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Seriencheck (VIII)

Neues Jahr, neues Glück, neuer Seriencheck. Langsam hole ich die alten Sachen auf und es stehen kaum noch welche aus. Ich überlege noch nachträglich in Desperate Housewives einzusteigen, konnte mich aber bisher nicht durchringen. Ansonsten folgen die üblichen laufenden Sachen, sowie das Nachholobjekt Star Trek – Enterprise, welches ich schon vor einem knappen Jahr gesehen habe. Das wird nicht der letzte Beitrag zu den Star Trek-Serien sein, da ich mich in einem zweiten Durchlauf befinde. Bei den aktuell laufenden Serien baue ich auf dem Serienheck vom letzten mal auf und gebe nur einen kurzen Stand der Dinge wieder. Dezente Spoiler werden enthalten sein.
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Akte X – The Movie 2 (Stand: 2. Film – durchgequält und abgeschlossen)

Im Sinne des Wasserstandes ist von meiner Seite aus nur zu vermelden, dass ich den zweiten und jüngsten Film der Serie unterirdisch schlecht fand.
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Battlestar Galactica (Stand: Season 4)

Battlestar Galactica macht ja nun doch so einige Höhen und Tiefen durch. War die erste Hälfte der vierten Season arg schwach, selbst für BSG-Verhältnisse, rappelt sich die Serie nach der langen Pause wieder richtig hoch. Der Aufstand ist eine wunderbare, typische BSG-Wendung, destruktiv, unbarmherzig, tödlich. Was den pessimistischen Charakter der Serie unterstreicht. Es folgen ab der Mitte der zweiten Hälfte zwar wieder wenig spektakuläre Episoden, aber mir persönlich hat zumindest die vorletzte Episode mit Starbuck wunderbar gefallen, wie sie den Song All along the Watchtower am Klavier spielt. Ich freue mich auf den Soundtrack zur vierten Season, denn Bear McCreary, der sowieso einen fantastischen Job bei der Musik für die Serie geleistet hat, übertraf sich hier selbst. Das hat er auch wunderbar in seinem Blog festgehalten. Ansonsten hoffe ich, dass sie nun weniger spektakuläre Episoden gemacht haben, um sich genug Kracher für das kommende Finale aufzuheben.
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Californication (Stand: Season 2 Finale)

Californication war auch in der zweiten Season immer noch groß. Mir hat zwar die erste Season einen Tick besser gefallen, aber das dürfte vor allem daran liegen, dass diese auf mich neu und originell gewirkt hat. In der zweiten Season kennt man ja nun die Charaktere und weiß sie einzuschätzen. Da müssen dann verquert-witzige Situationen wie die “mouth-rapist”-Szene (<- bestimmt ein tolles Google-Schlagwort) herhalten. Fand die zweite Season enorm witzig und einem Kauf für’s DVD/BD-Regal steht nicht viel im Wege. Wenn ich Zeit für die Discs haben werde…
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Chuck (Stand: Season 2)

Neben Lost die interessanteste, momentan laufende Serie. Äußerst schade, dass es nach der zweiten Season wohl vorbei sein wird. Verdammte Axt!
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E.R. (Stand: Season 15)

Insgesamt ist E.R. ein bezeichnendes Bild der Realität des Gesundheitswesens und damit eine einzige Anklage gegen die herrschenden Verhältnisse. Das war E.R. ja schon immer. Gleichzeitig enthält die Serie eine eindringliche Form der Aufklärung. Leider ist ansonsten nicht mehr viel geblieben, da hilft auch die Rückkehr von Carter nichts mehr.
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Fringe (Stand: Season 1)

Mir gefällt Fringe seit ein paar Episoden richtig gut. Vor allem seit 1.09 nahm die Serie ordentlich Aufschwung und hat mir im Gegensatz zu den vorherigen mal richtig gut gefallen. Die Story war endlich mal anders konstruiert und hat viel mehr Fragen aufgeworfen, als sonst. Hat nun Massive Dynamic ihre Finger deutlich mehr im Spiel oder nicht? Haben sie den Mitarbeiter irgendwie dazu veranlasst, sich diesen Halluzinationen auszusetzen bzw. haben sie ihm das Zeug verabreicht, ohne dass er es weiß? Oder steckt doch ein Komplott von John dahinter? So wirklich wurde das ganze ja nicht aufgeklärt. Das zeigt eine schöne Ambivalenz zwischen den “Bösewichtern” Massive Dynamic und John Scott. Wer ist nun wirklich ein Bösewicht von den beiden? Bin mal gespannt, ob die Sache des “Pattern” in der Serie jemals richtig aufgelöst wird. Insgesamt kam Fringe endlich mal ein wenig in Fahrt. Und so geht’s auch gleich mit der Entführung Olivias und der Raum-Zeit-Maschine in der nächsten Episode weiter. Fringe rafft sich wirklich auf. Neuer Bösewicht in den Episoden; der “Observer” irgendwo versteckt in jeder Episode; Olivias Ex-Lover Scott kann sie in ihrer Traum-Verschmelzungs-Sequenz sehen?! (what the hell!!); Olivia wird entführt. Das ist schon ordentliche Dramatik geworden. Bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

Dass sich Fringe seit der Midseason-Pause enorm gesteigert hat, zeigt vor allem auch die jüngste Episode 1.14 Ability, mit der die Serie schwer spannend geworden ist. Obwohl manche Handlung immer noch nicht sonderlich originell wirkt, wirken die Schauspieler deutlich sattelfester und überzeugter. Die persönliche Story in Ability tut schließlich ihr übriges, um mit den Figuren, genauer Olivia mit zu fiebern. Die persönlicheren Geschichten sind zwar ein Dreh, den man aus Alias übernommen hat, aber wenn’s da funktioniert hat, warum hier nicht wieder. Und Fragen kommen da ja auch einige auf. Hat Walter etwa das Manuskript geschrieben? So darf Fringe gerne weiter laufen. Außerdem war die Musik ganz fantastisch, Giacchino kommt auch immer mehr in Form.
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Heroes (Stand: Season 3 “Volume 3 Finale” und Season 3.2 – abgebrochen)

Ich muss ja zugeben, dass ich von dem Finale des dritten Volume komplett überrascht wurde, weil es auf einmal da war und so unspektakulär daherkam. Gleichzeitig hat mich das total verwirrt zurück gelassen, weil ich überhaupt nicht mehr wusste, worum es eigentlich ging. Mit der geänderten Zukunft, die es am Anfang der Season kurz zu sehen gab, hatte das doch nun gar nichts mehr zu tun. Ich bin etwas sprachlos über das Kuddelmuddel, was die Serie hier als “Auflösung” gebracht hat. Allerdings habe ich auch beschlossen, mir die Serie wenigstens noch einmal in Ruhe und konzentriert auf DVD anzuschauen, vielleicht verstehe ich es dann ja besser. Trotzdem habe ich etwas Hoffnung, dass es wieder besser wird. Klingone Worf als Mr. President wird es hoffentlich wert sein, wieder einzuschalten.
Insgesamt haben mir in der Season 3.1 aber die vielen interessanten “Comic-Kameraeinstellungen” gefallen. Jede Szene könnte tatsächlich ein gezeichnetes Bild in einem Comicheft sein. Bin mal gespannt, ob es dazu eine Doku auf einer der Season-DVDs gibt.

