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Seriencheck (VIII)

Neues Jahr, neues Glück, neuer Seriencheck. Langsam hole ich die alten Sachen auf und es stehen kaum noch welche aus. Ich überlege noch nachträglich in Desperate Housewives einzusteigen, konnte mich aber bisher nicht durchringen. Ansonsten folgen die üblichen laufenden Sachen, sowie das Nachholobjekt Star Trek – Enterprise, welches ich schon vor einem knappen Jahr gesehen habe. Das wird nicht der letzte Beitrag zu den Star Trek-Serien sein, da ich mich in einem zweiten Durchlauf befinde. Bei den aktuell laufenden Serien baue ich auf dem Serienheck vom letzten mal auf und gebe nur einen kurzen Stand der Dinge wieder. Dezente Spoiler werden enthalten sein.
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Akte X – The Movie 2 (Stand: 2. Film – durchgequält und abgeschlossen)

Im Sinne des Wasserstandes ist von meiner Seite aus nur zu vermelden, dass ich den zweiten und jüngsten Film der Serie unterirdisch schlecht fand.
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Battlestar Galactica (Stand: Season 4)

Battlestar Galactica macht ja nun doch so einige Höhen und Tiefen durch. War die erste Hälfte der vierten Season arg schwach, selbst für BSG-Verhältnisse, rappelt sich die Serie nach der langen Pause wieder richtig hoch. Der Aufstand ist eine wunderbare, typische BSG-Wendung, destruktiv, unbarmherzig, tödlich. Was den pessimistischen Charakter der Serie unterstreicht. Es folgen ab der Mitte der zweiten Hälfte zwar wieder wenig spektakuläre Episoden, aber mir persönlich hat zumindest die vorletzte Episode mit Starbuck wunderbar gefallen, wie sie den Song All along the Watchtower am Klavier spielt. Ich freue mich auf den Soundtrack zur vierten Season, denn Bear McCreary, der sowieso einen fantastischen Job bei der Musik für die Serie geleistet hat, übertraf sich hier selbst. Das hat er auch wunderbar in seinem Blog festgehalten. Ansonsten hoffe ich, dass sie nun weniger spektakuläre Episoden gemacht haben, um sich genug Kracher für das kommende Finale aufzuheben.
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Californication (Stand: Season 2 Finale)

Californication war auch in der zweiten Season immer noch groß. Mir hat zwar die erste Season einen Tick besser gefallen, aber das dürfte vor allem daran liegen, dass diese auf mich neu und originell gewirkt hat. In der zweiten Season kennt man ja nun die Charaktere und weiß sie einzuschätzen. Da müssen dann verquert-witzige Situationen wie die “mouth-rapist”-Szene (<- bestimmt ein tolles Google-Schlagwort) herhalten. Fand die zweite Season enorm witzig und einem Kauf für’s DVD/BD-Regal steht nicht viel im Wege. Wenn ich Zeit für die Discs haben werde…
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Chuck (Stand: Season 2)

Neben Lost die interessanteste, momentan laufende Serie. Äußerst schade, dass es nach der zweiten Season wohl vorbei sein wird. Verdammte Axt!
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E.R. (Stand: Season 15)

Insgesamt ist E.R. ein bezeichnendes Bild der Realität des Gesundheitswesens und damit eine einzige Anklage gegen die herrschenden Verhältnisse. Das war E.R. ja schon immer. Gleichzeitig enthält die Serie eine eindringliche Form der Aufklärung. Leider ist ansonsten nicht mehr viel geblieben, da hilft auch die Rückkehr von Carter nichts mehr.
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Fringe (Stand: Season 1)

Mir gefällt Fringe seit ein paar Episoden richtig gut. Vor allem seit 1.09 nahm die Serie ordentlich Aufschwung und hat mir im Gegensatz zu den vorherigen mal richtig gut gefallen. Die Story war endlich mal anders konstruiert und hat viel mehr Fragen aufgeworfen, als sonst. Hat nun Massive Dynamic ihre Finger deutlich mehr im Spiel oder nicht? Haben sie den Mitarbeiter irgendwie dazu veranlasst, sich diesen Halluzinationen auszusetzen bzw. haben sie ihm das Zeug verabreicht, ohne dass er es weiß? Oder steckt doch ein Komplott von John dahinter? So wirklich wurde das ganze ja nicht aufgeklärt. Das zeigt eine schöne Ambivalenz zwischen den “Bösewichtern” Massive Dynamic und John Scott. Wer ist nun wirklich ein Bösewicht von den beiden? Bin mal gespannt, ob die Sache des “Pattern” in der Serie jemals richtig aufgelöst wird. Insgesamt kam Fringe endlich mal ein wenig in Fahrt. Und so geht’s auch gleich mit der Entführung Olivias und der Raum-Zeit-Maschine in der nächsten Episode weiter. Fringe rafft sich wirklich auf. Neuer Bösewicht in den Episoden; der “Observer” irgendwo versteckt in jeder Episode; Olivias Ex-Lover Scott kann sie in ihrer Traum-Verschmelzungs-Sequenz sehen?! (what the hell!!); Olivia wird entführt. Das ist schon ordentliche Dramatik geworden. Bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

Dass sich Fringe seit der Midseason-Pause enorm gesteigert hat, zeigt vor allem auch die jüngste Episode 1.14 Ability, mit der die Serie schwer spannend geworden ist. Obwohl manche Handlung immer noch nicht sonderlich originell wirkt, wirken die Schauspieler deutlich sattelfester und überzeugter. Die persönliche Story in Ability tut schließlich ihr übriges, um mit den Figuren, genauer Olivia mit zu fiebern. Die persönlicheren Geschichten sind zwar ein Dreh, den man aus Alias übernommen hat, aber wenn’s da funktioniert hat, warum hier nicht wieder. Und Fragen kommen da ja auch einige auf. Hat Walter etwa das Manuskript geschrieben? So darf Fringe gerne weiter laufen. Außerdem war die Musik ganz fantastisch, Giacchino kommt auch immer mehr in Form.
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Heroes (Stand: Season 3 “Volume 3 Finale” und Season 3.2 – abgebrochen)

Ich muss ja zugeben, dass ich von dem Finale des dritten Volume komplett überrascht wurde, weil es auf einmal da war und so unspektakulär daherkam. Gleichzeitig hat mich das total verwirrt zurück gelassen, weil ich überhaupt nicht mehr wusste, worum es eigentlich ging. Mit der geänderten Zukunft, die es am Anfang der Season kurz zu sehen gab, hatte das doch nun gar nichts mehr zu tun. Ich bin etwas sprachlos über das Kuddelmuddel, was die Serie hier als “Auflösung” gebracht hat. Allerdings habe ich auch beschlossen, mir die Serie wenigstens noch einmal in Ruhe und konzentriert auf DVD anzuschauen, vielleicht verstehe ich es dann ja besser. Trotzdem habe ich etwas Hoffnung, dass es wieder besser wird. Klingone Worf als Mr. President wird es hoffentlich wert sein, wieder einzuschalten.
Insgesamt haben mir in der Season 3.1 aber die vielen interessanten “Comic-Kameraeinstellungen” gefallen. Jede Szene könnte tatsächlich ein gezeichnetes Bild in einem Comicheft sein. Bin mal gespannt, ob es dazu eine Doku auf einer der Season-DVDs gibt.

Leider bleibt Season 3.2 auf einem ähnlich mäßigen Niveau und die Charaktere werden mal wieder arg durcheinander geworfen. Zu sehr sind sie mir mittlerweile “out of” und habe mit denen von Season 1 nicht mehr viel zu tun. Nach rund fünf Episoden habe ich nun den Stecker gezogen. Ich ringe zwar noch mit mir, die Episoden weiter zu schauen, werde das aus Zeitmangel aber doch auf eine in weiter Ferne liegende DVD-Sichtung verschieben. Heroes macht so jedenfalls keinen Spaß mehr.
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Life on Mars (Stand: Season 1)

Die Serie ist nach Pushing Daisies und Chuck der Freudenquell schlechthin, wenn wir mal auf der leicht komödiantischen Schiene bleiben. Witzige Storys und verdammt coole Musik tragen ihren Teil dazu bei. Leider scheint es ja auch nur bei einer Season zu bleiben. Schade.
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Lost (Stand: Season 5)

Nach schwachem Seasonstart schwingt sich auch Lost zu bekannten Höhenflügen auf. Die Mystery-Komponente ist nach wie vor stark und man fragt sich schon, wie das alles zusammen hängt und wer zu wem gehört. Und wieso nun eigentlich alle zurück müssen um was überhaupt zu erreichen. Trotz schwachem Start war eine der besten Szenen war für mich eigentlich gleich die Anfangsszene, als Daniel in der Vergangenheit mit in den Schacht unter der Orchid-Station kommt. Mittlerweile ist dies durch die immer brillanter werdende nicht-lineare Erzählstruktur ja sogar aufgeklärt, jedenfalls kann man als Zuschauer das entsprechende Puzzlestück anbringen. Die erzählerischen Sprünge hin und her sind eigentlich typisch Lost, obwohl es keine klassischen Flashbacks oder -forwards mehr sind. Das hängt sicher mit den verkürzten Seasons zusammen, so dass man nun durch die Geschichte durchrennen muss. Aber trotzdem fand ich, dass zumindest ein paar Sachen aus Season 2 und 3 aufgeklärt oder zumindest angedeutet wurden.

Dann sind da die Zeitsprünge, die zudem nur unsere Losties zu betreffen scheinen. Und anders als Daniel das sagt scheinen die Sprünge doch die Zeit ein wenig zumindest zu ändern, wie man bei Desmond sieht. Die Erinnerung an die Begegnung mit Daniel auf der Insel wird ihm erst jetzt drei Jahre nach seinem Entkommen von der Insel eingepflanzt, weil es “vorher” einfach noch nicht passiert war. Zumindest er steht scheinbar außerhalb der Zeitlinie und ihn können Veränderungen in der Vergangenheit betreffen. Was ich ja wieder brillant fand, war die Überlagerung verschiedener Zeitebenen. Mit dem letzten Zeitsprung sind ja gleichzeitig drei Sachen passiert: Locke dreht am Rad (das ist wörtlich gemeint!), gleichzeitig wird das Flugzeug 316 mit Jack, Kate, usw. sowie dem toten Locke an Board erfasst und die verbliebenen Losties Sawyer, Juliet usw. landen im Jahr 1974. In dem Moment also, in dem Locke das Rad dreht, liegt er tot im Flugzeug und macht die Bruchlandung auf der Hydra-Insel mit, wo er anschließend wiederbelebt wird. Jack, Kate und Hurley dagegen reißt es ins Jahr 1977, wo sie von Jin und Sawyer gefunden werden, die selbst seit drei Jahren unter den Dharma-Leuten leben. Lost zeigt hier vor allem mal wieder seine erzählerische Komplexität und die anfangs geäußerte Kritik an der Zeitreise-Thematik dürfte angesichts der originellen Wendungen ad absurdum geführt sein. Nun dürfte darum gehen, wie die Losties alle zusammen wieder in ihre zeit zurück kommen.

Zu Charlotte gibt’s noch zu sagen, dass sie ja leider bisher nichts weiter zur Story von Lost beigetragen, genauso wie Miles. Das ist etwas Kritik, die ich an der Serie anbringe: die Einführung neuer Figuren und die Verkürzung der Season ist nicht so wirklich gut für die Serie, da der Fokus auf die alten Losties verloren geht und über die gäbe es sicherlich noch sehr viele interessante Storys zu erzählen bzw. Fragen aufzulösen. Ich wünsche mir jedenfalls, dass es wie etwas mehr zurück zu den Wurzeln geht. Aber nicht dass ich Lost nun schlecht fände, ganz im Gegenteil, der Charakter der Serie hat sich einfach enorm geändert.
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Star Trek – Enterprise (Stand: Season 4 – abgeschlossen)

An sich ist die Idee ja nicht schlecht, die erste Enterprise im Weltraum zu beobachten, die beginnt, das Universum zu erforschen. Leider beginnt die Serie aber mit sehr vielen lahmen Episoden, selbst der Pilotfilm war nun wirklich nicht herausragend. Manches wird außerdem nicht ausgereizt: da hat die Enterprise einen “Hitchiker” im Schlepptau, hilft ihnen schließlich und nur am Rand gibt es eine erste Auseinandersetzung mit den Klingonen, diese wäre aber mindestens eine ganze Episode wert gewesen. Teilweise gibt es gute Charaktere, teilweise aber auch sehr seltsame. Ganz gut ist der Captain, die arrogante Vulkanierin, der Doktor oder der Sicherheitsoffizier, der einen besonnenen und ruhigen Eindruck macht. Zumindest anfangs macht der schleimige Draufgänger einen schlechten Eindruck, welcher der Technikexperte und Ingenieur des Schiffes ist. Das ist mehr als seltsam, weil diese Eigenschaften schlecht zusammen passen. Ohne Worte kann dagegen der langweilige, naive und unerfahrene Pilot belassen werden. Damit war auch schon Season 1 rum. Season 2 wurde ein wenig besser und hatte einige wirklich hervorragende Episoden, aber auch einige Rohrkrepierer. Hier kommt aber das Gefühl, dass die Sternenflotte nur ein kleines Licht in der universellen Gemeinschaft ist, durchaus sehr gut herüber.

