Tag Archive for 'science-fiction'

Seriencheck (VIII)

Neues Jahr, neues Glück, neuer Seriencheck. Langsam hole ich die alten Sachen auf und es stehen kaum noch welche aus. Ich überlege noch nachträglich in Desperate Housewives einzusteigen, konnte mich aber bisher nicht durchringen. Ansonsten folgen die üblichen laufenden Sachen, sowie das Nachholobjekt Star Trek – Enterprise, welches ich schon vor einem knappen Jahr gesehen habe. Das wird nicht der letzte Beitrag zu den Star Trek-Serien sein, da ich mich in einem zweiten Durchlauf befinde. Bei den aktuell laufenden Serien baue ich auf dem Serienheck vom letzten mal auf und gebe nur einen kurzen Stand der Dinge wieder. Dezente Spoiler werden enthalten sein.
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Akte X – The Movie 2 (Stand: 2. Film – durchgequält und abgeschlossen)

Im Sinne des Wasserstandes ist von meiner Seite aus nur zu vermelden, dass ich den zweiten und jüngsten Film der Serie unterirdisch schlecht fand.
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Battlestar Galactica (Stand: Season 4)

Battlestar Galactica macht ja nun doch so einige Höhen und Tiefen durch. War die erste Hälfte der vierten Season arg schwach, selbst für BSG-Verhältnisse, rappelt sich die Serie nach der langen Pause wieder richtig hoch. Der Aufstand ist eine wunderbare, typische BSG-Wendung, destruktiv, unbarmherzig, tödlich. Was den pessimistischen Charakter der Serie unterstreicht. Es folgen ab der Mitte der zweiten Hälfte zwar wieder wenig spektakuläre Episoden, aber mir persönlich hat zumindest die vorletzte Episode mit Starbuck wunderbar gefallen, wie sie den Song All along the Watchtower am Klavier spielt. Ich freue mich auf den Soundtrack zur vierten Season, denn Bear McCreary, der sowieso einen fantastischen Job bei der Musik für die Serie geleistet hat, übertraf sich hier selbst. Das hat er auch wunderbar in seinem Blog festgehalten. Ansonsten hoffe ich, dass sie nun weniger spektakuläre Episoden gemacht haben, um sich genug Kracher für das kommende Finale aufzuheben.
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Californication (Stand: Season 2 Finale)

Californication war auch in der zweiten Season immer noch groß. Mir hat zwar die erste Season einen Tick besser gefallen, aber das dürfte vor allem daran liegen, dass diese auf mich neu und originell gewirkt hat. In der zweiten Season kennt man ja nun die Charaktere und weiß sie einzuschätzen. Da müssen dann verquert-witzige Situationen wie die “mouth-rapist”-Szene (<- bestimmt ein tolles Google-Schlagwort) herhalten. Fand die zweite Season enorm witzig und einem Kauf für’s DVD/BD-Regal steht nicht viel im Wege. Wenn ich Zeit für die Discs haben werde…
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Chuck (Stand: Season 2)

Neben Lost die interessanteste, momentan laufende Serie. Äußerst schade, dass es nach der zweiten Season wohl vorbei sein wird. Verdammte Axt!
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E.R. (Stand: Season 15)

Insgesamt ist E.R. ein bezeichnendes Bild der Realität des Gesundheitswesens und damit eine einzige Anklage gegen die herrschenden Verhältnisse. Das war E.R. ja schon immer. Gleichzeitig enthält die Serie eine eindringliche Form der Aufklärung. Leider ist ansonsten nicht mehr viel geblieben, da hilft auch die Rückkehr von Carter nichts mehr.
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Fringe (Stand: Season 1)

Mir gefällt Fringe seit ein paar Episoden richtig gut. Vor allem seit 1.09 nahm die Serie ordentlich Aufschwung und hat mir im Gegensatz zu den vorherigen mal richtig gut gefallen. Die Story war endlich mal anders konstruiert und hat viel mehr Fragen aufgeworfen, als sonst. Hat nun Massive Dynamic ihre Finger deutlich mehr im Spiel oder nicht? Haben sie den Mitarbeiter irgendwie dazu veranlasst, sich diesen Halluzinationen auszusetzen bzw. haben sie ihm das Zeug verabreicht, ohne dass er es weiß? Oder steckt doch ein Komplott von John dahinter? So wirklich wurde das ganze ja nicht aufgeklärt. Das zeigt eine schöne Ambivalenz zwischen den “Bösewichtern” Massive Dynamic und John Scott. Wer ist nun wirklich ein Bösewicht von den beiden? Bin mal gespannt, ob die Sache des “Pattern” in der Serie jemals richtig aufgelöst wird. Insgesamt kam Fringe endlich mal ein wenig in Fahrt. Und so geht’s auch gleich mit der Entführung Olivias und der Raum-Zeit-Maschine in der nächsten Episode weiter. Fringe rafft sich wirklich auf. Neuer Bösewicht in den Episoden; der “Observer” irgendwo versteckt in jeder Episode; Olivias Ex-Lover Scott kann sie in ihrer Traum-Verschmelzungs-Sequenz sehen?! (what the hell!!); Olivia wird entführt. Das ist schon ordentliche Dramatik geworden. Bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

Dass sich Fringe seit der Midseason-Pause enorm gesteigert hat, zeigt vor allem auch die jüngste Episode 1.14 Ability, mit der die Serie schwer spannend geworden ist. Obwohl manche Handlung immer noch nicht sonderlich originell wirkt, wirken die Schauspieler deutlich sattelfester und überzeugter. Die persönliche Story in Ability tut schließlich ihr übriges, um mit den Figuren, genauer Olivia mit zu fiebern. Die persönlicheren Geschichten sind zwar ein Dreh, den man aus Alias übernommen hat, aber wenn’s da funktioniert hat, warum hier nicht wieder. Und Fragen kommen da ja auch einige auf. Hat Walter etwa das Manuskript geschrieben? So darf Fringe gerne weiter laufen. Außerdem war die Musik ganz fantastisch, Giacchino kommt auch immer mehr in Form.
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Heroes (Stand: Season 3 “Volume 3 Finale” und Season 3.2 – abgebrochen)

Ich muss ja zugeben, dass ich von dem Finale des dritten Volume komplett überrascht wurde, weil es auf einmal da war und so unspektakulär daherkam. Gleichzeitig hat mich das total verwirrt zurück gelassen, weil ich überhaupt nicht mehr wusste, worum es eigentlich ging. Mit der geänderten Zukunft, die es am Anfang der Season kurz zu sehen gab, hatte das doch nun gar nichts mehr zu tun. Ich bin etwas sprachlos über das Kuddelmuddel, was die Serie hier als “Auflösung” gebracht hat. Allerdings habe ich auch beschlossen, mir die Serie wenigstens noch einmal in Ruhe und konzentriert auf DVD anzuschauen, vielleicht verstehe ich es dann ja besser. Trotzdem habe ich etwas Hoffnung, dass es wieder besser wird. Klingone Worf als Mr. President wird es hoffentlich wert sein, wieder einzuschalten.
Insgesamt haben mir in der Season 3.1 aber die vielen interessanten “Comic-Kameraeinstellungen” gefallen. Jede Szene könnte tatsächlich ein gezeichnetes Bild in einem Comicheft sein. Bin mal gespannt, ob es dazu eine Doku auf einer der Season-DVDs gibt.

Leider bleibt Season 3.2 auf einem ähnlich mäßigen Niveau und die Charaktere werden mal wieder arg durcheinander geworfen. Zu sehr sind sie mir mittlerweile “out of” und habe mit denen von Season 1 nicht mehr viel zu tun. Nach rund fünf Episoden habe ich nun den Stecker gezogen. Ich ringe zwar noch mit mir, die Episoden weiter zu schauen, werde das aus Zeitmangel aber doch auf eine in weiter Ferne liegende DVD-Sichtung verschieben. Heroes macht so jedenfalls keinen Spaß mehr.
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Life on Mars (Stand: Season 1)

Die Serie ist nach Pushing Daisies und Chuck der Freudenquell schlechthin, wenn wir mal auf der leicht komödiantischen Schiene bleiben. Witzige Storys und verdammt coole Musik tragen ihren Teil dazu bei. Leider scheint es ja auch nur bei einer Season zu bleiben. Schade.
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Lost (Stand: Season 5)

Nach schwachem Seasonstart schwingt sich auch Lost zu bekannten Höhenflügen auf. Die Mystery-Komponente ist nach wie vor stark und man fragt sich schon, wie das alles zusammen hängt und wer zu wem gehört. Und wieso nun eigentlich alle zurück müssen um was überhaupt zu erreichen. Trotz schwachem Start war eine der besten Szenen war für mich eigentlich gleich die Anfangsszene, als Daniel in der Vergangenheit mit in den Schacht unter der Orchid-Station kommt. Mittlerweile ist dies durch die immer brillanter werdende nicht-lineare Erzählstruktur ja sogar aufgeklärt, jedenfalls kann man als Zuschauer das entsprechende Puzzlestück anbringen. Die erzählerischen Sprünge hin und her sind eigentlich typisch Lost, obwohl es keine klassischen Flashbacks oder -forwards mehr sind. Das hängt sicher mit den verkürzten Seasons zusammen, so dass man nun durch die Geschichte durchrennen muss. Aber trotzdem fand ich, dass zumindest ein paar Sachen aus Season 2 und 3 aufgeklärt oder zumindest angedeutet wurden.

Dann sind da die Zeitsprünge, die zudem nur unsere Losties zu betreffen scheinen. Und anders als Daniel das sagt scheinen die Sprünge doch die Zeit ein wenig zumindest zu ändern, wie man bei Desmond sieht. Die Erinnerung an die Begegnung mit Daniel auf der Insel wird ihm erst jetzt drei Jahre nach seinem Entkommen von der Insel eingepflanzt, weil es “vorher” einfach noch nicht passiert war. Zumindest er steht scheinbar außerhalb der Zeitlinie und ihn können Veränderungen in der Vergangenheit betreffen. Was ich ja wieder brillant fand, war die Überlagerung verschiedener Zeitebenen. Mit dem letzten Zeitsprung sind ja gleichzeitig drei Sachen passiert: Locke dreht am Rad (das ist wörtlich gemeint!), gleichzeitig wird das Flugzeug 316 mit Jack, Kate, usw. sowie dem toten Locke an Board erfasst und die verbliebenen Losties Sawyer, Juliet usw. landen im Jahr 1974. In dem Moment also, in dem Locke das Rad dreht, liegt er tot im Flugzeug und macht die Bruchlandung auf der Hydra-Insel mit, wo er anschließend wiederbelebt wird. Jack, Kate und Hurley dagegen reißt es ins Jahr 1977, wo sie von Jin und Sawyer gefunden werden, die selbst seit drei Jahren unter den Dharma-Leuten leben. Lost zeigt hier vor allem mal wieder seine erzählerische Komplexität und die anfangs geäußerte Kritik an der Zeitreise-Thematik dürfte angesichts der originellen Wendungen ad absurdum geführt sein. Nun dürfte darum gehen, wie die Losties alle zusammen wieder in ihre zeit zurück kommen.

Zu Charlotte gibt’s noch zu sagen, dass sie ja leider bisher nichts weiter zur Story von Lost beigetragen, genauso wie Miles. Das ist etwas Kritik, die ich an der Serie anbringe: die Einführung neuer Figuren und die Verkürzung der Season ist nicht so wirklich gut für die Serie, da der Fokus auf die alten Losties verloren geht und über die gäbe es sicherlich noch sehr viele interessante Storys zu erzählen bzw. Fragen aufzulösen. Ich wünsche mir jedenfalls, dass es wie etwas mehr zurück zu den Wurzeln geht. Aber nicht dass ich Lost nun schlecht fände, ganz im Gegenteil, der Charakter der Serie hat sich einfach enorm geändert.
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Star Trek – Enterprise (Stand: Season 4 – abgeschlossen)

An sich ist die Idee ja nicht schlecht, die erste Enterprise im Weltraum zu beobachten, die beginnt, das Universum zu erforschen. Leider beginnt die Serie aber mit sehr vielen lahmen Episoden, selbst der Pilotfilm war nun wirklich nicht herausragend. Manches wird außerdem nicht ausgereizt: da hat die Enterprise einen “Hitchiker” im Schlepptau, hilft ihnen schließlich und nur am Rand gibt es eine erste Auseinandersetzung mit den Klingonen, diese wäre aber mindestens eine ganze Episode wert gewesen. Teilweise gibt es gute Charaktere, teilweise aber auch sehr seltsame. Ganz gut ist der Captain, die arrogante Vulkanierin, der Doktor oder der Sicherheitsoffizier, der einen besonnenen und ruhigen Eindruck macht. Zumindest anfangs macht der schleimige Draufgänger einen schlechten Eindruck, welcher der Technikexperte und Ingenieur des Schiffes ist. Das ist mehr als seltsam, weil diese Eigenschaften schlecht zusammen passen. Ohne Worte kann dagegen der langweilige, naive und unerfahrene Pilot belassen werden. Damit war auch schon Season 1 rum. Season 2 wurde ein wenig besser und hatte einige wirklich hervorragende Episoden, aber auch einige Rohrkrepierer. Hier kommt aber das Gefühl, dass die Sternenflotte nur ein kleines Licht in der universellen Gemeinschaft ist, durchaus sehr gut herüber.

Leider wird das in der dritten Season komplett über den Haufen geworfen, was total doof ist. Dass man sich den sinkenden Einschaltquoten anpassen muss und stärkere Veränderungen einschließlich signifikanter Charakteränderungen bringt, nun, dagegen habe ich im Grunde nichts. Äußerst gelungen ist die Integration der Vulkanierin T’Pol, die für die Mission der Enterprise ihre Anstellung beim Vulcan High Command niederlegt, um bei ihren menschlichen Freunden zu bleiben. Bedenkt man die Auseinandersetzungen und auch Vorurteile der Menschen gegenüber den Vulkanieren am Anfang der Serie, ist das eine wirklich gelungene Entwicklung über den Lauf der ersten beiden Seasons Enterprise hinweg. Denn das ist das Konzept der Integration eines Fremden, welches ein Bestandteil aller Star Trek-Serien (Spock, Worf und Data, Odo und Kira, Neelix und stärker noch Seven of Nine) ist und durchaus immer wieder Spannung erzeugt hat. Leider kommt dieses Konzept in der dritten Season zu kurz, T’Pol hat, mehr oder weniger, den Sprung geschafft und sich von der arroganten Vulkanieren zu einem akzeptierten Mitglied der Crew gewandelt. Zudem stehen menschliche Dilemmata, Konflikte, Moral und Ethik oder Emotionen nur noch selten im Vordergrund, da sich die Serie mit Season 3 zu einer Art 24 im Weltraum gewandelt hat. Eigentlich hätte ich noch nicht mal etwas gegen den zunehmenden Actionanteil und die CGI-Aufnahmen der Enterprise sehen sowieso super aus. Aber die Story um die Xindi-Superwaffe, welche die Erde zerstören soll und die ein Jahr andauernde Mission im Delphic Expanse ist mehr als hanebüchern, hohl und langweilig. In fact, this ist not the Star Trek I want to see! Hat mir die zweite Season zur Hälfte wenigstens gut bis sehr gut gefallen, inklusive einer Lieblingsepisode, die locker an die Top-Episoden der bisherigen Serien heran kommt, während die andere Hälfte der zweiten Season für den Mülleimer ist, kommt die dritte Season nur in wenigen Episoden ansatzweise an das Prädikat gut und sehenswert heran. Ganz klar ist die deutlich dunklere Atmosphäre auch eine Reaktion auf 9/11, wobei ich mich hier ernsthaft frage, ob das sein musste.

