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Seriencheck (VIII)

Neues Jahr, neues Glück, neuer Seriencheck. Langsam hole ich die alten Sachen auf und es stehen kaum noch welche aus. Ich überlege noch nachträglich in Desperate Housewives einzusteigen, konnte mich aber bisher nicht durchringen. Ansonsten folgen die üblichen laufenden Sachen, sowie das Nachholobjekt Star Trek – Enterprise, welches ich schon vor einem knappen Jahr gesehen habe. Das wird nicht der letzte Beitrag zu den Star Trek-Serien sein, da ich mich in einem zweiten Durchlauf befinde. Bei den aktuell laufenden Serien baue ich auf dem Serienheck vom letzten mal auf und gebe nur einen kurzen Stand der Dinge wieder. Dezente Spoiler werden enthalten sein.
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Akte X – The Movie 2 (Stand: 2. Film – durchgequält und abgeschlossen)

Im Sinne des Wasserstandes ist von meiner Seite aus nur zu vermelden, dass ich den zweiten und jüngsten Film der Serie unterirdisch schlecht fand.
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Battlestar Galactica (Stand: Season 4)

Battlestar Galactica macht ja nun doch so einige Höhen und Tiefen durch. War die erste Hälfte der vierten Season arg schwach, selbst für BSG-Verhältnisse, rappelt sich die Serie nach der langen Pause wieder richtig hoch. Der Aufstand ist eine wunderbare, typische BSG-Wendung, destruktiv, unbarmherzig, tödlich. Was den pessimistischen Charakter der Serie unterstreicht. Es folgen ab der Mitte der zweiten Hälfte zwar wieder wenig spektakuläre Episoden, aber mir persönlich hat zumindest die vorletzte Episode mit Starbuck wunderbar gefallen, wie sie den Song All along the Watchtower am Klavier spielt. Ich freue mich auf den Soundtrack zur vierten Season, denn Bear McCreary, der sowieso einen fantastischen Job bei der Musik für die Serie geleistet hat, übertraf sich hier selbst. Das hat er auch wunderbar in seinem Blog festgehalten. Ansonsten hoffe ich, dass sie nun weniger spektakuläre Episoden gemacht haben, um sich genug Kracher für das kommende Finale aufzuheben.
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Californication (Stand: Season 2 Finale)

Californication war auch in der zweiten Season immer noch groß. Mir hat zwar die erste Season einen Tick besser gefallen, aber das dürfte vor allem daran liegen, dass diese auf mich neu und originell gewirkt hat. In der zweiten Season kennt man ja nun die Charaktere und weiß sie einzuschätzen. Da müssen dann verquert-witzige Situationen wie die “mouth-rapist”-Szene (<- bestimmt ein tolles Google-Schlagwort) herhalten. Fand die zweite Season enorm witzig und einem Kauf für’s DVD/BD-Regal steht nicht viel im Wege. Wenn ich Zeit für die Discs haben werde…
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Chuck (Stand: Season 2)

Neben Lost die interessanteste, momentan laufende Serie. Äußerst schade, dass es nach der zweiten Season wohl vorbei sein wird. Verdammte Axt!
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E.R. (Stand: Season 15)

Insgesamt ist E.R. ein bezeichnendes Bild der Realität des Gesundheitswesens und damit eine einzige Anklage gegen die herrschenden Verhältnisse. Das war E.R. ja schon immer. Gleichzeitig enthält die Serie eine eindringliche Form der Aufklärung. Leider ist ansonsten nicht mehr viel geblieben, da hilft auch die Rückkehr von Carter nichts mehr.
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Fringe (Stand: Season 1)

Mir gefällt Fringe seit ein paar Episoden richtig gut. Vor allem seit 1.09 nahm die Serie ordentlich Aufschwung und hat mir im Gegensatz zu den vorherigen mal richtig gut gefallen. Die Story war endlich mal anders konstruiert und hat viel mehr Fragen aufgeworfen, als sonst. Hat nun Massive Dynamic ihre Finger deutlich mehr im Spiel oder nicht? Haben sie den Mitarbeiter irgendwie dazu veranlasst, sich diesen Halluzinationen auszusetzen bzw. haben sie ihm das Zeug verabreicht, ohne dass er es weiß? Oder steckt doch ein Komplott von John dahinter? So wirklich wurde das ganze ja nicht aufgeklärt. Das zeigt eine schöne Ambivalenz zwischen den “Bösewichtern” Massive Dynamic und John Scott. Wer ist nun wirklich ein Bösewicht von den beiden? Bin mal gespannt, ob die Sache des “Pattern” in der Serie jemals richtig aufgelöst wird. Insgesamt kam Fringe endlich mal ein wenig in Fahrt. Und so geht’s auch gleich mit der Entführung Olivias und der Raum-Zeit-Maschine in der nächsten Episode weiter. Fringe rafft sich wirklich auf. Neuer Bösewicht in den Episoden; der “Observer” irgendwo versteckt in jeder Episode; Olivias Ex-Lover Scott kann sie in ihrer Traum-Verschmelzungs-Sequenz sehen?! (what the hell!!); Olivia wird entführt. Das ist schon ordentliche Dramatik geworden. Bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

Dass sich Fringe seit der Midseason-Pause enorm gesteigert hat, zeigt vor allem auch die jüngste Episode 1.14 Ability, mit der die Serie schwer spannend geworden ist. Obwohl manche Handlung immer noch nicht sonderlich originell wirkt, wirken die Schauspieler deutlich sattelfester und überzeugter. Die persönliche Story in Ability tut schließlich ihr übriges, um mit den Figuren, genauer Olivia mit zu fiebern. Die persönlicheren Geschichten sind zwar ein Dreh, den man aus Alias übernommen hat, aber wenn’s da funktioniert hat, warum hier nicht wieder. Und Fragen kommen da ja auch einige auf. Hat Walter etwa das Manuskript geschrieben? So darf Fringe gerne weiter laufen. Außerdem war die Musik ganz fantastisch, Giacchino kommt auch immer mehr in Form.
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Heroes (Stand: Season 3 “Volume 3 Finale” und Season 3.2 – abgebrochen)

Ich muss ja zugeben, dass ich von dem Finale des dritten Volume komplett überrascht wurde, weil es auf einmal da war und so unspektakulär daherkam. Gleichzeitig hat mich das total verwirrt zurück gelassen, weil ich überhaupt nicht mehr wusste, worum es eigentlich ging. Mit der geänderten Zukunft, die es am Anfang der Season kurz zu sehen gab, hatte das doch nun gar nichts mehr zu tun. Ich bin etwas sprachlos über das Kuddelmuddel, was die Serie hier als “Auflösung” gebracht hat. Allerdings habe ich auch beschlossen, mir die Serie wenigstens noch einmal in Ruhe und konzentriert auf DVD anzuschauen, vielleicht verstehe ich es dann ja besser. Trotzdem habe ich etwas Hoffnung, dass es wieder besser wird. Klingone Worf als Mr. President wird es hoffentlich wert sein, wieder einzuschalten.
Insgesamt haben mir in der Season 3.1 aber die vielen interessanten “Comic-Kameraeinstellungen” gefallen. Jede Szene könnte tatsächlich ein gezeichnetes Bild in einem Comicheft sein. Bin mal gespannt, ob es dazu eine Doku auf einer der Season-DVDs gibt.

Leider bleibt Season 3.2 auf einem ähnlich mäßigen Niveau und die Charaktere werden mal wieder arg durcheinander geworfen. Zu sehr sind sie mir mittlerweile “out of” und habe mit denen von Season 1 nicht mehr viel zu tun. Nach rund fünf Episoden habe ich nun den Stecker gezogen. Ich ringe zwar noch mit mir, die Episoden weiter zu schauen, werde das aus Zeitmangel aber doch auf eine in weiter Ferne liegende DVD-Sichtung verschieben. Heroes macht so jedenfalls keinen Spaß mehr.
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Life on Mars (Stand: Season 1)

Die Serie ist nach Pushing Daisies und Chuck der Freudenquell schlechthin, wenn wir mal auf der leicht komödiantischen Schiene bleiben. Witzige Storys und verdammt coole Musik tragen ihren Teil dazu bei. Leider scheint es ja auch nur bei einer Season zu bleiben. Schade.
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Lost (Stand: Season 5)

Nach schwachem Seasonstart schwingt sich auch Lost zu bekannten Höhenflügen auf. Die Mystery-Komponente ist nach wie vor stark und man fragt sich schon, wie das alles zusammen hängt und wer zu wem gehört. Und wieso nun eigentlich alle zurück müssen um was überhaupt zu erreichen. Trotz schwachem Start war eine der besten Szenen war für mich eigentlich gleich die Anfangsszene, als Daniel in der Vergangenheit mit in den Schacht unter der Orchid-Station kommt. Mittlerweile ist dies durch die immer brillanter werdende nicht-lineare Erzählstruktur ja sogar aufgeklärt, jedenfalls kann man als Zuschauer das entsprechende Puzzlestück anbringen. Die erzählerischen Sprünge hin und her sind eigentlich typisch Lost, obwohl es keine klassischen Flashbacks oder -forwards mehr sind. Das hängt sicher mit den verkürzten Seasons zusammen, so dass man nun durch die Geschichte durchrennen muss. Aber trotzdem fand ich, dass zumindest ein paar Sachen aus Season 2 und 3 aufgeklärt oder zumindest angedeutet wurden.

Dann sind da die Zeitsprünge, die zudem nur unsere Losties zu betreffen scheinen. Und anders als Daniel das sagt scheinen die Sprünge doch die Zeit ein wenig zumindest zu ändern, wie man bei Desmond sieht. Die Erinnerung an die Begegnung mit Daniel auf der Insel wird ihm erst jetzt drei Jahre nach seinem Entkommen von der Insel eingepflanzt, weil es “vorher” einfach noch nicht passiert war. Zumindest er steht scheinbar außerhalb der Zeitlinie und ihn können Veränderungen in der Vergangenheit betreffen. Was ich ja wieder brillant fand, war die Überlagerung verschiedener Zeitebenen. Mit dem letzten Zeitsprung sind ja gleichzeitig drei Sachen passiert: Locke dreht am Rad (das ist wörtlich gemeint!), gleichzeitig wird das Flugzeug 316 mit Jack, Kate, usw. sowie dem toten Locke an Board erfasst und die verbliebenen Losties Sawyer, Juliet usw. landen im Jahr 1974. In dem Moment also, in dem Locke das Rad dreht, liegt er tot im Flugzeug und macht die Bruchlandung auf der Hydra-Insel mit, wo er anschließend wiederbelebt wird. Jack, Kate und Hurley dagegen reißt es ins Jahr 1977, wo sie von Jin und Sawyer gefunden werden, die selbst seit drei Jahren unter den Dharma-Leuten leben. Lost zeigt hier vor allem mal wieder seine erzählerische Komplexität und die anfangs geäußerte Kritik an der Zeitreise-Thematik dürfte angesichts der originellen Wendungen ad absurdum geführt sein. Nun dürfte darum gehen, wie die Losties alle zusammen wieder in ihre zeit zurück kommen.

Zu Charlotte gibt’s noch zu sagen, dass sie ja leider bisher nichts weiter zur Story von Lost beigetragen, genauso wie Miles. Das ist etwas Kritik, die ich an der Serie anbringe: die Einführung neuer Figuren und die Verkürzung der Season ist nicht so wirklich gut für die Serie, da der Fokus auf die alten Losties verloren geht und über die gäbe es sicherlich noch sehr viele interessante Storys zu erzählen bzw. Fragen aufzulösen. Ich wünsche mir jedenfalls, dass es wie etwas mehr zurück zu den Wurzeln geht. Aber nicht dass ich Lost nun schlecht fände, ganz im Gegenteil, der Charakter der Serie hat sich einfach enorm geändert.
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Star Trek – Enterprise (Stand: Season 4 – abgeschlossen)

An sich ist die Idee ja nicht schlecht, die erste Enterprise im Weltraum zu beobachten, die beginnt, das Universum zu erforschen. Leider beginnt die Serie aber mit sehr vielen lahmen Episoden, selbst der Pilotfilm war nun wirklich nicht herausragend. Manches wird außerdem nicht ausgereizt: da hat die Enterprise einen “Hitchiker” im Schlepptau, hilft ihnen schließlich und nur am Rand gibt es eine erste Auseinandersetzung mit den Klingonen, diese wäre aber mindestens eine ganze Episode wert gewesen. Teilweise gibt es gute Charaktere, teilweise aber auch sehr seltsame. Ganz gut ist der Captain, die arrogante Vulkanierin, der Doktor oder der Sicherheitsoffizier, der einen besonnenen und ruhigen Eindruck macht. Zumindest anfangs macht der schleimige Draufgänger einen schlechten Eindruck, welcher der Technikexperte und Ingenieur des Schiffes ist. Das ist mehr als seltsam, weil diese Eigenschaften schlecht zusammen passen. Ohne Worte kann dagegen der langweilige, naive und unerfahrene Pilot belassen werden. Damit war auch schon Season 1 rum. Season 2 wurde ein wenig besser und hatte einige wirklich hervorragende Episoden, aber auch einige Rohrkrepierer. Hier kommt aber das Gefühl, dass die Sternenflotte nur ein kleines Licht in der universellen Gemeinschaft ist, durchaus sehr gut herüber.