Leider wird das in der dritten Season komplett über den Haufen geworfen, was total doof ist. Dass man sich den sinkenden Einschaltquoten anpassen muss und stärkere Veränderungen einschließlich signifikanter Charakteränderungen bringt, nun, dagegen habe ich im Grunde nichts. Äußerst gelungen ist die Integration der Vulkanierin T’Pol, die für die Mission der Enterprise ihre Anstellung beim Vulcan High Command niederlegt, um bei ihren menschlichen Freunden zu bleiben. Bedenkt man die Auseinandersetzungen und auch Vorurteile der Menschen gegenüber den Vulkanieren am Anfang der Serie, ist das eine wirklich gelungene Entwicklung über den Lauf der ersten beiden Seasons Enterprise hinweg. Denn das ist das Konzept der Integration eines Fremden, welches ein Bestandteil aller Star Trek-Serien (Spock, Worf und Data, Odo und Kira, Neelix und stärker noch Seven of Nine) ist und durchaus immer wieder Spannung erzeugt hat. Leider kommt dieses Konzept in der dritten Season zu kurz, T’Pol hat, mehr oder weniger, den Sprung geschafft und sich von der arroganten Vulkanieren zu einem akzeptierten Mitglied der Crew gewandelt. Zudem stehen menschliche Dilemmata, Konflikte, Moral und Ethik oder Emotionen nur noch selten im Vordergrund, da sich die Serie mit Season 3 zu einer Art 24 im Weltraum gewandelt hat. Eigentlich hätte ich noch nicht mal etwas gegen den zunehmenden Actionanteil und die CGI-Aufnahmen der Enterprise sehen sowieso super aus. Aber die Story um die Xindi-Superwaffe, welche die Erde zerstören soll und die ein Jahr andauernde Mission im Delphic Expanse ist mehr als hanebüchern, hohl und langweilig. In fact, this ist not the Star Trek I want to see! Hat mir die zweite Season zur Hälfte wenigstens gut bis sehr gut gefallen, inklusive einer Lieblingsepisode, die locker an die Top-Episoden der bisherigen Serien heran kommt, während die andere Hälfte der zweiten Season für den Mülleimer ist, kommt die dritte Season nur in wenigen Episoden ansatzweise an das Prädikat gut und sehenswert heran. Ganz klar ist die deutlich dunklere Atmosphäre auch eine Reaktion auf 9/11, wobei ich mich hier ernsthaft frage, ob das sein musste.

Im Verlauf der dritten Season wird Enterprise aber immer schlimmer. Nicht nur gibt es Folterszenen, ein Enterprise-Captain fängt schließlich an, einen Akt der Piraterie zu begehen und andere Schiffe ihrer lebenswichtigen Systeme zu berauben. Ja, Kinders, was hat das noch mit Star Trek zu tun? Der Zweck heiligt eben die Mittel – was für eine miese Attitüde… Den Vergleich mit den Reaktionen auf 9/11 spare ich mir mal, aber wenn es eine miese Analogie, ein schlechtes Spiegelbild auf bestehende Verhältnisse und kürzlich erfolgte Ereignisse gegeben hat, dann ja wohl hier. In so übler Weise instrumentalisiert die Serie die Ereignisse des 11. September 2001 und rechtfertigt unmoralisches Handeln, wobei die Bedrohung durch die Xindi als Aufhänger dient. Aber noch mal: das ist nicht das Star Trek, welches ich sehen möchte. Die Menschheit hat nun gerade einmal seit zwei Jahren die Möglichkeit, das Weltall zu erforschen und zu anderen bekannten Planeten zu reisen, ohne monate- oder jahrelang unterwegs zu sein. Es wäre doch viel schöner zu sehen, wenn die Enterprise in den Systemen um der Erde herum forschen würde, sich bei anderen Spezies vorstellt und diplomatischen Kontakt aufnimmt, irgendwelche menschliche Kolonien errichtet, Wissenschaftler in benachbarte Systeme bringt oder naheliegende Raumphänomene untersucht. Was soll die Enterprise so weit draußen? Demzufolge empfinde ich den Konflikt mit den Xindi und die ständigen bewaffneten Auseinandersetzungen im Delphic Expanse eher belanglos, weil es hier nicht mehr darum geht, worüber Star Trek eigentlich handelt. Hier fehlt der humanistische Anstrich, den die Star Trek seit Kirk und Co. hat. Der Wagon Train im Weltall und die Final Frontier erfahren keine Beachtung mehr und das ist mehr als schade. Denn ich mag die meisten Charaktere, sogar Trip wird interessanter, und die Ausgangssituation samt Szenario ist für das Star Trek-Universum wirklich interessant und spannend. Das Potential war wirklich fantastisch, wurde aber kaum ausgereizt.

Nur wenige Episoden der dritten Season werde ich mir deshalb noch einmal anschauen. Diese werde ich dann genüsslich schlecht finden und sie ebenfalls in den Mülleimer werfen, respektive aus meiner persönlichen Star Trek-Kontinuität streichen. Den ganzen Xindi-Handlungsstrang will ich nun am liebsten wieder vergessen, so schlecht ist dieser umgesetzt. Star Trek – Enterprise hat sich mit Season 3 wirklich zu einer miesen Actionserie entwickelt, der Captain ist ein Jack Bauer im Weltraum geworden. Archer war in den ersten beiden Seasons immer ein interessanter und annehmbarer Charakter gewesen, inzwischen hat er sich zu einem hassenswerten Individuum entwickelt. Nicht weil der Schauspieler schlechter geworden, sondern weil der Charakter in Situationen gesteckt wird und dort out-of-character handelt, ohne Rücksicht auf Tote und Verletzte sein Ziel durchsetzt. Die Storys waren schlecht, weil sie den Captain so handeln ließen. In meinen Augen ist das kein Star Trek mehr. Unter einem anderen Namen wäre die Serie vielleicht in Ordnung, aber nicht wenn diese Season Star Trek heißt.

Und nun bin ich auch mit der vierten und letzten Season Enterprise durch und damit der letzten Serie von Star Trek überhaupt. Season 4 hat sich wieder stark aufgerafft und entspricht viel eher dem typischen Star Trek, ja die Qualität hat sich meines Erachtens doch wieder auf dem typischen Niveau der Serien seit Next Generation bewegt. Es waren mit Sicherheit einige starke Episoden wie der Vulcan-Dreiteiler dabei. Auch wenn das Finale nicht ganz so spannend war (und nur eine Stunde ging), war ich danach fast so traurig und wehmütig wie nach dem Finale von Next Generation. Warum weiß ich nicht so recht, denn obwohl Enterprise wieder besser wurde, könnte es auch daran liegen, dass es die letzte Star Trek-Episode bisher war. Dabei mochte ich insgesamt Enterprise wegen einiger der Charaktere irgendwie, obwohl wie gesagt mindestens die Hälfte der Episoden für den Eimer ist. Aber der Ausgangspunkt und die drei Figuren Archer, T’Pol und Trip sind mir ans Herz gewachsen.

Ein wenig fühle ich mich wie die Trekkies in den 1970er Jahren, als plötzlich die Originalserie, lange nachdem sie abgesetzt wurde, so einen phänomenalen Aufschwung nahm. Ich habe mir seit über einem Jahr die Episoden ab Next Generation über Deep Space Nine und Voyager bis hin zu Enterprise angesehen, alles lange nachdem diese Serien gelaufen sind. Mir hat es gefallen und ich wünsche mir neue Star Trek-Serien, auch wenn ich mir gut vorstellen kann, dass es schwer ist, mit neuen Ideen im Star Trek-Universum daher zu kommen.

Durchweg gut gefallen hat mir der hohe Produktionsstandard, den die Serie an den Tag gelegt hat. Die Ausstattung ist schon sehr üppig, selbst im Vergleich zu den vorherigen Star Trek-Serien. Dazu kommen massig nett gemachte CGI-Aufnahmen, die für Serienverhältnisse nach der Jahrtausendwende ziemlich gut aussehen. Hier merkt man schon, dass enorm viel Geld in die Produktion geflossen ist.

Es folgt nun noch meine Best of-Liste von sehenswerten Episoden, die ich mir ein zweites mal anschaue, aber sicherlich noch einige weitere streichen werde.

ENT 1.01/02 Broken Bow
ENT 1.03 Fight or Flight
ENT 1.05 Unexpected
ENT 1.07 The Andorian Incident
ENT 1.08 Breaking the Ice
ENT 1.09 Civilization
ENT 1.12 Silent Enemy
ENT 1.14 Sleeping Dogs
ENT 1.15 Shadows of P’Jem
ENT 1.19 Acquisition
ENT 1.23 Fallen Hero
ENT 1.25 Two days and two nights
ENT 1.26 Shockwave

ENT 2.01 Schockwave, Part II
ENT 2.02 Carbon Creek
ENT 2.03 Minefield
ENT 2.04 Dead Stop
ENT 2.05 A Night in Sickbay
ENT 2.07 The Seventh
ENT 2.09 Singularity (die einzige Enterprise-Episode, die mir richtig gut gefallen hat)
ENT 2.10 Vanishing Point
ENT 2.12 The Catwalk
ENT 2.14 Stigma
ENT 2.15 Cease Fire
ENT 2.16 Future Tense
ENT 2.19 Judgment
ENT 2.23 Regeneration
ENT 2.24 First Flight
ENT 2.26 The Expanse

ENT 3.01 The Xindi
ENT 3.02 Anomaly
ENT 3.05 Impulse
ENT 3.08 Twilight
ENT 3.10 Similitude
ENT 3.13 Proving Ground
ENT 3.14 Stratagem
ENT 3.16 Doctor’s Orders

ENT 4.01 Storm Front
ENT 4.02 Storm Front, Part II
ENT 4.03 Home
ENT 4.07 The Forge (1)
ENT 4.08 Awakening (2)
ENT 4.09 Kir’Shara (3)
ENT 4.11 Observer Effect
ENT 4.12 Babel One (1)
ENT 4.13 United (2)
ENT 4.14 The Aenar (3)
ENT 4.15 Affliction (1)
ENT 4.16 Divergence (2)
ENT 4.17 Bound
ENT 4.18 In a Mirror, Darkly (1)
ENT 4.19 In a Mirror, Darkly (2)
ENT 4.20 Demons (1)
ENT 4.21 Terra Prime (2)
ENT 4.22 These are the Voyages…
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Star Wars – The Clone Wars (Stand: Season 1 Episode 7 – am Aufholen)

Kürzlich habe ich mir den Pilotfilm auf DVD angeschaut, nachdem ich ihn im Kino verpasst habe. Der war einfach herrlich erfrischend, offensichtlich witzig und es gab jede Menge lustiger Kabeleien zwischen Anakin und der herzallerliebsten Ahsoka. Damit ist der Pilotfilm schon mal deutlich besser als erwartet. Für einen Star Wars-Fan lohnt sich also der Pilotfilm locker und ich denke auch, dass es mit der Serie selbst nicht anders sein wird. Die Serie ist nach den ersten sieben Episoden vor allem sehr actionreich, es macht Spaß und über die dummen Battledroids der Seperatisten schmeiße ich mich regelmäßig weg.
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The Simpsons (Stand: Season 1)

Habe Season 1 gesehen und Season 2 steht kurz bevor. Jepp, der Humor trifft meinen Nerv, aber es darf ruhig noch lustiger werden. The Simpsons ist für mich ebenfalls eine Serie, die ich früher nie so recht gesehen habe und die ich nun nachholen will. Ansonsten gibt’s aber noch nicht viel mehr zu sagen.
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The Unit (Stand: Season 4)

Läuft auch noch in meinem Programm. Schade, dass auch dies wahrscheinlich die letzte Season sein wird.
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Warteliste:

Magnum, P.I.
Young Indy
House
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Auf dem Radar:

Virtuality
Caprica
Star Wars: Real Series

Seriencheck (VI)

Und auf ein Neues… Diesmal hinke ich ziemlich weit hinterher, was die Serienbesprechungen betrifft. Aber ich bin immer noch in meinem Projekt drin, einige ältere Shows nachzuholen. Ärgerlich: Als ich am Sonntag bis auf Deep Space Nine alle Beiträge um- und fertiggeschrieben habe ging schließlich ein halber Nachmittag verloren, weil dummes Wordpress nur die Texte bis einschließlich Battlestar Galactica abspeicherte. Anschließend musste ich auf eine alte Version meiner Stichpunktesammlung zurückgreifen, um wenigstens noch etwas vom Rest zu haben, den ich schließlich noch mal überarbeiten durfte. Nun gut, neben E.R. taucht diesmal nicht nur eine weitere Star Trek-Serie oder auch Akte X auf, sondern wie immer vergleichsweise aktuelle Shows wie Heroes, Lost, The Unit oder Terminator – The Sarah Connor Chronicles. Wegen der Länge des Eintrags verschiebe ich meine Besprechungen von Ally McBeal, Voyager und Enterprise auf das nächste mal, alle drei Serien habe ich schon vollständig gesehen. Einige der im folgenden aufgezählten Serien sind schon vor längerer Zeit gelaufen, andere habe ich ebenfalls bereits vor Monaten abgeschlossen. Beispielsweise sind die aktuellen Seasons der Serien Chuck, Heroes, Pushing Daisies und The Unit bereits im Herbst 2007 gelaufen und wurden aufgrund des Autorenstreiks in Hollywood bisher nicht weiter geführt. Da verzichte ich bei zweien gleich darauf, noch großartig etwas zu sagen, da sich meine Meinung gegenüber dem letzten Eintrag aufgrund der wenigen neuen Episoden nicht signifikant geändert hat. Andere Serien wie Deep Space Nine oder E.R. habe ich dagegen schon vor Monaten abgeschlossen und versuche das nun zu rekapitulieren. Alle folgenden Texte habe ich zum Teil über Monate hinweg geschrieben, das heißt, es sind anfangs während des Schauens Stichpunkte oder ganz ausformulierte aber kurze Texte entstanden, die sich auf meinen damaligen Stand in der Serie beziehen und die ich nun in einen ordentlichen Fließtext kompiliere. Heute bin ich in der Regel einige Episoden/Seasons weiter oder bereits am Ende angelangt. Wie üblich wird es ungekennzeichnete und mittelschwere Spoiler in den Texten zu BSG, Lost und The Unit geben, also vor allem bei den Serien, die hierzulande noch nicht gelaufen sind.
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Akte X (Stand: Season 1)