Im Verlauf der dritten Season wird Enterprise aber immer schlimmer. Nicht nur gibt es Folterszenen, ein Enterprise-Captain fängt schließlich an, einen Akt der Piraterie zu begehen und andere Schiffe ihrer lebenswichtigen Systeme zu berauben. Ja, Kinders, was hat das noch mit Star Trek zu tun? Der Zweck heiligt eben die Mittel – was für eine miese Attitüde… Den Vergleich mit den Reaktionen auf 9/11 spare ich mir mal, aber wenn es eine miese Analogie, ein schlechtes Spiegelbild auf bestehende Verhältnisse und kürzlich erfolgte Ereignisse gegeben hat, dann ja wohl hier. In so übler Weise instrumentalisiert die Serie die Ereignisse des 11. September 2001 und rechtfertigt unmoralisches Handeln, wobei die Bedrohung durch die Xindi als Aufhänger dient. Aber noch mal: das ist nicht das Star Trek, welches ich sehen möchte. Die Menschheit hat nun gerade einmal seit zwei Jahren die Möglichkeit, das Weltall zu erforschen und zu anderen bekannten Planeten zu reisen, ohne monate- oder jahrelang unterwegs zu sein. Es wäre doch viel schöner zu sehen, wenn die Enterprise in den Systemen um der Erde herum forschen würde, sich bei anderen Spezies vorstellt und diplomatischen Kontakt aufnimmt, irgendwelche menschliche Kolonien errichtet, Wissenschaftler in benachbarte Systeme bringt oder naheliegende Raumphänomene untersucht. Was soll die Enterprise so weit draußen? Demzufolge empfinde ich den Konflikt mit den Xindi und die ständigen bewaffneten Auseinandersetzungen im Delphic Expanse eher belanglos, weil es hier nicht mehr darum geht, worüber Star Trek eigentlich handelt. Hier fehlt der humanistische Anstrich, den die Star Trek seit Kirk und Co. hat. Der Wagon Train im Weltall und die Final Frontier erfahren keine Beachtung mehr und das ist mehr als schade. Denn ich mag die meisten Charaktere, sogar Trip wird interessanter, und die Ausgangssituation samt Szenario ist für das Star Trek-Universum wirklich interessant und spannend. Das Potential war wirklich fantastisch, wurde aber kaum ausgereizt.

Nur wenige Episoden der dritten Season werde ich mir deshalb noch einmal anschauen. Diese werde ich dann genüsslich schlecht finden und sie ebenfalls in den Mülleimer werfen, respektive aus meiner persönlichen Star Trek-Kontinuität streichen. Den ganzen Xindi-Handlungsstrang will ich nun am liebsten wieder vergessen, so schlecht ist dieser umgesetzt. Star Trek – Enterprise hat sich mit Season 3 wirklich zu einer miesen Actionserie entwickelt, der Captain ist ein Jack Bauer im Weltraum geworden. Archer war in den ersten beiden Seasons immer ein interessanter und annehmbarer Charakter gewesen, inzwischen hat er sich zu einem hassenswerten Individuum entwickelt. Nicht weil der Schauspieler schlechter geworden, sondern weil der Charakter in Situationen gesteckt wird und dort out-of-character handelt, ohne Rücksicht auf Tote und Verletzte sein Ziel durchsetzt. Die Storys waren schlecht, weil sie den Captain so handeln ließen. In meinen Augen ist das kein Star Trek mehr. Unter einem anderen Namen wäre die Serie vielleicht in Ordnung, aber nicht wenn diese Season Star Trek heißt.

Und nun bin ich auch mit der vierten und letzten Season Enterprise durch und damit der letzten Serie von Star Trek überhaupt. Season 4 hat sich wieder stark aufgerafft und entspricht viel eher dem typischen Star Trek, ja die Qualität hat sich meines Erachtens doch wieder auf dem typischen Niveau der Serien seit Next Generation bewegt. Es waren mit Sicherheit einige starke Episoden wie der Vulcan-Dreiteiler dabei. Auch wenn das Finale nicht ganz so spannend war (und nur eine Stunde ging), war ich danach fast so traurig und wehmütig wie nach dem Finale von Next Generation. Warum weiß ich nicht so recht, denn obwohl Enterprise wieder besser wurde, könnte es auch daran liegen, dass es die letzte Star Trek-Episode bisher war. Dabei mochte ich insgesamt Enterprise wegen einiger der Charaktere irgendwie, obwohl wie gesagt mindestens die Hälfte der Episoden für den Eimer ist. Aber der Ausgangspunkt und die drei Figuren Archer, T’Pol und Trip sind mir ans Herz gewachsen.

Ein wenig fühle ich mich wie die Trekkies in den 1970er Jahren, als plötzlich die Originalserie, lange nachdem sie abgesetzt wurde, so einen phänomenalen Aufschwung nahm. Ich habe mir seit über einem Jahr die Episoden ab Next Generation über Deep Space Nine und Voyager bis hin zu Enterprise angesehen, alles lange nachdem diese Serien gelaufen sind. Mir hat es gefallen und ich wünsche mir neue Star Trek-Serien, auch wenn ich mir gut vorstellen kann, dass es schwer ist, mit neuen Ideen im Star Trek-Universum daher zu kommen.

Durchweg gut gefallen hat mir der hohe Produktionsstandard, den die Serie an den Tag gelegt hat. Die Ausstattung ist schon sehr üppig, selbst im Vergleich zu den vorherigen Star Trek-Serien. Dazu kommen massig nett gemachte CGI-Aufnahmen, die für Serienverhältnisse nach der Jahrtausendwende ziemlich gut aussehen. Hier merkt man schon, dass enorm viel Geld in die Produktion geflossen ist.

Es folgt nun noch meine Best of-Liste von sehenswerten Episoden, die ich mir ein zweites mal anschaue, aber sicherlich noch einige weitere streichen werde.

ENT 1.01/02 Broken Bow
ENT 1.03 Fight or Flight
ENT 1.05 Unexpected
ENT 1.07 The Andorian Incident
ENT 1.08 Breaking the Ice
ENT 1.09 Civilization
ENT 1.12 Silent Enemy
ENT 1.14 Sleeping Dogs
ENT 1.15 Shadows of P’Jem
ENT 1.19 Acquisition
ENT 1.23 Fallen Hero
ENT 1.25 Two days and two nights
ENT 1.26 Shockwave

ENT 2.01 Schockwave, Part II
ENT 2.02 Carbon Creek
ENT 2.03 Minefield
ENT 2.04 Dead Stop
ENT 2.05 A Night in Sickbay
ENT 2.07 The Seventh
ENT 2.09 Singularity (die einzige Enterprise-Episode, die mir richtig gut gefallen hat)
ENT 2.10 Vanishing Point
ENT 2.12 The Catwalk
ENT 2.14 Stigma
ENT 2.15 Cease Fire
ENT 2.16 Future Tense
ENT 2.19 Judgment
ENT 2.23 Regeneration
ENT 2.24 First Flight
ENT 2.26 The Expanse

ENT 3.01 The Xindi
ENT 3.02 Anomaly
ENT 3.05 Impulse
ENT 3.08 Twilight
ENT 3.10 Similitude
ENT 3.13 Proving Ground
ENT 3.14 Stratagem
ENT 3.16 Doctor’s Orders

ENT 4.01 Storm Front
ENT 4.02 Storm Front, Part II
ENT 4.03 Home
ENT 4.07 The Forge (1)
ENT 4.08 Awakening (2)
ENT 4.09 Kir’Shara (3)
ENT 4.11 Observer Effect
ENT 4.12 Babel One (1)
ENT 4.13 United (2)
ENT 4.14 The Aenar (3)
ENT 4.15 Affliction (1)
ENT 4.16 Divergence (2)
ENT 4.17 Bound
ENT 4.18 In a Mirror, Darkly (1)
ENT 4.19 In a Mirror, Darkly (2)
ENT 4.20 Demons (1)
ENT 4.21 Terra Prime (2)
ENT 4.22 These are the Voyages…
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Star Wars – The Clone Wars (Stand: Season 1 Episode 7 – am Aufholen)

Kürzlich habe ich mir den Pilotfilm auf DVD angeschaut, nachdem ich ihn im Kino verpasst habe. Der war einfach herrlich erfrischend, offensichtlich witzig und es gab jede Menge lustiger Kabeleien zwischen Anakin und der herzallerliebsten Ahsoka. Damit ist der Pilotfilm schon mal deutlich besser als erwartet. Für einen Star Wars-Fan lohnt sich also der Pilotfilm locker und ich denke auch, dass es mit der Serie selbst nicht anders sein wird. Die Serie ist nach den ersten sieben Episoden vor allem sehr actionreich, es macht Spaß und über die dummen Battledroids der Seperatisten schmeiße ich mich regelmäßig weg.
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The Simpsons (Stand: Season 1)

Habe Season 1 gesehen und Season 2 steht kurz bevor. Jepp, der Humor trifft meinen Nerv, aber es darf ruhig noch lustiger werden. The Simpsons ist für mich ebenfalls eine Serie, die ich früher nie so recht gesehen habe und die ich nun nachholen will. Ansonsten gibt’s aber noch nicht viel mehr zu sagen.
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The Unit (Stand: Season 4)

Läuft auch noch in meinem Programm. Schade, dass auch dies wahrscheinlich die letzte Season sein wird.
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Warteliste:

Magnum, P.I.
Young Indy
House
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Auf dem Radar:

Virtuality
Caprica
Star Wars: Real Series

Death Star

Death StarZum ersten mal habe ich ein Star Wars-Buch nicht zu Ende gelesen. Weshalb hier nun auch keine Rezension erfolgen kann. Nicht dass es darum ginge, ein Lebenszeichen abzugeben, neeeiiiin, gaaaar nicht, aber dieser Beitrag ist damit im Grunde schon wieder vorbei. Weil ich deshalb auch gar keine Argumente anbringen will – dies würde der heimlichen Intention dieses Eintrages diametral gegenüber stehen – , warum mir das Buch nicht gefallen hat – diese können ja in den Kommentaren erfragt werden – weise ich auch gar nicht erst darauf hin, dass ich aufgrund dieser Erfahrung meiner Lektüre in diesem Spezialgebiet einige Neuveröffentlichungen hinterher hinke. Aber mein seit Ewigkeiten lagernder und sich immer auf einer bestimmten Höhe haltender Buchstapel will auch mal abgelesen werden. So, das war’s.

Rezi-Roundup: Crysis, Call of Duty 4, The Witcher, Bioshock und mehr

Das ist der Artikel, mit dem ich ursprünglich mein neues Bloggerjahr einläuten und gleich auch loslegen wollte – mit einem (wie schon manchesmal) raubkopierten Konzept (I’ll deny everything!), der Rezi-Roundup von Agitpop, nachdem ich über selbige am Tag der Veröffentlichung gestolpert bin. Das macht sich vor allem jetzt gut, nachdem ich den neuen Rechner habe und bereits ein paar Spielchen nachholen konnte. Die ersten Texte waren schnell geschrieben, dann bin ich allerdings aus diversen Gründen gleich wieder stecken geblieben. Nun ist’s aber soweit und die folgenden Texte können endlich raus. Hier und da gibt’s ein paar konkrete Spoiler, ich bemühe mich ansonsten aber, allgemein zu bleiben.
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Crysis

Crysis

Crysis diente als Generalprobe für den neuen Rechner. Und obwohl ich eine GeForce 8800 GTS mit 512 MB RAM (also dem neuen G92-Chip) drinsitzen habe, kommt die Hardware schon an ihre Grenzen. In einer hohen Auflösung sind Sachen wie AntiAliasing oder ähnlicher Kram nicht drin. Zwar funktionieren alle anderen Grafikeinstellungen auf “hoch” und mehr ist unter WinXP auch nicht drin, mit AA sieht das Spiel aber noch einmal wesentlich besser aus, nur gehen dann die Frameraten weit in den Keller. Optisch ist das immer noch fantastisch und sucht seinesgleichen, aber schon eine Grafikeinstellung darunter (mittel) wird’s nicht mehr so schön. Andererseits ist der lauffähige “high”-Modus noch nicht einmal das höchste der Gefühle. Es gibt noch den “ultra high”-Modus, der nur über verstecke Konfigurationsdateien freischaltbar ist – allerdings gibt’s bisher keine bezahlbare Hardware, die den noch flüssig darstellen kann. Da Crysis aber von der Optik lebt, lässt sich das Spiel vermutlich erst in einem Jahr auf dann aktuellen und bezahlbaren Rechnern spielen und der volle Funktionsumfang ausnutzen.

Das klingt jetzt etwas drastisch, als ob Crysis außer der wunderbaren Optik kaum mehr zu bieten hat, ganz so ist es aber nicht. Aber wir sollten uns nichts vormachen, spielerisch ist Crysis nichts anderes als ein weiterer Shooter auf der Höhe der Zeit. Handlung? Ist marginal vorhanden und dient eigentlich nur dazu, den Spieler an die Hand zu nehmen und von einem Ort zum nächsten zu scheuchen. Während des Intros dachte ich noch, dies sei bestenfalls was auf 1980er Jahre Actionfilm-Niveau à la Lundgren oder van Damme. Was putzt der Commander da den einen Typen runter, der irgendwas von sich gegeben hat, was ich nicht mal ansatzweise als einen witzigen Spruch wahrnehmen würde? Da wurde doch etwas tief in die Klischeegosse gegriffen. Sowieso schwanken auch alle Zwischensequenzen, die es nur aus der eigenen Perspektive gibt, so sehr, dass man meinen könnte, unsere Spielfigur achtet beständig darauf, den Pegel von einem Viertel Blut im Alkohol zu halten. Nur lässt sich so die Banalität des Intros und die Einführung in die “Geschichte” leider auch nur bedingt aushalten. Ich will aber hier noch gar nicht mal zu viel meckern. Es gibt weiß Gott genug lineare, langatmige, abwechslungslose Ballerspiele, die sich lediglich über eine dreizeilige Hintergrundgeschichte definiert haben. Immerhin entwickelt sich da während des Spiels etwas, was seine Auswirkungen auf die Insel hat. Mir hat es schließlich doch ganz gut gefallen, mich anstelle der Dschungellandschaft anschließend durch eine Eiswelt zu kämpfen, zu der die Insel geworden ist. Erst die Eroberung mitzumachen, herauszufinden, was auf der Insel vor sich geht und anschließend den nicht gerade reibungslos verlaufenden Rückzug anzutreten ist zumindest spannend inszeniert und es werden abwechslungsreiche Aufgaben verteilt. Anders als in Far Cry müssen nicht am laufenden Band diverse Feindbasen gesäubert werden, das ist eigentlich nur am Anfang von Crysis der Fall.

Allerdings täuscht auch die Wahl, zu Fuss zu gehen oder einen Hummer zu nehmen, nicht wirklich über die Linearität weg. Die sogenannte spielerische Freiheit – ein Paradoxon, mit dem ausgerechnet immer wieder im Ego-Shooter-Genre geworben wird, haha – erstreckt sich lediglich auf große Spielareale, die auch tatsächlich weitaus größer als in Far Cry sind. Den gegenüberliegenden Strand, den ich durch das Fernglas beobachtet habe, kann ich nämlich wirklich erst nach einer reichlichen Stunde Spielzeit erreichen. Während des kombinierten Panzer-Infanterie-Angriffs der Amerikaner in einem weitläufigen, herrlich grünen Tal kann ich mehr oder weniger wählen, ob ich zuerst ein paar Flakstellungen platt mache oder eine gegnerische Basis ausräuchere. Manchmal mit Kameraden zusammen, manchmal alleine. Sowieso wird mir immer wieder gesagt, was ich tun soll. Insgesamt sorgen die Aufgaben und die später veränderte Spielwelt sowie die Aliengegner tatsächlich für etwas Abwechslung und das macht das Spiel, nun ja, spielbarer. Immer das gleiche tun zu müssen und mich immer durch gleich aussehende Level kämpfen zu müssen (Doom 3, Far Cry, Fear, Quake 4) wäre auch gar nicht mehr zeitgemäß, so was will ich heutzutage einfach nicht mehr spielen. Allerdings kommt auch ein Crysis nicht ganz an den Abwechslungsreichtum eines Half-Life 2 und dessen Episoden heran. Zudem ist es viel zu kurz und in nullkommanüscht durchgespielt, was mich wiederum geärgert hat. Der Bosskampf ist nett, aber eben wirklich nicht mehr als ein Bosskampf. Andere Spiele bieten Bosskämpfe am laufenden Band, in Crysis ist so ein Boss zum Endgegner befördert wurden, nur um anschließend das Spiel abzuhacken und den Abspann laufen zu lassen. Gegen kurze Spiele habe ich ja prinzipiell nichts, wenn sie mich mit einer motivierenden Handlung und immer anderen Level motivieren (Max Payne 2). Aber ein kurzes Spiel, indem ich mich die Hälfte davon durch dasselbe Areal kämpfe und nur nebenbei ein paar Gesprächsfetzen präsentiert bekomme, das ist mal nichts und zeigt eigentlich die geringe Substanz des Spiels. Es scheint mir eine wahre Kunst zu sein, dass nur wenige Spiele es wirklich auf die Reihe bekommen, kurz und knackig zu sein. Wobei ich mir jetzt aber wie gesagt auch keine Auswaltzung und Zunahme aller Ödniss mehr herbeiwünsche.

