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Seriencheck (VIII)

Neues Jahr, neues Glück, neuer Seriencheck. Langsam hole ich die alten Sachen auf und es stehen kaum noch welche aus. Ich überlege noch nachträglich in Desperate Housewives einzusteigen, konnte mich aber bisher nicht durchringen. Ansonsten folgen die üblichen laufenden Sachen, sowie das Nachholobjekt Star Trek – Enterprise, welches ich schon vor einem knappen Jahr gesehen habe. Das wird nicht der letzte Beitrag zu den Star Trek-Serien sein, da ich mich in einem zweiten Durchlauf befinde. Bei den aktuell laufenden Serien baue ich auf dem Serienheck vom letzten mal auf und gebe nur einen kurzen Stand der Dinge wieder. Dezente Spoiler werden enthalten sein.
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Akte X – The Movie 2 (Stand: 2. Film – durchgequält und abgeschlossen)

Im Sinne des Wasserstandes ist von meiner Seite aus nur zu vermelden, dass ich den zweiten und jüngsten Film der Serie unterirdisch schlecht fand.
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Battlestar Galactica (Stand: Season 4)

Battlestar Galactica macht ja nun doch so einige Höhen und Tiefen durch. War die erste Hälfte der vierten Season arg schwach, selbst für BSG-Verhältnisse, rappelt sich die Serie nach der langen Pause wieder richtig hoch. Der Aufstand ist eine wunderbare, typische BSG-Wendung, destruktiv, unbarmherzig, tödlich. Was den pessimistischen Charakter der Serie unterstreicht. Es folgen ab der Mitte der zweiten Hälfte zwar wieder wenig spektakuläre Episoden, aber mir persönlich hat zumindest die vorletzte Episode mit Starbuck wunderbar gefallen, wie sie den Song All along the Watchtower am Klavier spielt. Ich freue mich auf den Soundtrack zur vierten Season, denn Bear McCreary, der sowieso einen fantastischen Job bei der Musik für die Serie geleistet hat, übertraf sich hier selbst. Das hat er auch wunderbar in seinem Blog festgehalten. Ansonsten hoffe ich, dass sie nun weniger spektakuläre Episoden gemacht haben, um sich genug Kracher für das kommende Finale aufzuheben.
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Californication (Stand: Season 2 Finale)

Californication war auch in der zweiten Season immer noch groß. Mir hat zwar die erste Season einen Tick besser gefallen, aber das dürfte vor allem daran liegen, dass diese auf mich neu und originell gewirkt hat. In der zweiten Season kennt man ja nun die Charaktere und weiß sie einzuschätzen. Da müssen dann verquert-witzige Situationen wie die “mouth-rapist”-Szene (<- bestimmt ein tolles Google-Schlagwort) herhalten. Fand die zweite Season enorm witzig und einem Kauf für’s DVD/BD-Regal steht nicht viel im Wege. Wenn ich Zeit für die Discs haben werde…
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Chuck (Stand: Season 2)

Neben Lost die interessanteste, momentan laufende Serie. Äußerst schade, dass es nach der zweiten Season wohl vorbei sein wird. Verdammte Axt!
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E.R. (Stand: Season 15)

Insgesamt ist E.R. ein bezeichnendes Bild der Realität des Gesundheitswesens und damit eine einzige Anklage gegen die herrschenden Verhältnisse. Das war E.R. ja schon immer. Gleichzeitig enthält die Serie eine eindringliche Form der Aufklärung. Leider ist ansonsten nicht mehr viel geblieben, da hilft auch die Rückkehr von Carter nichts mehr.
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Fringe (Stand: Season 1)

Mir gefällt Fringe seit ein paar Episoden richtig gut. Vor allem seit 1.09 nahm die Serie ordentlich Aufschwung und hat mir im Gegensatz zu den vorherigen mal richtig gut gefallen. Die Story war endlich mal anders konstruiert und hat viel mehr Fragen aufgeworfen, als sonst. Hat nun Massive Dynamic ihre Finger deutlich mehr im Spiel oder nicht? Haben sie den Mitarbeiter irgendwie dazu veranlasst, sich diesen Halluzinationen auszusetzen bzw. haben sie ihm das Zeug verabreicht, ohne dass er es weiß? Oder steckt doch ein Komplott von John dahinter? So wirklich wurde das ganze ja nicht aufgeklärt. Das zeigt eine schöne Ambivalenz zwischen den “Bösewichtern” Massive Dynamic und John Scott. Wer ist nun wirklich ein Bösewicht von den beiden? Bin mal gespannt, ob die Sache des “Pattern” in der Serie jemals richtig aufgelöst wird. Insgesamt kam Fringe endlich mal ein wenig in Fahrt. Und so geht’s auch gleich mit der Entführung Olivias und der Raum-Zeit-Maschine in der nächsten Episode weiter. Fringe rafft sich wirklich auf. Neuer Bösewicht in den Episoden; der “Observer” irgendwo versteckt in jeder Episode; Olivias Ex-Lover Scott kann sie in ihrer Traum-Verschmelzungs-Sequenz sehen?! (what the hell!!); Olivia wird entführt. Das ist schon ordentliche Dramatik geworden. Bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

Dass sich Fringe seit der Midseason-Pause enorm gesteigert hat, zeigt vor allem auch die jüngste Episode 1.14 Ability, mit der die Serie schwer spannend geworden ist. Obwohl manche Handlung immer noch nicht sonderlich originell wirkt, wirken die Schauspieler deutlich sattelfester und überzeugter. Die persönliche Story in Ability tut schließlich ihr übriges, um mit den Figuren, genauer Olivia mit zu fiebern. Die persönlicheren Geschichten sind zwar ein Dreh, den man aus Alias übernommen hat, aber wenn’s da funktioniert hat, warum hier nicht wieder. Und Fragen kommen da ja auch einige auf. Hat Walter etwa das Manuskript geschrieben? So darf Fringe gerne weiter laufen. Außerdem war die Musik ganz fantastisch, Giacchino kommt auch immer mehr in Form.
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Heroes (Stand: Season 3 “Volume 3 Finale” und Season 3.2 – abgebrochen)

Ich muss ja zugeben, dass ich von dem Finale des dritten Volume komplett überrascht wurde, weil es auf einmal da war und so unspektakulär daherkam. Gleichzeitig hat mich das total verwirrt zurück gelassen, weil ich überhaupt nicht mehr wusste, worum es eigentlich ging. Mit der geänderten Zukunft, die es am Anfang der Season kurz zu sehen gab, hatte das doch nun gar nichts mehr zu tun. Ich bin etwas sprachlos über das Kuddelmuddel, was die Serie hier als “Auflösung” gebracht hat. Allerdings habe ich auch beschlossen, mir die Serie wenigstens noch einmal in Ruhe und konzentriert auf DVD anzuschauen, vielleicht verstehe ich es dann ja besser. Trotzdem habe ich etwas Hoffnung, dass es wieder besser wird. Klingone Worf als Mr. President wird es hoffentlich wert sein, wieder einzuschalten.
Insgesamt haben mir in der Season 3.1 aber die vielen interessanten “Comic-Kameraeinstellungen” gefallen. Jede Szene könnte tatsächlich ein gezeichnetes Bild in einem Comicheft sein. Bin mal gespannt, ob es dazu eine Doku auf einer der Season-DVDs gibt.

Leider bleibt Season 3.2 auf einem ähnlich mäßigen Niveau und die Charaktere werden mal wieder arg durcheinander geworfen. Zu sehr sind sie mir mittlerweile “out of” und habe mit denen von Season 1 nicht mehr viel zu tun. Nach rund fünf Episoden habe ich nun den Stecker gezogen. Ich ringe zwar noch mit mir, die Episoden weiter zu schauen, werde das aus Zeitmangel aber doch auf eine in weiter Ferne liegende DVD-Sichtung verschieben. Heroes macht so jedenfalls keinen Spaß mehr.
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Life on Mars (Stand: Season 1)

Die Serie ist nach Pushing Daisies und Chuck der Freudenquell schlechthin, wenn wir mal auf der leicht komödiantischen Schiene bleiben. Witzige Storys und verdammt coole Musik tragen ihren Teil dazu bei. Leider scheint es ja auch nur bei einer Season zu bleiben. Schade.
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Lost (Stand: Season 5)

Nach schwachem Seasonstart schwingt sich auch Lost zu bekannten Höhenflügen auf. Die Mystery-Komponente ist nach wie vor stark und man fragt sich schon, wie das alles zusammen hängt und wer zu wem gehört. Und wieso nun eigentlich alle zurück müssen um was überhaupt zu erreichen. Trotz schwachem Start war eine der besten Szenen war für mich eigentlich gleich die Anfangsszene, als Daniel in der Vergangenheit mit in den Schacht unter der Orchid-Station kommt. Mittlerweile ist dies durch die immer brillanter werdende nicht-lineare Erzählstruktur ja sogar aufgeklärt, jedenfalls kann man als Zuschauer das entsprechende Puzzlestück anbringen. Die erzählerischen Sprünge hin und her sind eigentlich typisch Lost, obwohl es keine klassischen Flashbacks oder -forwards mehr sind. Das hängt sicher mit den verkürzten Seasons zusammen, so dass man nun durch die Geschichte durchrennen muss. Aber trotzdem fand ich, dass zumindest ein paar Sachen aus Season 2 und 3 aufgeklärt oder zumindest angedeutet wurden.

Dann sind da die Zeitsprünge, die zudem nur unsere Losties zu betreffen scheinen. Und anders als Daniel das sagt scheinen die Sprünge doch die Zeit ein wenig zumindest zu ändern, wie man bei Desmond sieht. Die Erinnerung an die Begegnung mit Daniel auf der Insel wird ihm erst jetzt drei Jahre nach seinem Entkommen von der Insel eingepflanzt, weil es “vorher” einfach noch nicht passiert war. Zumindest er steht scheinbar außerhalb der Zeitlinie und ihn können Veränderungen in der Vergangenheit betreffen. Was ich ja wieder brillant fand, war die Überlagerung verschiedener Zeitebenen. Mit dem letzten Zeitsprung sind ja gleichzeitig drei Sachen passiert: Locke dreht am Rad (das ist wörtlich gemeint!), gleichzeitig wird das Flugzeug 316 mit Jack, Kate, usw. sowie dem toten Locke an Board erfasst und die verbliebenen Losties Sawyer, Juliet usw. landen im Jahr 1974. In dem Moment also, in dem Locke das Rad dreht, liegt er tot im Flugzeug und macht die Bruchlandung auf der Hydra-Insel mit, wo er anschließend wiederbelebt wird. Jack, Kate und Hurley dagegen reißt es ins Jahr 1977, wo sie von Jin und Sawyer gefunden werden, die selbst seit drei Jahren unter den Dharma-Leuten leben. Lost zeigt hier vor allem mal wieder seine erzählerische Komplexität und die anfangs geäußerte Kritik an der Zeitreise-Thematik dürfte angesichts der originellen Wendungen ad absurdum geführt sein. Nun dürfte darum gehen, wie die Losties alle zusammen wieder in ihre zeit zurück kommen.

Zu Charlotte gibt’s noch zu sagen, dass sie ja leider bisher nichts weiter zur Story von Lost beigetragen, genauso wie Miles. Das ist etwas Kritik, die ich an der Serie anbringe: die Einführung neuer Figuren und die Verkürzung der Season ist nicht so wirklich gut für die Serie, da der Fokus auf die alten Losties verloren geht und über die gäbe es sicherlich noch sehr viele interessante Storys zu erzählen bzw. Fragen aufzulösen. Ich wünsche mir jedenfalls, dass es wie etwas mehr zurück zu den Wurzeln geht. Aber nicht dass ich Lost nun schlecht fände, ganz im Gegenteil, der Charakter der Serie hat sich einfach enorm geändert.
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Star Trek – Enterprise (Stand: Season 4 – abgeschlossen)

An sich ist die Idee ja nicht schlecht, die erste Enterprise im Weltraum zu beobachten, die beginnt, das Universum zu erforschen. Leider beginnt die Serie aber mit sehr vielen lahmen Episoden, selbst der Pilotfilm war nun wirklich nicht herausragend. Manches wird außerdem nicht ausgereizt: da hat die Enterprise einen “Hitchiker” im Schlepptau, hilft ihnen schließlich und nur am Rand gibt es eine erste Auseinandersetzung mit den Klingonen, diese wäre aber mindestens eine ganze Episode wert gewesen. Teilweise gibt es gute Charaktere, teilweise aber auch sehr seltsame. Ganz gut ist der Captain, die arrogante Vulkanierin, der Doktor oder der Sicherheitsoffizier, der einen besonnenen und ruhigen Eindruck macht. Zumindest anfangs macht der schleimige Draufgänger einen schlechten Eindruck, welcher der Technikexperte und Ingenieur des Schiffes ist. Das ist mehr als seltsam, weil diese Eigenschaften schlecht zusammen passen. Ohne Worte kann dagegen der langweilige, naive und unerfahrene Pilot belassen werden. Damit war auch schon Season 1 rum. Season 2 wurde ein wenig besser und hatte einige wirklich hervorragende Episoden, aber auch einige Rohrkrepierer. Hier kommt aber das Gefühl, dass die Sternenflotte nur ein kleines Licht in der universellen Gemeinschaft ist, durchaus sehr gut herüber.

Leider wird das in der dritten Season komplett über den Haufen geworfen, was total doof ist. Dass man sich den sinkenden Einschaltquoten anpassen muss und stärkere Veränderungen einschließlich signifikanter Charakteränderungen bringt, nun, dagegen habe ich im Grunde nichts. Äußerst gelungen ist die Integration der Vulkanierin T’Pol, die für die Mission der Enterprise ihre Anstellung beim Vulcan High Command niederlegt, um bei ihren menschlichen Freunden zu bleiben. Bedenkt man die Auseinandersetzungen und auch Vorurteile der Menschen gegenüber den Vulkanieren am Anfang der Serie, ist das eine wirklich gelungene Entwicklung über den Lauf der ersten beiden Seasons Enterprise hinweg. Denn das ist das Konzept der Integration eines Fremden, welches ein Bestandteil aller Star Trek-Serien (Spock, Worf und Data, Odo und Kira, Neelix und stärker noch Seven of Nine) ist und durchaus immer wieder Spannung erzeugt hat. Leider kommt dieses Konzept in der dritten Season zu kurz, T’Pol hat, mehr oder weniger, den Sprung geschafft und sich von der arroganten Vulkanieren zu einem akzeptierten Mitglied der Crew gewandelt. Zudem stehen menschliche Dilemmata, Konflikte, Moral und Ethik oder Emotionen nur noch selten im Vordergrund, da sich die Serie mit Season 3 zu einer Art 24 im Weltraum gewandelt hat. Eigentlich hätte ich noch nicht mal etwas gegen den zunehmenden Actionanteil und die CGI-Aufnahmen der Enterprise sehen sowieso super aus. Aber die Story um die Xindi-Superwaffe, welche die Erde zerstören soll und die ein Jahr andauernde Mission im Delphic Expanse ist mehr als hanebüchern, hohl und langweilig. In fact, this ist not the Star Trek I want to see! Hat mir die zweite Season zur Hälfte wenigstens gut bis sehr gut gefallen, inklusive einer Lieblingsepisode, die locker an die Top-Episoden der bisherigen Serien heran kommt, während die andere Hälfte der zweiten Season für den Mülleimer ist, kommt die dritte Season nur in wenigen Episoden ansatzweise an das Prädikat gut und sehenswert heran. Ganz klar ist die deutlich dunklere Atmosphäre auch eine Reaktion auf 9/11, wobei ich mich hier ernsthaft frage, ob das sein musste.

Im Verlauf der dritten Season wird Enterprise aber immer schlimmer. Nicht nur gibt es Folterszenen, ein Enterprise-Captain fängt schließlich an, einen Akt der Piraterie zu begehen und andere Schiffe ihrer lebenswichtigen Systeme zu berauben. Ja, Kinders, was hat das noch mit Star Trek zu tun? Der Zweck heiligt eben die Mittel – was für eine miese Attitüde… Den Vergleich mit den Reaktionen auf 9/11 spare ich mir mal, aber wenn es eine miese Analogie, ein schlechtes Spiegelbild auf bestehende Verhältnisse und kürzlich erfolgte Ereignisse gegeben hat, dann ja wohl hier. In so übler Weise instrumentalisiert die Serie die Ereignisse des 11. September 2001 und rechtfertigt unmoralisches Handeln, wobei die Bedrohung durch die Xindi als Aufhänger dient. Aber noch mal: das ist nicht das Star Trek, welches ich sehen möchte. Die Menschheit hat nun gerade einmal seit zwei Jahren die Möglichkeit, das Weltall zu erforschen und zu anderen bekannten Planeten zu reisen, ohne monate- oder jahrelang unterwegs zu sein. Es wäre doch viel schöner zu sehen, wenn die Enterprise in den Systemen um der Erde herum forschen würde, sich bei anderen Spezies vorstellt und diplomatischen Kontakt aufnimmt, irgendwelche menschliche Kolonien errichtet, Wissenschaftler in benachbarte Systeme bringt oder naheliegende Raumphänomene untersucht. Was soll die Enterprise so weit draußen? Demzufolge empfinde ich den Konflikt mit den Xindi und die ständigen bewaffneten Auseinandersetzungen im Delphic Expanse eher belanglos, weil es hier nicht mehr darum geht, worüber Star Trek eigentlich handelt. Hier fehlt der humanistische Anstrich, den die Star Trek seit Kirk und Co. hat. Der Wagon Train im Weltall und die Final Frontier erfahren keine Beachtung mehr und das ist mehr als schade. Denn ich mag die meisten Charaktere, sogar Trip wird interessanter, und die Ausgangssituation samt Szenario ist für das Star Trek-Universum wirklich interessant und spannend. Das Potential war wirklich fantastisch, wurde aber kaum ausgereizt.

Nur wenige Episoden der dritten Season werde ich mir deshalb noch einmal anschauen. Diese werde ich dann genüsslich schlecht finden und sie ebenfalls in den Mülleimer werfen, respektive aus meiner persönlichen Star Trek-Kontinuität streichen. Den ganzen Xindi-Handlungsstrang will ich nun am liebsten wieder vergessen, so schlecht ist dieser umgesetzt. Star Trek – Enterprise hat sich mit Season 3 wirklich zu einer miesen Actionserie entwickelt, der Captain ist ein Jack Bauer im Weltraum geworden. Archer war in den ersten beiden Seasons immer ein interessanter und annehmbarer Charakter gewesen, inzwischen hat er sich zu einem hassenswerten Individuum entwickelt. Nicht weil der Schauspieler schlechter geworden, sondern weil der Charakter in Situationen gesteckt wird und dort out-of-character handelt, ohne Rücksicht auf Tote und Verletzte sein Ziel durchsetzt. Die Storys waren schlecht, weil sie den Captain so handeln ließen. In meinen Augen ist das kein Star Trek mehr. Unter einem anderen Namen wäre die Serie vielleicht in Ordnung, aber nicht wenn diese Season Star Trek heißt.

Und nun bin ich auch mit der vierten und letzten Season Enterprise durch und damit der letzten Serie von Star Trek überhaupt. Season 4 hat sich wieder stark aufgerafft und entspricht viel eher dem typischen Star Trek, ja die Qualität hat sich meines Erachtens doch wieder auf dem typischen Niveau der Serien seit Next Generation bewegt. Es waren mit Sicherheit einige starke Episoden wie der Vulcan-Dreiteiler dabei. Auch wenn das Finale nicht ganz so spannend war (und nur eine Stunde ging), war ich danach fast so traurig und wehmütig wie nach dem Finale von Next Generation. Warum weiß ich nicht so recht, denn obwohl Enterprise wieder besser wurde, könnte es auch daran liegen, dass es die letzte Star Trek-Episode bisher war. Dabei mochte ich insgesamt Enterprise wegen einiger der Charaktere irgendwie, obwohl wie gesagt mindestens die Hälfte der Episoden für den Eimer ist. Aber der Ausgangspunkt und die drei Figuren Archer, T’Pol und Trip sind mir ans Herz gewachsen.

Ein wenig fühle ich mich wie die Trekkies in den 1970er Jahren, als plötzlich die Originalserie, lange nachdem sie abgesetzt wurde, so einen phänomenalen Aufschwung nahm. Ich habe mir seit über einem Jahr die Episoden ab Next Generation über Deep Space Nine und Voyager bis hin zu Enterprise angesehen, alles lange nachdem diese Serien gelaufen sind. Mir hat es gefallen und ich wünsche mir neue Star Trek-Serien, auch wenn ich mir gut vorstellen kann, dass es schwer ist, mit neuen Ideen im Star Trek-Universum daher zu kommen.

Durchweg gut gefallen hat mir der hohe Produktionsstandard, den die Serie an den Tag gelegt hat. Die Ausstattung ist schon sehr üppig, selbst im Vergleich zu den vorherigen Star Trek-Serien. Dazu kommen massig nett gemachte CGI-Aufnahmen, die für Serienverhältnisse nach der Jahrtausendwende ziemlich gut aussehen. Hier merkt man schon, dass enorm viel Geld in die Produktion geflossen ist.

Es folgt nun noch meine Best of-Liste von sehenswerten Episoden, die ich mir ein zweites mal anschaue, aber sicherlich noch einige weitere streichen werde.

