Tag Archive for 'californication'

Seriencheck (VIII)

Neues Jahr, neues Glück, neuer Seriencheck. Langsam hole ich die alten Sachen auf und es stehen kaum noch welche aus. Ich überlege noch nachträglich in Desperate Housewives einzusteigen, konnte mich aber bisher nicht durchringen. Ansonsten folgen die üblichen laufenden Sachen, sowie das Nachholobjekt Star Trek – Enterprise, welches ich schon vor einem knappen Jahr gesehen habe. Das wird nicht der letzte Beitrag zu den Star Trek-Serien sein, da ich mich in einem zweiten Durchlauf befinde. Bei den aktuell laufenden Serien baue ich auf dem Serienheck vom letzten mal auf und gebe nur einen kurzen Stand der Dinge wieder. Dezente Spoiler werden enthalten sein.
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Akte X – The Movie 2 (Stand: 2. Film – durchgequält und abgeschlossen)

Im Sinne des Wasserstandes ist von meiner Seite aus nur zu vermelden, dass ich den zweiten und jüngsten Film der Serie unterirdisch schlecht fand.
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Battlestar Galactica (Stand: Season 4)

Battlestar Galactica macht ja nun doch so einige Höhen und Tiefen durch. War die erste Hälfte der vierten Season arg schwach, selbst für BSG-Verhältnisse, rappelt sich die Serie nach der langen Pause wieder richtig hoch. Der Aufstand ist eine wunderbare, typische BSG-Wendung, destruktiv, unbarmherzig, tödlich. Was den pessimistischen Charakter der Serie unterstreicht. Es folgen ab der Mitte der zweiten Hälfte zwar wieder wenig spektakuläre Episoden, aber mir persönlich hat zumindest die vorletzte Episode mit Starbuck wunderbar gefallen, wie sie den Song All along the Watchtower am Klavier spielt. Ich freue mich auf den Soundtrack zur vierten Season, denn Bear McCreary, der sowieso einen fantastischen Job bei der Musik für die Serie geleistet hat, übertraf sich hier selbst. Das hat er auch wunderbar in seinem Blog festgehalten. Ansonsten hoffe ich, dass sie nun weniger spektakuläre Episoden gemacht haben, um sich genug Kracher für das kommende Finale aufzuheben.
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Californication (Stand: Season 2 Finale)

Californication war auch in der zweiten Season immer noch groß. Mir hat zwar die erste Season einen Tick besser gefallen, aber das dürfte vor allem daran liegen, dass diese auf mich neu und originell gewirkt hat. In der zweiten Season kennt man ja nun die Charaktere und weiß sie einzuschätzen. Da müssen dann verquert-witzige Situationen wie die “mouth-rapist”-Szene (<- bestimmt ein tolles Google-Schlagwort) herhalten. Fand die zweite Season enorm witzig und einem Kauf für’s DVD/BD-Regal steht nicht viel im Wege. Wenn ich Zeit für die Discs haben werde…
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Chuck (Stand: Season 2)

Neben Lost die interessanteste, momentan laufende Serie. Äußerst schade, dass es nach der zweiten Season wohl vorbei sein wird. Verdammte Axt!
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E.R. (Stand: Season 15)

Insgesamt ist E.R. ein bezeichnendes Bild der Realität des Gesundheitswesens und damit eine einzige Anklage gegen die herrschenden Verhältnisse. Das war E.R. ja schon immer. Gleichzeitig enthält die Serie eine eindringliche Form der Aufklärung. Leider ist ansonsten nicht mehr viel geblieben, da hilft auch die Rückkehr von Carter nichts mehr.
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Fringe (Stand: Season 1)

Mir gefällt Fringe seit ein paar Episoden richtig gut. Vor allem seit 1.09 nahm die Serie ordentlich Aufschwung und hat mir im Gegensatz zu den vorherigen mal richtig gut gefallen. Die Story war endlich mal anders konstruiert und hat viel mehr Fragen aufgeworfen, als sonst. Hat nun Massive Dynamic ihre Finger deutlich mehr im Spiel oder nicht? Haben sie den Mitarbeiter irgendwie dazu veranlasst, sich diesen Halluzinationen auszusetzen bzw. haben sie ihm das Zeug verabreicht, ohne dass er es weiß? Oder steckt doch ein Komplott von John dahinter? So wirklich wurde das ganze ja nicht aufgeklärt. Das zeigt eine schöne Ambivalenz zwischen den “Bösewichtern” Massive Dynamic und John Scott. Wer ist nun wirklich ein Bösewicht von den beiden? Bin mal gespannt, ob die Sache des “Pattern” in der Serie jemals richtig aufgelöst wird. Insgesamt kam Fringe endlich mal ein wenig in Fahrt. Und so geht’s auch gleich mit der Entführung Olivias und der Raum-Zeit-Maschine in der nächsten Episode weiter. Fringe rafft sich wirklich auf. Neuer Bösewicht in den Episoden; der “Observer” irgendwo versteckt in jeder Episode; Olivias Ex-Lover Scott kann sie in ihrer Traum-Verschmelzungs-Sequenz sehen?! (what the hell!!); Olivia wird entführt. Das ist schon ordentliche Dramatik geworden. Bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

Dass sich Fringe seit der Midseason-Pause enorm gesteigert hat, zeigt vor allem auch die jüngste Episode 1.14 Ability, mit der die Serie schwer spannend geworden ist. Obwohl manche Handlung immer noch nicht sonderlich originell wirkt, wirken die Schauspieler deutlich sattelfester und überzeugter. Die persönliche Story in Ability tut schließlich ihr übriges, um mit den Figuren, genauer Olivia mit zu fiebern. Die persönlicheren Geschichten sind zwar ein Dreh, den man aus Alias übernommen hat, aber wenn’s da funktioniert hat, warum hier nicht wieder. Und Fragen kommen da ja auch einige auf. Hat Walter etwa das Manuskript geschrieben? So darf Fringe gerne weiter laufen. Außerdem war die Musik ganz fantastisch, Giacchino kommt auch immer mehr in Form.
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Heroes (Stand: Season 3 “Volume 3 Finale” und Season 3.2 – abgebrochen)

Ich muss ja zugeben, dass ich von dem Finale des dritten Volume komplett überrascht wurde, weil es auf einmal da war und so unspektakulär daherkam. Gleichzeitig hat mich das total verwirrt zurück gelassen, weil ich überhaupt nicht mehr wusste, worum es eigentlich ging. Mit der geänderten Zukunft, die es am Anfang der Season kurz zu sehen gab, hatte das doch nun gar nichts mehr zu tun. Ich bin etwas sprachlos über das Kuddelmuddel, was die Serie hier als “Auflösung” gebracht hat. Allerdings habe ich auch beschlossen, mir die Serie wenigstens noch einmal in Ruhe und konzentriert auf DVD anzuschauen, vielleicht verstehe ich es dann ja besser. Trotzdem habe ich etwas Hoffnung, dass es wieder besser wird. Klingone Worf als Mr. President wird es hoffentlich wert sein, wieder einzuschalten.
Insgesamt haben mir in der Season 3.1 aber die vielen interessanten “Comic-Kameraeinstellungen” gefallen. Jede Szene könnte tatsächlich ein gezeichnetes Bild in einem Comicheft sein. Bin mal gespannt, ob es dazu eine Doku auf einer der Season-DVDs gibt.

Leider bleibt Season 3.2 auf einem ähnlich mäßigen Niveau und die Charaktere werden mal wieder arg durcheinander geworfen. Zu sehr sind sie mir mittlerweile “out of” und habe mit denen von Season 1 nicht mehr viel zu tun. Nach rund fünf Episoden habe ich nun den Stecker gezogen. Ich ringe zwar noch mit mir, die Episoden weiter zu schauen, werde das aus Zeitmangel aber doch auf eine in weiter Ferne liegende DVD-Sichtung verschieben. Heroes macht so jedenfalls keinen Spaß mehr.
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Life on Mars (Stand: Season 1)

Die Serie ist nach Pushing Daisies und Chuck der Freudenquell schlechthin, wenn wir mal auf der leicht komödiantischen Schiene bleiben. Witzige Storys und verdammt coole Musik tragen ihren Teil dazu bei. Leider scheint es ja auch nur bei einer Season zu bleiben. Schade.
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Lost (Stand: Season 5)

Nach schwachem Seasonstart schwingt sich auch Lost zu bekannten Höhenflügen auf. Die Mystery-Komponente ist nach wie vor stark und man fragt sich schon, wie das alles zusammen hängt und wer zu wem gehört. Und wieso nun eigentlich alle zurück müssen um was überhaupt zu erreichen. Trotz schwachem Start war eine der besten Szenen war für mich eigentlich gleich die Anfangsszene, als Daniel in der Vergangenheit mit in den Schacht unter der Orchid-Station kommt. Mittlerweile ist dies durch die immer brillanter werdende nicht-lineare Erzählstruktur ja sogar aufgeklärt, jedenfalls kann man als Zuschauer das entsprechende Puzzlestück anbringen. Die erzählerischen Sprünge hin und her sind eigentlich typisch Lost, obwohl es keine klassischen Flashbacks oder -forwards mehr sind. Das hängt sicher mit den verkürzten Seasons zusammen, so dass man nun durch die Geschichte durchrennen muss. Aber trotzdem fand ich, dass zumindest ein paar Sachen aus Season 2 und 3 aufgeklärt oder zumindest angedeutet wurden.

Dann sind da die Zeitsprünge, die zudem nur unsere Losties zu betreffen scheinen. Und anders als Daniel das sagt scheinen die Sprünge doch die Zeit ein wenig zumindest zu ändern, wie man bei Desmond sieht. Die Erinnerung an die Begegnung mit Daniel auf der Insel wird ihm erst jetzt drei Jahre nach seinem Entkommen von der Insel eingepflanzt, weil es “vorher” einfach noch nicht passiert war. Zumindest er steht scheinbar außerhalb der Zeitlinie und ihn können Veränderungen in der Vergangenheit betreffen. Was ich ja wieder brillant fand, war die Überlagerung verschiedener Zeitebenen. Mit dem letzten Zeitsprung sind ja gleichzeitig drei Sachen passiert: Locke dreht am Rad (das ist wörtlich gemeint!), gleichzeitig wird das Flugzeug 316 mit Jack, Kate, usw. sowie dem toten Locke an Board erfasst und die verbliebenen Losties Sawyer, Juliet usw. landen im Jahr 1974. In dem Moment also, in dem Locke das Rad dreht, liegt er tot im Flugzeug und macht die Bruchlandung auf der Hydra-Insel mit, wo er anschließend wiederbelebt wird. Jack, Kate und Hurley dagegen reißt es ins Jahr 1977, wo sie von Jin und Sawyer gefunden werden, die selbst seit drei Jahren unter den Dharma-Leuten leben. Lost zeigt hier vor allem mal wieder seine erzählerische Komplexität und die anfangs geäußerte Kritik an der Zeitreise-Thematik dürfte angesichts der originellen Wendungen ad absurdum geführt sein. Nun dürfte darum gehen, wie die Losties alle zusammen wieder in ihre zeit zurück kommen.

Zu Charlotte gibt’s noch zu sagen, dass sie ja leider bisher nichts weiter zur Story von Lost beigetragen, genauso wie Miles. Das ist etwas Kritik, die ich an der Serie anbringe: die Einführung neuer Figuren und die Verkürzung der Season ist nicht so wirklich gut für die Serie, da der Fokus auf die alten Losties verloren geht und über die gäbe es sicherlich noch sehr viele interessante Storys zu erzählen bzw. Fragen aufzulösen. Ich wünsche mir jedenfalls, dass es wie etwas mehr zurück zu den Wurzeln geht. Aber nicht dass ich Lost nun schlecht fände, ganz im Gegenteil, der Charakter der Serie hat sich einfach enorm geändert.
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Star Trek – Enterprise (Stand: Season 4 – abgeschlossen)

An sich ist die Idee ja nicht schlecht, die erste Enterprise im Weltraum zu beobachten, die beginnt, das Universum zu erforschen. Leider beginnt die Serie aber mit sehr vielen lahmen Episoden, selbst der Pilotfilm war nun wirklich nicht herausragend. Manches wird außerdem nicht ausgereizt: da hat die Enterprise einen “Hitchiker” im Schlepptau, hilft ihnen schließlich und nur am Rand gibt es eine erste Auseinandersetzung mit den Klingonen, diese wäre aber mindestens eine ganze Episode wert gewesen. Teilweise gibt es gute Charaktere, teilweise aber auch sehr seltsame. Ganz gut ist der Captain, die arrogante Vulkanierin, der Doktor oder der Sicherheitsoffizier, der einen besonnenen und ruhigen Eindruck macht. Zumindest anfangs macht der schleimige Draufgänger einen schlechten Eindruck, welcher der Technikexperte und Ingenieur des Schiffes ist. Das ist mehr als seltsam, weil diese Eigenschaften schlecht zusammen passen. Ohne Worte kann dagegen der langweilige, naive und unerfahrene Pilot belassen werden. Damit war auch schon Season 1 rum. Season 2 wurde ein wenig besser und hatte einige wirklich hervorragende Episoden, aber auch einige Rohrkrepierer. Hier kommt aber das Gefühl, dass die Sternenflotte nur ein kleines Licht in der universellen Gemeinschaft ist, durchaus sehr gut herüber.