Worüber könnte ich mich noch auslassen? Die Nordkoreaner, die allesamt Bäume von Kerlen sind und mir in meiner installierten Synchrosprache Drohungen um die Ohren werfen? Die ich beim Angriff meiner Leute nicht von selbigen unterscheiden konnte? Wenn ich es nicht wüsste, ich hätte sie nicht als Koreaner erkannt. Die doch etwas seltsame Waffenbalance? Meinem mitgebrachten Schießeisen ging schnell die Munition aus und ich musste mir bald eine koreanischen Knarre schnappen. Ziemlich sinnlos habe ich meine bessere Waffe immer mitgeschleppt, in der Hoffnung, neue Munition dafür zu finden. Nix da. Stattdessen wird bald eine überdimensionierte Shootgun namens Gaus eingeführt – für die es auch nicht mehr als 10 Schuss Munition gab. Erst viel später bekommt man genug Munition für die besseren Knarren, dann aber auch immer wieder die passenden Superwaffen dazu. Schön bleibt aber wie gesagt die Optik, Hitzeflimmern bei MGs, tolles Licht- und Schattenspiel und ich habe zum ersten mal das sogenannte “High Dynamic Range Rendering” bewusst wahrgenommen, als ich mich mal zur Sonne gedreht habe und anschließend wieder weg. Die Simulation des Iris-Effekts hat funktioniert. Und sonst ist der Nano-Anzug ganz nett, der einen schnell wieder heilt und diverse übermenschliche Kräfte verleiht. Somit liegen auch keine Medizinpackungen oder Boosts mehr im Dschungel herum.

Also spielerisch ist es in Ordnung, Standardkost würde ich sagen, nicht unbedingt etwas so besonderes. Aber es ist immerhin abwechslungsreich und das möchte ich doch künftig als Mindeststandard in diesem Genre sehen. Es kommt aber gerade nicht nur auf den spielerischen Kern an, was mir schon der eine oder andere “Grafik interessiert mich nicht.”-Sprücheklopfer in der Vergangenheit weiß machen wollte, denn dazu gehört, wie bei allen Spielen, auch eine angemessene Präsentation, was bei Crysis die Grafik auch per Definition funktionell macht. Denn optisch ist es natürlich ein großes Ding, obwohl ich lieber nicht daran denken möchte, dass für ein neues Spiel mit dieser CryTech-Engine auch wieder eine Hardwareaufrüstung nötig ist. Das ruft irgendwie die Zeiten eines Wing Commander wach, das auch erst auf der nächsten, noch nicht erschienen Hardware-Generation wirklich flüssig lief.
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Half-Life 2 + Episode 1 & 2

Half-Life 2 - Episode 2

Zu Half-Life 2 brauche ich denke ich nichts weiter zu sagen. Es sieht heute nicht mehr ganz so gut aus, ein bisschen wie vor einigen Jahren noch eine schöne weiße Tapete, aber nun etwas leicht angegraut. Spielerisch bleibt aber der Abwechslungsreichtum, den ich immer noch als unangefochten im Genre ansehe, ein hanebücherne und im Grunde nicht vorhandene Handlung mit einem kümmerlichen Ende und etwas spärliche Inszenierung, die mir als Spieler allerdings doch ganz glaubwürdig vorgaukelt, in die Geschichte einbezogen zu sein. Gerade den letzteren Punkt bekommen die beiden Anschlussepisoden aber wesentlich besser hin und ich habe damit gleich meine Überleitung zu den Addons geschafft.

Denn was Episode 1 & 2 besser machen, das ist die Begleiterin Alyx. Sie erzählt mir ständig etwas, sie grinst mich an, wenn ich eine Aufgabe gelöst habe, ihr ist der Schrecken ins Gesicht geschrieben, nachdem sie ein Stalker angefallen hat, und sie weiß ihren Dad zu beschwichtigen, nachdem sie beinahe tot war. Mir fällt trotz einigem Nachdenkens keine Figur ein, die in einem Computerspiel menschlicher dargestellt wurde. Alyx folgt mir in beiden Episoden nahezu konstant durch dick und dünn, feiert sich bei der verrückten Autojagd selbst und ich fühle mich anders als in Crysis diesmal wirklich wie in einem guten, spannenden Actionfilm, nur dass ich diesmal die Action meistern muss. (Crysis ist dann doch zu sehr ein “Arbeitsshooter”, der spielerisch vor allem aus Ballern besteht.) Und nebenbei erzählt sie mir, was zu tun ist, wieso ich es tun muss und was das ganze für die Story bedeutet. Es entwickelt sich diesmal nämlich tatsächlich etwas spannende Handlung neben den zahlreichen kleinen und abwechslungsreichen Abenteuern. Highlight ist übrigens Dr. Kleiners minutenlange Ansprache, die Stadt zu verlassen und wieder damit zu beginnen, sich fortzupflanzen, die über die städtischen öffentlichen Großleinwände gezeigt wird. Das kommt in einer schrulligen, zerstreuten Art eines älteren Wissenschaftlers daher, der die Theorie bestens kennt, als lebenslanger Geek selbst aber kaum seinen Schreibtisch verlassen hat.

Die Half-Life 2-Episoden schaffen es wirklich, Emotionen auf den Bildschirm zu bringen und dadurch die Immersion voranzutreiben. Dazu gibt’s wieder abwechslungsreiche Level und interessante Aufgaben, wie der Kampf mit Haftminen gegen Strider. Interessant ist die Funktion des Audiokommentars, den die beiden Addons und auch schon Lost Coast bieten. Wie bei Audiokommentaren auf DVDs erzählen diese zwar nicht alle Geheimnisse des Erfolgsrezepts und des Handwerks, einige Infos über optische Kleinigkeiten und etwas Leveldesign ist aber doch hin und wieder ganz interessant.

Geärgert hat mich allerdings, dass die deutsche Version von Episode 2 in der Orange-Box geschnitten ist. Da nutzt einem auch die Einstellung von Steam auf englisch nicht. Seltsamerweise habe ich über die Orange-Box auch erst Episode 1 bekommen, welches noch ungeschnitten ist. So aber geht bei Episode 2 einiges von der beklemmenden Atmosphäre verloren, wenn Blutflecken an Wänden plötzlich gräulich-schwarz sind. Verstehe das mal einer, plötzlich so ein Aufheben zu machen.
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Call of Duty 4 – Modern Warfare

Call of Duty 4 - Modern Warfare

Call of Duty 4 inszeniert mal eben einen kleinen atomaren Krieg in unserer nahen Zukunft und erschlägt einen dadurch mit dem Atmosphäre-Hammer. Ich bin mir wirklich nicht mehr sicher, ob Call of Duty 4 noch als Spiel bezeichnet werden kann oder ob es schon eine militärische Simulation ist, welche die junge, männliche Videospielegeneration auf wasauchimmer vorbereiten soll (deconstruction at it’s best). Oder es soll aufgrund der heftigen Darstellung als allgemeine Kritik an Krieg, Terror und Zerstörung gelten. Ich weiß es nicht so recht, denn da es ja doch ein Spiel ist, sollte es eigentlich auch noch Spaß machen. Tatsache ist aber, dass das Spiel auf das momentan beliebteste Feindbild nach dem Fall des Eisernen Vorhangs setzt, nämlich Terroristen und ein kleiner “Schurkenstaat”, der im Besitz von Atomwaffen ist. Kritik kann ich an der Nutzung eines medial aufgezogenen Feindbildes allerdings nicht erkennen, eher schlägt Call of Duty 4 damit noch in dieselbe Kerbe. Ja, das Teil fühlt sich relativ realistisch an und man kann dabei wirklich vergessen, dass man vor einem Spiel sitzt. Das Ding ist eine heftige Nummer und dabei meine ich noch nicht einmal die eigentlichen Gefechte gegen die Gegner. Denn diese können durchaus noch als abstrakt bezeichnet werden, obwohl die Figuren äußerst realistisch aussehen. Die Animationen bleiben nur immer gleich und es reichen auch nicht ein oder zwei Schüsse, um die Gegner zum Hinlegen zu überreden. Allerdings hat das Spiel auch nicht mehr ganz den Schießbudencharakter der Vorgänger. Optisch steht das Spiel einem Crysis zwar etwas nach, ist aber als alles andere als schlecht zu bezeichnen. Gerade eine durch Krieg zerstörte orientalische Stadt macht einen äußerst realistischen Eindruck.

Dazu kommen aber die anstehenden Aufgaben, die ich, ohne es wirklich besser zu wissen und ich gehe mal davon aus, dass die Entwickler von Call of Duty 4 intensiver darüber recherchiert haben, als genau solche ansehen würde, die eine kleine GI-Einheit in einem solchen Krieg auch erhalten würde. Dazu wird vor allem hartes Zeug gezeigt. In Call of Duty 4 erlebe ich alles aus der Sicht meiner zwei Spielfiguren bzw. einer weiteren Figur, die nicht selbst gespielt werden kann. Als diese werde ich am Anfang zu meiner eigenen Hinrichtung geschleppt und blicke in die Mündung einer Pistole. Der Typ drückt ab und es wird auf schwarz geblendet. Übel. Später explodiert eine Atombombe und erfasst auch meinen Helikopter. Ich bin aber nicht gleich tot, sondern krieche noch schwerverletzt über die Rampe und muss den radioaktiven Fallout in der zerstörten Stadt ansehen bis mein virtuell intonierter Herzschlag aufhört und das Spiel ausblendet. Realistisch oder nicht, der Eindruck, schon wieder mit dem Vorschlaghammer geschlagen worden zu sein, ist da. Und das nachdem ich schon eine Reihe von kleineren Hammerschlägen aushalten musste, die für sich genommen auch anständig weh taten. Weiter geht es dann in einer britischen Spezialtruppe als ein anderer Charakter, den ich zuvor schon immer abwechselnd mit dem gestorbenen GI gespielt habe. In der SAS-Einheit muss ich nicht nur mit ansehen, wie mein Captain einen Gefangenen schlägt und anschließend erschießt, nachdem er die benötigte Information von einer anderen Aufklärungseinheit erhalten hat – nicht die einzige menschenverachtende Handlung, die es in diesem Spiel zu sehen gibt -, nein, ich muss auch die Detonation von weiteren Atomraketen verhindern und schließlich den Anführer der Terroristen erschießen, während ich selbst schwer verletzt auf einer Straße liege. Das alles ist eine fürchterliche Virtualität, die den wirklich überzeugenden Anschein von Realismus hat. Auch sonst versetzt einen das Spiel in abwechslungsreiche Missionen. Ich muss mich durch ein Schiff kämpfen, welches droht unterzugehen und bereits Schlagseite bekommen hat. Was vorher noch Wände waren, sind nun Fußböden und ich hatte voll auf damit zu tun, nicht den Anschluss an meine Kameraden zu verlieren. Oder es gibt eine schwer beeindruckende Mission, in der ich mich mit einem Vorgesetzten durch feindliche Reihen in der Nähe Tschernobyls schleichen musste – stilecht im passenden Tarnanzug und mit Scharfschützengewehr. Auch hier fühlte ich mich nicht mehr in einem Spiel, sondern in einer weitestgehend realistischen Simulation, die purer Nervenkitzel war, den ich so noch nicht erlebt hatte. Noch dazu wird mein Chef später angeschossen und ich muss ihn unter Zeitdruck zum vereinbarten Treffpunkt tragen, wo wir abgeholt werden sollten. Unterwegs musste er immer wieder abgesetzt werden, um mir bei der Verteidigung gegen anstürmende Gegner zu helfen. Eine ziemlich irre, aber auf mich nur bedingt abstrakt wirkende Realität.

Eine weitere Mission ist ebenfalls weniger abstrakter als die Gefechte und hinterließ bei mir ein noch mulmigeres Gefühl, als ich es ohnehin schon hatte. Dabei schießt man aus einem Flugzeug mit schweren Geschossen auf Gegner. Das ganze passiert bei Nacht und man beobachtet das Geschehen über einen Restlichtverstärker, das heißt alles sieht schwarzweiß aus und es lassen sich kaum eindeutige Details erkennen. Die Vorstellung, dass dies in Echt ebenso aussieht und genauso passieren kann, ist weit weniger angenehm. Noch dazu kommentiert der Pilot oder Co-Schütze oder wer auch immer das Geschehen mit seinen Sprüchen (“Mit diesen Aufnahmen werden wir noch viel Spaß haben.”). Weia. In Anbetracht der Heftigkeit des Spiels fehlen mir wahrlich ein wenig die Worte.
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Bioshock

Bioshock

Das dürfte nun die endgültig letzte Betrachtung von Bioshock sein und ich möchte mich auch gar nicht so sehr über den philosophischen Unterbau des Spiels auslassen, da das an diversen anderen Stellen schon exzellent geschehen ist (siehe d-frag, Agitpop und Experimentelles). Ich bleibe in meiner kleinen Betrachtung daher auf klassischem Feld und schildere ein paar Eindrücke. Eben solche hinterlässt Bioshock nämlich in außerordentlichen Maße dank des Art-Deco-Design und der Spielwelt, von der ich völlig fasziniert gewesen bin. Zu meiner Schande muss ich ja gestehen, dass ich die System Shock-Spiele nie ausgiebig gespielt habe und von daher Bioshock erst die Wirkung auf mich entfaltet hat, die es womöglich schon in den System Shock-Spielen gab. Vom philosophischen Ansatz her bin ich von Bioshock wirklich begeistert, die Referenzen und Anspielungen, die Teil der Hintergrundstory sind, haben schon fast Lostige Ausmaße und damit wird das Spiel meines Erachtens einzigartig. So etwas habe ich zuvor einfach noch nicht gespielt und ich kann mich auch an kein Spiel erinnern, welches ebenfalls solche Ansätze bietet. Der Storytwist in der Mitte ist großartig gelungen, die Erkenntnis des “Wärst du so freundlich …” wirkt wie ein Brettschlag vor den Kopf und ich war zugleich tief beeindruckt, was das Spiel mit mir als Spieler von Anfang an angestellt hatte, als auch hin und weg von der parodistischen Anspielung auf die Konventionen des Ego-Shooter-Genres, ja von Computerspielen im allgemeinen. Das vermischt sich dann noch mit Wut und Verzweiflung, als ich nur zugucken konnte, wie mein Alter Ego Ryan tötet. Dass mir hier die Kontrolle vollends entzogen wird, ist für meine Begriffe aber ein konsequenter Schritt der ganzen Idee und ich würde es als nicht weniger als “genial” bezeichnen. Für Ego-Shooter-Verhältnisse sehe ich die Story von Bioshock als erstaunlich komplex an, der Storytwist ist nach meinem Verständnis ein ironischer Seitenhieb auf das ganze Genre, nur dass einem Bioshock schließlich auch keine spielerische Freiheit anbietet und leider den Konventionen des Genres verhaften bleibt. Da ist genau die Sache mit Cohen, der von mir verlangt, drei Leute zu töten und von deren Leichen Fotos zu machen, um ein im wahrsten Sinne des Wortes abstraktes Kunstobjekt von Cohen zu vollenden. Ohne hier großartigen crap zu erzählen, ich wollte das nicht tun, habe mich mies dabei gefühlt, mich aber dann dem Spiel gefügt und es gemacht, um voran zu kommen. Umso heftiger wirkt dann der Storytwist, in dem mir offenbart wird, wie sehr ich an der Nase herumgeführt wurde – eben die Linearität des Spiels. Letztendlich bin ich von der Handlung von Bioshock zwar nicht vollständig angetan, aber ich halte sie doch für so außergewöhnlich, dass sie zusammen mit den anderen Elementen des Spiels, das Design und die Spielwelt, eine doch sehr runde Sache wird. Sicherlich ist die Story dann wiederum für ein Rollenspiel nicht gerade sehr komplex. Ein The Witcher, zudem ich gleich noch komme, ist sowohl was den Gegnerkampf als auch die Story anbelangt im Vergleich zum Rollenspielpart von Bioshock wesentlich durchdachter und in Sachen Story weitaus komplexer. Bioshock hat die berühmt-berüchtigte gut-böse-Entscheidung, die sich mittels der Little Sisters manifestiert. Am eigentlichen Spielverlauf ändert sich durch die Entscheidung, anders als in The Witcher, nichts, nur die Wirkung der jeweiligen Enden ist anders. Aber schon das ist mehr, als sich von einem Ego-Shooter erwarten ließe. Selbst ein Jedi Knight mit der Entwicklung zum hellen oder dunklen Jedi hatte am Ende praktisch das gleiche Ziel der Handlung, um die es eigentlich ging. Im Rahmen des Ego-Shooter-Genres hat Bioshock genug wegweisende Merkmale, die es sich sicherlich lohnen würden, in künftige Genrevertreter einzubauen.