Leider wird das in der dritten Season komplett über den Haufen geworfen, was total doof ist. Dass man sich den sinkenden Einschaltquoten anpassen muss und stärkere Veränderungen einschließlich signifikanter Charakteränderungen bringt, nun, dagegen habe ich im Grunde nichts. Äußerst gelungen ist die Integration der Vulkanierin T’Pol, die für die Mission der Enterprise ihre Anstellung beim Vulcan High Command niederlegt, um bei ihren menschlichen Freunden zu bleiben. Bedenkt man die Auseinandersetzungen und auch Vorurteile der Menschen gegenüber den Vulkanieren am Anfang der Serie, ist das eine wirklich gelungene Entwicklung über den Lauf der ersten beiden Seasons Enterprise hinweg. Denn das ist das Konzept der Integration eines Fremden, welches ein Bestandteil aller Star Trek-Serien (Spock, Worf und Data, Odo und Kira, Neelix und stärker noch Seven of Nine) ist und durchaus immer wieder Spannung erzeugt hat. Leider kommt dieses Konzept in der dritten Season zu kurz, T’Pol hat, mehr oder weniger, den Sprung geschafft und sich von der arroganten Vulkanieren zu einem akzeptierten Mitglied der Crew gewandelt. Zudem stehen menschliche Dilemmata, Konflikte, Moral und Ethik oder Emotionen nur noch selten im Vordergrund, da sich die Serie mit Season 3 zu einer Art 24 im Weltraum gewandelt hat. Eigentlich hätte ich noch nicht mal etwas gegen den zunehmenden Actionanteil und die CGI-Aufnahmen der Enterprise sehen sowieso super aus. Aber die Story um die Xindi-Superwaffe, welche die Erde zerstören soll und die ein Jahr andauernde Mission im Delphic Expanse ist mehr als hanebüchern, hohl und langweilig. In fact, this ist not the Star Trek I want to see! Hat mir die zweite Season zur Hälfte wenigstens gut bis sehr gut gefallen, inklusive einer Lieblingsepisode, die locker an die Top-Episoden der bisherigen Serien heran kommt, während die andere Hälfte der zweiten Season für den Mülleimer ist, kommt die dritte Season nur in wenigen Episoden ansatzweise an das Prädikat gut und sehenswert heran. Ganz klar ist die deutlich dunklere Atmosphäre auch eine Reaktion auf 9/11, wobei ich mich hier ernsthaft frage, ob das sein musste.

Im Verlauf der dritten Season wird Enterprise aber immer schlimmer. Nicht nur gibt es Folterszenen, ein Enterprise-Captain fängt schließlich an, einen Akt der Piraterie zu begehen und andere Schiffe ihrer lebenswichtigen Systeme zu berauben. Ja, Kinders, was hat das noch mit Star Trek zu tun? Der Zweck heiligt eben die Mittel – was für eine miese Attitüde… Den Vergleich mit den Reaktionen auf 9/11 spare ich mir mal, aber wenn es eine miese Analogie, ein schlechtes Spiegelbild auf bestehende Verhältnisse und kürzlich erfolgte Ereignisse gegeben hat, dann ja wohl hier. In so übler Weise instrumentalisiert die Serie die Ereignisse des 11. September 2001 und rechtfertigt unmoralisches Handeln, wobei die Bedrohung durch die Xindi als Aufhänger dient. Aber noch mal: das ist nicht das Star Trek, welches ich sehen möchte. Die Menschheit hat nun gerade einmal seit zwei Jahren die Möglichkeit, das Weltall zu erforschen und zu anderen bekannten Planeten zu reisen, ohne monate- oder jahrelang unterwegs zu sein. Es wäre doch viel schöner zu sehen, wenn die Enterprise in den Systemen um der Erde herum forschen würde, sich bei anderen Spezies vorstellt und diplomatischen Kontakt aufnimmt, irgendwelche menschliche Kolonien errichtet, Wissenschaftler in benachbarte Systeme bringt oder naheliegende Raumphänomene untersucht. Was soll die Enterprise so weit draußen? Demzufolge empfinde ich den Konflikt mit den Xindi und die ständigen bewaffneten Auseinandersetzungen im Delphic Expanse eher belanglos, weil es hier nicht mehr darum geht, worüber Star Trek eigentlich handelt. Hier fehlt der humanistische Anstrich, den die Star Trek seit Kirk und Co. hat. Der Wagon Train im Weltall und die Final Frontier erfahren keine Beachtung mehr und das ist mehr als schade. Denn ich mag die meisten Charaktere, sogar Trip wird interessanter, und die Ausgangssituation samt Szenario ist für das Star Trek-Universum wirklich interessant und spannend. Das Potential war wirklich fantastisch, wurde aber kaum ausgereizt.

Nur wenige Episoden der dritten Season werde ich mir deshalb noch einmal anschauen. Diese werde ich dann genüsslich schlecht finden und sie ebenfalls in den Mülleimer werfen, respektive aus meiner persönlichen Star Trek-Kontinuität streichen. Den ganzen Xindi-Handlungsstrang will ich nun am liebsten wieder vergessen, so schlecht ist dieser umgesetzt. Star Trek – Enterprise hat sich mit Season 3 wirklich zu einer miesen Actionserie entwickelt, der Captain ist ein Jack Bauer im Weltraum geworden. Archer war in den ersten beiden Seasons immer ein interessanter und annehmbarer Charakter gewesen, inzwischen hat er sich zu einem hassenswerten Individuum entwickelt. Nicht weil der Schauspieler schlechter geworden, sondern weil der Charakter in Situationen gesteckt wird und dort out-of-character handelt, ohne Rücksicht auf Tote und Verletzte sein Ziel durchsetzt. Die Storys waren schlecht, weil sie den Captain so handeln ließen. In meinen Augen ist das kein Star Trek mehr. Unter einem anderen Namen wäre die Serie vielleicht in Ordnung, aber nicht wenn diese Season Star Trek heißt.

Und nun bin ich auch mit der vierten und letzten Season Enterprise durch und damit der letzten Serie von Star Trek überhaupt. Season 4 hat sich wieder stark aufgerafft und entspricht viel eher dem typischen Star Trek, ja die Qualität hat sich meines Erachtens doch wieder auf dem typischen Niveau der Serien seit Next Generation bewegt. Es waren mit Sicherheit einige starke Episoden wie der Vulcan-Dreiteiler dabei. Auch wenn das Finale nicht ganz so spannend war (und nur eine Stunde ging), war ich danach fast so traurig und wehmütig wie nach dem Finale von Next Generation. Warum weiß ich nicht so recht, denn obwohl Enterprise wieder besser wurde, könnte es auch daran liegen, dass es die letzte Star Trek-Episode bisher war. Dabei mochte ich insgesamt Enterprise wegen einiger der Charaktere irgendwie, obwohl wie gesagt mindestens die Hälfte der Episoden für den Eimer ist. Aber der Ausgangspunkt und die drei Figuren Archer, T’Pol und Trip sind mir ans Herz gewachsen.

Ein wenig fühle ich mich wie die Trekkies in den 1970er Jahren, als plötzlich die Originalserie, lange nachdem sie abgesetzt wurde, so einen phänomenalen Aufschwung nahm. Ich habe mir seit über einem Jahr die Episoden ab Next Generation über Deep Space Nine und Voyager bis hin zu Enterprise angesehen, alles lange nachdem diese Serien gelaufen sind. Mir hat es gefallen und ich wünsche mir neue Star Trek-Serien, auch wenn ich mir gut vorstellen kann, dass es schwer ist, mit neuen Ideen im Star Trek-Universum daher zu kommen.

Durchweg gut gefallen hat mir der hohe Produktionsstandard, den die Serie an den Tag gelegt hat. Die Ausstattung ist schon sehr üppig, selbst im Vergleich zu den vorherigen Star Trek-Serien. Dazu kommen massig nett gemachte CGI-Aufnahmen, die für Serienverhältnisse nach der Jahrtausendwende ziemlich gut aussehen. Hier merkt man schon, dass enorm viel Geld in die Produktion geflossen ist.

Es folgt nun noch meine Best of-Liste von sehenswerten Episoden, die ich mir ein zweites mal anschaue, aber sicherlich noch einige weitere streichen werde.

ENT 1.01/02 Broken Bow
ENT 1.03 Fight or Flight
ENT 1.05 Unexpected
ENT 1.07 The Andorian Incident
ENT 1.08 Breaking the Ice
ENT 1.09 Civilization
ENT 1.12 Silent Enemy
ENT 1.14 Sleeping Dogs
ENT 1.15 Shadows of P’Jem
ENT 1.19 Acquisition
ENT 1.23 Fallen Hero
ENT 1.25 Two days and two nights
ENT 1.26 Shockwave

ENT 2.01 Schockwave, Part II
ENT 2.02 Carbon Creek
ENT 2.03 Minefield
ENT 2.04 Dead Stop
ENT 2.05 A Night in Sickbay
ENT 2.07 The Seventh
ENT 2.09 Singularity (die einzige Enterprise-Episode, die mir richtig gut gefallen hat)
ENT 2.10 Vanishing Point
ENT 2.12 The Catwalk
ENT 2.14 Stigma
ENT 2.15 Cease Fire
ENT 2.16 Future Tense
ENT 2.19 Judgment
ENT 2.23 Regeneration
ENT 2.24 First Flight
ENT 2.26 The Expanse

ENT 3.01 The Xindi
ENT 3.02 Anomaly
ENT 3.05 Impulse
ENT 3.08 Twilight
ENT 3.10 Similitude
ENT 3.13 Proving Ground
ENT 3.14 Stratagem
ENT 3.16 Doctor’s Orders

ENT 4.01 Storm Front
ENT 4.02 Storm Front, Part II
ENT 4.03 Home
ENT 4.07 The Forge (1)
ENT 4.08 Awakening (2)
ENT 4.09 Kir’Shara (3)
ENT 4.11 Observer Effect
ENT 4.12 Babel One (1)
ENT 4.13 United (2)
ENT 4.14 The Aenar (3)
ENT 4.15 Affliction (1)
ENT 4.16 Divergence (2)
ENT 4.17 Bound
ENT 4.18 In a Mirror, Darkly (1)
ENT 4.19 In a Mirror, Darkly (2)
ENT 4.20 Demons (1)
ENT 4.21 Terra Prime (2)
ENT 4.22 These are the Voyages…
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Star Wars – The Clone Wars (Stand: Season 1 Episode 7 – am Aufholen)

Kürzlich habe ich mir den Pilotfilm auf DVD angeschaut, nachdem ich ihn im Kino verpasst habe. Der war einfach herrlich erfrischend, offensichtlich witzig und es gab jede Menge lustiger Kabeleien zwischen Anakin und der herzallerliebsten Ahsoka. Damit ist der Pilotfilm schon mal deutlich besser als erwartet. Für einen Star Wars-Fan lohnt sich also der Pilotfilm locker und ich denke auch, dass es mit der Serie selbst nicht anders sein wird. Die Serie ist nach den ersten sieben Episoden vor allem sehr actionreich, es macht Spaß und über die dummen Battledroids der Seperatisten schmeiße ich mich regelmäßig weg.
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The Simpsons (Stand: Season 1)

Habe Season 1 gesehen und Season 2 steht kurz bevor. Jepp, der Humor trifft meinen Nerv, aber es darf ruhig noch lustiger werden. The Simpsons ist für mich ebenfalls eine Serie, die ich früher nie so recht gesehen habe und die ich nun nachholen will. Ansonsten gibt’s aber noch nicht viel mehr zu sagen.
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The Unit (Stand: Season 4)

Läuft auch noch in meinem Programm. Schade, dass auch dies wahrscheinlich die letzte Season sein wird.
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Warteliste:

Magnum, P.I.
Young Indy
House
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Auf dem Radar:

Virtuality
Caprica
Star Wars: Real Series

Seriencheck (VI)

Und auf ein Neues… Diesmal hinke ich ziemlich weit hinterher, was die Serienbesprechungen betrifft. Aber ich bin immer noch in meinem Projekt drin, einige ältere Shows nachzuholen. Ärgerlich: Als ich am Sonntag bis auf Deep Space Nine alle Beiträge um- und fertiggeschrieben habe ging schließlich ein halber Nachmittag verloren, weil dummes Wordpress nur die Texte bis einschließlich Battlestar Galactica abspeicherte. Anschließend musste ich auf eine alte Version meiner Stichpunktesammlung zurückgreifen, um wenigstens noch etwas vom Rest zu haben, den ich schließlich noch mal überarbeiten durfte. Nun gut, neben E.R. taucht diesmal nicht nur eine weitere Star Trek-Serie oder auch Akte X auf, sondern wie immer vergleichsweise aktuelle Shows wie Heroes, Lost, The Unit oder Terminator – The Sarah Connor Chronicles. Wegen der Länge des Eintrags verschiebe ich meine Besprechungen von Ally McBeal, Voyager und Enterprise auf das nächste mal, alle drei Serien habe ich schon vollständig gesehen. Einige der im folgenden aufgezählten Serien sind schon vor längerer Zeit gelaufen, andere habe ich ebenfalls bereits vor Monaten abgeschlossen. Beispielsweise sind die aktuellen Seasons der Serien Chuck, Heroes, Pushing Daisies und The Unit bereits im Herbst 2007 gelaufen und wurden aufgrund des Autorenstreiks in Hollywood bisher nicht weiter geführt. Da verzichte ich bei zweien gleich darauf, noch großartig etwas zu sagen, da sich meine Meinung gegenüber dem letzten Eintrag aufgrund der wenigen neuen Episoden nicht signifikant geändert hat. Andere Serien wie Deep Space Nine oder E.R. habe ich dagegen schon vor Monaten abgeschlossen und versuche das nun zu rekapitulieren. Alle folgenden Texte habe ich zum Teil über Monate hinweg geschrieben, das heißt, es sind anfangs während des Schauens Stichpunkte oder ganz ausformulierte aber kurze Texte entstanden, die sich auf meinen damaligen Stand in der Serie beziehen und die ich nun in einen ordentlichen Fließtext kompiliere. Heute bin ich in der Regel einige Episoden/Seasons weiter oder bereits am Ende angelangt. Wie üblich wird es ungekennzeichnete und mittelschwere Spoiler in den Texten zu BSG, Lost und The Unit geben, also vor allem bei den Serien, die hierzulande noch nicht gelaufen sind.
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Akte X (Stand: Season 1)