Seit kurzem bin ich mit der ersten Season von Akte X durch und ich muss sagen, dass ich die Serie bis hierhin … fürchterlich finde. Einige Episoden waren völlig unterirdisch und ich habe diese gar nicht richtig zu Ende geschaut. Andere Episoden waren bestenfalls nett. Nur gegen Ende der Season wurden die Episoden dezent interessanter, die Schauspieler für meinen Geschmack sattelfester und weniger bemühter. Trotzdem gibt es (versteckte) Qualitäten in der Serie, die mich doch ein wenig ansprechen und weshalb ich die Serie vorerst weiter schauen werde. Mir gefällt der relativ realistische Ansatz eines Dokumentarfilms, der schlichtweg unwahrscheinliche Phänomene einbindet. Die Kulissen vor allem sehen völlig normal aus und sind keine Design-Kunstwerke, speziell für den Zweck, eine Botschaft zu vermitteln oder eine bestimmte Atmosphäre zu unterstreichen. Das tun sie in Akte X sicher auch, aber vergleichsweise normal und real für die Doku-Stimmung. Insgesamt macht die Serie bisher auf mich aber einen wenig wertigen Eindruck, was für mich anfangs doch etwas gewöhnungsbedürftig war, den ich mittlerweile aber gar nicht so schlecht finde. Weiterhin ist das Duo Scully und Mulder bestens ersonnen. Es werden glücklicherweise keine dumpfen Klischees bedient, bzw. werden diese ziemlich schnell (Scullys Freund) über Bord geworfen.

Leider mangelt es meiner Ansicht nach bisher in dieser ersten Season aber noch an wirklich interessanten Geschichten. Tatsächlich kann ich mir nur schwer vorstellen, was an dieser ersten Season einen Hype ausgelöst haben könnte. Denn bisher gibt es wirklich keine Episode, die mir richtig gefallen und mich überzeugt hat. Sollte diese Serie wirklich gut sein? Wie ist das Akte X-Phänomen entstanden? Ich schätze, ich muss noch eine Weile weiter schauen bis ich Antworten erhalte. Ich weiß, die Wahrheit ist irgendwo da draußen…
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Battlestar Galactica (Stand: Season 4 Episode 10)

Über ein Jahr ist es nun schon her, als ich mich zum Finale der dritten Season geäußert habe. Inzwischen lief schon der Razor-Film und die erste Hälfte der finalen vierten Season. Dass Battlestar Galactica so langsam produziert und noch viel langsamer ausgestrahlt wird, kann ich dabei nur schwer nachvollziehen. In vier Jahren seit 2004 haben sie es gerade einmal auf 73 Episoden, eine winzige Webisoden-Serie und den Razor-Film (plus die Miniserie extra im Jahr 2004) geschafft. Von den 73 Episoden sind drei von 40 auf 65 Minuten erweitert worden und es stehen noch die restlichen 10 Episoden aus, die erst nächstes Jahr gezeigt werden. Jemine! Andere Serien kommen in der Regel mit 23 Episoden im Jahr daher und bringen es demzufolge in vier Jahren auf ganze 92 Episoden.

Anyway, Season 4 bietet einen fürchterlichen und mit Sicherheit den schlechtesten Auftakt einer Battlestar Galactica-Season. Zweifelsfrei sind die ersten fünf Episoden der vierten Season die Schlechtesten der ganzen Serie. So ziemlich alle Charaktere angefangen von Starbuck über Roslin und Adama bis hin zu Baltar sind mir regelrecht auf den Senkel gegangen. Es ist wirklich unglaublich, wie viel Potential sie im ersten Drittel der vierten Season verschwendet haben. Was sie mit der Zeit alles hätten anstellen können… So ganz, ganz langsam rafft sich die Serie meiner Meinung nach auf, aber die erste Hälfte war schon vorbei, als wirklich mal was passiert ist. Nun gut, die zehnte Episode bot mit der Landung auf der vermeintlichen Erde einen schönen Cliffhanger und so ganz kann ich mir da keinen Reim drauf machen. Ich hoffe, dass die zweite Hälfte im nächsten Jahr das anständig erklären wird. Außerdem hoffe ich, dass die mysteriösen Einflüsse aus dem wirklich gelungenen Razor-Film einbezogen und erklärt werden. Ein ganz klein wenig freue ich mich als doch auf das Ende von Battlestar Galactica im nächsten Jahr, in der Hoffnung, dass sie wie in den bisherigen Seasons doch noch mal auf die Pauke hauen, und die bis zu drei weiteren BSG-Filme im Razor-Stil, die da noch kommen sollen.
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E.R. (Stand: Season 14 – aufgeholt)

Nachdem ich mit Season 8 so meine Mühen hatte, habe ich dagegen Season 9 und 10 wieder sehr gut aufgenommen. Ich weiß nicht direkt, woran es liegt, die Zunahme des Actionanteils der Serie, Robert Romano, der gegen Ende der Season richtig aufdreht, oder dass ich es seit Season 9 auf Englisch schaue. Aber E.R. hat wieder zugelegt. Und mit dem Finale der 9. Season in Kisangani zeigt die Serie weitaus beeindruckender das Leiden Afrikas als vergleichsweise andere Filme wie Blood Diamond. Ich glaube, Season 10 oder 11 waren damals die Seasons, wo ich nach und nach den Faden verloren habe und immer wieder Episoden verpasst habe. Demnach freue ich mich nun sachte auf mir unbekannten Episoden … die ich in der Zwischenzeit auch gesehen habe. Mittlerweile bin ich aktuell an der USA-Ausstrahlung dran, wo gerade das Finale der 14. Season gelaufen ist. Selbige war wiederum eher mittelprächtig und ich kann schon verstehen, warum diese Serie eigentlich abgesetzt werden sollte. Vermutlich wird es nur noch eine vollständige Season geben, bis wirklich Schluss ist.
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Heroes (Stand: Season 2)

Heroes bietet ein sehr gutes Spiel zwischen Gut und Böse, welches vielen Charakteren inhärent ist und welches mir so bisher in der ersten Season noch gar nicht aufgefallen ist. Da muss ich mal drauf achten, wenn ich endlich mal zu den DVDs komme. Noah Bennet beispielsweise entwickelt sich vom bad guy zum liebenden Familienvater und garantiert mit durchaus drastischen Mitteln die Sicherheit seiner Familie. Dass er dabei auf einem schmalen Grad zwischen Gut und Böse wandelt, zeichnet nicht nur ihn, sondern viele Cahraktere und somit die ganze Serie aus. Niemand ist einfach per se gut oder böse. Nikki, Nathan, selbst Peter, auch Adam, alle tun sie schlechte und gute Dinge. Beide Entitäten werden innerhalb eines Charakters und deren Verhalten widergespiegelt. Kaum eine Figur ist eindeutig einer Seite von gut oder böse zugeschrieben. Das finde ich faszinierend.

Allerdings war die zweite verkürzte Season alles andere als gut. Zu zerfasert waren die einzelnen Handlungsfäden und es schien kein gemeinsames Ziel zu geben. Noch dazu waren die meisten ziemlich langweilig. Hinzu kommt, dass die Serie den Fehler macht und zu viele neue Charaktere einführt, wofür viel Zeit drauf geht und diese nicht in die vorhandenen Charaktere investiert werden kann. Bisweilen waren einige der neuen Charaktere wie die Dominikaner auch schwer nervig. Da es offenbar auch gar keinen Plan für diese Figuren gab, wurden diese sogar schnell wieder getötet, heißt, aus der Serie herausgeschrieben. Damit macht ihre Einführung und die Zeit, die man für sie verwendete, natürlich auch gar keinen Sinn mehr. Trotzdem freue ich mich irgendwie auf eine hoffentlich wieder bessere und vollständige dritte Season. Vorausgesetzt es wird keinen Schauspielerstreik geben.
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Lost (Stand: Season 4)

Lost ist immer noch meine Lieblingsserie unter den aktuell laufenden Shows. Gleichzeitig gibt es aber gar nicht mal so viel zu sagen, da Lost den Charakter-Anteil etwas zurückgeschraubt hat und es mit Spekulationen nicht so weit her ist, denn die Produzenten überraschen einen ja doch wieder mit einer völlig neuen Wendung auf die ich selbst gar nicht erst kommen würde. Demzufolge bleibt auch nur altbekanntes zu sagen: großartig geschauspielert, fantastische Erzählweise, spannend, abwechslungsreich und zum Mitdenken, eben eine Ausnahmeerscheinung am Serienhimmel. Ich denke, was wir in den ersten beiden Episoden der vierten Season gesehen haben, diente erst mal nur dazu, die Story wieder in Gang zu bringen, nachdem das Kapitel mit den Anderen weitestgehend abgeschlossen wurde. Nun sind unsere Losties teilweise als “Andere” zu verstehen und verhalten sich auch ein bisschen so gegenüber den Neuankömmlingen vom Frachter. Aber vor allem sind wir in den beiden Episoden massig mit Fragen bombardiert worden, was im Laufe der Season sich auch nicht gerade viel änderte. Außerdem nahm ich an, dass die vier Neuen durchaus noch für einige Überraschungen sorgen würden und nicht unbedingt das sind, was sie zu sein scheinen. Das wäre Lost-typisch etwas, was uns schon manchmal auf’s trügerische Glatteis geführt hat. Meine Annahme erwies sich aber als nicht ganz so zutreffend, tatsächlich brachten die neuen Charaktere nicht sehr viel in die Serie mit ein und waren bis auf Daniel eher zeitraubendes Beiwerk. Hier hätte ich mir doch gewünscht, dass sie den Fokus auf unseren Losties belassen und deren Geschichten weiter erzählen. Sawyer hat beispielsweise keine Episode spendiert bekommen und hatte damit seit dem Beginn der dritten Season keine mehr.

Etwas schade finde ich aber nun, dass ich mit meiner Theorie wohl doch falsch liege und das Flugzeug vor Bali tatsächlich nur ein falsches ist und offenbar von Widmore dort platziert wurde. In diesem Zusammenhang ist auch die Aussage von Faraday interessant: “You can’t change the future.” Das halte ich für eine Botschaft an uns Zuschauer, die sagen soll, dass alle bisherigen Flashforwards auch wirklich so eintreten werden. Offenbar haben unsere Losties doch einiges ins Arge gebracht und müssen es später wieder ausbügeln. Ich wundere mich, was das sein wird, was da schlimmes noch passieren wird.

Geändert hat sich die Erzählweise seit dieser Season, diese ist wesentlich direkter und einfacher geworden – eben weil sie die Handlung in 15 statt 23 Episoden pressen mussten. Die letzten paar Episoden waren zwar wieder hochgradig spannend und obwohl die Jack-Episode wirklich nicht ganz so toll war, toppte sich Lost aber seit der Pause irgendwie nur noch. Die Episoden gingen meiner Meinung nach ab wie eine Rakete. Das geht einerseits ein wenig zu Lasten der Charaktere, andererseits gab es wie zu Locke wohl wirklich nicht unbedingt neues zu seiner Persönlichkeit zu erfahren. Die Erzählweise konzentriert sich nun viel stärker auf die Geschichte und treibt diese voran, anstatt sich auf die Charaktere zu konzentrieren. Das finde ich persönlich etwas ärgerlich, weil die Story viel dichter gepresst wird und sich keine Zeit mehr für die Charaktere nimmt. Trotzdem gab es ein großes und spannendes Finale. Ich mag die vierte Season nun im Nachhinein wirklich sehr, aber man merkt schon, dass sich die Serie stark verändert hat.

Eine weitere vermeintliche Veränderung betrifft ja die Erzählstruktur mit der Neuerung der Flashforwards. So wie ich das sehe halten Flashbacks und Flashforwards sich allerdings grob in der Waage. Generell hat sich an der Erzählweise der Serie mit den Flashforwards aber meiner Auffassung nach nicht viel geändert. Auch die Flashforwards dienen als prinzipielle Analogie zu den Geschehnissen auf der Insel, zeigen ähnliche oder gar dieselben Verhaltensmuster und erklären somit das Getue unserer Losties hier und da (bzw. dann und jetzt).
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Star Trek – Deep Space Nine (Stand: Season 7 – komplett)

Wie jede moderne Star Trek-Serie, was also alle außer der Originalserie sind, startet auch Deep Space Nine eher verhalten und braucht beinahe zwei Seasons, um ihren Stil zu finden. Trotzdem gab es für mich in Season 2 schon ein paar bisweilen tolle Episoden, die mit der Hochzeit von Next Generation mithalten konnten. Damit hat Deep Space Nine von allen neueren Serien auch am schnellsten ins Spiel gefunden. Sehr gefallen haben mir beispielsweise klingonische Lieder, die gelegentlich von eben Klingonen geschmettert wurden. Die machten Spaß und waren schon große Klasse. Somit bereichert sich das Star Trek-Universum selbst auch immer mehr.