Leider wird das in der dritten Season komplett über den Haufen geworfen, was total doof ist. Dass man sich den sinkenden Einschaltquoten anpassen muss und stärkere Veränderungen einschließlich signifikanter Charakteränderungen bringt, nun, dagegen habe ich im Grunde nichts. Äußerst gelungen ist die Integration der Vulkanierin T’Pol, die für die Mission der Enterprise ihre Anstellung beim Vulcan High Command niederlegt, um bei ihren menschlichen Freunden zu bleiben. Bedenkt man die Auseinandersetzungen und auch Vorurteile der Menschen gegenüber den Vulkanieren am Anfang der Serie, ist das eine wirklich gelungene Entwicklung über den Lauf der ersten beiden Seasons Enterprise hinweg. Denn das ist das Konzept der Integration eines Fremden, welches ein Bestandteil aller Star Trek-Serien (Spock, Worf und Data, Odo und Kira, Neelix und stärker noch Seven of Nine) ist und durchaus immer wieder Spannung erzeugt hat. Leider kommt dieses Konzept in der dritten Season zu kurz, T’Pol hat, mehr oder weniger, den Sprung geschafft und sich von der arroganten Vulkanieren zu einem akzeptierten Mitglied der Crew gewandelt. Zudem stehen menschliche Dilemmata, Konflikte, Moral und Ethik oder Emotionen nur noch selten im Vordergrund, da sich die Serie mit Season 3 zu einer Art 24 im Weltraum gewandelt hat. Eigentlich hätte ich noch nicht mal etwas gegen den zunehmenden Actionanteil und die CGI-Aufnahmen der Enterprise sehen sowieso super aus. Aber die Story um die Xindi-Superwaffe, welche die Erde zerstören soll und die ein Jahr andauernde Mission im Delphic Expanse ist mehr als hanebüchern, hohl und langweilig. In fact, this ist not the Star Trek I want to see! Hat mir die zweite Season zur Hälfte wenigstens gut bis sehr gut gefallen, inklusive einer Lieblingsepisode, die locker an die Top-Episoden der bisherigen Serien heran kommt, während die andere Hälfte der zweiten Season für den Mülleimer ist, kommt die dritte Season nur in wenigen Episoden ansatzweise an das Prädikat gut und sehenswert heran. Ganz klar ist die deutlich dunklere Atmosphäre auch eine Reaktion auf 9/11, wobei ich mich hier ernsthaft frage, ob das sein musste.

Im Verlauf der dritten Season wird Enterprise aber immer schlimmer. Nicht nur gibt es Folterszenen, ein Enterprise-Captain fängt schließlich an, einen Akt der Piraterie zu begehen und andere Schiffe ihrer lebenswichtigen Systeme zu berauben. Ja, Kinders, was hat das noch mit Star Trek zu tun? Der Zweck heiligt eben die Mittel – was für eine miese Attitüde… Den Vergleich mit den Reaktionen auf 9/11 spare ich mir mal, aber wenn es eine miese Analogie, ein schlechtes Spiegelbild auf bestehende Verhältnisse und kürzlich erfolgte Ereignisse gegeben hat, dann ja wohl hier. In so übler Weise instrumentalisiert die Serie die Ereignisse des 11. September 2001 und rechtfertigt unmoralisches Handeln, wobei die Bedrohung durch die Xindi als Aufhänger dient. Aber noch mal: das ist nicht das Star Trek, welches ich sehen möchte. Die Menschheit hat nun gerade einmal seit zwei Jahren die Möglichkeit, das Weltall zu erforschen und zu anderen bekannten Planeten zu reisen, ohne monate- oder jahrelang unterwegs zu sein. Es wäre doch viel schöner zu sehen, wenn die Enterprise in den Systemen um der Erde herum forschen würde, sich bei anderen Spezies vorstellt und diplomatischen Kontakt aufnimmt, irgendwelche menschliche Kolonien errichtet, Wissenschaftler in benachbarte Systeme bringt oder naheliegende Raumphänomene untersucht. Was soll die Enterprise so weit draußen? Demzufolge empfinde ich den Konflikt mit den Xindi und die ständigen bewaffneten Auseinandersetzungen im Delphic Expanse eher belanglos, weil es hier nicht mehr darum geht, worüber Star Trek eigentlich handelt. Hier fehlt der humanistische Anstrich, den die Star Trek seit Kirk und Co. hat. Der Wagon Train im Weltall und die Final Frontier erfahren keine Beachtung mehr und das ist mehr als schade. Denn ich mag die meisten Charaktere, sogar Trip wird interessanter, und die Ausgangssituation samt Szenario ist für das Star Trek-Universum wirklich interessant und spannend. Das Potential war wirklich fantastisch, wurde aber kaum ausgereizt.

Nur wenige Episoden der dritten Season werde ich mir deshalb noch einmal anschauen. Diese werde ich dann genüsslich schlecht finden und sie ebenfalls in den Mülleimer werfen, respektive aus meiner persönlichen Star Trek-Kontinuität streichen. Den ganzen Xindi-Handlungsstrang will ich nun am liebsten wieder vergessen, so schlecht ist dieser umgesetzt. Star Trek – Enterprise hat sich mit Season 3 wirklich zu einer miesen Actionserie entwickelt, der Captain ist ein Jack Bauer im Weltraum geworden. Archer war in den ersten beiden Seasons immer ein interessanter und annehmbarer Charakter gewesen, inzwischen hat er sich zu einem hassenswerten Individuum entwickelt. Nicht weil der Schauspieler schlechter geworden, sondern weil der Charakter in Situationen gesteckt wird und dort out-of-character handelt, ohne Rücksicht auf Tote und Verletzte sein Ziel durchsetzt. Die Storys waren schlecht, weil sie den Captain so handeln ließen. In meinen Augen ist das kein Star Trek mehr. Unter einem anderen Namen wäre die Serie vielleicht in Ordnung, aber nicht wenn diese Season Star Trek heißt.

Und nun bin ich auch mit der vierten und letzten Season Enterprise durch und damit der letzten Serie von Star Trek überhaupt. Season 4 hat sich wieder stark aufgerafft und entspricht viel eher dem typischen Star Trek, ja die Qualität hat sich meines Erachtens doch wieder auf dem typischen Niveau der Serien seit Next Generation bewegt. Es waren mit Sicherheit einige starke Episoden wie der Vulcan-Dreiteiler dabei. Auch wenn das Finale nicht ganz so spannend war (und nur eine Stunde ging), war ich danach fast so traurig und wehmütig wie nach dem Finale von Next Generation. Warum weiß ich nicht so recht, denn obwohl Enterprise wieder besser wurde, könnte es auch daran liegen, dass es die letzte Star Trek-Episode bisher war. Dabei mochte ich insgesamt Enterprise wegen einiger der Charaktere irgendwie, obwohl wie gesagt mindestens die Hälfte der Episoden für den Eimer ist. Aber der Ausgangspunkt und die drei Figuren Archer, T’Pol und Trip sind mir ans Herz gewachsen.

Ein wenig fühle ich mich wie die Trekkies in den 1970er Jahren, als plötzlich die Originalserie, lange nachdem sie abgesetzt wurde, so einen phänomenalen Aufschwung nahm. Ich habe mir seit über einem Jahr die Episoden ab Next Generation über Deep Space Nine und Voyager bis hin zu Enterprise angesehen, alles lange nachdem diese Serien gelaufen sind. Mir hat es gefallen und ich wünsche mir neue Star Trek-Serien, auch wenn ich mir gut vorstellen kann, dass es schwer ist, mit neuen Ideen im Star Trek-Universum daher zu kommen.

Durchweg gut gefallen hat mir der hohe Produktionsstandard, den die Serie an den Tag gelegt hat. Die Ausstattung ist schon sehr üppig, selbst im Vergleich zu den vorherigen Star Trek-Serien. Dazu kommen massig nett gemachte CGI-Aufnahmen, die für Serienverhältnisse nach der Jahrtausendwende ziemlich gut aussehen. Hier merkt man schon, dass enorm viel Geld in die Produktion geflossen ist.

Es folgt nun noch meine Best of-Liste von sehenswerten Episoden, die ich mir ein zweites mal anschaue, aber sicherlich noch einige weitere streichen werde.

ENT 1.01/02 Broken Bow
ENT 1.03 Fight or Flight
ENT 1.05 Unexpected
ENT 1.07 The Andorian Incident
ENT 1.08 Breaking the Ice
ENT 1.09 Civilization
ENT 1.12 Silent Enemy
ENT 1.14 Sleeping Dogs
ENT 1.15 Shadows of P’Jem
ENT 1.19 Acquisition
ENT 1.23 Fallen Hero
ENT 1.25 Two days and two nights
ENT 1.26 Shockwave

ENT 2.01 Schockwave, Part II
ENT 2.02 Carbon Creek
ENT 2.03 Minefield
ENT 2.04 Dead Stop
ENT 2.05 A Night in Sickbay
ENT 2.07 The Seventh
ENT 2.09 Singularity (die einzige Enterprise-Episode, die mir richtig gut gefallen hat)
ENT 2.10 Vanishing Point
ENT 2.12 The Catwalk
ENT 2.14 Stigma
ENT 2.15 Cease Fire
ENT 2.16 Future Tense
ENT 2.19 Judgment
ENT 2.23 Regeneration
ENT 2.24 First Flight
ENT 2.26 The Expanse

ENT 3.01 The Xindi
ENT 3.02 Anomaly
ENT 3.05 Impulse
ENT 3.08 Twilight
ENT 3.10 Similitude
ENT 3.13 Proving Ground
ENT 3.14 Stratagem
ENT 3.16 Doctor’s Orders

ENT 4.01 Storm Front
ENT 4.02 Storm Front, Part II
ENT 4.03 Home
ENT 4.07 The Forge (1)
ENT 4.08 Awakening (2)
ENT 4.09 Kir’Shara (3)
ENT 4.11 Observer Effect
ENT 4.12 Babel One (1)
ENT 4.13 United (2)
ENT 4.14 The Aenar (3)
ENT 4.15 Affliction (1)
ENT 4.16 Divergence (2)
ENT 4.17 Bound
ENT 4.18 In a Mirror, Darkly (1)
ENT 4.19 In a Mirror, Darkly (2)
ENT 4.20 Demons (1)
ENT 4.21 Terra Prime (2)
ENT 4.22 These are the Voyages…
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Star Wars – The Clone Wars (Stand: Season 1 Episode 7 – am Aufholen)

Kürzlich habe ich mir den Pilotfilm auf DVD angeschaut, nachdem ich ihn im Kino verpasst habe. Der war einfach herrlich erfrischend, offensichtlich witzig und es gab jede Menge lustiger Kabeleien zwischen Anakin und der herzallerliebsten Ahsoka. Damit ist der Pilotfilm schon mal deutlich besser als erwartet. Für einen Star Wars-Fan lohnt sich also der Pilotfilm locker und ich denke auch, dass es mit der Serie selbst nicht anders sein wird. Die Serie ist nach den ersten sieben Episoden vor allem sehr actionreich, es macht Spaß und über die dummen Battledroids der Seperatisten schmeiße ich mich regelmäßig weg.
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The Simpsons (Stand: Season 1)

Habe Season 1 gesehen und Season 2 steht kurz bevor. Jepp, der Humor trifft meinen Nerv, aber es darf ruhig noch lustiger werden. The Simpsons ist für mich ebenfalls eine Serie, die ich früher nie so recht gesehen habe und die ich nun nachholen will. Ansonsten gibt’s aber noch nicht viel mehr zu sagen.
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The Unit (Stand: Season 4)

Läuft auch noch in meinem Programm. Schade, dass auch dies wahrscheinlich die letzte Season sein wird.
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Warteliste:

Magnum, P.I.
Young Indy
House
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Auf dem Radar:

Virtuality
Caprica
Star Wars: Real Series

Seriencheck (VII)