Leider bleibt Season 3.2 auf einem ähnlich mäßigen Niveau und die Charaktere werden mal wieder arg durcheinander geworfen. Zu sehr sind sie mir mittlerweile “out of” und habe mit denen von Season 1 nicht mehr viel zu tun. Nach rund fünf Episoden habe ich nun den Stecker gezogen. Ich ringe zwar noch mit mir, die Episoden weiter zu schauen, werde das aus Zeitmangel aber doch auf eine in weiter Ferne liegende DVD-Sichtung verschieben. Heroes macht so jedenfalls keinen Spaß mehr.
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Life on Mars (Stand: Season 1)

Die Serie ist nach Pushing Daisies und Chuck der Freudenquell schlechthin, wenn wir mal auf der leicht komödiantischen Schiene bleiben. Witzige Storys und verdammt coole Musik tragen ihren Teil dazu bei. Leider scheint es ja auch nur bei einer Season zu bleiben. Schade.
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Lost (Stand: Season 5)

Nach schwachem Seasonstart schwingt sich auch Lost zu bekannten Höhenflügen auf. Die Mystery-Komponente ist nach wie vor stark und man fragt sich schon, wie das alles zusammen hängt und wer zu wem gehört. Und wieso nun eigentlich alle zurück müssen um was überhaupt zu erreichen. Trotz schwachem Start war eine der besten Szenen war für mich eigentlich gleich die Anfangsszene, als Daniel in der Vergangenheit mit in den Schacht unter der Orchid-Station kommt. Mittlerweile ist dies durch die immer brillanter werdende nicht-lineare Erzählstruktur ja sogar aufgeklärt, jedenfalls kann man als Zuschauer das entsprechende Puzzlestück anbringen. Die erzählerischen Sprünge hin und her sind eigentlich typisch Lost, obwohl es keine klassischen Flashbacks oder -forwards mehr sind. Das hängt sicher mit den verkürzten Seasons zusammen, so dass man nun durch die Geschichte durchrennen muss. Aber trotzdem fand ich, dass zumindest ein paar Sachen aus Season 2 und 3 aufgeklärt oder zumindest angedeutet wurden.

Dann sind da die Zeitsprünge, die zudem nur unsere Losties zu betreffen scheinen. Und anders als Daniel das sagt scheinen die Sprünge doch die Zeit ein wenig zumindest zu ändern, wie man bei Desmond sieht. Die Erinnerung an die Begegnung mit Daniel auf der Insel wird ihm erst jetzt drei Jahre nach seinem Entkommen von der Insel eingepflanzt, weil es “vorher” einfach noch nicht passiert war. Zumindest er steht scheinbar außerhalb der Zeitlinie und ihn können Veränderungen in der Vergangenheit betreffen. Was ich ja wieder brillant fand, war die Überlagerung verschiedener Zeitebenen. Mit dem letzten Zeitsprung sind ja gleichzeitig drei Sachen passiert: Locke dreht am Rad (das ist wörtlich gemeint!), gleichzeitig wird das Flugzeug 316 mit Jack, Kate, usw. sowie dem toten Locke an Board erfasst und die verbliebenen Losties Sawyer, Juliet usw. landen im Jahr 1974. In dem Moment also, in dem Locke das Rad dreht, liegt er tot im Flugzeug und macht die Bruchlandung auf der Hydra-Insel mit, wo er anschließend wiederbelebt wird. Jack, Kate und Hurley dagegen reißt es ins Jahr 1977, wo sie von Jin und Sawyer gefunden werden, die selbst seit drei Jahren unter den Dharma-Leuten leben. Lost zeigt hier vor allem mal wieder seine erzählerische Komplexität und die anfangs geäußerte Kritik an der Zeitreise-Thematik dürfte angesichts der originellen Wendungen ad absurdum geführt sein. Nun dürfte darum gehen, wie die Losties alle zusammen wieder in ihre zeit zurück kommen.

Zu Charlotte gibt’s noch zu sagen, dass sie ja leider bisher nichts weiter zur Story von Lost beigetragen, genauso wie Miles. Das ist etwas Kritik, die ich an der Serie anbringe: die Einführung neuer Figuren und die Verkürzung der Season ist nicht so wirklich gut für die Serie, da der Fokus auf die alten Losties verloren geht und über die gäbe es sicherlich noch sehr viele interessante Storys zu erzählen bzw. Fragen aufzulösen. Ich wünsche mir jedenfalls, dass es wie etwas mehr zurück zu den Wurzeln geht. Aber nicht dass ich Lost nun schlecht fände, ganz im Gegenteil, der Charakter der Serie hat sich einfach enorm geändert.
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Star Trek – Enterprise (Stand: Season 4 – abgeschlossen)

An sich ist die Idee ja nicht schlecht, die erste Enterprise im Weltraum zu beobachten, die beginnt, das Universum zu erforschen. Leider beginnt die Serie aber mit sehr vielen lahmen Episoden, selbst der Pilotfilm war nun wirklich nicht herausragend. Manches wird außerdem nicht ausgereizt: da hat die Enterprise einen “Hitchiker” im Schlepptau, hilft ihnen schließlich und nur am Rand gibt es eine erste Auseinandersetzung mit den Klingonen, diese wäre aber mindestens eine ganze Episode wert gewesen. Teilweise gibt es gute Charaktere, teilweise aber auch sehr seltsame. Ganz gut ist der Captain, die arrogante Vulkanierin, der Doktor oder der Sicherheitsoffizier, der einen besonnenen und ruhigen Eindruck macht. Zumindest anfangs macht der schleimige Draufgänger einen schlechten Eindruck, welcher der Technikexperte und Ingenieur des Schiffes ist. Das ist mehr als seltsam, weil diese Eigenschaften schlecht zusammen passen. Ohne Worte kann dagegen der langweilige, naive und unerfahrene Pilot belassen werden. Damit war auch schon Season 1 rum. Season 2 wurde ein wenig besser und hatte einige wirklich hervorragende Episoden, aber auch einige Rohrkrepierer. Hier kommt aber das Gefühl, dass die Sternenflotte nur ein kleines Licht in der universellen Gemeinschaft ist, durchaus sehr gut herüber.

Leider wird das in der dritten Season komplett über den Haufen geworfen, was total doof ist. Dass man sich den sinkenden Einschaltquoten anpassen muss und stärkere Veränderungen einschließlich signifikanter Charakteränderungen bringt, nun, dagegen habe ich im Grunde nichts. Äußerst gelungen ist die Integration der Vulkanierin T’Pol, die für die Mission der Enterprise ihre Anstellung beim Vulcan High Command niederlegt, um bei ihren menschlichen Freunden zu bleiben. Bedenkt man die Auseinandersetzungen und auch Vorurteile der Menschen gegenüber den Vulkanieren am Anfang der Serie, ist das eine wirklich gelungene Entwicklung über den Lauf der ersten beiden Seasons Enterprise hinweg. Denn das ist das Konzept der Integration eines Fremden, welches ein Bestandteil aller Star Trek-Serien (Spock, Worf und Data, Odo und Kira, Neelix und stärker noch Seven of Nine) ist und durchaus immer wieder Spannung erzeugt hat. Leider kommt dieses Konzept in der dritten Season zu kurz, T’Pol hat, mehr oder weniger, den Sprung geschafft und sich von der arroganten Vulkanieren zu einem akzeptierten Mitglied der Crew gewandelt. Zudem stehen menschliche Dilemmata, Konflikte, Moral und Ethik oder Emotionen nur noch selten im Vordergrund, da sich die Serie mit Season 3 zu einer Art 24 im Weltraum gewandelt hat. Eigentlich hätte ich noch nicht mal etwas gegen den zunehmenden Actionanteil und die CGI-Aufnahmen der Enterprise sehen sowieso super aus. Aber die Story um die Xindi-Superwaffe, welche die Erde zerstören soll und die ein Jahr andauernde Mission im Delphic Expanse ist mehr als hanebüchern, hohl und langweilig. In fact, this ist not the Star Trek I want to see! Hat mir die zweite Season zur Hälfte wenigstens gut bis sehr gut gefallen, inklusive einer Lieblingsepisode, die locker an die Top-Episoden der bisherigen Serien heran kommt, während die andere Hälfte der zweiten Season für den Mülleimer ist, kommt die dritte Season nur in wenigen Episoden ansatzweise an das Prädikat gut und sehenswert heran. Ganz klar ist die deutlich dunklere Atmosphäre auch eine Reaktion auf 9/11, wobei ich mich hier ernsthaft frage, ob das sein musste.