Seit kurzem bin ich mit der ersten Season von Akte X durch und ich muss sagen, dass ich die Serie bis hierhin … fürchterlich finde. Einige Episoden waren völlig unterirdisch und ich habe diese gar nicht richtig zu Ende geschaut. Andere Episoden waren bestenfalls nett. Nur gegen Ende der Season wurden die Episoden dezent interessanter, die Schauspieler für meinen Geschmack sattelfester und weniger bemühter. Trotzdem gibt es (versteckte) Qualitäten in der Serie, die mich doch ein wenig ansprechen und weshalb ich die Serie vorerst weiter schauen werde. Mir gefällt der relativ realistische Ansatz eines Dokumentarfilms, der schlichtweg unwahrscheinliche Phänomene einbindet. Die Kulissen vor allem sehen völlig normal aus und sind keine Design-Kunstwerke, speziell für den Zweck, eine Botschaft zu vermitteln oder eine bestimmte Atmosphäre zu unterstreichen. Das tun sie in Akte X sicher auch, aber vergleichsweise normal und real für die Doku-Stimmung. Insgesamt macht die Serie bisher auf mich aber einen wenig wertigen Eindruck, was für mich anfangs doch etwas gewöhnungsbedürftig war, den ich mittlerweile aber gar nicht so schlecht finde. Weiterhin ist das Duo Scully und Mulder bestens ersonnen. Es werden glücklicherweise keine dumpfen Klischees bedient, bzw. werden diese ziemlich schnell (Scullys Freund) über Bord geworfen.

Leider mangelt es meiner Ansicht nach bisher in dieser ersten Season aber noch an wirklich interessanten Geschichten. Tatsächlich kann ich mir nur schwer vorstellen, was an dieser ersten Season einen Hype ausgelöst haben könnte. Denn bisher gibt es wirklich keine Episode, die mir richtig gefallen und mich überzeugt hat. Sollte diese Serie wirklich gut sein? Wie ist das Akte X-Phänomen entstanden? Ich schätze, ich muss noch eine Weile weiter schauen bis ich Antworten erhalte. Ich weiß, die Wahrheit ist irgendwo da draußen…
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Battlestar Galactica (Stand: Season 4 Episode 10)

Über ein Jahr ist es nun schon her, als ich mich zum Finale der dritten Season geäußert habe. Inzwischen lief schon der Razor-Film und die erste Hälfte der finalen vierten Season. Dass Battlestar Galactica so langsam produziert und noch viel langsamer ausgestrahlt wird, kann ich dabei nur schwer nachvollziehen. In vier Jahren seit 2004 haben sie es gerade einmal auf 73 Episoden, eine winzige Webisoden-Serie und den Razor-Film (plus die Miniserie extra im Jahr 2004) geschafft. Von den 73 Episoden sind drei von 40 auf 65 Minuten erweitert worden und es stehen noch die restlichen 10 Episoden aus, die erst nächstes Jahr gezeigt werden. Jemine! Andere Serien kommen in der Regel mit 23 Episoden im Jahr daher und bringen es demzufolge in vier Jahren auf ganze 92 Episoden.

Anyway, Season 4 bietet einen fürchterlichen und mit Sicherheit den schlechtesten Auftakt einer Battlestar Galactica-Season. Zweifelsfrei sind die ersten fünf Episoden der vierten Season die Schlechtesten der ganzen Serie. So ziemlich alle Charaktere angefangen von Starbuck über Roslin und Adama bis hin zu Baltar sind mir regelrecht auf den Senkel gegangen. Es ist wirklich unglaublich, wie viel Potential sie im ersten Drittel der vierten Season verschwendet haben. Was sie mit der Zeit alles hätten anstellen können… So ganz, ganz langsam rafft sich die Serie meiner Meinung nach auf, aber die erste Hälfte war schon vorbei, als wirklich mal was passiert ist. Nun gut, die zehnte Episode bot mit der Landung auf der vermeintlichen Erde einen schönen Cliffhanger und so ganz kann ich mir da keinen Reim drauf machen. Ich hoffe, dass die zweite Hälfte im nächsten Jahr das anständig erklären wird. Außerdem hoffe ich, dass die mysteriösen Einflüsse aus dem wirklich gelungenen Razor-Film einbezogen und erklärt werden. Ein ganz klein wenig freue ich mich als doch auf das Ende von Battlestar Galactica im nächsten Jahr, in der Hoffnung, dass sie wie in den bisherigen Seasons doch noch mal auf die Pauke hauen, und die bis zu drei weiteren BSG-Filme im Razor-Stil, die da noch kommen sollen.
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E.R. (Stand: Season 14 – aufgeholt)

Nachdem ich mit Season 8 so meine Mühen hatte, habe ich dagegen Season 9 und 10 wieder sehr gut aufgenommen. Ich weiß nicht direkt, woran es liegt, die Zunahme des Actionanteils der Serie, Robert Romano, der gegen Ende der Season richtig aufdreht, oder dass ich es seit Season 9 auf Englisch schaue. Aber E.R. hat wieder zugelegt. Und mit dem Finale der 9. Season in Kisangani zeigt die Serie weitaus beeindruckender das Leiden Afrikas als vergleichsweise andere Filme wie Blood Diamond. Ich glaube, Season 10 oder 11 waren damals die Seasons, wo ich nach und nach den Faden verloren habe und immer wieder Episoden verpasst habe. Demnach freue ich mich nun sachte auf mir unbekannten Episoden … die ich in der Zwischenzeit auch gesehen habe. Mittlerweile bin ich aktuell an der USA-Ausstrahlung dran, wo gerade das Finale der 14. Season gelaufen ist. Selbige war wiederum eher mittelprächtig und ich kann schon verstehen, warum diese Serie eigentlich abgesetzt werden sollte. Vermutlich wird es nur noch eine vollständige Season geben, bis wirklich Schluss ist.
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Heroes (Stand: Season 2)

Heroes bietet ein sehr gutes Spiel zwischen Gut und Böse, welches vielen Charakteren inhärent ist und welches mir so bisher in der ersten Season noch gar nicht aufgefallen ist. Da muss ich mal drauf achten, wenn ich endlich mal zu den DVDs komme. Noah Bennet beispielsweise entwickelt sich vom bad guy zum liebenden Familienvater und garantiert mit durchaus drastischen Mitteln die Sicherheit seiner Familie. Dass er dabei auf einem schmalen Grad zwischen Gut und Böse wandelt, zeichnet nicht nur ihn, sondern viele Cahraktere und somit die ganze Serie aus. Niemand ist einfach per se gut oder böse. Nikki, Nathan, selbst Peter, auch Adam, alle tun sie schlechte und gute Dinge. Beide Entitäten werden innerhalb eines Charakters und deren Verhalten widergespiegelt. Kaum eine Figur ist eindeutig einer Seite von gut oder böse zugeschrieben. Das finde ich faszinierend.

Allerdings war die zweite verkürzte Season alles andere als gut. Zu zerfasert waren die einzelnen Handlungsfäden und es schien kein gemeinsames Ziel zu geben. Noch dazu waren die meisten ziemlich langweilig. Hinzu kommt, dass die Serie den Fehler macht und zu viele neue Charaktere einführt, wofür viel Zeit drauf geht und diese nicht in die vorhandenen Charaktere investiert werden kann. Bisweilen waren einige der neuen Charaktere wie die Dominikaner auch schwer nervig. Da es offenbar auch gar keinen Plan für diese Figuren gab, wurden diese sogar schnell wieder getötet, heißt, aus der Serie herausgeschrieben. Damit macht ihre Einführung und die Zeit, die man für sie verwendete, natürlich auch gar keinen Sinn mehr. Trotzdem freue ich mich irgendwie auf eine hoffentlich wieder bessere und vollständige dritte Season. Vorausgesetzt es wird keinen Schauspielerstreik geben.
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Lost (Stand: Season 4)

Lost ist immer noch meine Lieblingsserie unter den aktuell laufenden Shows. Gleichzeitig gibt es aber gar nicht mal so viel zu sagen, da Lost den Charakter-Anteil etwas zurückgeschraubt hat und es mit Spekulationen nicht so weit her ist, denn die Produzenten überraschen einen ja doch wieder mit einer völlig neuen Wendung auf die ich selbst gar nicht erst kommen würde. Demzufolge bleibt auch nur altbekanntes zu sagen: großartig geschauspielert, fantastische Erzählweise, spannend, abwechslungsreich und zum Mitdenken, eben eine Ausnahmeerscheinung am Serienhimmel. Ich denke, was wir in den ersten beiden Episoden der vierten Season gesehen haben, diente erst mal nur dazu, die Story wieder in Gang zu bringen, nachdem das Kapitel mit den Anderen weitestgehend abgeschlossen wurde. Nun sind unsere Losties teilweise als “Andere” zu verstehen und verhalten sich auch ein bisschen so gegenüber den Neuankömmlingen vom Frachter. Aber vor allem sind wir in den beiden Episoden massig mit Fragen bombardiert worden, was im Laufe der Season sich auch nicht gerade viel änderte. Außerdem nahm ich an, dass die vier Neuen durchaus noch für einige Überraschungen sorgen würden und nicht unbedingt das sind, was sie zu sein scheinen. Das wäre Lost-typisch etwas, was uns schon manchmal auf’s trügerische Glatteis geführt hat. Meine Annahme erwies sich aber als nicht ganz so zutreffend, tatsächlich brachten die neuen Charaktere nicht sehr viel in die Serie mit ein und waren bis auf Daniel eher zeitraubendes Beiwerk. Hier hätte ich mir doch gewünscht, dass sie den Fokus auf unseren Losties belassen und deren Geschichten weiter erzählen. Sawyer hat beispielsweise keine Episode spendiert bekommen und hatte damit seit dem Beginn der dritten Season keine mehr.

Etwas schade finde ich aber nun, dass ich mit meiner Theorie wohl doch falsch liege und das Flugzeug vor Bali tatsächlich nur ein falsches ist und offenbar von Widmore dort platziert wurde. In diesem Zusammenhang ist auch die Aussage von Faraday interessant: “You can’t change the future.” Das halte ich für eine Botschaft an uns Zuschauer, die sagen soll, dass alle bisherigen Flashforwards auch wirklich so eintreten werden. Offenbar haben unsere Losties doch einiges ins Arge gebracht und müssen es später wieder ausbügeln. Ich wundere mich, was das sein wird, was da schlimmes noch passieren wird.

Geändert hat sich die Erzählweise seit dieser Season, diese ist wesentlich direkter und einfacher geworden – eben weil sie die Handlung in 15 statt 23 Episoden pressen mussten. Die letzten paar Episoden waren zwar wieder hochgradig spannend und obwohl die Jack-Episode wirklich nicht ganz so toll war, toppte sich Lost aber seit der Pause irgendwie nur noch. Die Episoden gingen meiner Meinung nach ab wie eine Rakete. Das geht einerseits ein wenig zu Lasten der Charaktere, andererseits gab es wie zu Locke wohl wirklich nicht unbedingt neues zu seiner Persönlichkeit zu erfahren. Die Erzählweise konzentriert sich nun viel stärker auf die Geschichte und treibt diese voran, anstatt sich auf die Charaktere zu konzentrieren. Das finde ich persönlich etwas ärgerlich, weil die Story viel dichter gepresst wird und sich keine Zeit mehr für die Charaktere nimmt. Trotzdem gab es ein großes und spannendes Finale. Ich mag die vierte Season nun im Nachhinein wirklich sehr, aber man merkt schon, dass sich die Serie stark verändert hat.

Eine weitere vermeintliche Veränderung betrifft ja die Erzählstruktur mit der Neuerung der Flashforwards. So wie ich das sehe halten Flashbacks und Flashforwards sich allerdings grob in der Waage. Generell hat sich an der Erzählweise der Serie mit den Flashforwards aber meiner Auffassung nach nicht viel geändert. Auch die Flashforwards dienen als prinzipielle Analogie zu den Geschehnissen auf der Insel, zeigen ähnliche oder gar dieselben Verhaltensmuster und erklären somit das Getue unserer Losties hier und da (bzw. dann und jetzt).
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Star Trek – Deep Space Nine (Stand: Season 7 – komplett)

Wie jede moderne Star Trek-Serie, was also alle außer der Originalserie sind, startet auch Deep Space Nine eher verhalten und braucht beinahe zwei Seasons, um ihren Stil zu finden. Trotzdem gab es für mich in Season 2 schon ein paar bisweilen tolle Episoden, die mit der Hochzeit von Next Generation mithalten konnten. Damit hat Deep Space Nine von allen neueren Serien auch am schnellsten ins Spiel gefunden. Sehr gefallen haben mir beispielsweise klingonische Lieder, die gelegentlich von eben Klingonen geschmettert wurden. Die machten Spaß und waren schon große Klasse. Somit bereichert sich das Star Trek-Universum selbst auch immer mehr.