ENT 1.01/02 Broken Bow
ENT 1.03 Fight or Flight
ENT 1.05 Unexpected
ENT 1.07 The Andorian Incident
ENT 1.08 Breaking the Ice
ENT 1.09 Civilization
ENT 1.12 Silent Enemy
ENT 1.14 Sleeping Dogs
ENT 1.15 Shadows of P’Jem
ENT 1.19 Acquisition
ENT 1.23 Fallen Hero
ENT 1.25 Two days and two nights
ENT 1.26 Shockwave

ENT 2.01 Schockwave, Part II
ENT 2.02 Carbon Creek
ENT 2.03 Minefield
ENT 2.04 Dead Stop
ENT 2.05 A Night in Sickbay
ENT 2.07 The Seventh
ENT 2.09 Singularity (die einzige Enterprise-Episode, die mir richtig gut gefallen hat)
ENT 2.10 Vanishing Point
ENT 2.12 The Catwalk
ENT 2.14 Stigma
ENT 2.15 Cease Fire
ENT 2.16 Future Tense
ENT 2.19 Judgment
ENT 2.23 Regeneration
ENT 2.24 First Flight
ENT 2.26 The Expanse

ENT 3.01 The Xindi
ENT 3.02 Anomaly
ENT 3.05 Impulse
ENT 3.08 Twilight
ENT 3.10 Similitude
ENT 3.13 Proving Ground
ENT 3.14 Stratagem
ENT 3.16 Doctor’s Orders

ENT 4.01 Storm Front
ENT 4.02 Storm Front, Part II
ENT 4.03 Home
ENT 4.07 The Forge (1)
ENT 4.08 Awakening (2)
ENT 4.09 Kir’Shara (3)
ENT 4.11 Observer Effect
ENT 4.12 Babel One (1)
ENT 4.13 United (2)
ENT 4.14 The Aenar (3)
ENT 4.15 Affliction (1)
ENT 4.16 Divergence (2)
ENT 4.17 Bound
ENT 4.18 In a Mirror, Darkly (1)
ENT 4.19 In a Mirror, Darkly (2)
ENT 4.20 Demons (1)
ENT 4.21 Terra Prime (2)
ENT 4.22 These are the Voyages…
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Star Wars – The Clone Wars (Stand: Season 1 Episode 7 – am Aufholen)

Kürzlich habe ich mir den Pilotfilm auf DVD angeschaut, nachdem ich ihn im Kino verpasst habe. Der war einfach herrlich erfrischend, offensichtlich witzig und es gab jede Menge lustiger Kabeleien zwischen Anakin und der herzallerliebsten Ahsoka. Damit ist der Pilotfilm schon mal deutlich besser als erwartet. Für einen Star Wars-Fan lohnt sich also der Pilotfilm locker und ich denke auch, dass es mit der Serie selbst nicht anders sein wird. Die Serie ist nach den ersten sieben Episoden vor allem sehr actionreich, es macht Spaß und über die dummen Battledroids der Seperatisten schmeiße ich mich regelmäßig weg.
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The Simpsons (Stand: Season 1)

Habe Season 1 gesehen und Season 2 steht kurz bevor. Jepp, der Humor trifft meinen Nerv, aber es darf ruhig noch lustiger werden. The Simpsons ist für mich ebenfalls eine Serie, die ich früher nie so recht gesehen habe und die ich nun nachholen will. Ansonsten gibt’s aber noch nicht viel mehr zu sagen.
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The Unit (Stand: Season 4)

Läuft auch noch in meinem Programm. Schade, dass auch dies wahrscheinlich die letzte Season sein wird.
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Warteliste:

Magnum, P.I.
Young Indy
House
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Auf dem Radar:

Virtuality
Caprica
Star Wars: Real Series

Seriencheck (VII)

Die Menge der zu besprechenden Serien nimmt ganz schön überhand, weshalb das wieder ein äußerst ausufernder Beitrag geworden ist. Schon beim letzten mal habe ich ja geplante Texte verschieben müssen, weil es sonst zu viel gewesen wäre. Da ich aber auch nur rund drei mal im Jahr den Seriencheck schreibe, sammelt sich aber auch immer einen ganze Menge an. Das ist gleich wieder so viel, dass ich mich noch nicht mal an alle neu angelaufenen Serien, die mich interessieren, dran hängen kann. Welch’ bitteres Los! So geschehen im Falle der neuen Star Wars-Serie The Clone Wars, welche auf der Warteliste steht und für die ich aus erfreulicheren Gründen einfach noch keine Zeit hatte. Aber das macht nichts, denn ich habe sehr viel nachzuholen. Mit Akte X bin ich – mehr oder minder – durch, Star Trek und Ally McBeal habe ich schon im Frühjahr abgeschlossen, Generation Kill lief im Sommer und ist schon vorbei. Allerdings verschiebe ich die Besprechung von Star Trek – Enterprise wegen der Menge des Textes erneut auf das nächste mal. Dazu kommen aber weiterhin die wieder frisch angelaufenen Seasons von Californication, Chuck, E.R., Heroes, Pushing Daisies und The Unit, sowie neu angelaufene Serien wie Fringe und Life on Mars. Erneut habe ich mir in der Zeit vom letzten Seriencheck bis heute Notizen zum Gesehenen gemacht und forme das jetzt in richtige Texte um. Es werden liebgewonnene Kleinode und bekannte Dauerbrenner darunter sein, die in bekannten Strukturen weiterlaufen. In diesem Fall bleibe ich kurz, da ich das in der Regel in vergangenen Serienchecks schon ausführlich ausgebreitet habe. Und die Kleinode erhalten schlichtweg eine neuerliche Liebeserklärung von mir. Außerdem wird geklärt, was Star Trek – Voyager mit Pushing Daisies zu tun hat – eine Verbindung, die ich ganz interessant finde. Da hat sich nun also eine ganze Menge angesammelt. Alles in allem ist das in der Regel eine Stunde “aktueller” Stoff am Abend, weshalb es dazu auch ein paar Spoiler geben wird, plus eine Stunde Blick in die historische Vergangenheit des Serienzeitalters. Und mit der Vergangenheit geht’s gleich los. Hier. Jetzt.
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Akte X (Stand: Season 9 – abgeschlossen)

Letztes mal habe ich noch über Season 1 gelästert. Mit Season 2 werden die Geschichten etwas solider, im Verlauf der folgenden Seasons auch dezent interessanter. Scullys Entführung war schon sehr spannend gemacht und das war etwas was ich in meiner diffusen Erinnerung erst viel, viel, viel später erwartetet hatte. Trotzdem fehlten mir im großen Teil der zweiten Season immer noch echte Highlights unter den Episoden. Die ersten Episoden, die mir wirklich gefallen haben, weil sie gut erzählt wurden und anständig verzwickt waren, waren die des Finales der zweiten Season und des Starts der dritten Season, in denen es natürlich wieder um das allseits beliebte Thema der Außerirdischen und der Vertuschung selbiger ging. Auch wenn diese Episoden wirklich gut und spannend waren, würde ich es nicht zum Topkaliber von Serienepisoden im Allgemeinen zählen, denn nach wie vor tat ich mich schwer mit Akte X. Die angeblich spannende Atmosphäre der Verschwörungs-Thematik blieb mir verschlossen und wirkt nun wohl mehr als zehn Jahre nach der Erstausstrahlung nicht mehr auf mich. Hin und wieder funktionieren die Andeutungen, und nur darauf basiert eine Akte X-Episode im Grunde ja, wie eben in den genannten Episoden. Oftmals wirken sie heute auf mich aber einfach doch zu platt. Was mich damals als junger Pimpf vielleicht noch verschrecken konnte, hat kaum noch einen Effekt. Damals mag Akte X die Grenzen des Phantastischen und der ungewöhnlichen, teilweise verstörenden und seltsamen, einfach expliziten Bilder im Fernsehen erweitert haben. Aber mit der Zeit hat man dann auch zu viel davon gesehen, sich dran gewöhnt, womit die Wirkung doch etwas verloren geht. Das ist auch ein Problem, dass ich zur Zeit mit Fringe habe, wie weiter unten zu lesen sein wird.

Über die Seasons von Akte X macht sich aber schon ein stetiger Qualitätszuwachs in allen Belangen bemerkbar, selbst Season 9 ist immer noch wirklich gut produziert und hat nicht mehr den dezenten und staubigen Doku-Charme der ersten Season. Produktionstechnisch hat sich Akte X auf ein wirklich hohes Niveau gehievt. Mir machten schließlich die “Mythologie-Episoden” um die Außerirdischen mehr Spaß als reguläre Einzelepisoden. Und ich habe sogar die entsprechenden Episoden in Season 7 bis 9 noch verstanden, auch wenn sie nicht mehr so spannend waren. Viel größere Probleme hatte ich aber mit den Einzelepisoden, die eher selten über den Status “geht so” hinaus kamen. Spätestens ab Season 4 habe ich kaum noch eine Einzelepisode vollständig geschaut, allerdings hatte auch mein Durchhaltevermögen ein klitzekleinwenig nachgelassen. Meistens waren sie mir tatsächlich zu langweilig geworden, da die Serie in der Regel nach Schema F ablief. In zwei Fällen war es mir auch deutlich zu abgeschmackt und widerwärtig (in einem Fall kam mir tatsächlich das Mittagessen wieder hoch – Schwamm drüber *hüstel*). Insgesamt überwiegten dann doch die für mich negativen Punkte knapp die folgenden positiven Punkte.

Denn die hat Akte X ja dann doch. Zum einen in der Form der nett gemachten “Mythologie-Episoden”, zum anderen aber in den zunehmend selbstironischeren Episoden, die meistens die Ausnahme bildeten, weil ich sie doch vollständig geschaut habe. Season 6 ist hier das beste Beispiel mit sehr lustigen Episoden, welche die besseren Akte X-Episoden sind. Wenn Mulder mit dem einen Regierungsagenten den Körper tauscht, Scully und Mulder als Vorzeige-Pärchen undercover in eine Wohnsiedlung einziehen oder Mulder auf der Queen Elizabeth in der Vergangenheit im Bermuda-Dreieck landet und alle bekannten Figuren analog zu ihren sonstigen Serienrollen als Nazis oder Geheimagenten auftauchen. Letzteres ist dann auch für mich die brillanteste Akte X-Episode gewesen, die ich mir jederzeit wieder anschauen würde. Spätestens hier hatte mich Akte X voll getroffen – aber damit ist nicht der ganze verschwörungstheoretische Kram gemeint, sondern die wirklich interessante Chemie des Figurenensembles. Zwischendurch gab es ja noch den Film, den ich ganz nett fand, der aber kaum besser als eine übliche Doppelepisode war. Selbst Robert Patrick und die andere neue Agentin, deren Namen ich gerade vergessen habe, passten für meine Begriffe wirklich gut in die Serie. Aus dem Figurenensemble stechen aber eindeutig Mulder und Scully hervor. Beide sind absolut fantastisch geworden, Mulder ist eine coole Sau und Scully eine noch viiiiiieeeeel coolere Lady. Scully steht klar auf einer Stufe mit Sydney und wer in vergangenen Zeiten von meiner Alias-Abhängigkeit gelesen hat, weiß was das heißt. Das Duo wuchs mir wirklich ans Herz und es fiel mir selbst nach Season 9 und dem ersten Film schwer, Abschied zu nehmen. Trotz dass mir nur wenige Einzelepisoden wirklich gefallen haben. Der zweite Film steht bisher noch aus, sollte aber demnächst noch an die Reihe kommen. Vielleicht kehre ich eines Tages mal zurück zu Akte X und schaue mir mehr Einzelepisoden an. Aber das wird erst geschehen, wenn ich alle anderen Nachholobjekte gesehen habe.

Die wenigen Episoden auf der Bandbreite von “ganz nett” bis “hat mir wirklich gefallen” sind die folgenden:

2.25 Anasazi (1)

3.01 The Blessing Way (2)
3.02 Paper Clip (3)
3.09 Nisei (1)
3.10 731 (2)
3.12 War of the Coprophages

4.09 Tunguska (1)
4.10 Terma (2)
4.24 Gethsemane (1)

5.01 Redux (2)
5.02 Redux II (3)
5.12 Bad Blood
5.13 Patient X (1)
5.14 The Red and the Black (2)
5.20 The End

The X-Files Movie

6.03 Triangle (beste Akte X-Episode überhaupt, vielleicht sogar eine der besten Episoden von allen Serien, die ich jemals gesehen habe)
6.04 Dreamland (1)
6.05 Dreamland (2)
6.11 Two Fathers (1)
6.12 One Son (2)
6.22 Biogenesis (1)

7.01 The Sixth Extinction (2)
7.02 The Sixth Extinction II: Amor Fati (3)
7.22 Requiem

8.01 Within (1)
8.02 Without (2)
8.14 This is not happening (1)
8.15 DeadAlive (2)
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Ally McBeal (Stand: Season 5 – abgeschlossen)

Ich stelle gerade fest, dass ich außer in meinem allerersten Seriencheck noch gar nichts zu Ally McBeal geschrieben habe, welches ich inzwischen auch vollständig gesehen habe. Zu Ally McBeal kann ich vor allem eines sagen: Kult, absoluter Kult. Es ist eine tolle Darstellung von Allys emotionsgeladenem Leben und zumindest in den ersten drei Seasons immer mal wieder eine klasse Widerspiegelung in den Fällen vor Gericht. Später verschwindet dieses Konzept ein wenig, die Serie kümmert sich etwas mehr um ihre Nebencharaktere oder um direkte Beziehungsverwicklungen der Charaktere, allen voran good old Ally. Die Schauspieler drehen spätestens ab der zweiten Hälfte der zweiten Season sowieso immer mehr auf und ein erster Höhepunkt ist der Auftritt von Barry White in der Bar in dieser Season. Freudentränen galore. In gewisser Weise war die Musik in Ally McBeal damals, als ich die Serie zum ersten mal hin und wieder im Fernsehen verfolgt habe, auch prägend auf meinen persönlichen Musikgeschmack. Vermutlich hat mich Ally McBeal noch viel mehr geprägt. Die phänomenalste Episode ist die erste der dritten Season, in der Ally eine Hochzeit sprengt, weil sie nicht schweigen kann, als der Priester fragt, ob jemand etwas gegen die Ehe des Hochzeitspaares habe. Denn Ally hatte eine Woche zuvor nichts weniger als Sex mit dem Bräutigam. Bei dieser urkomischen und schwer peinlichen Situation habe ich mich minutenlange gekugelt vor Lachen. Wunderlich schließlich die Finalepisode der dritten Season: Ally McBeal – Das Musical. Mich wundert es hierbei wie die Darsteller über das vergangene Jahr und ihre momentane Situation auf englisch singen, teilweise auch Dialoge singen, während Gesprochenes weiterhin auf Deutsch erschallt. Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie dies damals dem ordinären deutschen Zuschauer präsentiert werden konnte, wenn er dabei nur die Hälfte verstand. Damals war das deutsche Fernsehen schließlich auch schon nur kurz davor, Unterschichten-TV zu werden.

Nur in Season 5 musste ich mich fragen, was da nur aus Ally McBeal geworden ist. Hatte Season 4 noch einen großartig aufgelegten Robert Downey Jr. als Bonusfigur, hängt Season 5 richtig durch! Erst mit der Christina Ricci-Doppelfolge fängt sich die Serie wieder und es gab endlich wieder Männergeschichten mit Ally, endlich wieder die eine oder andere peinliche Situation mit ihr und endlich wieder Witz und abgedrehten Humor dank der Ricci. Leider geschah das aber erst im letzten Viertel dieser letzten Season. Insgesamt eine ganze großartige Serie, die mir unheimlich viel Spaß bereitet hat. Pokipsy!
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Californication (Stand: Season 2)

Ganz toll schafft Californication den Spagat zwischen Comedy und Drama. Gelegentlich ist die Serie Tränen anrührend, gelegentlich ist sie unglaublich spaßig. Hank ist ein Vorbild, der Lebensstil Neid erregend. Unter den aktuell laufenden Serien ist Californication neben Chuck, Life on Mars und Pushing Daisies die interessanteste Serie zur Zeit für mich, ein Grund, jeden Tag aufzustehen, den Arbeitstag rumzubringen und dann einmal in der Woche Californication zu gucken (öhm, ich übertreibe mal wieder…). Mit dem Zylonen Leoben als schwerreichen Musikproduzenten ist ein noch durchgeknallterer Charakter als Hank in der Serie eingebaut worden, bei dem auch regelmäßig mit dem Kopf geschüttelt werden darf über dessen Eskapaden und Sprüche.
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Chuck (Stand: Season 2)

Witzig und interessant ist nach wie vor good old Chuck. Der Geek schlechthin und damit ein Freak, in dem sich wohl manch einer von uns wenigstens teilweise wiedererkennt. Mehr davon!

Wo kam eigentlich gleich noch mal Pryce Larkin her und wieso arbeitet er mit dem Geheimdienst, wenn er doch Intersec zerstört hat?
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E.R. (Stand: Season 15)

Das ist die große Goodbye-Season. Es wird aber auch Zeit, da E.R. wirklich abgebaut hat. Die 15. Season hat lange nicht mehr die gefühlte Geschwindigkeit und Hektik der früheren Seasons oder aktueller Serien, das Schema ist nun zu oft das gleiche und die Fälle sind kaum noch interessant. Auch wenig interessant sind die verbliebenen Charaktere und neue Charaktere werden gar nicht erst interessant gemacht. Das Figurenkarussell ist in den letzten zwei Jahren und wegen des Autorenstreiks auch zu schlimm geworden, kaum ein neue Figur bleibt länger als ein halbes Jahr dabei, gleichzeitig müssen die alten und somit teuren Darsteller (Abby, Kovac, Pratt) raus. Die Schwester Sam interessiert mich nicht, der Arzt Tony auch nicht, Angela Bassett macht auch nichts her, die Chirurgen Lucien und Neela sind nicht sehr interessant. Lediglich Morris bringt inzwischen etwas Licht ins Schattendaseins des früheren Selbst der Serie. Nur aus Sentimentalitätsgründen bleibe ich noch dran, um den Abschluss der Serie mitzunehmen. Wäre der Abschluss nicht angekündigt, hätte ich wohl schon abgebrochen.
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Fringe (Stand: Season 1)

Mit Fringe ist eine auf mich sehr Akte X-lastige Serie gestartet. J.J. Abrams zeichnet sich unter anderem federführend verantwortlich und damit ist die Serie ja schon ein Muss. Allerdings muss Fringe meiner Meinung nach noch in Schwung kommen, die bisher gelaufenen Episoden sind arg schematisch gestrickt und die Mysterien selbst waren nun noch nicht so spannend. Gleichzeitig ist das Figurenensemble sehr einfach angelegt und die Charaktere selbst bleiben noch blass. Letzteres mag zwar dem Beginn der Serie geschuldet sein, in dem die Figuren naturgemäß noch nicht weiter ausgeprägt sind, aber von Felicity über Alias und Lost bis hin zu Mission: Impossible 3 haben die Autoren Abrams, Kurtzmann und Orci bewiesen, dass sie das bereits besser können und ein vielschichtiges Beziehungskarussell aufzubauen vermögen. Bei Fringe habe ich aber das Gefühl, dass einiges noch zurück gehalten wird. Das hoffe ich jedenfalls, denn meiner Meinung nach geht in Fringe ansonsten noch so einiges. Von den Darstellern gefällt mir bisher auch nur die nette Hauptdarstellerin Anna Torv und zunehmend auch der schrullige Wissenschafts-Opa, der sich den Namen seiner Assistentin nicht merken kann.

Weniger gut dagegen gefallen mir die Ekelszenen zu Beginn einer Episode und gelegentlich auch zwischendurch. Diese dürfen für meinen Geschmack künftig etwas moderater ausfallen. Das scheint mir aber Aushängeschild von Fringe zu sein, denn der Rest ist beinahe konventionelle Ermittlungsarbeit. In Sachen “Wow-Effekt” ist es aber bisher nicht so viel anders als Akte X und da diese Serie schon die Grenzen des Phantastischen und (Un-)Möglichen so weit weg gedrückt hat, dürfte es Fringe recht schwer fallen, in diese Fußstapfen zu treten und auch immer weiter und weiter zu gehen. Das ist aber momentan noch mein Problem mit der Serie: viel Ungewöhnliches hat man einfach schon mit Akte X gesehen und die Bilder etwas schlimmer, eindeutiger, blutiger, expliziter zu gestalten, hilft nicht über das Dilemma hinweg. Von meiner Warte aus darf Fringe ruhig noch etwas Mystery und Spannung zulegen. Das heißt, spannendere Storys mit mehr ungewöhnlicheren Wendungen, originellere Fälle, Beziehungsdramen, aber auch mehr Andeutungen bei den Fällen selbst. Es muss nicht unbedingt minutenlang auf das Herz in einem offenen Brustkorb oder auf einen zerfließenden Menschen gehalten werden.

Aber gute, solide Unterhaltung ist es alle mal, eben mit Potential nach oben. Alias oder Felicity haben auch nicht sofort von den ersten Episoden an gezündet und gerade Alias wurde im Laufe der ersten beiden Seasons ja auch immer besser und besser. Ein wirkliches Highlight war für mich bisher nicht dabei. In der aktuellen Episode 1.07 war aber nun durchaus schon zu sehen, dass sich die Serie um einen dezenten Episoden-übergreifenden Handlungsbogen bemüht. Das ist genau der richtige Ansatz, den die Serie gebrauchen kann. Andererseits passt es aber nicht so ganz, so mir nichts dir nichts einen verflossenen Lover unserer Agentin in Frankfurt (“Ick arbeite im Bundestag.”) zu präsentieren. Wenigstens wird ein kleinwenig vom bekannten Schema der ersten Episoden abgewichen, wie schon zuvor zu sehen war. Obwohl mich die Handlung von 1.05 Power Hungry auch nicht so ganz mitgerissen hat (die Phänomene sind mir einfach noch zu Akte X-lastig), hat mir die Episode etwas besser gefallen als die drei vorherigen, da das Schema F (Zwischenfall -> Walter hat ‘ne Theorie -> Ermittlungsarbeit von Olivia -> Hinweise von der Dame in Massive Dynamics -> Walter macht ein Experiment -> das führt zum “Täter”) so nicht ablief. Das finde ich besser so. Denn zu konservativ sollte die Serie nicht bleiben, ich glaube, das würde Fringe nicht so gut bekommen. Mehr Variation bitte. Der John-Teil als Mystery-Würze hat mir hier sehr gut gefallen, ich glaube, hier steckt auch noch einiges mehr dahinter. Das hoffe ich jedenfalls wegen dem versteckten Kellerarchiv, das Olivia am Ende gefunden hat.