Im Verlauf der dritten Season wird Enterprise aber immer schlimmer. Nicht nur gibt es Folterszenen, ein Enterprise-Captain fängt schließlich an, einen Akt der Piraterie zu begehen und andere Schiffe ihrer lebenswichtigen Systeme zu berauben. Ja, Kinders, was hat das noch mit Star Trek zu tun? Der Zweck heiligt eben die Mittel – was für eine miese Attitüde… Den Vergleich mit den Reaktionen auf 9/11 spare ich mir mal, aber wenn es eine miese Analogie, ein schlechtes Spiegelbild auf bestehende Verhältnisse und kürzlich erfolgte Ereignisse gegeben hat, dann ja wohl hier. In so übler Weise instrumentalisiert die Serie die Ereignisse des 11. September 2001 und rechtfertigt unmoralisches Handeln, wobei die Bedrohung durch die Xindi als Aufhänger dient. Aber noch mal: das ist nicht das Star Trek, welches ich sehen möchte. Die Menschheit hat nun gerade einmal seit zwei Jahren die Möglichkeit, das Weltall zu erforschen und zu anderen bekannten Planeten zu reisen, ohne monate- oder jahrelang unterwegs zu sein. Es wäre doch viel schöner zu sehen, wenn die Enterprise in den Systemen um der Erde herum forschen würde, sich bei anderen Spezies vorstellt und diplomatischen Kontakt aufnimmt, irgendwelche menschliche Kolonien errichtet, Wissenschaftler in benachbarte Systeme bringt oder naheliegende Raumphänomene untersucht. Was soll die Enterprise so weit draußen? Demzufolge empfinde ich den Konflikt mit den Xindi und die ständigen bewaffneten Auseinandersetzungen im Delphic Expanse eher belanglos, weil es hier nicht mehr darum geht, worüber Star Trek eigentlich handelt. Hier fehlt der humanistische Anstrich, den die Star Trek seit Kirk und Co. hat. Der Wagon Train im Weltall und die Final Frontier erfahren keine Beachtung mehr und das ist mehr als schade. Denn ich mag die meisten Charaktere, sogar Trip wird interessanter, und die Ausgangssituation samt Szenario ist für das Star Trek-Universum wirklich interessant und spannend. Das Potential war wirklich fantastisch, wurde aber kaum ausgereizt.

Nur wenige Episoden der dritten Season werde ich mir deshalb noch einmal anschauen. Diese werde ich dann genüsslich schlecht finden und sie ebenfalls in den Mülleimer werfen, respektive aus meiner persönlichen Star Trek-Kontinuität streichen. Den ganzen Xindi-Handlungsstrang will ich nun am liebsten wieder vergessen, so schlecht ist dieser umgesetzt. Star Trek – Enterprise hat sich mit Season 3 wirklich zu einer miesen Actionserie entwickelt, der Captain ist ein Jack Bauer im Weltraum geworden. Archer war in den ersten beiden Seasons immer ein interessanter und annehmbarer Charakter gewesen, inzwischen hat er sich zu einem hassenswerten Individuum entwickelt. Nicht weil der Schauspieler schlechter geworden, sondern weil der Charakter in Situationen gesteckt wird und dort out-of-character handelt, ohne Rücksicht auf Tote und Verletzte sein Ziel durchsetzt. Die Storys waren schlecht, weil sie den Captain so handeln ließen. In meinen Augen ist das kein Star Trek mehr. Unter einem anderen Namen wäre die Serie vielleicht in Ordnung, aber nicht wenn diese Season Star Trek heißt.

Und nun bin ich auch mit der vierten und letzten Season Enterprise durch und damit der letzten Serie von Star Trek überhaupt. Season 4 hat sich wieder stark aufgerafft und entspricht viel eher dem typischen Star Trek, ja die Qualität hat sich meines Erachtens doch wieder auf dem typischen Niveau der Serien seit Next Generation bewegt. Es waren mit Sicherheit einige starke Episoden wie der Vulcan-Dreiteiler dabei. Auch wenn das Finale nicht ganz so spannend war (und nur eine Stunde ging), war ich danach fast so traurig und wehmütig wie nach dem Finale von Next Generation. Warum weiß ich nicht so recht, denn obwohl Enterprise wieder besser wurde, könnte es auch daran liegen, dass es die letzte Star Trek-Episode bisher war. Dabei mochte ich insgesamt Enterprise wegen einiger der Charaktere irgendwie, obwohl wie gesagt mindestens die Hälfte der Episoden für den Eimer ist. Aber der Ausgangspunkt und die drei Figuren Archer, T’Pol und Trip sind mir ans Herz gewachsen.

Ein wenig fühle ich mich wie die Trekkies in den 1970er Jahren, als plötzlich die Originalserie, lange nachdem sie abgesetzt wurde, so einen phänomenalen Aufschwung nahm. Ich habe mir seit über einem Jahr die Episoden ab Next Generation über Deep Space Nine und Voyager bis hin zu Enterprise angesehen, alles lange nachdem diese Serien gelaufen sind. Mir hat es gefallen und ich wünsche mir neue Star Trek-Serien, auch wenn ich mir gut vorstellen kann, dass es schwer ist, mit neuen Ideen im Star Trek-Universum daher zu kommen.

Durchweg gut gefallen hat mir der hohe Produktionsstandard, den die Serie an den Tag gelegt hat. Die Ausstattung ist schon sehr üppig, selbst im Vergleich zu den vorherigen Star Trek-Serien. Dazu kommen massig nett gemachte CGI-Aufnahmen, die für Serienverhältnisse nach der Jahrtausendwende ziemlich gut aussehen. Hier merkt man schon, dass enorm viel Geld in die Produktion geflossen ist.

Es folgt nun noch meine Best of-Liste von sehenswerten Episoden, die ich mir ein zweites mal anschaue, aber sicherlich noch einige weitere streichen werde.

ENT 1.01/02 Broken Bow
ENT 1.03 Fight or Flight
ENT 1.05 Unexpected
ENT 1.07 The Andorian Incident
ENT 1.08 Breaking the Ice
ENT 1.09 Civilization
ENT 1.12 Silent Enemy
ENT 1.14 Sleeping Dogs
ENT 1.15 Shadows of P’Jem
ENT 1.19 Acquisition
ENT 1.23 Fallen Hero
ENT 1.25 Two days and two nights
ENT 1.26 Shockwave

ENT 2.01 Schockwave, Part II
ENT 2.02 Carbon Creek
ENT 2.03 Minefield
ENT 2.04 Dead Stop
ENT 2.05 A Night in Sickbay
ENT 2.07 The Seventh
ENT 2.09 Singularity (die einzige Enterprise-Episode, die mir richtig gut gefallen hat)
ENT 2.10 Vanishing Point
ENT 2.12 The Catwalk
ENT 2.14 Stigma
ENT 2.15 Cease Fire
ENT 2.16 Future Tense
ENT 2.19 Judgment
ENT 2.23 Regeneration
ENT 2.24 First Flight
ENT 2.26 The Expanse

