Das Thema ist ein “Multi-Person-Projekt”, denn außer mir schreiben noch Agitpop (daher die Anregung), Kackreiz, und Experimentelles einiges über ihre Lieblingsspiele. Mal sehen, was dabei so rauskommt, ich bin jedenfalls recht gespannt, wie unterschiedlich das ausfallen wird…
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“Die Fantastischen Vier”:
Agitpop: Teil 1, Teil 2, Teil 3
Experimentelles: Teil 1, Teil 2
Kackreiz: Die Übersichtsseite oder Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8, Teil 9, Teil 10
Rara sunt cara: Simply scroll it down, baby!
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Unterteilt haben wir das in drei Teile, zuerst die Plätze 25 bis 16, ein paar Tagen später die Plätze 15 bis 6 und zum Schluss die Top5. Ich habe zu meinen drei Beiträgen erst mal einige wenige Bilder dazu gestellt. Irgendwann werde ich das mal Stück für Stück ergänzen. Außerdem habe ich mich auf die zugegebenermaßen kurze Suche nach einigen ergänzenden und gut geschriebenen Texten und Homepages gemacht, die sich meiner Meinung nach zum Verweilen anbieten. Die sind jeweils unter den Spielen verlinkt. Außerdem habe ich noch mal einige Ergänzungen der Spieltexte vorgenommen.
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“Lieblingsspiele” sind so als absolute Aussage schwierig zu erfassen, denn Spaß haben mir alle der folgenden 25 PC-Spiele gemacht, obwohl sich sicherlich bei dem einen Spiel etwas mehr Kritik anbringen lässt, als bei dem anderen. Grob habe ich meine Liste danach gewichtet, mir haben die Spiele auf den nominell vorderen Plätzen durchaus mehr Spaß gemacht, als die auf den hinteren Plätzen. Trotzdem soll das nicht heißen, dass mir Spiel Nr. 14 schlechter gefällt, als Spiel Nr. 13. Genauso gut könnte das Spiel auf Platz 2 auf Platz 1 stehen, ein nennenswertes “Ich hatte bei dem Spieltitel mehr Spaß”-Gefühl gibt es da nicht, dass eine Entscheidung für eine definitive und unumstößliche Platzierung rechtfertigen würde. Demzufolge ist die Liste auch weniger als eine Wertigkeits-Rangfolge zu sehen, sondern mehr als eine Durchnummerierung. Wer es natürlich mit Wertigkeit lesen will, der soll sich da auch keinen Zwang antun.
Beim Aufstellen der Liste habe ich festgestellt, dass durchaus einige Namen dabei sind, die allgemein eigentlich über keine Meilenstein-Qualitäten verfügen. Aber ach, zur Hölle mit der Allgemeinheit! Ich hatte Spaß damit und nur das zählt. Die Liste stellt damit auch einen völlig subjektiven und zugespitzten Eindruck dar. Denn natürlich konnte ich nicht alles mögliche, was es gibt, anspielen und werde es auch niemals tun. Zwar hege ich immer noch Interesse für das “einfachere” Rollenspielgenre (nämlich z.B. Baldur’s Gate 2, Icewind Dale, Planescape: Torment), aber alleine dafür müsste ich wohl alle gesellschaftlichen Verpflichtungen der nächsten fünfeinhalb Jahre absagen. No way!
So bleibt mir ein kleines und feines Rethinking meiner momentan angenommenen All-Time-Klassiker. Fünfundzwanzig Spiele, ca. ein Drittel bis ein Viertel von dem, was ich jemals gesehen habe und fast halb so viele, wie sich in meinem Regal angesammelt haben, habe ich hierfür aus selbigem gezogen, um mich daran zu erinnern. Apropos Erinnerung: einige dieser folgenden Spiele habe ich vor sehr, sehr vielen Jahren zum letzten Mal gespielt, all das Folgende gibt also hauptsächlich meine Erinnerung und meine Eindrücke wieder. Und ich bin immer ein PC-Spieler gewesen, eine Konsole hatte ich selbst nie, nur ab und an habe ich mal bei einem Bekannten an so einer Kiste gesessen.