Die Menge der zu besprechenden Serien nimmt ganz schön überhand, weshalb das wieder ein äußerst ausufernder Beitrag geworden ist. Schon beim letzten mal habe ich ja geplante Texte verschieben müssen, weil es sonst zu viel gewesen wäre. Da ich aber auch nur rund drei mal im Jahr den Seriencheck schreibe, sammelt sich aber auch immer einen ganze Menge an. Das ist gleich wieder so viel, dass ich mich noch nicht mal an alle neu angelaufenen Serien, die mich interessieren, dran hängen kann. Welch’ bitteres Los! So geschehen im Falle der neuen Star Wars-Serie The Clone Wars, welche auf der Warteliste steht und für die ich aus erfreulicheren Gründen einfach noch keine Zeit hatte. Aber das macht nichts, denn ich habe sehr viel nachzuholen. Mit Akte X bin ich – mehr oder minder – durch, Star Trek und Ally McBeal habe ich schon im Frühjahr abgeschlossen, Generation Kill lief im Sommer und ist schon vorbei. Allerdings verschiebe ich die Besprechung von Star Trek – Enterprise wegen der Menge des Textes erneut auf das nächste mal. Dazu kommen aber weiterhin die wieder frisch angelaufenen Seasons von Californication, Chuck, E.R., Heroes, Pushing Daisies und The Unit, sowie neu angelaufene Serien wie Fringe und Life on Mars. Erneut habe ich mir in der Zeit vom letzten Seriencheck bis heute Notizen zum Gesehenen gemacht und forme das jetzt in richtige Texte um. Es werden liebgewonnene Kleinode und bekannte Dauerbrenner darunter sein, die in bekannten Strukturen weiterlaufen. In diesem Fall bleibe ich kurz, da ich das in der Regel in vergangenen Serienchecks schon ausführlich ausgebreitet habe. Und die Kleinode erhalten schlichtweg eine neuerliche Liebeserklärung von mir. Außerdem wird geklärt, was Star Trek – Voyager mit Pushing Daisies zu tun hat – eine Verbindung, die ich ganz interessant finde. Da hat sich nun also eine ganze Menge angesammelt. Alles in allem ist das in der Regel eine Stunde “aktueller” Stoff am Abend, weshalb es dazu auch ein paar Spoiler geben wird, plus eine Stunde Blick in die historische Vergangenheit des Serienzeitalters. Und mit der Vergangenheit geht’s gleich los. Hier. Jetzt.
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Akte X (Stand: Season 9 – abgeschlossen)

Letztes mal habe ich noch über Season 1 gelästert. Mit Season 2 werden die Geschichten etwas solider, im Verlauf der folgenden Seasons auch dezent interessanter. Scullys Entführung war schon sehr spannend gemacht und das war etwas was ich in meiner diffusen Erinnerung erst viel, viel, viel später erwartetet hatte. Trotzdem fehlten mir im großen Teil der zweiten Season immer noch echte Highlights unter den Episoden. Die ersten Episoden, die mir wirklich gefallen haben, weil sie gut erzählt wurden und anständig verzwickt waren, waren die des Finales der zweiten Season und des Starts der dritten Season, in denen es natürlich wieder um das allseits beliebte Thema der Außerirdischen und der Vertuschung selbiger ging. Auch wenn diese Episoden wirklich gut und spannend waren, würde ich es nicht zum Topkaliber von Serienepisoden im Allgemeinen zählen, denn nach wie vor tat ich mich schwer mit Akte X. Die angeblich spannende Atmosphäre der Verschwörungs-Thematik blieb mir verschlossen und wirkt nun wohl mehr als zehn Jahre nach der Erstausstrahlung nicht mehr auf mich. Hin und wieder funktionieren die Andeutungen, und nur darauf basiert eine Akte X-Episode im Grunde ja, wie eben in den genannten Episoden. Oftmals wirken sie heute auf mich aber einfach doch zu platt. Was mich damals als junger Pimpf vielleicht noch verschrecken konnte, hat kaum noch einen Effekt. Damals mag Akte X die Grenzen des Phantastischen und der ungewöhnlichen, teilweise verstörenden und seltsamen, einfach expliziten Bilder im Fernsehen erweitert haben. Aber mit der Zeit hat man dann auch zu viel davon gesehen, sich dran gewöhnt, womit die Wirkung doch etwas verloren geht. Das ist auch ein Problem, dass ich zur Zeit mit Fringe habe, wie weiter unten zu lesen sein wird.

Über die Seasons von Akte X macht sich aber schon ein stetiger Qualitätszuwachs in allen Belangen bemerkbar, selbst Season 9 ist immer noch wirklich gut produziert und hat nicht mehr den dezenten und staubigen Doku-Charme der ersten Season. Produktionstechnisch hat sich Akte X auf ein wirklich hohes Niveau gehievt. Mir machten schließlich die “Mythologie-Episoden” um die Außerirdischen mehr Spaß als reguläre Einzelepisoden. Und ich habe sogar die entsprechenden Episoden in Season 7 bis 9 noch verstanden, auch wenn sie nicht mehr so spannend waren. Viel größere Probleme hatte ich aber mit den Einzelepisoden, die eher selten über den Status “geht so” hinaus kamen. Spätestens ab Season 4 habe ich kaum noch eine Einzelepisode vollständig geschaut, allerdings hatte auch mein Durchhaltevermögen ein klitzekleinwenig nachgelassen. Meistens waren sie mir tatsächlich zu langweilig geworden, da die Serie in der Regel nach Schema F ablief. In zwei Fällen war es mir auch deutlich zu abgeschmackt und widerwärtig (in einem Fall kam mir tatsächlich das Mittagessen wieder hoch – Schwamm drüber *hüstel*). Insgesamt überwiegten dann doch die für mich negativen Punkte knapp die folgenden positiven Punkte.

Denn die hat Akte X ja dann doch. Zum einen in der Form der nett gemachten “Mythologie-Episoden”, zum anderen aber in den zunehmend selbstironischeren Episoden, die meistens die Ausnahme bildeten, weil ich sie doch vollständig geschaut habe. Season 6 ist hier das beste Beispiel mit sehr lustigen Episoden, welche die besseren Akte X-Episoden sind. Wenn Mulder mit dem einen Regierungsagenten den Körper tauscht, Scully und Mulder als Vorzeige-Pärchen undercover in eine Wohnsiedlung einziehen oder Mulder auf der Queen Elizabeth in der Vergangenheit im Bermuda-Dreieck landet und alle bekannten Figuren analog zu ihren sonstigen Serienrollen als Nazis oder Geheimagenten auftauchen. Letzteres ist dann auch für mich die brillanteste Akte X-Episode gewesen, die ich mir jederzeit wieder anschauen würde. Spätestens hier hatte mich Akte X voll getroffen – aber damit ist nicht der ganze verschwörungstheoretische Kram gemeint, sondern die wirklich interessante Chemie des Figurenensembles. Zwischendurch gab es ja noch den Film, den ich ganz nett fand, der aber kaum besser als eine übliche Doppelepisode war. Selbst Robert Patrick und die andere neue Agentin, deren Namen ich gerade vergessen habe, passten für meine Begriffe wirklich gut in die Serie. Aus dem Figurenensemble stechen aber eindeutig Mulder und Scully hervor. Beide sind absolut fantastisch geworden, Mulder ist eine coole Sau und Scully eine noch viiiiiieeeeel coolere Lady. Scully steht klar auf einer Stufe mit Sydney und wer in vergangenen Zeiten von meiner Alias-Abhängigkeit gelesen hat, weiß was das heißt. Das Duo wuchs mir wirklich ans Herz und es fiel mir selbst nach Season 9 und dem ersten Film schwer, Abschied zu nehmen. Trotz dass mir nur wenige Einzelepisoden wirklich gefallen haben. Der zweite Film steht bisher noch aus, sollte aber demnächst noch an die Reihe kommen. Vielleicht kehre ich eines Tages mal zurück zu Akte X und schaue mir mehr Einzelepisoden an. Aber das wird erst geschehen, wenn ich alle anderen Nachholobjekte gesehen habe.

Die wenigen Episoden auf der Bandbreite von “ganz nett” bis “hat mir wirklich gefallen” sind die folgenden:

2.25 Anasazi (1)

3.01 The Blessing Way (2)
3.02 Paper Clip (3)
3.09 Nisei (1)
3.10 731 (2)
3.12 War of the Coprophages

4.09 Tunguska (1)
4.10 Terma (2)
4.24 Gethsemane (1)

5.01 Redux (2)
5.02 Redux II (3)
5.12 Bad Blood
5.13 Patient X (1)
5.14 The Red and the Black (2)
5.20 The End

The X-Files Movie

6.03 Triangle (beste Akte X-Episode überhaupt, vielleicht sogar eine der besten Episoden von allen Serien, die ich jemals gesehen habe)
6.04 Dreamland (1)
6.05 Dreamland (2)
6.11 Two Fathers (1)
6.12 One Son (2)
6.22 Biogenesis (1)

7.01 The Sixth Extinction (2)
7.02 The Sixth Extinction II: Amor Fati (3)
7.22 Requiem

8.01 Within (1)
8.02 Without (2)
8.14 This is not happening (1)
8.15 DeadAlive (2)
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Ally McBeal (Stand: Season 5 – abgeschlossen)

Ich stelle gerade fest, dass ich außer in meinem allerersten Seriencheck noch gar nichts zu Ally McBeal geschrieben habe, welches ich inzwischen auch vollständig gesehen habe. Zu Ally McBeal kann ich vor allem eines sagen: Kult, absoluter Kult. Es ist eine tolle Darstellung von Allys emotionsgeladenem Leben und zumindest in den ersten drei Seasons immer mal wieder eine klasse Widerspiegelung in den Fällen vor Gericht. Später verschwindet dieses Konzept ein wenig, die Serie kümmert sich etwas mehr um ihre Nebencharaktere oder um direkte Beziehungsverwicklungen der Charaktere, allen voran good old Ally. Die Schauspieler drehen spätestens ab der zweiten Hälfte der zweiten Season sowieso immer mehr auf und ein erster Höhepunkt ist der Auftritt von Barry White in der Bar in dieser Season. Freudentränen galore. In gewisser Weise war die Musik in Ally McBeal damals, als ich die Serie zum ersten mal hin und wieder im Fernsehen verfolgt habe, auch prägend auf meinen persönlichen Musikgeschmack. Vermutlich hat mich Ally McBeal noch viel mehr geprägt. Die phänomenalste Episode ist die erste der dritten Season, in der Ally eine Hochzeit sprengt, weil sie nicht schweigen kann, als der Priester fragt, ob jemand etwas gegen die Ehe des Hochzeitspaares habe. Denn Ally hatte eine Woche zuvor nichts weniger als Sex mit dem Bräutigam. Bei dieser urkomischen und schwer peinlichen Situation habe ich mich minutenlange gekugelt vor Lachen. Wunderlich schließlich die Finalepisode der dritten Season: Ally McBeal – Das Musical. Mich wundert es hierbei wie die Darsteller über das vergangene Jahr und ihre momentane Situation auf englisch singen, teilweise auch Dialoge singen, während Gesprochenes weiterhin auf Deutsch erschallt. Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie dies damals dem ordinären deutschen Zuschauer präsentiert werden konnte, wenn er dabei nur die Hälfte verstand. Damals war das deutsche Fernsehen schließlich auch schon nur kurz davor, Unterschichten-TV zu werden.

Nur in Season 5 musste ich mich fragen, was da nur aus Ally McBeal geworden ist. Hatte Season 4 noch einen großartig aufgelegten Robert Downey Jr. als Bonusfigur, hängt Season 5 richtig durch! Erst mit der Christina Ricci-Doppelfolge fängt sich die Serie wieder und es gab endlich wieder Männergeschichten mit Ally, endlich wieder die eine oder andere peinliche Situation mit ihr und endlich wieder Witz und abgedrehten Humor dank der Ricci. Leider geschah das aber erst im letzten Viertel dieser letzten Season. Insgesamt eine ganze großartige Serie, die mir unheimlich viel Spaß bereitet hat. Pokipsy!
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Californication (Stand: Season 2)

Ganz toll schafft Californication den Spagat zwischen Comedy und Drama. Gelegentlich ist die Serie Tränen anrührend, gelegentlich ist sie unglaublich spaßig. Hank ist ein Vorbild, der Lebensstil Neid erregend. Unter den aktuell laufenden Serien ist Californication neben Chuck, Life on Mars und Pushing Daisies die interessanteste Serie zur Zeit für mich, ein Grund, jeden Tag aufzustehen, den Arbeitstag rumzubringen und dann einmal in der Woche Californication zu gucken (öhm, ich übertreibe mal wieder…). Mit dem Zylonen Leoben als schwerreichen Musikproduzenten ist ein noch durchgeknallterer Charakter als Hank in der Serie eingebaut worden, bei dem auch regelmäßig mit dem Kopf geschüttelt werden darf über dessen Eskapaden und Sprüche.
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Chuck (Stand: Season 2)

Witzig und interessant ist nach wie vor good old Chuck. Der Geek schlechthin und damit ein Freak, in dem sich wohl manch einer von uns wenigstens teilweise wiedererkennt. Mehr davon!