ENT 3.01 The Xindi
ENT 3.02 Anomaly
ENT 3.05 Impulse
ENT 3.08 Twilight
ENT 3.10 Similitude
ENT 3.13 Proving Ground
ENT 3.14 Stratagem
ENT 3.16 Doctor’s Orders

ENT 4.01 Storm Front
ENT 4.02 Storm Front, Part II
ENT 4.03 Home
ENT 4.07 The Forge (1)
ENT 4.08 Awakening (2)
ENT 4.09 Kir’Shara (3)
ENT 4.11 Observer Effect
ENT 4.12 Babel One (1)
ENT 4.13 United (2)
ENT 4.14 The Aenar (3)
ENT 4.15 Affliction (1)
ENT 4.16 Divergence (2)
ENT 4.17 Bound
ENT 4.18 In a Mirror, Darkly (1)
ENT 4.19 In a Mirror, Darkly (2)
ENT 4.20 Demons (1)
ENT 4.21 Terra Prime (2)
ENT 4.22 These are the Voyages…
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Star Wars – The Clone Wars (Stand: Season 1 Episode 7 – am Aufholen)

Kürzlich habe ich mir den Pilotfilm auf DVD angeschaut, nachdem ich ihn im Kino verpasst habe. Der war einfach herrlich erfrischend, offensichtlich witzig und es gab jede Menge lustiger Kabeleien zwischen Anakin und der herzallerliebsten Ahsoka. Damit ist der Pilotfilm schon mal deutlich besser als erwartet. Für einen Star Wars-Fan lohnt sich also der Pilotfilm locker und ich denke auch, dass es mit der Serie selbst nicht anders sein wird. Die Serie ist nach den ersten sieben Episoden vor allem sehr actionreich, es macht Spaß und über die dummen Battledroids der Seperatisten schmeiße ich mich regelmäßig weg.
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The Simpsons (Stand: Season 1)

Habe Season 1 gesehen und Season 2 steht kurz bevor. Jepp, der Humor trifft meinen Nerv, aber es darf ruhig noch lustiger werden. The Simpsons ist für mich ebenfalls eine Serie, die ich früher nie so recht gesehen habe und die ich nun nachholen will. Ansonsten gibt’s aber noch nicht viel mehr zu sagen.
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The Unit (Stand: Season 4)

Läuft auch noch in meinem Programm. Schade, dass auch dies wahrscheinlich die letzte Season sein wird.
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Warteliste:

Magnum, P.I.
Young Indy
House
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Auf dem Radar:

Virtuality
Caprica
Star Wars: Real Series

Star Wars-Spiele

Das hier wird wieder so ein schnöder Beitrag mit Videos, also diesem embeded-objects-Blogfüllmaterial, und wenig Text. So was wollte ich ja eigentlich nie, nie, nie machen, aber was ist schon ein Prinzip wert, wenn es nicht auch über Bord geworfen werden kann.

Anyway, in den letzten Monaten hat die ganz wunderbare Seite Gametrailers einen zehnteiligen Rückblick auf rund 100 Star Wars-Spiele geworfen, die seit Anbeginn des elektronischen Spielspaßes entstanden sind. Der zehnte Teil lief schon vor kurzem, da ich aber erst am Wochenende meine sich seit ein paar Wochen anstauende Feeds vollständig gelesen habe, bin ich erst jetzt über den finalen Teil drüber gestolpert. Ich beneide jedenfalls den Spieler bei Gametrailers, der für diese “Arbeit” auch noch bezahlt wird.

Beim Anschauen löste sich jedenfalls die eine oder andere rührige Träne, mit einem knappen Dutzend dieser Spiele habe ich auch mal etwas Jugendzeit verbracht und bin auf fremden Planeten herumgerannt oder habe Imperiale und Rebellen im Dogfight besiegt bzw. die Todessterne in die nicht vorhandene Luft gejagt. Ja, früher war alles besser. Heute hat LucasArts fast nur noch mittelprächtige Star Wars-Spiele und kaum noch was anderes im Angebot. Was würde ich für ein zeitgemäßes Tie-Fighter oder X-Wing Alliance, eine Fortsetzung davon oder neue Space Combat Games im Bereich der neuen Episoden nicht alles geben… So bleibt ein mehr als zweistündiger und verdammt cooler Rückblick in rund 25 Jahre Star Wars-Spiele (gleich nach dem Klick).

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Death Star

Death StarZum ersten mal habe ich ein Star Wars-Buch nicht zu Ende gelesen. Weshalb hier nun auch keine Rezension erfolgen kann. Nicht dass es darum ginge, ein Lebenszeichen abzugeben, neeeiiiin, gaaaar nicht, aber dieser Beitrag ist damit im Grunde schon wieder vorbei. Weil ich deshalb auch gar keine Argumente anbringen will – dies würde der heimlichen Intention dieses Eintrages diametral gegenüber stehen – , warum mir das Buch nicht gefallen hat – diese können ja in den Kommentaren erfragt werden – weise ich auch gar nicht erst darauf hin, dass ich aufgrund dieser Erfahrung meiner Lektüre in diesem Spezialgebiet einige Neuveröffentlichungen hinterher hinke. Aber mein seit Ewigkeiten lagernder und sich immer auf einer bestimmten Höhe haltender Buchstapel will auch mal abgelesen werden. So, das war’s.

Best of 2007

Ja, ne, jetzt lasse ich einfach mal so meine total gewöhnliche und schnöde Best of-Meinungen im medialen Bereich los und schöpfe meine überquellenden Gedanken der Denkmaschine an dieser Stelle ab. Irgendwo wird das sicherlich ein Spagat zwischen einer einfachen Liste, die die Welt nicht braucht, und simplen Nennungen von den Sachen, die mir dieses Jahr gefallen haben. Ohne das großartig auszuufern werde ich einfach mal sehen, was mir zu den jeweiligen Dingen einfällt. Natürlich geht’s um Filme, Serien, PC-Spiele, Musik und Bücher, wobei vermutlich letztere beiden Sachen gleich unter den Tisch fallen werden, da ich dort kaum was aktuelles gehört oder gelesen habe und mich nur mit älteren Dingen befasst habe. Viel ist es unter den aktuellen, diesjährigen Sachen sowieso nicht, denn wie üblich würde ich gerne öfters ins Kino gehen, mehr lesen oder mehr spielen. Aber so nebenbei ist da ja auch noch ein Leben zu führen, über dass ich mich an dieser Stelle aber nicht auslassen werde, da das nicht meine Art ist. So!

Film des Jahres

Ist für mich Transformers. So sinnlos Michael Bay-Filme sind, mir machen sie einfach Spaß. Fluch der Karibik 3 hat mir ansonsten noch ganz gut gefallen, beim Rest des Jahres ist das Bedürfnis allerdings nicht vorhanden, den Film noch mal anzuschauen. Gerne noch gesehen hätte ich Death Proof und Planet Terror, das muss ich mir nun für die DVD aufheben.

Im nächsten Jahr freue ich mich vor allem auf I am Legend mit Will Smith, Cloverfield (New York wird mal wieder platt getrampelt) und natürlich den neuen Star Trek-Film von J.J. Abrams. Mal sehen, was das Jahr noch bieten wird.

Serienstarts des Jahres

Mit drei Serien gibt es diesmal richtig viele gute neue Sachen für mich. Chuck, Pushing Daisies und Californication sind die Neuzugänge, an denen ich dran geblieben bin. Alle drei Serien sind großartige Mischungen aus Drama und Comedy, niemals aufgesetzt (trotz der bunten Welt von Pushing Daisies) und alles herzallerliebst umgesetzt. In allen drei Fällen kann ich die DVD-Veröffentlichungen eigentlich kaum erwarten.