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Here we go:
25. Sim City
(Maxis, 1989 erschienen, gespielt irgendwann 1992/93)
Mehr als diesen ersten Teil der Serie habe ich nie gespielt, die diversen Fortsetzungen und Ableger haben mich nie interessiert. Das Original ist dagegen umso witziger. Das Hochstampfen einer Stadt machte Spaß, auch wenn es sehr einfach war, solange man einmal den Dreh raus hatte. Viel (virtuelles) Geld habe ich immer dadurch verdient, indem ich an die Flüsse Wohnhäuser gesetzt habe, direkt dahinter Bank- und Dienstleistungsunternehmen und dahinter Industrie. Abgetrennt war es nur durch eine Straße. Und dann rollte der Rubel…
Wer über eine zerstörerische Ader verfügte, der konnte die Naturgewalten auf seine Stadt schicken. Ob Tornado, Überschwemmung oder gar Godzilla und Ufos, alles kein Problem, sogar zur gleichen Zeit. Habe ich natürlich nie gemacht, nein…
Sim City gehört neben Sokoban, Prince of Persia und so einem komischen Formel 1-Spiel von Accolade zu den Spielen, mit denen ich erste spielerische Erfahrungen am PC gemacht habe, ohne dass es mich aber gleich gefangen hat (der Moment kommt noch). Sim City habe ich eigentlich immer gestartet, um mal eine Stadt zu bauen, ihr beim Wachsen zuzusehen und es dann wieder von der Festplatte zu fegen. Vermutlich ist das auch der Reiz, der sämtliche Sim-Spiele ausgemacht hat, nämlich einfach zuzuschauen, wie sich etwas entwickelt, nachdem zuvor darauf Einfluss genommen wurde. Meistens war so eine Stadt ja auch innerhalb von ein bis zwei Stunden hoch, jedenfalls nach meiner oben beschriebenen Masche.
Link: Crucial Classic
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24. Patrizier 2 + Aufschwung der Hanse
(Ascaron, Anfang 2001 erschienen und gespielt)
Noch eine Wirtschaftssimulation und eigentlich ein Endlosspiel. Im Gegensatz zum Vorgänger habe ich es hier aber nie zum Eldermann geschafft. Bürgermeister von Lübeck war spätestens ein paar Jahre nach dem Startjahr im 14. Jahrhundert drin, aber dann wurde es mir zu schwer und langwierig. Aber es machte unheimlich viel Spaß, seine Handelsflotte aufzubauen und Handelswege im Nord- und Ostseeraum auszuklügeln. Erfolgreiche Expeditionen ins Mittelmeer und sogar nach Amerika versüßten das Geschäft, auch wenn die Schiffe lange unterwegs waren. Dafür brachten sie, vorausgesetzt es fand sich einen Handelsort am anvisierten Ziel, reichlich seltene Waren mit, und man verdiente sich dumm und dusselig daran. Außerdem bot Patrizier 2 eine ganze Menge Möglichkeiten, noch mehr Geld zu investieren. Produktionsbetriebe in den Hansestädten und Wohnhäuser zum Vermieten brachten schließlich auch Ansehen in der Bevölkerung. Gleichzeitig wuchs das Mikromanagement aber auch enorm an, irgendwann musste eine so riesige Gedächtnisleistung erbracht werden, um überall noch den Durchblick zu bewahren. Und: habe ich zu schnell investierte, drohte ich mich zu Überfressen. Hier galt es, die ideale Balance seiner Handelsexpansion zu wahren. Mit anderen Worten ist Patrizier 2 eigentlich das perfekte Spiel für einen Firmenmanager mit BWL-Studium. Bin ich nicht, habe ich nicht, wohl der Grund, wieso ich es nie weiter als bis zum Bürgermeister geschafft habe und mir eben dann das immer weiter zunehmendere Mikromanagement einfach über den Kopf stieg und mir doch ein wenig langweilig wurde. Dafür ist das anfängliche Wachstum immer noch ungeschlagen. Nachdem der eigene erste Handelskahn ein paar Mal ein paar Pelze von Nowgorod nach Lübeck geholt hat, ist es schließlich eine Wonne, seinen nächsten Holk oder seine nächste Kogge vom Stapel laufen zu sehen und nach und nach die eigene Handelsflotte wachsen zu sehen.
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23. Panzer General IIID
(SSI, 1998 erschienen und ca. 1999 gespielt)
Das einzige “echte” Kriegsspiel, was ich habe, sofern man das so bezeichnen will. Über dieses relativ komplexe Rundenstrategiespiel habe ich vor kurzem schon ein paar Worte geschrieben.