Spätestens in der dritten Season hat sich Deep Space Nine aber in den Olymp gehoben, von dem es auch so schnell nicht wieder runterkam. Mit den Episoden Past Tense haben die Autoren einen beispielhaften Weitblick gezeigt, was mit unserer Gesellschaft bei der zunehmenden Schere von Arm und Reich passieren kann. In besagter Episode landen Sisko und Bashir in der Vergangenheit (aber immer noch in unserer Zukunft) einerseits in abgeriegelten und überfüllten Ghettos, in denen alle Arbeitslose und Arme geworfen werden, die dort von Notrationen leben müssen, und Dax landet bei den Reichen dieser Gesellschaft. Natürlich gibt es Star Trek-gemäß ein Happy Ending und es wird durch unsere Charaktere ein Initiator geschaffen, der die bestehenden Verhältnisse verändern wird. Aber umso bedrückender ist trotzdem das Voraugenhalten einer Situation, die aus unseren ureigenen Probleme unseres wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Systems und der Entwicklung bei anhaltender und zunehmender Arbeitslosigkeit entsteht. Brillant. Das haben die DS9-Autoren schon vor rund zehn Jahren thematisiert, als den meisten von uns das Thema noch gar nicht bewusst war. Das zeigt deren Genialität, die sie schließlich mehrfach an den Tag legen sollten in den folgenden Seasons. Viel deutlicher nutzen sie diese Science Fiction-Serie, um uns einen Spiegel vor die Nase zu halten. Das macht so keine andere der Star Trek-Serien und dieses Prinzip wird Ron Moore ja später auch zu Battlestar Galactica mitnehmen und da noch deutlicher einsetzen. Nebennotiz: Bezeichnenderweise dient der Ferengi Quark in der Serie ansonsten oftmals als Kapitalismus-Karrikatur.

Season 3 hat für meine Begriffe anders als bei Next Generation also bereits das Niveau der Serie gefunden. In Season 3 gibt es einige herausragende Episoden, die den Standard festgelegt haben. Danach hatte ich aber erst einmal zwei oder drei Monate Pause eingelegt (das war die Zeit als ich ziemlich viel gespielt habe), bis ich dann eher etwas langsam wieder in DS9 hineingefunden habe. Allerdings entwickelt sich Season 6 so far zu einem echten Höhepunkt, wie das seinerzeit auch bei Next Generation der Fall war. Season 5 und vor allem 6 haben einige der absolut fantastischsten Episoden, gleichfalls auch einige Rohrkrepierer, keine Frage, aber ansonsten rockt die Serie. Der Siebenteiler beginnend am Ende von Season 5 und über die ersten Episoden der sechsten Season fängt ganz beeindruckend die Stimmung des Krieges gegen das Dominion ein – und das obwohl nach heutigen Maßstäben auf FX-Schlachtszenen größtenteils verzichtet wird. Allerdings hat DS9 hier eine verdammt große Schlachtszene drin – für damalige Verhältnisse – , die wohl auch wegweisend für’s TV gewesen ist. Noch viel besser gefallen mir aber eine Reihe von Einzelepisoden, wie Far Beyond the Stars, als alle ohne Masken in den 1950er Jahren in einer Redaktion eines SciFi-Magazins zu sehen sind und mit den Problemen des Rassismus oder der Diskriminierung von Frauen auskommen müssen. Hier knüpfen die Autoren an solch geniale Episoden wie Past Tense an. Für mich ist Far Beyond the Stars die beste Star Trek-Episode überhaupt, danach sollte Star Trek nie mehr so gut werden. Andererseits gibt es aber auch eine Reihe von spaßigen Episoden, wie Worfs und Jadzias (dezenter rrr-Faktor!) Hochzeit oder als Kira und Odo schließlich zusammen finden. Unterlegt wird die finale siebte Season gelegentlich mit Swing-Songs des Sängers Vic Fontaine, der in Form eines Hologramms immer wieder Auftritte bekommt. Deep Space Nine beweist hier auch Stil, Fontaines Hologrammbar bekommt nicht zuletzt eine eigene Episode spendiert. Auch dies sind Dinge, die in Deep Space Nine weiter ausgebaut werden und den Serienkosmos bereichern. Bashir hat seine Hologramm-Episode als James Bond-Verschnitt, unsere bekannten Seriencharaktere schlüpfen dabei schon mal unfreiwillig in andere Figuren und verhalten sich völlig konträr gegenüber ihrem gewohnten Umfeld. Das macht Spaß und das macht zusammen mit der etwas düsteren Ausrichtung der anderen Episoden Deep Space Nine für mich zur besten Star Trek-Serie, die ich wirklich, wirklich genossen habe. Das kann ich so bei Voyager und vor allem Enterprise (der Xindi-Krieg! argh… – mehr dazu beim nächsten mal) nicht mehr behaupten.

Leider fällt das Ende der Serie etwas ab. Zwar ist es ganz nett, ein über fast ein Viertel der Season laufenden Storybogen zu erzählen, anstatt der üblichen Einzelepisoden, aber diese Handlung hat etwas zu viel von den weniger wichtigen und mir gar nicht gefallenden Figuren Kai Winn und Gul Dukat drin, wobei Dukat immer noch etwas interessanter ist. Aber Kai Winn ging mir schon schwer auf den Zeiger. Von daher ist das Finale jedenfalls nicht so gut gelungen, wie All good things… von Next Generation. In diesem Zusammenhang will ich aber gleich darauf hinweisen, dass Next Generation aufgrund der starken Deep Space Nine-Serie bei mir etwas aufgewertet wurde. Mir gefällt mittlerweile die Entwicklung der Klingonenkultur, für die sich während TNG Ron Moore stark verantwortlich zeigte und die er in DS9 fortführte. Außerdem habe ich immer mehr Gefallen an den sogenannten Inner Space-Elementen gefunden, die auf Brannon Braga zurückzuführen sind. Damit sind Episoden gemeint, in denen ein Charakter in einem Holodeck in der Falle sitzt, aufgrund eines Transporterunfalls eine Veränderung erlebt oder wegen anderer Beeinflussungen selbst eine andere Realität erfährt und dabei von den anderen Figuren mehr oder weniger gerettet werden muss. Nicht zuletzt deshalb habe ich neben den beim letzten mal bereits erwähnten TNG-Lieblingsepisoden Pegasus, Timescape und All good things… nun auch die Episoden Q Who, Yesterday’s Enterprise, Darmok und Tapestry in diesen Kreis aufgenommen. Bei Deep Space Nine gibt es natürlich auch ein paar Episoden, die ich als Lieblingsepisoden erklären würde und die ich in der folgenden Liste, die alle DS9-Episoden beinhaltet, welche ich mindestens gut und wiedersehenswert finde, mal mit benenne. Past Tense, Our Man Bashir, Beyond the Stars oder Badda-Bing, Badda-Bang habe ich ja schon hier im Text erwähnt.

DS9 1.01/02 Emissary (sicherlich der stärkste Auftakt und damit beste Pilotfilm einer Star Trek-Serie)
DS9 1.03 Past Prologue
DS9 1.04 A man alone
DS9 1.05 Babel
DS9 1.06 Captive Pursuit
DS9 1.07 Q-Less
DS9 1.11 The Nagus
DS9 1.12 Vortex
DS9 1.16 If wishes were horses
DS9 1.17 The Forsaken
DS9 1.18 Dramatis Personae
DS9 1.19 Duet
DS9 1.20 In the Hands of the Prophets

DS9 2.01 The Homecoming
DS9 2.02 The Circle
DS9 2.03 The Siege
DS9 2.04 Invasive Procedures
DS9 2.05 Cardassians
DS9 2.08 Necessary Evil
DS9 2.13 Armageddon Game
DS9 2.14 Whispers
DS9 2.17 Playing God
DS9 2.18 Profit and Loss
DS9 2.19 Blood Oath
DS9 2.20 The Maquis, Part I
DS9 2.21 The Maquis, Part II
DS9 2.22 The Wire
DS9 2.23 Crossover (die erste Spiegeluniversum-Episode in DS9, die den Auftakt für einige wirklich tolle Episoden bildet, die deutlich düsterer angelegt sind, als der Rest der Serie)
DS9 2.25 Tribunal
DS9 2.26 The Jem’Hadar

DS9 3.01 The Search, Part I
DS9 3.02 The Search, Part II
DS9 3.03 The House of Quark
DS9 3.04 Equilibrium
DS9 3.05 Second Skin
DS9 3.06 The Abandoned
DS9 3.07 Civil Defense
DS9 3.08 Meridian
DS9 3.09 Defiant
DS9 3.10 Fascination
DS9 3.11 Past Tense, Part I
DS9 3.12 Past Tense, Part II (meine ersten Lieblingsepisoden in DS9)
DS9 3.14 Heart of Stone
DS9 3.15 Destiny
DS9 3.16 Prophet Motive
DS9 3.17 Visionary
DS9 3.18 Distant Voices
DS9 3.19 Through the Looking Glass
DS9 3.20 Improbable Cause
DS9 3.21 The Die is Cast
DS9 3.22 Explorers (die nächste Lieblingsepisode, spätestens hier war DS9 nicht zuletzt wegen der enormen Menge auch an qualitativ hochwertigen Episoden ganz großes Kino)
DS9 3.23 Family Business
DS9 3.24 Shakaar
DS9 3.25 Facets
DS9 3.26 The Adversary

DS9 4.01/02 The Way of the Warrior
DS9 4.03 The Visitor
DS9 4.05 Indiscretion
DS9 4.06 Rejoined
DS9 4.07 Starship Down
DS9 4.08 Little Green Men (auch eine Erklärung für den Roswell-Zwischenfall 1947, gnihihihi)
DS9 4.09 The Sword of Kahless
DS9 4.10 Our Man Bashir (Lieblingsepisode Nummer 3)
DS9 4.11 Homefront
DS9 4.12 Paradise Lost
DS9 4.13 Crossfire
DS9 4.14 Return to Grace
DS9 4.15 Sons of Mogh
DS9 4.16 Bar Association (die Angestellten in Quarks Bar proben den Streik gegen dessen Ausbeuter-Machenschaften, witzig)
DS9 4.17 Accession
DS9 4.18 Rules of Engagement
DS9 4.19 Hard Time
DS9 4.20 Shattered Mirror
DS9 4.22 For the Cause
DS9 4.23 To the Death
DS9 4.25 Body Parts
DS9 4.26 Broken Link

DS9 5.01 Apocalypse Rising
DS9 5.02 The Ship
DS9 5.03 Looking for par’Mach in all the wrong places
DS9 5.05 The Assignment
DS9 5.06 Trials and Tribble-ations (vierte Lieblingsepisode, unheimlich genial konstruiert und mit der Originalserie verwoben, die ich zwar immer noch nicht mag, die aber hier einmal richtig viel Spaß macht)
DS9 5.07 Let he who is without sin…
DS9 5.08 Things Past
DS9 5.09 The Ascent
DS9 5.10 Rapture
DS9 5.13 For the Uniform (geniales Kammerspiel zwischen Sisko und Eddington)
DS9 5.14 In Purgatory’s Shadow
DS9 5.15 By Inferno’s Light
DS9 5.16 Doctor Bashir, I presume
DS9 5.17 A simple Investigation
DS9 5.18 Business as usual
DS9 5.19 Ties of Blood and Water
DS9 5.21 Soldiers of the Empire
DS9 5.22 Children of Time
DS9 5.24 Empok Nor
DS9 5.25 In the Cards
DS9 5.26 Call to Arms

DS9 6.01 A Time to Stand
DS9 6.02 Rocks and Shoals
DS9 6.04 Behind the Lines
DS9 6.05 Favor the Bold
DS9 6.06 Sacrifice of Angels
DS9 6.07 You are cordially invited (Yammi-Dax heiratet den ollen Worf und lässt’s vorher noch mal richtig krachen, ein Spaß)
DS9 6.08 Resurrection
DS9 6.10 The Magnificent Ferengi
DS9 6.11 Waltz
DS9 6.12 Who Mourns for Morn?
DS9 6.13 Far Beyond the Stars (genialste Star Trek-Episode überhaupt)
DS9 6.14 One little Ship
DS9 6.15 Honor among Thieves
DS9 6.16 Change of Heart
DS9 6.17 Wrongs darker than Death or Night
DS9 6.18 Inquisition
DS9 6.19 In the Pale Moonlight
DS9 6.20 His Way
DS9 6.21 The Reckoning
DS9 6.22 Valiant
DS9 6.25 The Sound of her Voice
DS9 6.26 Tears of the Prophets

DS9 7.01 Image in the Sand
DS9 7.02 Shadows and Symbols
DS9 7.03 Afterimage
DS9 7.04 Take me out to the Holosuit (eine Baseball-Episode, nach den zahlreichen Thriller- und Agentenepisoden auch sehr originell)
DS9 7.06 Treachery, Faith and the Great River
DS9 7.07 Once more unto the Breach
DS9 7.08 The Siege of AR-558
DS9 7.10 It’s only a paper moon
DS9 7.11 Prodigal Daughter
DS9 7.12 The Emperor’s new Cloak