Nächstes Jahr freue ich mich übrigens auf die neue Serie Fringe, ebenfalls von Abrams entwickelt.

Serie des Jahres

Bleibt für mich aber Lost, dicht gefolgt von Battlestar Galactica. Obwohl beide Serien mit ihrer jeweils dritten Season heftige Kritik einstecken mussten, empfinde ich persönlich die Qualität als gewohnt gut und auf demselben hohen Niveau wie die jeweils vorangegangenen beiden Seasons. Wenn ich aber Serien nennen müsste, welche dieses Jahr am meisten Eindruck bei mir hinterlassen haben, dann müsste ich Star Trek – Next Generation und The Unit nennen (siehe Seriencheck Teile IV und V). Letzteres ist ein wahres Kleinod geworden. Star Trek hatte mich dagegen zeitweise so in den Bann gezogen, dass ich mir hier gleich noch alle neuen Filme ausgeliehen hatte und zwei Hintergrundbücher verschlungen habe, bzw. noch verschlinge. Ich schaue mal, ob ich die Rezensionen zu den Büchern Star Trek 40 Jahre von Thomas Höhl und Mike Hillenbrand (welches ich etwas kritischer sehe) und Das Phänomen Star Trek – Virtuelle Räume und metaphorische Weiten von Andreas Rauscher hinbekomme. Letzteres ist in meinen Augen eine brillante philosophische Untersuchung der Next Generation-Serie und teilweise auch von Deep Space Nine. Kein Wunder, hat der gute Mann mit dieser Dissertation doch seinen Doktorgrad erlangt. Es ist nicht ganz leicht zu lesen, aber wer sich auch nur ein kleinwenig im geisteswissenschaftlichen Bereich auskennt und Star Trek mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

Spiel des Jahres

Nun gut, den neuen Rechner habe ich erst seit rund zwei Wochen, viel konnte ich also noch gar nicht spielen. Nach drei Jahren von größtenteils Abstinenz macht es mir aber wieder Spaß, in eben solche virtuellen Welten einzutauchen und eine Geschichte selbst zu erleben. Bisweilen empfinde ich ein Half-Life 2 – Episode 2, ein Crysis oder ein Bioshock als ein beeindruckenderes Erlebnis, als so manchen hochkarätigen Kinofilm. Da ich bisher nur zu Crysis und HL2 – Episode 2 ein abschließendes Urteil fällen kann, sind diese Spiele dann auch meine Spieles des Jahres. Crysis hat eine richtig tolle Optik und zieht daraus sicherlich den größten Reiz. Und obwohl ich im letzten Eintrag schrieb, dass die Inszenierung der Story ganz banal ist, mausert sie sich im Verlauf des Spiels doch zu einem ganz spannenden Stück. Atmosphärisch wird das Spiel einwandfrei, es folgen nach den Anfangskämpfen allein im Dschungel gegen Koreaner eine größere Panzerschlacht mit kombinierten Infanterieangriffen, ein Schwerelosigkeits-Level im optisch fantastisch aussehenden Alien-Schiff (wobei über den Spaßgehalt von Schwerelosigkeit gestritten werden darf) und anschließend die Winterlandschaft und die Flucht von der Insel. Das ist schon sehr cool gemacht, wenn auch das Spiel deutlich zu kurz ist, nicht mal halb so lang wie Far Cry seinerzeit. Auf einem 24 Zoll-Widescreen-Monitor zu spielen ist sowieso toll und intensiviert das Spielerlebnis sicherlich noch mal um einiges.

Apropos Far Cry, welches ich nun auf dem neuen Rechner mal in voller Pracht genießen kann. Ja, ich finde sehr, dass das Spiel aufgrund der mittlerweile veralteten Grafik massiv an Atmosphäre verloren hat. Ich quäle mich da durch und überlege mir schon eine Weile, es sein zu lassen. Dabei bin ich gerade erst auf die ersten Trigens getroffen, die ich allerdings damals schon nervig fand. Die Aussicht, dass mir noch jede Menge In-Door-Missionen und Lagerhallen mit Kisten bevorstehen, beflügelt mein Bedürfnis auf dieses Spiel nicht gerade. Aber das ist offenbar die Krux dieser kaum ein paar Jahre alten Ego-Shooter: damals toll, wegen der Optik, heute olle, wegen der veralteten Optik. Da weiß ich schon, was in ein paar Jahren mit Crysis geschieht… Unter den alten Ego-Shootern habe ich noch Doom 3 und Half-Life 2 angespielt. Doom 3 versprüht noch so einiges an Grusel-Atmosphäre, nervt aber durch ewig lange und immer gleiche Level. Durch Half-Life 2 bin ich dagegen wieder komplett durchgerauscht, habe gleich Episode 1 und 2 dran angeschlossen und bin immer noch über die großartige Abwechslung des Spiels begeistert, die sich so auch in den beiden Episoden vorsetzt. Was mir an den Episoden besonders gut gefallen hat, ist, dass es in beiden Episoden jeweils mehr Story gibt, als in Half-Life 2 überhaupt. Mit Alyx als Begleiterin hat man aber auch jemanden, der immer wieder was erzählt.

Worauf freue ich mich nächstes Jahr? Abgesehen davon, dass ich eine Menge aufzuholen habe (u.a. Call of Duty, Fear, Quake 4, Prey, Stalker, Enemy Territory: Quake Wars, Gears of War, Darkstar One, Psychonauts, Geheimakte Tunguska, Jade Empire, Command & Conquer 3), staht da Jagged Alliance 3, Assassins Creed (da wird sich mein XBox360-Gamepad mal wieder freuen) und natürlich Starcraft 2, falls es mit letzterem nächstes Jahr überhaupt was wird. Soviel scheint es da ansonsten gar nicht zu geben und mir wird irgendwie erst jetzt, nachdem ich mich ein wenig damit beschäftigt habe, bewusst, in welcher Krise die PC-Spielelandschaft steckt. Denn nur einen Bruchteil der hier genannten Titel würde ich als echte Highlights bezeichnen, die auch Charme ausstrahlen, etwas eigenes bieten und das oben erwähnte intensive Erlebnis auch wirklich umsetzen können. Aber wir wissen doch zum Beispiel alle, dass Bioshock keine inoffizielle Fortsetzung der System Shock-Spiele, sondern nur ein reinrassiger Shooter mit einer originellen Umgebung ist.

Musik-CD des Jahres

Nur eine aktuelle CD gehört, und das war der Soundtrack zur dritten Staffel von Battlestar Galactica. Da ich Musik aber nicht beschreiben kann, lasse ich hier keine großen Worte vom Stapel. Wer die ersten drei CDs kennt, wird sich sofort heimisch fühlen, denn diese CD schließt sich diesen nahtlos an. Genial ist natürlich die Coverversion von All Along the Watchtower und das vorherige, einleitende Stück Heeding the Call, das ruhig auf der CD genauso lang hätte sein dürfen, wie im Finale (also fast eine Viertelstunde lang). Für mich ist der BSG-Soundtrack einer der besten der letzten Jahre, vielleicht sogar der beste Serien-Soundtrack, der jemals geschrieben wurde. Die neue Ärzte-CD habe ich noch gehört, hat mir aber nicht gefallen. Ansonsten sind da nur jede Menge alte Sachen (u.a. B.B. King & Eric Clapton, Freestylers, Patsy Cline, Etta James, No Doubt, R.E.M. oder Julie London).