Trotzdem muss sich Bioshock auch von mir noch etwas weitere Kritik gefallen lassen: im spielerischen Kern ist es auch nichts weiter als ein linearer Straight-forward-Shooter, die Rollenspiel-Elemente mittels der Plasmide machen keinen Unterschied im Kampf gegen die Gegner und nur bedingt einen bei der Anwendungen wie dem Hacken von Automaten. Im ersten Fall ist es völlig schnuppe, ob ich einen Blitzewerfer-Splicer ebenfalls mit Blitzen (gegen die er resistenter ist) oder etwas anderem bekämpfe. Hauptsache lange genug draufhalten und selbst muss ich nur wie ein Verrückter strafen. Im zweiten Fall bringt die Ausrichtung auf bestimmte Körper- und Technikplasmide im Grunde nur ein nette Anpassung auf persönliche spielerische Vorlieben. Jemand der eben gut im Hacken ist, braucht hier die diversen Plasmide einfach nicht und umgekehrt. Was mich persönlich geärgert hat, ist der Pfeil, der des öfteren eingeblendet wird und einen zur Bewältigung der aktuellen Aufgabe dient. Das führte bei mir dazu, dass ich nicht in jeden Winkel und jeden Raum gelugt habe und mir einige Tonbänder entgangen sind. Die Tonbänder erzählen aber ebenfalls die Hintergrundgeschichte und sind nicht nur schmückende Details. Einige Dinge habe ich daher verpasst und mir fehlten einige Teile in dem Puzzlespiel namens Hintergrundgeschichte.

Na gut, trotz der Kritik am spielerischen Kern und dem lahmeren dritten Akt ist Bioshock für mich doch ein Ausnahmespiel (und ich bin gespannt, ob ich in ein paar Jahren auch noch so darüber denke). Musik in und Optik von Rapture haben mich beeindruckt, wenn mir ein Frank Sinatra Please be kind oder Patti Page That Doggie in the Window in einer größeren Halle entgegenschmettert, während ich diesen bizarr-bunten und fast schon abstrakt heruntergekommenen Raum inspiziere, dann ist das ein unvergleichliches Erlebnis und kommt einem spielerischen Kinofilm gleich. Noch dazu ist diese Musik genau meine Welt, einige CDs dieser Herrschaften und ihrer zeitgenössischen Kollegen stehen sowieso in meinem Schrank und nach meiner ersten Sitzung Bioshock habe ich mir erst einmal die Musik aus dem Spiel extrahiert, um sie mir so anzuhören. Alles in allem für mich ein wirklich schönes Spiel mit einem positiven Ende, welches auf mich auch ganz wunderbar gewirkt hat, da ich keines der kleinen Mädchen getötet habe. Ich werde das Spiel mindestens noch ein weiteres mal durchspielen, auch weil ich sicherlich noch nicht alle Tonbänder gehört habe oder mir das tanzende Splicer-Paar entgangen ist und ich sowieso noch mal etwas stärker auf die philosophischen Referenzen und Anspielungen achten möchte. Einfach ein tolles Spiel für mich.
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The Witcher

The Witcher

Hm, wo fange ich bei The Witcher nur an, etwas zu sagen? Vielleicht damit, dass es ein sicherer Geheimtipp ist? Allerdings hat es Gerüchten zufolge schon die Marke der eine Million verkauften Exemplare geschafft, was für ein PC-Spiel schon ein kleines Wunder ist. Oder sollte ich sagen, dass es für mich eines der besten PC-Spiele der letzten Jahre ist und es gab gerade in letzter Zeit nur wenige Spiele, die mich so gepackt hatten. Das Spiel hat mich buchstäblich Nächte vor den Bildschirm gefesselt, was mir das letzte mal bei Civilization IV und davor bei Jagged Alliance 2 passiert ist (lang ist’s her). Definitiv festzuhalten ist, dass die Story und die Entscheidungen, die später auch den Spielverlauf ändern, sich als deutlich komplexer darstellen, als in Bioshock. Es ist aber nicht einfach so, dass man eine “gute” oder “schlechte” Entscheidung trifft, sondern es müssen jeweils immer auch die negativen Konsequenzen in Kauf genommen werden, welche die Entscheidungen im Verlauf des Spiels mit sich bringen. Und endlich gibt’s mal kein Hack’n'Slay à la Diablo (2), was ja mal so gar nicht geht. Unser (Anti-)Held Geralt vollführt mit wenigen, zum rechten Zeitpunkt abgegebene Klicks eine stattliche Anzahl nett anzuschauender Combos, kombiniert mit ein paar Zaubern wird das zum Teil noch recht morbide.

Man merkt schon, dass ich von The Witcher wirklich begeistert bin. Ein Grund dafür könnte sein, dass ich bisher kaum Erfahrungen mit dem Rollenspiel-Genre habe, da ich mich bisher immer schwer tat, mit Rollenspielen warm zu werden. Warum hat das jetzt aber geklappt? Dass es womöglich zur rechten Zeit kam, will ich mal als Grund ausschließen, denn sonst wäre dieser Text hier schon zu Ende. Und das wollen wir doch nicht, oder? Deshalb mal ein wenig im Detail: Die Handlung wirkt auf mich sehr tiefgründig und sie hat zahlreiche Verzweigungen. Es geht um die gestohlenen Geheimnisse der Hexer, die wiederbeschafft werden müssen. Diese enthalten diverse Zauber, womit unredliche Personen ihren unheiligen Schabernack treiben können, der zur Vernichtung der Völker führen kann. Deshalb sind diese als wohlbehütete Geheimnisse besser aufgehoben. Das Spiel schafft es hierbei, diesen Dingen wirklich eine Bedeutung zu geben und es nicht als selbsterfüllenden Zweck darzustellen, der lediglich ein banaler Aufhänger ist, um einen Grund zum Spielen zu liefern. Story und Dialoge mag man zwar als philosophischen Quatsch abtun wollen, aber diese geben der Handlung wirklich Sinn und dem Spiel erst die richtige Würze. Denn es ist auch eine erwachsene Story und eine erwachsene Spielwelt. Es geht ferner nicht darum, Ruhm zu ernten und eine optimistische Zukunft zu sichern. Es ist eine graue Welt mit vielen Schattierungen, welche die wirklich lichten oder total finsteren Momente ausspart. Das Gut-Böse-Konzept gibt es in diesem Spiel nicht. Nur mit Glück lassen sich die Geheimnisse der Hexer sichern, ohne dass am Ende der Krieg zwischen Menschen und “Anderlingen” (Elfen, Zwerge) nicht noch schlimmer wird. Edelmütigkeit sucht man sowieso vergebens, die Bewohner der Spielwelt pflegen stattdessen lieber ihre Vorurteile, die gelegentlich schon in blanken Rassismus gegen Elfen, Zauberer, Hexer und Zwerge umschlagen. Zudem sind Geralt und Co bisweilen recht zynisch aufgelegt. Soll er in einer Quest eine Person finden, die sich nur mit dem richtigen Codesatz zu erkennen gibt, dann kommentiert Geralt das schon einmal mit einem trockenen “Dieser Quatsch geht mir auf den Senkel.”-Spruch. Der Gipfel der Quest ist, dass sich die betreffenden Person tatsächlich nicht sofort zu erkennen gibt und Geralt erst einmal schön auf’s Glatteis führt. Diese Parodie geht auf die polnische Buchvorlage des Autors Andrzej Sapkowski zurück, der zu Beginn der 1990er Jahre die Geralt von Riva-Serie schrieb, die mit feinsinnigen Anspielungen das eine oder andere mal diverse Fantasy-Konventionen auf die Schippe nehmen.

In The Witcher trifft man eine Reihe von Entscheidungen, die sich tatsächlich auf den Spielverlauf und die Handlung auswirken. Es lassen sich keine guten oder bösen Entscheidungen fällen, die den Krieg stoppen oder ihn erst vorantreiben werden. Ganz im Gegenteil weiß man bei keiner Entscheidung so recht, was passieren wird, es werden sogar liebgewonnene Spielfiguren verprellt, man steht zwischen den Fronten des Krieges, muss sich für eine Seite entscheiden und die entsprechenden Konsequenzen tragen. Oder man wählt Neutralität – und bekommt erst recht eins auf den Deckel, erreicht dadurch aber auch sein Ziel, allerdings ein anderes. Das Gefühl, echte Entscheidungen zu treffen, wird ganz fantastisch durch die Spielwelt unterstützt, gut vorbereitet und mit den entsprechenden Auswirkungen nachbereitet. Stelle ich das Wohl einer einzigen Figur, die nach den vorliegenden Beweisen in der Sache recht hat, über das Wohl mehrerer, die sich wiederum mir gegenüber aber dankbar zeigen würden, wenn ich sie verschone? Helfe ich einer zwielichtigen Gestalt in einer Angelegenheit, um dann eventuell herauszufinden, dass sie hehere Ideale hat oder mich doch nur ausgenutzt hat? Das alles ist wirklich fantastisch umgesetzt und es wirkt sich auf den Spielverlauf aus. Freunde werden zu Feinden und umgekehrt und es ist trotz der zahlreichen Entscheidungen nicht möglich, sich alle zum Freund zu machen. So kann es passieren, dass man einen Mitstreiter, mit dem man vorher nocht zusammen eine Quest gelöst hat, plötzlich gegen sich gestellt sieht. Das gibt dem Spiel nicht nur einen sehr ernsten Charakter, manche Entscheidungen tun dann auch richtig weh.

Obwohl The Witcher eindeutig ein Rollenspiel ist, spielt es sich bisweilen wie ein Action-Adventure. Man schaut Geralt optimalerweise über die Schulter und steuert ihn per WASD durch die schönen Landschaften. Zwar lässt sich die Kameraperspektive auch in eine Iso-Ansicht ändern, aber diese funktioniert nur bedingt gut. Die andere Sache ist der Adventure-Aspekt, denn ich habe schon seit Ewigkeiten kein Spiel mehr mit solchen umfangreichen aber auf keinen Fall ausufernden Dialogoptionen gesehen, aus denen sich vieles über die Spielwelt erfahren lässt. Alles gesprochen wohlgemerkt. Außerdem ist jede Quest einzigartig, es wiederholt sich keine Aufgabe. Wenn es um die Organisation einer Party oder die erfolgreiche Bewältigung eines hochwohlschnöseligen Banketts geht (Smalltalk ist alles!), wird es außerdem sehr originell. Andererseits ist allerdings die Fähigkeitenentwicklung relativ limitiert und es gibt nur einen recht kleinen und einfachen Fähigkeitenbaum. Trotzdem muss man sich spezialisieren, da es nicht genug Talentpunkte im Spiel geben wird, um alle Fähigkeiten auszubauen. Alles in allem kostet einem ein Spieldurchlauf bis dahin locker 60 bis 70 Stunden, wovon trotz langer Laufereien keine einzige Stunde Langweile aufkommen lässt. Putzig sind auch die optionalen Sex-Geschichten, die Geralt hat. Bis auf eine ist davon zwar keine spielrelevant, aber sie unterstreichen den Charakter des Spiels, denn keine der rund zwei Dutzend Damen, die Geralt flachlegen kann, machte einen holden und jungfräulichen Eindruck. Trinkwettbewerbe, zünftige Wirtshausschlägereien oder “Zwergenpoker” runden die nicht gerade kindgerechte Spielwelt ab.

Ich kann es jedenfalls kaum erwarten, bis die polnischen Entwickler ein Addon oder einen Nachfolger nachschieben. Bis dahin werde ich mich vermutlich im Sommer/Herbst mit Drakensang trösten.
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Angespielt, abgespielt, ausgespielt:

Portal

Vermutlich bin ich der einzige Mensch der das so sieht, aber Portal ist mal nichts für mich. Oh ja, tolles Spielprinzip, originell und so, putzige Computerstimme, ja. Aber sonst? Als Denkspiel ist das wirklich gelungen, bietet mir auf Dauer aber keinen Reiz. Es ist nicht meine Art von Spiel. Und den Song im Abspann finde ich auch nicht lustig.
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Call of Duty 1 & 2

Ich dachte immer, ich mag solche Ego-Shooter. Fall von Denkste. Diese alten Hüte haben mich wirklich nicht mehr hinter dem Ofen hervorgelockt. Nicht nur ist die Grafik völlig veraltet und unansehlich – ja, die Krux des Genres, welches sich nun mal hauptsächlich darüber definiert – , auch ist das Thema Zweiter Weltkrieg total ausgenuddelt und das Scripting schon nach zwei Minuten durchschaubar. Dummerweise habe ich in der Zwischenzeit wirklich schon besseres und abwechslungsreicheres gespielt, weshalb diese beiden Spiele keine Chance mehr hatten. Teil 2 habe ich immerhin noch bis in die zweite Kampagne durchgehalten, aber dann war ich der Schießbude überdrüssig geworden. Erstaunlicherweise habe ich trotzdem bis heute keinen einzigen Zweiten Weltkriegs-Shooter ernsthaft durchgespielt.
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Medal of Honor: Airborne

Den Text von Call of Duty 1 & 2 könnte ich hier eigentlich gleich weiter führen. Da dieses Spiel aber aus dem letzten Jahr stammt, ist es grafisch zumindest sehr ansehnlich. Ich habe es auch sehr weit gespielt, bis zu dieser komischen Mission mit dem Flakturm. Was allerdings genervt hat, waren die seltenen Speicherpunkte und mir passierte es selbst nach dem Runterschrauben des Schwierigkeitsgrades noch, dass ich einzelne Passagen immer und immer und immer und, nun ja, des öfteren angehen musste. Nervig! Call of Duty 4 hat da die Speicherpunkte fairer gesetzt. Was mir außerdem gestunken hat, ist die Banalität der Missionen. Es geht wirklich nur darum, irgendwelche Feindstellungen irgendwo einzunehmen, hier eine Brücke zu erobern oder dort besagten Flakturm einzunehmen. Das könnte auch auf dem Mond spielen, so wenig Bezug herrscht zu den echten Feldzügen im Zweiten Weltkrieg. Das Spiel ist zu sehr Shooter, das Szenario wirkt zu sehr draufgepappt und es wurde mir schlichtweg zu langweilig. Absurd wurde es sowieso, als die offenbar genetisch gezüchteten teutschen Ubersoldaten ins Spiel kamen, denen die Gasmaske offenbar gleich angewachsen war, die mehr als zwei Magazine MG-Munition abhielten und zu lange brauchten, bis sie das Konzept von “Besiegt sein” verstanden haben. Nur musste ich das dann noch jedem einzeln eintrichtern, manchmal auch mehreren gleichzeitig. Irgendwie ist das dann doch nur ein dummes Ich-gegen-die-Mutanten-Spiel gewesen. (Ja, was ist wohl origineller? Die x-te Alien-/Mutantenspezies oder zum fünftausendundsiebten mal gegen Deutsche in einem Computerspiel zu kämpfen? Beides zusammen natürlich. Gut, gewonnen. Verschont mich aber bitte in Zukunft mit diesem Blödsinn.)
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Jade Empire

Oha. Große Hoffnungen gehabt. Kein Funke ist übergesprungen. Ich bin gleich am Anfang mehrfach platt gemacht worden, trotz leichtem Schwierigkeitsgrad. Dabei dachte ich immer, dass ich das Ambiente des alten Chinas mögen würde, mir ein paar anspruchslose Philosophenversatzstücke um die Ohren geworfen werden und ich mich dabei wohlig fühlen könnte. Aber da war nicht viel Charme in den ersten Spielstunden und ich habe den Gegnerkampf nicht meistern können. Zu schnell hatte ich jedes mal trotz Begleiterin ins Gras gebissen. Schade drum.
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Resident Evil 4

Noch eine Enttäuschung, da das Teil eine nahzu Eins-zu-Eins-Umsetzung von der Konsole ist. Nur kann man eine reine Tastatursteuerung ohne Maus doch schon seit Jahren keinem mehr anbieten, noch dazu wie sie umständlicher über das Nummernfeld nicht gehen könnte. Echt jetzt! Auf der Konsole war das damals ein Hit, von diesem Potenzial kommt am PC aber mal gar nichts rüber. Grafisch nach dem Patch am PC zwar in Ordnung, aber so schlecht gerenderte Zwischensequenzen habe ich seit dem Beginn des CD-ROM-Zeitalters nicht mehr gesehen. Spielerisch gesehen habe ich mich irgendwo in dem Dorf in den vielen kleinen Arealen verlaufen, wusste zwar, was ich tun sollte und wo ich hin musste, konnte den betreffenden Ort aber nicht finden. Eine aussagekräftige Karte konnte ich im Spiel nicht finden.
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Gears of War

Dieses Spiel ist noch gar nicht mal so schlecht, es macht sogar ziemliche Laune. Allerdings droht in Gears of War der gigantische Testosteron-Kübel beständig überzulaufen und es schwappt einem gelegentlich schon mal ein ganzer Schwall davon ins Gesicht. Markige Kerle bilden in diesem Spiel einen Squad und bekämpfen noch markigere Echsen-Aliens, oder was auch immer. So klar wird das nicht, aber das muss es auch gar nicht sein, Hauptsache Ballern (so die Devise des Spiels, nicht meine! Nicht dass das noch jemand verkennt.). Die Spielwelt ist ganz ansehlich, ansehlich kaputt und zerstört, allerdings grau in braun in braun in grau. Das hat einen gewissen desillusionierenden Anstrich und passt zu den böhöhöse aufgelegten Kameraden und dem eigenen kraftstrotzenden Hünen. Leider steckt hinter den Testosteron-triefenden Typen kein Charakter, das ist lediglich ein prolliger Protz-Stil zum Selbstzweck für was auch immer. Ganz nett ist sicherlich das Taktikelement der Deckung, welches ich so auch noch in keinem anderen Spiel gesehen habe. Das läuft allerdings nach Schema F ab und funktioniert auf die immer gleiche Art und Weise. Nach dem ersten Akt hatte ich mich deshalb satt gespielt und mich hat es einfach nicht mehr interessiert, wie es weitergeht. Zu dem Zeitpunkt saß ich aber schon hüfttief im Testosteronschmalz, ich habe das Spiel anschließend deinstalliert und bin erst einmal duschen gegangen.