Trotz meiner Kritik bin ich aber irgendwie gespannt auf die nächsten Episoden.
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Generation Kill (abgeschlossen)

Das war eine siebenteilige HBO-Militärserie über eine Einheit Aufklärungs-Marines im jüngsten Irakkrieg. Ein wenig sollte sie wie Band of Brothers sein und tatsächlich war es ganz interessant, den Marines bei ihrem Einmarsch in den Irak zuzuschauen. Mit welchen Methoden das amerikanische Militär vorging, war nicht selten verblüffend, wie wenig Intelligenz vorhanden war, je höher der Rang ist, war umso erschreckender. Es hinterlässt ein seltsames Gefühl, wenn widersprüchliche Befehle ausgegeben werden, die das Schießen auf Menschen beinhalten und dabei in den ersten Tagen des Einmarschs kein Unterschied zu unbewaffneten Zivilisten gemacht wird. Wenn dann von den höherrangigen Militärs, die nur noch ihren “größeren Überblick” kennen, selbst die einfachste Tatsachenlage ignoriert wird, verwundeten irakischen Zivilisten Hilfe verwehrt wird, ist das nur noch kaltblütig zu nennen. In diesem Sinne trifft die Serie einige Male den Nagel auf den Kopf. Insgesamt muss ich aber feststellen, dass Generation Kill nicht an die Vorlage Band of Brothers heranreicht. So spannend sind einzelne Patrouillen-Fahrten der Einheit nicht zu beobachten, es bleibt vielmehr ein Einblick in eine Einheit während des Irakfeldzuges von 2003.
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Heroes (Stand: Season 3)

Läuft ganz interessant bisher an, gefällt mir wieder etwas besser als Season 2 aber immer noch nicht so gut wie Season 1. So viel in aller Kürze dazu. Ich kann noch kein wirkliches Ziel von Seaosn 3 Villains erkennen, habe aber dezente Hoffnung, dass es sich noch richtig entwickeln wird. Es geht ja diesmal offenbar um die Petrelli-Familie und um die Ursprünge der vielen Heldenfähigkeiten. Gut, Sylar mal eben zum Familienmitglied zu erklären, mit diesem Trick holt man seit Luke Skywalker nicht mehr wirklich jemanden hinter dem Ofen hervor. Aber wenn Heroes ein wenig an der Verschachtelung der Zeitebenen, der Beziehungen und der vielen What if-Realitäten festhält und das zu einer ordentlichen Lösung führt, deren Weg bis dahin noch ein paar Wendungen enthält, dann könnte das schon noch was werden. Schade ist nur, dass Sark (David Anders) so schnell ableben durfte.
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Life on Mars (Stand: Season 1)

Ich kenne das britische Original nicht und der erste Pilotfilm hat mir nur wenig gefallen. Aber der neu-inszenierte Pilotfilm und die ersten Episoden kommen viel besser daher und für mich wurde Life on Mars nach ein paar Episoden zu einem kleinen Highlight. Somit kann ich auch der Kritik der Fünf Filmfreunde nicht zustimmen. Die Welt der 1970er Jahre mag in der Serie nicht unbedingt akkurat sondern eher parodistisch dargestellt sein, aber das macht mir nichts aus. Ich habe sowieso das Gefühl, dass sich die Serie auch nicht ganz so ernst nimmt, sondern immer wieder selbstironische und sarkastische Töne anklingen dürfen. Sah der erste Pilotfilm noch nach einer brutalen und harten Polizeiserie aus, ist nun deutlich mehr jovialer Humor angesagt. Das muss einem nicht gefallen, das kann ich sogar nachvollziehen. Aber irgendwo trifft das meinen Nerv. Harvey Keitel ist wirklich bestens aufgelegt. Selbst Sam sieht in seiner Situation manches doch sehr locker, was der Stimmung der Serie in jeden Fall zu gute kommt. Die vielen Oneliner, Sprüche und verbalen Schlagabtausche der Detectives sorgen für das übrige. Besonders gefällt mir die Musik des Jahrzehnts, bisher dürfte es in der Serie keinen Song gegeben haben, der mir nicht gefallen hat. Nach Ally McBeal ist Life on Mars damit wieder die Musikserie für mich schlechthin. Das macht Spaß und lohnt sich allein schon deswegen. Sogar einen kleinen Episoden-übergreifenden Handlungsbogen gibt es, womit Sams Situation gemeint ist. Koma, Zeitreise, Leben nach dem Tod, Schizophrenie? Bin mal gespannt, was dabei rauskommt und ob Sam in “seine” Zeit zurückkehrt. Hier ist als Kritik lediglich anzumerken, dass die Hinweise kaum förderlich für das Mysterium sind und sowieso viel zu wenig auftauchen. Da geht es dann doch zu sehr um die jeweiligen Fälle einer Episode. Mal sehen, wie sich das noch entwickelt. Ich mag die Serie, nicht jede Episode ist ein wirkliches Highlight, es gab auch schon schwächere. Aber meistens sind die Episoden solide und Life on Mars ist neben Fringe der Neuzugang in meiner diesjährigen Serienseason.
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Pushing Daisies (Stand: Season 2)

Anfangs der zweiten Season hätte ich noch gesagt, das ist die Serie im Moment schlechthin. Aber wie schon bei Fringe oder Life on Mars gibt es gute und schlechte Episoden. Die Nonnen-Episoden war zum Beispiel für mich nicht so toll, aber ansonsten ist Pushing Daisies immer noch ganz großes Kino. Neben Chuck und Californication habe ich mit dieser Serie zur Zeit sicherlich am meisten Spaß, umso trauriger ist es aber, dass es vorläufig nur eine 13teilige zweite Season geben wird und die Fortführung noch nicht beschlossen wurde. Pushing Daisies ist für mich die am liebevollsten und originellsten gestaltete Serie schlechthin, die Überbetonung bei der Figurendarstellung und die dekadente Ausstattung wirken so wunderbar schnulzig, dass es eine richtige Freude ist. Pushing Daisies kam aber wegen des Autorenstreiks im letzten Jahr schon noch nicht so recht voran und sollte nun wenigstens eine volle Season bekommen. Bittebittebitte. Brian Fuller, der Schöpfer der Serie, hat im Falle einer Absetzung aber schon angekündigt, zu Heroes zurück zu kehren, wo er in Season 1 als Autor mitgearbeitet hat. Vielleicht “rettet” er ja dann diese Serie.
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Star Trek – Voyager (Stand: Season 7 – abgeschlossen)

Mit dem Beginn von Voyager musste ich erst mal eine starke Umgewöhnung von den eher persönlichen Storys aus DS9 zu den Technobabble-lastigen Episoden am Anfang der ersten Season von Voyager durchmachen. Ich bin fast ein wenig erschrocken, aber andererseits geht es mit dem Beginn von Voyager aber auch fünf Jahre zurück und wir bewegen uns eigentlich parallel zur dritten Season von DS9. So wie TNG und DS9 zwei bis drei Seasons brauchten, um aufzudrehen, so war es meine Hoffnung, dass das wohl auch bei Voyager der Fall sein wird. Aber Voyager braucht in meinen Augen wieder viel länger als DS9, erst mit Season 4 wird es viiieeel besser. Bei selbiger hatte ich dann erst einen richtigen Run durch die 26 Episoden. Warum? Voyager wird hier wesentlich actionreicher, was offenbar ein Tribut an die vielen lahmen Einzelepisoden der vergangenen Seasons darstellt. Die Einführung der Borg macht es etwas spannender und Seven of Nine ist in meinen Augen ein in allen Belangen gelungener Charakter. Hier kommt zwar wie so oft das Konzept der Integration eines Fremden wieder zum Tragen, wie es das schon häufiger in den Star Trek-Serien gab, aber offenbar ist das so interessant, dass es immer wieder funktioniert. Tatsächlich ist dieses Konzept ja unter einigen anderen Star Trek-definierend und trägt zum positiv-optimistischen Blick auf die Star Trek-Zukunft bei, in der die meisten Menschen zu beinahe vollendeten Humanisten geworden sind. Diesen Aspekt zu dekonstruieren und langsam an Seven of Nine wieder aufzubauen, gehört dann auch zu einer Stärke von Star Trek im allgemeinen.

Wirklich gut wird dann aber eigentlich erst die fünfte Season, die einen phänomenalen Start hinlegt. Ich will im Einzelnen gar nicht so viel erzählen, in vielerlei Hinsicht bot Voyager die ersten drei Seasons einfach nur Standardkost und war wenig herausragend bis dahin. Und selbst danach kamen nur einige wenige Highlights, Episoden also, die ich wirklich mochte. Die Startepisode von Season 5 gefiel mir unter anderem deshalb so gut, weil Voyager zu Beginn eine enorme Lethargie zelebriert und sich gegen Ende hin schließlich die Ereignisse zu überstürzen drohten. Die Captain Proton-Episode in Season 5, die in Schwarz-Weiß gehalten waren, waren schließlich herrlich schnulzig und zeigten einen dekadenten Ausstattungsstil sowie die Überbetonung bei der Darstellung der Charaktere. Wem das nun bekannt klingt, der sei darauf hingewiesen, dass diese Episoden von keinem anderen als Bryan Fuller geschrieben wurden, der sich bei Voyager seine ersten Sporen verdiente und nun der Mastermind (=Showrunner) hinter Pushing Daisies ist. Viele Elemente sind rückblickend zwischen diesen alten Voyager-Episode und der neuen Serie Pushing Daisies richtig vertraut, weil Captain Proton in allen Belangen genauso überdreht ist. Der Darsteller, der ansonsten den Piloten Tom Paris spielt, bleibt während der ganzen Serie über vergleichsweise blass und setzt kaum Akzente. Erstaunlicherweise führt er heute Regie bei einigen Episoden von Chuck.

Season 6 hing wieder etwas und kam nur sachte in Fahrt. Episode 6.10 Pathfinder mit Barclay und Troi war aber sehr mitreißen, am Anfang war sie eher etwas holprig, der finale Kontakt zwischen Voyager und Starfleet Command war allerdings tränenrührend und mitreißend. Das ist dann sicher eine der besseren Episoden von Voyager.

Während Voyager entschied ich mich, Star Trek nur noch auf englisch zu gucken, um der vollen 5.1-Tonspur zu frönen, die in der deutschen Fassung nach meinem Dafürhaben fehlte. Das fiel mir auf, nachdem ich zuvor einzelne Episoden auf englisch sah und das Raumschiff immer unterschwellig brummelte, was ich aber in den deutschen Fassungen irgendwie nie gehört hatte. Es fühlt sich wesentlich realistischer an. Außerdem fiel mir immer mehr die schlechte Synchronisation auf. Wenn ich noch einmal das Wort “kontakten” hören muss, dann platzt mein Kopf wie eine Wassermelone, in der ein China-Böller aus der Tschechei gesteckt wurde. Grausam! Bei solchen Sachen habe ich mir dann gesagt, nie wieder Star Trek auf deutsch zu schauen. Der Gedankengang führte mich auch dahin, mich zu entscheiden, alle aufgelisteten Star Trek-Episoden in den Serienchecks definitiv ein zweites mal schauen, wenn ich mit Enterprise durch bin. Meine eigene Star Trek-Kontinuität musste einfach verfeinert werden. Zwischendurch gefiel mir Star Trek sogar so gut, dass ich sogar sämtliches Bonusmaterial der alten Serie und der Filme nachgeholt habe.

Voyager hat zwar durchweg eine vergleichsweise hohe Qualität, kommt aber nicht so wirklich an die hochqualitativen Episoden von TNG oder DS9 heran, die diese zum Teil über mehrere Episoden aufrecht erhalten konnten. Voyager war irgendwo nett, in jeden Fall spätestens mit der Einführung von Seven of Nine, die das Actionzeitalter in den Star Trek-Serien einläutete. CGI-Shots nahmen deutlich zu und das Finale war im Grunde nur noch ein Feuerwerk ohne handlungsrelevante Substanz. Schade drum, aber immerhin ganz nett anzusehen. Mir fielen sonst nur einige unlogische Sachen auf: da macht die Voyager einen Sprung um 15 Jahre näher zur Heimat und sie treffen auf Aliens, mit denen sie vorher schon zu tun hatten. Das passt einfach nicht ganz (Season 5, die komischen Theta-Strahlungs-Leute). Oder die grundsätzlich interessanten Zeitreise-Episoden entbehren gleich völlig einer inneren Logik. Hier folgt nun nur noch meine Liste der guten Episoden, diesmal mit fast keinen Benennungen von Lieblingsepisoden, da diese einfach nicht so oft auftauchen wollten in Voyager. Sicherlich werde ich von Voyager in der zweiten Sichtung auch noch mal einige Episoden aus meiner Kontinuität streichen, besonders in den ersten Seasons.

VOY 1.01/02 Caretaker
VOY 1.03 Parallax
VOY 1.07 Eye of the Needle
VOY 1.08 Ex Post Facto
VOY 1.10 Prime Factors
VOY 1.11 State of Flux
VOY 1.13 Cathexis
VOY 1.14 Faces
VOY 1.16 Learning Curve

VOY 2.01 The 37’s
VOY 2.03 Projections
VOY 2.05 Non Sequitur
VOY 2.06 Twisted
VOY 2.14 Alliances
VOY 2.20 Investigations
VOY 2.21 Deadlock
VOY 2.26 Basics, Part I

VOY 3.01 Basics, Part II
VOY 3.02 Flashback
VOY 3.08 Future’s End
VOY 3.09 Future’s End, Part II
VOY 3.12 Macrocosm
VOY 3.13 Fair Trade
VOY 3.15 Coda
VOY 3.16 Blood Fever
VOY 3.17 Unity
VOY 3.21 Before and After
VOY 3.24 Displaced
VOY 3.25 Worst Case Szenario
VOY 3.26 Scorpion

VOY 4.01 Scorpion, Part II
VOY 4.02 The Gift
VOY 4.03 Day of Honor
VOY 4.06 The Raven
VOY 4.07 Scientific Method
VOY 4.08 Year of Hell
VOY 4.09 Year of Hell, Part II
VOY 4.13 Waking Moments
VOY 4.14 Message in a Bottle
VOY 4.15 Hunters
VOY 4.16 Prey
VOY 4.18 The Killing Game
VOY 4.19 The Killing Game, Part II
VOY 4.21 The Omega Directive
VOY 4.23 Living Witness
VOY 4.25 One
VOY 4.26 Hope and Fear

VOY 5.01 Night (mal eine richtig, richtig coole Episode)
VOY 5.02 Drone
VOY 5.03 Extreme Risk
VOY 5.04 In the Flesh
VOY 5.06 Timeless
VOY 5.07 Infinite Regress
VOY 5.09 Thirty Days
VOY 5.10 Counterpoint
VOY 5.11 Latent Image
VOY 5.12 Bride of Chaotica! (Captain Proton to the rescue!)
VOY 5.14 Bliss
VOY 5.15/16 Dark Frontier
VOY 5.17 The Disease
VOY 5.19 The Fight
VOY 5.20 Think Tank
VOY 5.21 Juggernaut
VOY 5.22 Someone to watch over me
VOY 5.23 11:59
VOY 5.24 Relativity
VOY 5.26 Equinox

VOY 6.01 Equinox, Part II
VOY 6.03 Barge of the Dead
VOY 6.04 Tinker Tenor Doctor Spy (der Doktor singt, und wie! Neben Seven of Nine wurde der Doktor sicherlich zu einer der interessanteren Figuren im Voyager-Ensemble.)
VOY 6.05 Alice
VOY 6.08 One Small Step
VOY 6.09 The Voyager Conspiracy
VOY 6.10 Pathfinder (gegen Ende hin eine wirklich klasse Episode)
VOY 6.12 Blink of an Eye
VOY 6.15 Tsunkatse
VOY 6.19 Child’s Play
VOY 6.20 Good Shepherd
VOY 6.23 Fury
VOY 6.24 Life Line
VOY 6.26 Unimatrix Zero

VOY 7.01 Unimatrix Zero, Part II
VOY 7.02 Imperfection
VOY 7.03 Drive
VOY 7.04 Repression
VOY 7.06 Inside Man
VOY 7.07 Body and Soul
VOY 7.09/10 Flesh and Blood
VOY 7.11 Shattered
VOY 7.14 Prophecy
VOY 7.15 The Void
VOY 7.16 Workforce
VOY 7.17 Workforce, Part II
VOY 7.18 Human Error
VOY 7.19 Q2
VOY 7.20 Author, Author
VOY 7.21 Friendship One
VOY 7.23 Homestead
VOY 7.24 Renaissance Man
VOY 7.25 Endgame
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Terminator – The Sarah Connor Chronicles (Stand: Season 2 – abgebrochen)

Nach zwei Episoden der zweiten Season habe ich diese Serie nun doch abgebrochen. Die erste Episode war wegen der Action noch ganz gut, nur fehlte eine gescheite Handlung. Mit Episode 2 und wegen genug anderer Serien zum Schauen ist Terminator – Sarah Connor Chronicles aber nun durchgefallen. Diese Episode konnte ja nun gar nichts mehr bieten. Zwar habe ich in einer Zusammenfassung der letzten Episoden gelesen, dass sie wieder leicht origineller werden, aber ich glaube kaum, dass die Action und die Handlung wirklich so viel besser geworden sind. Genau das hätte ich aber bei dieser Serie erwartet.
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The Unit (Stand: Season 4)

Hier gibt’s nicht viel zu sagen, außer vielleicht, dass das Niveau minimal gesunken ist und nicht mehr jede Episoden so superspannend ist gegenüber den letzten drei Seasons. Trotzdem mag ich The Unit immer noch und bleibe dran, auch wenn es danach aussieht, dass dies die letzte Season sein wird. Die aktuelle erste Episode des Zweiteilers zur Rettung von Blaines Tochter, ebenfalls Soldatin und die im Irak gefangen genommen wurde, macht aber immer noch einiges her. Für Spannung ist also immer noch gesorgt.
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Warteliste:

Spacecenter Babylon 5
Magnum, P.I.
Young Indy
Samantha Who?

Star Wars: Clone Wars
House
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Auf dem Radar:

Virtuality
Swingtown
Flashpoint
Caprica

Star Wars: Real Series

Seriencheck (VI)

Und auf ein Neues… Diesmal hinke ich ziemlich weit hinterher, was die Serienbesprechungen betrifft. Aber ich bin immer noch in meinem Projekt drin, einige ältere Shows nachzuholen. Ärgerlich: Als ich am Sonntag bis auf Deep Space Nine alle Beiträge um- und fertiggeschrieben habe ging schließlich ein halber Nachmittag verloren, weil dummes Wordpress nur die Texte bis einschließlich Battlestar Galactica abspeicherte. Anschließend musste ich auf eine alte Version meiner Stichpunktesammlung zurückgreifen, um wenigstens noch etwas vom Rest zu haben, den ich schließlich noch mal überarbeiten durfte. Nun gut, neben E.R. taucht diesmal nicht nur eine weitere Star Trek-Serie oder auch Akte X auf, sondern wie immer vergleichsweise aktuelle Shows wie Heroes, Lost, The Unit oder Terminator – The Sarah Connor Chronicles. Wegen der Länge des Eintrags verschiebe ich meine Besprechungen von Ally McBeal, Voyager und Enterprise auf das nächste mal, alle drei Serien habe ich schon vollständig gesehen. Einige der im folgenden aufgezählten Serien sind schon vor längerer Zeit gelaufen, andere habe ich ebenfalls bereits vor Monaten abgeschlossen. Beispielsweise sind die aktuellen Seasons der Serien Chuck, Heroes, Pushing Daisies und The Unit bereits im Herbst 2007 gelaufen und wurden aufgrund des Autorenstreiks in Hollywood bisher nicht weiter geführt. Da verzichte ich bei zweien gleich darauf, noch großartig etwas zu sagen, da sich meine Meinung gegenüber dem letzten Eintrag aufgrund der wenigen neuen Episoden nicht signifikant geändert hat. Andere Serien wie Deep Space Nine oder E.R. habe ich dagegen schon vor Monaten abgeschlossen und versuche das nun zu rekapitulieren. Alle folgenden Texte habe ich zum Teil über Monate hinweg geschrieben, das heißt, es sind anfangs während des Schauens Stichpunkte oder ganz ausformulierte aber kurze Texte entstanden, die sich auf meinen damaligen Stand in der Serie beziehen und die ich nun in einen ordentlichen Fließtext kompiliere. Heute bin ich in der Regel einige Episoden/Seasons weiter oder bereits am Ende angelangt. Wie üblich wird es ungekennzeichnete und mittelschwere Spoiler in den Texten zu BSG, Lost und The Unit geben, also vor allem bei den Serien, die hierzulande noch nicht gelaufen sind.
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Akte X (Stand: Season 1)

Seit kurzem bin ich mit der ersten Season von Akte X durch und ich muss sagen, dass ich die Serie bis hierhin … fürchterlich finde. Einige Episoden waren völlig unterirdisch und ich habe diese gar nicht richtig zu Ende geschaut. Andere Episoden waren bestenfalls nett. Nur gegen Ende der Season wurden die Episoden dezent interessanter, die Schauspieler für meinen Geschmack sattelfester und weniger bemühter. Trotzdem gibt es (versteckte) Qualitäten in der Serie, die mich doch ein wenig ansprechen und weshalb ich die Serie vorerst weiter schauen werde. Mir gefällt der relativ realistische Ansatz eines Dokumentarfilms, der schlichtweg unwahrscheinliche Phänomene einbindet. Die Kulissen vor allem sehen völlig normal aus und sind keine Design-Kunstwerke, speziell für den Zweck, eine Botschaft zu vermitteln oder eine bestimmte Atmosphäre zu unterstreichen. Das tun sie in Akte X sicher auch, aber vergleichsweise normal und real für die Doku-Stimmung. Insgesamt macht die Serie bisher auf mich aber einen wenig wertigen Eindruck, was für mich anfangs doch etwas gewöhnungsbedürftig war, den ich mittlerweile aber gar nicht so schlecht finde. Weiterhin ist das Duo Scully und Mulder bestens ersonnen. Es werden glücklicherweise keine dumpfen Klischees bedient, bzw. werden diese ziemlich schnell (Scullys Freund) über Bord geworfen.

Leider mangelt es meiner Ansicht nach bisher in dieser ersten Season aber noch an wirklich interessanten Geschichten. Tatsächlich kann ich mir nur schwer vorstellen, was an dieser ersten Season einen Hype ausgelöst haben könnte. Denn bisher gibt es wirklich keine Episode, die mir richtig gefallen und mich überzeugt hat. Sollte diese Serie wirklich gut sein? Wie ist das Akte X-Phänomen entstanden? Ich schätze, ich muss noch eine Weile weiter schauen bis ich Antworten erhalte. Ich weiß, die Wahrheit ist irgendwo da draußen…
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Battlestar Galactica (Stand: Season 4 Episode 10)

Über ein Jahr ist es nun schon her, als ich mich zum Finale der dritten Season geäußert habe. Inzwischen lief schon der Razor-Film und die erste Hälfte der finalen vierten Season. Dass Battlestar Galactica so langsam produziert und noch viel langsamer ausgestrahlt wird, kann ich dabei nur schwer nachvollziehen. In vier Jahren seit 2004 haben sie es gerade einmal auf 73 Episoden, eine winzige Webisoden-Serie und den Razor-Film (plus die Miniserie extra im Jahr 2004) geschafft. Von den 73 Episoden sind drei von 40 auf 65 Minuten erweitert worden und es stehen noch die restlichen 10 Episoden aus, die erst nächstes Jahr gezeigt werden. Jemine! Andere Serien kommen in der Regel mit 23 Episoden im Jahr daher und bringen es demzufolge in vier Jahren auf ganze 92 Episoden.