Buch des Jahres

Gibt’s nicht. Von den aktuelleren Sachen berichte ich ja hier nur noch über die Star Wars-Bücher, die ich aber zunehmend langweilig und öde finde. Zur Zeit quäle ich mich durch Death Star und finde da einfach keinen rechten Faden. Über die Masse meines Lesestoffs berichte ich ansonsten hier ja gar nicht, da das alles keine aktuellen Bücher sind, sondern diese schon einige Jahre auf dem Buckel habe. Alice im Wunderland habe ich dieses Jahr beispielsweise gelesen, erstmals habe ich mich mit Stephen King und Charles Dickens befasst, die ich verstärkt im nächsten Jahr lesen will. Ein spannendes Buch über die Besteigung des Mount Everest war da noch dabei. Und dann sind da noch zahlreiche Sachbücher, die mir immer wieder in die Finger kommen.

Und weil ich jetzt nicht weiß, wie ich die Kurve kriegen solle, hacke ich den Eintrag hier einfach konsequent ab und wünsche allen Lesern an dieser Stelle einen guten Rutsch (rutscht nicht aus!) ins neue Jahr.

New Jedi Order 19 – Vereint durch die Macht

New Jedi Order 19 - Vereint durch die MachtNun ist es also geschafft, der letzte Band der New Jedi Order ist – nach Jahren – auch in Deutschland erschienen und ich habe ihn vor einiger Zeit zu Ende gelesen. Für ein größeres und bedeutenderes Projekt wie die NJO innerhalb des Star Wars-EU sollte sich dafür eigentlich etwas besonderes erwarten lassen, aber das trifft für meine Begriffe nicht ganz zu. Deshalb werde ich um diesen Finalband jetzt sicherlich auch keinen großen Aufriss veranstalten, sondern einfach nur ein paar Punkte ansprechen und mein Urteil verkünden.

Zuletzt bin ich ja einfach nicht mehr so begeistert von der Reihe gewesen, wie sich an meinen letzten paar Rezensionen herauslesen lässt. Das ist einfach schade, da die NJO mit drei wirklich guten Bänden von R.A. Salvatore und Michael Stackpole gestartet ist. Auch zwischendurch gab es noch zwei phänomenale Bände von Troy Denning und schließlich Aaron Allston. Die erste Hälfte der NJO betrachte ich auch etwas wohlwollender, obwohl mit NJO 4 und 5 James Luceno eigentlich schon zwei Ausfälle produziert hat. Anders dagegen sieht es mit der zweiten Hälfte der NJO aus, die aufgrund der Bände von Shane Dix und Sean Williams sowie dem Buch von Elaine Cunningham ganz schlecht wurde, nur Matthew Stover setzt mit dem 13. Teil der Serie noch einmal ein Ausrufzeichen, eigentlich das Ausrufezeichen für das spätere Star Wars-EU. Die NJO begann vielversprechend mit einer Bedrohung durch eine so völlig anders geartete außergalaktische Spezies, mit den Fragen um die Nicht-Wahrnehmung dieser Yuzzhan Vong in der Macht und der Suche einiger Jedi nach einem höheren Verständnis der Macht. Zumindest letzteres gelingt einem der Jedis, Jacen, doch wenigstens im Ansatz, er schafft es tatsächlich, sich ganz gut zu entwickeln und geht am Ende dieses finalen Bandes im Grunde auch als der stärkste Jedi aus der Serie hervor. Woran es lag, dass die Yuzzhan Vong in der Macht nicht wahrgenommen werden können, kann aber auch er im Endeffekt nicht eindeutig klären. Oh, es gibt eine Erklärung, warum die Yuzzhan Vong außerhalb der Macht standen, aber nur eine unbefriedigende.

Es ist auch etwas schade, dass Luceno seine Ansätze von der lebendigen Macht und der vereinten Macht, die er so gut in dem Band Cloak of Deception (sein bester bisher) beschrieben hat, nicht mehr weiter verfolgt, wie es der (englische) Titel dieses NJO-Bandes eigentlich suggeriert. Von daher ist die Auflösung hier in der NJO um die Fragen in der Macht eigentlich nur eine unausgegorene Melange, in denen einige Jedi, allen voran Jacen, nur ein wenig ihre Grenzen überwinden. Das zeugt aber nicht wirklich von einer “genialen” Lösung, bzw. einer, die schon parat lag, als sich die Autoren der NJO am Anfang diese Aufgabe stellten.

Auf den rund 650 Seiten lässt sich Luceno auch viel Zeit, um schließlich zum Ziel zu gelangen. Denn tatsächlich tauchen neben fast allen bekannten Figuren in der ganzen Serie und dem halben EU auch eine große Anzahl unterschiedlicher Schauplätze auf. Da mehrere Storystränge aber relativ unabhängig voneinander ablaufen und sich nur gelegentlich schneiden, nur um daraufhin gleich wieder auseinander zu gehen, wirkt das sehr überfrachtet, denn es geht eigentlich nur darum, zu kämpfen und zu überleben. Ein Leser, der nicht wüsste, dass dies der letzte Band einer Reihe ist, würde nicht darauf kommen, dass es mit dem Ende des Krieges gegen die Yuzzhan Vong doch ein Ziel gibt, welches am Ende erreicht werden soll. Wie genau, das weiß keiner so recht und es riecht dann am Ende doch stark nach deus ex machina, als dem lebenden Planeten während der finalen Schlacht bei Coruscant einfällt, wie er den Krieg beenden kann und die Yuzzhan Vong besiegt werden. Das ist doch etwas unbefriedigend, nachdem zuvor in den ersten Büchern so viel aufgebaut wurde und die Spannung doch einigermaßen erhalten wurde.

Bitte nicht falsch verstehen, das Buch ist nett und lesenswert, wenn man sich für den Ausgang der Geschichte interessiert. Mir fehlt nur einfach etwas der Fokus, es wirkt etwas daher geschrieben, jeder halbwegs bekannte Charakter darf mal auftreten, wichtigere Charaktere bekommen ein paar mehr Seiten, aber das wird einfach sehr durcheinander und jeder kocht sein Süppchen ohne genau zu wissen, welche Zutaten rein kommen. Dies und jenes passiert und die Figuren sind da mittendrin, ohne dass sie Kontrolle haben oder richtig wissen, was sie tun sollen. Dabei scheinen auch Charaktere wie Tahiri oder Danni, die in der Serie aufgebaut wurden, keine besondere Rolle zu spielen. Sie sind eben einfach anwesend.

Damit scheitert die NJO aber auch an der selbstgestellten Aufgabe, das Star Wars-EU “aufzuräumen” und besser zu sein, als die Bücher, die in den 1990er Jahren im Verlag Bantam erschienen. Nun, die NJO ist nicht so schlecht, wie manche Ausfallerscheinung in den 1990er Jahren. Aber lange nicht alle Bände erreichen die hohe Qualität, wie sie andere Titel in diesem Jahrzehnt vorgelegt haben. Bestimmte Sachen aus den Büchern dieser Epoche wieder hervorzuholen und aufleben zu lassen war aber nun mal keine sehr gute Idee. Von Bakura, dem Koornacht-Sternenhaufen oder der Centerpoint-Station wollte ich einfach nichts mehr lesen. Diese Bücher sind damals schon schlecht gewesen und nun haben es die Autoren nicht geschafft, sie wesentlich besser zu verarbeiten und damit den angedachten Schlussstrich zu ziehen. Und sowieso Zonama Sekot, ebenfalls eine eher schlechte Idee des Star Wars-EUs (allerdings aus jüngerer Zeit), welche sich nun zu dem wichtigsten Faktor in der NJO aufgeschwungen hat, was anfangs so von den Autoren nicht geplant war und sich wohl eher zufällig ergab. Zwar kommt dieses Thema in der Serie besser weg und ist interessanter, aber so viel von der NJO auf diesen deus ex machina zu legen bedeutet für mich ein wenig, verhohnepipelt vorzukommen.