Link: Die Generals-Serie
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22. Baphomets Fluch
(Revolution, 1996 erschienen und Anfang 1999 gespielt)
Dies ist das erste richtige Storyspiel in meiner Auflistung hier. So was mag ich eigentlich sehr, das funktioniert meistens wie ein gutes Buch oder ein guter Film. Tatsächlich gehört Baphomets Fluch und dessen Nachfolger Baphomets Fluch – Der Spiegel der Finsternis zu den ganz wenigen Adventure-Spielen die ich nicht aus den Hause LucasArts gespielt habe. Genau genommen war da nur noch Runaway – A Road Adventure. Der dritte Teil von Baphomets Fluch, nämlich Der schlafende Drache, war schließlich nur noch Action-Adventure und hatte kaum was gemein mit dem ersten Teil. Trotzdem zieht diese Serie besonders im ersten Teil, im dritten Teil wurde das sogar wieder sehr gut getroffen, seinen Reiz aus dem Duo George und Nico, die in ihren Dialogen sehr viel Witz und Charme versprühen. In den Rollen der Pariser Journalistin und des Amerikaners steht einiges an Abenteuern um den eigentlich untergegangenen Orden der Tempelritter an. Die beiden Protagonisten werden um den halben Erdball gescheucht und besuchen einige sehr hübsch anzuschauende Schauplätze. Beide ergeben ein toll aufeinander abgestimmtes Paar und es machte mir einfach Spaß, sie durch dieses interessante Abenteuer zu begleiten. Dabei ist das Spiel nicht unbedingt so rätsellastig, wie die meisten LucasArts-Adventures, dafür enorm laberlastig. Das dient allerdings dazu, die Handlung in vielen Facetten zu präsentieren und auszubauen.
Link: Hall of Fame
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21. Prince of Persia – The Sands of Time
(Ubisoft, Ende 2003 erschienen, Anfang 2005 gespielt)
Dies ist das erste “neue” Prince of Persia-Spiel. Ich kenne noch den ersten Teil und habe auch den zweiten Teil anno 1993 auf irgendeinem alten PC ein wenig gespielt. Jump’n'Run ist ansonsten weniger meine Welt, aber hier hat’s wirklich Spaß gemacht, den Prinzen durch lauter Dungeons und Schauplätze zu steuern. Ganz ähnlich funktioniert das auch im ersten neuen Teil, dem vierten PC-Spiel der Serie, indem eine sehr schöne orientalisch-phantasievoll angelegte Spielwelt erzeugt wird. Der Prinz verfügt über ein eindrucksvolles Bewegungsrepertoire, zog sich schon mal an Gegnern hoch, sprang über sie drüber um schließlich einen Treffer im Rücken zu landen. Das war bei den bitter schwer zu besiegenden Sandmonstern auch nötig. Beeindruckend an der Kampfaction fand ich nicht nur das Schwertgefuchtel, sondern auch die zuschaltbare Zeitlupen-Funktion, die es für kurze Zeit etwas leichter machte. Entsprechend grafisch und musikalisch toll war dies auch umgesetzt (verschwimmendes und verzerrendes Bild, verzerrte und verlangsamte Musik). Auch sonst sprang und hüpfte mir der Prinz locker und leicht und sogar unter gelegentlichem Zeitdruck durch die Level, lief an Wänden entlang oder vollführte allerlei artistische Einlagen ohne Netz und doppelten Boden. Wohlgemerkt: alles von mir selbst gesteuert.
Und was auch stimmte, ist der dramatische Spannungsbogen der Handlung, vor allem gegen Ende hin. Die Stimmung passte, die Eindrücke gegen Ende des Spiels sind sehr mitreißend. Großes Kino!
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20. Sam & Max – Hit the Road
(LucasArts, 1993 erschienen, Ende 1997 gespielt)
Sam & Max, ein Spaß-Adventure, indem es nur so von witzigen Anspielungen auf Filme, wie Star Wars, Indiana Jones und zahlreiche weitere Filme der Welt Hollywoods (und speziell aus dem Hause Lucasfilm) wimmelt. Respektlos und rabiat wurde im Spiel mit Thema und Symbolik der amerikanischen Popkultur umgegangen. Ich glaube, das ist das Adventure, wo ich am meisten gelacht habe. Das Detektivduo Sam, der Hund, und Max, das Häschen, ist einfach urkomisch. Urkomisch abgedreht und überzogen waren damit auch sämtliche Schauplätze und Charaktere, sowie die ganze Handlung. Nicht mehr ganz so urkomisch waren allerdings einige Rätsel, deren Logik sich mir verschloss. Ohne ab und an in die Lösung zu lunchen hätte ich es wohl nie geschafft.