Wo kam eigentlich gleich noch mal Pryce Larkin her und wieso arbeitet er mit dem Geheimdienst, wenn er doch Intersec zerstört hat?
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E.R. (Stand: Season 15)

Das ist die große Goodbye-Season. Es wird aber auch Zeit, da E.R. wirklich abgebaut hat. Die 15. Season hat lange nicht mehr die gefühlte Geschwindigkeit und Hektik der früheren Seasons oder aktueller Serien, das Schema ist nun zu oft das gleiche und die Fälle sind kaum noch interessant. Auch wenig interessant sind die verbliebenen Charaktere und neue Charaktere werden gar nicht erst interessant gemacht. Das Figurenkarussell ist in den letzten zwei Jahren und wegen des Autorenstreiks auch zu schlimm geworden, kaum ein neue Figur bleibt länger als ein halbes Jahr dabei, gleichzeitig müssen die alten und somit teuren Darsteller (Abby, Kovac, Pratt) raus. Die Schwester Sam interessiert mich nicht, der Arzt Tony auch nicht, Angela Bassett macht auch nichts her, die Chirurgen Lucien und Neela sind nicht sehr interessant. Lediglich Morris bringt inzwischen etwas Licht ins Schattendaseins des früheren Selbst der Serie. Nur aus Sentimentalitätsgründen bleibe ich noch dran, um den Abschluss der Serie mitzunehmen. Wäre der Abschluss nicht angekündigt, hätte ich wohl schon abgebrochen.
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Fringe (Stand: Season 1)

Mit Fringe ist eine auf mich sehr Akte X-lastige Serie gestartet. J.J. Abrams zeichnet sich unter anderem federführend verantwortlich und damit ist die Serie ja schon ein Muss. Allerdings muss Fringe meiner Meinung nach noch in Schwung kommen, die bisher gelaufenen Episoden sind arg schematisch gestrickt und die Mysterien selbst waren nun noch nicht so spannend. Gleichzeitig ist das Figurenensemble sehr einfach angelegt und die Charaktere selbst bleiben noch blass. Letzteres mag zwar dem Beginn der Serie geschuldet sein, in dem die Figuren naturgemäß noch nicht weiter ausgeprägt sind, aber von Felicity über Alias und Lost bis hin zu Mission: Impossible 3 haben die Autoren Abrams, Kurtzmann und Orci bewiesen, dass sie das bereits besser können und ein vielschichtiges Beziehungskarussell aufzubauen vermögen. Bei Fringe habe ich aber das Gefühl, dass einiges noch zurück gehalten wird. Das hoffe ich jedenfalls, denn meiner Meinung nach geht in Fringe ansonsten noch so einiges. Von den Darstellern gefällt mir bisher auch nur die nette Hauptdarstellerin Anna Torv und zunehmend auch der schrullige Wissenschafts-Opa, der sich den Namen seiner Assistentin nicht merken kann.

Weniger gut dagegen gefallen mir die Ekelszenen zu Beginn einer Episode und gelegentlich auch zwischendurch. Diese dürfen für meinen Geschmack künftig etwas moderater ausfallen. Das scheint mir aber Aushängeschild von Fringe zu sein, denn der Rest ist beinahe konventionelle Ermittlungsarbeit. In Sachen “Wow-Effekt” ist es aber bisher nicht so viel anders als Akte X und da diese Serie schon die Grenzen des Phantastischen und (Un-)Möglichen so weit weg gedrückt hat, dürfte es Fringe recht schwer fallen, in diese Fußstapfen zu treten und auch immer weiter und weiter zu gehen. Das ist aber momentan noch mein Problem mit der Serie: viel Ungewöhnliches hat man einfach schon mit Akte X gesehen und die Bilder etwas schlimmer, eindeutiger, blutiger, expliziter zu gestalten, hilft nicht über das Dilemma hinweg. Von meiner Warte aus darf Fringe ruhig noch etwas Mystery und Spannung zulegen. Das heißt, spannendere Storys mit mehr ungewöhnlicheren Wendungen, originellere Fälle, Beziehungsdramen, aber auch mehr Andeutungen bei den Fällen selbst. Es muss nicht unbedingt minutenlang auf das Herz in einem offenen Brustkorb oder auf einen zerfließenden Menschen gehalten werden.

Aber gute, solide Unterhaltung ist es alle mal, eben mit Potential nach oben. Alias oder Felicity haben auch nicht sofort von den ersten Episoden an gezündet und gerade Alias wurde im Laufe der ersten beiden Seasons ja auch immer besser und besser. Ein wirkliches Highlight war für mich bisher nicht dabei. In der aktuellen Episode 1.07 war aber nun durchaus schon zu sehen, dass sich die Serie um einen dezenten Episoden-übergreifenden Handlungsbogen bemüht. Das ist genau der richtige Ansatz, den die Serie gebrauchen kann. Andererseits passt es aber nicht so ganz, so mir nichts dir nichts einen verflossenen Lover unserer Agentin in Frankfurt (“Ick arbeite im Bundestag.”) zu präsentieren. Wenigstens wird ein kleinwenig vom bekannten Schema der ersten Episoden abgewichen, wie schon zuvor zu sehen war. Obwohl mich die Handlung von 1.05 Power Hungry auch nicht so ganz mitgerissen hat (die Phänomene sind mir einfach noch zu Akte X-lastig), hat mir die Episode etwas besser gefallen als die drei vorherigen, da das Schema F (Zwischenfall -> Walter hat ‘ne Theorie -> Ermittlungsarbeit von Olivia -> Hinweise von der Dame in Massive Dynamics -> Walter macht ein Experiment -> das führt zum “Täter”) so nicht ablief. Das finde ich besser so. Denn zu konservativ sollte die Serie nicht bleiben, ich glaube, das würde Fringe nicht so gut bekommen. Mehr Variation bitte. Der John-Teil als Mystery-Würze hat mir hier sehr gut gefallen, ich glaube, hier steckt auch noch einiges mehr dahinter. Das hoffe ich jedenfalls wegen dem versteckten Kellerarchiv, das Olivia am Ende gefunden hat.

Trotz meiner Kritik bin ich aber irgendwie gespannt auf die nächsten Episoden.
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Generation Kill (abgeschlossen)

Das war eine siebenteilige HBO-Militärserie über eine Einheit Aufklärungs-Marines im jüngsten Irakkrieg. Ein wenig sollte sie wie Band of Brothers sein und tatsächlich war es ganz interessant, den Marines bei ihrem Einmarsch in den Irak zuzuschauen. Mit welchen Methoden das amerikanische Militär vorging, war nicht selten verblüffend, wie wenig Intelligenz vorhanden war, je höher der Rang ist, war umso erschreckender. Es hinterlässt ein seltsames Gefühl, wenn widersprüchliche Befehle ausgegeben werden, die das Schießen auf Menschen beinhalten und dabei in den ersten Tagen des Einmarschs kein Unterschied zu unbewaffneten Zivilisten gemacht wird. Wenn dann von den höherrangigen Militärs, die nur noch ihren “größeren Überblick” kennen, selbst die einfachste Tatsachenlage ignoriert wird, verwundeten irakischen Zivilisten Hilfe verwehrt wird, ist das nur noch kaltblütig zu nennen. In diesem Sinne trifft die Serie einige Male den Nagel auf den Kopf. Insgesamt muss ich aber feststellen, dass Generation Kill nicht an die Vorlage Band of Brothers heranreicht. So spannend sind einzelne Patrouillen-Fahrten der Einheit nicht zu beobachten, es bleibt vielmehr ein Einblick in eine Einheit während des Irakfeldzuges von 2003.
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Heroes (Stand: Season 3)

Läuft ganz interessant bisher an, gefällt mir wieder etwas besser als Season 2 aber immer noch nicht so gut wie Season 1. So viel in aller Kürze dazu. Ich kann noch kein wirkliches Ziel von Seaosn 3 Villains erkennen, habe aber dezente Hoffnung, dass es sich noch richtig entwickeln wird. Es geht ja diesmal offenbar um die Petrelli-Familie und um die Ursprünge der vielen Heldenfähigkeiten. Gut, Sylar mal eben zum Familienmitglied zu erklären, mit diesem Trick holt man seit Luke Skywalker nicht mehr wirklich jemanden hinter dem Ofen hervor. Aber wenn Heroes ein wenig an der Verschachtelung der Zeitebenen, der Beziehungen und der vielen What if-Realitäten festhält und das zu einer ordentlichen Lösung führt, deren Weg bis dahin noch ein paar Wendungen enthält, dann könnte das schon noch was werden. Schade ist nur, dass Sark (David Anders) so schnell ableben durfte.
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Life on Mars (Stand: Season 1)

Ich kenne das britische Original nicht und der erste Pilotfilm hat mir nur wenig gefallen. Aber der neu-inszenierte Pilotfilm und die ersten Episoden kommen viel besser daher und für mich wurde Life on Mars nach ein paar Episoden zu einem kleinen Highlight. Somit kann ich auch der Kritik der Fünf Filmfreunde nicht zustimmen. Die Welt der 1970er Jahre mag in der Serie nicht unbedingt akkurat sondern eher parodistisch dargestellt sein, aber das macht mir nichts aus. Ich habe sowieso das Gefühl, dass sich die Serie auch nicht ganz so ernst nimmt, sondern immer wieder selbstironische und sarkastische Töne anklingen dürfen. Sah der erste Pilotfilm noch nach einer brutalen und harten Polizeiserie aus, ist nun deutlich mehr jovialer Humor angesagt. Das muss einem nicht gefallen, das kann ich sogar nachvollziehen. Aber irgendwo trifft das meinen Nerv. Harvey Keitel ist wirklich bestens aufgelegt. Selbst Sam sieht in seiner Situation manches doch sehr locker, was der Stimmung der Serie in jeden Fall zu gute kommt. Die vielen Oneliner, Sprüche und verbalen Schlagabtausche der Detectives sorgen für das übrige. Besonders gefällt mir die Musik des Jahrzehnts, bisher dürfte es in der Serie keinen Song gegeben haben, der mir nicht gefallen hat. Nach Ally McBeal ist Life on Mars damit wieder die Musikserie für mich schlechthin. Das macht Spaß und lohnt sich allein schon deswegen. Sogar einen kleinen Episoden-übergreifenden Handlungsbogen gibt es, womit Sams Situation gemeint ist. Koma, Zeitreise, Leben nach dem Tod, Schizophrenie? Bin mal gespannt, was dabei rauskommt und ob Sam in “seine” Zeit zurückkehrt. Hier ist als Kritik lediglich anzumerken, dass die Hinweise kaum förderlich für das Mysterium sind und sowieso viel zu wenig auftauchen. Da geht es dann doch zu sehr um die jeweiligen Fälle einer Episode. Mal sehen, wie sich das noch entwickelt. Ich mag die Serie, nicht jede Episode ist ein wirkliches Highlight, es gab auch schon schwächere. Aber meistens sind die Episoden solide und Life on Mars ist neben Fringe der Neuzugang in meiner diesjährigen Serienseason.
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Pushing Daisies (Stand: Season 2)

Anfangs der zweiten Season hätte ich noch gesagt, das ist die Serie im Moment schlechthin. Aber wie schon bei Fringe oder Life on Mars gibt es gute und schlechte Episoden. Die Nonnen-Episoden war zum Beispiel für mich nicht so toll, aber ansonsten ist Pushing Daisies immer noch ganz großes Kino. Neben Chuck und Californication habe ich mit dieser Serie zur Zeit sicherlich am meisten Spaß, umso trauriger ist es aber, dass es vorläufig nur eine 13teilige zweite Season geben wird und die Fortführung noch nicht beschlossen wurde. Pushing Daisies ist für mich die am liebevollsten und originellsten gestaltete Serie schlechthin, die Überbetonung bei der Figurendarstellung und die dekadente Ausstattung wirken so wunderbar schnulzig, dass es eine richtige Freude ist. Pushing Daisies kam aber wegen des Autorenstreiks im letzten Jahr schon noch nicht so recht voran und sollte nun wenigstens eine volle Season bekommen. Bittebittebitte. Brian Fuller, der Schöpfer der Serie, hat im Falle einer Absetzung aber schon angekündigt, zu Heroes zurück zu kehren, wo er in Season 1 als Autor mitgearbeitet hat. Vielleicht “rettet” er ja dann diese Serie.
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Star Trek – Voyager (Stand: Season 7 – abgeschlossen)

Mit dem Beginn von Voyager musste ich erst mal eine starke Umgewöhnung von den eher persönlichen Storys aus DS9 zu den Technobabble-lastigen Episoden am Anfang der ersten Season von Voyager durchmachen. Ich bin fast ein wenig erschrocken, aber andererseits geht es mit dem Beginn von Voyager aber auch fünf Jahre zurück und wir bewegen uns eigentlich parallel zur dritten Season von DS9. So wie TNG und DS9 zwei bis drei Seasons brauchten, um aufzudrehen, so war es meine Hoffnung, dass das wohl auch bei Voyager der Fall sein wird. Aber Voyager braucht in meinen Augen wieder viel länger als DS9, erst mit Season 4 wird es viiieeel besser. Bei selbiger hatte ich dann erst einen richtigen Run durch die 26 Episoden. Warum? Voyager wird hier wesentlich actionreicher, was offenbar ein Tribut an die vielen lahmen Einzelepisoden der vergangenen Seasons darstellt. Die Einführung der Borg macht es etwas spannender und Seven of Nine ist in meinen Augen ein in allen Belangen gelungener Charakter. Hier kommt zwar wie so oft das Konzept der Integration eines Fremden wieder zum Tragen, wie es das schon häufiger in den Star Trek-Serien gab, aber offenbar ist das so interessant, dass es immer wieder funktioniert. Tatsächlich ist dieses Konzept ja unter einigen anderen Star Trek-definierend und trägt zum positiv-optimistischen Blick auf die Star Trek-Zukunft bei, in der die meisten Menschen zu beinahe vollendeten Humanisten geworden sind. Diesen Aspekt zu dekonstruieren und langsam an Seven of Nine wieder aufzubauen, gehört dann auch zu einer Stärke von Star Trek im allgemeinen.