Spätestens in der dritten Season hat sich Deep Space Nine aber in den Olymp gehoben, von dem es auch so schnell nicht wieder runterkam. Mit den Episoden Past Tense haben die Autoren einen beispielhaften Weitblick gezeigt, was mit unserer Gesellschaft bei der zunehmenden Schere von Arm und Reich passieren kann. In besagter Episode landen Sisko und Bashir in der Vergangenheit (aber immer noch in unserer Zukunft) einerseits in abgeriegelten und überfüllten Ghettos, in denen alle Arbeitslose und Arme geworfen werden, die dort von Notrationen leben müssen, und Dax landet bei den Reichen dieser Gesellschaft. Natürlich gibt es Star Trek-gemäß ein Happy Ending und es wird durch unsere Charaktere ein Initiator geschaffen, der die bestehenden Verhältnisse verändern wird. Aber umso bedrückender ist trotzdem das Voraugenhalten einer Situation, die aus unseren ureigenen Probleme unseres wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Systems und der Entwicklung bei anhaltender und zunehmender Arbeitslosigkeit entsteht. Brillant. Das haben die DS9-Autoren schon vor rund zehn Jahren thematisiert, als den meisten von uns das Thema noch gar nicht bewusst war. Das zeigt deren Genialität, die sie schließlich mehrfach an den Tag legen sollten in den folgenden Seasons. Viel deutlicher nutzen sie diese Science Fiction-Serie, um uns einen Spiegel vor die Nase zu halten. Das macht so keine andere der Star Trek-Serien und dieses Prinzip wird Ron Moore ja später auch zu Battlestar Galactica mitnehmen und da noch deutlicher einsetzen. Nebennotiz: Bezeichnenderweise dient der Ferengi Quark in der Serie ansonsten oftmals als Kapitalismus-Karrikatur.

Season 3 hat für meine Begriffe anders als bei Next Generation also bereits das Niveau der Serie gefunden. In Season 3 gibt es einige herausragende Episoden, die den Standard festgelegt haben. Danach hatte ich aber erst einmal zwei oder drei Monate Pause eingelegt (das war die Zeit als ich ziemlich viel gespielt habe), bis ich dann eher etwas langsam wieder in DS9 hineingefunden habe. Allerdings entwickelt sich Season 6 so far zu einem echten Höhepunkt, wie das seinerzeit auch bei Next Generation der Fall war. Season 5 und vor allem 6 haben einige der absolut fantastischsten Episoden, gleichfalls auch einige Rohrkrepierer, keine Frage, aber ansonsten rockt die Serie. Der Siebenteiler beginnend am Ende von Season 5 und über die ersten Episoden der sechsten Season fängt ganz beeindruckend die Stimmung des Krieges gegen das Dominion ein – und das obwohl nach heutigen Maßstäben auf FX-Schlachtszenen größtenteils verzichtet wird. Allerdings hat DS9 hier eine verdammt große Schlachtszene drin – für damalige Verhältnisse – , die wohl auch wegweisend für’s TV gewesen ist. Noch viel besser gefallen mir aber eine Reihe von Einzelepisoden, wie Far Beyond the Stars, als alle ohne Masken in den 1950er Jahren in einer Redaktion eines SciFi-Magazins zu sehen sind und mit den Problemen des Rassismus oder der Diskriminierung von Frauen auskommen müssen. Hier knüpfen die Autoren an solch geniale Episoden wie Past Tense an. Für mich ist Far Beyond the Stars die beste Star Trek-Episode überhaupt, danach sollte Star Trek nie mehr so gut werden. Andererseits gibt es aber auch eine Reihe von spaßigen Episoden, wie Worfs und Jadzias (dezenter rrr-Faktor!) Hochzeit oder als Kira und Odo schließlich zusammen finden. Unterlegt wird die finale siebte Season gelegentlich mit Swing-Songs des Sängers Vic Fontaine, der in Form eines Hologramms immer wieder Auftritte bekommt. Deep Space Nine beweist hier auch Stil, Fontaines Hologrammbar bekommt nicht zuletzt eine eigene Episode spendiert. Auch dies sind Dinge, die in Deep Space Nine weiter ausgebaut werden und den Serienkosmos bereichern. Bashir hat seine Hologramm-Episode als James Bond-Verschnitt, unsere bekannten Seriencharaktere schlüpfen dabei schon mal unfreiwillig in andere Figuren und verhalten sich völlig konträr gegenüber ihrem gewohnten Umfeld. Das macht Spaß und das macht zusammen mit der etwas düsteren Ausrichtung der anderen Episoden Deep Space Nine für mich zur besten Star Trek-Serie, die ich wirklich, wirklich genossen habe. Das kann ich so bei Voyager und vor allem Enterprise (der Xindi-Krieg! argh… – mehr dazu beim nächsten mal) nicht mehr behaupten.

Leider fällt das Ende der Serie etwas ab. Zwar ist es ganz nett, ein über fast ein Viertel der Season laufenden Storybogen zu erzählen, anstatt der üblichen Einzelepisoden, aber diese Handlung hat etwas zu viel von den weniger wichtigen und mir gar nicht gefallenden Figuren Kai Winn und Gul Dukat drin, wobei Dukat immer noch etwas interessanter ist. Aber Kai Winn ging mir schon schwer auf den Zeiger. Von daher ist das Finale jedenfalls nicht so gut gelungen, wie All good things… von Next Generation. In diesem Zusammenhang will ich aber gleich darauf hinweisen, dass Next Generation aufgrund der starken Deep Space Nine-Serie bei mir etwas aufgewertet wurde. Mir gefällt mittlerweile die Entwicklung der Klingonenkultur, für die sich während TNG Ron Moore stark verantwortlich zeigte und die er in DS9 fortführte. Außerdem habe ich immer mehr Gefallen an den sogenannten Inner Space-Elementen gefunden, die auf Brannon Braga zurückzuführen sind. Damit sind Episoden gemeint, in denen ein Charakter in einem Holodeck in der Falle sitzt, aufgrund eines Transporterunfalls eine Veränderung erlebt oder wegen anderer Beeinflussungen selbst eine andere Realität erfährt und dabei von den anderen Figuren mehr oder weniger gerettet werden muss. Nicht zuletzt deshalb habe ich neben den beim letzten mal bereits erwähnten TNG-Lieblingsepisoden Pegasus, Timescape und All good things… nun auch die Episoden Q Who, Yesterday’s Enterprise, Darmok und Tapestry in diesen Kreis aufgenommen. Bei Deep Space Nine gibt es natürlich auch ein paar Episoden, die ich als Lieblingsepisoden erklären würde und die ich in der folgenden Liste, die alle DS9-Episoden beinhaltet, welche ich mindestens gut und wiedersehenswert finde, mal mit benenne. Past Tense, Our Man Bashir, Beyond the Stars oder Badda-Bing, Badda-Bang habe ich ja schon hier im Text erwähnt.

DS9 1.01/02 Emissary (sicherlich der stärkste Auftakt und damit beste Pilotfilm einer Star Trek-Serie)
DS9 1.03 Past Prologue
DS9 1.04 A man alone
DS9 1.05 Babel
DS9 1.06 Captive Pursuit
DS9 1.07 Q-Less
DS9 1.11 The Nagus
DS9 1.12 Vortex
DS9 1.16 If wishes were horses
DS9 1.17 The Forsaken
DS9 1.18 Dramatis Personae
DS9 1.19 Duet
DS9 1.20 In the Hands of the Prophets

DS9 2.01 The Homecoming
DS9 2.02 The Circle
DS9 2.03 The Siege
DS9 2.04 Invasive Procedures
DS9 2.05 Cardassians
DS9 2.08 Necessary Evil
DS9 2.13 Armageddon Game
DS9 2.14 Whispers
DS9 2.17 Playing God
DS9 2.18 Profit and Loss
DS9 2.19 Blood Oath
DS9 2.20 The Maquis, Part I
DS9 2.21 The Maquis, Part II
DS9 2.22 The Wire
DS9 2.23 Crossover (die erste Spiegeluniversum-Episode in DS9, die den Auftakt für einige wirklich tolle Episoden bildet, die deutlich düsterer angelegt sind, als der Rest der Serie)
DS9 2.25 Tribunal
DS9 2.26 The Jem’Hadar

DS9 3.01 The Search, Part I
DS9 3.02 The Search, Part II
DS9 3.03 The House of Quark
DS9 3.04 Equilibrium
DS9 3.05 Second Skin
DS9 3.06 The Abandoned
DS9 3.07 Civil Defense
DS9 3.08 Meridian
DS9 3.09 Defiant
DS9 3.10 Fascination
DS9 3.11 Past Tense, Part I
DS9 3.12 Past Tense, Part II (meine ersten Lieblingsepisoden in DS9)
DS9 3.14 Heart of Stone
DS9 3.15 Destiny
DS9 3.16 Prophet Motive
DS9 3.17 Visionary
DS9 3.18 Distant Voices
DS9 3.19 Through the Looking Glass
DS9 3.20 Improbable Cause
DS9 3.21 The Die is Cast
DS9 3.22 Explorers (die nächste Lieblingsepisode, spätestens hier war DS9 nicht zuletzt wegen der enormen Menge auch an qualitativ hochwertigen Episoden ganz großes Kino)
DS9 3.23 Family Business
DS9 3.24 Shakaar
DS9 3.25 Facets
DS9 3.26 The Adversary

DS9 4.01/02 The Way of the Warrior
DS9 4.03 The Visitor
DS9 4.05 Indiscretion
DS9 4.06 Rejoined
DS9 4.07 Starship Down
DS9 4.08 Little Green Men (auch eine Erklärung für den Roswell-Zwischenfall 1947, gnihihihi)
DS9 4.09 The Sword of Kahless
DS9 4.10 Our Man Bashir (Lieblingsepisode Nummer 3)
DS9 4.11 Homefront
DS9 4.12 Paradise Lost
DS9 4.13 Crossfire
DS9 4.14 Return to Grace
DS9 4.15 Sons of Mogh
DS9 4.16 Bar Association (die Angestellten in Quarks Bar proben den Streik gegen dessen Ausbeuter-Machenschaften, witzig)
DS9 4.17 Accession
DS9 4.18 Rules of Engagement
DS9 4.19 Hard Time
DS9 4.20 Shattered Mirror
DS9 4.22 For the Cause
DS9 4.23 To the Death
DS9 4.25 Body Parts
DS9 4.26 Broken Link

DS9 5.01 Apocalypse Rising
DS9 5.02 The Ship
DS9 5.03 Looking for par’Mach in all the wrong places
DS9 5.05 The Assignment
DS9 5.06 Trials and Tribble-ations (vierte Lieblingsepisode, unheimlich genial konstruiert und mit der Originalserie verwoben, die ich zwar immer noch nicht mag, die aber hier einmal richtig viel Spaß macht)
DS9 5.07 Let he who is without sin…
DS9 5.08 Things Past
DS9 5.09 The Ascent
DS9 5.10 Rapture
DS9 5.13 For the Uniform (geniales Kammerspiel zwischen Sisko und Eddington)
DS9 5.14 In Purgatory’s Shadow
DS9 5.15 By Inferno’s Light
DS9 5.16 Doctor Bashir, I presume
DS9 5.17 A simple Investigation
DS9 5.18 Business as usual
DS9 5.19 Ties of Blood and Water
DS9 5.21 Soldiers of the Empire
DS9 5.22 Children of Time
DS9 5.24 Empok Nor
DS9 5.25 In the Cards
DS9 5.26 Call to Arms

DS9 6.01 A Time to Stand
DS9 6.02 Rocks and Shoals
DS9 6.04 Behind the Lines
DS9 6.05 Favor the Bold
DS9 6.06 Sacrifice of Angels
DS9 6.07 You are cordially invited (Yammi-Dax heiratet den ollen Worf und lässt’s vorher noch mal richtig krachen, ein Spaß)
DS9 6.08 Resurrection
DS9 6.10 The Magnificent Ferengi
DS9 6.11 Waltz
DS9 6.12 Who Mourns for Morn?
DS9 6.13 Far Beyond the Stars (genialste Star Trek-Episode überhaupt)
DS9 6.14 One little Ship
DS9 6.15 Honor among Thieves
DS9 6.16 Change of Heart
DS9 6.17 Wrongs darker than Death or Night
DS9 6.18 Inquisition
DS9 6.19 In the Pale Moonlight
DS9 6.20 His Way
DS9 6.21 The Reckoning
DS9 6.22 Valiant
DS9 6.25 The Sound of her Voice
DS9 6.26 Tears of the Prophets

DS9 7.01 Image in the Sand
DS9 7.02 Shadows and Symbols
DS9 7.03 Afterimage
DS9 7.04 Take me out to the Holosuit (eine Baseball-Episode, nach den zahlreichen Thriller- und Agentenepisoden auch sehr originell)
DS9 7.06 Treachery, Faith and the Great River
DS9 7.07 Once more unto the Breach
DS9 7.08 The Siege of AR-558
DS9 7.10 It’s only a paper moon
DS9 7.11 Prodigal Daughter
DS9 7.12 The Emperor’s new Cloak