Von Sam & Max wünsche ich mir nicht nur eine Fortsetzung (bitte im Point&Click-Stil), sondern auch die Übersetzung des recht unbekannten Comicbandes Surfin’ the Highway. Und wenn schon nicht die Übersetzung, dann wenigstens eine Möglichkeit, es irgendwoher zu erhalten. Bisher musste ich mit den paar Comicseiten aus dem Bestseller Games-Heft Vorliebe nehmen.
Link: The Unofficial Sam & Max Website, LucasArts-Adventures-Special
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19. Alpha Centauri
(Firaxis, 1999 erschienen, irgendwann Jahre später auf Ebay ersteigert)
Für mich ist dieses Spiel das bessere Civilization. Na ja, das alte Civilization habe ich früher auch recht oft gespielt, aber das bot dann irgendwann mal zu wenig Abwechslung. Civ2 war dann schon nicht mehr mein Fall, das war zu sehr Civ1. Dafür hat es mir die SF-Version des Spielprinzips angetan. Die Technologien waren interessant ausgeklügelt, die Entwicklung stand immer im Zusammenhang mit dem “Erwachen” des Planeten Alpha Centauri. Dabei bestand das Strategiespiel aus einer interessanten und komplexen Verzahnung von wirtschaftlichen und taktischen Elementen, sowie einem gehörigen Schuss Aufbauleistung. Das Erforschen und Urbanmachen, die Gründung von neuen Städten zu Land und zu Wasser war spannend gestaltet, das Aufeinandertreffen mit anderen Fraktionen und das Diplomatiesystem boten eine nette Vielfalt an Möglichkeiten. Schließlich war es das Ringen mit den Konkurrenzfraktionen um Technologien, Einfluss im Planeten-Konzil, Land, Weltwunder und die Freundschaft des Nachbarn, welches dem Spiel eine große Spieltiefe verlieh. Mit neuen Technologien oder der Fertigstellung von Weltwundern kamen in der Regel verbesserte Werte für die Forschung, für die Umwelt, für die Wirtschaftsleistung oder in einem der anderen Bereiche des Spielgefüges zustande. Manchmal rettete eine neue Gesellschafts-Technologie einen auch knapp vor dem eigenen aufständigen Volk, es wurde wieder gefügig, bzw. verbesserten sich die Lebensumstände. So was brachte neben dem Wettkampf mit den Gegnern auch eine leichte Dramatik ins Spiel, die mir persönlich sehr gefallen hat. Tatsächlich waren alle Spielelemente untereinander verzahnt und je nachdem was ich in der einen Sache tat, wirkte es sich auf andere Sachen aus. Am liebsten habe ich übrigens mit den wirtschaftsbesessenen Morganern gespielt.
Auch hier wünsche ich mir eine zeitgemäße Fortsetzung oder ein Remake mit einer viel, viel größeren Landkarte, einer längeren Spieldauer und mehr Technologien bzw. mehr Gegnerfraktionen. In der Hinsicht ist Alpha Centauri einfach noch zu sehr seinem Urahn Civilization ähnlich, da es ebenfalls nur sechs Gegnergruppierungen bot und die gleiche Anzahl an Weltwundern und Technologien hatte. Im Moment bin ich da doch ein wenig auf den vierten Teil von Civilization gespannt.
Link: Hall of Fame
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18. Starcraft
(Blizzard, 1998 erschienen, Jahre später erst von Ebay geholt)
Zum Genre muss ich sagen, dass ich nicht der größte Fan von Echtzeit-Strategie bin, wohl auch generell nicht von Strategiespielen, obwohl ich zumindest bisher immer mal etwas Rundenstrategisches laufen hatte oder mich in ein etwas wirtschaftlicheres Spielprinzip hineingefuchst habe. Aber den Echtzeit-Strategiespielen der Command & Conquer-Serie, oder gar Dune 2 oder auch deren zahlreichen Klonen konnte ich nie etwas abgewinnen. Anders sah es dagegen bei Starcraft aus, einem klassischen “Baue Basis auf, rüste und schrotte anschließend die Basis des Feindes”-Spiel. Fast jede Mission lief nach dem Schema ab und unterschied sich eigentlich nur durch die Größe der Karte und zusätzlich zur Verfügung gestellter Einheiten. Es machte Spaß, seine futuristischen Panzer in Stellung zu fahren, in den Belagerungs-Modus zu schalten und anschließend gegnerische Einheiten und Gebäude zu zertrümmern. Motivierendes Element am Spiel waren die von Blizzard seinerzeit grandios gestalteten Rendersequenzen (machen sie übrigens immer noch, wer das lange Introvideo zu Starcraft: Ghost auf der GC gesehen hat, weiß, was ich meine). Die sahen nicht nur toll aus, sondern waren auch noch witzig und dramatisch spannend zugleich gemacht.
