophischen Unterbau des Spiels auslassen, da das an diversen anderen Stellen schon exzellent geschehen ist (siehe d-frag, Agitpop und Experimentelles). Ich bleibe in meiner kleinen Betrachtung daher auf klassischem Feld und schildere ein paar Eindrücke. Eben solche hinterlässt Bioshock nämlich in außerordentlichen Maße dank des Art-Deco-Design und der Spielwelt, von der ich völlig fasziniert gewesen bin. Zu meiner Schande muss ich ja gestehen, dass ich die System Shock-Spiele nie ausgiebig gespielt habe und von daher Bioshock erst die Wirkung auf mich entfaltet hat, die es womöglich schon in den System Shock-Spielen gab. Vom philosophischen Ansatz her bin ich von Bioshock wirklich begeistert, die Referenzen und Anspielungen, die Teil der Hintergrundstory sind, haben schon fast Lostige Ausmaße und damit wird das Spiel meines Erachtens einzigartig. So etwas habe ich zuvor einfach noch nicht gespielt und ich kann mich auch an kein Spiel erinnern, welches ebenfalls solche Ansätze bietet. Der Storytwist in der Mitte ist großartig gelungen, die Erkenntnis des “Wärst du so freundlich …” wirkt wie ein Brettschlag vor den Kopf und ich war zugleich tief beeindruckt, was das Spiel mit mir als Spieler von Anfang an angestellt hatte, als auch hin und weg von der parodistischen Anspielung auf die Konventionen des Ego-Shooter-Genres, ja von Computerspielen im allgemeinen. Das vermischt sich dann noch mit Wut und Verzweiflung, als ich nur zugucken konnte, wie mein Alter Ego Ryan tötet. Dass mir hier die Kontrolle vollends entzogen wird, ist für meine Begriffe aber ein konsequenter Schritt der ganzen Idee und ich würde es als nicht weniger als “genial” bezeichnen. Für Ego-Shooter-Verhältnisse sehe ich die Story von Bioshock als erstaunlich komplex an, der Storytwist ist nach meinem Verständnis ein ironischer Seitenhieb auf das ganze Genre, nur dass einem Bioshock schließlich auch keine spielerische Freiheit anbietet und leider den Konventionen des Genres verhaften bleibt. Da ist genau die Sache mit Cohen, der von mir verlangt, drei Leute zu töten und von deren Leichen Fotos zu machen, um ein im wahrsten Sinne des Wortes abstraktes Kunstobjekt von Cohen zu vollenden. Ohne hier großartigen crap zu erzählen, ich wollte das nicht tun, habe mich mies dabei gefühlt, mich aber dann dem Spiel gefügt und es gemacht, um voran zu kommen. Umso heftiger wirkt dann der Storytwist, in dem mir offenbart wird, wie sehr ich an der Nase herumgeführt wurde – eben die Linearität des Spiels. Letztendlich bin ich von der Handlung von Bioshock zwar nicht vollständig angetan, aber ich halte sie doch für so außergewöhnlich, dass sie zusammen mit den anderen Elementen des Spiels, das Design und die Spielwelt, eine doch sehr runde Sache wird. Sicherlich ist die Story dann wiederum für ein Rollenspiel nicht gerade sehr komplex. Ein The Witcher, zudem ich gleich noch komme, ist sowohl was den Gegnerkampf als auch die Story anbelangt im Vergleich zum Rollenspielpart von Bioshock wesentlich durchdachter und in Sachen Story weitaus komplexer. Bioshock hat die berühmt-berüchtigte gut-böse-Entscheidung, die sich mittels der Little Sisters manifestiert. Am eigentlichen Spielverlauf ändert sich durch die Entscheidung, anders als in The Witcher, nichts, nur die Wirkung der jeweiligen Enden ist anders. Aber schon das ist mehr, als sich von einem Ego-Shooter erwarten ließe. Selbst ein Jedi Knight mit der Entwicklung zum hellen oder dunklen Jedi hatte am Ende praktisch das gleiche Ziel der Handlung, um die es eigentlich ging. Im Rahmen des Ego-Shooter-Genres hat Bioshock genug wegweisende Merkmale, die es sich sicherlich lohnen würden, in künftige Genrevertreter einzubauen.

Trotzdem muss sich Bioshock auch von mir noch etwas weitere Kritik gefallen lassen: im spielerischen Kern ist es auch nichts weiter als ein linearer Straight-forward-Shooter, die Rollenspiel-Elemente mittels der Plasmide machen keinen Unterschied im Kampf gegen die Gegner und nur bedingt einen bei der Anwendungen wie dem Hacken von Automaten. Im ersten Fall ist es völlig schnuppe, ob ich einen Blitzewerfer-Splicer ebenfalls mit Blitzen (gegen die er resistenter ist) oder etwas anderem bekämpfe. Hauptsache lange genug draufhalten und selbst muss ich nur wie ein Verrückter strafen. Im zweiten Fall bringt die Ausrichtung auf bestimmte Körper- und Technikplasmide im Grunde nur ein nette Anpassung auf persönliche spielerische Vorlieben. Jemand der eben gut im Hacken ist, braucht hier die diversen Plasmide einfach nicht und umgekehrt. Was mich persönlich geärgert hat, ist der Pfeil, der des öfteren eingeblendet wird und einen zur Bewältigung der aktuellen Aufgabe dient. Das führte bei mir dazu, dass ich nicht in jeden Winkel und jeden Raum gelugt habe und mir einige Tonbänder entgangen sind. Die Tonbänder erzählen aber ebenfalls die Hintergrundgeschichte und sind nicht nur schmückende Details. Einige Dinge habe ich daher verpasst und mir fehlten einige Teile in dem Puzzlespiel namens Hintergrundgeschichte.

Na gut, trotz der Kritik am spielerischen Kern und dem lahmeren dritten Akt ist Bioshock für mich doch ein Ausnahmespiel (und ich bin gespannt, ob ich in ein paar Jahren auch noch so darüber denke). Musik in und Optik von Rapture haben mich beeindruckt, wenn mir ein Frank Sinatra Please be kind oder Patti Page That Doggie in the Window in einer größeren Halle entgegenschmettert, während ich diesen bizarr-bunten und fast schon abstrakt heruntergekommenen Raum inspiziere, dann ist das ein unvergleichliches Erlebnis und kommt einem spielerischen Kinofilm gleich. Noch dazu ist diese Musik genau meine Welt, einige CDs dieser Herrschaften und ihrer zeitgenössischen Kollegen stehen sowieso in meinem Schrank und nach meiner ersten Sitzung Bioshock habe ich mir erst einmal die Musik aus dem Spiel extrahiert, um sie mir so anzuhören. Alles in allem für mich ein wirklich schönes Spiel mit einem positiven Ende, welches auf mich auch ganz wunderbar gewirkt hat, da ich keines der kleinen Mädchen getötet habe. Ich werde das Spiel mindestens noch ein weiteres mal durchspielen, auch weil ich sicherlich noch nicht alle Tonbänder gehört habe oder mir das tanzende Splicer-Paar entgangen ist und ich sowieso noch mal etwas stärker auf die philosophischen Referenzen und Anspielungen achten möchte. Einfach ein tolles Spiel für mich.
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The Witcher

The Witcher

Hm, wo fange ich bei The Witcher nur an, etwas zu sagen? Vielleicht damit, dass es ein sicherer Geheimtipp ist? Allerdings hat es Gerüchten zufolge schon die Marke der eine Million verkauften Exemplare geschafft, was für ein PC-Spiel schon ein kleines Wunder ist. Oder sollte ich sagen, dass es für mich eines der besten PC-Spiele der letzten Jahre ist und es gab gerade in letzter Zeit nur wenige Spiele, die mich so gepackt hatten. Das Spiel hat mich buchstäblich Nächte vor den Bildschirm gefesselt, was mir das letzte mal bei Civilization IV und davor bei Jagged Alliance 2 passiert ist (lang ist’s her). Definitiv festzuhalten ist, dass die Story und die Entscheidungen, die später auch den Spielverlauf ändern, sich als deutlich komplexer darstellen, als in Bioshock. Es ist aber nicht einfach so, dass man eine “gute” oder “schlechte” Entscheidung trifft, sondern es müssen jeweils immer auch die negativen Konsequenzen in Kauf genommen werden, welche die Entscheidungen im Verlauf des Spiels mit sich bringen. Und endlich gibt’s mal kein Hack’n'Slay à la Diablo (2), was ja mal so gar nicht geht. Unser (Anti-)Held Geralt vollführt mit wenigen, zum rechten Zeitpunkt abgegebene Klicks eine stattliche Anzahl nett anzuschauender Combos, kombiniert mit ein paar Zaubern wird das zum Teil noch recht morbide.

Man merkt schon, dass ich von The Witcher wirklich begeistert bin. Ein Grund dafür könnte sein, dass ich bisher kaum Erfahrungen mit dem Rollenspiel-Genre habe, da ich mich bisher immer schwer tat, mit Rollenspielen warm zu werden. Warum hat das jetzt aber geklappt? Dass es womöglich zur rechten Zeit kam, will ich mal als Grund ausschließen, denn sonst wäre dieser Text hier schon zu Ende. Und das wollen wir doch nicht, oder? Deshalb mal ein wenig im Detail: Die Handlung wirkt auf mich sehr tiefgründig und sie hat zahlreiche Verzweigungen. Es geht um die gestohlenen Geheimnisse der Hexer, die wiederbeschafft werden müssen. Diese enthalten diverse Zauber, womit unredliche Personen ihren unheiligen Schabernack treiben können, der zur Vernichtung der Völker führen kann. Deshalb sind diese als wohlbehütete Geheimnisse besser aufgehoben. Das Spiel schafft es hierbei, diesen Dingen wirklich eine Bedeutung zu geben und es nicht als selbsterfüllenden Zweck darzustellen, der lediglich ein banaler Aufhänger ist, um einen Grund zum Spielen zu liefern. Story und Dialoge mag man zwar als philosophischen Quatsch abtun wollen, aber diese geben der Handlung wirklich Sinn und dem Spiel erst die richtige Würze. Denn es ist auch eine erwachsene Story und eine erwachsene Spielwelt. Es geht ferner nicht darum, Ruhm zu ernten und eine optimistische Zukunft zu sichern. Es ist eine graue Welt mit vielen Schattierungen, welche die wirklich lichten oder total finsteren Momente ausspart. Das Gut-Böse-Konzept gibt es in diesem Spiel nicht. Nur mit Glück lassen sich die Geheimnisse der Hexer sichern, ohne dass am Ende der Krieg zwischen Menschen und “Anderlingen” (Elfen, Zwerge) nicht noch schlimmer wird. Edelmütigkeit sucht man sowieso vergebens, die Bewohner der Spielwelt pflegen stattdessen lieber ihre Vorurteile, die gelegentlich schon in blanken Rassismus gegen Elfen, Zauberer, Hexer und Zwerge umschlagen. Zudem sind Geralt und Co bisweilen recht zynisch aufgelegt. Soll er in einer Quest eine Person finden, die sich nur mit dem richtigen Codesatz zu erkennen gibt, dann kommentiert Geralt das schon einmal mit einem trockenen “Dieser Quatsch geht mir auf den Senkel.”-Spruch. Der Gipfel der Quest ist, dass sich die betreffenden Person tatsächlich nicht sofort zu erkennen gibt und Geralt erst einmal schön auf’s Glatteis führt. Diese Parodie geht auf die polnische Buchvorlage des Autors Andrzej Sapkowski zurück, der zu Beginn der 1990er Jahre die Geralt von Riva-Serie schrieb, die mit feinsinnigen Anspielungen das eine oder andere mal diverse Fantasy-Konventionen auf die Schippe nehmen.

In The Witcher trifft man eine Reihe von Entscheidungen, die sich tatsächlich auf den Spielverlauf und die Handlung auswirken. Es lassen sich keine guten oder bösen Entscheidungen fällen, die den Krieg stoppen oder ihn erst vorantreiben werden. Ganz im Gegenteil weiß man bei keiner Entscheidung so recht, was passieren wird, es werden sogar liebgewonnene Spielfiguren verprellt, man steht zwischen den Fronten des Krieges, muss sich für eine Seite entscheiden und die entsprechenden Konsequenzen tragen. Oder man wählt Neutralität – und bekommt erst recht eins auf den Deckel, erreicht dadurch aber auch sein Ziel, allerdings ein anderes. Das Gefühl, echte Entscheidungen zu treffen, wird ganz fantastisch durch die Spielwelt unterstützt, gut vorbereitet und mit den entsprechenden Auswirkungen nachbereitet. Stelle ich das Wohl einer einzigen Figur, die nach den vorliegenden Beweisen in der Sache recht hat, über das Wohl mehrerer, die sich wiederum mir gegenüber aber dankbar zeigen würden, wenn ich sie verschone? Helfe ich einer zwielichtigen Gestalt in einer Angelegenheit, um dann eventuell herauszufinden, dass sie hehere Ideale hat oder mich doch nur ausgenutzt hat? Das alles ist wirklich fantastisch umgesetzt und es wirkt sich auf den Spielverlauf aus. Freunde werden zu Feinden und umgekehrt und es ist trotz der zahlreichen Entscheidungen nicht möglich, sich alle zum Freund zu machen. So kann es passieren, dass man einen Mitstreiter, mit dem man vorher nocht zusammen eine Quest gelöst hat, plötzlich gegen sich gestellt sieht. Das gibt dem Spiel nicht nur einen sehr ernsten Charakter, manche Entscheidungen tun dann auch richtig weh.