DS9 7.13 Field of Fire
DS9 7.14 Chimera
DS9 7.15 Badda-Bing, Badda-Bang (letzte meiner Lieblingsepisoden von DS9)
DS9 7.16 Inter Arma Enim Silent Leges
DS9 7.17 Penumbra
DS9 7.19 Strange Bedfellows
DS9 7.20 The Changing Face of Evil
DS9 7.21 When it rains…
DS9 7.22 Tacking into the Wind
DS9 7.23 Extreme Measures
DS9 7.24 The Dogs of War
DS9 7.25 What you leave behind
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Terminator – The Sarah Connor Chronicles (Stand: Season 1)

Terminator 3 habe ich bis heute nicht gesehen, aber den zweiten Teil halte ich für ganz exzellent. Zur Zeit arbeiten sie ja an einem neuen Terminator-Film, bei dem McG (Charlie’s Angels, Chuck) Regie führt. Das wird ein Spaß werden. Wie auch immer, ich habe mir auch die neun Episoden der ersten Season der Sarah Connor Chronicles angeschaut, vor allem wohl mangels Alternativen nach dem Autorenstreik. Mir hat es ganz gut gefallen, es gab in der Mitte mal ein, zwei starke Hänger, aber ich habe dann doch weiter geschaut. Trotzdem würde ich die Serie nicht als überragend bezeichnen, die Handlung verläuft eher langsam und ist nicht sonderlich komplex, die Action ist mir persönlich zu wenig (in beiden Dingen kommt die Serie meines Erachtens nicht an Alias oder 24 ran). Eigentlich dümpelt die Geschichte nur vor sich hin und ist bisweilen arg langweilig, weil eben kaum was passiert. Das ist aber sicherlich dem Autorenstreik zu verdanken, da sich die Story in den paar Episoden kaum entfalten konnte. Leider empfinde ich aber auch die emotionalen Momente zwischen John und seiner Mutter nicht immer sehr überzeugend, auch das können andere Serien besser. Stilistisch und atmosphärisch kommt sie Serie aber schon sehr gut daher. Optik der Serie und Darbietung der Schauspieler hat etwas von einem kühlen Understatement, das nicht so verkehrt zu sein scheint. Das hat etwas Trostloses, Düsteres an sich und gibt der Serie durchaus Charakter.

Trotzdem bin ich nicht so ganz überzeugt, ich werde in die zweiten Season reinschauen und dann entscheiden, ob ich es weiterlaufen lasse. Ein DVD-Kandidat ist die erste Season nicht unbedingt für mich.
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The Unit (Stand: Season 3)

The Unit ist im Grunde die Serie, die mich letztes Jahr im Herbst am meisten verblüfft hat. Neben der anhaltend hohen Qualität der Episoden schlägt schon einmal der ziemlich derb gezeigte Realismus ein. Es gibt keine Melodramatik in der Serie, es wird einfach so gezeigt, wie es ist. Konkret habe ich in Episode 3.07 um das Leben eines Mitgliedes des Einsatzkommandos gebangt, der recht heftig angeschossen wurde, nur mit händischer Notoperation und Wiederbelebungsmaßnahmen durch ein anderes Kommandomitglied am Leben erhalten wurde. Schließlich werden sie doch gerettet und was passiert? Bei der Rettung erwischt völlig unvermittelt ein Scharfschütze den anderen Kameraden und tötet ihn auf der Stelle. Hammer! In anderen Serien läge der Fokus der Episode auf genau der Figur, die das Zeitliche segnen muss. Hier nicht. Und das war eine der krassesten Überraschungen, die ich seit längerem gesehen habe. Unglaublich. Auf die vierte Season The Unit freue ich mich wirklich sehr. Vor allem auch deshalb, da die dritte Season aufgrund des Autorenstreiks einfach abgebrochen wurde und es diesmal keinen solch satten Cliffhanger gab, wie noch am Ende der zweiten Season.
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Warteliste:

Spacecenter Babylon 5
The Simpsons
Magnum, P.I.
Young Indy
Samantha Who?

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Auf dem Radar:

Fringe (neue J.J. Abrams-Serie, das wird ein Fest)
Virtuality (neue Ron Moore-Serie)
Life on Mars
Swingtown
Flashpoint
Caprica
Star Wars: Clone Wars
Star Wars: Real Series

Best of 2007

Ja, ne, jetzt lasse ich einfach mal so meine total gewöhnliche und schnöde Best of-Meinungen im medialen Bereich los und schöpfe meine überquellenden Gedanken der Denkmaschine an dieser Stelle ab. Irgendwo wird das sicherlich ein Spagat zwischen einer einfachen Liste, die die Welt nicht braucht, und simplen Nennungen von den Sachen, die mir dieses Jahr gefallen haben. Ohne das großartig auszuufern werde ich einfach mal sehen, was mir zu den jeweiligen Dingen einfällt. Natürlich geht’s um Filme, Serien, PC-Spiele, Musik und Bücher, wobei vermutlich letztere beiden Sachen gleich unter den Tisch fallen werden, da ich dort kaum was aktuelles gehört oder gelesen habe und mich nur mit älteren Dingen befasst habe. Viel ist es unter den aktuellen, diesjährigen Sachen sowieso nicht, denn wie üblich würde ich gerne öfters ins Kino gehen, mehr lesen oder mehr spielen. Aber so nebenbei ist da ja auch noch ein Leben zu führen, über dass ich mich an dieser Stelle aber nicht auslassen werde, da das nicht meine Art ist. So!

Film des Jahres

Ist für mich Transformers. So sinnlos Michael Bay-Filme sind, mir machen sie einfach Spaß. Fluch der Karibik 3 hat mir ansonsten noch ganz gut gefallen, beim Rest des Jahres ist das Bedürfnis allerdings nicht vorhanden, den Film noch mal anzuschauen. Gerne noch gesehen hätte ich Death Proof und Planet Terror, das muss ich mir nun für die DVD aufheben.

Im nächsten Jahr freue ich mich vor allem auf I am Legend mit Will Smith, Cloverfield (New York wird mal wieder platt getrampelt) und natürlich den neuen Star Trek-Film von J.J. Abrams. Mal sehen, was das Jahr noch bieten wird.

Serienstarts des Jahres

Mit drei Serien gibt es diesmal richtig viele gute neue Sachen für mich. Chuck, Pushing Daisies und Californication sind die Neuzugänge, an denen ich dran geblieben bin. Alle drei Serien sind großartige Mischungen aus Drama und Comedy, niemals aufgesetzt (trotz der bunten Welt von Pushing Daisies) und alles herzallerliebst umgesetzt. In allen drei Fällen kann ich die DVD-Veröffentlichungen eigentlich kaum erwarten.

Nächstes Jahr freue ich mich übrigens auf die neue Serie Fringe, ebenfalls von Abrams entwickelt.

Serie des Jahres

Bleibt für mich aber Lost, dicht gefolgt von Battlestar Galactica. Obwohl beide Serien mit ihrer jeweils dritten Season heftige Kritik einstecken mussten, empfinde ich persönlich die Qualität als gewohnt gut und auf demselben hohen Niveau wie die jeweils vorangegangenen beiden Seasons. Wenn ich aber Serien nennen müsste, welche dieses Jahr am meisten Eindruck bei mir hinterlassen haben, dann müsste ich Star Trek – Next Generation und The Unit nennen (siehe Seriencheck Teile IV und V). Letzteres ist ein wahres Kleinod geworden. Star Trek hatte mich dagegen zeitweise so in den Bann gezogen, dass ich mir hier gleich noch alle neuen Filme ausgeliehen hatte und zwei Hintergrundbücher verschlungen habe, bzw. noch verschlinge. Ich schaue mal, ob ich die Rezensionen zu den Büchern Star Trek 40 Jahre von Thomas Höhl und Mike Hillenbrand (welches ich etwas kritischer sehe) und Das Phänomen Star Trek – Virtuelle Räume und metaphorische Weiten von Andreas Rauscher hinbekomme. Letzteres ist in meinen Augen eine brillante philosophische Untersuchung der Next Generation-Serie und teilweise auch von Deep Space Nine. Kein Wunder, hat der gute Mann mit dieser Dissertation doch seinen Doktorgrad erlangt. Es ist nicht ganz leicht zu lesen, aber wer sich auch nur ein kleinwenig im geisteswissenschaftlichen Bereich auskennt und Star Trek mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

Spiel des Jahres

Nun gut, den neuen Rechner habe ich erst seit rund zwei Wochen, viel konnte ich also noch gar nicht spielen. Nach drei Jahren von größtenteils Abstinenz macht es mir aber wieder Spaß, in eben solche virtuellen Welten einzutauchen und eine Geschichte selbst zu erleben. Bisweilen empfinde ich ein Half-Life 2 – Episode 2, ein Crysis oder ein Bioshock als ein beeindruckenderes Erlebnis, als so manchen hochkarätigen Kinofilm. Da ich bisher nur zu Crysis und HL2 – Episode 2 ein abschließendes Urteil fällen kann, sind diese Spiele dann auch meine Spieles des Jahres. Crysis hat eine richtig tolle Optik und zieht daraus sicherlich den größten Reiz. Und obwohl ich im letzten Eintrag schrieb, dass die Inszenierung der Story ganz banal ist, mausert sie sich im Verlauf des Spiels doch zu einem ganz spannenden Stück. Atmosphärisch wird das Spiel einwandfrei, es folgen nach den Anfangskämpfen allein im Dschungel gegen Koreaner eine größere Panzerschlacht mit kombinierten Infanterieangriffen, ein Schwerelosigkeits-Level im optisch fantastisch aussehenden Alien-Schiff (wobei über den Spaßgehalt von Schwerelosigkeit gestritten werden darf) und anschließend die Winterlandschaft und die Flucht von der Insel. Das ist schon sehr cool gemacht, wenn auch das Spiel deutlich zu kurz ist, nicht mal halb so lang wie Far Cry seinerzeit. Auf einem 24 Zoll-Widescreen-Monitor zu spielen ist sowieso toll und intensiviert das Spielerlebnis sicherlich noch mal um einiges.

Apropos Far Cry, welches ich nun auf dem neuen Rechner mal in voller Pracht genießen kann. Ja, ich finde sehr, dass das Spiel aufgrund der mittlerweile veralteten Grafik massiv an Atmosphäre verloren hat. Ich quäle mich da durch und überlege mir schon eine Weile, es sein zu lassen. Dabei bin ich gerade erst auf die ersten Trigens getroffen, die ich allerdings damals schon nervig fand. Die Aussicht, dass mir noch jede Menge In-Door-Missionen und Lagerhallen mit Kisten bevorstehen, beflügelt mein Bedürfnis auf dieses Spiel nicht gerade. Aber das ist offenbar die Krux dieser kaum ein paar Jahre alten Ego-Shooter: damals toll, wegen der Optik, heute olle, wegen der veralteten Optik. Da weiß ich schon, was in ein paar Jahren mit Crysis geschieht… Unter den alten Ego-Shootern habe ich noch Doom 3 und Half-Life 2 angespielt. Doom 3 versprüht noch so einiges an Grusel-Atmosphäre, nervt aber durch ewig lange und immer gleiche Level. Durch Half-Life 2 bin ich dagegen wieder komplett durchgerauscht, habe gleich Episode 1 und 2 dran angeschlossen und bin immer noch über die großartige Abwechslung des Spiels begeistert, die sich so auch in den beiden Episoden vorsetzt. Was mir an den Episoden besonders gut gefallen hat, ist, dass es in beiden Episoden jeweils mehr Story gibt, als in Half-Life 2 überhaupt. Mit Alyx als Begleiterin hat man aber auch jemanden, der immer wieder was erzählt.

Worauf freue ich mich nächstes Jahr? Abgesehen davon, dass ich eine Menge aufzuholen habe (u.a. Call of Duty, Fear, Quake 4, Prey, Stalker, Enemy Territory: Quake Wars, Gears of War, Darkstar One, Psychonauts, Geheimakte Tunguska, Jade Empire, Command & Conquer 3), staht da Jagged Alliance 3, Assassins Creed (da wird sich mein XBox360-Gamepad mal wieder freuen) und natürlich Starcraft 2, falls es mit letzterem nächstes Jahr überhaupt was wird. Soviel scheint es da ansonsten gar nicht zu geben und mir wird irgendwie erst jetzt, nachdem ich mich ein wenig damit beschäftigt habe, bewusst, in welcher Krise die PC-Spielelandschaft steckt. Denn nur einen Bruchteil der hier genannten Titel würde ich als echte Highlights bezeichnen, die auch Charme ausstrahlen, etwas eigenes bieten und das oben erwähnte intensive Erlebnis auch wirklich umsetzen können. Aber wir wissen doch zum Beispiel alle, dass Bioshock keine inoffizielle Fortsetzung der System Shock-Spiele, sondern nur ein reinrassiger Shooter mit einer originellen Umgebung ist.