Anyway, Season 4 bietet einen fürchterlichen und mit Sicherheit den schlechtesten Auftakt einer Battlestar Galactica-Season. Zweifelsfrei sind die ersten fünf Episoden der vierten Season die Schlechtesten der ganzen Serie. So ziemlich alle Charaktere angefangen von Starbuck über Roslin und Adama bis hin zu Baltar sind mir regelrecht auf den Senkel gegangen. Es ist wirklich unglaublich, wie viel Potential sie im ersten Drittel der vierten Season verschwendet haben. Was sie mit der Zeit alles hätten anstellen können… So ganz, ganz langsam rafft sich die Serie meiner Meinung nach auf, aber die erste Hälfte war schon vorbei, als wirklich mal was passiert ist. Nun gut, die zehnte Episode bot mit der Landung auf der vermeintlichen Erde einen schönen Cliffhanger und so ganz kann ich mir da keinen Reim drauf machen. Ich hoffe, dass die zweite Hälfte im nächsten Jahr das anständig erklären wird. Außerdem hoffe ich, dass die mysteriösen Einflüsse aus dem wirklich gelungenen Razor-Film einbezogen und erklärt werden. Ein ganz klein wenig freue ich mich als doch auf das Ende von Battlestar Galactica im nächsten Jahr, in der Hoffnung, dass sie wie in den bisherigen Seasons doch noch mal auf die Pauke hauen, und die bis zu drei weiteren BSG-Filme im Razor-Stil, die da noch kommen sollen.
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E.R. (Stand: Season 14 – aufgeholt)

Nachdem ich mit Season 8 so meine Mühen hatte, habe ich dagegen Season 9 und 10 wieder sehr gut aufgenommen. Ich weiß nicht direkt, woran es liegt, die Zunahme des Actionanteils der Serie, Robert Romano, der gegen Ende der Season richtig aufdreht, oder dass ich es seit Season 9 auf Englisch schaue. Aber E.R. hat wieder zugelegt. Und mit dem Finale der 9. Season in Kisangani zeigt die Serie weitaus beeindruckender das Leiden Afrikas als vergleichsweise andere Filme wie Blood Diamond. Ich glaube, Season 10 oder 11 waren damals die Seasons, wo ich nach und nach den Faden verloren habe und immer wieder Episoden verpasst habe. Demnach freue ich mich nun sachte auf mir unbekannten Episoden … die ich in der Zwischenzeit auch gesehen habe. Mittlerweile bin ich aktuell an der USA-Ausstrahlung dran, wo gerade das Finale der 14. Season gelaufen ist. Selbige war wiederum eher mittelprächtig und ich kann schon verstehen, warum diese Serie eigentlich abgesetzt werden sollte. Vermutlich wird es nur noch eine vollständige Season geben, bis wirklich Schluss ist.
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Heroes (Stand: Season 2)

Heroes bietet ein sehr gutes Spiel zwischen Gut und Böse, welches vielen Charakteren inhärent ist und welches mir so bisher in der ersten Season noch gar nicht aufgefallen ist. Da muss ich mal drauf achten, wenn ich endlich mal zu den DVDs komme. Noah Bennet beispielsweise entwickelt sich vom bad guy zum liebenden Familienvater und garantiert mit durchaus drastischen Mitteln die Sicherheit seiner Familie. Dass er dabei auf einem schmalen Grad zwischen Gut und Böse wandelt, zeichnet nicht nur ihn, sondern viele Cahraktere und somit die ganze Serie aus. Niemand ist einfach per se gut oder böse. Nikki, Nathan, selbst Peter, auch Adam, alle tun sie schlechte und gute Dinge. Beide Entitäten werden innerhalb eines Charakters und deren Verhalten widergespiegelt. Kaum eine Figur ist eindeutig einer Seite von gut oder böse zugeschrieben. Das finde ich faszinierend.

Allerdings war die zweite verkürzte Season alles andere als gut. Zu zerfasert waren die einzelnen Handlungsfäden und es schien kein gemeinsames Ziel zu geben. Noch dazu waren die meisten ziemlich langweilig. Hinzu kommt, dass die Serie den Fehler macht und zu viele neue Charaktere einführt, wofür viel Zeit drauf geht und diese nicht in die vorhandenen Charaktere investiert werden kann. Bisweilen waren einige der neuen Charaktere wie die Dominikaner auch schwer nervig. Da es offenbar auch gar keinen Plan für diese Figuren gab, wurden diese sogar schnell wieder getötet, heißt, aus der Serie herausgeschrieben. Damit macht ihre Einführung und die Zeit, die man für sie verwendete, natürlich auch gar keinen Sinn mehr. Trotzdem freue ich mich irgendwie auf eine hoffentlich wieder bessere und vollständige dritte Season. Vorausgesetzt es wird keinen Schauspielerstreik geben.
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Lost (Stand: Season 4)

Lost ist immer noch meine Lieblingsserie unter den aktuell laufenden Shows. Gleichzeitig gibt es aber gar nicht mal so viel zu sagen, da Lost den Charakter-Anteil etwas zurückgeschraubt hat und es mit Spekulationen nicht so weit her ist, denn die Produzenten überraschen einen ja doch wieder mit einer völlig neuen Wendung auf die ich selbst gar nicht erst kommen würde. Demzufolge bleibt auch nur altbekanntes zu sagen: großartig geschauspielert, fantastische Erzählweise, spannend, abwechslungsreich und zum Mitdenken, eben eine Ausnahmeerscheinung am Serienhimmel. Ich denke, was wir in den ersten beiden Episoden der vierten Season gesehen haben, diente erst mal nur dazu, die Story wieder in Gang zu bringen, nachdem das Kapitel mit den Anderen weitestgehend abgeschlossen wurde. Nun sind unsere Losties teilweise als “Andere” zu verstehen und verhalten sich auch ein bisschen so gegenüber den Neuankömmlingen vom Frachter. Aber vor allem sind wir in den beiden Episoden massig mit Fragen bombardiert worden, was im Laufe der Season sich auch nicht gerade viel änderte. Außerdem nahm ich an, dass die vier Neuen durchaus noch für einige Überraschungen sorgen würden und nicht unbedingt das sind, was sie zu sein scheinen. Das wäre Lost-typisch etwas, was uns schon manchmal auf’s trügerische Glatteis geführt hat. Meine Annahme erwies sich aber als nicht ganz so zutreffend, tatsächlich brachten die neuen Charaktere nicht sehr viel in die Serie mit ein und waren bis auf Daniel eher zeitraubendes Beiwerk. Hier hätte ich mir doch gewünscht, dass sie den Fokus auf unseren Losties belassen und deren Geschichten weiter erzählen. Sawyer hat beispielsweise keine Episode spendiert bekommen und hatte damit seit dem Beginn der dritten Season keine mehr.

Etwas schade finde ich aber nun, dass ich mit meiner Theorie wohl doch falsch liege und das Flugzeug vor Bali tatsächlich nur ein falsches ist und offenbar von Widmore dort platziert wurde. In diesem Zusammenhang ist auch die Aussage von Faraday interessant: “You can’t change the future.” Das halte ich für eine Botschaft an uns Zuschauer, die sagen soll, dass alle bisherigen Flashforwards auch wirklich so eintreten werden. Offenbar haben unsere Losties doch einiges ins Arge gebracht und müssen es später wieder ausbügeln. Ich wundere mich, was das sein wird, was da schlimmes noch passieren wird.

Geändert hat sich die Erzählweise seit dieser Season, diese ist wesentlich direkter und einfacher geworden – eben weil sie die Handlung in 15 statt 23 Episoden pressen mussten. Die letzten paar Episoden waren zwar wieder hochgradig spannend und obwohl die Jack-Episode wirklich nicht ganz so toll war, toppte sich Lost aber seit der Pause irgendwie nur noch. Die Episoden gingen meiner Meinung nach ab wie eine Rakete. Das geht einerseits ein wenig zu Lasten der Charaktere, andererseits gab es wie zu Locke wohl wirklich nicht unbedingt neues zu seiner Persönlichkeit zu erfahren. Die Erzählweise konzentriert sich nun viel stärker auf die Geschichte und treibt diese voran, anstatt sich auf die Charaktere zu konzentrieren. Das finde ich persönlich etwas ärgerlich, weil die Story viel dichter gepresst wird und sich keine Zeit mehr für die Charaktere nimmt. Trotzdem gab es ein großes und spannendes Finale. Ich mag die vierte Season nun im Nachhinein wirklich sehr, aber man merkt schon, dass sich die Serie stark verändert hat.

Eine weitere vermeintliche Veränderung betrifft ja die Erzählstruktur mit der Neuerung der Flashforwards. So wie ich das sehe halten Flashbacks und Flashforwards sich allerdings grob in der Waage. Generell hat sich an der Erzählweise der Serie mit den Flashforwards aber meiner Auffassung nach nicht viel geändert. Auch die Flashforwards dienen als prinzipielle Analogie zu den Geschehnissen auf der Insel, zeigen ähnliche oder gar dieselben Verhaltensmuster und erklären somit das Getue unserer Losties hier und da (bzw. dann und jetzt).
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Star Trek – Deep Space Nine (Stand: Season 7 – komplett)

Wie jede moderne Star Trek-Serie, was also alle außer der Originalserie sind, startet auch Deep Space Nine eher verhalten und braucht beinahe zwei Seasons, um ihren Stil zu finden. Trotzdem gab es für mich in Season 2 schon ein paar bisweilen tolle Episoden, die mit der Hochzeit von Next Generation mithalten konnten. Damit hat Deep Space Nine von allen neueren Serien auch am schnellsten ins Spiel gefunden. Sehr gefallen haben mir beispielsweise klingonische Lieder, die gelegentlich von eben Klingonen geschmettert wurden. Die machten Spaß und waren schon große Klasse. Somit bereichert sich das Star Trek-Universum selbst auch immer mehr.

Spätestens in der dritten Season hat sich Deep Space Nine aber in den Olymp gehoben, von dem es auch so schnell nicht wieder runterkam. Mit den Episoden Past Tense haben die Autoren einen beispielhaften Weitblick gezeigt, was mit unserer Gesellschaft bei der zunehmenden Schere von Arm und Reich passieren kann. In besagter Episode landen Sisko und Bashir in der Vergangenheit (aber immer noch in unserer Zukunft) einerseits in abgeriegelten und überfüllten Ghettos, in denen alle Arbeitslose und Arme geworfen werden, die dort von Notrationen leben müssen, und Dax landet bei den Reichen dieser Gesellschaft. Natürlich gibt es Star Trek-gemäß ein Happy Ending und es wird durch unsere Charaktere ein Initiator geschaffen, der die bestehenden Verhältnisse verändern wird. Aber umso bedrückender ist trotzdem das Voraugenhalten einer Situation, die aus unseren ureigenen Probleme unseres wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Systems und der Entwicklung bei anhaltender und zunehmender Arbeitslosigkeit entsteht. Brillant. Das haben die DS9-Autoren schon vor rund zehn Jahren thematisiert, als den meisten von uns das Thema noch gar nicht bewusst war. Das zeigt deren Genialität, die sie schließlich mehrfach an den Tag legen sollten in den folgenden Seasons. Viel deutlicher nutzen sie diese Science Fiction-Serie, um uns einen Spiegel vor die Nase zu halten. Das macht so keine andere der Star Trek-Serien und dieses Prinzip wird Ron Moore ja später auch zu Battlestar Galactica mitnehmen und da noch deutlicher einsetzen. Nebennotiz: Bezeichnenderweise dient der Ferengi Quark in der Serie ansonsten oftmals als Kapitalismus-Karrikatur.

Season 3 hat für meine Begriffe anders als bei Next Generation also bereits das Niveau der Serie gefunden. In Season 3 gibt es einige herausragende Episoden, die den Standard festgelegt haben. Danach hatte ich aber erst einmal zwei oder drei Monate Pause eingelegt (das war die Zeit als ich ziemlich viel gespielt habe), bis ich dann eher etwas langsam wieder in DS9 hineingefunden habe. Allerdings entwickelt sich Season 6 so far zu einem echten Höhepunkt, wie das seinerzeit auch bei Next Generation der Fall war. Season 5 und vor allem 6 haben einige der absolut fantastischsten Episoden, gleichfalls auch einige Rohrkrepierer, keine Frage, aber ansonsten rockt die Serie. Der Siebenteiler beginnend am Ende von Season 5 und über die ersten Episoden der sechsten Season fängt ganz beeindruckend die Stimmung des Krieges gegen das Dominion ein – und das obwohl nach heutigen Maßstäben auf FX-Schlachtszenen größtenteils verzichtet wird. Allerdings hat DS9 hier eine verdammt große Schlachtszene drin – für damalige Verhältnisse – , die wohl auch wegweisend für’s TV gewesen ist. Noch viel besser gefallen mir aber eine Reihe von Einzelepisoden, wie Far Beyond the Stars, als alle ohne Masken in den 1950er Jahren in einer Redaktion eines SciFi-Magazins zu sehen sind und mit den Problemen des Rassismus oder der Diskriminierung von Frauen auskommen müssen. Hier knüpfen die Autoren an solch geniale Episoden wie Past Tense an. Für mich ist Far Beyond the Stars die beste Star Trek-Episode überhaupt, danach sollte Star Trek nie mehr so gut werden. Andererseits gibt es aber auch eine Reihe von spaßigen Episoden, wie Worfs und Jadzias (dezenter rrr-Faktor!) Hochzeit oder als Kira und Odo schließlich zusammen finden. Unterlegt wird die finale siebte Season gelegentlich mit Swing-Songs des Sängers Vic Fontaine, der in Form eines Hologramms immer wieder Auftritte bekommt. Deep Space Nine beweist hier auch Stil, Fontaines Hologrammbar bekommt nicht zuletzt eine eigene Episode spendiert. Auch dies sind Dinge, die in Deep Space Nine weiter ausgebaut werden und den Serienkosmos bereichern. Bashir hat seine Hologramm-Episode als James Bond-Verschnitt, unsere bekannten Seriencharaktere schlüpfen dabei schon mal unfreiwillig in andere Figuren und verhalten sich völlig konträr gegenüber ihrem gewohnten Umfeld. Das macht Spaß und das macht zusammen mit der etwas düsteren Ausrichtung der anderen Episoden Deep Space Nine für mich zur besten Star Trek-Serie, die ich wirklich, wirklich genossen habe. Das kann ich so bei Voyager und vor allem Enterprise (der Xindi-Krieg! argh… – mehr dazu beim nächsten mal) nicht mehr behaupten.

Leider fällt das Ende der Serie etwas ab. Zwar ist es ganz nett, ein über fast ein Viertel der Season laufenden Storybogen zu erzählen, anstatt der üblichen Einzelepisoden, aber diese Handlung hat etwas zu viel von den weniger wichtigen und mir gar nicht gefallenden Figuren Kai Winn und Gul Dukat drin, wobei Dukat immer noch etwas interessanter ist. Aber Kai Winn ging mir schon schwer auf den Zeiger. Von daher ist das Finale jedenfalls nicht so gut gelungen, wie All good things… von Next Generation. In diesem Zusammenhang will ich aber gleich darauf hinweisen, dass Next Generation aufgrund der starken Deep Space Nine-Serie bei mir etwas aufgewertet wurde. Mir gefällt mittlerweile die Entwicklung der Klingonenkultur, für die sich während TNG Ron Moore stark verantwortlich zeigte und die er in DS9 fortführte. Außerdem habe ich immer mehr Gefallen an den sogenannten Inner Space-Elementen gefunden, die auf Brannon Braga zurückzuführen sind. Damit sind Episoden gemeint, in denen ein Charakter in einem Holodeck in der Falle sitzt, aufgrund eines Transporterunfalls eine Veränderung erlebt oder wegen anderer Beeinflussungen selbst eine andere Realität erfährt und dabei von den anderen Figuren mehr oder weniger gerettet werden muss. Nicht zuletzt deshalb habe ich neben den beim letzten mal bereits erwähnten TNG-Lieblingsepisoden Pegasus, Timescape und All good things… nun auch die Episoden Q Who, Yesterday’s Enterprise, Darmok und Tapestry in diesen Kreis aufgenommen. Bei Deep Space Nine gibt es natürlich auch ein paar Episoden, die ich als Lieblingsepisoden erklären würde und die ich in der folgenden Liste, die alle DS9-Episoden beinhaltet, welche ich mindestens gut und wiedersehenswert finde, mal mit benenne. Past Tense, Our Man Bashir, Beyond the Stars oder Badda-Bing, Badda-Bang habe ich ja schon hier im Text erwähnt.

DS9 1.01/02 Emissary (sicherlich der stärkste Auftakt und damit beste Pilotfilm einer Star Trek-Serie)
DS9 1.03 Past Prologue
DS9 1.04 A man alone
DS9 1.05 Babel
DS9 1.06 Captive Pursuit
DS9 1.07 Q-Less
DS9 1.11 The Nagus
DS9 1.12 Vortex
DS9 1.16 If wishes were horses
DS9 1.17 The Forsaken
DS9 1.18 Dramatis Personae
DS9 1.19 Duet
DS9 1.20 In the Hands of the Prophets

DS9 2.01 The Homecoming
DS9 2.02 The Circle
DS9 2.03 The Siege
DS9 2.04 Invasive Procedures
DS9 2.05 Cardassians
DS9 2.08 Necessary Evil
DS9 2.13 Armageddon Game
DS9 2.14 Whispers
DS9 2.17 Playing God
DS9 2.18 Profit and Loss
DS9 2.19 Blood Oath
DS9 2.20 The Maquis, Part I
DS9 2.21 The Maquis, Part II
DS9 2.22 The Wire
DS9 2.23 Crossover (die erste Spiegeluniversum-Episode in DS9, die den Auftakt für einige wirklich tolle Episoden bildet, die deutlich düsterer angelegt sind, als der Rest der Serie)
DS9 2.25 Tribunal
DS9 2.26 The Jem’Hadar

DS9 3.01 The Search, Part I
DS9 3.02 The Search, Part II
DS9 3.03 The House of Quark
DS9 3.04 Equilibrium
DS9 3.05 Second Skin
DS9 3.06 The Abandoned
DS9 3.07 Civil Defense
DS9 3.08 Meridian
DS9 3.09 Defiant
DS9 3.10 Fascination
DS9 3.11 Past Tense, Part I
DS9 3.12 Past Tense, Part II (meine ersten Lieblingsepisoden in DS9)
DS9 3.14 Heart of Stone
DS9 3.15 Destiny
DS9 3.16 Prophet Motive
DS9 3.17 Visionary
DS9 3.18 Distant Voices
DS9 3.19 Through the Looking Glass
DS9 3.20 Improbable Cause
DS9 3.21 The Die is Cast
DS9 3.22 Explorers (die nächste Lieblingsepisode, spätestens hier war DS9 nicht zuletzt wegen der enormen Menge auch an qualitativ hochwertigen Episoden ganz großes Kino)
DS9 3.23 Family Business
DS9 3.24 Shakaar
DS9 3.25 Facets
DS9 3.26 The Adversary

DS9 4.01/02 The Way of the Warrior
DS9 4.03 The Visitor
DS9 4.05 Indiscretion
DS9 4.06 Rejoined
DS9 4.07 Starship Down
DS9 4.08 Little Green Men (auch eine Erklärung für den Roswell-Zwischenfall 1947, gnihihihi)
DS9 4.09 The Sword of Kahless
DS9 4.10 Our Man Bashir (Lieblingsepisode Nummer 3)
DS9 4.11 Homefront
DS9 4.12 Paradise Lost
DS9 4.13 Crossfire
DS9 4.14 Return to Grace
DS9 4.15 Sons of Mogh
DS9 4.16 Bar Association (die Angestellten in Quarks Bar proben den Streik gegen dessen Ausbeuter-Machenschaften, witzig)
DS9 4.17 Accession
DS9 4.18 Rules of Engagement
DS9 4.19 Hard Time
DS9 4.20 Shattered Mirror
DS9 4.22 For the Cause
DS9 4.23 To the Death
DS9 4.25 Body Parts
DS9 4.26 Broken Link

DS9 5.01 Apocalypse Rising
DS9 5.02 The Ship
DS9 5.03 Looking for par’Mach in all the wrong places
DS9 5.05 The Assignment
DS9 5.06 Trials and Tribble-ations (vierte Lieblingsepisode, unheimlich genial konstruiert und mit der Originalserie verwoben, die ich zwar immer noch nicht mag, die aber hier einmal richtig viel Spaß macht)
DS9 5.07 Let he who is without sin…
DS9 5.08 Things Past
DS9 5.09 The Ascent
DS9 5.10 Rapture
DS9 5.13 For the Uniform (geniales Kammerspiel zwischen Sisko und Eddington)
DS9 5.14 In Purgatory’s Shadow
DS9 5.15 By Inferno’s Light
DS9 5.16 Doctor Bashir, I presume
DS9 5.17 A simple Investigation
DS9 5.18 Business as usual
DS9 5.19 Ties of Blood and Water
DS9 5.21 Soldiers of the Empire
DS9 5.22 Children of Time
DS9 5.24 Empok Nor
DS9 5.25 In the Cards
DS9 5.26 Call to Arms

DS9 6.01 A Time to Stand
DS9 6.02 Rocks and Shoals
DS9 6.04 Behind the Lines
DS9 6.05 Favor the Bold
DS9 6.06 Sacrifice of Angels
DS9 6.07 You are cordially invited (Yammi-Dax heiratet den ollen Worf und lässt’s vorher noch mal richtig krachen, ein Spaß)
DS9 6.08 Resurrection
DS9 6.10 The Magnificent Ferengi
DS9 6.11 Waltz
DS9 6.12 Who Mourns for Morn?
DS9 6.13 Far Beyond the Stars (genialste Star Trek-Episode überhaupt)
DS9 6.14 One little Ship
DS9 6.15 Honor among Thieves
DS9 6.16 Change of Heart
DS9 6.17 Wrongs darker than Death or Night
DS9 6.18 Inquisition
DS9 6.19 In the Pale Moonlight
DS9 6.20 His Way
DS9 6.21 The Reckoning
DS9 6.22 Valiant
DS9 6.25 The Sound of her Voice
DS9 6.26 Tears of the Prophets

DS9 7.01 Image in the Sand
DS9 7.02 Shadows and Symbols
DS9 7.03 Afterimage
DS9 7.04 Take me out to the Holosuit (eine Baseball-Episode, nach den zahlreichen Thriller- und Agentenepisoden auch sehr originell)
DS9 7.06 Treachery, Faith and the Great River
DS9 7.07 Once more unto the Breach
DS9 7.08 The Siege of AR-558
DS9 7.10 It’s only a paper moon
DS9 7.11 Prodigal Daughter
DS9 7.12 The Emperor’s new Cloak

DS9 7.13 Field of Fire
DS9 7.14 Chimera
DS9 7.15 Badda-Bing, Badda-Bang (letzte meiner Lieblingsepisoden von DS9)
DS9 7.16 Inter Arma Enim Silent Leges
DS9 7.17 Penumbra
DS9 7.19 Strange Bedfellows
DS9 7.20 The Changing Face of Evil
DS9 7.21 When it rains…
DS9 7.22 Tacking into the Wind
DS9 7.23 Extreme Measures
DS9 7.24 The Dogs of War
DS9 7.25 What you leave behind
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Terminator – The Sarah Connor Chronicles (Stand: Season 1)

Terminator 3 habe ich bis heute nicht gesehen, aber den zweiten Teil halte ich für ganz exzellent. Zur Zeit arbeiten sie ja an einem neuen Terminator-Film, bei dem McG (Charlie’s Angels, Chuck) Regie führt. Das wird ein Spaß werden. Wie auch immer, ich habe mir auch die neun Episoden der ersten Season der Sarah Connor Chronicles angeschaut, vor allem wohl mangels Alternativen nach dem Autorenstreik. Mir hat es ganz gut gefallen, es gab in der Mitte mal ein, zwei starke Hänger, aber ich habe dann doch weiter geschaut. Trotzdem würde ich die Serie nicht als überragend bezeichnen, die Handlung verläuft eher langsam und ist nicht sonderlich komplex, die Action ist mir persönlich zu wenig (in beiden Dingen kommt die Serie meines Erachtens nicht an Alias oder 24 ran). Eigentlich dümpelt die Geschichte nur vor sich hin und ist bisweilen arg langweilig, weil eben kaum was passiert. Das ist aber sicherlich dem Autorenstreik zu verdanken, da sich die Story in den paar Episoden kaum entfalten konnte. Leider empfinde ich aber auch die emotionalen Momente zwischen John und seiner Mutter nicht immer sehr überzeugend, auch das können andere Serien besser. Stilistisch und atmosphärisch kommt sie Serie aber schon sehr gut daher. Optik der Serie und Darbietung der Schauspieler hat etwas von einem kühlen Understatement, das nicht so verkehrt zu sein scheint. Das hat etwas Trostloses, Düsteres an sich und gibt der Serie durchaus Charakter.