Na gut, soviel erst mal zur Kritik. Eine richtige Bewertung der ganzen Serie werde ich mir wohl sparen, da die Serie in der zweiten Hälfte einfach etwas aus dem Ruder gelaufen ist und sich nicht mehr so gut wie anfangs lesen ließ. Das noch mal zu rekapitulieren und darzulegen würde mir aber kein großes Vergnügen bereiten. So durcheinander wie mir die NJO zum Schluss vorkam, so durcheinander dürfte dann auch die Rekapitulation werden. Mal sehen, wie lange ich generell noch mit den Star Wars-Büchern durchhalte, insgesamt ist es ja doch für mich ein Auf und Ab geworden, mal ist ein gutes Buch dabei, dann wieder nicht. Bereits daliegen tut nämlich schon das Buch Death Star und dieses Jahr steht noch der dritte Teil der Republic Commando-Serie ins Haus. Aber bis dahin mache ich erst einmal Ausflüge in Star Trek 40 Jahre und Das Phänomen Star Trek.

New Jedi Order 18 – Die letzte Prophezeiung

New Jedi Order 18 - Die letzte ProphezeiungUnd weiter geht’s mit den Rezensionen zum Star Wars-EU, die ich eigentlich nur der Vollständigkeit halber noch mache. Auch schon vor einiger Zeit erschien der vorletzte Band der New Jedi Order-Serie, der die Brücke zum finalen Band der Serie bildet. Greg Keyes hat bereits die lesenswerten NJO-Bände 7 und 8 geschrieben, die sich vor allem um Anakin, Tahiri und Corran Horn gedreht haben. Diesmal stehen wieder Corran und Tahiri im Mittelpunkt, die sich zusammen mit drei Yuzzhan Vong, einem Priester, einer Gestalterin und dem Propheten auf dem Weg zum lebenden Planeten Zonama Sekot machen. Vieles wird bereits angedeutet, was den Untergang der Yuzzahn Vong vorauszeigt, wie die Zusammenkunft der drei Yuzzhan Vong mit den Menschen, Prophezeiungen und Ängste auf Seiten der Yuzzhan Vong betreffs des lebenden Planeten und den bevorstehenden Aufstand der Beschämten.

Interessant wird es, wenn angedeutet wird, dass Zonama Sekot der ursprüngliche Heimatplanet der Yuzzhan Vong ist, leider wird das aber noch nicht weiter ausgebaut. Denn einer der drei Yuzzhan Vong stellt sich als Verräter heraus und sabotiert den Planeten. Die Story ist ganz nett und weiß immerhin besser zu gefallen, als die vorangegangene fürchterlich Force Heretic-Trilogie. Der Autor versucht zum Glück nicht mehr, dem Nimbus der “Aufräumarbeiten” im EU zu entsprechen, wie das mit zahlreichen vorangegangenen Bänden der NJO-Serie angedacht war. Mehr steckt da aber auch nicht dahinter, ich betrachte den Band als Lückenfüller vor dem anstehenden Finale, welches ich nun auch fast durch habe.

Die Verschollenen

Die VerschollenenUrsprünglich erschien dieser Band vor Outbound Flight und damit bilden die Bände eine Duologie, die praktisch an den entgegengesetzten Enden der Zeitlinie spielen. Während Outbound Flight das Schicksal des außergalaktischen Flugprojekts zur Zeit der Alten Republik behandelt, bis es verschollen geht, dreht sich Die Verschollenen ca. 50 Jahre später um die Wiederentdeckung des vermissten Projektes.

Es ist ganz interessant gemacht, Luke und Mara zusammen mit den Chiss bei der Wiederentdeckung zu folgen und dann die abgestürzten Schiffe zu untersuchen. Dabei treffen sie nicht nur auf einige Überlebende und vor allem Nachkommen der Überlebenden, sondern auch auf eine nicht wenig verstörte Gemeinschaft, die aufgrund der Ereignisse während des Aufbruchs und des Verschwindens des Projektes stark geprägt wurde. Was dabei alles genau passiert ist, wird immer nur angedeutet, die exakten Erklärungen lassen sich erst in Outbound Flight finden. Damit wäre es sicherlich auch effektiver gewesen, zuerst dieses Buch zu lesen und dann Outbound Flight anzugehen. Was die ganze Geschichte um die Entdeckung des Projektes aber noch auf die Spitze treibt, ist die Auseinandersetzung mit den Vagaari, denen Thrawn zu seiner Zeit zusammen mit dem Outbound Flight richtig zugesetzt hatte und die nun ihre Rache wollen. Das macht das Buch für mich dann doch wieder ziemlich spannend und Luke und Mara dürfen sich das eine oder andere mal beweisen. Die Auseinandersetzung wird zwar bisweilen zu einem Gemetzel, wenn ein Squad befreundeter Sturmtruppen und die beiden Jedi sich durch eine Hundertschaft Vagaari schnetzeln, aber sie versuchen damit ja die vergleichsweise wehrlosen Nachkommen der Überlebenden zu beschützen.

Die Vagaari sind Meister im Fallenstellen und folgen einem netten ausgeklügelten Plan, Luke und Mara müssen alle diese Fallen überwinden. Beide werden hier aber etwas als Superman-Jedis dargestellt, was nicht so ganz zum Eindruck passt, den sowohl Filme als auch der größte Rest der Bücher geben. Das mag man als inkonsequent verstehen, aber man kann es auch als spaßigen Faktor sehen – freiwillig oder unfreiwillig. Trotzdem, ich habe an dem Buch im Gegensatz zur vorher von mir gelesenen Force Heretic-Trilogie in der New Jedi Order-Serie und Zahns letztem Band Allegiance wieder etwas mehr Gefallen gefunden. Ich würde sogar sagen, dass es mir auf weiten Strecken besser gefallen hat, als Outbound Flight.

Trotzdem ist doch ein wenig eine Tendenz bei den Timothy Zahn-Büchern zu sehen, die einen leichten Abfall in der Qualität andeuten. Für mich über alle Zweifel erhaben ist die erste Thrawn-Trilogie, bei der ich mich schon darauf freue, sie irgendwann nochmal auf Englisch zu lesen. Seine zweite Thrawn-Trilogie fiel dagegen schon etwas ab, woran sich auch Die Verschollenen anschließt. Danach hat er Outbound Flight geschrieben und zuletzt war der vergleichsweise schwache Band Allegiance dran. Ich weiß nicht, ob Zahn mal einen weiteren Star Wars-Band schreiben wird. Tatsächlich hätte er ja noch die Möglichkeit, den Charakter Thrawn weiter zu verfolgen, wie er in den Dienst von Palaptine kommt und für ihn anschließend die Unbekannten Regionen kartographiert. Alternativ wäre noch das Verschwinden der Katana-Flotte, wobei Thrawn damit eigentlich nichts zu tun haben dürfte. Oder er verfolgt den Charakter Mara Jade während der Ausbildung durch Palpatine weiter. Das wären mit Sicherheit Dinge, die ich gerne zwischendurch mal lesen würde.

Moviecollection

Weil mir Mr. Aulbath die Auflage erteilt hat, meine kleine “Moviecollection” zu zeigen, habe ich das mal schnell anhand des MediaMan zusammen geklickt. Das ganze ist praktisch analog zur Games Collection angelegt. Das Folgende ist ansonsten nicht so wirklich irgendwas besonderes, aber wer gerne mal einen Blick draufwerfen möchte: bitte sehr. An Mr. Aulbaths umfangreiche Sammlung komme ich nicht heran, ganz zu schweigen von der beeindruckenden Sammlung des Kollegen von Intermoviession (hoffentlich diesmal richtig geschrieben… *hüstel*). Ansonsten möchte ich gerne mit einem freundlichen “Los, los!” eure Sammlungen in euren Blogs sehen.