(Post Scriptum: Da das Spiel in Deutschland nicht offiziell veröffentlich wurde, kann ich es weder bei Ebay noch Amazon absetzen. Falls jemand Interesse an einem ungeschnittenen, neuwertigen und mehrsprachigen Exemplar hat, bitte mit Preisangebot bei mir melden.)
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Stalker

Hm, netter Ansatz, maue Umsetzung. Halt, noch mal: originelle Idee, lausige Umsetzung. So stimmt’s. Mehr Rollenspielelemente ins Ego-Shooter-Genre aufzunehmen ist schließlich keine schlechte Idee. Neben einer Hauptquest gibt es zahlreiche Nebenaufträge, über die sich Ausrüstung sammeln und Geld verdienen lässt. Außerdem kann man sich einer Fraktion anschließen und nach und nach die Spielwelt erforschen. Auch gibt es Artefakte, die diverse Funktionen haben, Schutz vor Radioaktivität beispielsweise. Das ist im Grunde schon mehr ein Rollenspiel, würde nicht alles aus der Egoperspektive in Echtzeit ablaufen und zünftige Gefechte mit lauter AK-74ern stattfinden. Ich habe mich dann aber irgendwie veräppelt gefühlt. Da konnte ich massenweise Gewehre und sonstige Ausrüstung in meinen Rucksack schmeißen und das Programm ließ mich nicht mehr laufen. Erst dachte ich an einen Bug, da ich mich keinen Zentimeter von der Stelle rühren konnte. Warum mir das Spiel nicht anzeigt, dass ich meinen Rucksack zu voll geladen hatte, werde ich wohl nicht verstehen (und wenn es doch eine Anzeige gab, dann ist sie verdammt leicht zu übersehen). Dann hat mich gestört, dass ich mir eine ganze Reihe von Quests abholen konnte, aber sofort im nächsten Spielareal landete. Das ging mir eine Spur zu schnell, da ich nur einen kleinen Teil des ersten Levels gesehen hatte. Zwar ist es kein Problem zurück zu gehen, aber zu schnell bin ich dort von Quest zu Quest gescheucht worden, weil ich Zeiten einhalten musste oder mich jemand um Hilfe bat. Das war mir dann irgendwie nichts und ich hatte den nicht sonderlich originellen Faden verloren, war aus meinem Konzept gebracht worden. Warum gibt es auch eine relativ offene Spielwelt, wenn ich dann so vehement an die Hand genommen werde und mich nicht mehr losreißen kann? Bin ich etwa ein Kleinkind? Hier stimmte jedenfalls etwas nicht. Leider wirkt zudem die Grafik aufgrund der langen Entwicklungszeit eher hässlich veraltet und polygonarm. Die Landschaften und Aussichten erzielten keinerlei Wirkung auf mich, schreckten mich bei schlechtem Wetter stattdessen noch mit nervigen Grafikfehlern ab.

Ich bin zwar leicht gespannt auf den Nachfolger Stalker: Clear Sky, hoffentlich etwas benutzerfreundlicher, aber das erste Spiel war mal nichts.
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Command & Conquer 3 – Tiberium Wars

Auch hier dachte ich, das taugt mal endlich was. Aber nö, die C&C-Serie steht für mich auch nach diesem Spiel immer noch für hochwertigen Trash. Spielerisch ist das anfangs noch ganz nett, spätestens in den Missionen, in denen ich dauerhaft überrannt wurde und mit dem Bau von Geschütztürmen nicht mehr hinterherkam, verging mir aber die Lust und ich habe mich nur noch durchgecheatet, um mir die Zwischensequenzen anzuschauen. Die sind zwar alle nett gemacht, nur sind bekannte Schauspieler lange kein beeindruckender Bonus, wenn sie eher pedantisch ihre Monologe in die Kamera abrasseln. Das wirkt nun mal einfach nicht spannend, wenn es Nachrichtenreporter (vor CGI-Hintergrund), Moderatoren in einer Sendezentrale oder Generäle in Einsatzzentralen zu sehen gibt, die einem lediglich die Situation erklären. Exposition zu machen ist nicht so einfach, das weiß ich, aber am Ende geht es ja doch wieder nur darum, alle Gegner zu plätten. Da ändern auch unterschiedlich beschriebene Situationen nichts daran. Zudem sind die paar reinen CGI-Sequenzen wie eben die Explosion der Raumstation heute nichts besonderes mehr, das hat man alles schon mal irgendwo gesehen. Die Schauspieler wirken dann auch alle eher unbeholfen, wenn sie fast ausschließlich nur mit der Kamera interagieren und so tun, als würden sie mit mir reden, gar überrascht sind, wenn sie “mich” erblicken. Nee, das ist leider nur aufgesetzt, das merkt man und deshalb wird das auch etwas trashig. Und spielerisch? Der alte Hut im nett anzuschauenden Gewand. Spätere Missionen muss man aber zu häufig neu beginnen, weil an einer Ecke was passiert, wofür man nicht vorgesorgt hatte und was man auch nicht erahnen konnte. Da ist in meinen Augen kein freies Spielen drin, was meinerseits den Genervtsein-Faktor wieder gesteigert hat. Ich denke, von der C&C-Reihe bin ich nun endgültig geheilt (Vorgänger habe ich auch nie oder höchsten angespielt), eine Starcraft- oder Warcraft-Welt sagt mir da einfach mehr zu.
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Darkstar One

Auch hier hatte ich Hoffnung, nicht auf einen überragenden aber immerhin würdigen Vertreter des Genres. Spiele im Weltraum sind nämlich äußerst rar geworden. Aber Darkstar One hat mich doch zunehmend enttäuscht. Zwar ist die Story noch ganz nett, aber das Spiel spielt sich leider ewig und immer gleich. Wie das so ist muss natürlich nach und nach das eigene Raumschiff ausgebaut werden. In gewissen Spielabständen werden dafür neue Technologieklassen frei geschaltet und es lässt sich neue, schlagkräftigere und teure Ausrüstung erstehen. Allerdings ist jeder Sektor und jedes System gleich aufgebaut, Abwechslung wie in Freelancer ist nicht drin. Jeder der rund zwei Dutzend Sektoren hat zwischen vier und fünfzehn Systemen, was erst einmal nach einer großen Menge klingt. Aber jedes System hat nur einen Planeten und eine Handelsstation, nur auf letzterer kann man landen, sich ausrüsten, Waren kaufen oder verkaufen und Missionen annehmen. Noch dazu sieht jede Station in jedem System gleich aus, bzw. variiert nur geringfügig, funktionell ist sie aber grundsätzlich immer gleich. Damit lässt sich im ganzen Spiel eigentlich nichts entdecken, da hat Freelancer die Nase doch Lichtjahre vorn. Zwar kann man in Darkstar One auf unterschiedliche Art und Weise reich werden (Schmuggel, Kopfgeldjäger, Begleitschutz, Handel) aber jede dieser Methoden artet in Fleiß aus. Anfangs kam noch das bürgerliche Ideal in mir durch, ich wollte mich hoch arbeiten und die Geschichte durchstehen. Zunehmend hatte ich von dieser abwechslungslosen Fließbandarbeit allerdings die Nase voll und obwohl ich mein Schiff zu ca. drei Viertel des maximal Möglichen aufgerüstet hatte, war die Lust zu diesem Zeitpunkt völlig vergangen, das Spiel weiter zu verfolgen.

New Jedi Order 19 – Vereint durch die Macht

New Jedi Order 19 - Vereint durch die MachtNun ist es also geschafft, der letzte Band der New Jedi Order ist – nach Jahren – auch in Deutschland erschienen und ich habe ihn vor einiger Zeit zu Ende gelesen. Für ein größeres und bedeutenderes Projekt wie die NJO innerhalb des Star Wars-EU sollte sich dafür eigentlich etwas besonderes erwarten lassen, aber das trifft für meine Begriffe nicht ganz zu. Deshalb werde ich um diesen Finalband jetzt sicherlich auch keinen großen Aufriss veranstalten, sondern einfach nur ein paar Punkte ansprechen und mein Urteil verkünden.

Zuletzt bin ich ja einfach nicht mehr so begeistert von der Reihe gewesen, wie sich an meinen letzten paar Rezensionen herauslesen lässt. Das ist einfach schade, da die NJO mit drei wirklich guten Bänden von R.A. Salvatore und Michael Stackpole gestartet ist. Auch zwischendurch gab es noch zwei phänomenale Bände von Troy Denning und schließlich Aaron Allston. Die erste Hälfte der NJO betrachte ich auch etwas wohlwollender, obwohl mit NJO 4 und 5 James Luceno eigentlich schon zwei Ausfälle produziert hat. Anders dagegen sieht es mit der zweiten Hälfte der NJO aus, die aufgrund der Bände von Shane Dix und Sean Williams sowie dem Buch von Elaine Cunningham ganz schlecht wurde, nur Matthew Stover setzt mit dem 13. Teil der Serie noch einmal ein Ausrufzeichen, eigentlich das Ausrufezeichen für das spätere Star Wars-EU. Die NJO begann vielversprechend mit einer Bedrohung durch eine so völlig anders geartete außergalaktische Spezies, mit den Fragen um die Nicht-Wahrnehmung dieser Yuzzhan Vong in der Macht und der Suche einiger Jedi nach einem höheren Verständnis der Macht. Zumindest letzteres gelingt einem der Jedis, Jacen, doch wenigstens im Ansatz, er schafft es tatsächlich, sich ganz gut zu entwickeln und geht am Ende dieses finalen Bandes im Grunde auch als der stärkste Jedi aus der Serie hervor. Woran es lag, dass die Yuzzhan Vong in der Macht nicht wahrgenommen werden können, kann aber auch er im Endeffekt nicht eindeutig klären. Oh, es gibt eine Erklärung, warum die Yuzzhan Vong außerhalb der Macht standen, aber nur eine unbefriedigende.

Es ist auch etwas schade, dass Luceno seine Ansätze von der lebendigen Macht und der vereinten Macht, die er so gut in dem Band Cloak of Deception (sein bester bisher) beschrieben hat, nicht mehr weiter verfolgt, wie es der (englische) Titel dieses NJO-Bandes eigentlich suggeriert. Von daher ist die Auflösung hier in der NJO um die Fragen in der Macht eigentlich nur eine unausgegorene Melange, in denen einige Jedi, allen voran Jacen, nur ein wenig ihre Grenzen überwinden. Das zeugt aber nicht wirklich von einer “genialen” Lösung, bzw. einer, die schon parat lag, als sich die Autoren der NJO am Anfang diese Aufgabe stellten.

Auf den rund 650 Seiten lässt sich Luceno auch viel Zeit, um schließlich zum Ziel zu gelangen. Denn tatsächlich tauchen neben fast allen bekannten Figuren in der ganzen Serie und dem halben EU auch eine große Anzahl unterschiedlicher Schauplätze auf. Da mehrere Storystränge aber relativ unabhängig voneinander ablaufen und sich nur gelegentlich schneiden, nur um daraufhin gleich wieder auseinander zu gehen, wirkt das sehr überfrachtet, denn es geht eigentlich nur darum, zu kämpfen und zu überleben. Ein Leser, der nicht wüsste, dass dies der letzte Band einer Reihe ist, würde nicht darauf kommen, dass es mit dem Ende des Krieges gegen die Yuzzhan Vong doch ein Ziel gibt, welches am Ende erreicht werden soll. Wie genau, das weiß keiner so recht und es riecht dann am Ende doch stark nach deus ex machina, als dem lebenden Planeten während der finalen Schlacht bei Coruscant einfällt, wie er den Krieg beenden kann und die Yuzzhan Vong besiegt werden. Das ist doch etwas unbefriedigend, nachdem zuvor in den ersten Büchern so viel aufgebaut wurde und die Spannung doch einigermaßen erhalten wurde.

Bitte nicht falsch verstehen, das Buch ist nett und lesenswert, wenn man sich für den Ausgang der Geschichte interessiert. Mir fehlt nur einfach etwas der Fokus, es wirkt etwas daher geschrieben, jeder halbwegs bekannte Charakter darf mal auftreten, wichtigere Charaktere bekommen ein paar mehr Seiten, aber das wird einfach sehr durcheinander und jeder kocht sein Süppchen ohne genau zu wissen, welche Zutaten rein kommen. Dies und jenes passiert und die Figuren sind da mittendrin, ohne dass sie Kontrolle haben oder richtig wissen, was sie tun sollen. Dabei scheinen auch Charaktere wie Tahiri oder Danni, die in der Serie aufgebaut wurden, keine besondere Rolle zu spielen. Sie sind eben einfach anwesend.

Damit scheitert die NJO aber auch an der selbstgestellten Aufgabe, das Star Wars-EU “aufzuräumen” und besser zu sein, als die Bücher, die in den 1990er Jahren im Verlag Bantam erschienen. Nun, die NJO ist nicht so schlecht, wie manche Ausfallerscheinung in den 1990er Jahren. Aber lange nicht alle Bände erreichen die hohe Qualität, wie sie andere Titel in diesem Jahrzehnt vorgelegt haben. Bestimmte Sachen aus den Büchern dieser Epoche wieder hervorzuholen und aufleben zu lassen war aber nun mal keine sehr gute Idee. Von Bakura, dem Koornacht-Sternenhaufen oder der Centerpoint-Station wollte ich einfach nichts mehr lesen. Diese Bücher sind damals schon schlecht gewesen und nun haben es die Autoren nicht geschafft, sie wesentlich besser zu verarbeiten und damit den angedachten Schlussstrich zu ziehen. Und sowieso Zonama Sekot, ebenfalls eine eher schlechte Idee des Star Wars-EUs (allerdings aus jüngerer Zeit), welche sich nun zu dem wichtigsten Faktor in der NJO aufgeschwungen hat, was anfangs so von den Autoren nicht geplant war und sich wohl eher zufällig ergab. Zwar kommt dieses Thema in der Serie besser weg und ist interessanter, aber so viel von der NJO auf diesen deus ex machina zu legen bedeutet für mich ein wenig, verhohnepipelt vorzukommen.

Na gut, soviel erst mal zur Kritik. Eine richtige Bewertung der ganzen Serie werde ich mir wohl sparen, da die Serie in der zweiten Hälfte einfach etwas aus dem Ruder gelaufen ist und sich nicht mehr so gut wie anfangs lesen ließ. Das noch mal zu rekapitulieren und darzulegen würde mir aber kein großes Vergnügen bereiten. So durcheinander wie mir die NJO zum Schluss vorkam, so durcheinander dürfte dann auch die Rekapitulation werden. Mal sehen, wie lange ich generell noch mit den Star Wars-Büchern durchhalte, insgesamt ist es ja doch für mich ein Auf und Ab geworden, mal ist ein gutes Buch dabei, dann wieder nicht. Bereits daliegen tut nämlich schon das Buch Death Star und dieses Jahr steht noch der dritte Teil der Republic Commando-Serie ins Haus. Aber bis dahin mache ich erst einmal Ausflüge in Star Trek 40 Jahre und Das Phänomen Star Trek.