Obwohl The Witcher eindeutig ein Rollenspiel ist, spielt es sich bisweilen wie ein Action-Adventure. Man schaut Geralt optimalerweise über die Schulter und steuert ihn per WASD durch die schönen Landschaften. Zwar lässt sich die Kameraperspektive auch in eine Iso-Ansicht ändern, aber diese funktioniert nur bedingt gut. Die andere Sache ist der Adventure-Aspekt, denn ich habe schon seit Ewigkeiten kein Spiel mehr mit solchen umfangreichen aber auf keinen Fall ausufernden Dialogoptionen gesehen, aus denen sich vieles über die Spielwelt erfahren lässt. Alles gesprochen wohlgemerkt. Außerdem ist jede Quest einzigartig, es wiederholt sich keine Aufgabe. Wenn es um die Organisation einer Party oder die erfolgreiche Bewältigung eines hochwohlschnöseligen Banketts geht (Smalltalk ist alles!), wird es außerdem sehr originell. Andererseits ist allerdings die Fähigkeitenentwicklung relativ limitiert und es gibt nur einen recht kleinen und einfachen Fähigkeitenbaum. Trotzdem muss man sich spezialisieren, da es nicht genug Talentpunkte im Spiel geben wird, um alle Fähigkeiten auszubauen. Alles in allem kostet einem ein Spieldurchlauf bis dahin locker 60 bis 70 Stunden, wovon trotz langer Laufereien keine einzige Stunde Langweile aufkommen lässt. Putzig sind auch die optionalen Sex-Geschichten, die Geralt hat. Bis auf eine ist davon zwar keine spielrelevant, aber sie unterstreichen den Charakter des Spiels, denn keine der rund zwei Dutzend Damen, die Geralt flachlegen kann, machte einen holden und jungfräulichen Eindruck. Trinkwettbewerbe, zünftige Wirtshausschlägereien oder “Zwergenpoker” runden die nicht gerade kindgerechte Spielwelt ab.

Ich kann es jedenfalls kaum erwarten, bis die polnischen Entwickler ein Addon oder einen Nachfolger nachschieben. Bis dahin werde ich mich vermutlich im Sommer/Herbst mit Drakensang trösten.
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Angespielt, abgespielt, ausgespielt:

Portal

Vermutlich bin ich der einzige Mensch der das so sieht, aber Portal ist mal nichts für mich. Oh ja, tolles Spielprinzip, originell und so, putzige Computerstimme, ja. Aber sonst? Als Denkspiel ist das wirklich gelungen, bietet mir auf Dauer aber keinen Reiz. Es ist nicht meine Art von Spiel. Und den Song im Abspann finde ich auch nicht lustig.
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Call of Duty 1 & 2

Ich dachte immer, ich mag solche Ego-Shooter. Fall von Denkste. Diese alten Hüte haben mich wirklich nicht mehr hinter dem Ofen hervorgelockt. Nicht nur ist die Grafik völlig veraltet und unansehlich – ja, die Krux des Genres, welches sich nun mal hauptsächlich darüber definiert – , auch ist das Thema Zweiter Weltkrieg total ausgenuddelt und das Scripting schon nach zwei Minuten durchschaubar. Dummerweise habe ich in der Zwischenzeit wirklich schon besseres und abwechslungsreicheres gespielt, weshalb diese beiden Spiele keine Chance mehr hatten. Teil 2 habe ich immerhin noch bis in die zweite Kampagne durchgehalten, aber dann war ich der Schießbude überdrüssig geworden. Erstaunlicherweise habe ich trotzdem bis heute keinen einzigen Zweiten Weltkriegs-Shooter ernsthaft durchgespielt.
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Medal of Honor: Airborne

Den Text von Call of Duty 1 & 2 könnte ich hier eigentlich gleich weiter führen. Da dieses Spiel aber aus dem letzten Jahr stammt, ist es grafisch zumindest sehr ansehnlich. Ich habe es auch sehr weit gespielt, bis zu dieser komischen Mission mit dem Flakturm. Was allerdings genervt hat, waren die seltenen Speicherpunkte und mir passierte es selbst nach dem Runterschrauben des Schwierigkeitsgrades noch, dass ich einzelne Passagen immer und immer und immer und, nun ja, des öfteren angehen musste. Nervig! Call of Duty 4 hat da die Speicherpunkte fairer gesetzt. Was mir außerdem gestunken hat, ist die Banalität der Missionen. Es geht wirklich nur darum, irgendwelche Feindstellungen irgendwo einzunehmen, hier eine Brücke zu erobern oder dort besagten Flakturm einzunehmen. Das könnte auch auf dem Mond spielen, so wenig Bezug herrscht zu den echten Feldzügen im Zweiten Weltkrieg. Das Spiel ist zu sehr Shooter, das Szenario wirkt zu sehr draufgepappt und es wurde mir schlichtweg zu langweilig. Absurd wurde es sowieso, als die offenbar genetisch gezüchteten teutschen Ubersoldaten ins Spiel kamen, denen die Gasmaske offenbar gleich angewachsen war, die mehr als zwei Magazine MG-Munition abhielten und zu lange brauchten, bis sie das Konzept von “Besiegt sein” verstanden haben. Nur musste ich das dann noch jedem einzeln eintrichtern, manchmal auch mehreren gleichzeitig. Irgendwie ist das dann doch nur ein dummes Ich-gegen-die-Mutanten-Spiel gewesen. (Ja, was ist wohl origineller? Die x-te Alien-/Mutantenspezies oder zum fünftausendundsiebten mal gegen Deutsche in einem Computerspiel zu kämpfen? Beides zusammen natürlich. Gut, gewonnen. Verschont mich aber bitte in Zukunft mit diesem Blödsinn.)
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Jade Empire

Oha. Große Hoffnungen gehabt. Kein Funke ist übergesprungen. Ich bin gleich am Anfang mehrfach platt gemacht worden, trotz leichtem Schwierigkeitsgrad. Dabei dachte ich immer, dass ich das Ambiente des alten Chinas mögen würde, mir ein paar anspruchslose Philosophenversatzstücke um die Ohren geworfen werden und ich mich dabei wohlig fühlen könnte. Aber da war nicht viel Charme in den ersten Spielstunden und ich habe den Gegnerkampf nicht meistern können. Zu schnell hatte ich jedes mal trotz Begleiterin ins Gras gebissen. Schade drum.
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Resident Evil 4

Noch eine Enttäuschung, da das Teil eine nahzu Eins-zu-Eins-Umsetzung von der Konsole ist. Nur kann man eine reine Tastatursteuerung ohne Maus doch schon seit Jahren keinem mehr anbieten, noch dazu wie sie umständlicher über das Nummernfeld nicht gehen könnte. Echt jetzt! Auf der Konsole war das damals ein Hit, von diesem Potenzial kommt am PC aber mal gar nichts rüber. Grafisch nach dem Patch am PC zwar in Ordnung, aber so schlecht gerenderte Zwischensequenzen habe ich seit dem Beginn des CD-ROM-Zeitalters nicht mehr gesehen. Spielerisch gesehen habe ich mich irgendwo in dem Dorf in den vielen kleinen Arealen verlaufen, wusste zwar, was ich tun sollte und wo ich hin musste, konnte den betreffenden Ort aber nicht finden. Eine aussagekräftige Karte konnte ich im Spiel nicht finden.
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Gears of War

Dieses Spiel ist noch gar nicht mal so schlecht, es macht sogar ziemliche Laune. Allerdings droht in Gears of War der gigantische Testosteron-Kübel beständig überzulaufen und es schwappt einem gelegentlich schon mal ein ganzer Schwall davon ins Gesicht. Markige Kerle bilden in diesem Spiel einen Squad und bekämpfen noch markigere Echsen-Aliens, oder was auch immer. So klar wird das nicht, aber das muss es auch gar nicht sein, Hauptsache Ballern (so die Devise des Spiels, nicht meine! Nicht dass das noch jemand verkennt.). Die Spielwelt ist ganz ansehlich, ansehlich kaputt und zerstört, allerdings grau in braun in braun in grau. Das hat einen gewissen desillusionierenden Anstrich und passt zu den böhöhöse aufgelegten Kameraden und dem eigenen kraftstrotzenden Hünen. Leider steckt hinter den Testosteron-triefenden Typen kein Charakter, das ist lediglich ein prolliger Protz-Stil zum Selbstzweck für was auch immer. Ganz nett ist sicherlich das Taktikelement der Deckung, welches ich so auch noch in keinem anderen Spiel gesehen habe. Das läuft allerdings nach Schema F ab und funktioniert auf die immer gleiche Art und Weise. Nach dem ersten Akt hatte ich mich deshalb satt gespielt und mich hat es einfach nicht mehr interessiert, wie es weitergeht. Zu dem Zeitpunkt saß ich aber schon hüfttief im Testosteronschmalz, ich habe das Spiel anschließend deinstalliert und bin erst einmal duschen gegangen.

(Post Scriptum: Da das Spiel in Deutschland nicht offiziell veröffentlich wurde, kann ich es weder bei Ebay noch Amazon absetzen. Falls jemand Interesse an einem ungeschnittenen, neuwertigen und mehrsprachigen Exemplar hat, bitte mit Preisangebot bei mir melden.)
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Stalker

Hm, netter Ansatz, maue Umsetzung. Halt, noch mal: originelle Idee, lausige Umsetzung. So stimmt’s. Mehr Rollenspielelemente ins Ego-Shooter-Genre aufzunehmen ist schließlich keine schlechte Idee. Neben einer Hauptquest gibt es zahlreiche Nebenaufträge, über die sich Ausrüstung sammeln und Geld verdienen lässt. Außerdem kann man sich einer Fraktion anschließen und nach und nach die Spielwelt erforschen. Auch gibt es Artefakte, die diverse Funktionen haben, Schutz vor Radioaktivität beispielsweise. Das ist im Grunde schon mehr ein Rollenspiel, würde nicht alles aus der Egoperspektive in Echtzeit ablaufen und zünftige Gefechte mit lauter AK-74ern stattfinden. Ich habe mich dann aber irgendwie veräppelt gefühlt. Da konnte ich massenweise Gewehre und sonstige Ausrüstung in meinen Rucksack schmeißen und das Programm ließ mich nicht mehr laufen. Erst dachte ich an einen Bug, da ich mich keinen Zentimeter von der Stelle rühren konnte. Warum mir das Spiel nicht anzeigt, dass ich meinen Rucksack zu voll geladen hatte, werde ich wohl nicht verstehen (und wenn es doch eine Anzeige gab, dann ist sie verdammt leicht zu übersehen). Dann hat mich gestört, dass ich mir eine ganze Reihe von Quests abholen konnte, aber sofort im nächsten Spielareal landete. Das ging mir eine Spur zu schnell, da ich nur einen kleinen Teil des ersten Levels gesehen hatte. Zwar ist es kein Problem zurück zu gehen, aber zu schnell bin ich dort von Quest zu Quest gescheucht worden, weil ich Zeiten einhalten musste oder mich jemand um Hilfe bat. Das war mir dann irgendwie nichts und ich hatte den nicht sonderlich originellen Faden verloren, war aus meinem Konzept gebracht worden. Warum gibt es auch eine relativ offene Spielwelt, wenn ich dann so vehement an die Hand genommen werde und mich nicht mehr losreißen kann? Bin ich etwa ein Kleinkind? Hier stimmte jedenfalls etwas nicht. Leider wirkt zudem die Grafik aufgrund der langen Entwicklungszeit eher hässlich veraltet und polygonarm. Die Landschaften und Aussichten erzielten keinerlei Wirkung auf mich, schreckten mich bei schlechtem Wetter stattdessen noch mit nervigen Grafikfehlern ab.