Musik-CD des Jahres

Nur eine aktuelle CD gehört, und das war der Soundtrack zur dritten Staffel von Battlestar Galactica. Da ich Musik aber nicht beschreiben kann, lasse ich hier keine großen Worte vom Stapel. Wer die ersten drei CDs kennt, wird sich sofort heimisch fühlen, denn diese CD schließt sich diesen nahtlos an. Genial ist natürlich die Coverversion von All Along the Watchtower und das vorherige, einleitende Stück Heeding the Call, das ruhig auf der CD genauso lang hätte sein dürfen, wie im Finale (also fast eine Viertelstunde lang). Für mich ist der BSG-Soundtrack einer der besten der letzten Jahre, vielleicht sogar der beste Serien-Soundtrack, der jemals geschrieben wurde. Die neue Ärzte-CD habe ich noch gehört, hat mir aber nicht gefallen. Ansonsten sind da nur jede Menge alte Sachen (u.a. B.B. King & Eric Clapton, Freestylers, Patsy Cline, Etta James, No Doubt, R.E.M. oder Julie London).

Buch des Jahres

Gibt’s nicht. Von den aktuelleren Sachen berichte ich ja hier nur noch über die Star Wars-Bücher, die ich aber zunehmend langweilig und öde finde. Zur Zeit quäle ich mich durch Death Star und finde da einfach keinen rechten Faden. Über die Masse meines Lesestoffs berichte ich ansonsten hier ja gar nicht, da das alles keine aktuellen Bücher sind, sondern diese schon einige Jahre auf dem Buckel habe. Alice im Wunderland habe ich dieses Jahr beispielsweise gelesen, erstmals habe ich mich mit Stephen King und Charles Dickens befasst, die ich verstärkt im nächsten Jahr lesen will. Ein spannendes Buch über die Besteigung des Mount Everest war da noch dabei. Und dann sind da noch zahlreiche Sachbücher, die mir immer wieder in die Finger kommen.

Und weil ich jetzt nicht weiß, wie ich die Kurve kriegen solle, hacke ich den Eintrag hier einfach konsequent ab und wünsche allen Lesern an dieser Stelle einen guten Rutsch (rutscht nicht aus!) ins neue Jahr.

Seriencheck (V)

Der Seriencheck wird schon 5! Aber da das hier eh nur ein billiges Plagiat des unangefochtenen Originals ist, ist das nicht so wichtig.

Ich habe mir seit dem letzten Seriencheck einige Sachen zu Gemüte geführt und beginne einfach mal damit, meine diesbezüglichen Gedanken zusammengefasst wiederzugeben. Das ist alles in allem doch eine stattliche Menge Buchstabensalat geworden, ich empfehle also, sich eine Tasse Capuccino zu holen, falls jemand alle Einträge lesen möchte. Heute im Programm: Californication, Chuck, Felicity, Prison Break, Pushing Daisies, Star Trek – Next Generation, Star Trek – Deep Space Nine und The Unit. Des öfteren knüpfe ich textlich an den vorangegangenen Seriencheck an, wem dieser also nicht mehr vollständig im Gedächtnis ist, sollte diesen vielleicht doch noch mal fix durchlesen. Aber nur ganz fix. Leider gibt’s im folgenden doch auch ein paar vereinzelte Spoiler, ansonsten aber eher allgemeine Eindrücke.
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Californication (Stand: Season 1)

Brüller! Von da den Tipp bekommen und da bestätigen lassen. Ein Mix aus Drama und Comedy, überzeugend gespielt, aber teilweise zum schlapp lachen. Großes Kino! David Duchovny zuzusehen ist ein herrliches Vergnügen. Ich verstehe zwar nur die Hälfte des Slangs, aber das macht nichts, das erhöht (unter anderem *hüstel*) nur den Wiederguck-Wert der Serie. Glücklicherweise nehmen die Sexszenen der ersten Episoden, die wohl als Lockmittel dienten, ab, diese dienten offenbar sowieso nur dazu, um die Zuschauer an die Serie zu binden. Wobei auch da nicht an komödiantischen Situationen gespart wurde. Ansonsten ist die Serie noch mit toller Musik unterlegt, die nicht dem üblichen Radioprogramm entspricht, aber durchaus ihre hörenswerte Note hat. Für mich ist diese Serie ein sicherer DVD-Kandidat, leider ist nach den ersten 12 Episoden mit der ersten Season schon wieder Schluss und es geht erst im nächsten Sommer mit der neuen Season weiter.
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Chuck (Stand: Season 1)

Ebenfalls neu ist Chuck und er hat es geschafft, mein vorläufiges Interesse zu erwecken. Ich habe mir eine Reihe von Sachen zum Beginn der diesjährigen Season angeschaut (Bionic Woman, Big Shots, Dirty Sexy Money, Journeyman), bin aber nur an Chuck und Pushing Daisies hängen geblieben. Chuck ist ein Nerd, der ganz unabsichtlich den Verbindungsrechner zwischen CIA und NSA in seinen Kopf heruntergeladen bekommt, während dieser zerstört wird. Natürlich gab es sonst kein weiteres Backup. Chuck versucht nun also sein normales Leben als Verkaufsmanager in einem Computerladen aufrechtzuerhalten, während er gleichzeitig undercover mit zwei Agenten Verbrecher jagen muss. Das ganze ist herrlich schrullig angelegt, übertrieben, schräg und sehr, sehr witzig. Als Nerd geht Chuck zwar nicht vollkommen durch, da er dazu einfach zu liebenswürdig dargestellt wird, aber seine Tölpelhaftigkeit hat er deswegen nicht gleich ad acta gelegt. Die ganze Serie ist mit einem übertrieben lachhaften Aspekt angelegt, den ich äußerst amüsant finde. Kein Wunder, zeichnet sich doch McG (Regisseur der beiden Drei Engel für Charlie-Filme) als Produzent verantwortlich. Zwar gab es in den bisher gelaufenen sechs Episoden auch schon mal einen Durchhänger, aber das Niveau hält sich bei der Serie bisher ansonsten auf einem angenehmen Level. Für mich der Lacher schlechthin war bisher die Tischdecke, die Chuck versucht, wegzuziehen, um ein vermeintlich vergiftetes Dessert zu zerstören ohne dass die beteiligten Mitesser am Tisch von dem vergifteten Dessert erfahren. Unerwarteterweise gelingt es Chuck doch, die Tischdecke in seiner Aufregung vom Tisch zu ziehen, ohne dass das Essen zerstört wird. Bei solch irre komischen Situationen, die immer mal wieder gezeigt werden, habe ich mich immer wieder weggeschmissen.
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Felicity (Stand: Season 4 – komplett)

Mit den vier Seasons Felicity bin ich nun durch und habe damit J.J. Abrams erste Serie geschafft. Vieles dazu habe ich ja bereits in den letzten beiden Serienchecks geschrieben, somit hole ich hier nur noch ein paar Gedanken auf. Das Niveau der ersten Season kann die Serie nicht ganz halten, aber es bleibt auf einem guten und für mich sehenswerten Niveau. Den Kauf der DVDs werde ich nicht bereuen. Interessant für mich war die vierte Season vor allem in der Hinsicht, dass das sogenannte Beziehungsgeflecht noch einmal wunderbar ausgeprägt wurde. Nämlich wurde es mit einer Art von alternativen Zeitlinie noch einmal neu erforscht. Genauer gesagt ist es so, dass die ersten 17 Episoden der Season die Geschichte ganz normal weiter erzählt und das Auf und Ab, Hin und Her im Beziehungsgeflecht von Felicity und ihren Freunden gezeigt wird. Da der Sender damals nachträglich noch 5 weitere Episoden haben wollte, um auf die üblichen 22 Episoden einer Season zu kommen, entschied sich Abrams zusammen mit dem Autorenstab schlichtweg dazu, Felicity an einem bestimmten Punkt zu Beginn der vierten Season zurück zu schicken und die Ereignisse zu verändern. Praktisch im Kurzraffer von vier Episoden werden die vorherigen 17 Episoden neu erzählt. Die finale Episode ist schließlich eine nette Zusammenfassung der vier Jahre, in denen Felicitys Collegeabsolvierung noch einmal rekapituliert wird. Hier kommt sie schließlich in ihre eigentlich Zeitlinie auch wieder zurück. Aber erstaunlich ist es schon, dass bereits hier in der Erzählung Flashback-Konzepte, alternative Realitäten und schlichtweg total veränderte Gegebenheiten im Sinne des Alice through the looking glass-Konzepts erforscht werden und mit dem Element des Beziehungsgeflechts kombiniert werden. Das findet im kleineren Stil schließlich in Abrams Folgeserie Alias und dann im großen Stil in Lost statt.

Ansonsten toll in Sachen Felicity: die Musik, ein Element, dass sich so auch in Alias wiederfinden wird; sowie die Schauspieler. Nicht immer toll: die Handlung an sich. Es ist eben nur ein einfaches Beziehungsdrama, welches sich nur bedingt über eine lange Zeit ausdehnen lässt. Mal sie mit ihm, mal mit jemand anderem. Geplatzte Freundschaften und wieder gekittete Zusammenfindungen. Jeder auch mit seiner eigenen Attitüde, um die jeweilige Person zu charakterisieren. Das ist auf Dauer alles sehr ähnlich, auch wenn es die Schauspieler immer ganz gut schaffen, ihre Emotionen zu beschwören und diese mir als Zuschauer zu übermitteln. Emotional und mitreißend ist es also allemal, wenn man sich darauf einlässt. In meinen Augen schaffen das Alias und Lost besser, wobei dort allerdings auch der jeweils neue Hintergrund (Spionageserie bzw. Mystery-Island) zur Hochdramatisierung beiträgt.
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Prison Break (Stand: Season 3, Episode 5 – abgebrochen)

Hier hat mich der Hype angesteckt, weshalb ich doch mal einen Blick reingeworfen habe. Es reißt mich nur nicht so ganz vom Hocker. Ab Season 1, Episode 6 nimmt die Show aber etwas Fahrt auf und ich habe dann doch bis zur dritten Season durchgehalten und wollte wissen, wie es weiterläuft. Der Serie muss ich dann doch Qualität zugestehen. Prison Break würde ich als Underdog bezeichnen – etwas besonderes, aber ohne zwangsläufigen Massenappeal. Es ist nicht ganz mein Ding gewesen, ich verstehe aber, wieso die Show anderen Leuten Spaß macht.

Erstaunlicherweise habe ich an der Serie erneut ein mir bereits bekanntes Phänomen beobachtet. Erst nach 6 Episoden wusste ich, ob es mich entweder gepackt hatte oder die Serie ihre Chance verspielt hat, etwas was ich schon bei ein paar anderen Serien (Felicity, Alias, Star Trek – The Original Series, Brothers & Sisters) festgestellt habe. Danach wusste ich entweder, dass ich das weiter sehen wollte oder nicht.
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Pushing Daisies (Stand: Season 1)

Nach Chuck und Californication ist Pushing Daisies der dritte Neustart, der es mir ernsthaft angetan hat. Pushing Daisies hat vor allem eins, und das beeindruckt mich doch sehr: Stil. Knallbunte Farben, Aufnahmen, die wie ein gemaltes Bild wirken, mechanische, moderne Maschinen, Dekorationen von ganz liebenswürdiger Art. Das erinnert an eine farblich überfrachtete Welt aus den 1950ern oder 60ern und ist vor allem sehr süß anzuschauen. So was will ich auch alles haben! Besonders witzig empfand ich die Espresso-Maschine mit Hebeln oder die altertümlich, verrottete Schatztruhe, die in einer Episode als Kaffeetisch genutzt wurde. Zwar sind mir die Tapeten einen Tick zu schrill, aber ansonsten würde ich auch gerne mit einer solchen Ausstattung wohnen. In dieser Hinsicht ist die Serie ein wirklicher Hingucker und dies macht fast schon einen großen Teil des Reizes der Serie aus und ich bin alleine deswegen Hin und Weg.

Dazu kommt aber noch eine herrliche Naivität, welche die Figuren und die Geschichten an den Tag legen. Herzallerliebst pflegen die Charaktere ihren Umgang miteinander, besonders Ned und Chuck, die sich nicht berühren dürfen. Ein Märchenerzähler aus dem Off dient als eine Art Moderator der Episoden und unterstreicht eigentlich nur das Gefühl, sich als Zuschauer in einer märchenhaften Traumwelt zu befinden. Ich bin mir nicht sicher, ob die Serie ihren zauberhaften Charme wirklich behalten kann, aber solange sie es tut, bin ich dran und werde mich jede Woche erneut entführen lassen. Sicherlich ist das für mich der interessanteste Neustart in der diesjährigen Season, da ich hier noch mehr als bei Chuck breitgrinsend vor dem Bildschirm hocke, so unglaublich viel Spaß haben die Episoden bisher gemacht.
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Star Trek – Next Generation (Stand: Season 7 – komplett)

Läuft auf einem guten Niveau bis in die Mitte der vierten Season weiter. Auch hier gilt, dass nicht alle Episoden Glanzstücke sind, wenngleich einige hervorragenden Sachen dabei waren. Es sei nur der Borg-Zweiteiler und die anschließenden Episoden Family und Brothers in der vierten Season genannt. Genau von so was soll es doch bitte mehr geben. Das fehlt mir noch etwas in der bisherigen vierten Season, aber wenn Next Generation nur als solchen hervorragenden Episoden bestehen würde, dann wäre die Serie auch für mich ein Hit. So lief es zum Zeitpunkt der vierten Season aber weiterhin darauf hinaus, dass ich mit einer gewissen Spannung der Serie weiterfolge, aber kaum Bedürfnis spüre, mir das alles möglicherweise später auf bsp. HiDef-Medien erneut anzuschauen. Denn genau das müsste eigentlich bei der hundsmiserablen Bild- und Tonqualität der DVDs gemacht werden, am besten gleich mit überarbeiteten Special Effects, wie das zur Zeit bei der Neuausstrahlung der Originalserie geschieht, die dementsprechend auch so auf HD-DVD veröffentlicht wird. Und glücklicherweise ist Wesley Crusher aus der Serie in der vierten Season ausgestiegen.