Wirklich gut wird dann aber eigentlich erst die fünfte Season, die einen phänomenalen Start hinlegt. Ich will im Einzelnen gar nicht so viel erzählen, in vielerlei Hinsicht bot Voyager die ersten drei Seasons einfach nur Standardkost und war wenig herausragend bis dahin. Und selbst danach kamen nur einige wenige Highlights, Episoden also, die ich wirklich mochte. Die Startepisode von Season 5 gefiel mir unter anderem deshalb so gut, weil Voyager zu Beginn eine enorme Lethargie zelebriert und sich gegen Ende hin schließlich die Ereignisse zu überstürzen drohten. Die Captain Proton-Episode in Season 5, die in Schwarz-Weiß gehalten waren, waren schließlich herrlich schnulzig und zeigten einen dekadenten Ausstattungsstil sowie die Überbetonung bei der Darstellung der Charaktere. Wem das nun bekannt klingt, der sei darauf hingewiesen, dass diese Episoden von keinem anderen als Bryan Fuller geschrieben wurden, der sich bei Voyager seine ersten Sporen verdiente und nun der Mastermind (=Showrunner) hinter Pushing Daisies ist. Viele Elemente sind rückblickend zwischen diesen alten Voyager-Episode und der neuen Serie Pushing Daisies richtig vertraut, weil Captain Proton in allen Belangen genauso überdreht ist. Der Darsteller, der ansonsten den Piloten Tom Paris spielt, bleibt während der ganzen Serie über vergleichsweise blass und setzt kaum Akzente. Erstaunlicherweise führt er heute Regie bei einigen Episoden von Chuck.

Season 6 hing wieder etwas und kam nur sachte in Fahrt. Episode 6.10 Pathfinder mit Barclay und Troi war aber sehr mitreißen, am Anfang war sie eher etwas holprig, der finale Kontakt zwischen Voyager und Starfleet Command war allerdings tränenrührend und mitreißend. Das ist dann sicher eine der besseren Episoden von Voyager.

Während Voyager entschied ich mich, Star Trek nur noch auf englisch zu gucken, um der vollen 5.1-Tonspur zu frönen, die in der deutschen Fassung nach meinem Dafürhaben fehlte. Das fiel mir auf, nachdem ich zuvor einzelne Episoden auf englisch sah und das Raumschiff immer unterschwellig brummelte, was ich aber in den deutschen Fassungen irgendwie nie gehört hatte. Es fühlt sich wesentlich realistischer an. Außerdem fiel mir immer mehr die schlechte Synchronisation auf. Wenn ich noch einmal das Wort “kontakten” hören muss, dann platzt mein Kopf wie eine Wassermelone, in der ein China-Böller aus der Tschechei gesteckt wurde. Grausam! Bei solchen Sachen habe ich mir dann gesagt, nie wieder Star Trek auf deutsch zu schauen. Der Gedankengang führte mich auch dahin, mich zu entscheiden, alle aufgelisteten Star Trek-Episoden in den Serienchecks definitiv ein zweites mal schauen, wenn ich mit Enterprise durch bin. Meine eigene Star Trek-Kontinuität musste einfach verfeinert werden. Zwischendurch gefiel mir Star Trek sogar so gut, dass ich sogar sämtliches Bonusmaterial der alten Serie und der Filme nachgeholt habe.

Voyager hat zwar durchweg eine vergleichsweise hohe Qualität, kommt aber nicht so wirklich an die hochqualitativen Episoden von TNG oder DS9 heran, die diese zum Teil über mehrere Episoden aufrecht erhalten konnten. Voyager war irgendwo nett, in jeden Fall spätestens mit der Einführung von Seven of Nine, die das Actionzeitalter in den Star Trek-Serien einläutete. CGI-Shots nahmen deutlich zu und das Finale war im Grunde nur noch ein Feuerwerk ohne handlungsrelevante Substanz. Schade drum, aber immerhin ganz nett anzusehen. Mir fielen sonst nur einige unlogische Sachen auf: da macht die Voyager einen Sprung um 15 Jahre näher zur Heimat und sie treffen auf Aliens, mit denen sie vorher schon zu tun hatten. Das passt einfach nicht ganz (Season 5, die komischen Theta-Strahlungs-Leute). Oder die grundsätzlich interessanten Zeitreise-Episoden entbehren gleich völlig einer inneren Logik. Hier folgt nun nur noch meine Liste der guten Episoden, diesmal mit fast keinen Benennungen von Lieblingsepisoden, da diese einfach nicht so oft auftauchen wollten in Voyager. Sicherlich werde ich von Voyager in der zweiten Sichtung auch noch mal einige Episoden aus meiner Kontinuität streichen, besonders in den ersten Seasons.

VOY 1.01/02 Caretaker
VOY 1.03 Parallax
VOY 1.07 Eye of the Needle
VOY 1.08 Ex Post Facto
VOY 1.10 Prime Factors
VOY 1.11 State of Flux
VOY 1.13 Cathexis
VOY 1.14 Faces
VOY 1.16 Learning Curve

VOY 2.01 The 37’s
VOY 2.03 Projections
VOY 2.05 Non Sequitur
VOY 2.06 Twisted
VOY 2.14 Alliances
VOY 2.20 Investigations
VOY 2.21 Deadlock
VOY 2.26 Basics, Part I

VOY 3.01 Basics, Part II
VOY 3.02 Flashback
VOY 3.08 Future’s End
VOY 3.09 Future’s End, Part II
VOY 3.12 Macrocosm
VOY 3.13 Fair Trade
VOY 3.15 Coda
VOY 3.16 Blood Fever
VOY 3.17 Unity
VOY 3.21 Before and After
VOY 3.24 Displaced
VOY 3.25 Worst Case Szenario
VOY 3.26 Scorpion

VOY 4.01 Scorpion, Part II
VOY 4.02 The Gift
VOY 4.03 Day of Honor
VOY 4.06 The Raven
VOY 4.07 Scientific Method
VOY 4.08 Year of Hell
VOY 4.09 Year of Hell, Part II
VOY 4.13 Waking Moments
VOY 4.14 Message in a Bottle
VOY 4.15 Hunters
VOY 4.16 Prey
VOY 4.18 The Killing Game
VOY 4.19 The Killing Game, Part II
VOY 4.21 The Omega Directive
VOY 4.23 Living Witness
VOY 4.25 One
VOY 4.26 Hope and Fear

VOY 5.01 Night (mal eine richtig, richtig coole Episode)
VOY 5.02 Drone
VOY 5.03 Extreme Risk
VOY 5.04 In the Flesh
VOY 5.06 Timeless
VOY 5.07 Infinite Regress
VOY 5.09 Thirty Days
VOY 5.10 Counterpoint
VOY 5.11 Latent Image
VOY 5.12 Bride of Chaotica! (Captain Proton to the rescue!)
VOY 5.14 Bliss
VOY 5.15/16 Dark Frontier
VOY 5.17 The Disease
VOY 5.19 The Fight
VOY 5.20 Think Tank
VOY 5.21 Juggernaut
VOY 5.22 Someone to watch over me
VOY 5.23 11:59
VOY 5.24 Relativity
VOY 5.26 Equinox

VOY 6.01 Equinox, Part II
VOY 6.03 Barge of the Dead
VOY 6.04 Tinker Tenor Doctor Spy (der Doktor singt, und wie! Neben Seven of Nine wurde der Doktor sicherlich zu einer der interessanteren Figuren im Voyager-Ensemble.)
VOY 6.05 Alice
VOY 6.08 One Small Step
VOY 6.09 The Voyager Conspiracy
VOY 6.10 Pathfinder (gegen Ende hin eine wirklich klasse Episode)
VOY 6.12 Blink of an Eye
VOY 6.15 Tsunkatse
VOY 6.19 Child’s Play
VOY 6.20 Good Shepherd
VOY 6.23 Fury
VOY 6.24 Life Line
VOY 6.26 Unimatrix Zero

VOY 7.01 Unimatrix Zero, Part II
VOY 7.02 Imperfection
VOY 7.03 Drive
VOY 7.04 Repression
VOY 7.06 Inside Man
VOY 7.07 Body and Soul
VOY 7.09/10 Flesh and Blood
VOY 7.11 Shattered
VOY 7.14 Prophecy
VOY 7.15 The Void
VOY 7.16 Workforce
VOY 7.17 Workforce, Part II
VOY 7.18 Human Error
VOY 7.19 Q2
VOY 7.20 Author, Author
VOY 7.21 Friendship One
VOY 7.23 Homestead
VOY 7.24 Renaissance Man
VOY 7.25 Endgame
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Terminator – The Sarah Connor Chronicles (Stand: Season 2 – abgebrochen)

Nach zwei Episoden der zweiten Season habe ich diese Serie nun doch abgebrochen. Die erste Episode war wegen der Action noch ganz gut, nur fehlte eine gescheite Handlung. Mit Episode 2 und wegen genug anderer Serien zum Schauen ist Terminator – Sarah Connor Chronicles aber nun durchgefallen. Diese Episode konnte ja nun gar nichts mehr bieten. Zwar habe ich in einer Zusammenfassung der letzten Episoden gelesen, dass sie wieder leicht origineller werden, aber ich glaube kaum, dass die Action und die Handlung wirklich so viel besser geworden sind. Genau das hätte ich aber bei dieser Serie erwartet.
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The Unit (Stand: Season 4)

Hier gibt’s nicht viel zu sagen, außer vielleicht, dass das Niveau minimal gesunken ist und nicht mehr jede Episoden so superspannend ist gegenüber den letzten drei Seasons. Trotzdem mag ich The Unit immer noch und bleibe dran, auch wenn es danach aussieht, dass dies die letzte Season sein wird. Die aktuelle erste Episode des Zweiteilers zur Rettung von Blaines Tochter, ebenfalls Soldatin und die im Irak gefangen genommen wurde, macht aber immer noch einiges her. Für Spannung ist also immer noch gesorgt.
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Warteliste:

Spacecenter Babylon 5
Magnum, P.I.
Young Indy
Samantha Who?

Star Wars: Clone Wars
House
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Auf dem Radar:

Virtuality
Swingtown
Flashpoint
Caprica

Star Wars: Real Series

Best of 2007

Ja, ne, jetzt lasse ich einfach mal so meine total gewöhnliche und schnöde Best of-Meinungen im medialen Bereich los und schöpfe meine überquellenden Gedanken der Denkmaschine an dieser Stelle ab. Irgendwo wird das sicherlich ein Spagat zwischen einer einfachen Liste, die die Welt nicht braucht, und simplen Nennungen von den Sachen, die mir dieses Jahr gefallen haben. Ohne das großartig auszuufern werde ich einfach mal sehen, was mir zu den jeweiligen Dingen einfällt. Natürlich geht’s um Filme, Serien, PC-Spiele, Musik und Bücher, wobei vermutlich letztere beiden Sachen gleich unter den Tisch fallen werden, da ich dort kaum was aktuelles gehört oder gelesen habe und mich nur mit älteren Dingen befasst habe. Viel ist es unter den aktuellen, diesjährigen Sachen sowieso nicht, denn wie üblich würde ich gerne öfters ins Kino gehen, mehr lesen oder mehr spielen. Aber so nebenbei ist da ja auch noch ein Leben zu führen, über dass ich mich an dieser Stelle aber nicht auslassen werde, da das nicht meine Art ist. So!

Film des Jahres

Ist für mich Transformers. So sinnlos Michael Bay-Filme sind, mir machen sie einfach Spaß. Fluch der Karibik 3 hat mir ansonsten noch ganz gut gefallen, beim Rest des Jahres ist das Bedürfnis allerdings nicht vorhanden, den Film noch mal anzuschauen. Gerne noch gesehen hätte ich Death Proof und Planet Terror, das muss ich mir nun für die DVD aufheben.

Im nächsten Jahr freue ich mich vor allem auf I am Legend mit Will Smith, Cloverfield (New York wird mal wieder platt getrampelt) und natürlich den neuen Star Trek-Film von J.J. Abrams. Mal sehen, was das Jahr noch bieten wird.

Serienstarts des Jahres

Mit drei Serien gibt es diesmal richtig viele gute neue Sachen für mich. Chuck, Pushing Daisies und Californication sind die Neuzugänge, an denen ich dran geblieben bin. Alle drei Serien sind großartige Mischungen aus Drama und Comedy, niemals aufgesetzt (trotz der bunten Welt von Pushing Daisies) und alles herzallerliebst umgesetzt. In allen drei Fällen kann ich die DVD-Veröffentlichungen eigentlich kaum erwarten.

Nächstes Jahr freue ich mich übrigens auf die neue Serie Fringe, ebenfalls von Abrams entwickelt.