Ich bin zwar leicht gespannt auf den Nachfolger Stalker: Clear Sky, hoffentlich etwas benutzerfreundlicher, aber das erste Spiel war mal nichts.
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Command & Conquer 3 – Tiberium Wars

Auch hier dachte ich, das taugt mal endlich was. Aber nö, die C&C-Serie steht für mich auch nach diesem Spiel immer noch für hochwertigen Trash. Spielerisch ist das anfangs noch ganz nett, spätestens in den Missionen, in denen ich dauerhaft überrannt wurde und mit dem Bau von Geschütztürmen nicht mehr hinterherkam, verging mir aber die Lust und ich habe mich nur noch durchgecheatet, um mir die Zwischensequenzen anzuschauen. Die sind zwar alle nett gemacht, nur sind bekannte Schauspieler lange kein beeindruckender Bonus, wenn sie eher pedantisch ihre Monologe in die Kamera abrasseln. Das wirkt nun mal einfach nicht spannend, wenn es Nachrichtenreporter (vor CGI-Hintergrund), Moderatoren in einer Sendezentrale oder Generäle in Einsatzzentralen zu sehen gibt, die einem lediglich die Situation erklären. Exposition zu machen ist nicht so einfach, das weiß ich, aber am Ende geht es ja doch wieder nur darum, alle Gegner zu plätten. Da ändern auch unterschiedlich beschriebene Situationen nichts daran. Zudem sind die paar reinen CGI-Sequenzen wie eben die Explosion der Raumstation heute nichts besonderes mehr, das hat man alles schon mal irgendwo gesehen. Die Schauspieler wirken dann auch alle eher unbeholfen, wenn sie fast ausschließlich nur mit der Kamera interagieren und so tun, als würden sie mit mir reden, gar überrascht sind, wenn sie “mich” erblicken. Nee, das ist leider nur aufgesetzt, das merkt man und deshalb wird das auch etwas trashig. Und spielerisch? Der alte Hut im nett anzuschauenden Gewand. Spätere Missionen muss man aber zu häufig neu beginnen, weil an einer Ecke was passiert, wofür man nicht vorgesorgt hatte und was man auch nicht erahnen konnte. Da ist in meinen Augen kein freies Spielen drin, was meinerseits den Genervtsein-Faktor wieder gesteigert hat. Ich denke, von der C&C-Reihe bin ich nun endgültig geheilt (Vorgänger habe ich auch nie oder höchsten angespielt), eine Starcraft- oder Warcraft-Welt sagt mir da einfach mehr zu.
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Darkstar One

Auch hier hatte ich Hoffnung, nicht auf einen überragenden aber immerhin würdigen Vertreter des Genres. Spiele im Weltraum sind nämlich äußerst rar geworden. Aber Darkstar One hat mich doch zunehmend enttäuscht. Zwar ist die Story noch ganz nett, aber das Spiel spielt sich leider ewig und immer gleich. Wie das so ist muss natürlich nach und nach das eigene Raumschiff ausgebaut werden. In gewissen Spielabständen werden dafür neue Technologieklassen frei geschaltet und es lässt sich neue, schlagkräftigere und teure Ausrüstung erstehen. Allerdings ist jeder Sektor und jedes System gleich aufgebaut, Abwechslung wie in Freelancer ist nicht drin. Jeder der rund zwei Dutzend Sektoren hat zwischen vier und fünfzehn Systemen, was erst einmal nach einer großen Menge klingt. Aber jedes System hat nur einen Planeten und eine Handelsstation, nur auf letzterer kann man landen, sich ausrüsten, Waren kaufen oder verkaufen und Missionen annehmen. Noch dazu sieht jede Station in jedem System gleich aus, bzw. variiert nur geringfügig, funktionell ist sie aber grundsätzlich immer gleich. Damit lässt sich im ganzen Spiel eigentlich nichts entdecken, da hat Freelancer die Nase doch Lichtjahre vorn. Zwar kann man in Darkstar One auf unterschiedliche Art und Weise reich werden (Schmuggel, Kopfgeldjäger, Begleitschutz, Handel) aber jede dieser Methoden artet in Fleiß aus. Anfangs kam noch das bürgerliche Ideal in mir durch, ich wollte mich hoch arbeiten und die Geschichte durchstehen. Zunehmend hatte ich von dieser abwechslungslosen Fließbandarbeit allerdings die Nase voll und obwohl ich mein Schiff zu ca. drei Viertel des maximal Möglichen aufgerüstet hatte, war die Lust zu diesem Zeitpunkt völlig vergangen, das Spiel weiter zu verfolgen.

Crysis vs. Far Cry

Alle Bilder lassen sich anklicken und in voller Auflösung betrachten.

Crysis, Sonnenaufgang

Crysis, 1920×1200 im DX9-Modus, alle Grafikdetails auf “Hoch”, kein AA, Technobabble-blabel-blubber.

Far Cry

Far Cry, 1920×1200, alles auf “hoch” oder “ultra hoch”, volles AA und sowieso am Anschlag.

Als ich Crysis angespielt habe, dachte ich die ganze Zeit “Sieht irgendwie wie ein neues Far Cry aus.” Dann habe ich Far Cry angespielt, alles auf Maximum gedreht, was sich auf Maximum drehen ließ, und musste mich eines Besseren belehren lassen. Crysis sieht schon verdammt schick aus – solange man nicht auf Mittel oder noch weiter runter schaltet. Ja, das ist dann doch recht beeindruckend und ich habe zwei Dinge festgestellt: 1. Ich bin total eingerostet, was Shooter betrifft und bekomme dementsprechend schon auf dem zweithöchsten Schwierigkeitsgrad richtig eingeheizt. Half-Life 2 war mein letztes Spiel und seitdem habe ich keinen nachfolgenden Ego-Shooter mehr gespielt. Und 2. nur für die Aufzeichnungen: ich habe das Spielen vermisst.

Crysis ist zwar ansonsten ein hohles Spiel und erinnert von der Inszenierung her an die komischen Dolph Lundgren oder Van Damme-Actionfilm-Machwerke aus den 1980er Jahren, die ich zum Glück nie wirklich gesehen habe, aber die Dschungelgefechte machen schon verdammt viel Spaß.

Und weil’s so schön ist noch zwei Bonus-Shots, einmal von dem genialen Wassereffekt in Bioshock am Anfang, der mich erst mal richtig geplättet hat, und einem weiteren Strandpanorama aus Crysis.

Bioshock

crysis2klein.jpg

P.S.: Wie bekomme ich im Wordpress wieder die schicken Rahmen um die Bilder, die es in allen früheren Versionen automatisch gab?

Seriencheck (V)

Der Seriencheck wird schon 5! Aber da das hier eh nur ein billiges Plagiat des unangefochtenen Originals ist, ist das nicht so wichtig.

Ich habe mir seit dem letzten Seriencheck einige Sachen zu Gemüte geführt und beginne einfach mal damit, meine diesbezüglichen Gedanken zusammengefasst wiederzugeben. Das ist alles in allem doch eine stattliche Menge Buchstabensalat geworden, ich empfehle also, sich eine Tasse Capuccino zu holen, falls jemand alle Einträge lesen möchte. Heute im Programm: Californication, Chuck, Felicity, Prison Break, Pushing Daisies, Star Trek – Next Generation, Star Trek – Deep Space Nine und The Unit. Des öfteren knüpfe ich textlich an den vorangegangenen Seriencheck an, wem dieser also nicht mehr vollständig im Gedächtnis ist, sollte diesen vielleicht doch noch mal fix durchlesen. Aber nur ganz fix. Leider gibt’s im folgenden doch auch ein paar vereinzelte Spoiler, ansonsten aber eher allgemeine Eindrücke.
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Californication (Stand: Season 1)

Brüller! Von da den Tipp bekommen und da bestätigen lassen. Ein Mix aus Drama und Comedy, überzeugend gespielt, aber teilweise zum schlapp lachen. Großes Kino! David Duchovny zuzusehen ist ein herrliches Vergnügen. Ich verstehe zwar nur die Hälfte des Slangs, aber das macht nichts, das erhöht (unter anderem *hüstel*) nur den Wiederguck-Wert der Serie. Glücklicherweise nehmen die Sexszenen der ersten Episoden, die wohl als Lockmittel dienten, ab, diese dienten offenbar sowieso nur dazu, um die Zuschauer an die Serie zu binden. Wobei auch da nicht an komödiantischen Situationen gespart wurde. Ansonsten ist die Serie noch mit toller Musik unterlegt, die nicht dem üblichen Radioprogramm entspricht, aber durchaus ihre hörenswerte Note hat. Für mich ist diese Serie ein sicherer DVD-Kandidat, leider ist nach den ersten 12 Episoden mit der ersten Season schon wieder Schluss und es geht erst im nächsten Sommer mit der neuen Season weiter.
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Chuck (Stand: Season 1)

Ebenfalls neu ist Chuck und er hat es geschafft, mein vorläufiges Interesse zu erwecken. Ich habe mir eine Reihe von Sachen zum Beginn der diesjährigen Season angeschaut (Bionic Woman, Big Shots, Dirty Sexy Money, Journeyman), bin aber nur an Chuck und Pushing Daisies hängen geblieben. Chuck ist ein Nerd, der ganz unabsichtlich den Verbindungsrechner zwischen CIA und NSA in seinen Kopf heruntergeladen bekommt, während dieser zerstört wird. Natürlich gab es sonst kein weiteres Backup. Chuck versucht nun also sein normales Leben als Verkaufsmanager in einem Computerladen aufrechtzuerhalten, während er gleichzeitig undercover mit zwei Agenten Verbrecher jagen muss. Das ganze ist herrlich schrullig angelegt, übertrieben, schräg und sehr, sehr witzig. Als Nerd geht Chuck zwar nicht vollkommen durch, da er dazu einfach zu liebenswürdig dargestellt wird, aber seine Tölpelhaftigkeit hat er deswegen nicht gleich ad acta gelegt. Die ganze Serie ist mit einem übertrieben lachhaften Aspekt angelegt, den ich äußerst amüsant finde. Kein Wunder, zeichnet sich doch McG (Regisseur der beiden Drei Engel für Charlie-Filme) als Produzent verantwortlich. Zwar gab es in den bisher gelaufenen sechs Episoden auch schon mal einen Durchhänger, aber das Niveau hält sich bei der Serie bisher ansonsten auf einem angenehmen Level. Für mich der Lacher schlechthin war bisher die Tischdecke, die Chuck versucht, wegzuziehen, um ein vermeintlich vergiftetes Dessert zu zerstören ohne dass die beteiligten Mitesser am Tisch von dem vergifteten Dessert erfahren. Unerwarteterweise gelingt es Chuck doch, die Tischdecke in seiner Aufregung vom Tisch zu ziehen, ohne dass das Essen zerstört wird. Bei solch irre komischen Situationen, die immer mal wieder gezeigt werden, habe ich mich immer wieder weggeschmissen.
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Felicity (Stand: Season 4 – komplett)

Mit den vier Seasons Felicity bin ich nun durch und habe damit J.J. Abrams erste Serie geschafft. Vieles dazu habe ich ja bereits in den letzten beiden Serienchecks geschrieben, somit hole ich hier nur noch ein paar Gedanken auf. Das Niveau der ersten Season kann die Serie nicht ganz halten, aber es bleibt auf einem guten und für mich sehenswerten Niveau. Den Kauf der DVDs werde ich nicht bereuen. Interessant für mich war die vierte Season vor allem in der Hinsicht, dass das sogenannte Beziehungsgeflecht noch einmal wunderbar ausgeprägt wurde. Nämlich wurde es mit einer Art von alternativen Zeitlinie noch einmal neu erforscht. Genauer gesagt ist es so, dass die ersten 17 Episoden der Season die Geschichte ganz normal weiter erzählt und das Auf und Ab, Hin und Her im Beziehungsgeflecht von Felicity und ihren Freunden gezeigt wird. Da der Sender damals nachträglich noch 5 weitere Episoden haben wollte, um auf die üblichen 22 Episoden einer Season zu kommen, entschied sich Abrams zusammen mit dem Autorenstab schlichtweg dazu, Felicity an einem bestimmten Punkt zu Beginn der vierten Season zurück zu schicken und die Ereignisse zu verändern. Praktisch im Kurzraffer von vier Episoden werden die vorherigen 17 Episoden neu erzählt. Die finale Episode ist schließlich eine nette Zusammenfassung der vier Jahre, in denen Felicitys Collegeabsolvierung noch einmal rekapituliert wird. Hier kommt sie schließlich in ihre eigentlich Zeitlinie auch wieder zurück. Aber erstaunlich ist es schon, dass bereits hier in der Erzählung Flashback-Konzepte, alternative Realitäten und schlichtweg total veränderte Gegebenheiten im Sinne des Alice through the looking glass-Konzepts erforscht werden und mit dem Element des Beziehungsgeflechts kombiniert werden. Das findet im kleineren Stil schließlich in Abrams Folgeserie Alias und dann im großen Stil in Lost statt.

Ansonsten toll in Sachen Felicity: die Musik, ein Element, dass sich so auch in Alias wiederfinden wird; sowie die Schauspieler. Nicht immer toll: die Handlung an sich. Es ist eben nur ein einfaches Beziehungsdrama, welches sich nur bedingt über eine lange Zeit ausdehnen lässt. Mal sie mit ihm, mal mit jemand anderem. Geplatzte Freundschaften und wieder gekittete Zusammenfindungen. Jeder auch mit seiner eigenen Attitüde, um die jeweilige Person zu charakterisieren. Das ist auf Dauer alles sehr ähnlich, auch wenn es die Schauspieler immer ganz gut schaffen, ihre Emotionen zu beschwören und diese mir als Zuschauer zu übermitteln. Emotional und mitreißend ist es also allemal, wenn man sich darauf einlässt. In meinen Augen schaffen das Alias und Lost besser, wobei dort allerdings auch der jeweils neue Hintergrund (Spionageserie bzw. Mystery-Island) zur Hochdramatisierung beiträgt.
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Prison Break (Stand: Season 3, Episode 5 – abgebrochen)

Hier hat mich der Hype angesteckt, weshalb ich doch mal einen Blick reingeworfen habe. Es reißt mich nur nicht so ganz vom Hocker. Ab Season 1, Episode 6 nimmt die Show aber etwas Fahrt auf und ich habe dann doch bis zur dritten Season durchgehalten und wollte wissen, wie es weiterläuft. Der Serie muss ich dann doch Qualität zugestehen. Prison Break würde ich als Underdog bezeichnen – etwas besonderes, aber ohne zwangsläufigen Massenappeal. Es ist nicht ganz mein Ding gewesen, ich verstehe aber, wieso die Show anderen Leuten Spaß macht.