Soweit zur meiner Meinung bis Season 4, die ich kurz zuvor sah, als ich diesen ersten Absatz schrieb. Allerdings wusste ich da noch nicht, dass mir Season 5 und 6 ein paar dicke Brummer bereithielten, die äußerst spannend waren. Die jeweiligen Doppelfolgen an den Seasonübergängen seien da genannt, ebenso wie die Doppelfolgen in der ersten Hälfte der 5. Season (mit Spock!) und der 6. Season (mit Kardassianern!). Man, freue ich mich jetzt auf Deep Space Nine. Somit lässt sich auch nur noch bedingt sagen, dass Next Generation eine reine Planet-of-the-week-Show ist. Die hintergründigen Verknüpfungen des Universums sind gelungen und so was möchte ich bitte auch nicht mehr missen. Ich will schließlich was zum Mitdenken haben. Neben diesen Doppelepisoden sind aber auch eine Reihe von Einzelepisoden vor allem in der ersten Hälfte der sechsten Season äußerst spannend und originell. Zudem fühlen sich die Schauspieler so an, als ob sie ihre Charaktere sehr locker runterspielen und das macht mir als Zuschauer viel Spaß, dies zu verfolgen. Somit kann ich es auch kaum abwarten, bis es weiter geht.

Mit der sechsten und der folgenden siebten Season ist mit mir etwas passiert, was ich anfangs nicht für möglich gehalten hatte: ich konnte es bei diesen beiden finalen Seasons nicht mehr erwarten, die folgende Episode zu sehen und ich habe diese beiden Seasons auch regelrecht verschlungen und mir anschließend noch die vier TNG-Filme gegeben, die ich mir anders als die sechs TOS-Filme mit Sicherheit auch noch als DVD versorgen werde und mir in den Schrank stelle. Ich muss schon eingestehen, was in den letzten beiden Seasons abging war erstklassiges SciFi. Jetzt verstehe ich auch, warum Next Generation so prägend für das ganze Star Trek-Franchise war und wieso sich daran alles andere messen lassen muss. Tatsächlich muss das erst mal geschafft werden, eine ähnliche Qualitätsserie im Star Trek-Universum wieder aufzubauen. Ich konnte jedenfalls nach dem Ende der TNG-Serie nicht genug bekommen, ich habe mir auf den ausgeliehenen DVDs auch fast alles an Bonusmaterial angesehen und mir das Buch Star Trek: 40 Jahre gekauft. Ich hoffe, dass ich in dem Buch etwas Hintergrund zum Star Trek-Franchise erfahre, was die Entstehung und Entwicklung der einzelnen Serien, kritischen Dingen (Voyager und Enterprise liefen dann ja nicht mehr ganz so gut) und auch Gene Roddenberrys Vision erfahre. Das interessiert mich jedenfalls und wer mir hier noch weitere Literaturtipps empfehlen möchte, nur zu, ich würde gerne solche Dinge lesen.

Aber mal zurück zur TNG-Serie, vor allem den letzten beiden Seasons und ein paar Dingen, die mir so aufgefallen sind. (Was soll ich auch anderes zu Star Trek schreiben, was nicht ansonsten schon ewig bekannt ist und tausendfach durchgekaut wurde?) Data ist ein Charakter, zu dem ich gerne ein paar Worte verlieren möchte, da mir bei ihm aufgefallen ist, wie beliebt er im Fandom wurde. Dies spiegeln dann auch die Interviews im Bonusmaterial wieder. Anfangs als dieses Thema dort zum ersten mal auftauchte, war mir dies nicht bewusst und ich fragte mich schon, wieso Data so besonders wurde, obwohl er für meine Begriffe kaum eine bessere Leistung erbrachte, als die restliche Besatzung der Enterprise D. In Season 6 und vor allem 7 bekam er aber eine ganze Reihe von Gelegenheiten, seine Fähigkeiten zu beweisen – und der Schauspieler Brent Spiner zeigt ein wahrhaft brillantes Können. Ich bekam zunehmend das Gefühl, dass er sich eine gewichtigere Position erschauspielerte als der in der Hierarchie höher stehende Commander Riker. Spiner hat jedenfalls ein unvergleichliches Talent, die Figur des Data darzustellen und es war schließlich eine Wonne, ihm zuzusehen.

Zusätzlich fiel mir auf, dass die späteren Seasons eine dezente Entwicklung spendiert bekamen, die über die einzelnen Episoden hinausgingen. Normalerweise sind es ja Planet of the week-Shows und alle in sich abgeschlossen, was auf mich als jemanden, der erst mit übergreifenden Storys zu Serien gefunden hat, etwas abschreckend wirkt. Ich meine, es ist auch nicht gerade logisch, die Ereignisse in sich abzuschließen und dann so zu tun, als wäre nichts geschehen. Das muss unweigerlich bedeuten, dass sich die Handlungen von den Charakteren abwenden und eher abstrakte Phänomene behandelt werden. Wenn ich Gene Roddenberrys Philosophie aber richtig verstehe (und da bin ich mir nicht sicher, deshalb bitte her mit den Lesetipps), dann ging es in Star Trek aber immer um die Charaktere. Next Generation schafft es trotzdem irgendwie, die Charaktere im Verlauf der späteren Seasons immer stärker einzubeziehen. Das ist gut so und relativiert etwas die Unglaubwürdigkeit, wenn z.B. Captain Picard innerhalb von 25 Minuten unter dem Einfluss einer Sonde ein ganzes Leben als jemand anderes auf einem sterbenden Planeten lebt (5.25 The Inner Light). So brillant die Idee einer solchen Geschichte ist, so unglaubwürdig ist es aber auch, dass er dies nicht in irgendeiner Form verarbeiten kann, obwohl es mit der Flöte immerhin einige Referenzen in späteren Episoden gibt. Das wirkt gar nicht in der nächsten Episode nach, stattdessen ist business as usual angesagt. Was das Problem der erst gar nicht und später dezent vorhandenen Geschichten um die Charaktere außerdem mit sich führt, ist dass es im Grunde keine Konflikte zwischen den Charakteren gibt, die aus einer inneren Motivation heraus erfolgen und nicht durch außerirdischen Einfluss, durch Strahlung, einen Virus oder ähnlichem bedingt sind. Die Enterprise-Crew ist im Grunde eine große glückliche Familie und jeder ist des anderen bester Freund. Das macht Deep Space Nine mit kleinerem Konfliktpotential, mit welchem die Figuren von vorneherein angelegt sind, etwas interessanter. Von Battlestar Galactica ganz zu schweigen. In Next Generation ist jedenfalls so etwas wie ein Beziehungsgeflecht nicht vorhanden und ich glaube, eine künftige Star Trek-Serie wäre doch sehr interessant mit so etwas.

Ich habe hier im Anschluss zwar gleich noch eine Liste mit den Episoden, die ich als sehenswert bis hochinteressant einstufe, ich möchte aber doch noch mal ein paar Dinge benennen, die mir generell immer sehr interessant erschienen. Dies wären im Prinzip alle Episoden, die etwas mit Zeitreisen oder parallelen Realitäten zu tun haben. Es ist wirklich interessant zu sehen, auf welch unterschiedliche Art und Weise Zeitthematiken immer wieder umgesetzt werden können. Die Episode Timescape zählt deshalb auch zu meinen Lieblingsepisoden von Next Generation. Auch immer wieder ein Genuss sind sämtliche Episoden mit Q gewesen, einer der für mich brillantesten Charaktere der Next Generation-Ära und ein unheimlicher Spaßfaktor (“Is there a Jooohn-Luck Pikart?” – “Please! Spare me your egotistical musings on your pivotal role in history. Nothing you do here will cause the Federation to collapse or galaxies to explode. To be blunt, you’re not that important.”). Sehr viel Spaß haben zudem immer die Episoden gemacht, die sich um die wichtigeren außerirdischen Spezies, wie die Klingonen, Romulaner und Kardassianer drehen. Hier bekommt man einfach das Gefühl, da passiert etwas wichtiges, großes im Universum oder man erfährt etwas neues über ein Volk, welches so reich an Traditionen, Kultur und Mythen ist und ihre Lebensweise von den den Menschen bekannten Vorstellungen abgrenzen. Mit den Klingonen hat man es vielleicht etwas übertrieben gegen Ende hin, aber gerade über Romulaner, Vulkanier, Ferengi und Kardassianer dürfte es noch so einiges zu erzählen geben. Gerade was die letzteren beiden Spezies betrifft, freue ich mich auch schon auf den weiteren Verlauf von Deep Space Nine.

Müsste ich meine drei Lieblingsepisoden von Next Generation benennen, würde ich neben Timescape sicherlich auch The Pegasus und das großartige, kinoreife Finale All Good Things… auswählen. Als sich Picard mit an den Pokertisch gesetzt und in der Runde herumgeblickt hat, standen mir doch tatsächlich Tränen in den Knopflöchern. Glücklicherweise hatte ich noch die vier Filme vor mir, von denen mir der achte Teil mit den Borgs am besten gefallen hat. Obwohl ich den zehnten Film Nemesis für den schwächsten der TNG-Filme halte, zeigt sich die Crew in den Filmen aber einfach bestens aufgelegt und die Filme flutschen nur vor sich hin. Über unlogische Handlungslöcher mag zwar gerne in allen Filmen gestritten werden, die Action und die Auseinandersetzungen machen aber Spaß und die neue Enterprise-E sieht verdammt schick aus. Stil haben die Filme für meine Begriffe alle, soundtechnisch wirken sie verdammt wuchtig und der Score hört sich wirklich bombastisch an, weshalb ich mir auch die Soundtrack-CDs der vier Filme bei Gelegenheit mal zu Gemüte führen werde. Außerdem gefällt mir die Weltraum-Action mit der Enterprise, obwohl übermäßige Action vielleicht nicht gerade dem üblichen Star Trek-Stil entspricht. Egal, es fetzt einfach.

Was ich jetzt noch nicht erwähnt habe, ist der “Fabelcharakter” der Serie, den sie ja haben soll. Mir fehlt hierzu noch etwas das Verständnis, was das genau bedeutet. Bei einigen Episoden ist die Botschaft zwar eindeutig (“Tue dies und die Welt wird besser.”), aber längst nicht bei allen. Deshalb auch noch mal der Hinweis auf geeignete Lesetipps, was den Optimismus eines Gene Roddenberry ausmacht und wie dies umgesetzt wurde. Ich habe zwar auch nicht so sehr darauf geachtet, sondern mich vielmehr von den Storys selbst einnehmen lassen, aber ich habe mir sagen lassen, dass Next Generation durchaus eine prägende Wirkung auf Jugendliche haben kann, die das zu ihrer Zeit im TV gesehen haben. Außerdem interessiert mich schlichtweg, was dieses Phänomen Star Trek eigentlich ausmacht, warum es so ein Phänomen ist und was an den Geschichten so besonders war, dass sich so viele Fans mit Star Trek verbunden fühlen.

Es folgt nun einfach meine Liste an sehenswerten Episoden, die ich mir anders als oben geschrieben gerne irgendwann ein zweites mal anschauen würde. Ich glaube zwar, dass ich dann mit der Kenntnis der qualitativ hochwertigen späteren Episoden einige Nennungen aus den früheren Seasons wieder streichen würde, aber mindestens die letzten beiden Seasons sind für mich im Grunde eindeutige DVD-Kandidaten.