DS9 7.13 Field of Fire
DS9 7.14 Chimera
DS9 7.15 Badda-Bing, Badda-Bang (letzte meiner Lieblingsepisoden von DS9)
DS9 7.16 Inter Arma Enim Silent Leges
DS9 7.17 Penumbra
DS9 7.19 Strange Bedfellows
DS9 7.20 The Changing Face of Evil
DS9 7.21 When it rains…
DS9 7.22 Tacking into the Wind
DS9 7.23 Extreme Measures
DS9 7.24 The Dogs of War
DS9 7.25 What you leave behind
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Terminator – The Sarah Connor Chronicles (Stand: Season 1)

Terminator 3 habe ich bis heute nicht gesehen, aber den zweiten Teil halte ich für ganz exzellent. Zur Zeit arbeiten sie ja an einem neuen Terminator-Film, bei dem McG (Charlie’s Angels, Chuck) Regie führt. Das wird ein Spaß werden. Wie auch immer, ich habe mir auch die neun Episoden der ersten Season der Sarah Connor Chronicles angeschaut, vor allem wohl mangels Alternativen nach dem Autorenstreik. Mir hat es ganz gut gefallen, es gab in der Mitte mal ein, zwei starke Hänger, aber ich habe dann doch weiter geschaut. Trotzdem würde ich die Serie nicht als überragend bezeichnen, die Handlung verläuft eher langsam und ist nicht sonderlich komplex, die Action ist mir persönlich zu wenig (in beiden Dingen kommt die Serie meines Erachtens nicht an Alias oder 24 ran). Eigentlich dümpelt die Geschichte nur vor sich hin und ist bisweilen arg langweilig, weil eben kaum was passiert. Das ist aber sicherlich dem Autorenstreik zu verdanken, da sich die Story in den paar Episoden kaum entfalten konnte. Leider empfinde ich aber auch die emotionalen Momente zwischen John und seiner Mutter nicht immer sehr überzeugend, auch das können andere Serien besser. Stilistisch und atmosphärisch kommt sie Serie aber schon sehr gut daher. Optik der Serie und Darbietung der Schauspieler hat etwas von einem kühlen Understatement, das nicht so verkehrt zu sein scheint. Das hat etwas Trostloses, Düsteres an sich und gibt der Serie durchaus Charakter.

Trotzdem bin ich nicht so ganz überzeugt, ich werde in die zweiten Season reinschauen und dann entscheiden, ob ich es weiterlaufen lasse. Ein DVD-Kandidat ist die erste Season nicht unbedingt für mich.
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The Unit (Stand: Season 3)

The Unit ist im Grunde die Serie, die mich letztes Jahr im Herbst am meisten verblüfft hat. Neben der anhaltend hohen Qualität der Episoden schlägt schon einmal der ziemlich derb gezeigte Realismus ein. Es gibt keine Melodramatik in der Serie, es wird einfach so gezeigt, wie es ist. Konkret habe ich in Episode 3.07 um das Leben eines Mitgliedes des Einsatzkommandos gebangt, der recht heftig angeschossen wurde, nur mit händischer Notoperation und Wiederbelebungsmaßnahmen durch ein anderes Kommandomitglied am Leben erhalten wurde. Schließlich werden sie doch gerettet und was passiert? Bei der Rettung erwischt völlig unvermittelt ein Scharfschütze den anderen Kameraden und tötet ihn auf der Stelle. Hammer! In anderen Serien läge der Fokus der Episode auf genau der Figur, die das Zeitliche segnen muss. Hier nicht. Und das war eine der krassesten Überraschungen, die ich seit längerem gesehen habe. Unglaublich. Auf die vierte Season The Unit freue ich mich wirklich sehr. Vor allem auch deshalb, da die dritte Season aufgrund des Autorenstreiks einfach abgebrochen wurde und es diesmal keinen solch satten Cliffhanger gab, wie noch am Ende der zweiten Season.
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Warteliste:

Spacecenter Babylon 5
The Simpsons
Magnum, P.I.
Young Indy
Samantha Who?

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Auf dem Radar:

Fringe (neue J.J. Abrams-Serie, das wird ein Fest)
Virtuality (neue Ron Moore-Serie)
Life on Mars
Swingtown
Flashpoint
Caprica
Star Wars: Clone Wars
Star Wars: Real Series

Best of 2007

Ja, ne, jetzt lasse ich einfach mal so meine total gewöhnliche und schnöde Best of-Meinungen im medialen Bereich los und schöpfe meine überquellenden Gedanken der Denkmaschine an dieser Stelle ab. Irgendwo wird das sicherlich ein Spagat zwischen einer einfachen Liste, die die Welt nicht braucht, und simplen Nennungen von den Sachen, die mir dieses Jahr gefallen haben. Ohne das großartig auszuufern werde ich einfach mal sehen, was mir zu den jeweiligen Dingen einfällt. Natürlich geht’s um Filme, Serien, PC-Spiele, Musik und Bücher, wobei vermutlich letztere beiden Sachen gleich unter den Tisch fallen werden, da ich dort kaum was aktuelles gehört oder gelesen habe und mich nur mit älteren Dingen befasst habe. Viel ist es unter den aktuellen, diesjährigen Sachen sowieso nicht, denn wie üblich würde ich gerne öfters ins Kino gehen, mehr lesen oder mehr spielen. Aber so nebenbei ist da ja auch noch ein Leben zu führen, über dass ich mich an dieser Stelle aber nicht auslassen werde, da das nicht meine Art ist. So!

Film des Jahres

Ist für mich Transformers. So sinnlos Michael Bay-Filme sind, mir machen sie einfach Spaß. Fluch der Karibik 3 hat mir ansonsten noch ganz gut gefallen, beim Rest des Jahres ist das Bedürfnis allerdings nicht vorhanden, den Film noch mal anzuschauen. Gerne noch gesehen hätte ich Death Proof und Planet Terror, das muss ich mir nun für die DVD aufheben.

Im nächsten Jahr freue ich mich vor allem auf I am Legend mit Will Smith, Cloverfield (New York wird mal wieder platt getrampelt) und natürlich den neuen Star Trek-Film von J.J. Abrams. Mal sehen, was das Jahr noch bieten wird.

Serienstarts des Jahres

Mit drei Serien gibt es diesmal richtig viele gute neue Sachen für mich. Chuck, Pushing Daisies und Californication sind die Neuzugänge, an denen ich dran geblieben bin. Alle drei Serien sind großartige Mischungen aus Drama und Comedy, niemals aufgesetzt (trotz der bunten Welt von Pushing Daisies) und alles herzallerliebst umgesetzt. In allen drei Fällen kann ich die DVD-Veröffentlichungen eigentlich kaum erwarten.

Nächstes Jahr freue ich mich übrigens auf die neue Serie Fringe, ebenfalls von Abrams entwickelt.

Serie des Jahres

Bleibt für mich aber Lost, dicht gefolgt von Battlestar Galactica. Obwohl beide Serien mit ihrer jeweils dritten Season heftige Kritik einstecken mussten, empfinde ich persönlich die Qualität als gewohnt gut und auf demselben hohen Niveau wie die jeweils vorangegangenen beiden Seasons. Wenn ich aber Serien nennen müsste, welche dieses Jahr am meisten Eindruck bei mir hinterlassen haben, dann müsste ich Star Trek – Next Generation und The Unit nennen (siehe Seriencheck Teile IV und V). Letzteres ist ein wahres Kleinod geworden. Star Trek hatte mich dagegen zeitweise so in den Bann gezogen, dass ich mir hier gleich noch alle neuen Filme ausgeliehen hatte und zwei Hintergrundbücher verschlungen habe, bzw. noch verschlinge. Ich schaue mal, ob ich die Rezensionen zu den Büchern Star Trek 40 Jahre von Thomas Höhl und Mike Hillenbrand (welches ich etwas kritischer sehe) und Das Phänomen Star Trek – Virtuelle Räume und metaphorische Weiten von Andreas Rauscher hinbekomme. Letzteres ist in meinen Augen eine brillante philosophische Untersuchung der Next Generation-Serie und teilweise auch von Deep Space Nine. Kein Wunder, hat der gute Mann mit dieser Dissertation doch seinen Doktorgrad erlangt. Es ist nicht ganz leicht zu lesen, aber wer sich auch nur ein kleinwenig im geisteswissenschaftlichen Bereich auskennt und Star Trek mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

Spiel des Jahres

Nun gut, den neuen Rechner habe ich erst seit rund zwei Wochen, viel konnte ich also noch gar nicht spielen. Nach drei Jahren von größtenteils Abstinenz macht es mir aber wieder Spaß, in eben solche virtuellen Welten einzutauchen und eine Geschichte selbst zu erleben. Bisweilen empfinde ich ein Half-Life 2 – Episode 2, ein Crysis oder ein Bioshock als ein beeindruckenderes Erlebnis, als so manchen hochkarätigen Kinofilm. Da ich bisher nur zu Crysis und HL2 – Episode 2 ein abschließendes Urteil fällen kann, sind diese Spiele dann auch meine Spieles des Jahres. Crysis hat eine richtig tolle Optik und zieht daraus sicherlich den größten Reiz. Und obwohl ich im letzten Eintrag schrieb, dass die Inszenierung der Story ganz banal ist, mausert sie sich im Verlauf des Spiels doch zu einem ganz spannenden Stück. Atmosphärisch wird das Spiel einwandfrei, es folgen nach den Anfangskämpfen allein im Dschungel gegen Koreaner eine größere Panzerschlacht mit kombinierten Infanterieangriffen, ein Schwerelosigkeits-Level im optisch fantastisch aussehenden Alien-Schiff (wobei über den Spaßgehalt von Schwerelosigkeit gestritten werden darf) und anschließend die Winterlandschaft und die Flucht von der Insel. Das ist schon sehr cool gemacht, wenn auch das Spiel deutlich zu kurz ist, nicht mal halb so lang wie Far Cry seinerzeit. Auf einem 24 Zoll-Widescreen-Monitor zu spielen ist sowieso toll und intensiviert das Spielerlebnis sicherlich noch mal um einiges.

Apropos Far Cry, welches ich nun auf dem neuen Rechner mal in voller Pracht genießen kann. Ja, ich finde sehr, dass das Spiel aufgrund der mittlerweile veralteten Grafik massiv an Atmosphäre verloren hat. Ich quäle mich da durch und überlege mir schon eine Weile, es sein zu lassen. Dabei bin ich gerade erst auf die ersten Trigens getroffen, die ich allerdings damals schon nervig fand. Die Aussicht, dass mir noch jede Menge In-Door-Missionen und Lagerhallen mit Kisten bevorstehen, beflügelt mein Bedürfnis auf dieses Spiel nicht gerade. Aber das ist offenbar die Krux dieser kaum ein paar Jahre alten Ego-Shooter: damals toll, wegen der Optik, heute olle, wegen der veralteten Optik. Da weiß ich schon, was in ein paar Jahren mit Crysis geschieht… Unter den alten Ego-Shootern habe ich noch Doom 3 und Half-Life 2 angespielt. Doom 3 versprüht noch so einiges an Grusel-Atmosphäre, nervt aber durch ewig lange und immer gleiche Level. Durch Half-Life 2 bin ich dagegen wieder komplett durchgerauscht, habe gleich Episode 1 und 2 dran angeschlossen und bin immer noch über die großartige Abwechslung des Spiels begeistert, die sich so auch in den beiden Episoden vorsetzt. Was mir an den Episoden besonders gut gefallen hat, ist, dass es in beiden Episoden jeweils mehr Story gibt, als in Half-Life 2 überhaupt. Mit Alyx als Begleiterin hat man aber auch jemanden, der immer wieder was erzählt.

Worauf freue ich mich nächstes Jahr? Abgesehen davon, dass ich eine Menge aufzuholen habe (u.a. Call of Duty, Fear, Quake 4, Prey, Stalker, Enemy Territory: Quake Wars, Gears of War, Darkstar One, Psychonauts, Geheimakte Tunguska, Jade Empire, Command & Conquer 3), staht da Jagged Alliance 3, Assassins Creed (da wird sich mein XBox360-Gamepad mal wieder freuen) und natürlich Starcraft 2, falls es mit letzterem nächstes Jahr überhaupt was wird. Soviel scheint es da ansonsten gar nicht zu geben und mir wird irgendwie erst jetzt, nachdem ich mich ein wenig damit beschäftigt habe, bewusst, in welcher Krise die PC-Spielelandschaft steckt. Denn nur einen Bruchteil der hier genannten Titel würde ich als echte Highlights bezeichnen, die auch Charme ausstrahlen, etwas eigenes bieten und das oben erwähnte intensive Erlebnis auch wirklich umsetzen können. Aber wir wissen doch zum Beispiel alle, dass Bioshock keine inoffizielle Fortsetzung der System Shock-Spiele, sondern nur ein reinrassiger Shooter mit einer originellen Umgebung ist.

Musik-CD des Jahres

Nur eine aktuelle CD gehört, und das war der Soundtrack zur dritten Staffel von Battlestar Galactica. Da ich Musik aber nicht beschreiben kann, lasse ich hier keine großen Worte vom Stapel. Wer die ersten drei CDs kennt, wird sich sofort heimisch fühlen, denn diese CD schließt sich diesen nahtlos an. Genial ist natürlich die Coverversion von All Along the Watchtower und das vorherige, einleitende Stück Heeding the Call, das ruhig auf der CD genauso lang hätte sein dürfen, wie im Finale (also fast eine Viertelstunde lang). Für mich ist der BSG-Soundtrack einer der besten der letzten Jahre, vielleicht sogar der beste Serien-Soundtrack, der jemals geschrieben wurde. Die neue Ärzte-CD habe ich noch gehört, hat mir aber nicht gefallen. Ansonsten sind da nur jede Menge alte Sachen (u.a. B.B. King & Eric Clapton, Freestylers, Patsy Cline, Etta James, No Doubt, R.E.M. oder Julie London).