Erstaunlicherweise habe ich an der Serie erneut ein mir bereits bekanntes Phänomen beobachtet. Erst nach 6 Episoden wusste ich, ob es mich entweder gepackt hatte oder die Serie ihre Chance verspielt hat, etwas was ich schon bei ein paar anderen Serien (Felicity, Alias, Star Trek – The Original Series, Brothers & Sisters) festgestellt habe. Danach wusste ich entweder, dass ich das weiter sehen wollte oder nicht.
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Pushing Daisies (Stand: Season 1)

Nach Chuck und Californication ist Pushing Daisies der dritte Neustart, der es mir ernsthaft angetan hat. Pushing Daisies hat vor allem eins, und das beeindruckt mich doch sehr: Stil. Knallbunte Farben, Aufnahmen, die wie ein gemaltes Bild wirken, mechanische, moderne Maschinen, Dekorationen von ganz liebenswürdiger Art. Das erinnert an eine farblich überfrachtete Welt aus den 1950ern oder 60ern und ist vor allem sehr süß anzuschauen. So was will ich auch alles haben! Besonders witzig empfand ich die Espresso-Maschine mit Hebeln oder die altertümlich, verrottete Schatztruhe, die in einer Episode als Kaffeetisch genutzt wurde. Zwar sind mir die Tapeten einen Tick zu schrill, aber ansonsten würde ich auch gerne mit einer solchen Ausstattung wohnen. In dieser Hinsicht ist die Serie ein wirklicher Hingucker und dies macht fast schon einen großen Teil des Reizes der Serie aus und ich bin alleine deswegen Hin und Weg.

Dazu kommt aber noch eine herrliche Naivität, welche die Figuren und die Geschichten an den Tag legen. Herzallerliebst pflegen die Charaktere ihren Umgang miteinander, besonders Ned und Chuck, die sich nicht berühren dürfen. Ein Märchenerzähler aus dem Off dient als eine Art Moderator der Episoden und unterstreicht eigentlich nur das Gefühl, sich als Zuschauer in einer märchenhaften Traumwelt zu befinden. Ich bin mir nicht sicher, ob die Serie ihren zauberhaften Charme wirklich behalten kann, aber solange sie es tut, bin ich dran und werde mich jede Woche erneut entführen lassen. Sicherlich ist das für mich der interessanteste Neustart in der diesjährigen Season, da ich hier noch mehr als bei Chuck breitgrinsend vor dem Bildschirm hocke, so unglaublich viel Spaß haben die Episoden bisher gemacht.
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Star Trek – Next Generation (Stand: Season 7 – komplett)

Läuft auf einem guten Niveau bis in die Mitte der vierten Season weiter. Auch hier gilt, dass nicht alle Episoden Glanzstücke sind, wenngleich einige hervorragenden Sachen dabei waren. Es sei nur der Borg-Zweiteiler und die anschließenden Episoden Family und Brothers in der vierten Season genannt. Genau von so was soll es doch bitte mehr geben. Das fehlt mir noch etwas in der bisherigen vierten Season, aber wenn Next Generation nur als solchen hervorragenden Episoden bestehen würde, dann wäre die Serie auch für mich ein Hit. So lief es zum Zeitpunkt der vierten Season aber weiterhin darauf hinaus, dass ich mit einer gewissen Spannung der Serie weiterfolge, aber kaum Bedürfnis spüre, mir das alles möglicherweise später auf bsp. HiDef-Medien erneut anzuschauen. Denn genau das müsste eigentlich bei der hundsmiserablen Bild- und Tonqualität der DVDs gemacht werden, am besten gleich mit überarbeiteten Special Effects, wie das zur Zeit bei der Neuausstrahlung der Originalserie geschieht, die dementsprechend auch so auf HD-DVD veröffentlicht wird. Und glücklicherweise ist Wesley Crusher aus der Serie in der vierten Season ausgestiegen.

Soweit zur meiner Meinung bis Season 4, die ich kurz zuvor sah, als ich diesen ersten Absatz schrieb. Allerdings wusste ich da noch nicht, dass mir Season 5 und 6 ein paar dicke Brummer bereithielten, die äußerst spannend waren. Die jeweiligen Doppelfolgen an den Seasonübergängen seien da genannt, ebenso wie die Doppelfolgen in der ersten Hälfte der 5. Season (mit Spock!) und der 6. Season (mit Kardassianern!). Man, freue ich mich jetzt auf Deep Space Nine. Somit lässt sich auch nur noch bedingt sagen, dass Next Generation eine reine Planet-of-the-week-Show ist. Die hintergründigen Verknüpfungen des Universums sind gelungen und so was möchte ich bitte auch nicht mehr missen. Ich will schließlich was zum Mitdenken haben. Neben diesen Doppelepisoden sind aber auch eine Reihe von Einzelepisoden vor allem in der ersten Hälfte der sechsten Season äußerst spannend und originell. Zudem fühlen sich die Schauspieler so an, als ob sie ihre Charaktere sehr locker runterspielen und das macht mir als Zuschauer viel Spaß, dies zu verfolgen. Somit kann ich es auch kaum abwarten, bis es weiter geht.

Mit der sechsten und der folgenden siebten Season ist mit mir etwas passiert, was ich anfangs nicht für möglich gehalten hatte: ich konnte es bei diesen beiden finalen Seasons nicht mehr erwarten, die folgende Episode zu sehen und ich habe diese beiden Seasons auch regelrecht verschlungen und mir anschließend noch die vier TNG-Filme gegeben, die ich mir anders als die sechs TOS-Filme mit Sicherheit auch noch als DVD versorgen werde und mir in den Schrank stelle. Ich muss schon eingestehen, was in den letzten beiden Seasons abging war erstklassiges SciFi. Jetzt verstehe ich auch, warum Next Generation so prägend für das ganze Star Trek-Franchise war und wieso sich daran alles andere messen lassen muss. Tatsächlich muss das erst mal geschafft werden, eine ähnliche Qualitätsserie im Star Trek-Universum wieder aufzubauen. Ich konnte jedenfalls nach dem Ende der TNG-Serie nicht genug bekommen, ich habe mir auf den ausgeliehenen DVDs auch fast alles an Bonusmaterial angesehen und mir das Buch Star Trek: 40 Jahre gekauft. Ich hoffe, dass ich in dem Buch etwas Hintergrund zum Star Trek-Franchise erfahre, was die Entstehung und Entwicklung der einzelnen Serien, kritischen Dingen (Voyager und Enterprise liefen dann ja nicht mehr ganz so gut) und auch Gene Roddenberrys Vision erfahre. Das interessiert mich jedenfalls und wer mir hier noch weitere Literaturtipps empfehlen möchte, nur zu, ich würde gerne solche Dinge lesen.

Aber mal zurück zur TNG-Serie, vor allem den letzten beiden Seasons und ein paar Dingen, die mir so aufgefallen sind. (Was soll ich auch anderes zu Star Trek schreiben, was nicht ansonsten schon ewig bekannt ist und tausendfach durchgekaut wurde?) Data ist ein Charakter, zu dem ich gerne ein paar Worte verlieren möchte, da mir bei ihm aufgefallen ist, wie beliebt er im Fandom wurde. Dies spiegeln dann auch die Interviews im Bonusmaterial wieder. Anfangs als dieses Thema dort zum ersten mal auftauchte, war mir dies nicht bewusst und ich fragte mich schon, wieso Data so besonders wurde, obwohl er für meine Begriffe kaum eine bessere Leistung erbrachte, als die restliche Besatzung der Enterprise D. In Season 6 und vor allem 7 bekam er aber eine ganze Reihe von Gelegenheiten, seine Fähigkeiten zu beweisen – und der Schauspieler Brent Spiner zeigt ein wahrhaft brillantes Können. Ich bekam zunehmend das Gefühl, dass er sich eine gewichtigere Position erschauspielerte als der in der Hierarchie höher stehende Commander Riker. Spiner hat jedenfalls ein unvergleichliches Talent, die Figur des Data darzustellen und es war schließlich eine Wonne, ihm zuzusehen.

Zusätzlich fiel mir auf, dass die späteren Seasons eine dezente Entwicklung spendiert bekamen, die über die einzelnen Episoden hinausgingen. Normalerweise sind es ja Planet of the week-Shows und alle in sich abgeschlossen, was auf mich als jemanden, der erst mit übergreifenden Storys zu Serien gefunden hat, etwas abschreckend wirkt. Ich meine, es ist auch nicht gerade logisch, die Ereignisse in sich abzuschließen und dann so zu tun, als wäre nichts geschehen. Das muss unweigerlich bedeuten, dass sich die Handlungen von den Charakteren abwenden und eher abstrakte Phänomene behandelt werden. Wenn ich Gene Roddenberrys Philosophie aber richtig verstehe (und da bin ich mir nicht sicher, deshalb bitte her mit den Lesetipps), dann ging es in Star Trek aber immer um die Charaktere. Next Generation schafft es trotzdem irgendwie, die Charaktere im Verlauf der späteren Seasons immer stärker einzubeziehen. Das ist gut so und relativiert etwas die Unglaubwürdigkeit, wenn z.B. Captain Picard innerhalb von 25 Minuten unter dem Einfluss einer Sonde ein ganzes Leben als jemand anderes auf einem sterbenden Planeten lebt (5.25 The Inner Light). So brillant die Idee einer solchen Geschichte ist, so unglaubwürdig ist es aber auch, dass er dies nicht in irgendeiner Form verarbeiten kann, obwohl es mit der Flöte immerhin einige Referenzen in späteren Episoden gibt. Das wirkt gar nicht in der nächsten Episode nach, stattdessen ist business as usual angesagt. Was das Problem der erst gar nicht und später dezent vorhandenen Geschichten um die Charaktere außerdem mit sich führt, ist dass es im Grunde keine Konflikte zwischen den Charakteren gibt, die aus einer inneren Motivation heraus erfolgen und nicht durch außerirdischen Einfluss, durch Strahlung, einen Virus oder ähnlichem bedingt sind. Die Enterprise-Crew ist im Grunde eine große glückliche Familie und jeder ist des anderen bester Freund. Das macht Deep Space Nine mit kleinerem Konfliktpotential, mit welchem die Figuren von vorneherein angelegt sind, etwas interessanter. Von Battlestar Galactica ganz zu schweigen. In Next Generation ist jedenfalls so etwas wie ein Beziehungsgeflecht nicht vorhanden und ich glaube, eine künftige Star Trek-Serie wäre doch sehr interessant mit so etwas.

Ich habe hier im Anschluss zwar gleich noch eine Liste mit den Episoden, die ich als sehenswert bis hochinteressant einstufe, ich möchte aber doch noch mal ein paar Dinge benennen, die mir generell immer sehr interessant erschienen. Dies wären im Prinzip alle Episoden, die etwas mit Zeitreisen oder parallelen Realitäten zu tun haben. Es ist wirklich interessant zu sehen, auf welch unterschiedliche Art und Weise Zeitthematiken immer wieder umgesetzt werden können. Die Episode Timescape zählt deshalb auch zu meinen Lieblingsepisoden von Next Generation. Auch immer wieder ein Genuss sind sämtliche Episoden mit Q gewesen, einer der für mich brillantesten Charaktere der Next Generation-Ära und ein unheimlicher Spaßfaktor (“Is there a Jooohn-Luck Pikart?” – “Please! Spare me your egotistical musings on your pivotal role in history. Nothing you do here will cause the Federation to collapse or galaxies to explode. To be blunt, you’re not that important.”). Sehr viel Spaß haben zudem immer die Episoden gemacht, die sich um die wichtigeren außerirdischen Spezies, wie die Klingonen, Romulaner und Kardassianer drehen. Hier bekommt man einfach das Gefühl, da passiert etwas wichtiges, großes im Universum oder man erfährt etwas neues über ein Volk, welches so reich an Traditionen, Kultur und Mythen ist und ihre Lebensweise von den den Menschen bekannten Vorstellungen abgrenzen. Mit den Klingonen hat man es vielleicht etwas übertrieben gegen Ende hin, aber gerade über Romulaner, Vulkanier, Ferengi und Kardassianer dürfte es noch so einiges zu erzählen geben. Gerade was die letzteren beiden Spezies betrifft, freue ich mich auch schon auf den weiteren Verlauf von Deep Space Nine.

Müsste ich meine drei Lieblingsepisoden von Next Generation benennen, würde ich neben Timescape sicherlich auch The Pegasus und das großartige, kinoreife Finale All Good Things… auswählen. Als sich Picard mit an den Pokertisch gesetzt und in der Runde herumgeblickt hat, standen mir doch tatsächlich Tränen in den Knopflöchern. Glücklicherweise hatte ich noch die vier Filme vor mir, von denen mir der achte Teil mit den Borgs am besten gefallen hat. Obwohl ich den zehnten Film Nemesis für den schwächsten der TNG-Filme halte, zeigt sich die Crew in den Filmen aber einfach bestens aufgelegt und die Filme flutschen nur vor sich hin. Über unlogische Handlungslöcher mag zwar gerne in allen Filmen gestritten werden, die Action und die Auseinandersetzungen machen aber Spaß und die neue Enterprise-E sieht verdammt schick aus. Stil haben die Filme für meine Begriffe alle, soundtechnisch wirken sie verdammt wuchtig und der Score hört sich wirklich bombastisch an, weshalb ich mir auch die Soundtrack-CDs der vier Filme bei Gelegenheit mal zu Gemüte führen werde. Außerdem gefällt mir die Weltraum-Action mit der Enterprise, obwohl übermäßige Action vielleicht nicht gerade dem üblichen Star Trek-Stil entspricht. Egal, es fetzt einfach.

Was ich jetzt noch nicht erwähnt habe, ist der “Fabelcharakter” der Serie, den sie ja haben soll. Mir fehlt hierzu noch etwas das Verständnis, was das genau bedeutet. Bei einigen Episoden ist die Botschaft zwar eindeutig (“Tue dies und die Welt wird besser.”), aber längst nicht bei allen. Deshalb auch noch mal der Hinweis auf geeignete Lesetipps, was den Optimismus eines Gene Roddenberry ausmacht und wie dies umgesetzt wurde. Ich habe zwar auch nicht so sehr darauf geachtet, sondern mich vielmehr von den Storys selbst einnehmen lassen, aber ich habe mir sagen lassen, dass Next Generation durchaus eine prägende Wirkung auf Jugendliche haben kann, die das zu ihrer Zeit im TV gesehen haben. Außerdem interessiert mich schlichtweg, was dieses Phänomen Star Trek eigentlich ausmacht, warum es so ein Phänomen ist und was an den Geschichten so besonders war, dass sich so viele Fans mit Star Trek verbunden fühlen.