Serie des Jahres

Bleibt für mich aber Lost, dicht gefolgt von Battlestar Galactica. Obwohl beide Serien mit ihrer jeweils dritten Season heftige Kritik einstecken mussten, empfinde ich persönlich die Qualität als gewohnt gut und auf demselben hohen Niveau wie die jeweils vorangegangenen beiden Seasons. Wenn ich aber Serien nennen müsste, welche dieses Jahr am meisten Eindruck bei mir hinterlassen haben, dann müsste ich Star Trek – Next Generation und The Unit nennen (siehe Seriencheck Teile IV und V). Letzteres ist ein wahres Kleinod geworden. Star Trek hatte mich dagegen zeitweise so in den Bann gezogen, dass ich mir hier gleich noch alle neuen Filme ausgeliehen hatte und zwei Hintergrundbücher verschlungen habe, bzw. noch verschlinge. Ich schaue mal, ob ich die Rezensionen zu den Büchern Star Trek 40 Jahre von Thomas Höhl und Mike Hillenbrand (welches ich etwas kritischer sehe) und Das Phänomen Star Trek – Virtuelle Räume und metaphorische Weiten von Andreas Rauscher hinbekomme. Letzteres ist in meinen Augen eine brillante philosophische Untersuchung der Next Generation-Serie und teilweise auch von Deep Space Nine. Kein Wunder, hat der gute Mann mit dieser Dissertation doch seinen Doktorgrad erlangt. Es ist nicht ganz leicht zu lesen, aber wer sich auch nur ein kleinwenig im geisteswissenschaftlichen Bereich auskennt und Star Trek mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

Spiel des Jahres

Nun gut, den neuen Rechner habe ich erst seit rund zwei Wochen, viel konnte ich also noch gar nicht spielen. Nach drei Jahren von größtenteils Abstinenz macht es mir aber wieder Spaß, in eben solche virtuellen Welten einzutauchen und eine Geschichte selbst zu erleben. Bisweilen empfinde ich ein Half-Life 2 – Episode 2, ein Crysis oder ein Bioshock als ein beeindruckenderes Erlebnis, als so manchen hochkarätigen Kinofilm. Da ich bisher nur zu Crysis und HL2 – Episode 2 ein abschließendes Urteil fällen kann, sind diese Spiele dann auch meine Spieles des Jahres. Crysis hat eine richtig tolle Optik und zieht daraus sicherlich den größten Reiz. Und obwohl ich im letzten Eintrag schrieb, dass die Inszenierung der Story ganz banal ist, mausert sie sich im Verlauf des Spiels doch zu einem ganz spannenden Stück. Atmosphärisch wird das Spiel einwandfrei, es folgen nach den Anfangskämpfen allein im Dschungel gegen Koreaner eine größere Panzerschlacht mit kombinierten Infanterieangriffen, ein Schwerelosigkeits-Level im optisch fantastisch aussehenden Alien-Schiff (wobei über den Spaßgehalt von Schwerelosigkeit gestritten werden darf) und anschließend die Winterlandschaft und die Flucht von der Insel. Das ist schon sehr cool gemacht, wenn auch das Spiel deutlich zu kurz ist, nicht mal halb so lang wie Far Cry seinerzeit. Auf einem 24 Zoll-Widescreen-Monitor zu spielen ist sowieso toll und intensiviert das Spielerlebnis sicherlich noch mal um einiges.

Apropos Far Cry, welches ich nun auf dem neuen Rechner mal in voller Pracht genießen kann. Ja, ich finde sehr, dass das Spiel aufgrund der mittlerweile veralteten Grafik massiv an Atmosphäre verloren hat. Ich quäle mich da durch und überlege mir schon eine Weile, es sein zu lassen. Dabei bin ich gerade erst auf die ersten Trigens getroffen, die ich allerdings damals schon nervig fand. Die Aussicht, dass mir noch jede Menge In-Door-Missionen und Lagerhallen mit Kisten bevorstehen, beflügelt mein Bedürfnis auf dieses Spiel nicht gerade. Aber das ist offenbar die Krux dieser kaum ein paar Jahre alten Ego-Shooter: damals toll, wegen der Optik, heute olle, wegen der veralteten Optik. Da weiß ich schon, was in ein paar Jahren mit Crysis geschieht… Unter den alten Ego-Shootern habe ich noch Doom 3 und Half-Life 2 angespielt. Doom 3 versprüht noch so einiges an Grusel-Atmosphäre, nervt aber durch ewig lange und immer gleiche Level. Durch Half-Life 2 bin ich dagegen wieder komplett durchgerauscht, habe gleich Episode 1 und 2 dran angeschlossen und bin immer noch über die großartige Abwechslung des Spiels begeistert, die sich so auch in den beiden Episoden vorsetzt. Was mir an den Episoden besonders gut gefallen hat, ist, dass es in beiden Episoden jeweils mehr Story gibt, als in Half-Life 2 überhaupt. Mit Alyx als Begleiterin hat man aber auch jemanden, der immer wieder was erzählt.

Worauf freue ich mich nächstes Jahr? Abgesehen davon, dass ich eine Menge aufzuholen habe (u.a. Call of Duty, Fear, Quake 4, Prey, Stalker, Enemy Territory: Quake Wars, Gears of War, Darkstar One, Psychonauts, Geheimakte Tunguska, Jade Empire, Command & Conquer 3), staht da Jagged Alliance 3, Assassins Creed (da wird sich mein XBox360-Gamepad mal wieder freuen) und natürlich Starcraft 2, falls es mit letzterem nächstes Jahr überhaupt was wird. Soviel scheint es da ansonsten gar nicht zu geben und mir wird irgendwie erst jetzt, nachdem ich mich ein wenig damit beschäftigt habe, bewusst, in welcher Krise die PC-Spielelandschaft steckt. Denn nur einen Bruchteil der hier genannten Titel würde ich als echte Highlights bezeichnen, die auch Charme ausstrahlen, etwas eigenes bieten und das oben erwähnte intensive Erlebnis auch wirklich umsetzen können. Aber wir wissen doch zum Beispiel alle, dass Bioshock keine inoffizielle Fortsetzung der System Shock-Spiele, sondern nur ein reinrassiger Shooter mit einer originellen Umgebung ist.

Musik-CD des Jahres

Nur eine aktuelle CD gehört, und das war der Soundtrack zur dritten Staffel von Battlestar Galactica. Da ich Musik aber nicht beschreiben kann, lasse ich hier keine großen Worte vom Stapel. Wer die ersten drei CDs kennt, wird sich sofort heimisch fühlen, denn diese CD schließt sich diesen nahtlos an. Genial ist natürlich die Coverversion von All Along the Watchtower und das vorherige, einleitende Stück Heeding the Call, das ruhig auf der CD genauso lang hätte sein dürfen, wie im Finale (also fast eine Viertelstunde lang). Für mich ist der BSG-Soundtrack einer der besten der letzten Jahre, vielleicht sogar der beste Serien-Soundtrack, der jemals geschrieben wurde. Die neue Ärzte-CD habe ich noch gehört, hat mir aber nicht gefallen. Ansonsten sind da nur jede Menge alte Sachen (u.a. B.B. King & Eric Clapton, Freestylers, Patsy Cline, Etta James, No Doubt, R.E.M. oder Julie London).

Buch des Jahres

Gibt’s nicht. Von den aktuelleren Sachen berichte ich ja hier nur noch über die Star Wars-Bücher, die ich aber zunehmend langweilig und öde finde. Zur Zeit quäle ich mich durch Death Star und finde da einfach keinen rechten Faden. Über die Masse meines Lesestoffs berichte ich ansonsten hier ja gar nicht, da das alles keine aktuellen Bücher sind, sondern diese schon einige Jahre auf dem Buckel habe. Alice im Wunderland habe ich dieses Jahr beispielsweise gelesen, erstmals habe ich mich mit Stephen King und Charles Dickens befasst, die ich verstärkt im nächsten Jahr lesen will. Ein spannendes Buch über die Besteigung des Mount Everest war da noch dabei. Und dann sind da noch zahlreiche Sachbücher, die mir immer wieder in die Finger kommen.

Und weil ich jetzt nicht weiß, wie ich die Kurve kriegen solle, hacke ich den Eintrag hier einfach konsequent ab und wünsche allen Lesern an dieser Stelle einen guten Rutsch (rutscht nicht aus!) ins neue Jahr.

Seriencheck (V)

Der Seriencheck wird schon 5! Aber da das hier eh nur ein billiges Plagiat des unangefochtenen Originals ist, ist das nicht so wichtig.

Ich habe mir seit dem letzten Seriencheck einige Sachen zu Gemüte geführt und beginne einfach mal damit, meine diesbezüglichen Gedanken zusammengefasst wiederzugeben. Das ist alles in allem doch eine stattliche Menge Buchstabensalat geworden, ich empfehle also, sich eine Tasse Capuccino zu holen, falls jemand alle Einträge lesen möchte. Heute im Programm: Californication, Chuck, Felicity, Prison Break, Pushing Daisies, Star Trek – Next Generation, Star Trek – Deep Space Nine und The Unit. Des öfteren knüpfe ich textlich an den vorangegangenen Seriencheck an, wem dieser also nicht mehr vollständig im Gedächtnis ist, sollte diesen vielleicht doch noch mal fix durchlesen. Aber nur ganz fix. Leider gibt’s im folgenden doch auch ein paar vereinzelte Spoiler, ansonsten aber eher allgemeine Eindrücke.
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Californication (Stand: Season 1)

Brüller! Von da den Tipp bekommen und da bestätigen lassen. Ein Mix aus Drama und Comedy, überzeugend gespielt, aber teilweise zum schlapp lachen. Großes Kino! David Duchovny zuzusehen ist ein herrliches Vergnügen. Ich verstehe zwar nur die Hälfte des Slangs, aber das macht nichts, das erhöht (unter anderem *hüstel*) nur den Wiederguck-Wert der Serie. Glücklicherweise nehmen die Sexszenen der ersten Episoden, die wohl als Lockmittel dienten, ab, diese dienten offenbar sowieso nur dazu, um die Zuschauer an die Serie zu binden. Wobei auch da nicht an komödiantischen Situationen gespart wurde. Ansonsten ist die Serie noch mit toller Musik unterlegt, die nicht dem üblichen Radioprogramm entspricht, aber durchaus ihre hörenswerte Note hat. Für mich ist diese Serie ein sicherer DVD-Kandidat, leider ist nach den ersten 12 Episoden mit der ersten Season schon wieder Schluss und es geht erst im nächsten Sommer mit der neuen Season weiter.
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Chuck (Stand: Season 1)

Ebenfalls neu ist Chuck und er hat es geschafft, mein vorläufiges Interesse zu erwecken. Ich habe mir eine Reihe von Sachen zum Beginn der diesjährigen Season angeschaut (Bionic Woman, Big Shots, Dirty Sexy Money, Journeyman), bin aber nur an Chuck und Pushing Daisies hängen geblieben. Chuck ist ein Nerd, der ganz unabsichtlich den Verbindungsrechner zwischen CIA und NSA in seinen Kopf heruntergeladen bekommt, während dieser zerstört wird. Natürlich gab es sonst kein weiteres Backup. Chuck versucht nun also sein normales Leben als Verkaufsmanager in einem Computerladen aufrechtzuerhalten, während er gleichzeitig undercover mit zwei Agenten Verbrecher jagen muss. Das ganze ist herrlich schrullig angelegt, übertrieben, schräg und sehr, sehr witzig. Als Nerd geht Chuck zwar nicht vollkommen durch, da er dazu einfach zu liebenswürdig dargestellt wird, aber seine Tölpelhaftigkeit hat er deswegen nicht gleich ad acta gelegt. Die ganze Serie ist mit einem übertrieben lachhaften Aspekt angelegt, den ich äußerst amüsant finde. Kein Wunder, zeichnet sich doch McG (Regisseur der beiden Drei Engel für Charlie-Filme) als Produzent verantwortlich. Zwar gab es in den bisher gelaufenen sechs Episoden auch schon mal einen Durchhänger, aber das Niveau hält sich bei der Serie bisher ansonsten auf einem angenehmen Level. Für mich der Lacher schlechthin war bisher die Tischdecke, die Chuck versucht, wegzuziehen, um ein vermeintlich vergiftetes Dessert zu zerstören ohne dass die beteiligten Mitesser am Tisch von dem vergifteten Dessert erfahren. Unerwarteterweise gelingt es Chuck doch, die Tischdecke in seiner Aufregung vom Tisch zu ziehen, ohne dass das Essen zerstört wird. Bei solch irre komischen Situationen, die immer mal wieder gezeigt werden, habe ich mich immer wieder weggeschmissen.
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Felicity (Stand: Season 4 – komplett)

Mit den vier Seasons Felicity bin ich nun durch und habe damit J.J. Abrams erste Serie geschafft. Vieles dazu habe ich ja bereits in den letzten beiden Serienchecks geschrieben, somit hole ich hier nur noch ein paar Gedanken auf. Das Niveau der ersten Season kann die Serie nicht ganz halten, aber es bleibt auf einem guten und für mich sehenswerten Niveau. Den Kauf der DVDs werde ich nicht bereuen. Interessant für mich war die vierte Season vor allem in der Hinsicht, dass das sogenannte Beziehungsgeflecht noch einmal wunderbar ausgeprägt wurde. Nämlich wurde es mit einer Art von alternativen Zeitlinie noch einmal neu erforscht. Genauer gesagt ist es so, dass die ersten 17 Episoden der Season die Geschichte ganz normal weiter erzählt und das Auf und Ab, Hin und Her im Beziehungsgeflecht von Felicity und ihren Freunden gezeigt wird. Da der Sender damals nachträglich noch 5 weitere Episoden haben wollte, um auf die üblichen 22 Episoden einer Season zu kommen, entschied sich Abrams zusammen mit dem Autorenstab schlichtweg dazu, Felicity an einem bestimmten Punkt zu Beginn der vierten Season zurück zu schicken und die Ereignisse zu verändern. Praktisch im Kurzraffer von vier Episoden werden die vorherigen 17 Episoden neu erzählt. Die finale Episode ist schließlich eine nette Zusammenfassung der vier Jahre, in denen Felicitys Collegeabsolvierung noch einmal rekapituliert wird. Hier kommt sie schließlich in ihre eigentlich Zeitlinie auch wieder zurück. Aber erstaunlich ist es schon, dass bereits hier in der Erzählung Flashback-Konzepte, alternative Realitäten und schlichtweg total veränderte Gegebenheiten im Sinne des Alice through the looking glass-Konzepts erforscht werden und mit dem Element des Beziehungsgeflechts kombiniert werden. Das findet im kleineren Stil schließlich in Abrams Folgeserie Alias und dann im großen Stil in Lost statt.