Kleine DVD-Sammlung.

New Jedi Order 17 – Wider alle Hoffnung

Star Wars: New Jedi Order 17 - Wider alle HoffnungZum Glück habe ich dieses Buch auch schon vor rund zwei Wochen fertig gelesen und war himmelfroh, dass es vorbei war. Während an anderer Stelle der 30jährige Geburtstag von Star Wars zelebriert wird, beschäftige ich mich hier mit einem weiteren Veriss der unlesbar gewordenen New Jedi Order-Serie, die ich nach diesem Tiefgang nur noch deshalb weiterlese, um zu wissen, wie es enden wird. Ich hege zwar dezente Hoffnung, dass die beiden Finalbände wieder besser werden, vor allem da der Band 19 von dem eigentlich ganz guten Autor James Luceno geschrieben ist, der im Star Wars-Bereich schon mit Cloak of Deception und Labyrinth des Bösen zu überzeugen wusste, allerdings auch mit Dark Lord und den beiden NJO-Bänden 4 und 5 weniger nette Sachen gemacht hat.

Ausfälle gab es in der NJO-Serie sicher schon ein paar, eigentlich dümpelt rückblickend die Serie nach den wirklich gelungenen Einstiegsbänden auf Mittelmaß herum und weiß nur noch selten wirklich zu gefallen (NJO 9, NJO 11, NJO 13). Einige Bände sind solide gemacht, aber die letzten drei Bücher von Sean Williams und Shane Dix sind mit Fug und Recht der Tiefgang der Serie. Die Suche nach Zonama Sekot, dem lebenden Planeten, ist beendet, was die ganze Sache aber nun brachte, ist völlig unklar. Nebenher wird Thahiri noch geheilt, die nun zwar wieder etwas sympathischer wirkt – man könnte auch denken: endlich hat sie ihre Probleme mal überwunden und ist nicht mehr so kindisch – und Han, Leia und Anhang kämpfen das ganze Buch über mit Admiral Pellaeon um einen Kommunikationsaußenposten, der die Verbindung zu den Chiss in den Unbekannten Regionen hält, wo sich Luke, Mara und Anhang auf Zonama Sekot befinden. Es passiert nicht wirklich irgendwas besonderes oder aufregendes oder verworrenes, was so ja schon im Vorgängerband der Fall war. Damit ist diese Trilogie in der NJO-Serie nichts weiter als ein Lückenfüller, um die Serie weiter aufzublasen. Viel mehr will ich mich darüber auch nicht weiter auslassen.

Im Juli müsste es mit Band 18 weitergehen, im Moment liegt schon Timothy Zahns Buch Die Verschollenen da, welches er schon vor Outbound Flight geschrieben hat, aber bisher nicht übersetzt wurde. Ich hoffe auch hier etwas auf dezente Verbesserung, wann ich das lese, weiß ich aber noch nicht, da ich nun nach diesem NJO-Band erst mal Pause mache, bis ich mich wieder überwinden kann. Im Juli müsste außerdem der dritte Band der Republic Commando-Serie erscheinen, dessen zweiten Band ich im letzten Jahr ganz nett empfand, obwohl mir das dazugehörige PC-Spiel nicht viel gegeben hat.

Insgesamt muss ich schon fragen, wohin die NJO-Serie abgedriftet ist. Als es vor rund sechs Jahren losging, war der erste Band von R.A. Salvatore für Star Wars-Verhältnisse ein ungewohnt düsterer Roman, der sich auch in der Retrospektive noch als sehr gut erweist. Michael Stackpole, neben Matthew Stover und Timothy Zahn der beste Autor, der dem Star Wars-EU passieren konnte, setzte den Beginn der NJO-Serie auf seinem gewohnt hohen Niveau fort. Der Einstiegsband im Jahr 2001 war für mich außerdem der Grund, zunehmend auf die englischen Originalausgaben umzusteigen, was ich bis heute nur teilweise realisiert habe. Da mein Englisch damals alles andere als gut war, nahm ich mir vor, die guten Star Wars-Bände, die ich bereits auf Deutsch kannte und die mir wirklich gefallen haben, der Zeitlinie entlang noch mal auf englisch zu lesen, um mich reinfinden zu können. Das sollte mich dazu bringen, mich an den Erscheinungsrhythmus der englischen Bücher dran zu hängen, auch damit ich nicht jahrelang auf deutsche Übersetzungen warten muss. Die NJO-Serie wurde ja nun schließlich schon vor drei Jahren abgeschlossen – nicht aber hierzulande. Mittlerweile läuft bereits die zweite Nachfolgeserie im Englischen, auch wenn diese nicht mehr so umfangreich sind, wie die NJO-Serie. Den Anschluss habe ich bisher aber nur im Zeitbereich der neuen Prequel-Trilogie geschafft, zwischendurch war ich sogar mal komplett Star Wars-abstinent und habe eigentlich erst mit Episode 3 wieder zurück gefunden. Mittlerweile hänge ich in der Zeitlinie bei den Büchern zwischen Episode 5 und 6. Bis zur NJO-Serie stehen da also auch noch ein paar Bücher aus. Mit Sicherheit werde ich die NJO-Serie aber nun nicht noch einmal komplett lesen, sondern mir nur die Highlights raussuchen, um dann hoffentlich irgendwann über die Dark Nest-Trilogie zur Legacy of Force-Serie aufzuschließen, bevor diese komplett in Deutschland erschienen ist. Es kann sich also nur um Jahre handeln, bis ich den Star Wars-Canon kenne und mir meine eigene private Kontinuität gebastelt habe.

New Jedi Order 16 – Der verschollene Planet

Star Wars - New Jedi Order 16: Der verschollene PlanetOha, ein halbes Jahr ist es her, seit ich den letzten NJO-Band gelesen habe. Durch den zweiten Teil der Trilogie musste ich mich nun regelrecht durchquälen, so lang zieht sich die Story hin. Der Bakura-Plot mit Han, Leia und Jaina ist erwartungsgemäß schlecht geworden, weshalb ich hier gar nichts weiter dazu sagen möchte. Dummerweise ist auch die Suche nach Zonama Sekot mit Luke, Mara und Jacen nicht gerade besser gewesen. Diese suchen in den Unbekannten Regionen bei den Chiss in einer Expeditionsbibliothek nach Spuren des in der Galaxis umherspringenden Planeten. Ah ja, ein Bibliotheksabenteuer also. Leider furchtbar langweilig, weil fast nichts passiert. Wenn es wenigstens eine Detektivarbeit gewesen wäre, die ein paar schöne Verknüpfungen und Kombinationen erfordert hätte. Aber so ist das ganz schlecht. Mehr gibt’s dann zu diesem Band wirklich nicht mehr zu sagen. Jetzt fürchte ich mich aber ein wenig vor dem neuen Band Nr. 17, der schon bei mir liegt. Diesmal versuche ich mich bis zum nächsten Band im Juli rechtzeitig durchzuquälen. Zwischendurch hege ich Hoffnung, dass die beiden Finalbände (NJO 18 und 19) in diesem Jahr wieder besser werden und ich dieses Kapitel endlich abschließen kann. Mit den Star Wars-Büchern ist es irgendwie ein bisschen so wie mit den Computerspielen geworden: früher mal sehr geil (man verzeihe mir dieses unmögliche Wort), spannend und ansprechend – jedenfalls die guten Sachen – heute mässig interessant und anspruchslos. Nur dass ich im Unterschied zu den Star Wars-Büchern nun wirklich keine Computerspiele mehr spiele. Na ja, nur meine zwei Cents.