Es folgt nun einfach meine Liste an sehenswerten Episoden, die ich mir anders als oben geschrieben gerne irgendwann ein zweites mal anschauen würde. Ich glaube zwar, dass ich dann mit der Kenntnis der qualitativ hochwertigen späteren Episoden einige Nennungen aus den früheren Seasons wieder streichen würde, aber mindestens die letzten beiden Seasons sind für mich im Grunde eindeutige DVD-Kandidaten.

TNG 1.13 Datalore

TNG 2.03 Elementary, Dear Data
TNG 2.08 A Matter of Honor (Mit sehr coolen Klingonen.)
TNG 2.16 Q Who (Borgs. Und Q. Auf einmal!)
TNG 2.21 Peak Performance

TNG 3.06 Booby Trap
TNG 3.07 The Enemy
TNG 3.08 The Price
TNG 3.13 Deja Q
TNG 3.15 Yesterday’s Enterprise (Paralleles Universum.)
TNG 3.17 Sins of the Father
TNG 3.21 Hollow Pursuits
TNG 3.26 The Best of Both Worlds

TNG 4.01 The Best of Both Worlds, Part II
TNG 4.02 Family
TNG 4.03 Brothers
TNG 4.07 Reunion
TNG 4.08 Future Imperfect
TNG 4.11 Data’s Day
TNG 4.12 The Wounded
TNG 4.21 The Drumhead
TNG 4.23 The Host
TNG 4.26 Redemption

TNG 5.01 Redemption II
TNG 5.02 Darmok
TNG 5.03 Ensign Ro
TNG 5.05 Disaster
TNG 5.06 The Game (Die einzige Wesley-Episode, die mir wirklich gefällt.)
TNG 5.07 Unification I
TNG 5.08 Unification II
TNG 5.14 Conundrum
TNG 5.15 Power Play
TNG 5.18 Cause and Effect
TNG 5.26 Time’s Arrow

TNG 6.01 Time’s Arrow, Part II
TNG 6.05 Schisms
TNG 6.06 True Q
TNG 6.07 Rascals
TNG 6.08 A Fistfull of Datas
TNG 6.10 Chain of Command, Part I
TNG 6.11 Chain of Command, Part II
TNG 6.12 Ship in a Bottle
TNG 6.14 Face of the enemy
TNG 6.15 Tapestry (Brillanteste Q-Episode bisher.)
TNG 6.16 Birthright, Part I
TNG 6.17 Birthright, Part II
TNG 6.20 The Chase
TNG 6.21 Frame of Mind (Vermutlich Rikers beste Episode.)
TNG 6.24 Second Chances
TNG 6.25 Timescape (Ich denke, das ist wirklich die Episode, die mir am besten gefallen hat.)
TNG 6.26 Descent

TNG 7.01 Descent, Part II
TNG 7.04 Gambit, Part I
TNG 7.05 Gambit, Part II
TNG 7.06 Phantasms
TNG 7.07 Dark Page
TNG 7.08 Attached
TNG 7.09 Force of Nature
TNG 7.10 Inheritance
TNG 7.11 Parallels (Noch mehr parallele Pluriversen.)
TNG 7.12 The Pegasus
TNG 7.14 Sub Rosa
TNG 7.15 Lower Decks
TNG 7.16 Thine Own Self
TNG 7.17 Masks
TNG 7.18 Eye of the Beholder
TNG 7.19 Genesis
TNG 7.25 All Good Things…

Star Trek VII: Generations
Star Trek VIII: First Contact
Star Trek IX: Insurrection
Star Trek X: Nemesis
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Star Trek – Deep Space Nine (Stand: Season 2)

Nachdem Next Generation gegen Ende hin ein echtes Highlight war, muss nun Deep Sapce Nine bei mir antreten und sich beweisen. Im Moment gibt’s hierzu einfach noch nicht ganz so viel zu sagen, die erste Season ist noch etwas gemächlich, gefiel mir aber schon besser, als die erste Season Next Generation. Sie kommt aber nicht ganz an die damals parallel gelaufene sechste Season von Next Generation ran. In Season 2 bin ich knapp bei der Hälfte und zumindest der Anfang mit den drei aufeinander folgenden Episoden macht schon einen ansehnlichen Qualitätssprung. Sehr interessant finde ich das Ausgangsszenario einer ehemals besetzten Welt und den Nachwirkungen des Krieges mit den Kardassianern. Die Station ist damit tatsächlich ein Scheideweg zwischen mehreren Kulturen, welche die Ereignisse der vorangegangenen Jahre verarbeiten müssen und manch alten Konflikt nun erst lösen. Außerdem sind die Charaktere sehr unterschiedlich angelegt und es gibt tatsächlich auch Konflikte unter diesen. Quark und Odo seien hier nur genannt, wobei der Ferengi Quark eine wirklich coole Sau ist. Und Odo macht sich langsam in der zweiten Season auch ganz gut.
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The Unit (Stand: Season 3)

Diese Serie hat mich in der letzten Zeit eigentlich am meisten in den Bann gezogen, weil die Militäraktionen und Undercover-Einsätze so ausführlich, ausgeklügelt, professionell, originell im Sinne von vielfältig und spannend gezeigt werden. Und das obwohl es alles Einzelepisoden sind, die kaum miteinander verknüpft sind. Trotzdem schafft es auch die zweite Season wieder, mit einem äußerst spannenden und eigentlich untypischen Cliffhanger zu enden. Während dieser zweiten Season kamen einige unglaublich spannende Einsätze, die um die halbe Welt verstreu spielten. Dem Cliffhanger schließlich folgt eine hochgradig mitreißende über zwei Episoden andauernde Story zu Beginn der dritten Season, in der es wirklich ernsthaft um das Leben der Protagonisten als Kommando-Einheit geht und sie einer Verschwörung auf höchsten Regierungskreisen unterliegen. Für mich ist die Serie die Neuentdeckung in den letzten Monaten gewesen und mit Sicherheit auch ein DVD-Kandidat, falls selbige jemals erscheinen sollten.
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Wasserstand:

E.R. (Stand: Season 8)

Gibt’s nichts weiter zu sagen. Ist nett, auf angenehmen Niveau, aber nicht ganz so gut, wie Season 1 und 2. Season 6 und 7 fällt ein winziges Mü ab, aber ich bleibe dran.
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Warteliste:

Star Trek: Voyager
Star Trek: Enterprise
Akte X
Spacecenter Babylon 5
The Simpsons

Operation: Kingdom

Nun das ist jetzt nicht unbedingt ein Film, den man sonderlich zerlegen kann, weil an allen Ecken und Enden etwas ausgesagt wird. Ich habe mir ansonsten auch keine großen Gedanken drum gemacht und schreibe deshalb auch nur die paar Sätze auf, die mir durch den Kopf gingen. Operation: Kingdom ist sicherlich nett und sehenswert, aber für mich ein Film, den ich bald wieder vergessen habe. Wieso? Steht unter dem Bild, wo ich dann allerdings auch einige Sachen zur Handlung verraten werde.

Operation: Kingdom

Operation: Kingdom ist ein Mix aus Politthriller und Action. Das ganze glänzt dann noch durch einige bekannte Schauspieler, wie Jamie Fox und Jennifer Garner, die übrigens in der deutschen Fassung eine andere Synchronstimme erhielt, als in Alias. Wie das ankommt, kann sich wohl jeder denken. Dieser Genremix muss an sich ja nichts schlechtes sein, wenn ich da nicht das Gefühl hatte, ausgerechnet diese Teile schon einmal eigenständig gesehen zu haben. Die Auseinandersetzung der USA (und der westlichen Welt – die wollen wir schließlich mal nicht unterschlagen) mit Saudi-Arabien und dem Nahen Osten um Öl und Machteinfluss in der Region gab es meiner Ansicht nach schon besser in Syriana zu sehen. Zudem sich sowohl Syriana als auch Operation: Kingdom beide wie Dokumentarfilme anfühlen. Dementsprechend passiert in der ersten Hälfte des Films auch nicht so viel, in der die FBI-Agenten versuchen, eine Einreise- und Ermittlungsgenehmigung in Saudi-Arabien zu bekommen, wo ein Anschlag auf eine amerikanische Arbeitersiedlung stattgefunden hat.

Die zweite Hälfte des Films wird dann zum Actionfilm. Nachdem einige Ermittlungen stattfanden und es Hinweise auf einen Terroristenanführer gibt, wandelt sich der Film in meinen Augen zu einen üblichen übertriebenen Actionfilm. Die Protagonisten überleben Unfälle bei Geschwindigkeiten von 200 km/h und kämpfen ohne Rücksicht auf Verletzungen weiter. Das ganze wirkt dabei noch nicht einmal sonderlich spektakulär, den Angriff auf den Autokonvoi gab es schon besser in Mission: Impossible 3 zu sehen, die Schießerei erinnert ein wenig an Das Kartell und bestimmt auch andere Filme. Wobei die Actionszenen nicht zwangsläufig so cool wirken, wie in den erwähnten Filmen, sondern gewissermaßen einen realistischen Anblick beibehalten.

Gut, das alles ist an sich schon ganz nett gemacht, aber bestimmt nicht überragend. Was mich am meisten aber gestört hat, war die finale Aussage des Films. “Wir bringen sie alle um!” wird von beiden Seiten unabhängig voneinander konstatiert. Sowohl Amerikaner als auch die fundamentalistischen (? öhm, ich hab’s schon wieder vergessen, wie dieser Teil der Araber im Film bezeichnet wurde) Saudis bringen diesen Spruch an und ich halte ihn für ein schwaches Ergebnis des Films. Was soll mir das als Zuschauer sagen, was ist hier dran die Botschaft? Soll das auf eine Gemeinsamkeit zwischen den beiden Kulturkreisen hinweisen und mir sagen, dass sie ja gar nicht mal so unterschiedlich sind? Na, darauf lässt sich sicherlich eine gemeinsame, friedfertige Zukunft aufbauen… Oder soll das als Rechtfertigung für andauernde Auseinandersetzungen dienen, weil es gilt, Interessen zu vertreten und durchzusetzen? Dann wäre es in meinen Augen ein übles Machwerk und beste Propaganda für den Falkenverein.

Na gut, vielleicht habe ich es aber einfach nicht verstanden, diese Möglichkeit besteht ja auch noch. Es wirkt nur auf mich nicht sonderlich intelligent gemacht und das ist doch etwas enttäuschend.

Transformers

Hui, was für ein Spektakel! Ich glaube, es hätte keinen besseren als Michael Bay für den Film geben können und wir wissen ja alle, wie over-the-top seine bisherigen Actionfilme gewesen sind. Genau deshalb machen diese Filme (The Rock, Armageddon, Pearl Harbor, The Island) auch so viel Spaß. Mir jedenfalls. So oberflächlich das Transformers-Franchise dargestellt sein mag, vielleicht ist das der bisher beste Film von Bay.

Transformers

Mich stört das nicht, wie die Transformers dargestellt werden, da ich bisher keinerlei Berührungspunkte mit ihnen hatte. Tatsächlich habe ich irgendwann in den Actionszenen auch nicht mehr durchgeblickt, welcher Transformer nun welcher war, wer einer der Autobots war und wer zu Megatron gehörte. Ein wenig ist das diesmal sicherlich auch der Kamera zu schulden, die in den hektisch gemachten Actionszenen beständige Nahaufnahmen zeigt und alles andere als Überblick bewahrt. Wenn dann zwei kämpfende Transformers noch in einander verkeilt sind, besteht im Grunde keine Chance mehr, die sichtbaren Teile einem der beiden Roboter zuzuordnen. Noch dazu wirken die Transformers ausgesprochen wuchtig, so als ob es gar nicht möglich sein soll, dass eine kleine Kamera den vollen Blick auf einen der Transformers einfangen kann. Gleichzeitig sind sie ungemein detailliert dargestellt und als Special Effect schlichtweg eine Augenweide, vorausgesetzt es gibt mal einen klaren Blick auf sie, was zwar immer mal der Fall ist, aber lange nicht in jeder Szene. Trotzdem sieht es äußerst spektakulär aus, wenn sich einer der Transformers mitten in einer Hochgeschwindigkeits-Szene à la Michael Bay verwandelt, alle Einzelteiler mal herausragen und sich in die korrekte Position drehen, um aus einem Truck oder Flugzeug einen Roboterkrieger zu machen. Unterbrochen wird das manchmal von einigen fantastischen Zeitlupe-Aufnahmen, in denen der Zuschauer doch mal für ein paar Sekunden einen genaueren Blick auf den Ausschnitt der Kampfplatz-Szenerie einschließlich herumfliegender Raketen und Geschosse in der wirklich lang anhaltenden Endschlacht in einer Häuserschlucht von Los Angeles werfen kann. Das ist mal sehr stark! Damit ist Transformers insgesamt auch kein so halbgewalktes Actionschmuhbuh wie noch zuletzt Stirb Langsam 4.0. Allenfalls an kleineren Details ließe sich etwas bekritteln, wenn eben eines der CGI-Kampfjets doch gar zu unmögliche Flugbahnen im Kampf gegen die Transformers von Megatron aufweist. Die Action wirkt aufgrund der allseits beliebten “Wackelkamera” nun doch etwas schmutziger, unübersichtlicher und weniger ästhetisch. Das Prädikat Hochglanz-Action, welches Bay bisher immer einheimsen konnte, trifft diesmal nicht so ganz zu. Allerdings war aufgrund der analogen Ausstrahlung auch nicht alles so scharf anzuschauen, wie ich das sonst mittlerweile gewohnt bin.