Trotzdem bin ich nicht so ganz überzeugt, ich werde in die zweiten Season reinschauen und dann entscheiden, ob ich es weiterlaufen lasse. Ein DVD-Kandidat ist die erste Season nicht unbedingt für mich.
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The Unit (Stand: Season 3)

The Unit ist im Grunde die Serie, die mich letztes Jahr im Herbst am meisten verblüfft hat. Neben der anhaltend hohen Qualität der Episoden schlägt schon einmal der ziemlich derb gezeigte Realismus ein. Es gibt keine Melodramatik in der Serie, es wird einfach so gezeigt, wie es ist. Konkret habe ich in Episode 3.07 um das Leben eines Mitgliedes des Einsatzkommandos gebangt, der recht heftig angeschossen wurde, nur mit händischer Notoperation und Wiederbelebungsmaßnahmen durch ein anderes Kommandomitglied am Leben erhalten wurde. Schließlich werden sie doch gerettet und was passiert? Bei der Rettung erwischt völlig unvermittelt ein Scharfschütze den anderen Kameraden und tötet ihn auf der Stelle. Hammer! In anderen Serien läge der Fokus der Episode auf genau der Figur, die das Zeitliche segnen muss. Hier nicht. Und das war eine der krassesten Überraschungen, die ich seit längerem gesehen habe. Unglaublich. Auf die vierte Season The Unit freue ich mich wirklich sehr. Vor allem auch deshalb, da die dritte Season aufgrund des Autorenstreiks einfach abgebrochen wurde und es diesmal keinen solch satten Cliffhanger gab, wie noch am Ende der zweiten Season.
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Warteliste:

Spacecenter Babylon 5
The Simpsons
Magnum, P.I.
Young Indy
Samantha Who?

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Auf dem Radar:

Fringe (neue J.J. Abrams-Serie, das wird ein Fest)
Virtuality (neue Ron Moore-Serie)
Life on Mars
Swingtown
Flashpoint
Caprica
Star Wars: Clone Wars
Star Wars: Real Series

Seriencheck (V)

Der Seriencheck wird schon 5! Aber da das hier eh nur ein billiges Plagiat des unangefochtenen Originals ist, ist das nicht so wichtig.

Ich habe mir seit dem letzten Seriencheck einige Sachen zu Gemüte geführt und beginne einfach mal damit, meine diesbezüglichen Gedanken zusammengefasst wiederzugeben. Das ist alles in allem doch eine stattliche Menge Buchstabensalat geworden, ich empfehle also, sich eine Tasse Capuccino zu holen, falls jemand alle Einträge lesen möchte. Heute im Programm: Californication, Chuck, Felicity, Prison Break, Pushing Daisies, Star Trek – Next Generation, Star Trek – Deep Space Nine und The Unit. Des öfteren knüpfe ich textlich an den vorangegangenen Seriencheck an, wem dieser also nicht mehr vollständig im Gedächtnis ist, sollte diesen vielleicht doch noch mal fix durchlesen. Aber nur ganz fix. Leider gibt’s im folgenden doch auch ein paar vereinzelte Spoiler, ansonsten aber eher allgemeine Eindrücke.
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Californication (Stand: Season 1)

Brüller! Von da den Tipp bekommen und da bestätigen lassen. Ein Mix aus Drama und Comedy, überzeugend gespielt, aber teilweise zum schlapp lachen. Großes Kino! David Duchovny zuzusehen ist ein herrliches Vergnügen. Ich verstehe zwar nur die Hälfte des Slangs, aber das macht nichts, das erhöht (unter anderem *hüstel*) nur den Wiederguck-Wert der Serie. Glücklicherweise nehmen die Sexszenen der ersten Episoden, die wohl als Lockmittel dienten, ab, diese dienten offenbar sowieso nur dazu, um die Zuschauer an die Serie zu binden. Wobei auch da nicht an komödiantischen Situationen gespart wurde. Ansonsten ist die Serie noch mit toller Musik unterlegt, die nicht dem üblichen Radioprogramm entspricht, aber durchaus ihre hörenswerte Note hat. Für mich ist diese Serie ein sicherer DVD-Kandidat, leider ist nach den ersten 12 Episoden mit der ersten Season schon wieder Schluss und es geht erst im nächsten Sommer mit der neuen Season weiter.
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Chuck (Stand: Season 1)

Ebenfalls neu ist Chuck und er hat es geschafft, mein vorläufiges Interesse zu erwecken. Ich habe mir eine Reihe von Sachen zum Beginn der diesjährigen Season angeschaut (Bionic Woman, Big Shots, Dirty Sexy Money, Journeyman), bin aber nur an Chuck und Pushing Daisies hängen geblieben. Chuck ist ein Nerd, der ganz unabsichtlich den Verbindungsrechner zwischen CIA und NSA in seinen Kopf heruntergeladen bekommt, während dieser zerstört wird. Natürlich gab es sonst kein weiteres Backup. Chuck versucht nun also sein normales Leben als Verkaufsmanager in einem Computerladen aufrechtzuerhalten, während er gleichzeitig undercover mit zwei Agenten Verbrecher jagen muss. Das ganze ist herrlich schrullig angelegt, übertrieben, schräg und sehr, sehr witzig. Als Nerd geht Chuck zwar nicht vollkommen durch, da er dazu einfach zu liebenswürdig dargestellt wird, aber seine Tölpelhaftigkeit hat er deswegen nicht gleich ad acta gelegt. Die ganze Serie ist mit einem übertrieben lachhaften Aspekt angelegt, den ich äußerst amüsant finde. Kein Wunder, zeichnet sich doch McG (Regisseur der beiden Drei Engel für Charlie-Filme) als Produzent verantwortlich. Zwar gab es in den bisher gelaufenen sechs Episoden auch schon mal einen Durchhänger, aber das Niveau hält sich bei der Serie bisher ansonsten auf einem angenehmen Level. Für mich der Lacher schlechthin war bisher die Tischdecke, die Chuck versucht, wegzuziehen, um ein vermeintlich vergiftetes Dessert zu zerstören ohne dass die beteiligten Mitesser am Tisch von dem vergifteten Dessert erfahren. Unerwarteterweise gelingt es Chuck doch, die Tischdecke in seiner Aufregung vom Tisch zu ziehen, ohne dass das Essen zerstört wird. Bei solch irre komischen Situationen, die immer mal wieder gezeigt werden, habe ich mich immer wieder weggeschmissen.
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Felicity (Stand: Season 4 – komplett)

Mit den vier Seasons Felicity bin ich nun durch und habe damit J.J. Abrams erste Serie geschafft. Vieles dazu habe ich ja bereits in den letzten beiden Serienchecks geschrieben, somit hole ich hier nur noch ein paar Gedanken auf. Das Niveau der ersten Season kann die Serie nicht ganz halten, aber es bleibt auf einem guten und für mich sehenswerten Niveau. Den Kauf der DVDs werde ich nicht bereuen. Interessant für mich war die vierte Season vor allem in der Hinsicht, dass das sogenannte Beziehungsgeflecht noch einmal wunderbar ausgeprägt wurde. Nämlich wurde es mit einer Art von alternativen Zeitlinie noch einmal neu erforscht. Genauer gesagt ist es so, dass die ersten 17 Episoden der Season die Geschichte ganz normal weiter erzählt und das Auf und Ab, Hin und Her im Beziehungsgeflecht von Felicity und ihren Freunden gezeigt wird. Da der Sender damals nachträglich noch 5 weitere Episoden haben wollte, um auf die üblichen 22 Episoden einer Season zu kommen, entschied sich Abrams zusammen mit dem Autorenstab schlichtweg dazu, Felicity an einem bestimmten Punkt zu Beginn der vierten Season zurück zu schicken und die Ereignisse zu verändern. Praktisch im Kurzraffer von vier Episoden werden die vorherigen 17 Episoden neu erzählt. Die finale Episode ist schließlich eine nette Zusammenfassung der vier Jahre, in denen Felicitys Collegeabsolvierung noch einmal rekapituliert wird. Hier kommt sie schließlich in ihre eigentlich Zeitlinie auch wieder zurück. Aber erstaunlich ist es schon, dass bereits hier in der Erzählung Flashback-Konzepte, alternative Realitäten und schlichtweg total veränderte Gegebenheiten im Sinne des Alice through the looking glass-Konzepts erforscht werden und mit dem Element des Beziehungsgeflechts kombiniert werden. Das findet im kleineren Stil schließlich in Abrams Folgeserie Alias und dann im großen Stil in Lost statt.

Ansonsten toll in Sachen Felicity: die Musik, ein Element, dass sich so auch in Alias wiederfinden wird; sowie die Schauspieler. Nicht immer toll: die Handlung an sich. Es ist eben nur ein einfaches Beziehungsdrama, welches sich nur bedingt über eine lange Zeit ausdehnen lässt. Mal sie mit ihm, mal mit jemand anderem. Geplatzte Freundschaften und wieder gekittete Zusammenfindungen. Jeder auch mit seiner eigenen Attitüde, um die jeweilige Person zu charakterisieren. Das ist auf Dauer alles sehr ähnlich, auch wenn es die Schauspieler immer ganz gut schaffen, ihre Emotionen zu beschwören und diese mir als Zuschauer zu übermitteln. Emotional und mitreißend ist es also allemal, wenn man sich darauf einlässt. In meinen Augen schaffen das Alias und Lost besser, wobei dort allerdings auch der jeweils neue Hintergrund (Spionageserie bzw. Mystery-Island) zur Hochdramatisierung beiträgt.
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Prison Break (Stand: Season 3, Episode 5 – abgebrochen)

Hier hat mich der Hype angesteckt, weshalb ich doch mal einen Blick reingeworfen habe. Es reißt mich nur nicht so ganz vom Hocker. Ab Season 1, Episode 6 nimmt die Show aber etwas Fahrt auf und ich habe dann doch bis zur dritten Season durchgehalten und wollte wissen, wie es weiterläuft. Der Serie muss ich dann doch Qualität zugestehen. Prison Break würde ich als Underdog bezeichnen – etwas besonderes, aber ohne zwangsläufigen Massenappeal. Es ist nicht ganz mein Ding gewesen, ich verstehe aber, wieso die Show anderen Leuten Spaß macht.

Erstaunlicherweise habe ich an der Serie erneut ein mir bereits bekanntes Phänomen beobachtet. Erst nach 6 Episoden wusste ich, ob es mich entweder gepackt hatte oder die Serie ihre Chance verspielt hat, etwas was ich schon bei ein paar anderen Serien (Felicity, Alias, Star Trek – The Original Series, Brothers & Sisters) festgestellt habe. Danach wusste ich entweder, dass ich das weiter sehen wollte oder nicht.
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Pushing Daisies (Stand: Season 1)

Nach Chuck und Californication ist Pushing Daisies der dritte Neustart, der es mir ernsthaft angetan hat. Pushing Daisies hat vor allem eins, und das beeindruckt mich doch sehr: Stil. Knallbunte Farben, Aufnahmen, die wie ein gemaltes Bild wirken, mechanische, moderne Maschinen, Dekorationen von ganz liebenswürdiger Art. Das erinnert an eine farblich überfrachtete Welt aus den 1950ern oder 60ern und ist vor allem sehr süß anzuschauen. So was will ich auch alles haben! Besonders witzig empfand ich die Espresso-Maschine mit Hebeln oder die altertümlich, verrottete Schatztruhe, die in einer Episode als Kaffeetisch genutzt wurde. Zwar sind mir die Tapeten einen Tick zu schrill, aber ansonsten würde ich auch gerne mit einer solchen Ausstattung wohnen. In dieser Hinsicht ist die Serie ein wirklicher Hingucker und dies macht fast schon einen großen Teil des Reizes der Serie aus und ich bin alleine deswegen Hin und Weg.

Dazu kommt aber noch eine herrliche Naivität, welche die Figuren und die Geschichten an den Tag legen. Herzallerliebst pflegen die Charaktere ihren Umgang miteinander, besonders Ned und Chuck, die sich nicht berühren dürfen. Ein Märchenerzähler aus dem Off dient als eine Art Moderator der Episoden und unterstreicht eigentlich nur das Gefühl, sich als Zuschauer in einer märchenhaften Traumwelt zu befinden. Ich bin mir nicht sicher, ob die Serie ihren zauberhaften Charme wirklich behalten kann, aber solange sie es tut, bin ich dran und werde mich jede Woche erneut entführen lassen. Sicherlich ist das für mich der interessanteste Neustart in der diesjährigen Season, da ich hier noch mehr als bei Chuck breitgrinsend vor dem Bildschirm hocke, so unglaublich viel Spaß haben die Episoden bisher gemacht.
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Star Trek – Next Generation (Stand: Season 7 – komplett)

Läuft auf einem guten Niveau bis in die Mitte der vierten Season weiter. Auch hier gilt, dass nicht alle Episoden Glanzstücke sind, wenngleich einige hervorragenden Sachen dabei waren. Es sei nur der Borg-Zweiteiler und die anschließenden Episoden Family und Brothers in der vierten Season genannt. Genau von so was soll es doch bitte mehr geben. Das fehlt mir noch etwas in der bisherigen vierten Season, aber wenn Next Generation nur als solchen hervorragenden Episoden bestehen würde, dann wäre die Serie auch für mich ein Hit. So lief es zum Zeitpunkt der vierten Season aber weiterhin darauf hinaus, dass ich mit einer gewissen Spannung der Serie weiterfolge, aber kaum Bedürfnis spüre, mir das alles möglicherweise später auf bsp. HiDef-Medien erneut anzuschauen. Denn genau das müsste eigentlich bei der hundsmiserablen Bild- und Tonqualität der DVDs gemacht werden, am besten gleich mit überarbeiteten Special Effects, wie das zur Zeit bei der Neuausstrahlung der Originalserie geschieht, die dementsprechend auch so auf HD-DVD veröffentlicht wird. Und glücklicherweise ist Wesley Crusher aus der Serie in der vierten Season ausgestiegen.

Soweit zur meiner Meinung bis Season 4, die ich kurz zuvor sah, als ich diesen ersten Absatz schrieb. Allerdings wusste ich da noch nicht, dass mir Season 5 und 6 ein paar dicke Brummer bereithielten, die äußerst spannend waren. Die jeweiligen Doppelfolgen an den Seasonübergängen seien da genannt, ebenso wie die Doppelfolgen in der ersten Hälfte der 5. Season (mit Spock!) und der 6. Season (mit Kardassianern!). Man, freue ich mich jetzt auf Deep Space Nine. Somit lässt sich auch nur noch bedingt sagen, dass Next Generation eine reine Planet-of-the-week-Show ist. Die hintergründigen Verknüpfungen des Universums sind gelungen und so was möchte ich bitte auch nicht mehr missen. Ich will schließlich was zum Mitdenken haben. Neben diesen Doppelepisoden sind aber auch eine Reihe von Einzelepisoden vor allem in der ersten Hälfte der sechsten Season äußerst spannend und originell. Zudem fühlen sich die Schauspieler so an, als ob sie ihre Charaktere sehr locker runterspielen und das macht mir als Zuschauer viel Spaß, dies zu verfolgen. Somit kann ich es auch kaum abwarten, bis es weiter geht.

Mit der sechsten und der folgenden siebten Season ist mit mir etwas passiert, was ich anfangs nicht für möglich gehalten hatte: ich konnte es bei diesen beiden finalen Seasons nicht mehr erwarten, die folgende Episode zu sehen und ich habe diese beiden Seasons auch regelrecht verschlungen und mir anschließend noch die vier TNG-Filme gegeben, die ich mir anders als die sechs TOS-Filme mit Sicherheit auch noch als DVD versorgen werde und mir in den Schrank stelle. Ich muss schon eingestehen, was in den letzten beiden Seasons abging war erstklassiges SciFi. Jetzt verstehe ich auch, warum Next Generation so prägend für das ganze Star Trek-Franchise war und wieso sich daran alles andere messen lassen muss. Tatsächlich muss das erst mal geschafft werden, eine ähnliche Qualitätsserie im Star Trek-Universum wieder aufzubauen. Ich konnte jedenfalls nach dem Ende der TNG-Serie nicht genug bekommen, ich habe mir auf den ausgeliehenen DVDs auch fast alles an Bonusmaterial angesehen und mir das Buch Star Trek: 40 Jahre gekauft. Ich hoffe, dass ich in dem Buch etwas Hintergrund zum Star Trek-Franchise erfahre, was die Entstehung und Entwicklung der einzelnen Serien, kritischen Dingen (Voyager und Enterprise liefen dann ja nicht mehr ganz so gut) und auch Gene Roddenberrys Vision erfahre. Das interessiert mich jedenfalls und wer mir hier noch weitere Literaturtipps empfehlen möchte, nur zu, ich würde gerne solche Dinge lesen.

Aber mal zurück zur TNG-Serie, vor allem den letzten beiden Seasons und ein paar Dingen, die mir so aufgefallen sind. (Was soll ich auch anderes zu Star Trek schreiben, was nicht ansonsten schon ewig bekannt ist und tausendfach durchgekaut wurde?) Data ist ein Charakter, zu dem ich gerne ein paar Worte verlieren möchte, da mir bei ihm aufgefallen ist, wie beliebt er im Fandom wurde. Dies spiegeln dann auch die Interviews im Bonusmaterial wieder. Anfangs als dieses Thema dort zum ersten mal auftauchte, war mir dies nicht bewusst und ich fragte mich schon, wieso Data so besonders wurde, obwohl er für meine Begriffe kaum eine bessere Leistung erbrachte, als die restliche Besatzung der Enterprise D. In Season 6 und vor allem 7 bekam er aber eine ganze Reihe von Gelegenheiten, seine Fähigkeiten zu beweisen – und der Schauspieler Brent Spiner zeigt ein wahrhaft brillantes Können. Ich bekam zunehmend das Gefühl, dass er sich eine gewichtigere Position erschauspielerte als der in der Hierarchie höher stehende Commander Riker. Spiner hat jedenfalls ein unvergleichliches Talent, die Figur des Data darzustellen und es war schließlich eine Wonne, ihm zuzusehen.

Zusätzlich fiel mir auf, dass die späteren Seasons eine dezente Entwicklung spendiert bekamen, die über die einzelnen Episoden hinausgingen. Normalerweise sind es ja Planet of the week-Shows und alle in sich abgeschlossen, was auf mich als jemanden, der erst mit übergreifenden Storys zu Serien gefunden hat, etwas abschreckend wirkt. Ich meine, es ist auch nicht gerade logisch, die Ereignisse in sich abzuschließen und dann so zu tun, als wäre nichts geschehen. Das muss unweigerlich bedeuten, dass sich die Handlungen von den Charakteren abwenden und eher abstrakte Phänomene behandelt werden. Wenn ich Gene Roddenberrys Philosophie aber richtig verstehe (und da bin ich mir nicht sicher, deshalb bitte her mit den Lesetipps), dann ging es in Star Trek aber immer um die Charaktere. Next Generation schafft es trotzdem irgendwie, die Charaktere im Verlauf der späteren Seasons immer stärker einzubeziehen. Das ist gut so und relativiert etwas die Unglaubwürdigkeit, wenn z.B. Captain Picard innerhalb von 25 Minuten unter dem Einfluss einer Sonde ein ganzes Leben als jemand anderes auf einem sterbenden Planeten lebt (5.25 The Inner Light). So brillant die Idee einer solchen Geschichte ist, so unglaubwürdig ist es aber auch, dass er dies nicht in irgendeiner Form verarbeiten kann, obwohl es mit der Flöte immerhin einige Referenzen in späteren Episoden gibt. Das wirkt gar nicht in der nächsten Episode nach, stattdessen ist business as usual angesagt. Was das Problem der erst gar nicht und später dezent vorhandenen Geschichten um die Charaktere außerdem mit sich führt, ist dass es im Grunde keine Konflikte zwischen den Charakteren gibt, die aus einer inneren Motivation heraus erfolgen und nicht durch außerirdischen Einfluss, durch Strahlung, einen Virus oder ähnlichem bedingt sind. Die Enterprise-Crew ist im Grunde eine große glückliche Familie und jeder ist des anderen bester Freund. Das macht Deep Space Nine mit kleinerem Konfliktpotential, mit welchem die Figuren von vorneherein angelegt sind, etwas interessanter. Von Battlestar Galactica ganz zu schweigen. In Next Generation ist jedenfalls so etwas wie ein Beziehungsgeflecht nicht vorhanden und ich glaube, eine künftige Star Trek-Serie wäre doch sehr interessant mit so etwas.

Ich habe hier im Anschluss zwar gleich noch eine Liste mit den Episoden, die ich als sehenswert bis hochinteressant einstufe, ich möchte aber doch noch mal ein paar Dinge benennen, die mir generell immer sehr interessant erschienen. Dies wären im Prinzip alle Episoden, die etwas mit Zeitreisen oder parallelen Realitäten zu tun haben. Es ist wirklich interessant zu sehen, auf welch unterschiedliche Art und Weise Zeitthematiken immer wieder umgesetzt werden können. Die Episode Timescape zählt deshalb auch zu meinen Lieblingsepisoden von Next Generation. Auch immer wieder ein Genuss sind sämtliche Episoden mit Q gewesen, einer der für mich brillantesten Charaktere der Next Generation-Ära und ein unheimlicher Spaßfaktor (“Is there a Jooohn-Luck Pikart?” – “Please! Spare me your egotistical musings on your pivotal role in history. Nothing you do here will cause the Federation to collapse or galaxies to explode. To be blunt, you’re not that important.”). Sehr viel Spaß haben zudem immer die Episoden gemacht, die sich um die wichtigeren außerirdischen Spezies, wie die Klingonen, Romulaner und Kardassianer drehen. Hier bekommt man einfach das Gefühl, da passiert etwas wichtiges, großes im Universum oder man erfährt etwas neues über ein Volk, welches so reich an Traditionen, Kultur und Mythen ist und ihre Lebensweise von den den Menschen bekannten Vorstellungen abgrenzen. Mit den Klingonen hat man es vielleicht etwas übertrieben gegen Ende hin, aber gerade über Romulaner, Vulkanier, Ferengi und Kardassianer dürfte es noch so einiges zu erzählen geben. Gerade was die letzteren beiden Spezies betrifft, freue ich mich auch schon auf den weiteren Verlauf von Deep Space Nine.