Buch des Jahres

Gibt’s nicht. Von den aktuelleren Sachen berichte ich ja hier nur noch über die Star Wars-Bücher, die ich aber zunehmend langweilig und öde finde. Zur Zeit quäle ich mich durch Death Star und finde da einfach keinen rechten Faden. Über die Masse meines Lesestoffs berichte ich ansonsten hier ja gar nicht, da das alles keine aktuellen Bücher sind, sondern diese schon einige Jahre auf dem Buckel habe. Alice im Wunderland habe ich dieses Jahr beispielsweise gelesen, erstmals habe ich mich mit Stephen King und Charles Dickens befasst, die ich verstärkt im nächsten Jahr lesen will. Ein spannendes Buch über die Besteigung des Mount Everest war da noch dabei. Und dann sind da noch zahlreiche Sachbücher, die mir immer wieder in die Finger kommen.

Und weil ich jetzt nicht weiß, wie ich die Kurve kriegen solle, hacke ich den Eintrag hier einfach konsequent ab und wünsche allen Lesern an dieser Stelle einen guten Rutsch (rutscht nicht aus!) ins neue Jahr.

Moviecollection

Weil mir Mr. Aulbath die Auflage erteilt hat, meine kleine “Moviecollection” zu zeigen, habe ich das mal schnell anhand des MediaMan zusammen geklickt. Das ganze ist praktisch analog zur Games Collection angelegt. Das Folgende ist ansonsten nicht so wirklich irgendwas besonderes, aber wer gerne mal einen Blick draufwerfen möchte: bitte sehr. An Mr. Aulbaths umfangreiche Sammlung komme ich nicht heran, ganz zu schweigen von der beeindruckenden Sammlung des Kollegen von Intermoviession (hoffentlich diesmal richtig geschrieben… *hüstel*). Ansonsten möchte ich gerne mit einem freundlichen “Los, los!” eure Sammlungen in euren Blogs sehen.

Kleine DVD-Sammlung.

Seriencheck (III)

Der Seriencheck ist eine tolle Rubrik und ich hoffe, ich muss nicht mal eines Tages Lizenzgebühren abdrücken… Ein bisschen habe ich nun wieder Eindrücke diverser TV-Shows gesammelt. Einige Nennungen bauen auf meinen Serienchecks Teil 1 und Teil 2 auf. Was dann auch bedeutet, dass die folgenden Gedanken zu Heroes (Stand 1.19) und Lost (Stand 3.18) böse, böse Spoiler bis zum angegebenen Serienstand enthalten.

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Felicity (Stand: Season 1)

Felicity ist eine Soap-Opera im Stile von Ally McBeal, nur nicht in dem Ausmaß überdreht, eher ist es wie eine Vorstufe zu Ally McBeal. Tatsächlich handelt die Serie um die junge, und titelgebende, Studentin Felicity, die durch eine Vielzahl von Beziehungsproblemen läuft. Die ersten Avancen von Kerlen, der erste Freund, Probleme ihrer Freundinnen, eine seltsame Gothic-Zimmergenossin und eine Fülle weiterer ernsthafter Konflikte bis hin zur unvermeidlichen Situation, sich zwischen zwei Freunden entscheiden zu müssen, stehen auf der Tagesordnung. Obwohl die Serie eher ernsthaft angelegt ist, wird es gelegentlich schon sehr lustig, wenn diverse Konflikte und Probleme porträtiert werden. Gleichzeitig lernt Felicity ihre Lektionen fürs Leben.

Anfangs tat ich mich noch etwas schwer, einer Serie mit einem solchen Thema zu folgen. Ursprünglich wollte ich auch nur deshalb mal reinschauen, weil J.J. Abrams zusammen mit Matt Reeves im Jahr 1998 die Serie geschaffen hat und diese vor Alias seine erste Serie war (Alias war dann Nr. 2). Es fing nach einer Weile an, Spaß zu machen, den Charakteren um Felicity und natürlich Felicity selbst zu folgen. Nicht alles läuft richtig und nicht selten werden rationale Gründe für eine Entscheidung beiseite gewischt und Felicity sowie ihre Mannschaft folgen ihren Herzen und Gefühlen. Das sind sowieso immer die sinnvolleren Entscheidungen! Schließlich ist es auch nicht so, dass es nicht sogar einen minimalen Mystery-Aspekt gibt. Die Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist, was in Meggans Box drin ist, um die mehrfach geheimnisvoll geredet wird. Für die Serie ist das ein ganz witziger Part. Felicity durchlebt schließlich während der ersten Season einige Gefühlsbäder, Freundschaften befinden sich in einem einzigen Auf und Ab und ist der Funke einmal übergesprungen, dann fühlt man problemlos mit den Figuren mit. Erzähltechnisch ähnelt das schon sehr stark dem späteren Alias, bestimmte Muster lassen sich ohne Zweifel wiedererkennen.

Außerdem lässt sich das eine oder andere bekannte Gesicht wiederentdecken: Jennifer Garner (Sydney in Alias) taucht in bisher zwei Episoden als Nebencharakter auf, Amanda Foremann spielt das Gothic-Chick Meggan und in Alias eine CIA-Analystin, Greg Grunberg (inzwischen als Matt Parker in Heroes) mimt einen Mitbewohner von Ben und in Alias den CIA-Agenten Eric Weiss, Felicity aka Keri Russell selbst war im jüngsten Mission: Impossible-Film dabei. Und das war gerade einmal die erste Season, der noch drei weitere folgen. In Deutschland lief die Serie nie im frei empfangbaren TV an, auch eine DVD-Veröffentlichung steht nicht in Aussicht. Ja, verdammt, ich weiß noch nicht einmal, ob es eine Synchronisation gibt, die vielleicht mal auf Premiere lief. Aber glücklicherweise gibt es die UK-DVDs. An der Serie können sich jedenfalls alle GZSZ- und Verliebt in Irgendwo-Macher ein Beispiel nehmen und lernen, wie eine “Soap Opera” wirklich auszusehen hat. Es ist eigentlich schon unverschämt von mir, solche Machwerke in einem Beitrag über Felicity zu nennen (oder überhaupt zu erwähnen), denn das hat etwas entwürdigendes. Aber obwohl Felicity alles andere als eine BigBudget-Serie ist, liegt das Qualitätsniveau immer noch weit oberhalb gegenüber den genannten hiesigen Vertretern. Felicity ist definitiv ein Kleinod unter allen Serien und meines Erachtens zeigt sich hier einmal mehr, dass die Amerikaner doch noch ein anderes Qualitätsbewusstsein haben, als unsereins.

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Heroes (Stand: Season 1)

Läuft nun inzwischen weiter und macht sehr viel Spaß. Wer mir zuletzt besonders gefallen hat, war Peter. Er ist ja eine Schlüsselfigur in dem drohenden Unheil und er versucht die Explosion zu verhindern. Aber das ist ja die große Frage: wie kann das unausweichliche Schicksal verhindert werden? Woher weiß Peter, ob nicht alles, was er dagegen tut, nicht am Ende genau zum Unheil führt? Das finde ich interessant und spannend und ich freue mich auf ein hoffentliches Happy End. Peter macht aber eine interessante Entwicklung durch. Ein Darth Vader-Vergleich trifft’s ziemlich genau und mir gefällt das an und für sich ganz gut, dass die Autoren Peter so zeigen. Er war zwischendurch gewillt, alles zu tun, um die Atombombenexplosion zu verhindern und legt dafür auch eine ziemlich zornige Art und Weise an den Tag. Was ihn auch dazu brachte, gegen Isaac vorzugehen, obwohl sie mal Freunde waren. Da kann nur gehofft werden, dass sich Peter wirklich noch von anderen helfen lassen wird und nun nicht nur versucht, seinem Schicksal ganz allein zu begegnen. In jeden Fall bin ich mal auf die Auflösung gespannt. Zuletzt war vor allem seine leider etwas kurze Auseinandersetzung mit Sylar ein spannungsgeladener Höhepunkt, die fantastisch in Szene gesetzt war. Irgendwann muss ich mir auch die Musik der Serie mal genauer zu Gemüte führen.

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Lost (Stand: Season 3)

Die Serie, die mich zur Zeit am meisten in ihren Bann zieht.

Meine Theorie ist inzwischen, dass Dharma und Mittelos zwei konkurrierende Unternehmen waren, die beide die Insel erforschen wollten. Was genau mit Dharma auf der Insel passiert ist, wissen wir nicht. Alles was durch Mikhail bekannt wurde – und dessen Aussagen dürfen durchaus bezweifelt werden – ist, dass die Dharma-Wissenschaftler komplett getötet oder von der Insel vertrieben wurden, nachdem sie die “hostiles” angegriffen haben. Die “hostiles” waren schon länger vor den Dharma-Wissenschaftlern auf der Insel. Diese “hostiles” haben außerdem ein U-Boot von den Dharma-Leuten erobert – und nun befindet sich ein U-Boot im Besitz der Anderen. Ob es dasselbe ist? Keine Ahnung, liegt aber nahe. Und ob Mikhail zu Dharma gehörte und zu den Anderen übergelaufen ist, ist schwer zu sagen. Vielleicht hat er unsere Losties in allen diesen Punkten angelogen, vielleicht nicht, aber jetzt ist er definitiv einer von den Anderen.

Tatsache ist aber, dass sich die Anderen wenig für die Dharma-Stationen interessiert haben, mit Ausnahme der Kommunikationsstation, in der Mikhail sitzt. Die Medizinstation haben sie nur kurz für Claire benutzt und für Juliets Rettungsversuche der schwangeren Frauen, die unerklärlicherweise auf der Insel sterben. Und die Station auf der Nachbarinsel wurde wohl nur kurz für Bens Operation benutzt, danach haben die Anderen diese Station auch wieder verlassen. Wobei wir aber andererseits auch noch nicht alle Stationen kennen. Unsere Station mit der magnetischen Anomalie haben sie ja sogar komplett in Ruhe gelassen und Desmond und Kelvin und später Locke usw. fleißig die Zahlen eingeben lassen. Dharma dürfte aber genau wegen den Besonderheiten der Insel da gewesen sein, um diese zu erforschen. Wenn Kelvin (Desmonds Partner im Bunker) kurz nach dem ersten Irakkrieg auf die Insel kam, dann müsste der Angriff von Dharma auf die “hostiles” danach stattgefunden haben. Mikhail sagt wiederum, dass er im Jahr 1993 auf die Insel kam, vielleicht zusammen mit Kelvin. Außerdem sagt er, dass er die Auseinandersetzung zwischen Dharma und den “hostiles” miterlebt hat.

Meine persönliche Vermutung ist, dass die Anderen ebenfalls diverse Forschungsprojekte auf der Insel durchführen und versuchen herauszufinden, was diesen Ort so besonders macht. Ich stelle mir das ein bisschen so vor, dass sie zu diesem Konzern Mittelos gehören, der in Konkurrenz zur Dharma Initiative / Hanso Foundation steht. Ich denke, dass die Anderen auch deshalb Juliet geholt hat, weil auf der Insel in den letzten 16 Jahren etwas passiert sein muss, weshalb schwangere Frauen sterben. So wie die Insel gibt, so nimmt sie auch wieder. Die Anderen und Mittelos versuchen genauso wie Dharma, die Insel zu erforschen und zu begreifen, was vor sich geht. Offensichtlich funktionieren die Dinge auf der Insel nur, wenn man den “richtigen” Glauben hat, wie man an Locke sieht. Ben scheint davon abgekommen zu sein, was meines Erachtens in dem Gespräch mit Locke über die “Box” deutlich wurde. Bens Heilung schreitet ja auch lange nicht so gut voran, wie Lockes, der keinen Rollstuhl mehr benötigt und sich von Beinverletzungen wundersam schnell erholt.

In Sachen Desmond frage ich mich, ob er den “Test” bestanden hat. War es richtig, dass er Charlie gerettet hat, dafür aber Penny “eingebüßt” hat? Oder sollte er Charlie sterben lassen, damit er Penny bekommt? Die ganze Sache war eindeutig ein weiterer Test der Insel und ich finde, Desmond hat sich richtig entschieden. Deshalb glaube ich mittlerweile auch, dass Charlie nicht sterben wird, wie Desmond es annimmt. Sondern ich glaube, dass es Charlie bestimmt ist, zu leben. Und für diesen Determinismus sorgt Desmond analog zu seinem philosophischen Namensvetter David Hume. Desmond versucht ja zum ersten mal, mit seinen Flashes zu arbeiten, anstatt gegen sie. Und: Ob es eine Verbindungen zwischen Mönch – Penny – Papa Widmore – Orakeltante gibt, die Desmond genau dahin geführt haben, wo er jetzt ist? Die Orakeltante ist ja auf dem Foto mit Bruder Campell auf dessen Schreibtisch zu sehen.

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Abteilung Wasserstandsmeldungen:

24 (Stand: Season 6 Episode 6 – abgebrochen)

Da bin ich wie beim letzten mal angekündigt tatsächlich hängen geblieben. Kein Interesse mehr dran.