Meiner Ansicht beweist der Film neben den erstklassigen Special Effects- und fantastischen Actionszenen aber auch noch andere Stärken. Die Handlung und die Dialoge sind wie üblich nicht der Rede wert, der Film startet gleich mit einer Actionszene, die in anderen Filmen einem Showdown würdig wären, und unterbricht die anschließende Einführung der Figuren und Transformers mit weiteren kleinen Actionscharmützeln. Zwischendurch werden gar einige Militärszenen gezeigt (Präzisionsbeschuss mit irgendwelchen kleinen Geschossen aus einem Flugzeug), die unwahrscheinlich realistisch aussahen und zumindest mir den Mund aufklappen ließen. (Diese Szenerie in der Wüstenlandschaft lässt sich unweigerlich mit dem Irak assoziieren, ich konnte mich dieses Gedankens gestern jedenfalls nicht erwehren.) Aber was von Anfang an auffällt ist die Witzigkeit und Spritzigkeit, die im Film an den Tag gelegt wird. Nicht eine Sekunde lang hatte ich das Gefühl, dass sich der Film auch nur im geringsten ernst nimmt, was bei allen vorherigen Filmen von Michael Bay noch nicht so eindeutig war. Das ist mit Sicherheit auch den Produzenten (u.a. Steven Spielberg) und Autoren (Alex Kurzman und Bob Orci, die schon für Alias geschrieben haben, The Island und Mission: Impossible 3 auf dem Kerbholz haben, nun das Script für den neuen Star Trek-Film ablieferten und schon am nächsten Drehbuch für 2012 schreiben, einem Weltuntergangs-Film ebenfalls unter Regie von Bay). Sie alle scheinen zu wissen, wie wenig Sinn ein solcher Film macht und sie lassen das noch so richtig raushängen. Die Handlung ist alles andere als schwer zu verstehen, der Film ist sowieso von vorn bis hinten kitschig und es reiht sich eine tollpatschige Situation an die andere. (Shia LaBeouf dürfte damit für die Rolle als Indys Sohn genug Erfahrung gesammt haben.) Tollpatschige Situationen betreffen sowohl den Jungen, der versucht das Mädchen anzubaggern, als auch die Entdeckung um die “Fähigkeiten” seines Autos. Selbst die Transformers um Optimus Prime herum werden in einem Gag nach dem anderen einbezogen, einige der Highlights des Films sind für mich die brillanten Szenen im Vorgarten der Familie – so viel Spaß hatte ich jedenfalls schon lange nicht mehr bei einem Film. Eine der besten Szenen in diesem Zusammenhang ist außerdem die Umwandlung eines Handys in einen Minitransformer in einer experimentellen Glasbox. Der kleine Quälgeist versucht anschließend mit allen seinen miniaturhaften Mittelchen aus dem Ding auszubrechen – einschließlich Mini-Raketen und miniaturisierten Maschinengewehr-Beschuss der Glaswand. Urkomisch! Gelegentlich wirkt ansonsten manche Szene noch etwas platt und der Patriotismus-Einschlag darf ebenfalls nicht fehlen, aber auch das war lange nicht so oft und stark der Fall, wie in vorherigen Filmen von Bay.

Insgesamt für mich ein sehr, sehr sehenswerter Film, äußerst spaßig und mit Sicherheit das bisherige Kinohighlight in diesem Jahr. Man muss weder Autofreund noch Transformers-Fan sein, um Freude an dem Film zu haben. Stattdessen kommen auch Militär-Freaks (sorry!) oder CGI-Spezis auf ihre Kosten und es wird jedes dieser Klientel bedient. Es ist eben vor allem ein richtiger Film für uns Jungs.

Seriencheck (IV)

Diesmal wühle ich nur in der Vergangenheit und habe nichts zu aktuellen Sachen zu sagen. Ist ja auch gerade Sommerpause… (Sommer?! Jahrezeiten fallen in diesem Jahr aus!) Dafür erforsche ich Stück für Stück diese paar Schinken und taste mich sachte in meinem kleinen bescheidenen Vorhaben voran.

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Felicity (Stand: Season 3)

Für den Einstieg in den Felicity-Texte lohnt es sich, vielleicht noch einmal über den vorangegangenen Seriencheck zu dieser Serie drüber zu lesen. Denn Felicity läuft ganz großartig weiter, bisweilen werden die Geschichten brillant fortgeführt, Freundschaften laufen durch Zerwürfnisse und werden wieder zusammen geschweißt. Wie schon im späteren Alias gibt es in Felicity eine fortlaufende Story und kein “Problem of the week” und es lassen sich tatsächlich so einige Elemente der Serie in Alias wiederfinden. Jetzt weiß ich, woher J.J. Abrams die eher ruhig angelegten Szenen für Sydney und ihre Freunde hat und wieso die Geschichte in Alias so persönlich auf Sydney ausgerichtet ist (oder auf Ethan Hunt in Mission: Impossible 3). Vom ausgeklügelten Beziehungsgeflecht mit seinen speziellen Eigenschaften ganz zu schweigen. Ich glaube, etwas ähnliches werden wir auch im kommenden Star Trek-Film sehen. Ebenfalls toll in Felicity: nahezu jede Episode bringt mich einmal dazu, am Boden zu liegen vor Lachen, ohne dass die Serie dabei in Comedybereiche abdriftet. Im Gegenteil, die Autoren und Produzenten vollführen hier ein fabelhaftes, leicht parodistisches und ironisches Spielchen, wenngleich es aber keine richtige Parodie wird. Gleichzeitig kann eine Episode aber auch schon mal eine sehr traurige Wendungen nehmen. So oder so, Felicity ist fantastisch.

Ein Knaller ist natürlich der Haarschnitt, den sich Felicity zu Beginn der zweiten Season machen lässt. Angeblich sanken deshalb die Einschaltquoten immer mehr, weil sich Millionen von Fans darüber beschwerten. Tatsächlich wurden später in mehreren anderen Serien Insider-Witze à la “This is the guy who told Felicity to cut the hair.” gerissen, um eine unvorteilhafte Charakteraussage über eine Figur zu machen. Nachdem ich das ein wenig im Internet nachgelesen habe, finde ich das nur noch lustiger. Die Serie macht zeitweise einfach unglaublichen Spaß, was ich anfangs so nicht gedacht hätte. Für mich ist in der zweiten Staffel ein klitzekleiner gefühlter Abbau zu erkennen, der sich in der dritten Season dezent fortsetzt. Trotzdem ist das Niveau für die Serie immer noch enorm und es gibt auch gegen Ende der leider auf 17 Episoden gekürzten dritten Season einige Highlights. Nun steht mir noch die finale vierte Season bevor.

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Star Trek – Next Generation (Stand: Season 3)

Auch Star Trek ist so ein kleines, bescheidenes Projekt, welches ich verfolge. Nicht nur will ich mich fit für den kommenden Kinofilm machen, obwohl ich das gar nicht müsste, denn der Film wird auch so ausgelegt werden, dass Neueinsteiger keine Probleme haben werden. Sondern auch weil ich schon länger Interesse daran hege, den Abenteuern von Kirk, Spock, Picard, Data und allen anderen zu folgen. Immerhin habe ich Teil 7 und 10 auch im Kino gesehen, allerdings würde ich mich sicherlich nicht als Trekkie bezeichnen. Teil 8 und 9 kenne ich dagegen nur auszugsweise und somit im Grunde gar nicht. Von “früher” aber sind mir vielleicht ein Dutzend Episoden der diversen Star Trek-Serien in recht guter Erinnerung. Allerdings wurde ich in diesem ominösen “früher” nie wirklich von der Serie eingenommen.

Letztes Jahr habe ich es zuerst jedenfalls mit der Originalserie probiert, die mir nach einer Handvoll Episoden leider aber überhaupt nicht gefallen hat. So habe ich die Originalserie wegen akutem Ausbruch von langer Weile gestrichen und bin deshalb gleich über die ersten sechs Filme zu Next Generation übergegangen. Von den Filmen sind mir Teil 2 und 3 in guter Erinnerung geblieben, auch wenn es schon wieder etwas verblasst. Richtig klasse war aber Teil 6, den ich mir gerne noch einmal angucken würde. In Sachen Next Generation ist die erste Season noch etwas mau, besonders am Anfang sind einige Episoden sehr unterirdisch, aber andere Episoden wissen schon zu gefallen. Die erste Data-Zwillings-Geschichte machte Spaß, Q ist locker dabei und ich finde den Typen irre komisch, Holodeck-Abenteuer sind immer originell, das Auftauchen der Romulaner am Ende der ersten Season sah auch sehr gut aus und hatte etwas richtungsweisendes an sich. Noch besser gefällt mir aber die zweite Season, die schon einige interessantere Geschichten zeigt (Q Who, mit Borgs! Und Borgs!) und diverse positive Aspekte weiterführt, wie ein weiteres Holodeck-Abenteuer oder Datas Versuche, menschlicher zu sein. Nur Wesley Crusher geht mir schwer auf den Senkel. Und während es in der ersten Season fast immer nur eine holprige und eckige Enterprise-Einstellung zu sehen gab (das Anti-Aliasing war wohl da noch nicht erfunden), dreht die zweite Season in Sachen Visuelle Effekte schon ein gutes Stück auf. Die dritte Season bleibt bis zur Halbzeit für meine Begriffe auf Season 2-Niveau, ist also noch nicht so prickelnd. Es sind ein paar schwache Episoden dabei, aber zwischendurch fängt sich die Serie immer wieder. Inzwischen erkenne ich auch schon ein paar Episoden wieder, obwohl Next Generation für mich bis auf die Episoden Yesterday’s Enterprise (genial, weil alternative Zeitlinie aufgrund eines noch nicht stattgefundenen Ereignisses mit der Enterprise C) und Sins of the father insgesamt gesehen noch nicht ein großer Hit ist. Trotzdem bin ich soweit gespannt, dass ich wissen will, was noch so passiert und ich hoffe auf die wirklich eindrucksvollen Episoden, die ich aus dem “früher” in Erinnerung habe (Borgs galore!).

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The Unit (Stand: Season 1)

Neuentdeckung, die mir ausgesprochen gut gefällt und womit ich gar nicht gerechnet hatte. Grund, da mal reinzuschauen, war der Schauspieler Scott Foley, der in Felicity Noel spielt. Außerdem ist Dennis Haysbert dabei, der in 24 Präsident Palmer gespielt hat. The Unit ist eine Serie über eine amerikanische Spezialeinheit der Delta Forces, die in In- und Ausland reichlich geheime Missionen durchführt. Das reicht von der Erstürmung von gekaperten Flugzeugen über Personenschutz bis hin zu Bombenentschärfungen und Wiederbeschaffung gestohlener US-Waffen, die sich im Besitz von ausländischen Waffendealern befinden. Das ganze ist wie Star Trek eine “Enemy of the week”-Show, die nahezu keine fortlaufende Handlung hat. Die einzelnen Episoden sind sehr actionreich gestaltet, wirken zudem sehr modern und realistisch. Trotzdem geht es nicht alleine nur um Einsätze, die Serie hat vielmehr das Ziel, das Leben eines Soldaten in einer Spezialeinheit und das Leben der Angehörigen zu zeigen. So wird auch immer wieder in das Familienleben der Mitglieder der Einheit auf der Militärbasis geleuchtet. Da der Fokus aber eindeutig auf den militärischen Konflikten und Protokollen liegt, agieren die Figuren samt und sonders eher hölzern im Vergleich zu manch anderer Dramaserie. Das heißt, sie geben sich realistisch, wie das im richtigen Leben auch wäre und werden nicht gleich melodramatisch. Mir gefällt die Serie ausgesprochen gut, weil sie mit jeder Episode sehr spannende Ausgangssituationen und Konflikte geschaffen hat, die auf eine sehr professionell-militärische Art und Weise von den Spezialisten gelöst wird. Ich habe beschlossen, dran zu bleiben. Auch weil es sich die erste Season nicht nehmen lassen konnte, mit einem kleinen Cliffhanger zu Enden.

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Abteilung Wasserstandsmeldungen:

ER – Emergency Room (Stand: Season 5)

Season 3 und 4 habe ich praktisch nebenher geguckt. Es baut etwas ab.

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Auf der Warteliste:

Star Trek: Deep Space Nine
Star Trek: Voyager
Star Trek: Enterprise
Miami Vice
Akte X
Spacecenter Babylon 5
The Simpsons
The Office (US)
(+) Prison Break

Stirb Langsam 4.0

Das ist für mich wieder so ein Film, zu dem es nichts großartiges zu sagen gibt. Stirb Langsam eben, Bruce Willis halt. Warum erwähne ich den Film trotzdem? Eigentlich nur um ihn mal erwähnt zu haben… Tatsächlich ist dieser Eintrag mal weitestgehend spoilerfrei, nur worum es überhaupt geht, steht mal kurz drin.