New Jedi Order 18 – Die letzte Prophezeiung

New Jedi Order 18 - Die letzte ProphezeiungUnd weiter geht’s mit den Rezensionen zum Star Wars-EU, die ich eigentlich nur der Vollständigkeit halber noch mache. Auch schon vor einiger Zeit erschien der vorletzte Band der New Jedi Order-Serie, der die Brücke zum finalen Band der Serie bildet. Greg Keyes hat bereits die lesenswerten NJO-Bände 7 und 8 geschrieben, die sich vor allem um Anakin, Tahiri und Corran Horn gedreht haben. Diesmal stehen wieder Corran und Tahiri im Mittelpunkt, die sich zusammen mit drei Yuzzhan Vong, einem Priester, einer Gestalterin und dem Propheten auf dem Weg zum lebenden Planeten Zonama Sekot machen. Vieles wird bereits angedeutet, was den Untergang der Yuzzahn Vong vorauszeigt, wie die Zusammenkunft der drei Yuzzhan Vong mit den Menschen, Prophezeiungen und Ängste auf Seiten der Yuzzhan Vong betreffs des lebenden Planeten und den bevorstehenden Aufstand der Beschämten.

Interessant wird es, wenn angedeutet wird, dass Zonama Sekot der ursprüngliche Heimatplanet der Yuzzhan Vong ist, leider wird das aber noch nicht weiter ausgebaut. Denn einer der drei Yuzzhan Vong stellt sich als Verräter heraus und sabotiert den Planeten. Die Story ist ganz nett und weiß immerhin besser zu gefallen, als die vorangegangene fürchterlich Force Heretic-Trilogie. Der Autor versucht zum Glück nicht mehr, dem Nimbus der “Aufräumarbeiten” im EU zu entsprechen, wie das mit zahlreichen vorangegangenen Bänden der NJO-Serie angedacht war. Mehr steckt da aber auch nicht dahinter, ich betrachte den Band als Lückenfüller vor dem anstehenden Finale, welches ich nun auch fast durch habe.

Seriencheck (V)

Der Seriencheck wird schon 5! Aber da das hier eh nur ein billiges Plagiat des unangefochtenen Originals ist, ist das nicht so wichtig.

Ich habe mir seit dem letzten Seriencheck einige Sachen zu Gemüte geführt und beginne einfach mal damit, meine diesbezüglichen Gedanken zusammengefasst wiederzugeben. Das ist alles in allem doch eine stattliche Menge Buchstabensalat geworden, ich empfehle also, sich eine Tasse Capuccino zu holen, falls jemand alle Einträge lesen möchte. Heute im Programm: Californication, Chuck, Felicity, Prison Break, Pushing Daisies, Star Trek – Next Generation, Star Trek – Deep Space Nine und The Unit. Des öfteren knüpfe ich textlich an den vorangegangenen Seriencheck an, wem dieser also nicht mehr vollständig im Gedächtnis ist, sollte diesen vielleicht doch noch mal fix durchlesen. Aber nur ganz fix. Leider gibt’s im folgenden doch auch ein paar vereinzelte Spoiler, ansonsten aber eher allgemeine Eindrücke.
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Californication (Stand: Season 1)

Brüller! Von da den Tipp bekommen und da bestätigen lassen. Ein Mix aus Drama und Comedy, überzeugend gespielt, aber teilweise zum schlapp lachen. Großes Kino! David Duchovny zuzusehen ist ein herrliches Vergnügen. Ich verstehe zwar nur die Hälfte des Slangs, aber das macht nichts, das erhöht (unter anderem *hüstel*) nur den Wiederguck-Wert der Serie. Glücklicherweise nehmen die Sexszenen der ersten Episoden, die wohl als Lockmittel dienten, ab, diese dienten offenbar sowieso nur dazu, um die Zuschauer an die Serie zu binden. Wobei auch da nicht an komödiantischen Situationen gespart wurde. Ansonsten ist die Serie noch mit toller Musik unterlegt, die nicht dem üblichen Radioprogramm entspricht, aber durchaus ihre hörenswerte Note hat. Für mich ist diese Serie ein sicherer DVD-Kandidat, leider ist nach den ersten 12 Episoden mit der ersten Season schon wieder Schluss und es geht erst im nächsten Sommer mit der neuen Season weiter.
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Chuck (Stand: Season 1)

Ebenfalls neu ist Chuck und er hat es geschafft, mein vorläufiges Interesse zu erwecken. Ich habe mir eine Reihe von Sachen zum Beginn der diesjährigen Season angeschaut (Bionic Woman, Big Shots, Dirty Sexy Money, Journeyman), bin aber nur an Chuck und Pushing Daisies hängen geblieben. Chuck ist ein Nerd, der ganz unabsichtlich den Verbindungsrechner zwischen CIA und NSA in seinen Kopf heruntergeladen bekommt, während dieser zerstört wird. Natürlich gab es sonst kein weiteres Backup. Chuck versucht nun also sein normales Leben als Verkaufsmanager in einem Computerladen aufrechtzuerhalten, während er gleichzeitig undercover mit zwei Agenten Verbrecher jagen muss. Das ganze ist herrlich schrullig angelegt, übertrieben, schräg und sehr, sehr witzig. Als Nerd geht Chuck zwar nicht vollkommen durch, da er dazu einfach zu liebenswürdig dargestellt wird, aber seine Tölpelhaftigkeit hat er deswegen nicht gleich ad acta gelegt. Die ganze Serie ist mit einem übertrieben lachhaften Aspekt angelegt, den ich äußerst amüsant finde. Kein Wunder, zeichnet sich doch McG (Regisseur der beiden Drei Engel für Charlie-Filme) als Produzent verantwortlich. Zwar gab es in den bisher gelaufenen sechs Episoden auch schon mal einen Durchhänger, aber das Niveau hält sich bei der Serie bisher ansonsten auf einem angenehmen Level. Für mich der Lacher schlechthin war bisher die Tischdecke, die Chuck versucht, wegzuziehen, um ein vermeintlich vergiftetes Dessert zu zerstören ohne dass die beteiligten Mitesser am Tisch von dem vergifteten Dessert erfahren. Unerwarteterweise gelingt es Chuck doch, die Tischdecke in seiner Aufregung vom Tisch zu ziehen, ohne dass das Essen zerstört wird. Bei solch irre komischen Situationen, die immer mal wieder gezeigt werden, habe ich mich immer wieder weggeschmissen.
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Felicity (Stand: Season 4 – komplett)

Mit den vier Seasons Felicity bin ich nun durch und habe damit J.J. Abrams erste Serie geschafft. Vieles dazu habe ich ja bereits in den letzten beiden Serienchecks geschrieben, somit hole ich hier nur noch ein paar Gedanken auf. Das Niveau der ersten Season kann die Serie nicht ganz halten, aber es bleibt auf einem guten und für mich sehenswerten Niveau. Den Kauf der DVDs werde ich nicht bereuen. Interessant für mich war die vierte Season vor allem in der Hinsicht, dass das sogenannte Beziehungsgeflecht noch einmal wunderbar ausgeprägt wurde. Nämlich wurde es mit einer Art von alternativen Zeitlinie noch einmal neu erforscht. Genauer gesagt ist es so, dass die ersten 17 Episoden der Season die Geschichte ganz normal weiter erzählt und das Auf und Ab, Hin und Her im Beziehungsgeflecht von Felicity und ihren Freunden gezeigt wird. Da der Sender damals nachträglich noch 5 weitere Episoden haben wollte, um auf die üblichen 22 Episoden einer Season zu kommen, entschied sich Abrams zusammen mit dem Autorenstab schlichtweg dazu, Felicity an einem bestimmten Punkt zu Beginn der vierten Season zurück zu schicken und die Ereignisse zu verändern. Praktisch im Kurzraffer von vier Episoden werden die vorherigen 17 Episoden neu erzählt. Die finale Episode ist schließlich eine nette Zusammenfassung der vier Jahre, in denen Felicitys Collegeabsolvierung noch einmal rekapituliert wird. Hier kommt sie schließlich in ihre eigentlich Zeitlinie auch wieder zurück. Aber erstaunlich ist es schon, dass bereits hier in der Erzählung Flashback-Konzepte, alternative Realitäten und schlichtweg total veränderte Gegebenheiten im Sinne des Alice through the looking glass-Konzepts erforscht werden und mit dem Element des Beziehungsgeflechts kombiniert werden. Das findet im kleineren Stil schließlich in Abrams Folgeserie Alias und dann im großen Stil in Lost statt.

Ansonsten toll in Sachen Felicity: die Musik, ein Element, dass sich so auch in Alias wiederfinden wird; sowie die Schauspieler. Nicht immer toll: die Handlung an sich. Es ist eben nur ein einfaches Beziehungsdrama, welches sich nur bedingt über eine lange Zeit ausdehnen lässt. Mal sie mit ihm, mal mit jemand anderem. Geplatzte Freundschaften und wieder gekittete Zusammenfindungen. Jeder auch mit seiner eigenen Attitüde, um die jeweilige Person zu charakterisieren. Das ist auf Dauer alles sehr ähnlich, auch wenn es die Schauspieler immer ganz gut schaffen, ihre Emotionen zu beschwören und diese mir als Zuschauer zu übermitteln. Emotional und mitreißend ist es also allemal, wenn man sich darauf einlässt. In meinen Augen schaffen das Alias und Lost besser, wobei dort allerdings auch der jeweils neue Hintergrund (Spionageserie bzw. Mystery-Island) zur Hochdramatisierung beiträgt.
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Prison Break (Stand: Season 3, Episode 5 – abgebrochen)

Hier hat mich der Hype angesteckt, weshalb ich doch mal einen Blick reingeworfen habe. Es reißt mich nur nicht so ganz vom Hocker. Ab Season 1, Episode 6 nimmt die Show aber etwas Fahrt auf und ich habe dann doch bis zur dritten Season durchgehalten und wollte wissen, wie es weiterläuft. Der Serie muss ich dann doch Qualität zugestehen. Prison Break würde ich als Underdog bezeichnen – etwas besonderes, aber ohne zwangsläufigen Massenappeal. Es ist nicht ganz mein Ding gewesen, ich verstehe aber, wieso die Show anderen Leuten Spaß macht.

Erstaunlicherweise habe ich an der Serie erneut ein mir bereits bekanntes Phänomen beobachtet. Erst nach 6 Episoden wusste ich, ob es mich entweder gepackt hatte oder die Serie ihre Chance verspielt hat, etwas was ich schon bei ein paar anderen Serien (Felicity, Alias, Star Trek – The Original Series, Brothers & Sisters) festgestellt habe. Danach wusste ich entweder, dass ich das weiter sehen wollte oder nicht.
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Pushing Daisies (Stand: Season 1)

Nach Chuck und Californication ist Pushing Daisies der dritte Neustart, der es mir ernsthaft angetan hat. Pushing Daisies hat vor allem eins, und das beeindruckt mich doch sehr: Stil. Knallbunte Farben, Aufnahmen, die wie ein gemaltes Bild wirken, mechanische, moderne Maschinen, Dekorationen von ganz liebenswürdiger Art. Das erinnert an eine farblich überfrachtete Welt aus den 1950ern oder 60ern und ist vor allem sehr süß anzuschauen. So was will ich auch alles haben! Besonders witzig empfand ich die Espresso-Maschine mit Hebeln oder die altertümlich, verrottete Schatztruhe, die in einer Episode als Kaffeetisch genutzt wurde. Zwar sind mir die Tapeten einen Tick zu schrill, aber ansonsten würde ich auch gerne mit einer solchen Ausstattung wohnen. In dieser Hinsicht ist die Serie ein wirklicher Hingucker und dies macht fast schon einen großen Teil des Reizes der Serie aus und ich bin alleine deswegen Hin und Weg.

Dazu kommt aber noch eine herrliche Naivität, welche die Figuren und die Geschichten an den Tag legen. Herzallerliebst pflegen die Charaktere ihren Umgang miteinander, besonders Ned und Chuck, die sich nicht berühren dürfen. Ein Märchenerzähler aus dem Off dient als eine Art Moderator der Episoden und unterstreicht eigentlich nur das Gefühl, sich als Zuschauer in einer märchenhaften Traumwelt zu befinden. Ich bin mir nicht sicher, ob die Serie ihren zauberhaften Charme wirklich behalten kann, aber solange sie es tut, bin ich dran und werde mich jede Woche erneut entführen lassen. Sicherlich ist das für mich der interessanteste Neustart in der diesjährigen Season, da ich hier noch mehr als bei Chuck breitgrinsend vor dem Bildschirm hocke, so unglaublich viel Spaß haben die Episoden bisher gemacht.
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Star Trek – Next Generation (Stand: Season 7 – komplett)

Läuft auf einem guten Niveau bis in die Mitte der vierten Season weiter. Auch hier gilt, dass nicht alle Episoden Glanzstücke sind, wenngleich einige hervorragenden Sachen dabei waren. Es sei nur der Borg-Zweiteiler und die anschließenden Episoden Family und Brothers in der vierten Season genannt. Genau von so was soll es doch bitte mehr geben. Das fehlt mir noch etwas in der bisherigen vierten Season, aber wenn Next Generation nur als solchen hervorragenden Episoden bestehen würde, dann wäre die Serie auch für mich ein Hit. So lief es zum Zeitpunkt der vierten Season aber weiterhin darauf hinaus, dass ich mit einer gewissen Spannung der Serie weiterfolge, aber kaum Bedürfnis spüre, mir das alles möglicherweise später auf bsp. HiDef-Medien erneut anzuschauen. Denn genau das müsste eigentlich bei der hundsmiserablen Bild- und Tonqualität der DVDs gemacht werden, am besten gleich mit überarbeiteten Special Effects, wie das zur Zeit bei der Neuausstrahlung der Originalserie geschieht, die dementsprechend auch so auf HD-DVD veröffentlicht wird. Und glücklicherweise ist Wesley Crusher aus der Serie in der vierten Season ausgestiegen.

Soweit zur meiner Meinung bis Season 4, die ich kurz zuvor sah, als ich diesen ersten Absatz schrieb. Allerdings wusste ich da noch nicht, dass mir Season 5 und 6 ein paar dicke Brummer bereithielten, die äußerst spannend waren. Die jeweiligen Doppelfolgen an den Seasonübergängen seien da genannt, ebenso wie die Doppelfolgen in der ersten Hälfte der 5. Season (mit Spock!) und der 6. Season (mit Kardassianern!). Man, freue ich mich jetzt auf Deep Space Nine. Somit lässt sich auch nur noch bedingt sagen, dass Next Generation eine reine Planet-of-the-week-Show ist. Die hintergründigen Verknüpfungen des Universums sind gelungen und so was möchte ich bitte auch nicht mehr missen. Ich will schließlich was zum Mitdenken haben. Neben diesen Doppelepisoden sind aber auch eine Reihe von Einzelepisoden vor allem in der ersten Hälfte der sechsten Season äußerst spannend und originell. Zudem fühlen sich die Schauspieler so an, als ob sie ihre Charaktere sehr locker runterspielen und das macht mir als Zuschauer viel Spaß, dies zu verfolgen. Somit kann ich es auch kaum abwarten, bis es weiter geht.

Mit der sechsten und der folgenden siebten Season ist mit mir etwas passiert, was ich anfangs nicht für möglich gehalten hatte: ich konnte es bei diesen beiden finalen Seasons nicht mehr erwarten, die folgende Episode zu sehen und ich habe diese beiden Seasons auch regelrecht verschlungen und mir anschließend noch die vier TNG-Filme gegeben, die ich mir anders als die sechs TOS-Filme mit Sicherheit auch noch als DVD versorgen werde und mir in den Schrank stelle. Ich muss schon eingestehen, was in den letzten beiden Seasons abging war erstklassiges SciFi. Jetzt verstehe ich auch, warum Next Generation so prägend für das ganze Star Trek-Franchise war und wieso sich daran alles andere messen lassen muss. Tatsächlich muss das erst mal geschafft werden, eine ähnliche Qualitätsserie im Star Trek-Universum wieder aufzubauen. Ich konnte jedenfalls nach dem Ende der TNG-Serie nicht genug bekommen, ich habe mir auf den ausgeliehenen DVDs auch fast alles an Bonusmaterial angesehen und mir das Buch Star Trek: 40 Jahre gekauft. Ich hoffe, dass ich in dem Buch etwas Hintergrund zum Star Trek-Franchise erfahre, was die Entstehung und Entwicklung der einzelnen Serien, kritischen Dingen (Voyager und Enterprise liefen dann ja nicht mehr ganz so gut) und auch Gene Roddenberrys Vision erfahre. Das interessiert mich jedenfalls und wer mir hier noch weitere Literaturtipps empfehlen möchte, nur zu, ich würde gerne solche Dinge lesen.