Ansonsten toll in Sachen Felicity: die Musik, ein Element, dass sich so auch in Alias wiederfinden wird; sowie die Schauspieler. Nicht immer toll: die Handlung an sich. Es ist eben nur ein einfaches Beziehungsdrama, welches sich nur bedingt über eine lange Zeit ausdehnen lässt. Mal sie mit ihm, mal mit jemand anderem. Geplatzte Freundschaften und wieder gekittete Zusammenfindungen. Jeder auch mit seiner eigenen Attitüde, um die jeweilige Person zu charakterisieren. Das ist auf Dauer alles sehr ähnlich, auch wenn es die Schauspieler immer ganz gut schaffen, ihre Emotionen zu beschwören und diese mir als Zuschauer zu übermitteln. Emotional und mitreißend ist es also allemal, wenn man sich darauf einlässt. In meinen Augen schaffen das Alias und Lost besser, wobei dort allerdings auch der jeweils neue Hintergrund (Spionageserie bzw. Mystery-Island) zur Hochdramatisierung beiträgt.
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Prison Break (Stand: Season 3, Episode 5 – abgebrochen)

Hier hat mich der Hype angesteckt, weshalb ich doch mal einen Blick reingeworfen habe. Es reißt mich nur nicht so ganz vom Hocker. Ab Season 1, Episode 6 nimmt die Show aber etwas Fahrt auf und ich habe dann doch bis zur dritten Season durchgehalten und wollte wissen, wie es weiterläuft. Der Serie muss ich dann doch Qualität zugestehen. Prison Break würde ich als Underdog bezeichnen – etwas besonderes, aber ohne zwangsläufigen Massenappeal. Es ist nicht ganz mein Ding gewesen, ich verstehe aber, wieso die Show anderen Leuten Spaß macht.

Erstaunlicherweise habe ich an der Serie erneut ein mir bereits bekanntes Phänomen beobachtet. Erst nach 6 Episoden wusste ich, ob es mich entweder gepackt hatte oder die Serie ihre Chance verspielt hat, etwas was ich schon bei ein paar anderen Serien (Felicity, Alias, Star Trek – The Original Series, Brothers & Sisters) festgestellt habe. Danach wusste ich entweder, dass ich das weiter sehen wollte oder nicht.
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Pushing Daisies (Stand: Season 1)

Nach Chuck und Californication ist Pushing Daisies der dritte Neustart, der es mir ernsthaft angetan hat. Pushing Daisies hat vor allem eins, und das beeindruckt mich doch sehr: Stil. Knallbunte Farben, Aufnahmen, die wie ein gemaltes Bild wirken, mechanische, moderne Maschinen, Dekorationen von ganz liebenswürdiger Art. Das erinnert an eine farblich überfrachtete Welt aus den 1950ern oder 60ern und ist vor allem sehr süß anzuschauen. So was will ich auch alles haben! Besonders witzig empfand ich die Espresso-Maschine mit Hebeln oder die altertümlich, verrottete Schatztruhe, die in einer Episode als Kaffeetisch genutzt wurde. Zwar sind mir die Tapeten einen Tick zu schrill, aber ansonsten würde ich auch gerne mit einer solchen Ausstattung wohnen. In dieser Hinsicht ist die Serie ein wirklicher Hingucker und dies macht fast schon einen großen Teil des Reizes der Serie aus und ich bin alleine deswegen Hin und Weg.

Dazu kommt aber noch eine herrliche Naivität, welche die Figuren und die Geschichten an den Tag legen. Herzallerliebst pflegen die Charaktere ihren Umgang miteinander, besonders Ned und Chuck, die sich nicht berühren dürfen. Ein Märchenerzähler aus dem Off dient als eine Art Moderator der Episoden und unterstreicht eigentlich nur das Gefühl, sich als Zuschauer in einer märchenhaften Traumwelt zu befinden. Ich bin mir nicht sicher, ob die Serie ihren zauberhaften Charme wirklich behalten kann, aber solange sie es tut, bin ich dran und werde mich jede Woche erneut entführen lassen. Sicherlich ist das für mich der interessanteste Neustart in der diesjährigen Season, da ich hier noch mehr als bei Chuck breitgrinsend vor dem Bildschirm hocke, so unglaublich viel Spaß haben die Episoden bisher gemacht.
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Star Trek – Next Generation (Stand: Season 7 – komplett)

Läuft auf einem guten Niveau bis in die Mitte der vierten Season weiter. Auch hier gilt, dass nicht alle Episoden Glanzstücke sind, wenngleich einige hervorragenden Sachen dabei waren. Es sei nur der Borg-Zweiteiler und die anschließenden Episoden Family und Brothers in der vierten Season genannt. Genau von so was soll es doch bitte mehr geben. Das fehlt mir noch etwas in der bisherigen vierten Season, aber wenn Next Generation nur als solchen hervorragenden Episoden bestehen würde, dann wäre die Serie auch für mich ein Hit. So lief es zum Zeitpunkt der vierten Season aber weiterhin darauf hinaus, dass ich mit einer gewissen Spannung der Serie weiterfolge, aber kaum Bedürfnis spüre, mir das alles möglicherweise später auf bsp. HiDef-Medien erneut anzuschauen. Denn genau das müsste eigentlich bei der hundsmiserablen Bild- und Tonqualität der DVDs gemacht werden, am besten gleich mit überarbeiteten Special Effects, wie das zur Zeit bei der Neuausstrahlung der Originalserie geschieht, die dementsprechend auch so auf HD-DVD veröffentlicht wird. Und glücklicherweise ist Wesley Crusher aus der Serie in der vierten Season ausgestiegen.

Soweit zur meiner Meinung bis Season 4, die ich kurz zuvor sah, als ich diesen ersten Absatz schrieb. Allerdings wusste ich da noch nicht, dass mir Season 5 und 6 ein paar dicke Brummer bereithielten, die äußerst spannend waren. Die jeweiligen Doppelfolgen an den Seasonübergängen seien da genannt, ebenso wie die Doppelfolgen in der ersten Hälfte der 5. Season (mit Spock!) und der 6. Season (mit Kardassianern!). Man, freue ich mich jetzt auf Deep Space Nine. Somit lässt sich auch nur noch bedingt sagen, dass Next Generation eine reine Planet-of-the-week-Show ist. Die hintergründigen Verknüpfungen des Universums sind gelungen und so was möchte ich bitte auch nicht mehr missen. Ich will schließlich was zum Mitdenken haben. Neben diesen Doppelepisoden sind aber auch eine Reihe von Einzelepisoden vor allem in der ersten Hälfte der sechsten Season äußerst spannend und originell. Zudem fühlen sich die Schauspieler so an, als ob sie ihre Charaktere sehr locker runterspielen und das macht mir als Zuschauer viel Spaß, dies zu verfolgen. Somit kann ich es auch kaum abwarten, bis es weiter geht.

Mit der sechsten und der folgenden siebten Season ist mit mir etwas passiert, was ich anfangs nicht für möglich gehalten hatte: ich konnte es bei diesen beiden finalen Seasons nicht mehr erwarten, die folgende Episode zu sehen und ich habe diese beiden Seasons auch regelrecht verschlungen und mir anschließend noch die vier TNG-Filme gegeben, die ich mir anders als die sechs TOS-Filme mit Sicherheit auch noch als DVD versorgen werde und mir in den Schrank stelle. Ich muss schon eingestehen, was in den letzten beiden Seasons abging war erstklassiges SciFi. Jetzt verstehe ich auch, warum Next Generation so prägend für das ganze Star Trek-Franchise war und wieso sich daran alles andere messen lassen muss. Tatsächlich muss das erst mal geschafft werden, eine ähnliche Qualitätsserie im Star Trek-Universum wieder aufzubauen. Ich konnte jedenfalls nach dem Ende der TNG-Serie nicht genug bekommen, ich habe mir auf den ausgeliehenen DVDs auch fast alles an Bonusmaterial angesehen und mir das Buch Star Trek: 40 Jahre gekauft. Ich hoffe, dass ich in dem Buch etwas Hintergrund zum Star Trek-Franchise erfahre, was die Entstehung und Entwicklung der einzelnen Serien, kritischen Dingen (Voyager und Enterprise liefen dann ja nicht mehr ganz so gut) und auch Gene Roddenberrys Vision erfahre. Das interessiert mich jedenfalls und wer mir hier noch weitere Literaturtipps empfehlen möchte, nur zu, ich würde gerne solche Dinge lesen.

Aber mal zurück zur TNG-Serie, vor allem den letzten beiden Seasons und ein paar Dingen, die mir so aufgefallen sind. (Was soll ich auch anderes zu Star Trek schreiben, was nicht ansonsten schon ewig bekannt ist und tausendfach durchgekaut wurde?) Data ist ein Charakter, zu dem ich gerne ein paar Worte verlieren möchte, da mir bei ihm aufgefallen ist, wie beliebt er im Fandom wurde. Dies spiegeln dann auch die Interviews im Bonusmaterial wieder. Anfangs als dieses Thema dort zum ersten mal auftauchte, war mir dies nicht bewusst und ich fragte mich schon, wieso Data so besonders wurde, obwohl er für meine Begriffe kaum eine bessere Leistung erbrachte, als die restliche Besatzung der Enterprise D. In Season 6 und vor allem 7 bekam er aber eine ganze Reihe von Gelegenheiten, seine Fähigkeiten zu beweisen – und der Schauspieler Brent Spiner zeigt ein wahrhaft brillantes Können. Ich bekam zunehmend das Gefühl, dass er sich eine gewichtigere Position erschauspielerte als der in der Hierarchie höher stehende Commander Riker. Spiner hat jedenfalls ein unvergleichliches Talent, die Figur des Data darzustellen und es war schließlich eine Wonne, ihm zuzusehen.

Zusätzlich fiel mir auf, dass die späteren Seasons eine dezente Entwicklung spendiert bekamen, die über die einzelnen Episoden hinausgingen. Normalerweise sind es ja Planet of the week-Shows und alle in sich abgeschlossen, was auf mich als jemanden, der erst mit übergreifenden Storys zu Serien gefunden hat, etwas abschreckend wirkt. Ich meine, es ist auch nicht gerade logisch, die Ereignisse in sich abzuschließen und dann so zu tun, als wäre nichts geschehen. Das muss unweigerlich bedeuten, dass sich die Handlungen von den Charakteren abwenden und eher abstrakte Phänomene behandelt werden. Wenn ich Gene Roddenberrys Philosophie aber richtig verstehe (und da bin ich mir nicht sicher, deshalb bitte her mit den Lesetipps), dann ging es in Star Trek aber immer um die Charaktere. Next Generation schafft es trotzdem irgendwie, die Charaktere im Verlauf der späteren Seasons immer stärker einzubeziehen. Das ist gut so und relativiert etwas die Unglaubwürdigkeit, wenn z.B. Captain Picard innerhalb von 25 Minuten unter dem Einfluss einer Sonde ein ganzes Leben als jemand anderes auf einem sterbenden Planeten lebt (5.25 The Inner Light). So brillant die Idee einer solchen Geschichte ist, so unglaubwürdig ist es aber auch, dass er dies nicht in irgendeiner Form verarbeiten kann, obwohl es mit der Flöte immerhin einige Referenzen in späteren Episoden gibt. Das wirkt gar nicht in der nächsten Episode nach, stattdessen ist business as usual angesagt. Was das Problem der erst gar nicht und später dezent vorhandenen Geschichten um die Charaktere außerdem mit sich führt, ist dass es im Grunde keine Konflikte zwischen den Charakteren gibt, die aus einer inneren Motivation heraus erfolgen und nicht durch außerirdischen Einfluss, durch Strahlung, einen Virus oder ähnlichem bedingt sind. Die Enterprise-Crew ist im Grunde eine große glückliche Familie und jeder ist des anderen bester Freund. Das macht Deep Space Nine mit kleinerem Konfliktpotential, mit welchem die Figuren von vorneherein angelegt sind, etwas interessanter. Von Battlestar Galactica ganz zu schweigen. In Next Generation ist jedenfalls so etwas wie ein Beziehungsgeflecht nicht vorhanden und ich glaube, eine künftige Star Trek-Serie wäre doch sehr interessant mit so etwas.