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Alias (Stand: Season 5 – komplett)

Natürlich schon letztes Jahr komplettiert, über das Ende geheuelt, dann mich anderen Dingen zugewandt. Die Serie bleibt unangefochtene Nr. 1, obwohl mich zuletzt Lost und Battlestar Galactica schwer in den Bann gezogen haben. Leider liegen in meinem Admin-Bereich drei angefangene und textlich umfangreiche Einträge, die ich irgendwie bis heute nicht fertiggeschrieben und veröffentlicht habe…

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Ally McBeal (Stand: Season 1)

Four to go.

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Battlestar Galactica (Stand: Season 3)

Ausführlich zur dritten Season bin ich hier geworden.

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Deadwood (Stand: Season 2 – abgebrochen)

Habe mich trotz der großartigen Machart und meines sehr, sehr hohen Interesses an der Thematik leider schwer getan, dieser Serie zu folgen. Nach Season 3 war sowieso Schluss und diese habe ich mir auch nicht mehr angeschaut.

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ER – Emergency Room (Stand: Season 3)

Season 1 und 2 sind kontrolliert inhaliert worden. Momentan bin ich in Season 3 drin. Ziel: Aufschluss bis Season 14 (ist das die aktuelle in den USA?) schaffen.

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Star Trek: Next Generation (Stand: Season 1)

Habe ich gerade angefangen.

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Auf der Warteliste:

Star Trek: Deep Space Nine
Star Trek: Voyager
Star Trek: Enterprise
Miami Vice
Akte X
Spacecenter Babylon 5
The Simpsons
The Office (US)

50 Zitate, yay!

Bekanntlich tauchen unter dem Blogtitel ja bei jedem Aufruf der Seite oder einer Unterseite diverse Zitate auf, die ich nach und nach gesammelt habe. Diese werden zufällig ausgewählt, welche wann erscheinen, darauf habe ich keinen Einfluss. Inzwischen sind ganze 50 Stück zusammen gekommen (ich gebe zu, die letzten drei habe ich im Internet zusammen gesucht). Wer schon immer mal wissen wollte, “Verdammt, woher stammt dieser Spruch?!”, der kann jetzt Erleuchtung finden. Jedenfalls soweit ich mich noch an die Quellen erinnere. Wenn ich die nächsten 50 Zitate zusammen habe, gibt’s einen neuen Eintrag. Es kann sich dabei nur um Jahre handeln. Die ersten 50 sind hierfür thematisch sortiert, in meinem Admin-Bereich sind sie dagegen schön durcheinander aufgelistet. Los geht’s:

Star Wars:
“At last we will have revenge.” – Darth Maul, Episode 1.
“Fear is the path to the dark side, fear leads to anger, anger leads to hate, hate leads to suffering.” – Yoda, Episode 1.
“Möge die Macht mit dir sein.”
“Prepare yourself, young Jedi…”
“Inform the troops, Lord Vader has arrived.”
“That’s no moon. It’s a space station.” – Obi-Wan Kenobi, Episode 4.
“Ich habe da ein ganz mieses Gefühl.”
“There’s no easy way to shave a Wookiee.” – Aus dem Buch Medstar II – Jedi Healer.

Star Trek:
“Energie.”
“Das wird sicher ein Spaß.” – Captain Kirk.

Monkey Island:
“Hinter dir, ein dreiköpfiger Affe!”
“Ich habe den Schatz von Mêlée Island™ gefunden, aber alles, was mir blieb, ist dieses T-Shirt.”
“Ich habe den Schwertmeister besiegt.”
“Eins habe ich aus der Geschichte gelernt: Es ist nicht die Größe des Schiffs…”
“Eins habe ich aus der Geschichte gelernt: Gib niemals mehr als 50 DM für ein Computerspiel aus.”
“Eins habe ich aus der Geschichte gelernt: Wie man mit Enttäuschungen, Zynismus und beißendem Spott fertig wird.”

Wing Commander:
“Ich fresse dein Herz und spucke es aus, Terraner!” – Kampfbeleidigung eines Kilrathi in Wing Commander 3.
“Jetzt kommt Maniacs Zaubershow.” – Maniac in Wing Commander 3.
“Und wieder ein Treffer für Maniac.” – Wieder Maniac.
“Nicht schlecht für einen Farmer.” – Maniac kommentiert die Fähigkeiten unseres Alter Egos Blair in Wing Commander 4.
“Da wir schon gut aussehen, suchen wir uns irgendwo eine Party.” – Stiletto in Wing Commander Prophecy vor einem Kampfeinsatz.

Ally McBeal:
“Am Dienstag gehe ich mit dem Soßengesicht aus, am Donnerstag mit dem Rabbi und am Mittwoch kommt meine Lieblingsserie. Ich habe ein Leben!”
“Never trust a second thought. Where there is two there is three. You will end up thinking forever.” – Richard Fish.

Lost:
“Everything happens for a reason.” – Locke.
“But what if everything that happened here, happened for a reason?” – Wieder Locke.
“Each one of us was brought here for a reason.” – Schon wieder Locke.
“4 8 15 16 23 42″
“What did one snowman say to the other snowman?” – Desmond zu Locke. Taucht auch schon als Erkennungsspruch in Alias auf. Na, wer weiß die Antwort?
“Ich weiß nicht, was ich beunruhigender finde: die Tatsache, dass der Rest der Statue fehlt oder dass sie nur vier Zehen hat.” – Sayid, Finale Season 2.
“I think, I crashed your plane.” – Desmond, Finale Season 2.

Alias:
“What is this, the flirting corner?” – Weiss zu Syd und Vaughn.
“Hi, welcome, don’t kill me.” – Marshall zu Sark.
“Let’s take things one step at a time. This is a charge of C4. I can tell because there’s ‘C4′ written all over it.” – Vaughn.
“I’ve lived with secrets all my life. And I’m done.” – Sydney Bristow, Finale.
“You beat death, Arvin, but you couldn’t beat me!” – Jack Bristow, Finalepisode.

Battlestar Galactica:
“So say we all.”
“Out of the box is where I live.” – Starbuck.
“I’m a frakkin’ Cylon!” – Boomer, die nicht nur ein bisschen wütend über diese Erkenntnis wird.

Diverse:
“Für die ist die Eieruhr abgelaufen.” – Mein Alter Ego in Jagged Alliance 2.
“Ich mich doch nicht hören an wie Yoda, oder?” – Ein Ork in Warcraft 3.
“Schlimmer geht immer.” – Aus dem Mosaik.
“Wir woll’n die Eisbär’n seh’n!” – Phudys-Song.
“There’s some good in this world, Mr. Frodo. And it’s worth fighting for.” – Sam, Herr der Ringe, Teil 2.
“Firing a gun is a binary choice. Either you pull the trigger or you don’t.” – Die Logik eines Max Payne.
“Monsterparty!” – Ärzte-Song.
“I took it in the ass for Dresden.” – Robbie Williams, Konzert in Dresden (glaube, den lösche ich mal, der Typ ist ja nun endgültig out).
“Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.” – Berthold Brecht.
“Das ist der Verschleiß, Mädchen, nicht das Alter!” – Indiana Jones, Jäger des verlorenen Schatzes.
“The Matrix has you…” – Matrix.
“Sometimes it’s the smallest decisions that can pretty much change your life forever.” – Felicity.

Battlestar Galactica Season 3 Finale

Bereits letzte Woche lief das Finale der 3. Season Battlestar Galactica, das typisch für die Serie einiges an Twists und unvorhergesehenen Überraschungen bot. Dabei war die ganze Season nicht immer so auf der Höhe, wie die beiden vorangegangenen Seasons.

Battelstar Galactica Season 3

Battlestar Galactica ist nach wie vor eine der wenigen Serien, die ich mir noch anschaue (neben Lost und Heroes), eine Serie, die etwas Anspruch vermittelt und bei der ich nicht für dumm erklärt werde, wie das bei freundlich geschätzten 95 % des restlichen TV-Inhaltes passiert. Damit ist die Serie auch eines der wenigen Dinge, die mir im Moment noch Spaß machen. Die ersten beiden Seasons sehe ich größtenteils immer noch als eine einzige fortlaufende Story, was zum einen an der Kürze der ersten Season liegt, zum anderen aber auch an den Möglichkeiten, die in der zweiten Season ausgeschöpft werden. Diese größere Storyline wird irgendwann mit der Auseinandersetzung mit der Pegasus zu Ende gebracht, danach gab es eine Reihe von Episoden, die mehr für sich stehen. Charakterepisoden eben. Sieht man Battelstar Galactica auch weiterhin als fortlaufende Story an, dann werden diese Einzelepisoden eigentlich nur durch das Finale der zweiten Season und die ersten Episoden dieser dritten Season unterbrochen, als der große Komplex “New Caprica” abgehandelt wird. Zwar fand ich die Idee New Capricas eigentlich nie so dolle, aber das hat trotzdem gezeigt, wie brillant die Autoren das Geschehen unserer Welt in die Serie einflechten konnten, wie sie damit neue Blickwinkel eröffnen und Erkenntnisse über unsere Zeit ermöglichen. Das hat mir doch sehr gut gefallen – und das zieht sich in unterschiedlicher Form im Grunde auch durch die ganze restliche Season. So lässt sich der Arbeiterstreik als Kritik am amerikanischen (westlichen ?) Gewerkschaftssystem lesen, die Gerichtsverhandlung am Ende als Kritik am auslegungsfreudigen Rechtssystem, es wird mit Themen wie Besatzung, Folter, Euthanasie umgegangen. Das ganze dient ein wenig zur Sensibilisierung des Zuschauers und obwohl die vermittelten Botschaften daraus nach Gutmenschentum riechen, passt dieses Schlagwort so gar nicht zur düster-dunklen-depressiven Grundstimmung dieser ganzen Season, welche die vorangegangenen um Welten übertrifft. Die ganze Zeit stehen die Überlebenden der Menschheit in der Flotte kurz vor dem gesellschaftlichen Zusammenbruch, immer nahe einer Anarchie. Keiner führt mehr ein angenehmes Leben, alle fragen sich zuletzt, ob es die menschlichen Werte noch wert sind, erhalten zu werden. Ausgedrückt wird das schließlich durch Lee Adama in der Gerichtsverhandlung in der letzten Episode.

Dieses Finale ist auch deshalb für mich die stärkste Nummer, die ich seit langem gesehen habe. Da dümpelt die Serie seit dem Reset nach New Caprica ein wenig vor sich hin, nimmt viel Tempo raus, setzt in die beiden Finalepisoden ausgerechnet noch ein durchaus langatmiges Gerichtsverfahren und dann folgt dieses aufregende Ende. Oh-my-god. Ich habe die Episoden seit dem neuerlichen Reset trotzdem alle gemocht, mir fehlt einfach nur ein wenig das “We are family”-Feeling der ersten anderthalb Seasons und der andauernde Konflikt – in mehrfacher Hinsicht – mit den Zylonen. Stattdessen kommen die Konflikte untereinander auf, was sicher auch nicht wenig mit der New Caprica-Episode zu tun hat. Den Sinn dieses furiosen Endes der letzten Episode kann ich mir ansonsten auch nicht richtig erschließen, aber vom Stil her hat diese Episode regelrecht dadaistische Züge, so seltsam wirkt die Handlung, so wirr geht es vor der Kamera zu, ja so kunterbunt dreht sich die Kamera selbst hin und her. Das ist genial, wenn sich die Kamera kopfüber dreht, zurück windet und gleichzeitig um einen imaginären Punkt im Raum dreht. Gleichzeitig werden mysteriöse Andeutungen von den Charakteren abgegeben und unterdessen ertönt diese seltsame, schreckliche Melodie im Hintergrund, die irgendwann nach ein paar Minuten in den eigens für die Serie gecoverten Song All along the watchtower von Bob Dylan mündet. Was es damit auf sich hat und wie diese die verbliebenen Zylonen aktiviert, werden wir vermutlich aber erst in der nächsten Season ab Januar 2008 erfahren. Wenn überhaupt. Im Sinne des Dadaismus bringen diese Szenen aber absoluten Zweifel an allen Dingen in der Serie auf, für die vier neuen Zylonen-Modelle bricht die Welt zusammen, obwohl sie es erst noch nicht wahrhaben wollen. Hier wird die Ordnung der Dinge, die über die vergangenen Seasons aufgebaut wurde, in Teilen zerstört. Sowieso werden damit auch surrealistische Ereignisse eingeleitet, denn die eigentlich tote Starbuck taucht wieder auf und es ist unklar, ob Apollo sie sich nur einbildet oder nicht. Mit Starbuck wird gleichzeitig der Mythos Erde greifbar, was bisher nur ein Symbol für Hoffnung war und nun dank eines Zooms durch die Galaxis tatsächlich als existent gezeigt wird. Genauso wie die Season mit einer Filmcollage inklusive eines tollen Songs startete, so endet diese Season schließlich mit einer weiteren rasanten Collage unterspielt durch diesen Song. Nur wussten wir am Anfang noch relativ klar, wo die Fronten lagen, inzwischen kann durch das Erscheinen von vier der “Final-Five-Cylons” nichts mehr für das genommen werden, wie es erscheint. Ich kann mich nicht erinnern, so mitgerissen und hibbelig bei einer Fernsehserie oder einem Film gewesen zu sein, nicht zuletzt dank der antreibenden Musik von Komponist Bear McCreary.