Müsste ich meine drei Lieblingsepisoden von Next Generation benennen, würde ich neben Timescape sicherlich auch The Pegasus und das großartige, kinoreife Finale All Good Things… auswählen. Als sich Picard mit an den Pokertisch gesetzt und in der Runde herumgeblickt hat, standen mir doch tatsächlich Tränen in den Knopflöchern. Glücklicherweise hatte ich noch die vier Filme vor mir, von denen mir der achte Teil mit den Borgs am besten gefallen hat. Obwohl ich den zehnten Film Nemesis für den schwächsten der TNG-Filme halte, zeigt sich die Crew in den Filmen aber einfach bestens aufgelegt und die Filme flutschen nur vor sich hin. Über unlogische Handlungslöcher mag zwar gerne in allen Filmen gestritten werden, die Action und die Auseinandersetzungen machen aber Spaß und die neue Enterprise-E sieht verdammt schick aus. Stil haben die Filme für meine Begriffe alle, soundtechnisch wirken sie verdammt wuchtig und der Score hört sich wirklich bombastisch an, weshalb ich mir auch die Soundtrack-CDs der vier Filme bei Gelegenheit mal zu Gemüte führen werde. Außerdem gefällt mir die Weltraum-Action mit der Enterprise, obwohl übermäßige Action vielleicht nicht gerade dem üblichen Star Trek-Stil entspricht. Egal, es fetzt einfach.

Was ich jetzt noch nicht erwähnt habe, ist der “Fabelcharakter” der Serie, den sie ja haben soll. Mir fehlt hierzu noch etwas das Verständnis, was das genau bedeutet. Bei einigen Episoden ist die Botschaft zwar eindeutig (“Tue dies und die Welt wird besser.”), aber längst nicht bei allen. Deshalb auch noch mal der Hinweis auf geeignete Lesetipps, was den Optimismus eines Gene Roddenberry ausmacht und wie dies umgesetzt wurde. Ich habe zwar auch nicht so sehr darauf geachtet, sondern mich vielmehr von den Storys selbst einnehmen lassen, aber ich habe mir sagen lassen, dass Next Generation durchaus eine prägende Wirkung auf Jugendliche haben kann, die das zu ihrer Zeit im TV gesehen haben. Außerdem interessiert mich schlichtweg, was dieses Phänomen Star Trek eigentlich ausmacht, warum es so ein Phänomen ist und was an den Geschichten so besonders war, dass sich so viele Fans mit Star Trek verbunden fühlen.

Es folgt nun einfach meine Liste an sehenswerten Episoden, die ich mir anders als oben geschrieben gerne irgendwann ein zweites mal anschauen würde. Ich glaube zwar, dass ich dann mit der Kenntnis der qualitativ hochwertigen späteren Episoden einige Nennungen aus den früheren Seasons wieder streichen würde, aber mindestens die letzten beiden Seasons sind für mich im Grunde eindeutige DVD-Kandidaten.

TNG 1.13 Datalore

TNG 2.03 Elementary, Dear Data
TNG 2.08 A Matter of Honor (Mit sehr coolen Klingonen.)
TNG 2.16 Q Who (Borgs. Und Q. Auf einmal!)
TNG 2.21 Peak Performance

TNG 3.06 Booby Trap
TNG 3.07 The Enemy
TNG 3.08 The Price
TNG 3.13 Deja Q
TNG 3.15 Yesterday’s Enterprise (Paralleles Universum.)
TNG 3.17 Sins of the Father
TNG 3.21 Hollow Pursuits
TNG 3.26 The Best of Both Worlds

TNG 4.01 The Best of Both Worlds, Part II
TNG 4.02 Family
TNG 4.03 Brothers
TNG 4.07 Reunion
TNG 4.08 Future Imperfect
TNG 4.11 Data’s Day
TNG 4.12 The Wounded
TNG 4.21 The Drumhead
TNG 4.23 The Host
TNG 4.26 Redemption

TNG 5.01 Redemption II
TNG 5.02 Darmok
TNG 5.03 Ensign Ro
TNG 5.05 Disaster
TNG 5.06 The Game (Die einzige Wesley-Episode, die mir wirklich gefällt.)
TNG 5.07 Unification I
TNG 5.08 Unification II
TNG 5.14 Conundrum
TNG 5.15 Power Play
TNG 5.18 Cause and Effect
TNG 5.26 Time’s Arrow

TNG 6.01 Time’s Arrow, Part II
TNG 6.05 Schisms
TNG 6.06 True Q
TNG 6.07 Rascals
TNG 6.08 A Fistfull of Datas
TNG 6.10 Chain of Command, Part I
TNG 6.11 Chain of Command, Part II
TNG 6.12 Ship in a Bottle
TNG 6.14 Face of the enemy
TNG 6.15 Tapestry (Brillanteste Q-Episode bisher.)
TNG 6.16 Birthright, Part I
TNG 6.17 Birthright, Part II
TNG 6.20 The Chase
TNG 6.21 Frame of Mind (Vermutlich Rikers beste Episode.)
TNG 6.24 Second Chances
TNG 6.25 Timescape (Ich denke, das ist wirklich die Episode, die mir am besten gefallen hat.)
TNG 6.26 Descent

TNG 7.01 Descent, Part II
TNG 7.04 Gambit, Part I
TNG 7.05 Gambit, Part II
TNG 7.06 Phantasms
TNG 7.07 Dark Page
TNG 7.08 Attached
TNG 7.09 Force of Nature
TNG 7.10 Inheritance
TNG 7.11 Parallels (Noch mehr parallele Pluriversen.)
TNG 7.12 The Pegasus
TNG 7.14 Sub Rosa
TNG 7.15 Lower Decks
TNG 7.16 Thine Own Self
TNG 7.17 Masks
TNG 7.18 Eye of the Beholder
TNG 7.19 Genesis
TNG 7.25 All Good Things…

Star Trek VII: Generations
Star Trek VIII: First Contact
Star Trek IX: Insurrection
Star Trek X: Nemesis
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Star Trek – Deep Space Nine (Stand: Season 2)

Nachdem Next Generation gegen Ende hin ein echtes Highlight war, muss nun Deep Sapce Nine bei mir antreten und sich beweisen. Im Moment gibt’s hierzu einfach noch nicht ganz so viel zu sagen, die erste Season ist noch etwas gemächlich, gefiel mir aber schon besser, als die erste Season Next Generation. Sie kommt aber nicht ganz an die damals parallel gelaufene sechste Season von Next Generation ran. In Season 2 bin ich knapp bei der Hälfte und zumindest der Anfang mit den drei aufeinander folgenden Episoden macht schon einen ansehnlichen Qualitätssprung. Sehr interessant finde ich das Ausgangsszenario einer ehemals besetzten Welt und den Nachwirkungen des Krieges mit den Kardassianern. Die Station ist damit tatsächlich ein Scheideweg zwischen mehreren Kulturen, welche die Ereignisse der vorangegangenen Jahre verarbeiten müssen und manch alten Konflikt nun erst lösen. Außerdem sind die Charaktere sehr unterschiedlich angelegt und es gibt tatsächlich auch Konflikte unter diesen. Quark und Odo seien hier nur genannt, wobei der Ferengi Quark eine wirklich coole Sau ist. Und Odo macht sich langsam in der zweiten Season auch ganz gut.
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The Unit (Stand: Season 3)

Diese Serie hat mich in der letzten Zeit eigentlich am meisten in den Bann gezogen, weil die Militäraktionen und Undercover-Einsätze so ausführlich, ausgeklügelt, professionell, originell im Sinne von vielfältig und spannend gezeigt werden. Und das obwohl es alles Einzelepisoden sind, die kaum miteinander verknüpft sind. Trotzdem schafft es auch die zweite Season wieder, mit einem äußerst spannenden und eigentlich untypischen Cliffhanger zu enden. Während dieser zweiten Season kamen einige unglaublich spannende Einsätze, die um die halbe Welt verstreu spielten. Dem Cliffhanger schließlich folgt eine hochgradig mitreißende über zwei Episoden andauernde Story zu Beginn der dritten Season, in der es wirklich ernsthaft um das Leben der Protagonisten als Kommando-Einheit geht und sie einer Verschwörung auf höchsten Regierungskreisen unterliegen. Für mich ist die Serie die Neuentdeckung in den letzten Monaten gewesen und mit Sicherheit auch ein DVD-Kandidat, falls selbige jemals erscheinen sollten.
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Wasserstand:

E.R. (Stand: Season 8)

Gibt’s nichts weiter zu sagen. Ist nett, auf angenehmen Niveau, aber nicht ganz so gut, wie Season 1 und 2. Season 6 und 7 fällt ein winziges Mü ab, aber ich bleibe dran.
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Warteliste:

Star Trek: Voyager
Star Trek: Enterprise
Akte X
Spacecenter Babylon 5
The Simpsons

Seriencheck (IV)

Diesmal wühle ich nur in der Vergangenheit und habe nichts zu aktuellen Sachen zu sagen. Ist ja auch gerade Sommerpause… (Sommer?! Jahrezeiten fallen in diesem Jahr aus!) Dafür erforsche ich Stück für Stück diese paar Schinken und taste mich sachte in meinem kleinen bescheidenen Vorhaben voran.

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Felicity (Stand: Season 3)

Für den Einstieg in den Felicity-Texte lohnt es sich, vielleicht noch einmal über den vorangegangenen Seriencheck zu dieser Serie drüber zu lesen. Denn Felicity läuft ganz großartig weiter, bisweilen werden die Geschichten brillant fortgeführt, Freundschaften laufen durch Zerwürfnisse und werden wieder zusammen geschweißt. Wie schon im späteren Alias gibt es in Felicity eine fortlaufende Story und kein “Problem of the week” und es lassen sich tatsächlich so einige Elemente der Serie in Alias wiederfinden. Jetzt weiß ich, woher J.J. Abrams die eher ruhig angelegten Szenen für Sydney und ihre Freunde hat und wieso die Geschichte in Alias so persönlich auf Sydney ausgerichtet ist (oder auf Ethan Hunt in Mission: Impossible 3). Vom ausgeklügelten Beziehungsgeflecht mit seinen speziellen Eigenschaften ganz zu schweigen. Ich glaube, etwas ähnliches werden wir auch im kommenden Star Trek-Film sehen. Ebenfalls toll in Felicity: nahezu jede Episode bringt mich einmal dazu, am Boden zu liegen vor Lachen, ohne dass die Serie dabei in Comedybereiche abdriftet. Im Gegenteil, die Autoren und Produzenten vollführen hier ein fabelhaftes, leicht parodistisches und ironisches Spielchen, wenngleich es aber keine richtige Parodie wird. Gleichzeitig kann eine Episode aber auch schon mal eine sehr traurige Wendungen nehmen. So oder so, Felicity ist fantastisch.

Ein Knaller ist natürlich der Haarschnitt, den sich Felicity zu Beginn der zweiten Season machen lässt. Angeblich sanken deshalb die Einschaltquoten immer mehr, weil sich Millionen von Fans darüber beschwerten. Tatsächlich wurden später in mehreren anderen Serien Insider-Witze à la “This is the guy who told Felicity to cut the hair.” gerissen, um eine unvorteilhafte Charakteraussage über eine Figur zu machen. Nachdem ich das ein wenig im Internet nachgelesen habe, finde ich das nur noch lustiger. Die Serie macht zeitweise einfach unglaublichen Spaß, was ich anfangs so nicht gedacht hätte. Für mich ist in der zweiten Staffel ein klitzekleiner gefühlter Abbau zu erkennen, der sich in der dritten Season dezent fortsetzt. Trotzdem ist das Niveau für die Serie immer noch enorm und es gibt auch gegen Ende der leider auf 17 Episoden gekürzten dritten Season einige Highlights. Nun steht mir noch die finale vierte Season bevor.

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Star Trek – Next Generation (Stand: Season 3)

Auch Star Trek ist so ein kleines, bescheidenes Projekt, welches ich verfolge. Nicht nur will ich mich fit für den kommenden Kinofilm machen, obwohl ich das gar nicht müsste, denn der Film wird auch so ausgelegt werden, dass Neueinsteiger keine Probleme haben werden. Sondern auch weil ich schon länger Interesse daran hege, den Abenteuern von Kirk, Spock, Picard, Data und allen anderen zu folgen. Immerhin habe ich Teil 7 und 10 auch im Kino gesehen, allerdings würde ich mich sicherlich nicht als Trekkie bezeichnen. Teil 8 und 9 kenne ich dagegen nur auszugsweise und somit im Grunde gar nicht. Von “früher” aber sind mir vielleicht ein Dutzend Episoden der diversen Star Trek-Serien in recht guter Erinnerung. Allerdings wurde ich in diesem ominösen “früher” nie wirklich von der Serie eingenommen.

Letztes Jahr habe ich es zuerst jedenfalls mit der Originalserie probiert, die mir nach einer Handvoll Episoden leider aber überhaupt nicht gefallen hat. So habe ich die Originalserie wegen akutem Ausbruch von langer Weile gestrichen und bin deshalb gleich über die ersten sechs Filme zu Next Generation übergegangen. Von den Filmen sind mir Teil 2 und 3 in guter Erinnerung geblieben, auch wenn es schon wieder etwas verblasst. Richtig klasse war aber Teil 6, den ich mir gerne noch einmal angucken würde. In Sachen Next Generation ist die erste Season noch etwas mau, besonders am Anfang sind einige Episoden sehr unterirdisch, aber andere Episoden wissen schon zu gefallen. Die erste Data-Zwillings-Geschichte machte Spaß, Q ist locker dabei und ich finde den Typen irre komisch, Holodeck-Abenteuer sind immer originell, das Auftauchen der Romulaner am Ende der ersten Season sah auch sehr gut aus und hatte etwas richtungsweisendes an sich. Noch besser gefällt mir aber die zweite Season, die schon einige interessantere Geschichten zeigt (Q Who, mit Borgs! Und Borgs!) und diverse positive Aspekte weiterführt, wie ein weiteres Holodeck-Abenteuer oder Datas Versuche, menschlicher zu sein. Nur Wesley Crusher geht mir schwer auf den Senkel. Und während es in der ersten Season fast immer nur eine holprige und eckige Enterprise-Einstellung zu sehen gab (das Anti-Aliasing war wohl da noch nicht erfunden), dreht die zweite Season in Sachen Visuelle Effekte schon ein gutes Stück auf. Die dritte Season bleibt bis zur Halbzeit für meine Begriffe auf Season 2-Niveau, ist also noch nicht so prickelnd. Es sind ein paar schwache Episoden dabei, aber zwischendurch fängt sich die Serie immer wieder. Inzwischen erkenne ich auch schon ein paar Episoden wieder, obwohl Next Generation für mich bis auf die Episoden Yesterday’s Enterprise (genial, weil alternative Zeitlinie aufgrund eines noch nicht stattgefundenen Ereignisses mit der Enterprise C) und Sins of the father insgesamt gesehen noch nicht ein großer Hit ist. Trotzdem bin ich soweit gespannt, dass ich wissen will, was noch so passiert und ich hoffe auf die wirklich eindrucksvollen Episoden, die ich aus dem “früher” in Erinnerung habe (Borgs galore!).

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The Unit (Stand: Season 1)

Neuentdeckung, die mir ausgesprochen gut gefällt und womit ich gar nicht gerechnet hatte. Grund, da mal reinzuschauen, war der Schauspieler Scott Foley, der in Felicity Noel spielt. Außerdem ist Dennis Haysbert dabei, der in 24 Präsident Palmer gespielt hat. The Unit ist eine Serie über eine amerikanische Spezialeinheit der Delta Forces, die in In- und Ausland reichlich geheime Missionen durchführt. Das reicht von der Erstürmung von gekaperten Flugzeugen über Personenschutz bis hin zu Bombenentschärfungen und Wiederbeschaffung gestohlener US-Waffen, die sich im Besitz von ausländischen Waffendealern befinden. Das ganze ist wie Star Trek eine “Enemy of the week”-Show, die nahezu keine fortlaufende Handlung hat. Die einzelnen Episoden sind sehr actionreich gestaltet, wirken zudem sehr modern und realistisch. Trotzdem geht es nicht alleine nur um Einsätze, die Serie hat vielmehr das Ziel, das Leben eines Soldaten in einer Spezialeinheit und das Leben der Angehörigen zu zeigen. So wird auch immer wieder in das Familienleben der Mitglieder der Einheit auf der Militärbasis geleuchtet. Da der Fokus aber eindeutig auf den militärischen Konflikten und Protokollen liegt, agieren die Figuren samt und sonders eher hölzern im Vergleich zu manch anderer Dramaserie. Das heißt, sie geben sich realistisch, wie das im richtigen Leben auch wäre und werden nicht gleich melodramatisch. Mir gefällt die Serie ausgesprochen gut, weil sie mit jeder Episode sehr spannende Ausgangssituationen und Konflikte geschaffen hat, die auf eine sehr professionell-militärische Art und Weise von den Spezialisten gelöst wird. Ich habe beschlossen, dran zu bleiben. Auch weil es sich die erste Season nicht nehmen lassen konnte, mit einem kleinen Cliffhanger zu Enden.

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Abteilung Wasserstandsmeldungen:

ER – Emergency Room (Stand: Season 5)

Season 3 und 4 habe ich praktisch nebenher geguckt. Es baut etwas ab.

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Auf der Warteliste:

Star Trek: Deep Space Nine
Star Trek: Voyager
Star Trek: Enterprise
Miami Vice
Akte X
Spacecenter Babylon 5
The Simpsons
The Office (US)
(+) Prison Break

Seriencheck (III)

Der Seriencheck ist eine tolle Rubrik und ich hoffe, ich muss nicht mal eines Tages Lizenzgebühren abdrücken… Ein bisschen habe ich nun wieder Eindrücke diverser TV-Shows gesammelt. Einige Nennungen bauen auf meinen Serienchecks Teil 1 und Teil 2 auf. Was dann auch bedeutet, dass die folgenden Gedanken zu Heroes (Stand 1.19) und Lost (Stand 3.18) böse, böse Spoiler bis zum angegebenen Serienstand enthalten.

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Felicity (Stand: Season 1)

Felicity ist eine Soap-Opera im Stile von Ally McBeal, nur nicht in dem Ausmaß überdreht, eher ist es wie eine Vorstufe zu Ally McBeal. Tatsächlich handelt die Serie um die junge, und titelgebende, Studentin Felicity, die durch eine Vielzahl von Beziehungsproblemen läuft. Die ersten Avancen von Kerlen, der erste Freund, Probleme ihrer Freundinnen, eine seltsame Gothic-Zimmergenossin und eine Fülle weiterer ernsthafter Konflikte bis hin zur unvermeidlichen Situation, sich zwischen zwei Freunden entscheiden zu müssen, stehen auf der Tagesordnung. Obwohl die Serie eher ernsthaft angelegt ist, wird es gelegentlich schon sehr lustig, wenn diverse Konflikte und Probleme porträtiert werden. Gleichzeitig lernt Felicity ihre Lektionen fürs Leben.

Anfangs tat ich mich noch etwas schwer, einer Serie mit einem solchen Thema zu folgen. Ursprünglich wollte ich auch nur deshalb mal reinschauen, weil J.J. Abrams zusammen mit Matt Reeves im Jahr 1998 die Serie geschaffen hat und diese vor Alias seine erste Serie war (Alias war dann Nr. 2). Es fing nach einer Weile an, Spaß zu machen, den Charakteren um Felicity und natürlich Felicity selbst zu folgen. Nicht alles läuft richtig und nicht selten werden rationale Gründe für eine Entscheidung beiseite gewischt und Felicity sowie ihre Mannschaft folgen ihren Herzen und Gefühlen. Das sind sowieso immer die sinnvolleren Entscheidungen! Schließlich ist es auch nicht so, dass es nicht sogar einen minimalen Mystery-Aspekt gibt. Die Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist, was in Meggans Box drin ist, um die mehrfach geheimnisvoll geredet wird. Für die Serie ist das ein ganz witziger Part. Felicity durchlebt schließlich während der ersten Season einige Gefühlsbäder, Freundschaften befinden sich in einem einzigen Auf und Ab und ist der Funke einmal übergesprungen, dann fühlt man problemlos mit den Figuren mit. Erzähltechnisch ähnelt das schon sehr stark dem späteren Alias, bestimmte Muster lassen sich ohne Zweifel wiedererkennen.

Außerdem lässt sich das eine oder andere bekannte Gesicht wiederentdecken: Jennifer Garner (Sydney in Alias) taucht in bisher zwei Episoden als Nebencharakter auf, Amanda Foremann spielt das Gothic-Chick Meggan und in Alias eine CIA-Analystin, Greg Grunberg (inzwischen als Matt Parker in Heroes) mimt einen Mitbewohner von Ben und in Alias den CIA-Agenten Eric Weiss, Felicity aka Keri Russell selbst war im jüngsten Mission: Impossible-Film dabei. Und das war gerade einmal die erste Season, der noch drei weitere folgen. In Deutschland lief die Serie nie im frei empfangbaren TV an, auch eine DVD-Veröffentlichung steht nicht in Aussicht. Ja, verdammt, ich weiß noch nicht einmal, ob es eine Synchronisation gibt, die vielleicht mal auf Premiere lief. Aber glücklicherweise gibt es die UK-DVDs. An der Serie können sich jedenfalls alle GZSZ- und Verliebt in Irgendwo-Macher ein Beispiel nehmen und lernen, wie eine “Soap Opera” wirklich auszusehen hat. Es ist eigentlich schon unverschämt von mir, solche Machwerke in einem Beitrag über Felicity zu nennen (oder überhaupt zu erwähnen), denn das hat etwas entwürdigendes. Aber obwohl Felicity alles andere als eine BigBudget-Serie ist, liegt das Qualitätsniveau immer noch weit oberhalb gegenüber den genannten hiesigen Vertretern. Felicity ist definitiv ein Kleinod unter allen Serien und meines Erachtens zeigt sich hier einmal mehr, dass die Amerikaner doch noch ein anderes Qualitätsbewusstsein haben, als unsereins.