Ich habe hier im Anschluss zwar gleich noch eine Liste mit den Episoden, die ich als sehenswert bis hochinteressant einstufe, ich möchte aber doch noch mal ein paar Dinge benennen, die mir generell immer sehr interessant erschienen. Dies wären im Prinzip alle Episoden, die etwas mit Zeitreisen oder parallelen Realitäten zu tun haben. Es ist wirklich interessant zu sehen, auf welch unterschiedliche Art und Weise Zeitthematiken immer wieder umgesetzt werden können. Die Episode Timescape zählt deshalb auch zu meinen Lieblingsepisoden von Next Generation. Auch immer wieder ein Genuss sind sämtliche Episoden mit Q gewesen, einer der für mich brillantesten Charaktere der Next Generation-Ära und ein unheimlicher Spaßfaktor (“Is there a Jooohn-Luck Pikart?” – “Please! Spare me your egotistical musings on your pivotal role in history. Nothing you do here will cause the Federation to collapse or galaxies to explode. To be blunt, you’re not that important.”). Sehr viel Spaß haben zudem immer die Episoden gemacht, die sich um die wichtigeren außerirdischen Spezies, wie die Klingonen, Romulaner und Kardassianer drehen. Hier bekommt man einfach das Gefühl, da passiert etwas wichtiges, großes im Universum oder man erfährt etwas neues über ein Volk, welches so reich an Traditionen, Kultur und Mythen ist und ihre Lebensweise von den den Menschen bekannten Vorstellungen abgrenzen. Mit den Klingonen hat man es vielleicht etwas übertrieben gegen Ende hin, aber gerade über Romulaner, Vulkanier, Ferengi und Kardassianer dürfte es noch so einiges zu erzählen geben. Gerade was die letzteren beiden Spezies betrifft, freue ich mich auch schon auf den weiteren Verlauf von Deep Space Nine.

Müsste ich meine drei Lieblingsepisoden von Next Generation benennen, würde ich neben Timescape sicherlich auch The Pegasus und das großartige, kinoreife Finale All Good Things… auswählen. Als sich Picard mit an den Pokertisch gesetzt und in der Runde herumgeblickt hat, standen mir doch tatsächlich Tränen in den Knopflöchern. Glücklicherweise hatte ich noch die vier Filme vor mir, von denen mir der achte Teil mit den Borgs am besten gefallen hat. Obwohl ich den zehnten Film Nemesis für den schwächsten der TNG-Filme halte, zeigt sich die Crew in den Filmen aber einfach bestens aufgelegt und die Filme flutschen nur vor sich hin. Über unlogische Handlungslöcher mag zwar gerne in allen Filmen gestritten werden, die Action und die Auseinandersetzungen machen aber Spaß und die neue Enterprise-E sieht verdammt schick aus. Stil haben die Filme für meine Begriffe alle, soundtechnisch wirken sie verdammt wuchtig und der Score hört sich wirklich bombastisch an, weshalb ich mir auch die Soundtrack-CDs der vier Filme bei Gelegenheit mal zu Gemüte führen werde. Außerdem gefällt mir die Weltraum-Action mit der Enterprise, obwohl übermäßige Action vielleicht nicht gerade dem üblichen Star Trek-Stil entspricht. Egal, es fetzt einfach.

Was ich jetzt noch nicht erwähnt habe, ist der “Fabelcharakter” der Serie, den sie ja haben soll. Mir fehlt hierzu noch etwas das Verständnis, was das genau bedeutet. Bei einigen Episoden ist die Botschaft zwar eindeutig (“Tue dies und die Welt wird besser.”), aber längst nicht bei allen. Deshalb auch noch mal der Hinweis auf geeignete Lesetipps, was den Optimismus eines Gene Roddenberry ausmacht und wie dies umgesetzt wurde. Ich habe zwar auch nicht so sehr darauf geachtet, sondern mich vielmehr von den Storys selbst einnehmen lassen, aber ich habe mir sagen lassen, dass Next Generation durchaus eine prägende Wirkung auf Jugendliche haben kann, die das zu ihrer Zeit im TV gesehen haben. Außerdem interessiert mich schlichtweg, was dieses Phänomen Star Trek eigentlich ausmacht, warum es so ein Phänomen ist und was an den Geschichten so besonders war, dass sich so viele Fans mit Star Trek verbunden fühlen.

Es folgt nun einfach meine Liste an sehenswerten Episoden, die ich mir anders als oben geschrieben gerne irgendwann ein zweites mal anschauen würde. Ich glaube zwar, dass ich dann mit der Kenntnis der qualitativ hochwertigen späteren Episoden einige Nennungen aus den früheren Seasons wieder streichen würde, aber mindestens die letzten beiden Seasons sind für mich im Grunde eindeutige DVD-Kandidaten.

TNG 1.13 Datalore

TNG 2.03 Elementary, Dear Data
TNG 2.08 A Matter of Honor (Mit sehr coolen Klingonen.)
TNG 2.16 Q Who (Borgs. Und Q. Auf einmal!)
TNG 2.21 Peak Performance

TNG 3.06 Booby Trap
TNG 3.07 The Enemy
TNG 3.08 The Price
TNG 3.13 Deja Q
TNG 3.15 Yesterday’s Enterprise (Paralleles Universum.)
TNG 3.17 Sins of the Father
TNG 3.21 Hollow Pursuits
TNG 3.26 The Best of Both Worlds

TNG 4.01 The Best of Both Worlds, Part II
TNG 4.02 Family
TNG 4.03 Brothers
TNG 4.07 Reunion
TNG 4.08 Future Imperfect
TNG 4.11 Data’s Day
TNG 4.12 The Wounded
TNG 4.21 The Drumhead
TNG 4.23 The Host
TNG 4.26 Redemption

TNG 5.01 Redemption II
TNG 5.02 Darmok
TNG 5.03 Ensign Ro
TNG 5.05 Disaster
TNG 5.06 The Game (Die einzige Wesley-Episode, die mir wirklich gefällt.)
TNG 5.07 Unification I
TNG 5.08 Unification II
TNG 5.14 Conundrum
TNG 5.15 Power Play
TNG 5.18 Cause and Effect
TNG 5.26 Time’s Arrow

TNG 6.01 Time’s Arrow, Part II
TNG 6.05 Schisms
TNG 6.06 True Q
TNG 6.07 Rascals
TNG 6.08 A Fistfull of Datas
TNG 6.10 Chain of Command, Part I
TNG 6.11 Chain of Command, Part II
TNG 6.12 Ship in a Bottle
TNG 6.14 Face of the enemy
TNG 6.15 Tapestry (Brillanteste Q-Episode bisher.)
TNG 6.16 Birthright, Part I
TNG 6.17 Birthright, Part II
TNG 6.20 The Chase
TNG 6.21 Frame of Mind (Vermutlich Rikers beste Episode.)
TNG 6.24 Second Chances
TNG 6.25 Timescape (Ich denke, das ist wirklich die Episode, die mir am besten gefallen hat.)
TNG 6.26 Descent

TNG 7.01 Descent, Part II
TNG 7.04 Gambit, Part I
TNG 7.05 Gambit, Part II
TNG 7.06 Phantasms
TNG 7.07 Dark Page
TNG 7.08 Attached
TNG 7.09 Force of Nature
TNG 7.10 Inheritance
TNG 7.11 Parallels (Noch mehr parallele Pluriversen.)
TNG 7.12 The Pegasus
TNG 7.14 Sub Rosa
TNG 7.15 Lower Decks
TNG 7.16 Thine Own Self
TNG 7.17 Masks
TNG 7.18 Eye of the Beholder
TNG 7.19 Genesis
TNG 7.25 All Good Things…

Star Trek VII: Generations
Star Trek VIII: First Contact
Star Trek IX: Insurrection
Star Trek X: Nemesis
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Star Trek – Deep Space Nine (Stand: Season 2)

Nachdem Next Generation gegen Ende hin ein echtes Highlight war, muss nun Deep Sapce Nine bei mir antreten und sich beweisen. Im Moment gibt’s hierzu einfach noch nicht ganz so viel zu sagen, die erste Season ist noch etwas gemächlich, gefiel mir aber schon besser, als die erste Season Next Generation. Sie kommt aber nicht ganz an die damals parallel gelaufene sechste Season von Next Generation ran. In Season 2 bin ich knapp bei der Hälfte und zumindest der Anfang mit den drei aufeinander folgenden Episoden macht schon einen ansehnlichen Qualitätssprung. Sehr interessant finde ich das Ausgangsszenario einer ehemals besetzten Welt und den Nachwirkungen des Krieges mit den Kardassianern. Die Station ist damit tatsächlich ein Scheideweg zwischen mehreren Kulturen, welche die Ereignisse der vorangegangenen Jahre verarbeiten müssen und manch alten Konflikt nun erst lösen. Außerdem sind die Charaktere sehr unterschiedlich angelegt und es gibt tatsächlich auch Konflikte unter diesen. Quark und Odo seien hier nur genannt, wobei der Ferengi Quark eine wirklich coole Sau ist. Und Odo macht sich langsam in der zweiten Season auch ganz gut.
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The Unit (Stand: Season 3)

Diese Serie hat mich in der letzten Zeit eigentlich am meisten in den Bann gezogen, weil die Militäraktionen und Undercover-Einsätze so ausführlich, ausgeklügelt, professionell, originell im Sinne von vielfältig und spannend gezeigt werden. Und das obwohl es alles Einzelepisoden sind, die kaum miteinander verknüpft sind. Trotzdem schafft es auch die zweite Season wieder, mit einem äußerst spannenden und eigentlich untypischen Cliffhanger zu enden. Während dieser zweiten Season kamen einige unglaublich spannende Einsätze, die um die halbe Welt verstreu spielten. Dem Cliffhanger schließlich folgt eine hochgradig mitreißende über zwei Episoden andauernde Story zu Beginn der dritten Season, in der es wirklich ernsthaft um das Leben der Protagonisten als Kommando-Einheit geht und sie einer Verschwörung auf höchsten Regierungskreisen unterliegen. Für mich ist die Serie die Neuentdeckung in den letzten Monaten gewesen und mit Sicherheit auch ein DVD-Kandidat, falls selbige jemals erscheinen sollten.
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Wasserstand:

E.R. (Stand: Season 8)

Gibt’s nichts weiter zu sagen. Ist nett, auf angenehmen Niveau, aber nicht ganz so gut, wie Season 1 und 2. Season 6 und 7 fällt ein winziges Mü ab, aber ich bleibe dran.
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Warteliste:

Star Trek: Voyager
Star Trek: Enterprise
Akte X
Spacecenter Babylon 5
The Simpsons

Ohrwurm-ALAAAAARM!

Ich bekomm’s nicht mehr gebacken. Mir geistert seit irgendwas um die letzten drei Tage ein Ohrwurm durch’s Oberstübchen, der einfach nicht mehr aufhören will. Ich bekomme die Melodie nicht mehr aus dem Kopf – werde aber glücklicherweise nicht in einen Raum mit drei anderen Leuten gezogen. Harvey Dangers Little Round Mirrors hat es mir angetan, nachdem ich mir deren Album Little by Little angehört habe (was unter dem Link auch jedermann tun kann). Tolle Musik, was ich erst nicht gedacht hätte, sauber eingespielt und durchaus ein klitzekleinwenig eigen, aber einfach toll anzuhören.

Mir kam der Song vor allem gleich sehr bekannt vor, ich konnte ihn nur nicht einordnen. Erst bin ich von einer Coverversion ausgegangen und habe sogar eine U2-Songliste durchgestöbert, weil Little Round Mirrors dem Gesang von U2 recht ähnlich klang. Das war aber Fehlanzeige. Zwei Tage ging mir der Song im Kopf rum und ich konnte meinen Finger einfach nicht da drauf legen, woher ich den Song kannte. Wo hatte ich das Lied schon einmal gehört? Wer hat das zuerst gespielt? Eine süßsauere Zeit…

Völlig unabhängig davon hat es mir die neue Serie Californication angetan. “Großes Kino!”, wie ich zu allem und jeden zu sagen pflege, so auch hier. Da Californication auch mit toller Musik (Betty Davis, Rolling Stones, einem genialen Cover von Paranoid von Gus Black, usw.) unterlegt ist, wollte ich mir hierfür einen eigenen Soundtrack zusammenbasteln und habe mich daran gemacht, herauszufinden, wie die Songs heißen und von wem sie gespielt wurde. Und was entdecke ich dabei? In der vorletzten Episode, die vorletzte Woche (wann auch sonst) wurde Little Round Mirrors eingespielt. Ich wusste es! Ich kannte den Song doch vorher! Jetzt schaue ich mal, wie lange der Ohrwurm noch anhält…