Aber mal zurück zur TNG-Serie, vor allem den letzten beiden Seasons und ein paar Dingen, die mir so aufgefallen sind. (Was soll ich auch anderes zu Star Trek schreiben, was nicht ansonsten schon ewig bekannt ist und tausendfach durchgekaut wurde?) Data ist ein Charakter, zu dem ich gerne ein paar Worte verlieren möchte, da mir bei ihm aufgefallen ist, wie beliebt er im Fandom wurde. Dies spiegeln dann auch die Interviews im Bonusmaterial wieder. Anfangs als dieses Thema dort zum ersten mal auftauchte, war mir dies nicht bewusst und ich fragte mich schon, wieso Data so besonders wurde, obwohl er für meine Begriffe kaum eine bessere Leistung erbrachte, als die restliche Besatzung der Enterprise D. In Season 6 und vor allem 7 bekam er aber eine ganze Reihe von Gelegenheiten, seine Fähigkeiten zu beweisen – und der Schauspieler Brent Spiner zeigt ein wahrhaft brillantes Können. Ich bekam zunehmend das Gefühl, dass er sich eine gewichtigere Position erschauspielerte als der in der Hierarchie höher stehende Commander Riker. Spiner hat jedenfalls ein unvergleichliches Talent, die Figur des Data darzustellen und es war schließlich eine Wonne, ihm zuzusehen.

Zusätzlich fiel mir auf, dass die späteren Seasons eine dezente Entwicklung spendiert bekamen, die über die einzelnen Episoden hinausgingen. Normalerweise sind es ja Planet of the week-Shows und alle in sich abgeschlossen, was auf mich als jemanden, der erst mit übergreifenden Storys zu Serien gefunden hat, etwas abschreckend wirkt. Ich meine, es ist auch nicht gerade logisch, die Ereignisse in sich abzuschließen und dann so zu tun, als wäre nichts geschehen. Das muss unweigerlich bedeuten, dass sich die Handlungen von den Charakteren abwenden und eher abstrakte Phänomene behandelt werden. Wenn ich Gene Roddenberrys Philosophie aber richtig verstehe (und da bin ich mir nicht sicher, deshalb bitte her mit den Lesetipps), dann ging es in Star Trek aber immer um die Charaktere. Next Generation schafft es trotzdem irgendwie, die Charaktere im Verlauf der späteren Seasons immer stärker einzubeziehen. Das ist gut so und relativiert etwas die Unglaubwürdigkeit, wenn z.B. Captain Picard innerhalb von 25 Minuten unter dem Einfluss einer Sonde ein ganzes Leben als jemand anderes auf einem sterbenden Planeten lebt (5.25 The Inner Light). So brillant die Idee einer solchen Geschichte ist, so unglaubwürdig ist es aber auch, dass er dies nicht in irgendeiner Form verarbeiten kann, obwohl es mit der Flöte immerhin einige Referenzen in späteren Episoden gibt. Das wirkt gar nicht in der nächsten Episode nach, stattdessen ist business as usual angesagt. Was das Problem der erst gar nicht und später dezent vorhandenen Geschichten um die Charaktere außerdem mit sich führt, ist dass es im Grunde keine Konflikte zwischen den Charakteren gibt, die aus einer inneren Motivation heraus erfolgen und nicht durch außerirdischen Einfluss, durch Strahlung, einen Virus oder ähnlichem bedingt sind. Die Enterprise-Crew ist im Grunde eine große glückliche Familie und jeder ist des anderen bester Freund. Das macht Deep Space Nine mit kleinerem Konfliktpotential, mit welchem die Figuren von vorneherein angelegt sind, etwas interessanter. Von Battlestar Galactica ganz zu schweigen. In Next Generation ist jedenfalls so etwas wie ein Beziehungsgeflecht nicht vorhanden und ich glaube, eine künftige Star Trek-Serie wäre doch sehr interessant mit so etwas.

Ich habe hier im Anschluss zwar gleich noch eine Liste mit den Episoden, die ich als sehenswert bis hochinteressant einstufe, ich möchte aber doch noch mal ein paar Dinge benennen, die mir generell immer sehr interessant erschienen. Dies wären im Prinzip alle Episoden, die etwas mit Zeitreisen oder parallelen Realitäten zu tun haben. Es ist wirklich interessant zu sehen, auf welch unterschiedliche Art und Weise Zeitthematiken immer wieder umgesetzt werden können. Die Episode Timescape zählt deshalb auch zu meinen Lieblingsepisoden von Next Generation. Auch immer wieder ein Genuss sind sämtliche Episoden mit Q gewesen, einer der für mich brillantesten Charaktere der Next Generation-Ära und ein unheimlicher Spaßfaktor (“Is there a Jooohn-Luck Pikart?” – “Please! Spare me your egotistical musings on your pivotal role in history. Nothing you do here will cause the Federation to collapse or galaxies to explode. To be blunt, you’re not that important.”). Sehr viel Spaß haben zudem immer die Episoden gemacht, die sich um die wichtigeren außerirdischen Spezies, wie die Klingonen, Romulaner und Kardassianer drehen. Hier bekommt man einfach das Gefühl, da passiert etwas wichtiges, großes im Universum oder man erfährt etwas neues über ein Volk, welches so reich an Traditionen, Kultur und Mythen ist und ihre Lebensweise von den den Menschen bekannten Vorstellungen abgrenzen. Mit den Klingonen hat man es vielleicht etwas übertrieben gegen Ende hin, aber gerade über Romulaner, Vulkanier, Ferengi und Kardassianer dürfte es noch so einiges zu erzählen geben. Gerade was die letzteren beiden Spezies betrifft, freue ich mich auch schon auf den weiteren Verlauf von Deep Space Nine.

Müsste ich meine drei Lieblingsepisoden von Next Generation benennen, würde ich neben Timescape sicherlich auch The Pegasus und das großartige, kinoreife Finale All Good Things… auswählen. Als sich Picard mit an den Pokertisch gesetzt und in der Runde herumgeblickt hat, standen mir doch tatsächlich Tränen in den Knopflöchern. Glücklicherweise hatte ich noch die vier Filme vor mir, von denen mir der achte Teil mit den Borgs am besten gefallen hat. Obwohl ich den zehnten Film Nemesis für den schwächsten der TNG-Filme halte, zeigt sich die Crew in den Filmen aber einfach bestens aufgelegt und die Filme flutschen nur vor sich hin. Über unlogische Handlungslöcher mag zwar gerne in allen Filmen gestritten werden, die Action und die Auseinandersetzungen machen aber Spaß und die neue Enterprise-E sieht verdammt schick aus. Stil haben die Filme für meine Begriffe alle, soundtechnisch wirken sie verdammt wuchtig und der Score hört sich wirklich bombastisch an, weshalb ich mir auch die Soundtrack-CDs der vier Filme bei Gelegenheit mal zu Gemüte führen werde. Außerdem gefällt mir die Weltraum-Action mit der Enterprise, obwohl übermäßige Action vielleicht nicht gerade dem üblichen Star Trek-Stil entspricht. Egal, es fetzt einfach.

Was ich jetzt noch nicht erwähnt habe, ist der “Fabelcharakter” der Serie, den sie ja haben soll. Mir fehlt hierzu noch etwas das Verständnis, was das genau bedeutet. Bei einigen Episoden ist die Botschaft zwar eindeutig (“Tue dies und die Welt wird besser.”), aber längst nicht bei allen. Deshalb auch noch mal der Hinweis auf geeignete Lesetipps, was den Optimismus eines Gene Roddenberry ausmacht und wie dies umgesetzt wurde. Ich habe zwar auch nicht so sehr darauf geachtet, sondern mich vielmehr von den Storys selbst einnehmen lassen, aber ich habe mir sagen lassen, dass Next Generation durchaus eine prägende Wirkung auf Jugendliche haben kann, die das zu ihrer Zeit im TV gesehen haben. Außerdem interessiert mich schlichtweg, was dieses Phänomen Star Trek eigentlich ausmacht, warum es so ein Phänomen ist und was an den Geschichten so besonders war, dass sich so viele Fans mit Star Trek verbunden fühlen.

Es folgt nun einfach meine Liste an sehenswerten Episoden, die ich mir anders als oben geschrieben gerne irgendwann ein zweites mal anschauen würde. Ich glaube zwar, dass ich dann mit der Kenntnis der qualitativ hochwertigen späteren Episoden einige Nennungen aus den früheren Seasons wieder streichen würde, aber mindestens die letzten beiden Seasons sind für mich im Grunde eindeutige DVD-Kandidaten.

TNG 1.13 Datalore

TNG 2.03 Elementary, Dear Data
TNG 2.08 A Matter of Honor (Mit sehr coolen Klingonen.)
TNG 2.16 Q Who (Borgs. Und Q. Auf einmal!)
TNG 2.21 Peak Performance

TNG 3.06 Booby Trap
TNG 3.07 The Enemy
TNG 3.08 The Price
TNG 3.13 Deja Q
TNG 3.15 Yesterday’s Enterprise (Paralleles Universum.)
TNG 3.17 Sins of the Father
TNG 3.21 Hollow Pursuits
TNG 3.26 The Best of Both Worlds

TNG 4.01 The Best of Both Worlds, Part II
TNG 4.02 Family
TNG 4.03 Brothers
TNG 4.07 Reunion
TNG 4.08 Future Imperfect
TNG 4.11 Data’s Day
TNG 4.12 The Wounded
TNG 4.21 The Drumhead
TNG 4.23 The Host
TNG 4.26 Redemption

TNG 5.01 Redemption II
TNG 5.02 Darmok
TNG 5.03 Ensign Ro
TNG 5.05 Disaster
TNG 5.06 The Game (Die einzige Wesley-Episode, die mir wirklich gefällt.)
TNG 5.07 Unification I
TNG 5.08 Unification II
TNG 5.14 Conundrum
TNG 5.15 Power Play
TNG 5.18 Cause and Effect
TNG 5.26 Time’s Arrow

TNG 6.01 Time’s Arrow, Part II
TNG 6.05 Schisms
TNG 6.06 True Q
TNG 6.07 Rascals
TNG 6.08 A Fistfull of Datas
TNG 6.10 Chain of Command, Part I
TNG 6.11 Chain of Command, Part II
TNG 6.12 Ship in a Bottle
TNG 6.14 Face of the enemy
TNG 6.15 Tapestry (Brillanteste Q-Episode bisher.)
TNG 6.16 Birthright, Part I
TNG 6.17 Birthright, Part II
TNG 6.20 The Chase
TNG 6.21 Frame of Mind (Vermutlich Rikers beste Episode.)
TNG 6.24 Second Chances
TNG 6.25 Timescape (Ich denke, das ist wirklich die Episode, die mir am besten gefallen hat.)
TNG 6.26 Descent

TNG 7.01 Descent, Part II
TNG 7.04 Gambit, Part I
TNG 7.05 Gambit, Part II
TNG 7.06 Phantasms
TNG 7.07 Dark Page
TNG 7.08 Attached
TNG 7.09 Force of Nature
TNG 7.10 Inheritance
TNG 7.11 Parallels (Noch mehr parallele Pluriversen.)
TNG 7.12 The Pegasus
TNG 7.14 Sub Rosa
TNG 7.15 Lower Decks
TNG 7.16 Thine Own Self
TNG 7.17 Masks
TNG 7.18 Eye of the Beholder
TNG 7.19 Genesis
TNG 7.25 All Good Things…

Star Trek VII: Generations
Star Trek VIII: First Contact
Star Trek IX: Insurrection
Star Trek X: Nemesis
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Star Trek – Deep Space Nine (Stand: Season 2)

Nachdem Next Generation gegen Ende hin ein echtes Highlight war, muss nun Deep Sapce Nine bei mir antreten und sich beweisen. Im Moment gibt’s hierzu einfach noch nicht ganz so viel zu sagen, die erste Season ist noch etwas gemächlich, gefiel mir aber schon besser, als die erste Season Next Generation. Sie kommt aber nicht ganz an die damals parallel gelaufene sechste Season von Next Generation ran. In Season 2 bin ich knapp bei der Hälfte und zumindest der Anfang mit den drei aufeinander folgenden Episoden macht schon einen ansehnlichen Qualitätssprung. Sehr interessant finde ich das Ausgangsszenario einer ehemals besetzten Welt und den Nachwirkungen des Krieges mit den Kardassianern. Die Station ist damit tatsächlich ein Scheideweg zwischen mehreren Kulturen, welche die Ereignisse der vorangegangenen Jahre verarbeiten müssen und manch alten Konflikt nun erst lösen. Außerdem sind die Charaktere sehr unterschiedlich angelegt und es gibt tatsächlich auch Konflikte unter diesen. Quark und Odo seien hier nur genannt, wobei der Ferengi Quark eine wirklich coole Sau ist. Und Odo macht sich langsam in der zweiten Season auch ganz gut.
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The Unit (Stand: Season 3)

Diese Serie hat mich in der letzten Zeit eigentlich am meisten in den Bann gezogen, weil die Militäraktionen und Undercover-Einsätze so ausführlich, ausgeklügelt, professionell, originell im Sinne von vielfältig und spannend gezeigt werden. Und das obwohl es alles Einzelepisoden sind, die kaum miteinander verknüpft sind. Trotzdem schafft es auch die zweite Season wieder, mit einem äußerst spannenden und eigentlich untypischen Cliffhanger zu enden. Während dieser zweiten Season kamen einige unglaublich spannende Einsätze, die um die halbe Welt verstreu spielten. Dem Cliffhanger schließlich folgt eine hochgradig mitreißende über zwei Episoden andauernde Story zu Beginn der dritten Season, in der es wirklich ernsthaft um das Leben der Protagonisten als Kommando-Einheit geht und sie einer Verschwörung auf höchsten Regierungskreisen unterliegen. Für mich ist die Serie die Neuentdeckung in den letzten Monaten gewesen und mit Sicherheit auch ein DVD-Kandidat, falls selbige jemals erscheinen sollten.
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Wasserstand:

E.R. (Stand: Season 8)

Gibt’s nichts weiter zu sagen. Ist nett, auf angenehmen Niveau, aber nicht ganz so gut, wie Season 1 und 2. Season 6 und 7 fällt ein winziges Mü ab, aber ich bleibe dran.
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Warteliste:

Star Trek: Voyager
Star Trek: Enterprise
Akte X
Spacecenter Babylon 5
The Simpsons

Die Verschollenen

Die VerschollenenUrsprünglich erschien dieser Band vor Outbound Flight und damit bilden die Bände eine Duologie, die praktisch an den entgegengesetzten Enden der Zeitlinie spielen. Während Outbound Flight das Schicksal des außergalaktischen Flugprojekts zur Zeit der Alten Republik behandelt, bis es verschollen geht, dreht sich Die Verschollenen ca. 50 Jahre später um die Wiederentdeckung des vermissten Projektes.

Es ist ganz interessant gemacht, Luke und Mara zusammen mit den Chiss bei der Wiederentdeckung zu folgen und dann die abgestürzten Schiffe zu untersuchen. Dabei treffen sie nicht nur auf einige Überlebende und vor allem Nachkommen der Überlebenden, sondern auch auf eine nicht wenig verstörte Gemeinschaft, die aufgrund der Ereignisse während des Aufbruchs und des Verschwindens des Projektes stark geprägt wurde. Was dabei alles genau passiert ist, wird immer nur angedeutet, die exakten Erklärungen lassen sich erst in Outbound Flight finden. Damit wäre es sicherlich auch effektiver gewesen, zuerst dieses Buch zu lesen und dann Outbound Flight anzugehen. Was die ganze Geschichte um die Entdeckung des Projektes aber noch auf die Spitze treibt, ist die Auseinandersetzung mit den Vagaari, denen Thrawn zu seiner Zeit zusammen mit dem Outbound Flight richtig zugesetzt hatte und die nun ihre Rache wollen. Das macht das Buch für mich dann doch wieder ziemlich spannend und Luke und Mara dürfen sich das eine oder andere mal beweisen. Die Auseinandersetzung wird zwar bisweilen zu einem Gemetzel, wenn ein Squad befreundeter Sturmtruppen und die beiden Jedi sich durch eine Hundertschaft Vagaari schnetzeln, aber sie versuchen damit ja die vergleichsweise wehrlosen Nachkommen der Überlebenden zu beschützen.

Die Vagaari sind Meister im Fallenstellen und folgen einem netten ausgeklügelten Plan, Luke und Mara müssen alle diese Fallen überwinden. Beide werden hier aber etwas als Superman-Jedis dargestellt, was nicht so ganz zum Eindruck passt, den sowohl Filme als auch der größte Rest der Bücher geben. Das mag man als inkonsequent verstehen, aber man kann es auch als spaßigen Faktor sehen – freiwillig oder unfreiwillig. Trotzdem, ich habe an dem Buch im Gegensatz zur vorher von mir gelesenen Force Heretic-Trilogie in der New Jedi Order-Serie und Zahns letztem Band Allegiance wieder etwas mehr Gefallen gefunden. Ich würde sogar sagen, dass es mir auf weiten Strecken besser gefallen hat, als Outbound Flight.