Das Ende lässt dann auch genug Fragen offen. Die Final-Five-Cylons sollen ja besondere Zylonen sein. Sollten diese vier wirklich zu denen gehören (und wer ist der/die Fünfte? Starbuck?), dann schätze ich, werden sie nicht so wie die anderen Zylonen sein. Wir müssen erst noch herausfinden, wozu die Final-Five nützlich sind. Oder ist es die Präsidentin, die neuerlich eine seltsame Verbindung zu Caprica-Six, Athena-Boomer und deren Kind Hera hat? Was passiert hier mit diesen Zylonen? Und: woher kommt Starbuck, wie hat sie es zur Erde geschafft und wieder zurück? Was ist ihre Bestimmung? Was wiederum ist mit Baltar, einem der für mich zweifelsohne interessantesten Charaktere der ganzen Serie? Was geschieht mir ihm und wird er eine Rolle als Auserwählter spielen, wie es angedeutet wurde? Gibt bestimmt noch genug weitere offene Fragen, was die Serie ja schon fast so schlimm macht wie Lost. Aber das macht ja auch jede Menge Spaß und regt einen über Monate und Jahre geführten gedanklichen Prozess immer wieder an.

Traurigster BSG-Moment diese Woche

Frak me! Damit hatte ich ja nun so gar nicht gerechnet…

Battlestar Galactica Season 3

Seriencheck (II)

Ich bin ja bekennender Weniggucker, dafür schaue ich die paar Serien, die mir gefallen, umso intensiver und bereite gerne auch mal ein paar Gedanken meinerseits darüber aus. Serien bzw. deren einzelne Episoden sind nun mal im Vergleich zu Büchern oder PC-Spielen schnell konsumiert, weshalb es sich einfach anbietet, dazu immer mal ein paar Worte zu schreiben. Einen kleinen Seriencheck zur diesjährigen TV-Saison will ich nun deshalb doch mal nachholen und zumindest einen Überblick darüber geben, was mich noch reizt, einzuschalten. Aufbauend auf dem letzten mal und analog zu Inishmores Seriencheck folgt hier eine neue Runde. Viel neues gibt’s da aber eigentlich nicht, im Gegenteil viel bekanntes, was mich bei der Stange hält. Ich bemühe mich um weitest gehende Spoilerfreiheit und gehe nur auf grundlegende Situationen ein. Garantieren tue ich aber für nichts.

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24 (Stand: Season 6)

Ich wollte es eigentlich nicht mehr schauen, aber es hat mich doch wieder ein wenig gekitzelt. Season 6 zeigt einen relativ starken Auftakt, auch wenn sich die Produzenten altbekannter Muster bedienen. Nach der vierten Episode hoffe ich auf einen dezent postapokalyptischen Einschlag, der die Serie hoffentlich etwas spannender macht. Bis einschließlich zur 6. Episode war davon aber nicht so viel zu bemerken. Was mir noch nicht so recht gefällt, ist Jack Bauer. Er ist einfach zu schnell in seinem alten Element drin und schalten zwischen dem “alten” Jack und dem fast gebrochenen immer dem Zusammenbruch nahen Mann zu schnell hin und her. Würde er auf einer schmaleren Linie zwischen diesen beiden Polen wandeln, wäre die Serie noch spannender. Aber Charakterentwicklung und -darstellung war eigentlich nie eine Stärke von 24. Von daher glaube ich auch nicht, dass sich das noch entwickeln wird.

Ich fand die erste Hälfte der 5. Season letztes Jahr ziemlich klasse, was mich in meinen Glauben an 24 wieder etwas bestärkt hatte. Leider fiel die zweite Hälfte zu sehr in altbekannte Muster und damit auch Fehler zurück. Trotz immer bedrohlicherer Situationen kann mich die neue Season bisher nicht überzeugen, es wird zu abgedreht, zu verrückt, zu seltsam. Das ist für eine halbwegs realistisch anmutende und sehr, sehr ernste Serie wie diese nur dummerweise ziemlich fatal. Finde ich jedenfalls. Deshalb erlicht mein Interesse an 24 leider zunehmend, eigentlich wollte ich die jüngste Episode schon gar nicht mehr schauen. Im Moment steht die Serie auf meiner Abschussliste.

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Battlestar Galactica (Stand: Season 3)

Season 3 läuft momentan und nach den ersten paar sehr spannenden Episoden gibt es sozusagen einen Reset der Handlung. Die Inszenierung ist nach wie vor grandios, die grandiose Musik wird immer besser, die ganze Sache bleibt enorm spannend und die Suche nach der Erde geht weiter. Nicht-amerikanische Zuschauer, welche die ersten paar Episoden nicht sehen konnten, sind aber angearscht. Ohne das aktuelle politische Weltgeschehen im Sommer dieses Jahres als Hintergrund sind diese Episoden ein Mü weniger reizvoll, unter Umständen sogar schwerer zu verstehen. Wer die Serie erst nächstes Jahr zu sehen bekommt, wenn sie beispielsweise mal im deutschen Free-TV laufen sollte, wird die Anspielungen vermutlich gar nicht mehr verstehen. Ja, armer deutscher Zuschauer…

Die ersten Episoden auf New Caprica fand ich vor allem deshalb interessant, weil sie so ein eindeutiges Spiegelbild zum Krieg Israel vs. Palästina im Sommer bzw. zur Besatzung der Amerikaner im Irak gezogen haben. Das sind in meinen Augen verdammt krasse Einsichten. Wir fiebern mit den Menschen im Battlestar Galactica mit, weil sie unserem westlichen Kulturbild entsprechen und erleben, wie sie unter der Besatzung leiden. Das ist prinzipiell dasselbe, was die Irakis “unter” den Amerikanern erleben oder die Palästinenser im Zweistromland. Nur dass die Menschen in Battlestar Galactica für die Iraker und Palästinenser stehen, während die Zylonen in Echt die Amerikaner und Israelis sind. Weil sich unser Kultur- und Gesellschaftsbild mit den Amerikanern deckt, finden wir es automatisch richtig, was die Amerikaner im Irak tun? Das ist jedenfalls der Grund, warum ich die ersten Episoden auf New Caprica äußerst interessant fand, weil mir beim Anschauen die ganze Zeit die Nachrichtenbilder von den Bombenanschlägen in Bagdad bzw. die Kriegsbilder aus Palästina im Hinterkopf spukten.

Danach folgt erneut ein kleiner Reset in der Serie und es werden ein paar Einzelepisoden gezeigt, die durchweg immer sehr interessant sind. Als alter Alias-Fan habe ich mich natürlich über die Gastrolle von Carl Lumbly (Dixon) in einer der Episoden gefreut. Aber die Suche nach der Erde geht recht spannend weiter, obwohl inzwischen wichtiger ist, wer die verbliebenen fünf Zylonen sind und was diese mit einem Auserwählten zu tun haben. Und was macht der Auserwählte? Ist es sogar Baltar, wie die imaginäre Six vermittelt? Und ist Baltar auch ein Zylon? Gerade letzteres ist ja immer noch nicht sonderlich klar. Aber die ganze Sache ist sehr spannend dargestellt. Was mir außerdem noch aufgefallen ist, dass die Episoden noch düsterer werden, als es die erste und zweite Season ohnehin schon waren. In Battlestar Galactica wird mittlerweile nahezu alles schwarz gemalt, womit die Serie sicherlich nichts mehr für depressive Menschen ist – oder gerade deshalb erst. Jedenfalls wünsche ich mir deswegen schon ein bißchen, dass die Flotte der Menschen mal wieder einen größeren Sieg gegen die Zylonen erzielt. Die Zerstörung von ein paar Basisschiffen beispielsweise, davon haben die Zylonen doch sowieso mehr als genug. Eben einfach deshalb, damit nicht nur die Menschen in der Serie, sondern auch ich als Zuschauer mal wieder etwas mehr Hoffnung schöpfen können.

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Heroes (Stand: Season 1)

Großes Kino! Hier bin ich froh, einen richtigen Riecher gehabt zu haben, denn ich bin seit dem Piloten dabei. Die Serie braucht ein paar Episoden, um sich zu entwickeln, weil die Pilotepisode nicht so toll ist. Dafür ist die Serie ansonsten aber sehr spannend und vielfältig gemacht. Ich bin mir noch nicht sicher, worauf die Serie hinausläuft, ein übergreifender Handlungsbogen ist erst einmal nur sehr marginal zu erkennen. Aber es macht schlichtweg Spaß, den Charakteren zu folgen, wie sie ihre Fähigkeiten entdecken und entwickeln und nach und nach zusammen finden. Ich bin gespannt, was dabei heraus kommt und ob die Explosion der Atombombe in New York verhindert werden kann.

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Lost (Stand: Season 3)

Grandios. Ohne Frage. Siehe diverse jüngere Blogeinträge zur Serie (einfach nach unten scrollen oder dem lost-tag folgen). Zu Lost werde ich sicherlich nicht den letzten Beitrag geschrieben haben. Bisher sind nur die ersten sechs Episoden als eine Art Mini-Serie ausgestrahlt wurden. Aber ich glaube, als solche kann man diese Episoden nicht sehen, da es keinen Abschluss gab. In meinen Augen haben diese ersten sechs Episoden eine ganz gute Balance zwischen dem Fokus auf die Charaktere und die mysteriöse Insel gehalten. Wobei der Fokus auf die Insel natürlich nie sonderlich ausgeprägt gewesen war, Enthüllungen und Antworten wurden seit jeher immer schleichend und dezent herausgegeben, dies immer verbunden mit einer Fülle neuer Fragen. Ich bin sehr gespannt, wie sich alles entwickeln wird zwischen den Anderen, ihren drei Gefangenen Jack, Kate und Sawyer und den restlichen Losties. Mir fehlt ein bißchen der Rest der Losties, der mit Ausnahme von Locke bisher nur selten aufgetreten ist.

Was mir in letzter Zeit ein wenig den Spaß verdorben hat, sind diese dauernden und widersprüchlichen Interviews und Ankündigungen der Macher von Lost, speziell eben der beiden Produzenten Damon Lindelof und Carlton Cuse. Mal heißt es, sie haben einen Plan, der alle Fragen beantworten wird, mal heißt es, das einige Dinge ohne Antwort bleiben werden. Ein andermal heißt es, sie machen maximal vier Seasons und beenden Lost dann, dann sagen sie wieder, Lost wird solange laufen, wie es erfolgreich ist. Ja, was denn nun, meine Herren? Solches Wirrwarr zeugt jedenfalls von allem anderen als professionellen PR-Verhalten.

Serien und Webspielereien

Um die Fans diverser Serien über die anhaltende Sommerpause zu bringen, lassen sich amerikanische TV-Produzenten gerne kleine Dinge einfallen, um die Fans bei der Stange zu halten. Zu launischen Spielereien bietet sich das Internet dabei geradezu an. Drei Serien, die ich mag, bieten entsprechende Webpräsenzen, die mich einige Minuten beschäftigt haben.

Für alle Alias-Fans wie mich steht beispielsweise das Rambaldi-Rätsel an, welches einmal im Monat weiter geführt wird. Kleine Aufgaben, die erfolgreich gelöst werden, schalten ein paar Goodies frei. Außerdem werden ein paar Fragen von den Autoren der Serie beantwortet. Natürlich ist das ganze eine Promotionsplattform für die finale DVD-Box der Serie, die wie der Rambaldi-Würfel gestaltet ist. Die Seite kann erst mal gefahrlos betreten werden. Ohne Kenntnis der 5. Season lassen sich die Aufgaben nicht lösen. Wer es allerdings über probieren herausfindet, der muss sich anschließend auf ein paar kleine Spoiler gefasst machen. Also Vorsicht! Natürlich habe ich bereits alle Aufgaben gelöst. Zum Zeichen meiner Vorfreude auf die Box prangt momentan das Rambaldi-Logo in der obigen Header-Grafik.

Wer die Serie Lost mag, wird sicherlich nicht umhin gekommen sein, von der Website der Hanso Foundation Kenntnis genommen zu haben. Jedenfalls, wenn man Season 2 bereits kennt. Die Seite hat schon mehrere Umgestaltungen erfahren, Sinn und Zweck der ganzen Aktion ist und bleibt aber ein Mysterium, an dem sich die Fans die Rätselzähne ausbeißen können. Ich habe keine Ahnung, was da wirklich dahinter steckt, mich aber auch nie ernsthaft damit befasst. Einen ungefähren Leitfaden bietet der Eintrag bei Wikipedia. Zur Zeit prangt ein Eintrag auf der Seite, dass sie gehackt wurde. Was auch immer das bedeuten soll. Vielleicht bietet Season 3, die Anfang Oktober startet, ein paar Erkenntnisse zur Hanso Foundation und dem ganzen Inselprojekt. Meine Vorfreude ist imens!

Ebenfalls imens ist meine Vorfreude auf Season 3 von Battlestar Galactica. Dort lassen sich zur Zeit sogenannte “Webisodes” finden. Kurze Filme, welche die Handlung zwischen Season 2 und 3 erzählen, bei denen aber anzunehmen ist, dass sie für die Episoden von Season 3 nicht wirklich wichtig sein werden. Trotzdem nett für die Fans. Zehn Webisodes unter dem Titel The Resistance mit jeweils ein paar Minuten Laufzeit sollen angeboten werden, die ersten beiden sind bereits erschienen. Wer Probleme hat, die Videos abzuspielen, geht einfach den bekannten Weg über einen amerikanischen Proxyserver oder lädt sie sich gleich von Galactica Station herunter.