Stirb Langsam 4.0

Der Film ist sicherlich sehr nett gemacht, hat mir auch wieder besser gefallen, als 16 Blocks. Aber er lebt eben davon Stirb Langsam zu sein und Bruce Willis als bekannten Namen zu haben. Mehr ist da nicht. Es kracht an allen Ecken und Enden, es wird so einiges kaputt geschmissen, und ja, das sieht auch ganz nett aus. So reiht sich Actionszene an Actionszene, bekannte Sprüche aus Teil 1 kommen auch wieder vor, aber dann ist da gar nichts mehr. Handlung? Öhm, joar, ist da sicherlich irgendwo was drin. Mit einer Lupe ließe sich da bestimmt was entdecken. Die Bösewichte veranstalten einen ziemliches Brimborium, um an irgendwelche Finanzdaten zu kommen. Der größte Coup aller Zeiten, nach Schema F sozusagen. Die entsprechenden Serverzentralen sehen auch sehr futuristisch aus, wogegen der Archetyp eines John McClane steht, der alle Gegner im Alleingang unter heftigem Körpereinsatz und meistens mit einer Pistole bewaffnet ausschaltet. Handarbeit sozusagen. Für mich ist der Film auf Augenhöhe mit Teil 2 und 3, an Teil 1 kommt er nicht ran. Alles in allem würde ich deshalb sagen: Belanglos.

Top5 vom 29.03.06

Gut geklaut ist schon immer besser gewesen, als schlecht selbst erfunden. Bevor ich mich also mühsam abrackere, geistig gesehen, und danach nur halbgarer Unsinn entsteht, schlage ich nun einfach mal einen dezent dreisten Weg ein. Von mir deshalb frisch importiert das Top5-Konzept à la Lenhardt lästert-Manier. Blog-Premiere! Zum 100. Eintrag! (Gut, ich gebe zu, ich habe geschummelt mit den 100 Beiträgen. Ich habe nicht alle Beiträge vom alten Blog übertragen. So!)

5. Star Wars – Empire at War (PC)
Frisch am Erscheinungstag gespielt und als eher mau eingestuft. Einen interessanten Eindruck macht die dreifache Spielebene ja durchaus. Auf dem Planeten werden zünftige Bodenschlachten ausgefochten, im Weltall jagen meine Rebellenflieger Vaders Schergen nach und in der Galaxiskarte erfolgt das ganze Ressourcenmanagement, Einsatzzieleauswahl und die Rüstung der eigenen Armee. Nur warum musste die Kampagne so verdammt kurz sein und eine Story auf Shooter-Genre-Niveau (=nicht vorhanden) bieten? Ärgerlich, ließe sich da über die Klonkriege bis hin zum zweiten Todesstern soviel einbinden. So war es mir sehr schnell langweilig geworden und das Spiel hat die Chancen bei mir leider verpatzt.

4. Starkiller, Band 2 (Comic)
PowerPlay- und PC Player-Veteranen werden sich an die Geisel der Galaxis noch erinnern. Anti-Held Starkiller stolpert mit seiner handverlesenen Mannschaft durch die urkomischsten Anekdoten des großen, weiten Universums. Schräge Dialoge und noch schrägere Zeichnungen machten die Comicseiten anno dazumal zur zeitgenössischen Parodie auf die Spiele- und Software-Branche der 1990er Jahre. Wenn Darth Vader als Mannschaftsmitglied mit der Begründung “nicht böse genug” abgelehnt wird, Bill Bates als Macrosoft-Chef durch einen Terminator ersetzt wird oder das Vermögen von Doc Bobo in einen gigantischen Bratfett-Würfel umgesetzt wird, dann waren Lacher vorprogrammiert. Band 2 enthält die Seiten der PC Player-Jahre.

3. Syriana (Kino)
Inhaltliche fast schon ein Dokumentarfilm, würden da nicht an allen Ecken und Enden bekannte Schauspieler herumlaufen. George Clooney taucht auf, Matt Damon spielt einen Berater, Jeffrey Wright einen Anwalten für amerikanische Öl-Firmen und Alexander Siddig (Dr. Bashir von DS9, irgendwer?) mimt einen arabischen Scheich. Wer sich einmal über die Schlechtigkeit der Welt insbesondere der Methoden zur Befriedigung des Öl- und Machthungers der USA und dem einhergehenden Leid in den betroffenen Weltregionen informieren möchte, dem sei der Film wärmstens ans Herz gelegt. Denn diese Darstellung gelingt dem Film ganz ausgezeichnet.

2. Prince of Persia – The Two Thrones (PC)
Der finale Teil der Sands of Time-Trilogie schließt das Kapitel um die Zeitreiseeskapaden des Prinzen ab. Diesmal auf dem Programm: alles wieder ins Lot bringen und alle angerichtete Zeitlinien-Verwirrung wieder ausbügeln. Leider verlässt sich das Spiel zu sehr auf die Technik des Vorgängers Warrior Within, es gibt keine neuen Animationen des Prinzen und keine neuen Combos. Die Gegnerauswahl ist auch nicht gerade die originellste. Insgesamt netter und solider Abschluss der Trilogie, mehr leider nicht.

1. Inside Man (Kino)
Nach dem reißerischen Trailer hatte ich eher einen schnellen Actionfilm erwartet. Aber nach dem Ende des Films sehe ich ihn aber fast schon als Komödie an, gemessen an dem intelligente Aufbau des Bankraubes. Es ist eben der perfekt inszenierte Bankraub, der die Story fast schon etwas grotesk macht. Die ganze Aktion ist im Grunde sehr witzig und geistreich ausgeklügelt, auch wenn die dahinter stehende Begründung des ganzen nicht unbedingt die übermäßige Hastenochnichtgesehen-Überraschung ist. Witzig und interessant ist der Film allemal und er lebt meines Erachtens von einem glänzend aufgelegten Denzel Washington. Außerdem hat der Film ein wunderbares Titelthema, leider gab’s das nicht auch mal während des Films zu hören.

Kilrah besiegt!

Wing CommanderYES! Geschafft.

Wer braucht schon F.E.A.R. oder Quake 4, wenn gleich fünf solche feinen Spiele zur Verfügung stehen? Seit ich die Kilrathi Saga habe, bin ich mal eben durch die fünf Wing Commander-Spiele gesaust und habe die Kilrathi, die Black Lance und die Bugs besiegt. Was hatte ich für einen Spaß! Atmosphärisch sind diese Spiele erste Sahne und trotz mancher Kritikpunkte sind sie Kultspiele, die ich sicher nicht zum letzten Mal auf der Festplatte hatte. Außerdem hat mein alter Sidewinder-Joystick wieder Überstunden angesammelt.

Dabei Die Bordkantine mit Gesprächspartnern in Wing Commander 1wirken die Dinger heute wie aus einem vergangenen Jahrzehnt. Und das sind sie ja auch. Damals legten sie aber die Messlatte für’s Space Combat-Genre fest und irgendwie steht dieser Maßstab bis heute.

Ein großer Fan des ersten Wing Commander von 1990 bin ich allerdings nicht und jetzt auch nicht unbedingt geworden. Aber mich hatte es trotzdem gepackt und das Spiel habe ich nun zum ersten Mal durchgespielt. Gut, so schwer war das nun auch wieder nicht, jedenfalls war es leichter als Teil 2 und 3 die mich doch etwas mehr ins Schwitzen gebracht haben. Teil 1 war trotz einiger Missions-Wiederholungen auch schon in zusammen gerechnet fünf bis sechs Stunden Spielzeit Wing Commander 2vorbei. Viel mehr als das Fliegen der Missionen bot das Spiel im Grunde auch noch nicht. Wing Commander hatte noch keine Story, die einen voran trieb. Ein Hintergrundstory hatte es, klar, aber es wurde noch kein big picture gemalt, wie in den folgenden vier Teilen. Aber ansonsten bot das Spiel schon alle Elemente eines kleinen grafischen Wunderwerks. Nicht nur von der technischen Seite her, sondern auch von den Computergrafiken, wie z.B. die Portraits der Piloten in der Bordkantine oder die Startsequenzen mit den Raumjägern.

Vollständig ausgereift war das Prinzip der Serie deshalb noch nicht. Es standen zwar die einzelnen Missionen an, deren Design sich bis zum 5. Teil immer im großen und ganzen Ein schnell getoasteter Kilrathi in Wing Commander 3ähnelten. Die Abwechslung zu den Missionen bestand aber nur darin, sich anschließend in der Kantine die neuesten Spekulationen über folgende Missionen oder gegnerische Taktiken anzuhören (respektive lesen, denn Sprachausgabe gab es damals noch nicht). Story wurde da praktisch keine präsentiert, auch wenn die Gespräche natürlich für kleine Auflockerungen zwischen den Missionen sorgten.

Wing Commander 2 – Vengeance of the Kilrathi setzte dem schon einiges drauf. Das Spiel ist für mich auch der Grund gewesen, der Serie treu zu bleiben. Es hatte mich damals dazu animiert, mir irgendwann später den dritten Teil zuzulegen. Wing Commander 2 legte nun das grundlegende Eine selten häßliche Bodenmission in Wing Commander 3Prinzip der Serie fest. Zwischen den Missionen wurde fortan, jedenfalls meistens, eine Story präsentiert, die man sich in den Zwischensequenzen anschaut. Spielerisch änderte sich gegenüber dem ersten Teil nicht unbedingt etwas. Einsatz um Einsatz mit Navpunkt um Navpunkt standen auf dem Programm und musste absolviert werden. Aber die Missionen wirken etwas ausgereifter, neue Schiffe und neue, schwierigere Gegner gab es. In Wing Commander 2 funktionierte das Spielprinzip zwischen Missionen fliegen und Story angucken erst richtig. Die Handlung ist zwar festgeschrieben, weshalb sich der interaktive Part nur auf die Missionen selbst bezieht. Dafür wirkt die Geschichte wie ein Film, der eben nur durch die Missionen “unterbrochen” ist. Durch die schicken Grafiken und die nicht ganz uninteressante Unser alter ego Blair (links) in Wing Commander 4Gestaltung der Story, jedenfalls wer sich wie ich ein bisschen für Science Fiction erwärmen kann, entsteht ganz schnell ein motivierendes Element, sich weiter durch das Spiel zu kämpfen.

Im Grunde besteht damit der Maßstab, an dem sich alle folgenden Spiele des Genres messen lassen müssen. Das einfache Beballern aller Gegner ist damit um ein ganz dickes Storyelement erweitert. Was dabei nur getan werden kann, ist das Ausdenken von variantenreichen Missionen, sprich z.B. zunehmend mehr und größere Gegner; die Arbeit an der Technik des Spiels, also z.B. schickere Grafiken; sowie eine filmreife Story. Das ist sozusagen die Grundlage, die jedes Space Combat Ein leicht entflambarer Gegner in Wing Commander 4Game beherrschen muss und welche die Wing Commander-Serie im folgenden auch sehr gut beherrschte, andere Space Combat Games, wie Starlancer, I-War, X oder Freespace aber eher weniger. Wieso es diese letztgenannten Spiele nicht ganz schaffen, liegt nun aber weniger daran, dass sie schlecht sind, ganz im Gegenteil. Es liegt vielmehr daran, dass die Wing Commander-Spiele den Genre-Maßstab nicht nur vorlegten, sondern gleich mal so uneinholbar hoch ansetzten. Nicht nur die Technik der Serie machte jeden neuen Teil zu Vorzeigeobjekten, jedenfalls wenn der entsprechend leistungsfähige Zauberkasten parat stand. Auch auf Inhalt, Umfang und Präsentation der Story wurde soviel Wert gelegt (und nebenbei soviel Geld investiert), was wiederum kein anderes Space Combat Game mal eben nachmachte. Wieso Unser neues alter ego Casey in Wing Commander Prophecydas so gewesen ist, kann ich nicht nachvollziehen, ist es doch gerade eine Grundlage, welche die Serie auszeichnete und dieselbe Erwartung auch bei andere Titel des Genres weckte.

Gerade mit Wing Commander 3 wurde der Storyaspekt Ende 1994 wiederum ein gutes Stück weiter vorangebracht. Die Präsentation änderte sich nun weg von gezeichneten Grafiken hin zu Filmaufnahmen und mehr oder minder bekannten Hollywood-Schauspielern (u.a. Mark Hamill, Tom Wilson, John Rhys-Davis, Malcolm McDowell). Dazu kam die gelegentliche Auswahl von zwei vorgegebenen Antworten, die bei manchen Gesprächen mit den Pilotenkollegen erschienen. Rein handlungstechnisch im Sinne eines Maniac in Wing Commander Prophecybig pictures brachten die kurzen Filme zwischen den Missionen wenig und erinnern deshalb von ihrem Prinzip her mehr an die Gespräche des ersten Teils. Erst in der zweiten Hälfte des Spiels nahm die Story etwas Fahrt auf und wurde doch noch ein wenig spannend. Die interaktiven Momente, also die Antwortauswahl, in den Filmschnipseln dienten auch eher dazu, sich mit den Pilotenkollegen und der Besatzung anzufreunden oder sie abzuschrecken, je nachdem welche Antwort einem als richtig erschien. Auswirkungen hatte die Antwort im Grunde nur auf die Folgsamkeit der Piloten, die neben einem in der folgenden Mission flogen. Nur war es dabei nicht so schwer, die richtige, freundliche Antwort auszuwählen. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass Spieler ausnahmslos auf die Antwort setzten, in denen das Alter Ego Blair die Kollegen zurechtweist und ihre Moral senkt. Tatsächlich änderte sich an den Videos nicht viel, egal welche Antwort gewählt wurde. Nur wenige Entscheidungen in den Antworten hatten tatsächlich eine Auswirkung auf die voranschreitende Story, die ja wie gesagt nicht so enorm war. Für das Medium Computer mag die Gestaltung der Handlung im Sinne des big picture mit den selbstablaufenden Filmen zwar als unangebracht empfunden werden, weil es praktisch so linear wie ein Kinofilm abläuft, nur was soll man sich da für eine Freiheit in der Storygestaltung schon wünschen? Mir persönlich fällt keine Möglichkeit ein, einen wirklich interaktiven Plot zu präsentieren, in der sich erst durch mein Tun und Wirken das big picture entfaltet. Die Antwortauswahl in den kurzen Filmen gaukelt im Grunde auch nur Pseudo-Interaktivität vor, die für meinen Anspruch ausreicht. Meine Motivation besteht darin, mich durch eine schwere Mission zu kämpfen, auch mal abgeschossen zu werden um es anschließend neu zu probieren, und mich währenddessen auf den nächsten Filmschnipsel und das Fortschreiten der Handlung zu freuen.