Ich glaube, hier brauche ich mir nicht wirklich eine Fortsetzung zu wünschen. Früher oder später wird Blizzard sicherlich mit Teil 2 kommen.
Link: Crucial Classics, Hall of Fame
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17. Indiana Jones und die Legende der Kaisergruft
(LucasArts/The Collective, Anfang 2003 erschienen und gespielt)
Ich bin Indiana Jones-Fan, das bin ich schon geworden, bevor ich Star Wars kannte. Habe die DVDs hier, zahlreiche Bücher in meiner Jugend gelesen und auch die PC-Spiele ein wenig gespielt. Weniger den Vorgänger Indiana Jones und der Turm von Babel, mehr dagegen Die Legende der Kaisergruft. Und genau dieses Spiel kommt den Filmen eigentlich am nächsten. In typischer Indiana Jones-Manier habe ich mich mit der Peitsche über Abgründe geschwungen oder damit mal eben ein paar Nazis entwaffnet. Meistens folgten dann ein paar Faustkämpfe, die Prügeleien haben somit auch was von einem echten Prügelspiel. Das hat Spaß gemacht, auch wenn es manchmal unfaire Stellen gab, die ich erst nach einem Dutzend Versuche gemeistert habe. Ansonsten funktionierte dieses Action-Adventure ähnlich wie die neuen Prince of Persia-Spiele, wobei Indy hier natürlich nicht so ein großer Springteufel war, wie der Prinz von Babylon.
Link: The Raider-Review, PC Player forever-Review
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16. Wolfenstein – Enemy Territory
(Splash Damage, Mitte 2003 erschienen und recht lange bis Mitte 2004 immer mal wieder gespielt)
Bis heute habe ich bei keinem Shooter ein brillanteres Skill-System gesehen, wenn überhaupt. Das wirkte sich auch noch dazu ganz deutlich auf den Spielverlauf aus und hob das Niveau nicht gerade wenig an. Wolfenstein – Enemy Territory ist ein kostenloser Online-Shooter, der ursprünglich den Multiplayer-Part des eingestellten Addons für Return to Castle Wolfenstein bilden sollte. In Enemy Territory gab es auf den Maps festgelegte Ziele, da mussten die jeweiligen Teams erst mal hinkommen. Natürlich kannte ich die sechs Karten nach einer Weile in- und auswendig und war des öfteren als der Engineer unterwegs, der Minen gelegt hat oder die Ziele angegangen ist. Irgendwie funktionierte auch das Teamspiel und ein paar Leute sind immer mit gekommen, um einen bei den Aufgaben zu schützen. Andererseits war der Field Ops ebenfalls eine tolle Rolle, alle meine Mitstreiter mussten mich irgendwann mal um Munition anbetteln, hihi. Oder ich habe als Field Ops einen Air Strike angefordert. Was ein Inferno zeitweise! Nachdem ich damals diese beiden Rollen kannte, bin ich zum Schluss öfters mal als der Wahnie mit der Panzerfaust oder dem Flammenwerfer rumgezogen. Da war es immer gut, wenn keiner meiner Mitstreiter in der Nähe war, vor allem wenn ich dieses überdimensionierte Feuerzeug hatte. Ließ sich aber nicht immer vermeiden. Sorry, guys.
Von Multiplayer-Shootern halte ich bis heute wenig, Enemy Territory war da der bislang einzigste Ausrutscher, was an der für das Shooter-Genre unüblichen komplexen Natur des Spielgeschehens liegen mag. Wenn man da nicht aufgepasst hatte, entfaltete das Spiel auch mal schnell sein Suchtpotential. Denn wenn zwei gleichstarke Teams aufeinander trafen, dann machte sowohl das Gewinnen als auch das Verlieren Spaß und man wollte am liebsten gar nicht mehr aufhören.
Link: PC Player forever-Review
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