Trotzdem ist doch ein wenig eine Tendenz bei den Timothy Zahn-Büchern zu sehen, die einen leichten Abfall in der Qualität andeuten. Für mich über alle Zweifel erhaben ist die erste Thrawn-Trilogie, bei der ich mich schon darauf freue, sie irgendwann nochmal auf Englisch zu lesen. Seine zweite Thrawn-Trilogie fiel dagegen schon etwas ab, woran sich auch Die Verschollenen anschließt. Danach hat er Outbound Flight geschrieben und zuletzt war der vergleichsweise schwache Band Allegiance dran. Ich weiß nicht, ob Zahn mal einen weiteren Star Wars-Band schreiben wird. Tatsächlich hätte er ja noch die Möglichkeit, den Charakter Thrawn weiter zu verfolgen, wie er in den Dienst von Palaptine kommt und für ihn anschließend die Unbekannten Regionen kartographiert. Alternativ wäre noch das Verschwinden der Katana-Flotte, wobei Thrawn damit eigentlich nichts zu tun haben dürfte. Oder er verfolgt den Charakter Mara Jade während der Ausbildung durch Palpatine weiter. Das wären mit Sicherheit Dinge, die ich gerne zwischendurch mal lesen würde.

Moviecollection

Weil mir Mr. Aulbath die Auflage erteilt hat, meine kleine “Moviecollection” zu zeigen, habe ich das mal schnell anhand des MediaMan zusammen geklickt. Das ganze ist praktisch analog zur Games Collection angelegt. Das Folgende ist ansonsten nicht so wirklich irgendwas besonderes, aber wer gerne mal einen Blick draufwerfen möchte: bitte sehr. An Mr. Aulbaths umfangreiche Sammlung komme ich nicht heran, ganz zu schweigen von der beeindruckenden Sammlung des Kollegen von Intermoviession (hoffentlich diesmal richtig geschrieben… *hüstel*). Ansonsten möchte ich gerne mit einem freundlichen “Los, los!” eure Sammlungen in euren Blogs sehen.

Kleine DVD-Sammlung.

Seriencheck (IV)

Diesmal wühle ich nur in der Vergangenheit und habe nichts zu aktuellen Sachen zu sagen. Ist ja auch gerade Sommerpause… (Sommer?! Jahrezeiten fallen in diesem Jahr aus!) Dafür erforsche ich Stück für Stück diese paar Schinken und taste mich sachte in meinem kleinen bescheidenen Vorhaben voran.

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Felicity (Stand: Season 3)

Für den Einstieg in den Felicity-Texte lohnt es sich, vielleicht noch einmal über den vorangegangenen Seriencheck zu dieser Serie drüber zu lesen. Denn Felicity läuft ganz großartig weiter, bisweilen werden die Geschichten brillant fortgeführt, Freundschaften laufen durch Zerwürfnisse und werden wieder zusammen geschweißt. Wie schon im späteren Alias gibt es in Felicity eine fortlaufende Story und kein “Problem of the week” und es lassen sich tatsächlich so einige Elemente der Serie in Alias wiederfinden. Jetzt weiß ich, woher J.J. Abrams die eher ruhig angelegten Szenen für Sydney und ihre Freunde hat und wieso die Geschichte in Alias so persönlich auf Sydney ausgerichtet ist (oder auf Ethan Hunt in Mission: Impossible 3). Vom ausgeklügelten Beziehungsgeflecht mit seinen speziellen Eigenschaften ganz zu schweigen. Ich glaube, etwas ähnliches werden wir auch im kommenden Star Trek-Film sehen. Ebenfalls toll in Felicity: nahezu jede Episode bringt mich einmal dazu, am Boden zu liegen vor Lachen, ohne dass die Serie dabei in Comedybereiche abdriftet. Im Gegenteil, die Autoren und Produzenten vollführen hier ein fabelhaftes, leicht parodistisches und ironisches Spielchen, wenngleich es aber keine richtige Parodie wird. Gleichzeitig kann eine Episode aber auch schon mal eine sehr traurige Wendungen nehmen. So oder so, Felicity ist fantastisch.

Ein Knaller ist natürlich der Haarschnitt, den sich Felicity zu Beginn der zweiten Season machen lässt. Angeblich sanken deshalb die Einschaltquoten immer mehr, weil sich Millionen von Fans darüber beschwerten. Tatsächlich wurden später in mehreren anderen Serien Insider-Witze à la “This is the guy who told Felicity to cut the hair.” gerissen, um eine unvorteilhafte Charakteraussage über eine Figur zu machen. Nachdem ich das ein wenig im Internet nachgelesen habe, finde ich das nur noch lustiger. Die Serie macht zeitweise einfach unglaublichen Spaß, was ich anfangs so nicht gedacht hätte. Für mich ist in der zweiten Staffel ein klitzekleiner gefühlter Abbau zu erkennen, der sich in der dritten Season dezent fortsetzt. Trotzdem ist das Niveau für die Serie immer noch enorm und es gibt auch gegen Ende der leider auf 17 Episoden gekürzten dritten Season einige Highlights. Nun steht mir noch die finale vierte Season bevor.

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Star Trek – Next Generation (Stand: Season 3)

Auch Star Trek ist so ein kleines, bescheidenes Projekt, welches ich verfolge. Nicht nur will ich mich fit für den kommenden Kinofilm machen, obwohl ich das gar nicht müsste, denn der Film wird auch so ausgelegt werden, dass Neueinsteiger keine Probleme haben werden. Sondern auch weil ich schon länger Interesse daran hege, den Abenteuern von Kirk, Spock, Picard, Data und allen anderen zu folgen. Immerhin habe ich Teil 7 und 10 auch im Kino gesehen, allerdings würde ich mich sicherlich nicht als Trekkie bezeichnen. Teil 8 und 9 kenne ich dagegen nur auszugsweise und somit im Grunde gar nicht. Von “früher” aber sind mir vielleicht ein Dutzend Episoden der diversen Star Trek-Serien in recht guter Erinnerung. Allerdings wurde ich in diesem ominösen “früher” nie wirklich von der Serie eingenommen.

Letztes Jahr habe ich es zuerst jedenfalls mit der Originalserie probiert, die mir nach einer Handvoll Episoden leider aber überhaupt nicht gefallen hat. So habe ich die Originalserie wegen akutem Ausbruch von langer Weile gestrichen und bin deshalb gleich über die ersten sechs Filme zu Next Generation übergegangen. Von den Filmen sind mir Teil 2 und 3 in guter Erinnerung geblieben, auch wenn es schon wieder etwas verblasst. Richtig klasse war aber Teil 6, den ich mir gerne noch einmal angucken würde. In Sachen Next Generation ist die erste Season noch etwas mau, besonders am Anfang sind einige Episoden sehr unterirdisch, aber andere Episoden wissen schon zu gefallen. Die erste Data-Zwillings-Geschichte machte Spaß, Q ist locker dabei und ich finde den Typen irre komisch, Holodeck-Abenteuer sind immer originell, das Auftauchen der Romulaner am Ende der ersten Season sah auch sehr gut aus und hatte etwas richtungsweisendes an sich. Noch besser gefällt mir aber die zweite Season, die schon einige interessantere Geschichten zeigt (Q Who, mit Borgs! Und Borgs!) und diverse positive Aspekte weiterführt, wie ein weiteres Holodeck-Abenteuer oder Datas Versuche, menschlicher zu sein. Nur Wesley Crusher geht mir schwer auf den Senkel. Und während es in der ersten Season fast immer nur eine holprige und eckige Enterprise-Einstellung zu sehen gab (das Anti-Aliasing war wohl da noch nicht erfunden), dreht die zweite Season in Sachen Visuelle Effekte schon ein gutes Stück auf. Die dritte Season bleibt bis zur Halbzeit für meine Begriffe auf Season 2-Niveau, ist also noch nicht so prickelnd. Es sind ein paar schwache Episoden dabei, aber zwischendurch fängt sich die Serie immer wieder. Inzwischen erkenne ich auch schon ein paar Episoden wieder, obwohl Next Generation für mich bis auf die Episoden Yesterday’s Enterprise (genial, weil alternative Zeitlinie aufgrund eines noch nicht stattgefundenen Ereignisses mit der Enterprise C) und Sins of the father insgesamt gesehen noch nicht ein großer Hit ist. Trotzdem bin ich soweit gespannt, dass ich wissen will, was noch so passiert und ich hoffe auf die wirklich eindrucksvollen Episoden, die ich aus dem “früher” in Erinnerung habe (Borgs galore!).

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The Unit (Stand: Season 1)

Neuentdeckung, die mir ausgesprochen gut gefällt und womit ich gar nicht gerechnet hatte. Grund, da mal reinzuschauen, war der Schauspieler Scott Foley, der in Felicity Noel spielt. Außerdem ist Dennis Haysbert dabei, der in 24 Präsident Palmer gespielt hat. The Unit ist eine Serie über eine amerikanische Spezialeinheit der Delta Forces, die in In- und Ausland reichlich geheime Missionen durchführt. Das reicht von der Erstürmung von gekaperten Flugzeugen über Personenschutz bis hin zu Bombenentschärfungen und Wiederbeschaffung gestohlener US-Waffen, die sich im Besitz von ausländischen Waffendealern befinden. Das ganze ist wie Star Trek eine “Enemy of the week”-Show, die nahezu keine fortlaufende Handlung hat. Die einzelnen Episoden sind sehr actionreich gestaltet, wirken zudem sehr modern und realistisch. Trotzdem geht es nicht alleine nur um Einsätze, die Serie hat vielmehr das Ziel, das Leben eines Soldaten in einer Spezialeinheit und das Leben der Angehörigen zu zeigen. So wird auch immer wieder in das Familienleben der Mitglieder der Einheit auf der Militärbasis geleuchtet. Da der Fokus aber eindeutig auf den militärischen Konflikten und Protokollen liegt, agieren die Figuren samt und sonders eher hölzern im Vergleich zu manch anderer Dramaserie. Das heißt, sie geben sich realistisch, wie das im richtigen Leben auch wäre und werden nicht gleich melodramatisch. Mir gefällt die Serie ausgesprochen gut, weil sie mit jeder Episode sehr spannende Ausgangssituationen und Konflikte geschaffen hat, die auf eine sehr professionell-militärische Art und Weise von den Spezialisten gelöst wird. Ich habe beschlossen, dran zu bleiben. Auch weil es sich die erste Season nicht nehmen lassen konnte, mit einem kleinen Cliffhanger zu Enden.

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Abteilung Wasserstandsmeldungen:

ER – Emergency Room (Stand: Season 5)

Season 3 und 4 habe ich praktisch nebenher geguckt. Es baut etwas ab.

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Auf der Warteliste:

Star Trek: Deep Space Nine
Star Trek: Voyager
Star Trek: Enterprise
Miami Vice
Akte X
Spacecenter Babylon 5
The Simpsons
The Office (US)
(+) Prison Break

New Jedi Order 17 – Wider alle Hoffnung

Star Wars: New Jedi Order 17 - Wider alle HoffnungZum Glück habe ich dieses Buch auch schon vor rund zwei Wochen fertig gelesen und war himmelfroh, dass es vorbei war. Während an anderer Stelle der 30jährige Geburtstag von Star Wars zelebriert wird, beschäftige ich mich hier mit einem weiteren Veriss der unlesbar gewordenen New Jedi Order-Serie, die ich nach diesem Tiefgang nur noch deshalb weiterlese, um zu wissen, wie es enden wird. Ich hege zwar dezente Hoffnung, dass die beiden Finalbände wieder besser werden, vor allem da der Band 19 von dem eigentlich ganz guten Autor James Luceno geschrieben ist, der im Star Wars-Bereich schon mit Cloak of Deception und Labyrinth des Bösen zu überzeugen wusste, allerdings auch mit Dark Lord und den beiden NJO-Bänden 4 und 5 weniger nette Sachen gemacht hat.

Ausfälle gab es in der NJO-Serie sicher schon ein paar, eigentlich dümpelt rückblickend die Serie nach den wirklich gelungenen Einstiegsbänden auf Mittelmaß herum und weiß nur noch selten wirklich zu gefallen (NJO 9, NJO 11, NJO 13). Einige Bände sind solide gemacht, aber die letzten drei Bücher von Sean Williams und Shane Dix sind mit Fug und Recht der Tiefgang der Serie. Die Suche nach Zonama Sekot, dem lebenden Planeten, ist beendet, was die ganze Sache aber nun brachte, ist völlig unklar. Nebenher wird Thahiri noch geheilt, die nun zwar wieder etwas sympathischer wirkt – man könnte auch denken: endlich hat sie ihre Probleme mal überwunden und ist nicht mehr so kindisch – und Han, Leia und Anhang kämpfen das ganze Buch über mit Admiral Pellaeon um einen Kommunikationsaußenposten, der die Verbindung zu den Chiss in den Unbekannten Regionen hält, wo sich Luke, Mara und Anhang auf Zonama Sekot befinden. Es passiert nicht wirklich irgendwas besonderes oder aufregendes oder verworrenes, was so ja schon im Vorgängerband der Fall war. Damit ist diese Trilogie in der NJO-Serie nichts weiter als ein Lückenfüller, um die Serie weiter aufzublasen. Viel mehr will ich mich darüber auch nicht weiter auslassen.

Im Juli müsste es mit Band 18 weitergehen, im Moment liegt schon Timothy Zahns Buch Die Verschollenen da, welches er schon vor Outbound Flight geschrieben hat, aber bisher nicht übersetzt wurde. Ich hoffe auch hier etwas auf dezente Verbesserung, wann ich das lese, weiß ich aber noch nicht, da ich nun nach diesem NJO-Band erst mal Pause mache, bis ich mich wieder überwinden kann. Im Juli müsste außerdem der dritte Band der Republic Commando-Serie erscheinen, dessen zweiten Band ich im letzten Jahr ganz nett empfand, obwohl mir das dazugehörige PC-Spiel nicht viel gegeben hat.

Insgesamt muss ich schon fragen, wohin die NJO-Serie abgedriftet ist. Als es vor rund sechs Jahren losging, war der erste Band von R.A. Salvatore für Star Wars-Verhältnisse ein ungewohnt düsterer Roman, der sich auch in der Retrospektive noch als sehr gut erweist. Michael Stackpole, neben Matthew Stover und Timothy Zahn der beste Autor, der dem Star Wars-EU passieren konnte, setzte den Beginn der NJO-Serie auf seinem gewohnt hohen Niveau fort. Der Einstiegsband im Jahr 2001 war für mich außerdem der Grund, zunehmend auf die englischen Originalausgaben umzusteigen, was ich bis heute nur teilweise realisiert habe. Da mein Englisch damals alles andere als gut war, nahm ich mir vor, die guten Star Wars-Bände, die ich bereits auf Deutsch kannte und die mir wirklich gefallen haben, der Zeitlinie entlang noch mal auf englisch zu lesen, um mich reinfinden zu können. Das sollte mich dazu bringen, mich an den Erscheinungsrhythmus der englischen Bücher dran zu hängen, auch damit ich nicht jahrelang auf deutsche Übersetzungen warten muss. Die NJO-Serie wurde ja nun schließlich schon vor drei Jahren abgeschlossen – nicht aber hierzulande. Mittlerweile läuft bereits die zweite Nachfolgeserie im Englischen, auch wenn diese nicht mehr so umfangreich sind, wie die NJO-Serie. Den Anschluss habe ich bisher aber nur im Zeitbereich der neuen Prequel-Trilogie geschafft, zwischendurch war ich sogar mal komplett Star Wars-abstinent und habe eigentlich erst mit Episode 3 wieder zurück gefunden. Mittlerweile hänge ich in der Zeitlinie bei den Büchern zwischen Episode 5 und 6. Bis zur NJO-Serie stehen da also auch noch ein paar Bücher aus. Mit Sicherheit werde ich die NJO-Serie aber nun nicht noch einmal komplett lesen, sondern mir nur die Highlights raussuchen, um dann hoffentlich irgendwann über die Dark Nest-Trilogie zur Legacy of Force-Serie aufzuschließen, bevor diese komplett in Deutschland erschienen ist. Es kann sich also nur um Jahre handeln, bis ich den Star Wars-Canon kenne und mir meine eigene private Kontinuität gebastelt habe.