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Heroes (Stand: Season 1)

Läuft nun inzwischen weiter und macht sehr viel Spaß. Wer mir zuletzt besonders gefallen hat, war Peter. Er ist ja eine Schlüsselfigur in dem drohenden Unheil und er versucht die Explosion zu verhindern. Aber das ist ja die große Frage: wie kann das unausweichliche Schicksal verhindert werden? Woher weiß Peter, ob nicht alles, was er dagegen tut, nicht am Ende genau zum Unheil führt? Das finde ich interessant und spannend und ich freue mich auf ein hoffentliches Happy End. Peter macht aber eine interessante Entwicklung durch. Ein Darth Vader-Vergleich trifft’s ziemlich genau und mir gefällt das an und für sich ganz gut, dass die Autoren Peter so zeigen. Er war zwischendurch gewillt, alles zu tun, um die Atombombenexplosion zu verhindern und legt dafür auch eine ziemlich zornige Art und Weise an den Tag. Was ihn auch dazu brachte, gegen Isaac vorzugehen, obwohl sie mal Freunde waren. Da kann nur gehofft werden, dass sich Peter wirklich noch von anderen helfen lassen wird und nun nicht nur versucht, seinem Schicksal ganz allein zu begegnen. In jeden Fall bin ich mal auf die Auflösung gespannt. Zuletzt war vor allem seine leider etwas kurze Auseinandersetzung mit Sylar ein spannungsgeladener Höhepunkt, die fantastisch in Szene gesetzt war. Irgendwann muss ich mir auch die Musik der Serie mal genauer zu Gemüte führen.

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Lost (Stand: Season 3)

Die Serie, die mich zur Zeit am meisten in ihren Bann zieht.

Meine Theorie ist inzwischen, dass Dharma und Mittelos zwei konkurrierende Unternehmen waren, die beide die Insel erforschen wollten. Was genau mit Dharma auf der Insel passiert ist, wissen wir nicht. Alles was durch Mikhail bekannt wurde – und dessen Aussagen dürfen durchaus bezweifelt werden – ist, dass die Dharma-Wissenschaftler komplett getötet oder von der Insel vertrieben wurden, nachdem sie die “hostiles” angegriffen haben. Die “hostiles” waren schon länger vor den Dharma-Wissenschaftlern auf der Insel. Diese “hostiles” haben außerdem ein U-Boot von den Dharma-Leuten erobert – und nun befindet sich ein U-Boot im Besitz der Anderen. Ob es dasselbe ist? Keine Ahnung, liegt aber nahe. Und ob Mikhail zu Dharma gehörte und zu den Anderen übergelaufen ist, ist schwer zu sagen. Vielleicht hat er unsere Losties in allen diesen Punkten angelogen, vielleicht nicht, aber jetzt ist er definitiv einer von den Anderen.

Tatsache ist aber, dass sich die Anderen wenig für die Dharma-Stationen interessiert haben, mit Ausnahme der Kommunikationsstation, in der Mikhail sitzt. Die Medizinstation haben sie nur kurz für Claire benutzt und für Juliets Rettungsversuche der schwangeren Frauen, die unerklärlicherweise auf der Insel sterben. Und die Station auf der Nachbarinsel wurde wohl nur kurz für Bens Operation benutzt, danach haben die Anderen diese Station auch wieder verlassen. Wobei wir aber andererseits auch noch nicht alle Stationen kennen. Unsere Station mit der magnetischen Anomalie haben sie ja sogar komplett in Ruhe gelassen und Desmond und Kelvin und später Locke usw. fleißig die Zahlen eingeben lassen. Dharma dürfte aber genau wegen den Besonderheiten der Insel da gewesen sein, um diese zu erforschen. Wenn Kelvin (Desmonds Partner im Bunker) kurz nach dem ersten Irakkrieg auf die Insel kam, dann müsste der Angriff von Dharma auf die “hostiles” danach stattgefunden haben. Mikhail sagt wiederum, dass er im Jahr 1993 auf die Insel kam, vielleicht zusammen mit Kelvin. Außerdem sagt er, dass er die Auseinandersetzung zwischen Dharma und den “hostiles” miterlebt hat.

Meine persönliche Vermutung ist, dass die Anderen ebenfalls diverse Forschungsprojekte auf der Insel durchführen und versuchen herauszufinden, was diesen Ort so besonders macht. Ich stelle mir das ein bisschen so vor, dass sie zu diesem Konzern Mittelos gehören, der in Konkurrenz zur Dharma Initiative / Hanso Foundation steht. Ich denke, dass die Anderen auch deshalb Juliet geholt hat, weil auf der Insel in den letzten 16 Jahren etwas passiert sein muss, weshalb schwangere Frauen sterben. So wie die Insel gibt, so nimmt sie auch wieder. Die Anderen und Mittelos versuchen genauso wie Dharma, die Insel zu erforschen und zu begreifen, was vor sich geht. Offensichtlich funktionieren die Dinge auf der Insel nur, wenn man den “richtigen” Glauben hat, wie man an Locke sieht. Ben scheint davon abgekommen zu sein, was meines Erachtens in dem Gespräch mit Locke über die “Box” deutlich wurde. Bens Heilung schreitet ja auch lange nicht so gut voran, wie Lockes, der keinen Rollstuhl mehr benötigt und sich von Beinverletzungen wundersam schnell erholt.

In Sachen Desmond frage ich mich, ob er den “Test” bestanden hat. War es richtig, dass er Charlie gerettet hat, dafür aber Penny “eingebüßt” hat? Oder sollte er Charlie sterben lassen, damit er Penny bekommt? Die ganze Sache war eindeutig ein weiterer Test der Insel und ich finde, Desmond hat sich richtig entschieden. Deshalb glaube ich mittlerweile auch, dass Charlie nicht sterben wird, wie Desmond es annimmt. Sondern ich glaube, dass es Charlie bestimmt ist, zu leben. Und für diesen Determinismus sorgt Desmond analog zu seinem philosophischen Namensvetter David Hume. Desmond versucht ja zum ersten mal, mit seinen Flashes zu arbeiten, anstatt gegen sie. Und: Ob es eine Verbindungen zwischen Mönch – Penny – Papa Widmore – Orakeltante gibt, die Desmond genau dahin geführt haben, wo er jetzt ist? Die Orakeltante ist ja auf dem Foto mit Bruder Campell auf dessen Schreibtisch zu sehen.

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Abteilung Wasserstandsmeldungen:

24 (Stand: Season 6 Episode 6 – abgebrochen)

Da bin ich wie beim letzten mal angekündigt tatsächlich hängen geblieben. Kein Interesse mehr dran.

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Alias (Stand: Season 5 – komplett)

Natürlich schon letztes Jahr komplettiert, über das Ende geheuelt, dann mich anderen Dingen zugewandt. Die Serie bleibt unangefochtene Nr. 1, obwohl mich zuletzt Lost und Battlestar Galactica schwer in den Bann gezogen haben. Leider liegen in meinem Admin-Bereich drei angefangene und textlich umfangreiche Einträge, die ich irgendwie bis heute nicht fertiggeschrieben und veröffentlicht habe…

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Ally McBeal (Stand: Season 1)

Four to go.

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Battlestar Galactica (Stand: Season 3)

Ausführlich zur dritten Season bin ich hier geworden.

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Deadwood (Stand: Season 2 – abgebrochen)

Habe mich trotz der großartigen Machart und meines sehr, sehr hohen Interesses an der Thematik leider schwer getan, dieser Serie zu folgen. Nach Season 3 war sowieso Schluss und diese habe ich mir auch nicht mehr angeschaut.

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ER – Emergency Room (Stand: Season 3)

Season 1 und 2 sind kontrolliert inhaliert worden. Momentan bin ich in Season 3 drin. Ziel: Aufschluss bis Season 14 (ist das die aktuelle in den USA?) schaffen.

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Star Trek: Next Generation (Stand: Season 1)

Habe ich gerade angefangen.

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Auf der Warteliste:

Star Trek: Deep Space Nine
Star Trek: Voyager
Star Trek: Enterprise
Miami Vice
Akte X
Spacecenter Babylon 5
The Simpsons
The Office (US)

Seriencheck (II)

Ich bin ja bekennender Weniggucker, dafür schaue ich die paar Serien, die mir gefallen, umso intensiver und bereite gerne auch mal ein paar Gedanken meinerseits darüber aus. Serien bzw. deren einzelne Episoden sind nun mal im Vergleich zu Büchern oder PC-Spielen schnell konsumiert, weshalb es sich einfach anbietet, dazu immer mal ein paar Worte zu schreiben. Einen kleinen Seriencheck zur diesjährigen TV-Saison will ich nun deshalb doch mal nachholen und zumindest einen Überblick darüber geben, was mich noch reizt, einzuschalten. Aufbauend auf dem letzten mal und analog zu Inishmores Seriencheck folgt hier eine neue Runde. Viel neues gibt’s da aber eigentlich nicht, im Gegenteil viel bekanntes, was mich bei der Stange hält. Ich bemühe mich um weitest gehende Spoilerfreiheit und gehe nur auf grundlegende Situationen ein. Garantieren tue ich aber für nichts.

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24 (Stand: Season 6)

Ich wollte es eigentlich nicht mehr schauen, aber es hat mich doch wieder ein wenig gekitzelt. Season 6 zeigt einen relativ starken Auftakt, auch wenn sich die Produzenten altbekannter Muster bedienen. Nach der vierten Episode hoffe ich auf einen dezent postapokalyptischen Einschlag, der die Serie hoffentlich etwas spannender macht. Bis einschließlich zur 6. Episode war davon aber nicht so viel zu bemerken. Was mir noch nicht so recht gefällt, ist Jack Bauer. Er ist einfach zu schnell in seinem alten Element drin und schalten zwischen dem “alten” Jack und dem fast gebrochenen immer dem Zusammenbruch nahen Mann zu schnell hin und her. Würde er auf einer schmaleren Linie zwischen diesen beiden Polen wandeln, wäre die Serie noch spannender. Aber Charakterentwicklung und -darstellung war eigentlich nie eine Stärke von 24. Von daher glaube ich auch nicht, dass sich das noch entwickeln wird.

Ich fand die erste Hälfte der 5. Season letztes Jahr ziemlich klasse, was mich in meinen Glauben an 24 wieder etwas bestärkt hatte. Leider fiel die zweite Hälfte zu sehr in altbekannte Muster und damit auch Fehler zurück. Trotz immer bedrohlicherer Situationen kann mich die neue Season bisher nicht überzeugen, es wird zu abgedreht, zu verrückt, zu seltsam. Das ist für eine halbwegs realistisch anmutende und sehr, sehr ernste Serie wie diese nur dummerweise ziemlich fatal. Finde ich jedenfalls. Deshalb erlicht mein Interesse an 24 leider zunehmend, eigentlich wollte ich die jüngste Episode schon gar nicht mehr schauen. Im Moment steht die Serie auf meiner Abschussliste.

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Battlestar Galactica (Stand: Season 3)

Season 3 läuft momentan und nach den ersten paar sehr spannenden Episoden gibt es sozusagen einen Reset der Handlung. Die Inszenierung ist nach wie vor grandios, die grandiose Musik wird immer besser, die ganze Sache bleibt enorm spannend und die Suche nach der Erde geht weiter. Nicht-amerikanische Zuschauer, welche die ersten paar Episoden nicht sehen konnten, sind aber angearscht. Ohne das aktuelle politische Weltgeschehen im Sommer dieses Jahres als Hintergrund sind diese Episoden ein Mü weniger reizvoll, unter Umständen sogar schwerer zu verstehen. Wer die Serie erst nächstes Jahr zu sehen bekommt, wenn sie beispielsweise mal im deutschen Free-TV laufen sollte, wird die Anspielungen vermutlich gar nicht mehr verstehen. Ja, armer deutscher Zuschauer…

Die ersten Episoden auf New Caprica fand ich vor allem deshalb interessant, weil sie so ein eindeutiges Spiegelbild zum Krieg Israel vs. Palästina im Sommer bzw. zur Besatzung der Amerikaner im Irak gezogen haben. Das sind in meinen Augen verdammt krasse Einsichten. Wir fiebern mit den Menschen im Battlestar Galactica mit, weil sie unserem westlichen Kulturbild entsprechen und erleben, wie sie unter der Besatzung leiden. Das ist prinzipiell dasselbe, was die Irakis “unter” den Amerikanern erleben oder die Palästinenser im Zweistromland. Nur dass die Menschen in Battlestar Galactica für die Iraker und Palästinenser stehen, während die Zylonen in Echt die Amerikaner und Israelis sind. Weil sich unser Kultur- und Gesellschaftsbild mit den Amerikanern deckt, finden wir es automatisch richtig, was die Amerikaner im Irak tun? Das ist jedenfalls der Grund, warum ich die ersten Episoden auf New Caprica äußerst interessant fand, weil mir beim Anschauen die ganze Zeit die Nachrichtenbilder von den Bombenanschlägen in Bagdad bzw. die Kriegsbilder aus Palästina im Hinterkopf spukten.

Danach folgt erneut ein kleiner Reset in der Serie und es werden ein paar Einzelepisoden gezeigt, die durchweg immer sehr interessant sind. Als alter Alias-Fan habe ich mich natürlich über die Gastrolle von Carl Lumbly (Dixon) in einer der Episoden gefreut. Aber die Suche nach der Erde geht recht spannend weiter, obwohl inzwischen wichtiger ist, wer die verbliebenen fünf Zylonen sind und was diese mit einem Auserwählten zu tun haben. Und was macht der Auserwählte? Ist es sogar Baltar, wie die imaginäre Six vermittelt? Und ist Baltar auch ein Zylon? Gerade letzteres ist ja immer noch nicht sonderlich klar. Aber die ganze Sache ist sehr spannend dargestellt. Was mir außerdem noch aufgefallen ist, dass die Episoden noch düsterer werden, als es die erste und zweite Season ohnehin schon waren. In Battlestar Galactica wird mittlerweile nahezu alles schwarz gemalt, womit die Serie sicherlich nichts mehr für depressive Menschen ist – oder gerade deshalb erst. Jedenfalls wünsche ich mir deswegen schon ein bißchen, dass die Flotte der Menschen mal wieder einen größeren Sieg gegen die Zylonen erzielt. Die Zerstörung von ein paar Basisschiffen beispielsweise, davon haben die Zylonen doch sowieso mehr als genug. Eben einfach deshalb, damit nicht nur die Menschen in der Serie, sondern auch ich als Zuschauer mal wieder etwas mehr Hoffnung schöpfen können.

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Heroes (Stand: Season 1)

Großes Kino! Hier bin ich froh, einen richtigen Riecher gehabt zu haben, denn ich bin seit dem Piloten dabei. Die Serie braucht ein paar Episoden, um sich zu entwickeln, weil die Pilotepisode nicht so toll ist. Dafür ist die Serie ansonsten aber sehr spannend und vielfältig gemacht. Ich bin mir noch nicht sicher, worauf die Serie hinausläuft, ein übergreifender Handlungsbogen ist erst einmal nur sehr marginal zu erkennen. Aber es macht schlichtweg Spaß, den Charakteren zu folgen, wie sie ihre Fähigkeiten entdecken und entwickeln und nach und nach zusammen finden. Ich bin gespannt, was dabei heraus kommt und ob die Explosion der Atombombe in New York verhindert werden kann.

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Lost (Stand: Season 3)

Grandios. Ohne Frage. Siehe diverse jüngere Blogeinträge zur Serie (einfach nach unten scrollen oder dem lost-tag folgen). Zu Lost werde ich sicherlich nicht den letzten Beitrag geschrieben haben. Bisher sind nur die ersten sechs Episoden als eine Art Mini-Serie ausgestrahlt wurden. Aber ich glaube, als solche kann man diese Episoden nicht sehen, da es keinen Abschluss gab. In meinen Augen haben diese ersten sechs Episoden eine ganz gute Balance zwischen dem Fokus auf die Charaktere und die mysteriöse Insel gehalten. Wobei der Fokus auf die Insel natürlich nie sonderlich ausgeprägt gewesen war, Enthüllungen und Antworten wurden seit jeher immer schleichend und dezent herausgegeben, dies immer verbunden mit einer Fülle neuer Fragen. Ich bin sehr gespannt, wie sich alles entwickeln wird zwischen den Anderen, ihren drei Gefangenen Jack, Kate und Sawyer und den restlichen Losties. Mir fehlt ein bißchen der Rest der Losties, der mit Ausnahme von Locke bisher nur selten aufgetreten ist.

Was mir in letzter Zeit ein wenig den Spaß verdorben hat, sind diese dauernden und widersprüchlichen Interviews und Ankündigungen der Macher von Lost, speziell eben der beiden Produzenten Damon Lindelof und Carlton Cuse. Mal heißt es, sie haben einen Plan, der alle Fragen beantworten wird, mal heißt es, das einige Dinge ohne Antwort bleiben werden. Ein andermal heißt es, sie machen maximal vier Seasons und beenden Lost dann, dann sagen sie wieder, Lost wird solange laufen, wie es erfolgreich ist. Ja, was denn nun, meine Herren? Solches Wirrwarr zeugt jedenfalls von allem anderen als professionellen PR-Verhalten.

Seriencheck

Bezug nehmend auf den letzten Seriencheck von Inishmore werde ich mir ein weiteres mal ein Konzept eines anderen Blogs zu eigen machen. Jaha, vor mir ist niemand sicher. Wären doch nur alle Menschen so originell wie ich! Ich werde es aber etwas leicht abgewandelt ausnutzen, und zwar stelle ich einfach mal die bis heute gelaufenen und aktuell noch laufenden Serien vor, die ich interessant finde, und bastle daraus meine persönlichen Empfehlungen. Seriencheck der etwas anderen Art also. Die Übersicht enthält nun zehn Serien, die ich mir in den letzten 10 bis 12 Jahren im großen und ganzen zu Gemüte geführt habe. Zum Teil habe ich bei einigen in letzter Zeit auch keine Kosten und Mühen gescheut, mich an die aktuellen US-Ausstrahlungen dran zu hängen. Ich bemühe mich natürlich um weitestgehend Spoiler-freie Texte. Außerdem sind sie alphabetisch sortiert, eine Art Rangliste wollte mir nicht einfallen. Genauer gesagt, konnte ich mich nicht entscheiden, welche Serien auf die einzelnen Plätze kommen sollten.

In der folgende Aufzählung habe ich für mich auch ein Spektrum von “würde ich mir kein zweites mal anschauen” und “weiß nocht nicht, ob ich das weiter gucke” bis hin zu “würde ich jederzeit wieder gucken” abgedeckt. Es sind also kein Empfehlungen per se, sondern Einschätzungen meinerseits, wie gut mir die Serie gefallen hat. Gemeinsam haben sie nur eines: sie konnten mich über längere Zeit fesseln und haben mein Interesse geweckt. Natürlich gibt es auch noch eine Menge toller Serien mehr, aber ich kann und will nicht alles schauen (wobei Star Trek ab der Next Generation noch auf meiner Vorhaben-Liste steht). Auch bin ich immer auf der Suche nach guten Serien, die mit den Kalibern in der folgenden Aufzählung mithalten können, wer mir etwas empfehlen möchte, nur zu!

Ally McBeal würde jetzt sagen: “Am Dienstag gehe ich mit dem Soßengesicht aus, am Donnerstag mit dem Rabbi und am Mittwoch kommt meine Lieblingsserie. Ich habe eine Leben!” Was übrigens genau auf meiner Humor-Wellenlänge liegt.
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24

Jack Bauers Abenteuer fand ich immer interessant, obwohl das Echtzeitkonzept eigentlich nur aufgesetzt ist. Im Grunde ist es eine detektivische Schnitzeljagd, die lediglich innerhalb von 24 Stunden stattfindet. Allerdings überschreitet Jack dabei so manche Grenze, der Zweck heiligt praktisch alle Mittel. Sei es Gefangenenfolter oder Drohung, ganz pragmatisch und absolut auf’s Ziel fixiert findet Jack immer einen wunden Punkt bei jedem Gegner, um schließlich einen Schritt weiter zu kommen. Tatsächlich ist die Action spannend, regelmäßig fiebere ich dabei mit, bis Jack im letzten Moment sein Etappenziel erreicht, sich eine neue Verwicklung ergibt oder ein nächster Hinweis entdeckt wird. Dabei ist die Serie vom Handlungsablauf her noch nicht einmal sonderlich intelligent, bestimmte Sachen, eben Folter oder Immunitätsgarantien vom Präsidenten oder der plötzliche Tod eines Beteiligten der Terrorakte oder die dauernervige Tochter oder die ewigen Maulwürfe in der CTU, wiederholen sich hin und wieder. Bösewichte werden mitten in der Season ausgetauscht und in der Regel erschüttern gleich mehrere Terroranschläge am Tag das Land, die immer einem noch schlimmeren und spektakulären Anschlag voraus gehen.

Season 1 und 2 fand ich damals ziemlich klasse, mit Season 3 gab es für meine Begriffe einen starken Einbruch, den Season 4 im großen und ganzen wieder wett gemacht hat. Was zur Zeit in der fünfte Season aber abgeht, das ist sicher nicht von schlechten Eltern. Hier kracht und knallt es an allen Ecken und Enden, das Besetzungskarussell wird kräftig umgekrempelt und diesmal scheint es auch ein klares Ziel zu geben, auf welches die Handlung hinausläuft. Das war ja bisher bei keiner der vorrangegangenen Seasons der Fall – als die Autoren die ersten Episoden schrieben und diese ausgestrahlt wurden, wussten sie nicht, was in der letzten Episode passieren würde. Zum ersten mal seit der ersten Season bange ich nun auch wieder um Jacks Leben, nachdem was die Drehbuchautoren der Crew bisher an Frischzellenkur verpasst haben. Obwohl ja eine sechste Season schon in Planung ist, bin ich mir nun nicht ganz sicher, ob Jack Bauer dabei sein wird. Außerdem klingt in dieser Season immer mal wieder dezente Selbstcharakteristik und -ironie (“Jack’s Methoden führen zum Erfolg.”) an, was ein vergnüglicher Seitenhieb auf die ganze Serie ist.