TNG 1.13 Datalore

TNG 2.03 Elementary, Dear Data
TNG 2.08 A Matter of Honor (Mit sehr coolen Klingonen.)
TNG 2.16 Q Who (Borgs. Und Q. Auf einmal!)
TNG 2.21 Peak Performance

TNG 3.06 Booby Trap
TNG 3.07 The Enemy
TNG 3.08 The Price
TNG 3.13 Deja Q
TNG 3.15 Yesterday’s Enterprise (Paralleles Universum.)
TNG 3.17 Sins of the Father
TNG 3.21 Hollow Pursuits
TNG 3.26 The Best of Both Worlds

TNG 4.01 The Best of Both Worlds, Part II
TNG 4.02 Family
TNG 4.03 Brothers
TNG 4.07 Reunion
TNG 4.08 Future Imperfect
TNG 4.11 Data’s Day
TNG 4.12 The Wounded
TNG 4.21 The Drumhead
TNG 4.23 The Host
TNG 4.26 Redemption

TNG 5.01 Redemption II
TNG 5.02 Darmok
TNG 5.03 Ensign Ro
TNG 5.05 Disaster
TNG 5.06 The Game (Die einzige Wesley-Episode, die mir wirklich gefällt.)
TNG 5.07 Unification I
TNG 5.08 Unification II
TNG 5.14 Conundrum
TNG 5.15 Power Play
TNG 5.18 Cause and Effect
TNG 5.26 Time’s Arrow

TNG 6.01 Time’s Arrow, Part II
TNG 6.05 Schisms
TNG 6.06 True Q
TNG 6.07 Rascals
TNG 6.08 A Fistfull of Datas
TNG 6.10 Chain of Command, Part I
TNG 6.11 Chain of Command, Part II
TNG 6.12 Ship in a Bottle
TNG 6.14 Face of the enemy
TNG 6.15 Tapestry (Brillanteste Q-Episode bisher.)
TNG 6.16 Birthright, Part I
TNG 6.17 Birthright, Part II
TNG 6.20 The Chase
TNG 6.21 Frame of Mind (Vermutlich Rikers beste Episode.)
TNG 6.24 Second Chances
TNG 6.25 Timescape (Ich denke, das ist wirklich die Episode, die mir am besten gefallen hat.)
TNG 6.26 Descent

TNG 7.01 Descent, Part II
TNG 7.04 Gambit, Part I
TNG 7.05 Gambit, Part II
TNG 7.06 Phantasms
TNG 7.07 Dark Page
TNG 7.08 Attached
TNG 7.09 Force of Nature
TNG 7.10 Inheritance
TNG 7.11 Parallels (Noch mehr parallele Pluriversen.)
TNG 7.12 The Pegasus
TNG 7.14 Sub Rosa
TNG 7.15 Lower Decks
TNG 7.16 Thine Own Self
TNG 7.17 Masks
TNG 7.18 Eye of the Beholder
TNG 7.19 Genesis
TNG 7.25 All Good Things…

Star Trek VII: Generations
Star Trek VIII: First Contact
Star Trek IX: Insurrection
Star Trek X: Nemesis
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Star Trek – Deep Space Nine (Stand: Season 2)

Nachdem Next Generation gegen Ende hin ein echtes Highlight war, muss nun Deep Sapce Nine bei mir antreten und sich beweisen. Im Moment gibt’s hierzu einfach noch nicht ganz so viel zu sagen, die erste Season ist noch etwas gemächlich, gefiel mir aber schon besser, als die erste Season Next Generation. Sie kommt aber nicht ganz an die damals parallel gelaufene sechste Season von Next Generation ran. In Season 2 bin ich knapp bei der Hälfte und zumindest der Anfang mit den drei aufeinander folgenden Episoden macht schon einen ansehnlichen Qualitätssprung. Sehr interessant finde ich das Ausgangsszenario einer ehemals besetzten Welt und den Nachwirkungen des Krieges mit den Kardassianern. Die Station ist damit tatsächlich ein Scheideweg zwischen mehreren Kulturen, welche die Ereignisse der vorangegangenen Jahre verarbeiten müssen und manch alten Konflikt nun erst lösen. Außerdem sind die Charaktere sehr unterschiedlich angelegt und es gibt tatsächlich auch Konflikte unter diesen. Quark und Odo seien hier nur genannt, wobei der Ferengi Quark eine wirklich coole Sau ist. Und Odo macht sich langsam in der zweiten Season auch ganz gut.
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The Unit (Stand: Season 3)

Diese Serie hat mich in der letzten Zeit eigentlich am meisten in den Bann gezogen, weil die Militäraktionen und Undercover-Einsätze so ausführlich, ausgeklügelt, professionell, originell im Sinne von vielfältig und spannend gezeigt werden. Und das obwohl es alles Einzelepisoden sind, die kaum miteinander verknüpft sind. Trotzdem schafft es auch die zweite Season wieder, mit einem äußerst spannenden und eigentlich untypischen Cliffhanger zu enden. Während dieser zweiten Season kamen einige unglaublich spannende Einsätze, die um die halbe Welt verstreu spielten. Dem Cliffhanger schließlich folgt eine hochgradig mitreißende über zwei Episoden andauernde Story zu Beginn der dritten Season, in der es wirklich ernsthaft um das Leben der Protagonisten als Kommando-Einheit geht und sie einer Verschwörung auf höchsten Regierungskreisen unterliegen. Für mich ist die Serie die Neuentdeckung in den letzten Monaten gewesen und mit Sicherheit auch ein DVD-Kandidat, falls selbige jemals erscheinen sollten.
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Wasserstand:

E.R. (Stand: Season 8)

Gibt’s nichts weiter zu sagen. Ist nett, auf angenehmen Niveau, aber nicht ganz so gut, wie Season 1 und 2. Season 6 und 7 fällt ein winziges Mü ab, aber ich bleibe dran.
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Warteliste:

Star Trek: Voyager
Star Trek: Enterprise
Akte X
Spacecenter Babylon 5
The Simpsons

Seriencheck (IV)

Diesmal wühle ich nur in der Vergangenheit und habe nichts zu aktuellen Sachen zu sagen. Ist ja auch gerade Sommerpause… (Sommer?! Jahrezeiten fallen in diesem Jahr aus!) Dafür erforsche ich Stück für Stück diese paar Schinken und taste mich sachte in meinem kleinen bescheidenen Vorhaben voran.

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Felicity (Stand: Season 3)

Für den Einstieg in den Felicity-Texte lohnt es sich, vielleicht noch einmal über den vorangegangenen Seriencheck zu dieser Serie drüber zu lesen. Denn Felicity läuft ganz großartig weiter, bisweilen werden die Geschichten brillant fortgeführt, Freundschaften laufen durch Zerwürfnisse und werden wieder zusammen geschweißt. Wie schon im späteren Alias gibt es in Felicity eine fortlaufende Story und kein “Problem of the week” und es lassen sich tatsächlich so einige Elemente der Serie in Alias wiederfinden. Jetzt weiß ich, woher J.J. Abrams die eher ruhig angelegten Szenen für Sydney und ihre Freunde hat und wieso die Geschichte in Alias so persönlich auf Sydney ausgerichtet ist (oder auf Ethan Hunt in Mission: Impossible 3). Vom ausgeklügelten Beziehungsgeflecht mit seinen speziellen Eigenschaften ganz zu schweigen. Ich glaube, etwas ähnliches werden wir auch im kommenden Star Trek-Film sehen. Ebenfalls toll in Felicity: nahezu jede Episode bringt mich einmal dazu, am Boden zu liegen vor Lachen, ohne dass die Serie dabei in Comedybereiche abdriftet. Im Gegenteil, die Autoren und Produzenten vollführen hier ein fabelhaftes, leicht parodistisches und ironisches Spielchen, wenngleich es aber keine richtige Parodie wird. Gleichzeitig kann eine Episode aber auch schon mal eine sehr traurige Wendungen nehmen. So oder so, Felicity ist fantastisch.

Ein Knaller ist natürlich der Haarschnitt, den sich Felicity zu Beginn der zweiten Season machen lässt. Angeblich sanken deshalb die Einschaltquoten immer mehr, weil sich Millionen von Fans darüber beschwerten. Tatsächlich wurden später in mehreren anderen Serien Insider-Witze à la “This is the guy who told Felicity to cut the hair.” gerissen, um eine unvorteilhafte Charakteraussage über eine Figur zu machen. Nachdem ich das ein wenig im Internet nachgelesen habe, finde ich das nur noch lustiger. Die Serie macht zeitweise einfach unglaublichen Spaß, was ich anfangs so nicht gedacht hätte. Für mich ist in der zweiten Staffel ein klitzekleiner gefühlter Abbau zu erkennen, der sich in der dritten Season dezent fortsetzt. Trotzdem ist das Niveau für die Serie immer noch enorm und es gibt auch gegen Ende der leider auf 17 Episoden gekürzten dritten Season einige Highlights. Nun steht mir noch die finale vierte Season bevor.

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Star Trek – Next Generation (Stand: Season 3)

Auch Star Trek ist so ein kleines, bescheidenes Projekt, welches ich verfolge. Nicht nur will ich mich fit für den kommenden Kinofilm machen, obwohl ich das gar nicht müsste, denn der Film wird auch so ausgelegt werden, dass Neueinsteiger keine Probleme haben werden. Sondern auch weil ich schon länger Interesse daran hege, den Abenteuern von Kirk, Spock, Picard, Data und allen anderen zu folgen. Immerhin habe ich Teil 7 und 10 auch im Kino gesehen, allerdings würde ich mich sicherlich nicht als Trekkie bezeichnen. Teil 8 und 9 kenne ich dagegen nur auszugsweise und somit im Grunde gar nicht. Von “früher” aber sind mir vielleicht ein Dutzend Episoden der diversen Star Trek-Serien in recht guter Erinnerung. Allerdings wurde ich in diesem ominösen “früher” nie wirklich von der Serie eingenommen.

Letztes Jahr habe ich es zuerst jedenfalls mit der Originalserie probiert, die mir nach einer Handvoll Episoden leider aber überhaupt nicht gefallen hat. So habe ich die Originalserie wegen akutem Ausbruch von langer Weile gestrichen und bin deshalb gleich über die ersten sechs Filme zu Next Generation übergegangen. Von den Filmen sind mir Teil 2 und 3 in guter Erinnerung geblieben, auch wenn es schon wieder etwas verblasst. Richtig klasse war aber Teil 6, den ich mir gerne noch einmal angucken würde. In Sachen Next Generation ist die erste Season noch etwas mau, besonders am Anfang sind einige Episoden sehr unterirdisch, aber andere Episoden wissen schon zu gefallen. Die erste Data-Zwillings-Geschichte machte Spaß, Q ist locker dabei und ich finde den Typen irre komisch, Holodeck-Abenteuer sind immer originell, das Auftauchen der Romulaner am Ende der ersten Season sah auch sehr gut aus und hatte etwas richtungsweisendes an sich. Noch besser gefällt mir aber die zweite Season, die schon einige interessantere Geschichten zeigt (Q Who, mit Borgs! Und Borgs!) und diverse positive Aspekte weiterführt, wie ein weiteres Holodeck-Abenteuer oder Datas Versuche, menschlicher zu sein. Nur Wesley Crusher geht mir schwer auf den Senkel. Und während es in der ersten Season fast immer nur eine holprige und eckige Enterprise-Einstellung zu sehen gab (das Anti-Aliasing war wohl da noch nicht erfunden), dreht die zweite Season in Sachen Visuelle Effekte schon ein gutes Stück auf. Die dritte Season bleibt bis zur Halbzeit für meine Begriffe auf Season 2-Niveau, ist also noch nicht so prickelnd. Es sind ein paar schwache Episoden dabei, aber zwischendurch fängt sich die Serie immer wieder. Inzwischen erkenne ich auch schon ein paar Episoden wieder, obwohl Next Generation für mich bis auf die Episoden Yesterday’s Enterprise (genial, weil alternative Zeitlinie aufgrund eines noch nicht stattgefundenen Ereignisses mit der Enterprise C) und Sins of the father insgesamt gesehen noch nicht ein großer Hit ist. Trotzdem bin ich soweit gespannt, dass ich wissen will, was noch so passiert und ich hoffe auf die wirklich eindrucksvollen Episoden, die ich aus dem “früher” in Erinnerung habe (Borgs galore!).

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The Unit (Stand: Season 1)

Neuentdeckung, die mir ausgesprochen gut gefällt und womit ich gar nicht gerechnet hatte. Grund, da mal reinzuschauen, war der Schauspieler Scott Foley, der in Felicity Noel spielt. Außerdem ist Dennis Haysbert dabei, der in 24 Präsident Palmer gespielt hat. The Unit ist eine Serie über eine amerikanische Spezialeinheit der Delta Forces, die in In- und Ausland reichlich geheime Missionen durchführt. Das reicht von der Erstürmung von gekaperten Flugzeugen über Personenschutz bis hin zu Bombenentschärfungen und Wiederbeschaffung gestohlener US-Waffen, die sich im Besitz von ausländischen Waffendealern befinden. Das ganze ist wie Star Trek eine “Enemy of the week”-Show, die nahezu keine fortlaufende Handlung hat. Die einzelnen Episoden sind sehr actionreich gestaltet, wirken zudem sehr modern und realistisch. Trotzdem geht es nicht alleine nur um Einsätze, die Serie hat vielmehr das Ziel, das Leben eines Soldaten in einer Spezialeinheit und das Leben der Angehörigen zu zeigen. So wird auch immer wieder in das Familienleben der Mitglieder der Einheit auf der Militärbasis geleuchtet. Da der Fokus aber eindeutig auf den militärischen Konflikten und Protokollen liegt, agieren die Figuren samt und sonders eher hölzern im Vergleich zu manch anderer Dramaserie. Das heißt, sie geben sich realistisch, wie das im richtigen Leben auch wäre und werden nicht gleich melodramatisch. Mir gefällt die Serie ausgesprochen gut, weil sie mit jeder Episode sehr spannende Ausgangssituationen und Konflikte geschaffen hat, die auf eine sehr professionell-militärische Art und Weise von den Spezialisten gelöst wird. Ich habe beschlossen, dran zu bleiben. Auch weil es sich die erste Season nicht nehmen lassen konnte, mit einem kleinen Cliffhanger zu Enden.

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Abteilung Wasserstandsmeldungen:

ER – Emergency Room (Stand: Season 5)

Season 3 und 4 habe ich praktisch nebenher geguckt. Es baut etwas ab.

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Auf der Warteliste:

Star Trek: Deep Space Nine
Star Trek: Voyager
Star Trek: Enterprise
Miami Vice
Akte X
Spacecenter Babylon 5
The Simpsons
The Office (US)
(+) Prison Break