Bei Wing Commander 3 blieb Technik und Story das interessanteste Element, das immer wieder zum Weiterspielen motivierte. Am spielerischen Inhalt, den Missionen änderte sich tatsächlich wenig gegenüber seinen beiden Vorgängern. Allerdings schob sich eine weitere kleine Spielkomponente zum Spielprinzip hinzu, und zwar eine klitzekleine strategische, die aber im Grunde kaum der Rede Wert war, da sich die Missionen auch ohne diese fliegen ließen. Und zwar wurden vom Spieler die Flügelpiloten und die Raumjäger sowie deren Bewaffnung für eine Mission selbst ausgewählt. Das hatte leider nur bedingt Auswirkungen, im Falle der Schiffe und Bewaffnung ließen sich die Missionen problemlos mit den Vorgaben angehen. Welchen Piloten man als Flugpartner auswählte, hatte ebenfalls nur bedingt einen Einfluß.

Tatsächlich gewinnt der dritte Teil von Wing Commander in der Missionsgestaltung erst recht keinen Blumentopf. Im wesentlichen war diese wirklich auf dem Niveau des ersten Teils geblieben. Es machte natürlich Spaß, unzähligen Kilrathi den flugtauglichen Untersatz unter dem Allerwertesten wegzuschießen oder ein paar Runden in der neuen und hochgradig schnellen, sowie wendigen Excalibur zu drehen. Aber die gelegentlichen Bodenmissionen habe ich dagegen gehasst. Feindliche Minipanzer mit enorm durchschlagenden Geschossen auf selten hässlichen Planeten zu treffen war kein ganz einfacher Schlendriandienst mehr (nicht dass das andere Missionen gewesen wären). Aber die Schlussmission auf Kilrah setzte dem mit einem minutenlangen und hochgradig langweiligen Flug durch irgendwelche abstrakt gestalteten Canyons noch eins drauf. Glücklicherweise war das so abstrakt wie eine selten unansehbare Mondlandschaft gestaltet, müsste fast gesagt werden, denn es ging um nichts anderes, als die Zerstörung des Planeten mit einer speziellen Rakete. Hey, aber immerhin habe ich Kilrah besiegt und dem galaktischen Krieg zwischen Terranern und Kilrathi ein Ende gesetzt. Jetzt kann mich keine Kilrathibacke mehr über’s Comm-System beleidigen…

Wing Commander 4 kam dagegen mit einer etwas besseren Missionsgestaltung daher. Hier waren die Missionsziele schon stärker in der Storygestaltung einbezogen. Reine Patrouillenaufträge inklusive Gegnerdezimierung gab es nur noch wenige. Jede Menge Gegner galt es natürlich immer noch zu besiegen, aber es musste eben des öfteren mal ein Flug unternommen werden, um die Handlung voran zu bringen. So galt es eben mal, einen Satelliten einzusammeln, Feinde zu ihrer Basis zu verfolgen oder unsichtbar zu einer anderen Feindbasis hinzufliegen, sich die Zwischensequenz anzuschauen und anschließend den nervenaufreibenden Verschwindibus zu markieren (inklusive Verfolgung ins Nachbarsystem). In Wing Commander 4 wurde das “interaktive” Element in den Filmsequenzen ausgebaut. Tatsächlich hatten die Entscheidungen, die in den Gesprächen getroffen wurden, Auswirkungen auf das Fortschreiten der Handlung. Mehrmals gabelte sich die Handlung auf, ohne dabei allerdings das Ziel aus den Augen zu verlieren. So musste entschieden werden, ob man den Grenzweltlern Gefolgschaft leistete oder den Konföderierten treu bleibt. Bleibt man bei den Konföderierten, fliegt man dort noch einige Missionen und sieht einen leicht anderen Handlungsverlauf, als wenn man gleich zu den Grenzweltlern überläuft. Richtige Auswirkungen auf den Handlungsstrang hat die Entscheidung im Grunde nicht, denn man kommt so oder so zu den Grenzweltlern. Nur der Handlungsverlauf ändert sich entsprechend, obwohl wie gesagt das Ergebnis dasselbe ist. Die Story verläuft damit nicht mehr linear, von Interaktivität lässt sich aber auch nicht wirklich sprechen, da ja alle optionalen Verläufe vorgegeben sind.

Die Handlung von Wing Commander 4 zeichnet sich nicht nur durch die zahlreichen Verzweigungen aus, sondern auch durch die Präsentation. Bis heute gibt es kein PC-Spiel, indem so aufwändig produzierte Zwischensequenzen die Handlung voran treiben. Gemessen an Kinostandards ist das zwar bestenfalls B-Movie-Niveau, für Spielstandards ist es allerdings bis heute einmalig und unerreicht. (Maniac ist in Teil 3 bis 5 überragend, und hochgradig lustig!) Was so wunderbar gelungen ist, hat in meinen Augen den Maßstab für die Präsentation eines Space Combat Games enorm überreizt. Nicht mal Origin selbst konnte dem noch eins drauf setzen, Wing Commander Prophecy, der 5. Teil der Serie, war in dieser Hinsicht ein Schritt zurück. Gewissermaßen scheiterte die Serie an sich selbst und den zu hohen Erwartungen, von denen durch Wing Commander 4 ausgegangen werden konnte.

Wing Commander Prophecy machte unter dem Storyaspekt also einen großen Schritt zurück, dafür machte es in der Missionsgestaltung immerhin einen kleinen Schritt nach vorn. Am grundlegenden Prinzip änderte sich zwar nichts, aber dank schneller Rechenpower flogen schon mal ganze Geschwader gegen Dutzendschaften von Gegnern. Das war in dem Maße in den vier Spielen zuvor nicht gegeben. In Sachen Technik gab es auch einen großen Schritt nach vorn, gerade das ist aber der vergänglichste Teil der Genre-Grundlage. Mir persönlich reichte die Schmalspur-Story und -Präsentation selbiger für das Spiel aus. Zugegeben, sehr spannend, wie noch in Wing Commander 4, wurde die Handlung nicht mehr, sämtliche interaktiven Elemente fielen sowieso gleich weg. Im Grunde bestand der Plot auch nicht aus mehr als etwas Piloten-Geflachse und gelegentlichem Pseudo-Techno-Geblubber über die neuen Alienfeinde. Interessant waren nur der letzte Teil der Story, der leider mit einem fiesen Cliffhanger endete, und die gelegentlichen Rendersequenzen von zerstörten, feindlichen Riesenraumschiffen, die sehr lecker aussahen. Dafür waren die Missionen allesamt wieder spaßig und spannend und sahen ebenfalls sehr schick aus.

Der Maßstab in der Präsentation, den Wing Commander 4 für das Genre stellt, ist bisher unerreicht und in meinen Augen ist das gleichzeitig der Knackpunkt des Genres. Obwohl es möglich ist, trotzdem ein ausgezeichnetes Space Combat Game zu produzieren, wie man nicht zuletzt an Freelancer gesehen hat, scheinen Entwickler den Aufwand zu scheuen und Spieler den Kauf weniger aufwendiger Genrevertreter, die sich doch mal auf den Markt getraut haben. Die Wing Commander-Serie hat es neben der Weiterentwicklung des Storyaspekts und der Technik für das Genre versäumt, auch den spielerischen Aspekt entsprechend voranzutreiben. Wie es nämlich interessanter geht, zeigt das alte Tie Fighter, welches 1994 kurz vor Wing Commander 3 erschien. Die Missionen sind spannender, komplexer und wirken dynamischer, hier hat man jede Menge konkreter Einsatzaufgaben vor sich. Tie Fighter habe ich, dank einer funktionierenden englischen Version aus der X-Wing-Collector’s Series, die ich mir spottbillig per Ebay aus Großbritannien geordert habe, erst vor Wing Commander 1 durchgespielt und musste feststellen, dass es allein aus den Missionen einen enormen Motivationsfaktor rausholt. Tie Fighter scheint aber in der Konkurrenz zu Wing Commander eine Ausnahme gewesen zu sein, denn andere Space Combat Games konnten kaum mit der Wing Commander-Serie mithalten und hatten auch ihre mehr oder weniger großen Macken, sowie den Mangel an einer gescheiten Story und Präsentation.

Das ganze Genre ist heute praktisch tot. Meine Hoffnung auf eine Fortsetzung der Wing Commander-Serie brennt nur noch auf einer winzigen Flamme. Darkstar One macht anhand der Screenshots einen richtig guten Eindruck, aber das Spiel schlägt in die Kerbe von Privateer und Freelancer, die sich als zusätzliche Spielprinzip-Komponente den Handel in einem offenen Universum auf die Fahne geschrieben haben. Für dieses Spiel brauche ich aber einen neuen Rechner, den ich so schnell nicht haben werde, mit den Mindestanforderungen kann ich jedenfalls nicht mehr mithalten. Sollte Wing Commander Prophecy tatsächlich mal fortgesetzt werden, dann wünsche ich mir im Grunde nichts weiter als eine nette Storyfortsetzung, halbwegs zeitgemäße Technik (die ist mir im Grunde nicht so wichtig, da ich ja auch jetzt noch die alten Dinger gespielt habe) und ausgeklügelte Missionen. Die müssen nicht gleich so komplex werden, wie in Tie Fighter, aber einige Dinge ließen sich doch davon abschauen. Die unkomplizierte Action, die die Wing Commander-Serie immer bot, soll natürlich beibehalten werden. So wären aber gelegentlich eintreffende (Gegner)-Schiffe, sich ändernde Missionsziele oder zusätzliche kleinere, dringendere Aufgaben, die einem während der Mission per Comm-System angesagt werden, möglich. Damit würde man jedenfalls etwas Abstand von den undynamischen Gegnerwellen gewinnen, die fest vorgesehen sind und immer dann auftauchen, wenn der letzte Gegner der vorangegangenen Welle gebrutzelt wurde. Was ich mir ebenso wünsche, ist der Ausbau der strategischen Komponente, wie es sie im Ansatz schon in Wing Commander 3 und 4 gegeben hat. Das sollte man sich aber erarbeiten müssen, es sollte vom militärischen Rang abhängen, den man mit seinen eigenen Leistungen erringt. So wünsche ich mir nicht nur die erneute Auswahl meiner Flügelpiloten oder meines Kampfjägers, sondern ab dem Rang eines Colonels auch die Auswahl einiger vorgegebenen Missionen (was es übrigens in Wing Commander 4 im Ansatz auch schon gegeben hat, wie mir gerade so auffällt). Gerade dieser Punkt ließe sich aber dynamisch für die Kampagne gestalten. Gehe ich lieber auf Patrouille und schicke alle Feinde in die Hölle, oder fliege ich eine Search & Rescue-Mission, um einen ausgestiegenen Piloten im Nirgendwo zu retten? Oder ich beschütze den Versorgungskonvoi und lasse alles andere sein. Den Piloten will ich aber eventuell in den nächsten Missionen doch als Flügelmann behalten, oder ich will in der nächsten Mission weniger Ärger beim Angriff auf das feindliche Großkampfschiff haben, indem ich vorher schon ein paar potentiellen Verteidigern den Garaus gemacht habe. Der Versorgungskonvoi muss eben ohne mich auskommen und hoffen, dass er ohne meine Hilfe durchkommt. Mir fällt hier auf Anhieb gleich eine ganze Palette von Missionsmöglichkeiten ein, die sich auch in Verbindung mit einer Handlung gestalten ließe. Und wer sich für die strategische Komponente nicht interessiert und einfach Fliegen und die Story angucken will, der überspringt diese wie gehabt einfach und macht den vorhergesehenen Ablauf. In Wing Commander 1 gab es tatsächlich noch einen Rangaufstieg abhängig von der eigenen Leistung, nur wirkte der sich nicht auf den konkreten Spielverlauf aus und war nur ein netter kleiner Bonus.

Aber egal, solange es kein neues Spiel gibt, wird das eh nichts. EA hat Origin ja so großartig zerschlagen, wie so viele andere Entwickler auch, weshalb ein neues Wing Commander offensichtlich nicht mehr möglich ist. An der Erfolglosigkeit der Spiele kann es nicht gelegen haben, sonst wären Leute wie Chris Roberts, Richard Gariott, Warren Spector von ehemals Origin oder auch Luis Castle vom geschluckten Westwood oder Peter Molyneux von ehemals Bullfrog nicht so bekannt geworden und heute entweder in der Versenkung verschwunden oder in die Arme der Konkurrenz getrieben worden. Also macht mal was mit der Wing Commander-Lizenz, liebe EA-Leute!

P.S.: Kommt Zeit, kommt Gelegenheit, noch ein paar Screenshots zu machen. Mehr hatte ich leider hierfür nicht gemacht.