Obwohl mich die fünfte Season am stärksten von allen bisherigen begeistert, ist 24 für mich eine Fire-and-forget-Serie: einmal begeistert mitfiebern, aber danach verspüre ich keine Lust, mir alles ein zweites mal anzuschauen. Tolle Action mit einem interessanten Hauptcharakter, für mich aber nicht mehr. Mit Season 5 muss ich diese Haltung aber nochmal überdenken.
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Alias

Ganz anders sieht es dagegen bei Alias aus. Regelmäßige Leser sollten schon mitbekommen haben, dass Alias meine Lieblingsserie ist. Im November und Dezember habe ich mich hier lang und breit über die dritte Season ausgelassen – einfach mal dem verlinkten alias-tag unter der Überschrift des Postings folgen. Steh ich zu, dass es meine Lieblingsserie ist, ich könnte sie mir immer wieder angucken. Umso mehr ärgere ich mich, dass mit der aktuell laufenden fünfte Season Schluss sein wird, noch dazu nach nur 17 anstatt der üblichen 22 Episoden. Also wenn ich mich dann Ende Mai hier an dieser Stelle richtig schlimm ausheulen werden, dann liegt’s am Ende von Alias. Wenn ich daran denke, werde ich jetzt schon ganz traurig. Wer meldet sich freiwillig, mich zu trösten? Offensichtlich verlangt die Serie selbst in den USA den Zuschauern zuviel ab, weshalb es kaum noch jemand anschaltet. Dabei gilt für die bisherigen 9 Episoden der fünfte Season dasselbe, was bei 24 zu sagen ist: die aktuelle Season ist genial und knüpft locker an das Niveau der ersten und zweiten Season an. Einige Episoden dieser Season waren ebenfalls so aufwühlend und umwälzend, wie z.B. die Episode Phase Eins in der zweiten Season, als SD-6 zerstört wurde oder das Ende der 2. Season, als Sydney zwei Jahre ihres Lebens verlor. Speziell der aktuelle Cliffhanger von 5.09 ist wieder schwer verstörend, ähnlich dem von Ende der vierten Season, der dasselbe Kaliber vom Ende der zweiten Season hat.

Season 1 und 2 von Alias sind für mich persönlich ganz großes Kino. Zuerst bin ich nur wegen den Cliffhangern dran geblieben, bis schließlich einige unglaublich atmosphärische Episoden folgten. Richtig gepackt hat es mich aber erst in der zweiten Season, die so ziemlich alle Dinge auf den Kopf stellte. Dabei nimmt sich die Serie niemals vollständig selbst ernst, zwar gibt es ernsthafte Probleme, vor denen die Protagonisten stehen, aber ansonsten schwebt ein beständiger und frotzelnder James Bond-Humor über der ganzen Show, in der auch schon mal Todgeglaubte durch einen originellen, aber meistens nachvollziehbaren Storydreh wieder mit von der Partie sind.

Aufgewertet wird Alias nicht nur durch interessante Agenten-Einsätze, sondern auch durch ein vielschichtiges Beziehungsgeflecht der Hauptpersonen, welches sich immer weiter entwickelt, über den Haufen geworfen wird, neu aufgebaut wird und einem doch immer wieder im Unklaren lässt, was nun Sache ist, welches ich aber hier und jetzt wegen immenser Spoilerei nicht aufdröseln werde. Tatsächlich zieht die Serie daraus einen guten Teil ihres Reizes, die Chemie zwischen den Schauspielern ist perfekt. Außerdem folgen die Episoden einer von vorneherein festgelegten übergeordneten Handlung und damit können sich die Autoren nur schwer in Kleinigkeiten und Nebensächlichkeiten verzetteln. Da wird eben mitten in einer Season die komplette Alias-Welt umgekrempelt, ähnlich starke und weniger starke Veränderungen gibt es immer wieder. Leider hatten die Autoren für die dritte Season keinen vorab festgelegten Handlungsbogen in petto, weshalb diese auch ziemlich schwach war. Season 4 ist in vielerlei Hinsicht anders aufgebaut, aber mit den letzten Episoden wird schwer an der oberen Grenze des Alias-Niveaus gekratzt, allerdings eben nur mit den letzten paar Episoden.

Zu Alias gibt es tausend Dinge zu sagen, die tolle Kameraarbeit mit gelegentlichem Graufilter oder einigen SlowMotion-Momente zur Steigerung der Intensität, das beständige Mittendrin-Gefühl, dass einen auch schon mal überwältigen kann, das ganze Agentenszenario, der Mystery-Aspekt um Rambaldis Prophezeiungen, die tollen Charaktere, der Humor, die Dramatik, aber damit will ich jetzt Schluss machen, sonst würde dieser Beitrag nie enden.
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Ally McBeal

Ally McBeal ist Herzschmerz und Freude der ganz wunderlichen Art. Ally ist cool, das muss einfach mal gesagt werden. Bei Ally McBeal sitze ich normalerweise breit grinsend vorm Bildschirm, obwohl es zu keiner Zeit lächerlich wirkt, wie Ally durch die hochnotpeinlichsten Situationen schlittert, selbige souverän meistert und schon die nächsten Probleme aufgehalst bekommt. Ich brauche keine Comedy-Sendung, ich habe Ally McBeal, die mit Witz, Charme und etwas durchgeknallt-Sein ihre problematische Gefühlswelt auslotet und dabei alles andere als aufgesetzt wirkende Konflikte und Lösungen findet. Dabei hat sie im Grunde nur ein wesentliches Problem, und zwar den absolut perfekten Mann für’s Leben zu finden, den sie glaubte, mit ihrem Verflossenen Billy schon gehabt zu haben. Zumindest in der ersten Hälfte der ersten Season entwickelt sich das Geschehen in der Kanzlei und rund um Allys Probleme ganz amüsant und ansprechend. Die vierte Season mit Robert Downey jr. war genial, auch wenn der Schmachtfaktor stark gestiegen war. Nach der doch etwas arg absurd gewordenen fünften Season konnte ich aber schon verstehen, warum die Serie eingestellt wurde.

Dass Ally anfangs der Serie ausgerechnet mit dem inzwischen verheirateten Billy in einer Anwaltskanzlei zusammen arbeiten muss, macht ihr Leben nicht gerade leichter. Ganz im Gegenteil führt das zu weiteren amüsanten Verwicklungen mit unserer quirligen Anwältin, weswegen mir gelegentlich schon mal Lachtränen aus den Knopflöchern kullern. Diverse Fishismen und das wunderliche Verhalten des Gummibärchens, sowie zahlreiche extraordinäre Special Effects tun ihr übriges dazu bei. Außerdem mag ich die ganze amerikanische Pop-Musik in der Serie, die ihren Teil dazu beitrug, dass Ally McBeal vor Alias mein Favorit gewesen ist. Und das obwohl ich bis heute vielleicht gerade mal die Hälfte oder sogar nur ein Drittel der Episoden quer über alle fünf Seasons gesehen habe. Allerdings steht die Serie zur Zeit ganz oben auf meiner Amazon-Leihliste, in dessen Service ich immer noch hänge. Star Trek musste sich erst mal dahinter anstellen.
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Band of Brothers

Diese kleine und feine Mini-Serie befindet sich auf den Spuren der Easy Company während des Zweiten Weltkrieges. Die annähernd realistische Darstellung der Ereignisse und natürlich die Nähe an den tatsächlichen Geschehnissen zwischen dem D-Day in der Normandie und der Kapitulation der deutschen Armee 1945 sind sehr beeindruckend in Szene gesetzt. Als Zuschauer hatte ich das beständige Gefühl mittendrin zu sein, außerdem werden in den zehn Episoden ganz unterschiedliche Perspektiven des Soldatenlebens im Krieg beleuchtet.
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Battlestar Galactica

Bisher bin ich an keiner SciFi-Serie dran geblieben, in diesem Sinne darf sich Battlestar Galactica auf die Schultern klopfen, denn in diesem Genre ist die Serie die erste, die bei mir das Interesse geweckt hat. Battlestar Galactica hat “mind fuck”-Qualitäten, nach mehreren Episoden habe ich mir verwundert die Augen gerieben, nachdem was da jeweils abgezogen wurde. Hier weiß ich nicht, was echt oder falsch ist, richtig oder nicht greifbar. Obwohl der Pilot noch etwas lahm startet, pendeln sich die Ereignisse nach dem menschlichen Holocaust in den 12 Kolonien um die Flucht der verbliebenen Menschheit auf einem dramatisch hohen Niveau ein. Der ganze Storybogen, der in den ersten Episoden gestartet wird, zieht sich bis über die Hälfte der zweiten Season, erst danach gibt es in meinen Augen einen kleinen Bruch, bzw. scheint eine Art Etappenziel erreicht zu sein, und die Handlung konzentriert sich auf kleinere Dinge in der Flotte (was übrigens eine geniale Charakter-Episode mit Starbuck einschließt – Scar ist gemeint). Bei Battlestar Galactica scheint nichts so zu sein, wie es ist. Irgendwie bekommt man nach und nach den Kopf gewaschen, während einen die Serie gleichzeitig Stück für Stück wieder aufbaut. So ziemlich alles an konventionellem Denken wird auf den Kopf gestellt, um zu zeigen, dass die Menschen der 12 Kolonien eine ganz andere Entwicklung genommen haben, als es auf der Erde der Fall war.

Die Erde ist gleichzeitig ein Teil, der zum spannenden Mythos der Serie gehört. Obwohl es nur das Buch von Kobol gibt, was einer Bibel entspricht, macht sich die verbliebene Flotte um die Galactica auf die Suche nach dieser 13. Kolonie. Dabei müssen sie aber die gnadenlosen Zylonen abschütteln, die sich zuerst selbst als die bessere Fortentwicklung der Menschen sehen und damit glauben, näher an Gott zu stehen. Da die Flotte aber von menschlich aussehenden zylonischen Spionen durchsetzt ist, beginnen sie an ihren Handlungen und ihrer Stellung im Universum zu zweifeln, was nicht minder zu interessanten Konflikten führt.

Natürlich setzt Battlestar Galactica neben spannungsgeladenen Episoden, vielschichtigen und vielfältigen Charakteren, einem interessanten Ausgangszenario, einer Episoden-übergreifenden Story und toller Musik auch auf das Cliffhanger-Prinzip, was sowieso immer eine enorme Spannung und Erwartungshaltung fördert. Die Serie hält in der Regel was sie verspricht, stattet vor allem Leute wie Starbuck oder Tigh mit einem ziemlich sarkastischen, wenn nicht sogar zynischen Humor aus, was ich in diesem Falle auch sehr mag. Denn die Trostlosigkeit, die durch den Low-Tech-Style der Serie unterstrichen wird, es kann eben nicht alles so einfach sein, wie es in anderen SF-Serien gezeigt wird, ist perfekt in die ganze Battlestar Galactica-Atmosphäre eingebettet. Zum Glück verzichtet Autor und Produzent Ron Moore auch auf allzu abgedroschenes Techno-Babbel. Zur düsteren Atmosphäre trägt auch der hektisch wirkende “Doku-Stil” der Kamera so einiges bei (Ahnungslose nennen das Wackel-Kamera).
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Deadwood

Deadwood hat den Nerv bei mir nicht ganz getroffen, was mich unsicher macht, ob ich die Serie weiter schauen soll. Deadwood ist als Serie in vielerlei Hinsicht anders, was es etwas schwierig macht, sie einzuordnen. In jeden Fall ist sie als Western-Serie, wenn auch als untypische, sehr gelungen. Das kleine Örtchen Deadwood ist im Jahre 1876 Anzugspunkt für Glücksritter, Händler, Goldsucher, Spieler und allerlei Kriminelle. Denn es gehört noch nicht zu den Vereinigten Staaten von Amerika, da es im noch unerschlossenen Mittleren Westen liegt. Es gibt keine Gesetze, keine Richter, keinen Sheriff. Stattdessen gibt es ein Konglomerat von gegenteiligen oder sich übereinstimmen Interessen der örtlichen Geschäftsbosse, die für allerlei Intrigen verantwortlich sind, um persönlichen Reibach zu machen.

Was die einzelnen Episoden verbindet, sind neben den Charakteren vor allem das historisch akkurat nachgebildete Örtchen Deadwood, welches sich beständig weiter entwickelt. Täglich treffen z.B. neue Händler ein, die ihr Geschäft eröffnen wollen, der Ort vergrößert sich und allerlei neue Geschehnisse ereignen sich, auf denen der Fokus liegt. In dem Sinne gibt es keine klassische Handlungsentwicklung, nach der in einer Episode etwas erreicht werden muss oder die sich über eine Season erstreckt. Das Örtchen entwickelt sich eben, Interessen prallen aufeinander oder gemeinschaftliche Probleme, wie der Ausbruch der Pockenkrankheit, werden gemeinsam von den zentralen Figuren gelöst. Die Gewerbe florieren, besonders das horizontale Gewerbe im Vergnügungsbereich findet Anspruch und ist ganz selbstverständliches Thema der Serie. Nicht nur dieses horizontale Gewerbe floriert, auch Sargbauer und Totengräber müssen wegen zünftiger Schießereien nicht gerade am Hungertuch nagen.

Generell ist das historische Western-Szenario samt der entsprechend ausdrucksbehafteten Sprache der Protagonisten sehr gut getroffen.
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Die Abenteuer des jungen Indiana Jones

Young Indy war die erste Serie, die ich damals ernsthaft geschaut habe. Die Filme finde ich richtig klasse, außerdem habe ich zuvor und generell auch die ganzen Indy-Bücher von Hohlbein, MacGregor, Caiden und McCoy gelesen. (Was zum Glück nur ein paar sind, vergleicht man das mit dem ausufernden Star Wars-EU.) Ich mag die Serie wirklich, Indy als tollpatschiger Held ist sowohl als ganz Kleiner als auch als jugendlicher Spund sehr gut getroffen. Neben diesen tollpatschigen Witzigkeiten vereint die Serie aber auch ganz ernsthafte Themen, mit denen Indy sich herumschlägt. Das ganze dient im Grunde aber nur als vordergründige Kulisse für die Abenteuer, die ihn durch die ganze Weltgeschichte jagen. Sei es die Begegnung mit Teddy Roosevelt auf einer Safari in Afrika, mit Mata Hari in Paris (Prinzessin Leia hat für diese Folge das Drehbuch geschrieben, ehrlich!), mit DeGaulle als Kriegsgefangenen in Ingolstadt während des Ersten Weltkrieges, mit Musiker Gershwin in New York, Sigmund Freud in Wien oder mit Hemingway in einem Kriegslazarett in Italien, alles dient dazu Indy vor einen historischen Hintergrund zu setzen und die historischen Persönlichkeiten prägend auf ihn wirken zu lassen. Oder umgekehrt. In der Hinsicht sind die historischen Tatsachen mit den erfundenen Geschichten ganz hervorragend ineinander verwoben worden, dazu habe ich als jünglicher Zuschauer damals auch ein paar Dinge gelernt.

Inzwischen sind bestimmt zehn Jahre vergangen, seit ich die Serie gesehen habe. Nächstes Jahr soll endlich die DVD erscheinen, was so langsam auch Zeit wird. Hier hoffe ich mal, dass die noch fehlenden Episoden, die nie im TV ausgestrahlt wurden, mit dabei sind. Zwar gab es die vor Jahren mal als VHS-Release, aber da ich keinen Videorekorder habe und auch nicht plane, mir jemals so einen Altmetallklotz in die Hütte zu stellen, musste ich bislang darauf verzichten.
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ER – Emergency Room

ER kommt fast schon einer Actionserie gleich, soviel Hektik steckt in dieser Serie drin. Irgendwann habe ich mal eine Episode aus der dritten Season gesehen (glaube ich jedenfalls, dass es die dritte war), die ich unheimlich aufwühlend fand. Danach war es eigentlich um mich geschehen und ich habe mit Spannung jede neue Episode verfolgt. Jedenfalls habe ich das versucht, gelungen ist es mir nicht so ganz. Mit Season 9 und 10 habe ich den Faden irgendwann verloren, zwischendurch habe ich auch schon immer mal wieder einige Episoden verpasst. Deshalb bin ich inzwischen ganz raus aus der Serie, aber ich habe mir vorgenommen, wieder Anschluss zu finden, wenn ich etwas mehr Zeit finde.
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Lost

Zu Lost habe ich hier ja schon zweimal etwas geschrieben, worin ich die Struktur der Handlung bezüglich der Flashbacks der Charaktere und den Insel-Geschehnissen etwas aufgedröselt habe. Deshalb spare ich mir das an dieser Stelle einfach mal, es erneut ausufernd zu beschreiben. Einfach mal dem obigen lost-tag folgen, wenn Interesse besteht.

Anfänglich gab es nur einen Grund für mich Lost anzuschauen: Alias-Erfinder J.J. Abrams hatte als Drehbuchschreiber, Regisseur und Produzent seine Finger mit im Spiel. Dagegen fand ich die erste Ankündigung um eine Gruppe Flugzeugabsturz-Überlebender auf einer geheimnisvollen Insel wenig ansprechend. Dass ausgerechnet die Insel einen Mystery-Touch der Extraklasse (Schwarze Wolke, Black Rock, Luke im Dschungel, die Zahlen, die Anderen) versprüht, macht die Sache aber nicht gerade langweilig. Zwar tröpfeln Informationen rund um alles Unerklärliche gelegentlich sehr spärlich, das gleicht Lost aber immer wieder mit starken Charakter-Episoden aus. Denn was Lost mit dem Mystery-Aspekt auf der einen Seite hat, hat die Serie auf der anderen Seite mit dem erneut grandios und komplex gestalteten Beziehungsgeflecht der unfreiwilligen Inselbewohner untereinander. Dass gelegentlich der eine oder andere ein wenig frei dreht und sein eigenes Süppchen kocht, nicht ohne dabei die Verhältnisse der ganzen Gruppe mal so eben über den Haufen zu werfen, gehört ebenso dazu, wie die Begegnung mit dem eigenen Schicksal. Denn was die einzelnen Charaktere in ihrem früheren Leben auf emotionaler Ebene durchlebt haben, dem begegnen sie auf der Insel auf anderer Weise meistens noch einmal. Immer wieder stellt sich dabei die Frage, wie verhält sich der Charakter diesmal, was lernt er daraus, ändert er sich und macht er eine Entwicklung durch, werden durch frühere Geschehnisse sein aktuelles Tun und Lassen erklärt? In dieser Hinsicht ist die ganze emotionale Ebene, so will ich das jetzt mal nennen, jedes mal hervorragend in Handlung einer Episode eingebettet.

Natürlich ist der Mystery-Aspekt ungleich spannender, das will ich gar nicht abstreiten. Was in dieser Hinsicht zur Zeit in der zweiten Season abgeht, das rockt so ziemlich die Hütte. Hier wächst ein immenses Puzzlespiel heran, zu dem es eine Millionen Infofitzelchen und noch mal so viele Spekulationen in den zahlreichen Lost-Foren gibt, bei denen aber keiner so wirklich weiß, was noch wahr und offensichtlich ist. Dabei wimmelt die ganze Serie noch vor Anspielungen und Hinweisen. Ich finde es wunderbar, mein bisschen Grütze nach einer Episode erst mal ein wenig anstrengen zu müssen, um die Handlungsteile zusammen zu setzen und gleichzeitig Fragen aus alten Episoden beantwortet zu sehen. Wenigstens die wirklich offensichtlichen Dinge versuche ich mir immer zusammen zu kombinieren. Zum Glück habe ich mir mal eine Datei angelegt, in der ich nach jeder Episode die neu entstandenen Fragen aufgeschrieben habe und später die Antworten dazu gestellt habe, die im Laufe der Serie gegeben wurden. Natürlich gibt’s keine Antwort ohne ein neues Geheimnis. Allerdings fließen zum Anfang der zweiten Season auch hier die Informationen erst einmal nur tröpfchenweise, obwohl ich finde, dass stattdessen ein paar sehr gute Charakterfolgen gezeigt werden. Für Charakterfolgen sind in meinen Augen Jack und Locke immer gut, beide halte ich für die interessantesten Charaktere der Show. Obwohl mir mehr oder weniger alle doch ein bisschen ans Herz gewachsen sind. Interessant finde ich grundsätzlich auch Miss most sexy Bedröppeltblick Kate, die Frau mit dem rrrrr-Faktor (Coypright des Spruchs irgendwo in Inishmores Blog), auch wenn sie in den letzten paar Episoden nur noch gelegentlich durch den Drehbereich gestolpert ist. Die gute Kate war nach dem Pilotfilm ein ausschlaggebender Grund, dran zu bleiben, weil es doch etwas überraschend war, dass sie die Gefangene des Marshalls gewesen ist. Aber der Fokus auf Locke und Jack und damit die Auseinandersetzung um den Glauben an das Schicksal auf der einen Seite und den Versuch, alle Phänomene rational, wissenschaftlich erklären zu können auf der anderen Seite, hat seine sehr interessanten Momente.

Mich hat’s jedenfalls wieder gepackt, ich bleibe hier mit Sicherheit auch dran.
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Magnum, P.I.

Das müsste die älteste Serie in meiner Aufzählung sein, denn sie stammt noch aus den 1980er Jahren. Wie Lost spielt auch Magnum auf Hawaii (*hust* Lost wird ja nur auf Hawaii gedreht), allerdings hat Magnum ganz irdische Probleme. Er ist Privatdetektiv und schlittert immer wieder durch die unterschiedlichsten und bisweilen absurdesten Fälle, die es auf Hawaii gibt. Mit einer amüsanten Note versehen – von Higgins wird Magnum immer wieder abfällig als schmieriger Detektiv für Scheidungsfälle bezeichnet – findet Magnum aber auch immer eine zufriedenstellende Lösung des Falles. Dabei baut er auch auf die Hilfe seiner Freunde Rick vom King Kamehameha Club und T.C. mit seinem eigenen Helikopter-Unternehmen, dessen Helikopter im Detektiv-Einsatz mit Magnum regelmäßig einen Schuss durch die gerade neu eingebaute Frontscheibe erhält.

Allen dreien ist gemeinsam, dass sie Vietnam-Kriegsveteranen sind und besonders Magnum kämpft auch mit seinen Erfahrungen in Vietnam. Hier entwickelt sich eine ernsthafte und tiefschürfende Handlung, die Magnums Leben beeinflusst und sich über die ganze Serie hinzieht. Nicht immer sind auch alle Fälle mit einer lustigen Note versehen, manche Episoden zeigen verwirrende und nicht wenig grausame Fälle, die Magnum anpacken muss. Gelegentlich wird dies auch mit entsprechend melancholischen oder traurigen Songs unterstrichen. Andererseits war sich Magnum auch nicht zu schade, in einer Folge Indiana Jones zu parodieren. War doch Tom Selleck damals der eher gewünschte Schauspieler vor Harrison Ford für die Rolle des Indiana Jones. Allerdings hatte der gute Mann damals schon den Vertrag für Magnum unterschrieben und war nach einem Vorsprechen bei Spielberg und Lucas nicht mehr abkömmlich.

In der Serie sieht man übrigens eine blutjunge Sharon Stone als Gaststar. Wie ich finde, hat sie danach nur noch schlechte Filme gemacht.

Magnum, P.I. ist Kult, für mich die Detektivserie aus dem damaligen Fernseh-Zeitalter. Eine kleine Ewigkeit ist es hier ebenfalls her, dass ich ca. 90 bis 95% der Episoden gesehen haben dürfte.